Die Deutschen reagieren ganz pragmatisch auf das MEI-JA der Schweizer

Diese Woche gingen gleich zwei Schweizer Bundesräte nach Deutschland, um dort das Schweizer JA zur Masseneinwanderungs-Initiative zu erklären. Bundespräsident Didier Burkhalter tat dies bei Kanzlerin Angela „Mutti“ Merkel, Bundesrätin Doris Leuthard beim Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Anders als die meisten europäischen Minister, Europaparlamentarier und sonst wichtigen Eurokraten reagierten die beiden deutschen Amtskollegen ganz pragmatisch auf die Entscheidung des Schweizer Stimmvolkes.

Genau dies dürfte irgendwann bei Verhandlungen der Schweiz mit der EU das Zünglein an der Waage spielen. Wenn die Deutschen uns nämlich wohlgesinnt sind, dürfte sich viel angedrohtes Ungemach in Luft auflösen.

Denn: Die Deutschen sind nämlich so quasi die „Finanzierer“ der immer bankrotteren EU. Wenn diese Geldquellen versiegen, können die meisten südeuropäischen Staaten gleich aus dem Staatenbund austreten.

Die deutsche Regierungsspitze will die Schweiz unbedingt an ihrer Seite wissen. Ob das jetzt zusammen in der EU ist, oder halt so wie das die freiheitsliebenden Schweizer gerne möchten, spielt ihnen nicht so eine grosse Rolle.

Zu zuverlässig ist den Deutschen die Schweiz in Sachen Handel, gegenseitigen Beziehungen und generell als wichtiger Geschäftspartner. Auch wenn die Schweiz nicht in der EU ist: Die Gelder, die jährlich Richtung EU fliessen, entlasten das Portemonnaie der Deutschen.

Denn die wissen ganz genau, dass die Schweiz ihre Zahlungen mehr oder weniger freiwillig tut und erst noch mehr bezahlt, als sie als bilateraler Partner eigentlich müsste.

Die Kanzlerin hat ganz klar erkannt, dass man die südlichen Nachbarn nach den furchteinflössenden Tönen gewisser Politiker, auch deutscher Politiker, nicht noch mehr reizen sollte.

Frau Merkel hat aber auch festgestellt, dass in der Schweiz schlussendlich das Volk das Sagen hat. Sie weiss zudem auch, dass unser JA zur MEI auch Begehrlichkeiten in ihrem eigenen Volk auslösen könnte.

Mutti hat jetzt genug von den unsachlichen Vorwürfen und bösen Worten. Sie will ihr eigenes Land mit zusätzlichen Reitpeitschenhieben in Richtung Schweiz nicht noch auf den Geschmack bringen. Stattdessen hat sie sich und ihren Ministern ein pragmatisches Kleid umgehängt.

Man will es schliesslich mit dem Land, wo man bequem und fast ungestört Langlauf-Ferien machen kann, nicht verscherzen. Dafür schätzt man diese Vorzüge des freien Alpenlandes zu sehr.

Für mich ist die Haltung von Frau Merkel und jene von Herrn Gabriel gestern ein positives Signal für die Schweiz. Auf diesen guten Beziehungen können wir aufbauen. Zudem scheint es, dass dies die ersten moderaten Töne von einer europäischen Regierung seit dem Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses sind.

Voreilige Reaktionen von Seiten der EU

Gewisse voreilige Reaktionen von Seiten der EU waren denn auch ziemlich befremdlich. So wurden das Studenten-Austauschprogramm „Erasmus“ und das EU-Forschungsprogramm „Horizon 2020“ sistiert, und die Verhandlungen zu einem Stromabkommen auf Eis gelegt.

Eigentlich Dossiers, die mit der Personenfreizügigkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Dies zeigt einfach nur die Lächerlichkeit des Konstruktes EU auf. Spurt ein Land nicht, wird von Barroso und Co. gedroht, und Äpfel mit Birnen verglichen.

Dass dabei der Volkswille verletzt werden könnte, schert die in der Brüsseler Zentrale einen Deut. Die Eurokraten haben sich teilweise dort in ein so eigenes und bequemes Nest gesetzt, dass es einem graut. Volkswillen, Volkssouveränität und Volksrechte sind diesen Damen und Herren leider ein Fremdwort geworden. Dabei wurden sie doch auch irgendwann von einem Volk gewählt…

Frau Bundesrätin Leuthard mokierte sich zu Recht über die „voreiligen Reaktionen“: „Wir verletzen aktuell überhaupt keine Abkommen“.
Es wurde nämlich erst ein Volksentscheid gefällt, der besagt, dass wir die Personenfreizügigkeit in der aktuellen Form nicht mehr wollen.

Dass nun Lösungen gesucht werden müssen, liegt auf der Hand. Es liegt aber auch auf der Hand, dass unter Vertragspartnern ein moderater Ton herrscht.

Anders als die übrigen Unterhändler der EU, haben die Unterhändler der Schweiz halt ein Volk im Rücken, welche mit ihrer direkten Demokratie noch was zu sagen hat.

Es ist gut zu wissen, dass uns Deutschland in zukünftigen Verhandlungen mit der EU den Rücken stärken will. Denn ohne Deutschland läuft in der EU nichts, nicht nur finanziell…

Die Ukraine und ihr Polit-System

Wie weit es kommen kann, wenn dem Volk ausser den all-vierjährlichen Parlaments- und Präsidenten-Wahlen alle Volksrechte genommen wurden, sieht man aktuell in der Ukraine. Das unzufriedene Volk wusste sich nicht mehr anders zu wehren, als mit teilweise wüsten Protesten.

Hätte die Ukraine beispielsweise ein ähnlich direkt-demokratisches Politsystem wie die Schweiz, wäre es nie so weit gekommen. Das Volk und ihre Vertreter hätten sich vorher schon einbringen können, und ihr Präsident Wiktor Janukowytsch wäre nie zu solch einem starken Herrscher mit so vielen Machtbefugnissen geworden.

Die unerhörte Reaktion der Linken und der Wirtschaftsfreunden

Dass die Linken und die Wirtschaftsfreunde in der Schweiz immer noch ein wenig toben nach dem Volks-JA, geht für mich in Ordnung. Dass sie aber uns JA-Wählern gerne „Abschottung“, „Fremdenhass“ und „Menschenverachtung“ vorwerfen, ist einfach unerhört. Ich kann da nur entgegnen: Das Eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun.
Eine knappe JA-Mehrheit von 50.3 % will nichts anderes, als dass die Schweiz ihre Zuwanderung wieder selber kontrollieren kann.

Zudem möchten wir JA-Wähler, dass die EU endlich akzeptiert, dass wir kein EU-Mitgliedsland sind und deshalb auch kein integrierter Bestandteil ihres Binnenmarkts. Die Schweiz ist immer noch ein unabhängiger Staat, dessen Volk die Zuwanderung wieder in die eigenen Hände nehmen möchte.

Noch ein Wort zur Romandie:

Auch dort wird das Wehklagen irgendwann ein Ende nehmen. Im Grunde genommen möchten sie auch nicht der EU angehören. Denn ein Blick über die Westgrenze zu Frankreich offenbart unseren welschen Freunden, wie viel Hass und Intoleranz in den grossen Städten und deren Vorgebieten herrscht. Immer wieder sind Aufstände von farbigen Jugendlichen zu verzeichnen, die von den EU-philen Franzosen oft sträflich ignoriert und missachtet werden. Diese jungen Leute sind oft schlecht integriert, haben eine schlechte Bildung. Ganz zu schweigen von einem Job.

So sieht es bei uns ganz sicher nicht aus. Damit wir nicht so „verludern“ wie gewisse französische Städte, möchten wir doch lieber schonend mit unseren Ressourcen umgehen. Was nützt es zu vielen unkontrolliert Einreisenden, wenn sie a) keinen Job haben und b) nicht integriert werden? Nichts, Nada.

Die Schweiz hat viel mehr Ausländer als ihre umliegenden Nachbarn

Die Schweiz hat prozentual gesehen ungleich viel mehr Ausländer als unsere umliegenden EU-Nachbarn. Diese Ausländer sind aber bei weitem besser integriert und gestellt als in diesen Ländern.
Da soll mir noch einer kommen und behaupten, die Schweiz habe ein Ausländer-Problem. Denen würde ich begegnen: Reise doch mal ins benachbarte Ausland und dann wirst du ein Ausländer-Problem finden!

Nein, nein! Die Schweiz kennt keine „Abschottung“, „Fremdenhass“ und „Menschenverachtung“. Ganz im Gegenteil: Hier trifft man auf offene Menschen mit einem grossen Herz.

Zum Glück haben das die Deutschen erkannt. Denn sie machen nicht nur gerne Ferien bei uns. Sie möchten uns auch weiterhin als gute bilaterale Partner wissen, und sind insgeheim froh, dass wir nicht in der EU sind.

feldwaldwiesenblogger

Die Schweizer Hockey-Nati ist in Sotschi früh ausgeschieden – Eine knallharte Analyse

1:3 gegen Lettland, aus der Traum für unsere Eishockey-Genossen an den Olympischen Spielen in Sotschi. Und das bereits in den Achtelfinals!

Noch kein Jahr ist vergangen, als die Schweizer Hockey-Nati mit ihrer Silbermedaille an der WM in Schweden eine Sternstunde zu verzeichnen hatte.

Nun das! Der harte Fall zurück in die Realität. Aber: Wer 150 Schüsse in vier Spielen auf das gegnerische Tor abfeuert, dabei aber nur dreimal skort, hat definitiv ein Problem. Oder anders gesagt: Wer die Tore nicht schiesst, scheidet aus. So einfach ist das!

Als ich mir gestern das Spiel nebenbei anschaute, hatte ich schon nach den zwei Gegentreffern im Ersten Drittel kein gutes Gefühl. Die Tor-Blockade, die Tor-Impotenz oder wie man dem auch immer sagen will, fand seine Fortsetzung im Achtelfinale.

Zwei Fragen stehen für mich deshalb im Raum:
1. Ist das nur mit Pech zu erklären, oder steckt da mehr dahinter?
2. Wäre es womöglich besser gewesen, das Silberteam von letztem Jahr gar nicht gross zu verändern und halt ohne NHL-Cracks an die Olympiade zu fahren?

Frage 1 kann ich nicht beantworten. Da müsste man mit einem Trainer oder Spieler die verschiedenen Torszenen von Sotschi näher unter die Lupe nehmen. Eventuell würde dem einen oder anderen Experten irgendetwas an der Spielweise auffallen.

Die Frage 2 probiere ich kurz selber zu erklären. Da an den Hockey-WM’s generell die besten NHL-Cracks wegen des Nichtunterbrechens der NHL während dieser Zeit fehlen, ist das Niveau vergleichsweise tiefer. Ergo hat eine Schweizer Nationalmannschaft aus Spielern ihrer eigenen starken Liga, weltweit eine der besten nach der NHL und der KHL, bei optimalem Verlauf eines Turnieres gute Chancen in das Finale zu gelangen.
Bei den olympischen Spielen ist das Niveau wegen den unzähligen NHL-Spielern dank des Unterbruches der NHL natürlich ungleich höher. Somit mussten die Schweizer auch ihre NHL-Leute mitnehmen.
Die trafen nun aber nicht, und ein Damien Brunner beispielsweise fand nie zu seiner besten Form, wie er sie als Tormaschine bei den New Jersey Devils regelmässig an den Tag legt.

Das Niveau der Schweizer Hockeyaner ohne NHL-Cracks wäre zweifellos tiefer gewesen. Vielleicht hätte aber das Zusammenspiel besser geklappt und hätte in einer grösseren Torausbeute gemünzt?

Meine knallharte Analyse mit „Wer die Tore nicht schiesst, scheidet aus“ trifft in jedem Fall zu. Die Gründe zu dieser Torflaute sind aber tiefer zu suchen. Das ganze nur mit Pech zu erklären, ist zu einfach. Das mag bei einem Match zutreffen. Sicher aber nicht für vier Spiele.
Ich bleibe bei meiner Theorie „Vielleicht hätte aber das Zusammenspiel (der Silbermannschaft von Schweden) besser geklappt und hätte in einer grösseren Torausbeute gemünzt“.
Vermutlich liege ich gar nicht so falsch, oder?

feldwaldwiesenblogger

Die Schweizer Sportler und deren Identifizierung

In einer Mannschaft befinden sich Gisin, Viletta, Cologna, Gut, Gasparin, Hefti und Baumann. In der anderen Shaqiri, Xhaka, Derdiyok, Džemaili, Rodríguez, Seferović und Kasami.

Jeder merkt sofort: In der ersten Mannschaft befinden sich unsere bisherigen Schweizer Olympia-Medaillengewinner, in der zweiten einige aktuelle Spieler unserer Fussballnationalmannschaft.

Alle oben erwähnten Sportler haben den Schweizer Pass. Die Namen der Wintersportler sind typische Schweizer Namen, die Namen der Fussballer typische Secondo-Namen. Welches sind nun die identischeren Schweizer?

Ich mache hier eine kleine Klammer auf. Denn: Ausnahmen gibt es in beiden Lagern. Podladtchikov ist auch ein Schweizer Olympionike mit Goldmedaille, trägt aber kein typischer Schweizer Name. Seine Eltern sind Russen.
Frei, Schär und Lichtsteiner sind Schweizer Natistars mit „waschechten“ Schweizer Eltern.

Wohl verstanden, ich will hier nicht zwei Gruppen gegeneinander ausspielen. Mir geht es einzig und allein darum, etwas über die Identität und die Identifizierung zu ergründen.

Mir fällt immer wieder auf, dass sich viele Schweizer sehr gut mit unseren Skisportlern identifizieren können, mit unseren eingebürgerten oder Secondo-Fussballern aber nicht unbedingt. Woher kommt das?

Einerseits ist es sicher der Familienname und das Aussehen. Andererseits aber auch die Emotionen, die diese Sportler bei Siegen oder Toren zeigen, oder eben nicht.

Die „waschechten“ Schweizer Schneesportler zeigen und schreien ihre Emotionen aus vollem Herzen und mit viel Getöse aus sich heraus. Sie zeigen echte Freude.

Teilweise ganz anders die Secondo-Fussballer: Je nachdem, gegen wen sie spielen, halten sie ihre Freude und ihre Emotionen nach einem Tor bewusst zurück. In deren Brüsten schlagen zwei Herzen.

Man kann jetzt davon halten, was man will. Aber so was ist für die freudige „Fan-Seele“ einfach total irritierend. Und weiter: Wenn ein Herr Shaqiri sich nicht sicher ist, ob er irgendwann dann doch lieber für den Kosovo auflaufen will, dann soll er das besser gleich tun, und uns nicht an der Nase rumführen. So was fördert nämlich nicht unbedingt die Integration von Secondos, welche mir ansonsten herzlich Willkommen sind.

Mir sind Sportler, welche für ein Land ihre wahren Emotionen zeigen (dürfen), tausendmal lieber, als Sportler, die sich fast entschuldigen, wenn sie für ihr „Förder-Land“ ein Tor gegen ihr „eigentliches Vaterland“ schiessen.

Die empfundenen und gezeigten Emotionen sind für mich absolut entscheidend. Mir ist es egal, ob jemand jetzt Gisin und Viletta oder Seferović und Kasami heisst. Wichtig ist die Einstellung des Sportlers sich gegenüber und gegenüber dem Land, für welches er seinen Sport betreiben oder auflaufen darf.

Die Identität ist das Eine. Die Identifizierung das Andere. Einen Schweizer Pass macht noch lange nicht einen „echten“ Schweizer aus. Beim Sport sind es die innere Einstellung und die Emotionen, welche die Identifizierung ausmachen. Mit solchen Sportlern freut man sich doch auch aus ganzem Herzen, ob er jetzt „Heiri Müller“ heisst oder ein „Secondo“ ist. Man sagt nicht umsonst: Mit dem oder der kann ich mich bestens identifizieren…

Ich ziehe auch Parallelen zu anderen Schweizern, welche wohl „echte“ Schweizer Namen tragen, ihre politischen Pflichten aber nicht im Geringsten wahr nehmen. Beim „Motzen“ sind sie öfter die lautesten, wenn es aber darum geht, sich für sein Land via Abstimmung zu „identifizieren“, sind sie die Letzten. Da sind mir „Secondos“ mit dem Herzen am rechten Fleck und einer guten Bürgereinstellung, welche auch ihre Pflichten wahr nehmen, um einiges symphatischer als die ausrufenden und ewig gefrusteten „Alt-Schweizer“.

Das Volksmehr vom 9. Februar wäre nicht zustande gekommen, wenn alle unzufriedenen Stimmberechtigten von der Urne fern geblieben wären. Denn unter den JA-Stimmenden befanden sich nicht nur ländliche und konservative Schweizer Bürger sondern sehr wohl auch sehr vernünftige „Secondos“ oder Eingebürgerte.

Für mich ist so oder so nicht nur der Pass entscheidend. Entscheidend ist die innere und äussere Einstellung eines jeden Schweizer Bürgers, sei er jetzt ein „Alteingesessener“, ein „Secondo“ oder Eingebürgerter.

Ich für mich darf behaupten, ein weltoffener Bürger zu sein. Ich akzeptiere die Meinungen anders Denkender, sei er jetzt Schweizer oder Ausländer. Meine Wenigkeit ortet leider immer wieder, sowohl auf der rechten wie auch auf der linken politischen Seite, intolerante Schweizer.

Die rechte Seite ärgert sich öfters grundlos über die „Papierlischweizer“, Eingebürgerte mit Migrationshintergrund. Auch wenn diese in meinen Augen anständige und sich korrekt verhaltende Muster-Schweizer sind.

Die linke Seite kann ab und zu ein absolut intolerantes Verhalten an den Tag legen. Ich erinnere mich nur ungern an das Verhalten von Steff La Cheff vor der Personenfreizügigkeitsabstimmung. Sie singt zum Glück so quasi als Entschuldigung: „Ich ka Ähnig, chumä chumä nüd druus…“ Denn so zeigte sie sich auch vor der Abstimmung: Nämlich absolut ahnungslos. Sie faselte was von „fremdenfeindlich“ und „menschenverachtend“. Dabei ging es bei der MEI-Initiative nur darum, die unkontrollierte Einwanderung in die Schweiz zu stoppen…

So trifft man halt immer wieder auf Schweizer, dessen Identifizierung nicht sofort auf eine Schweizer Identität schliessen lässt. Aber auch das macht unsere Multikulti-Schweiz aus.
Diese Multikulti-Schweiz möchten die einen leider unter ein europäisches Joch stellen, wo unsere Vielfalt und letztendlich unsere Identität verloren gehen könnte. Mit so einem Land möchte ich mich aber nicht unbedingt mehr identifizieren…

feldwaldwiesenblogger

Es gilt, Ruhe zu bewahren nach dem richtungsweisenden JA der Schweizer

Christoph Blocher, Alt-Bundesrat und SVP-Nationalrat, hat diese Woche viel Gutes und Interessantes nach dem „Jahrhundert-JA“ der Schweizer Bevölkerung gesagt und zu Protokoll gegeben. Aber halt nicht nur, wie obiger Ausschnitt aus dem heutigen Bote der Urschweiz zeigt.

Blocher neigt leider dazu, dann und wann sich im Wort zu vergreifen. So stellte er wenig schmeichelhaft die Romands als „schlechtere“ Patrioten als die Deutschschweizer dar. Das war einfach unnötig und schlicht nur dumm. Wieso jetzt Öl ins Feuer giessen?

Es ist ein Fakt, dass die Westschweiz geschlossen gegen die Initiative gestimmt hat. Als guter Demokrat, als der er sich und die Seinen diese Woche rühmte, muss ein Christoph Blocher das zur Kenntnis nehmen. Mehr noch: Die SVP und er müssen das sogar ernst nehmen. Oder anders ausgedrückt: Ruhe bewahren ist angesagt.

Zum Glück tat dies SVP-Bundesrat Ueli Maurer. Er behielt trotz Schweizer Goldregens in Sotschi die Ruhe und versuchte die Wogen mit besänftigenden Worten zu glätten: Auch die Romands sind exzellente Patrioten. Halt auf ihre eigene Art.

Natürlich beziehe ich das Ruhe bewahren nicht nur auf Blocher. Wie der Abschnitt oben, ebenfalls aus dem heutigen Bote der Urschweiz, beschreibt, sollen auch die Exponenten aus den anderen Parteien nicht „hyperventilieren“ und irgendwelche Schnellschüsse von sich geben.

So will Ex-SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner (Basel) mittels Standesinitiative die Abstimmung wiederholen lassen, mit der Begründung: Die SVP habe die Folgen ihrer Initiative verschwiegen.

Hans Grunder, BDP-Nationalrat, meinte gar, dass bei einem JA zur MEI alle Bundesräte bis auf Ueli Maurer zurücktreten müssten.

SP-Präsident Christian Levrat möchte die ländliche Bevölkerung wegen ihrer JA-Mehrheit sogar abstrafen und ihnen proportional tiefere Kontingente zukommen lassen.

Die FDP möchte sogar Christoph Blocher als Sonder-Staatssekretär zu Verhandlungen mit der EU schicken.

Ich persönlich würde fast alle erwähnten „Schnellschüsse“ auf den Mond schiessen. Den einzigen, welchen ich für überlegenswert halte, ist die Idee mit Blocher als Sonder-Staatssekretär.

Aber sonst? Erstens ist letztes Wochenende nach dem 50.3 %-JA die Schweiz nicht untergegangen und zweitens niemand deswegen zu Schaden gekommen. Ausser vielleicht jene, welche ins Kreuzfeuer der idiotischen Krawall-Demonstranten gerieten. Übrigens: Diese Klientel ist in den gleichen Topf zu schmeissen wie die gewaltbereiten Fussball-Hooligans.

Es gilt also, Ruhe und kühlen Kopf zu bewahren. Dass die Parteichefs letzten Sonntag bei der Elefantenrunde ihre Emotionen nicht im Griff hatten, kann ich nachvollziehen. Das ist nur menschlich!
Die Emotionen haben sich nach gut fünf Tagen, als sich die gleichen Politköpfe in der gestrigen Arena trafen, schon merklich abgekühlt.

Jetzt gilt es, gute Strategien zu überlegen und Mehrheiten dafür zu finden. Denn eine Mehrheit der Schweizer Bürger will keine ungebremste Personenfreizügigkeit mehr und somit eine daraus resultierende Masseneinwanderung. Stattdessen sollen jetzt für alle, ob jetzt Befürworter oder Gegner, erträgliche und zukunftsgerichtete Wege beschritten werden.

Wie Toni Brunner, SVP-Parteipräsident, gestern richtig zu Protokoll gab: „Es sind alle gleich viel wert, und man soll bitte schön endlich damit aufhören, gut Gebildete besser zu stellen als normale Handwerker und einfache Leute.“
Dabei konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen: Das sind doch Töne, welche von einem sozialistischen Präsidenten kommen sollten…

Eines darf man trotz vielen Gehässigkeiten, blöden Kommentaren und gelegentlichen Ausrastern in den letzten Tagen erfreut feststellen: Die Schweiz lebt, diskutiert und streitet über seine Zukunft. Dabei können sich die unterschiedlichen Exponenten an einen Tisch setzen und mehr oder weniger friedlich diskutieren.

Das nenne ich eine vorbildliche Gesellschaft. Oder was meinen gewisse gehässige EU-Exponenten dazu, vor allem jene aus dem sozialistischen Ecken? Ist das Mitspracherecht in den einzelnen EU-Ländern nicht schon vor Jahren von Eurokraten beerdigt worden?

Und: Dies macht in meinen Augen doch grad unsere Schweiz aus. Die Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Gedankengut. Und dies in einem so kleinen Land. Die direkte Demokratie ist ein „Ur-Instrument“ unserer Bevölkerung, welches wir uns von nichts und niemandem kaputt machen lassen dürfen. Weder von inländischen Hitzköpfen noch von irgendwelchen europäischen Besserwissern.

feldwaldwiesenblogger

Der Binnenmarkt und der löchrige Schweizer Käse

Twitter:

Beim feldwaldwiesenblog-Kanal habe ich aktuell 851 Follower, beim Wetterschmöcker-Kanal 792 Follower und beim BFC Zürich- Kanal sind es derzeit 430 Follower. Herzlichen Dank an all meine lieben Verfolger, welchen ich natürlich sofort auch folge!
Twittern macht mir schon mächtig Spass, und ist in meinen Augen einfach vielfältiger, informativer und garantiert erwachsener als Facebook.


Usum Chäs-Chessi:

Dieser Artikel mit dem löchrigen Schweizer Käse passt doch wunderbar zu meinem „Chäs-Chessi“! Die EU und deren gescheite Aussenminister drohen der Schweiz. Gut, dass ist deren gutes Recht. Nur frage ich mich halt, wie sich diese Damen und Herren das „Unverhandelbar“ der Personenfreizügkigkeit vorstellen? Dass Schweizer Bürger in Zukunft also nicht mehr ohne weiteres einen Job in der EU bekommen?

Bei solchen Drohgebärden lache ich mir ja bös ins Fäustchen. Was hat denn zum Beispiel die ach so gerühmte Personenfreizügigkeit den Tessinern ausser viel Ärger, Verdruss, Staus, weitere Umweltverschmutzung und Stellenverlusten gebracht? So wie man hört und liest: Rein gar nichts! Die braven Schweizer erfüllten ihren Part der Freizügigkeit vorzüglich, und schwupps wurde das Südtessin mit billigen Arbeitern aus dem benachbarten Italien überschwemmt.
Und die Tessiner? Dem Vernehmen nach gingen sehr wenige Schweizer einer Arbeit im grenznahen Italien nach. Weil erstens die Arbeitslosigkeit dort um etliches höher ist und zweitens die italienischen Behörden sich einen Deut um die Personenfreizügigkeit kümmern und ihren depperten italienischen Bürokratismus voll ausleben.

Nein, nein, liebe Aussen-(und Innen-)minister der EU: Euer Säbelrasseln ist einfach nur bescheuert! Macht doch selber erst eure Hausaufgaben, und schaut den Italienern, Spaniern, Griechen und wem auch immer besser auf die Finger. Dass diese finanzgeplagten EU-Geldsauger erst mal ihre Schulden in den Griff bekommen. Und: Diesen Herrschaften sollte die Personenfreizügigkeit erst mal erklärt werden…

Mit einem so seriösen und zuverlässigen Partner wie der Schweiz darf man aber getrost Verhandlungen zu den angestrebten Kontingenten in der Personenfreizügigkeit aufnehmen.

Zudem hat Blocher für einmal absolut Recht. „Die EU tut, als würden wir zu ihr gehören“, gab er im Nachgang zur Abstimmung zu Protokoll. Und tatsächlich, man könnte meinen, die EU würde wegen dem lauten Katzenjammer Grossbritannien als Mitgliedsland verlieren. Stattdessen aber möchten 50.3 % der Schweizer eine Begrenzung der ungebremsten Personenfreizügigkeit, nicht mehr und nicht weniger.

Übrigens: So wie man liest und hört, finden ein Grossteil der deutschen Bürger unser „basisdemokratisches“ Verhalten und das Einschränken der Personenfreizügigkeit toll. Anders als die Politiker finden nämlich die Deutschen, dass unser JA nichts mit Fremdenhass, sehr wohl aber mit viel Vernunft zu tun hat.


Die Wetterschmöcker-Ecke:

Der Muser meinte am Sonntagabend, nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses betreffs der Personenfreizügigkeit: „Hauptsache man ist gesund und der TV-Apparat läuft!“

Der Sandstrahler hat grosse Freude an der milden Witterung. Er sagte deshalb heute: „Ich habe vorgestern Montag die diesjährige Wandersaison eingeläutet.“

Der Tannzäpfler untersuchte gestern frisch heruntergefallene Tannzapfen und meinte vielsagend: „Ich glaube, der Winter ist bald vorbei.“

Der Wettermissionar hat heute ein grosses Fuder Tsägässä aus Österreich bekommen. Er erklärte mir am Telefon: „Der diesjährige Sommer könnte heureich werden. Die Hampeissi sind nämlich aus dem Winterschlaf erwacht, und haben begonnen das Land mit ihrem scharfen Dung einzuseichen.“

Der Naturmensch ist hell begeistert von den olympischen Spielen in Sotschi. Er sitzt so oft wie möglich vor dem Fernsehapparat und drückt unseren Schweizern die Daumen. Auf die Frage, wie viele Medaillen „Wir“ holen werden, gab er mir zur Antwort:“ 13. Das ist meine Glückszahl!“

Der Steinbockjäger musste gestern mit seiner Magd einkaufen gehen. Dabei wurde beobachtet, wie die beiden im Laden gezankt habe. Als Grund nannte mir der Steinbockjäger folgendes: „Sie will mir das Rauchen austreiben, und hat meine Brisagos aus dem Wägeli wieder ins Gestell zurück gelegt. Da habe ich erst mal eine Runde nach meinen Menschenrechten geschrien.“


„Chömid au i d’Badeferi uf Sisikon“:

„Das ist doch tipptopp, das Abstimmungsresultat!“, meinte gestern ein sichtlich erleichterter Fedlihas. Und weiter: “Da kommen garantiert schon bald weniger Ausländer in die Schweiz. So habe ich letztendlich auch Ruhe an meinem Strand in Sisikon.“

Ich mache es dem Fedlihas gleich, und mache garantiert keine Ferien in der „Schweiz-feindlichen“ EU. Ich freue mich wie er auf die Badeferien in Sisikon!


Guidos Welt:

Als unser Guido gestern die Frontseite des 20 Minuten aufschlug, rief er ganz entsetzt: „Nein, der Bestatter darf in der Abschlussfolge nicht sterben! Sonst kann er am nächsten Sonntag nicht mehr mit seinem Tschingg im TV auftreten.“

Zum Schluss noch ein Witz:

Doktor Armin Ablondi hörte kürzlich eine sonderbare Geschichte: „Ein Muotathaler wollte eine Illgauerin heiraten. Damit er zu seiner Gattin auch passte, liess er sich das halbe Gehirn amputieren. Bei der Operation wurde jedoch versehentlich das ganze Gehirn entfernt. Als der Muotathaler aus der Narkose erwachte, fragte er: „Isch öppis nid idr Ornig?“

feldwaldwiesenblogger

Sommer-Langlauf im Parkhaus Weglosen

Twitter:

Die Wetterschmöcker haben heute zwei schöne Tweets gezwitschert. Einerseits die Wetterprognosen für den Monat Februar…

…andererseits ihre bedingungslose Hilfsbereitschaft für die arme Beatrice Egli, welche zurzeit total abgemagert rumläuft…


Usum Chäs-Chessi:

In der Schweiz ist oft und ausgiebig jammern auf höchstem Niveau angesagt. Dies auch beim Thema „Humor“. Da es uns fast ausnahmslos gut bis sehr gut geht, wird halt von unseren Miesepetern auch der Schweizer Humor ins Fadenkreuz genommen.
Der Zweck dieser blöden Anklägerei, meist sind die Ankläger linke Brüder und Schwestern, ist mir nicht ganz klar. Aber vielfach geht es nur darum, dass sie damit ihren elenden Intellekt zur Schau stellen können. Sie sind ja doch so was von gebildet…und sie wissen auch, dass man das und dieses nicht sagen darf…es könnte ja eine hier wohnhafte Volksgruppe beleidigen….undsoweiterundsofort.

Ich habe mir die momentan „Hauptangeklagten“ und deren Anklagepunkte einmal näher angesehen: Alles nur Mumpitz! Was den besagten Schweizer Humoristen dabei vorgeworfen wird, grenzt auch schon wieder an Humor. Nur ein Beispiel: Stapi Tschäppät (SP, Bern, zwar kein Humorist im eigentlichen Sinne) wurde wegen seiner Italienerwitze von einem antisemitischen Hetzer eingeklagt… Wenn einem da nicht die Galle hochkommt, lacht man gescheiter über diesen Mist!

Gestern Abend durfte ich dem Bündner Cabarettisten Rolf Schmid im Theater Duo Fischbach in Küssnacht zuhören und zuschauen.

Ich weiss, schlechte Fotoqualität. Macht aber nix, nehmt‘s mit Humor. Wie Rolf Schmid, der sich dann und wann über irgendwelche Leute, Gruppierungen und auch Völker lustig machte. Hat es jemanden gestört? Nein!
So bezog er dann und wann auch Zuschauer in sein Programm mit ein. Zum Beispiel, als es darum ging, sich über die Deutschen lustig zu machen. Dabei tippte er ausgerechnet die Bezirksrätin Carole Mayor aus Küssnacht an. Dies deshalb, weil sie in jenem Moment angeblich (laut Schmid) grad so einen „Lätsch“ wie die Deutschen machte. Besagte Frau ist meines Wissens nicht Deutsche, hat aber laut Google Heimatort Genf. Ist also eine Frau von Welt. Das wusste Rolf Schmid natürlich nicht. Ob’s Frau Mayor lustig fand, und sich auch eine Klage überlegt, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis…


Die Wetterschmöcker-Ecke:

Die sechs Wetterschmöcker haben ihrer Lieblings-Skirennfahrerin Dominique Gisin versprochen, die Wetterprognosen für Sotschi zusammen zu stellen.

In Sotschi gibt es sicher keinen Föhn,
das Wetter ist aber nicht immer schön.
Während den Spielen gibt es Schnee,
das hat uns verraten eine liebe Fee.

Wir vermuten, dass es auch kalt wird sein,
gefroren wird alles sein, Stein und Bein.
Der Wind wird auch eine Rolle spielen,
vom Meer tut Westwind reinschielen.

Vom Schwarzen Meer kommt viel Niederschlag,
das könnte für die Wettbewerbe sein eine Plag.
In den Bergen sich die Wolken können stauen,
da muss man das Programm gut anschauen.

Putin ist der Chef von Petrus, drum keine Bange,
der nimmt diesen dann schon in die grosse Zange.
Im Notfall spielt der Präsident selber Wettergott,
und lässt es sonnig und schön werden, sapperlott!


„Chömid au i d’Badeferi uf Sisikon“:

Von gut unterrichteten Quellen habe ich erfahren, dass der Fedlihas eine Umschulung plant. Er möchte offenbar Lehrer werden. Als ich ihn darauf ansprach, und nach den Gründen seiner beruflichen Veränderung fragte, zeigte er mir ein Bild:

Der Fedlihas gackerte fröhlich: „Dieses Bild habe ich erst kürzlich im „Gesichtsbuch“ (Facebook) entdeckt. Es hat mich sofort angesprochen, und in mir einen Sinneswandel ausgelöst. Jetzt habe ich nämlich gleich zwei gute Gründe, umzusatteln und Lehrer zu werden: Juli und August. So kann ich meine Badeferien in Sisikon natürlich auf einen Schlag um mehrere Wochen verlängern…“


Guidos Welt:

Die sich im heutigen Boten befindende Karrikatur brachte unseren Guido ins Grübeln.

Guido meint nämlich: „Eine Schneefarm im Gebiet Weglosen? Was diesen „Ybrigern“ aber auch immer in den Sinn kommt!
Dieser „Sibir-Schrank“ sieht ja aus wie das Parkhaus in der Weglosen. Wie wäre es, wenn die den Schnee im Frühling vom Hochybrig holen, und im Parkhaus Weglosen den Sommer durch lagern? Man könnte dann in einem zweiten Schritt im besagten Parkhaus eine Sommer-Langlauf-Loipe anbieten. So quasi Sommer-Langlauf im Parkhaus Weglosen.
Meine Idee lasse ich gleich patentieren. Wenn nämlich die schlauen Behörden wieder mal auf einen Besuch zu mir kommen, kann ich denen voll Stolz sagen: Es lid am Niid!“

Zum Schluss noch ein Witz:

Doktor Armin Ablondi meinte kürzlich: „Unsere Grünen werden auch immer farbloser!“ Daraufhin erwiderte ich ihm: „Ja, Herr Doktor, da haben Sie eindeutig Recht. Hätten Sie denn für diese farblosen Politiker ein Heilmittel?“ Doktor Ablondi dachte kurz nach, bevor er mir folgendes antwortete: „Die Grünen sollten mal wieder tüchtig Roten trinken, damit sie ordentlich blau werden. So holen sie sich nämlich garantiert eine gesunde Farbe zurück!“

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