Begleitung von 8 Spitzenschwingern ab heute bis zum Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger Schwinget

Heute Morgen war ich schon nach 7 Uhr auf meiner Joggingrunde um’s Muotathal. Dabei wird mein Kopf jeweils so richtig durchgelüftet, und ich habe dann meist die besten Ideen. So überlegte ich mir ein Blogthema für heute, und schwupps: Eine Idee war da.

Diese Idee versuche ich nun in Worte und Taten umzusetzen. Meine „Jogging-Eingebung“ basiert auf dem letzten Blogbeitrag, als ich die Schwingfestagenda von acht Schwingern in meinen Blog stellte. Die Zusammenstellung war eher zufällig, da ich beim Durchstöbern von schwingenonline.ch und schlussgang.ch nur auf diese acht Agendas stiess.

Die Sache ist nun die, dass ich diese acht Schwinger durch diese Saison hindurch begleiten möchte, ab heute bis zum Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger Schwinget. Wie genau ich das machen werde, wird sich noch zeigen. Mir schwebt dabei vor, die Resultate zu analysieren und einen regelmässigen Formcheck vorzunehmen. Zudem möchte ich diese acht Herren aus meiner eigenen Warte beobachten und beabsichtige auch, meine Blogbeiträge über diese acht Schwinger mit persönlichen „Statements“ von ihnen zu bereichern.
Heute ist also so quasi der Startschuss. Als allererstes schicke ich jedem dieser acht Herren eine Email mit folgendem Inhalt und vier Fragen:

Hallo Matthias, Kilian, Adi, Philipp, Matthias, Christoph, Nöldi und Stefan

Ich bin ein hemdsärmliger Blogger, schreibe über alle möglichen Dinge, die mich bewegen, und bin zudem ein grosser Schwingsportfan. Ich sehe und nehme die Dinge nicht allzu „bierernst“, weiss aber wo meine Grenzen beim Schreiben und Bloggen sind.
Mein Blog heisst übrigens feldwaldwiesenblog.
Ich verfasse ab und zu auch Beiträge übers Schwingen. Hier als Beispiel habe ich dir einen Blogbeitrag über das ESAF in Burgdorf: Das ESAF 2013 ist Geschichte – ein paar Gedanken.

Heute Morgen hatte ich beim Joggen die Idee, acht Spitzenschwinger von heute bis zum Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger Schwinget, zu begleiten, und darüber in meinem Blog zu berichten. Bei diesen Schwingern handelt es sich um Matthias Sempach, Kilian Wenger, Adi und Philipp Laimbacher, Matthias Siegenthaler, Christoph Bieri, Nöldi Forrer und Stefan Burkhalter.
Die Auswahl dieser acht Schwinger erfolgte eigentlich eher zufällig in meinem letzten Blogeintrag: Mit welchen Schwingern muss man in der neuen Saison rechnen, und vor allem wo und wann?

Meine Absicht ist es, deine Resultate zu analysieren und damit einen regelmässigen Formcheck vorzunehmen. Zudem möchte ich euch acht Schwinger aus meiner eigenen Warte beobachten und beabsichtige auch, meine Blogbeiträge mit persönlichen „Statements“ von euch zu bereichern.

Ich weiss, dass du ein vielbeschäftigter Spitzensportler bist, und für einen „kleinen Blogger“ wie mir wahrscheinlich keine Zeit hast. Trotzdem würde ich mich auf ein paar „Statements“ von dir freuen.

Ich würde dir gerne in unregelmässigen Abständen eine Email mit interessanten Fragen zukommen lassen. Es wäre toll, wenn du mir darauf antworten würdest. So können sich die Leser über meine Beobachtungen und deine persönlichen „Statements“ ein speziell-schwingerisches Bild von dir machen.

Heute ist für mich so quasi der Startschuss, denn die Schwingsaison 2014 hat nun begonnen. Als Erstes habe ich dir vier Fragen, die sich um den Saisonstart drehen.

Frage 1: Wie verlief deine Vorbereitung auf die Saison 2014?
Frage 2: Auf was hast du im Wintertraining ein spezielles Augenmerk gelegt?
Frage 3: Wie sehen deine Ziele für die neue Saison aus?
Frage 4: Wie schätzt du deinen momentanen Formstand ein?

Wie oben geschrieben, würde ich mich sehr freuen, wenn du mitmachen würdest, und ich ab und zu persönliche „Statements“ von dir auf meinen Blog stellen dürfte.

Mit kräftigem Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

So, die Email’s sind draussen. Jetzt heisst es für mich abwarten und Emails checken.
Mir fiel übrigens beim Verfassen der Emails, respektive bei der Suche der Email-Adressen, folgendes auf: Vier der acht Schwinger (Sempach, Siegenthaler, Bieri und Forrer) haben eine fox sports management-Emailadresse. Sie sind also bei einer Sportagentur unter Vertrag. Über fox sports management steht auf ihrer Homepage:
„fox sports management (fox sm), gegründet im Jahre 2010 mit Sitz in Zollikon (ZH), ist eine inhabergeführte Sport Marketing/Management Agentur. Von der strategischen Beratung bis zur Projektumsetzung sind wir Ihr Partner für massgeschneiderte Sport-Marketing Aktivitäten. Die kommunikative Begleitung intern wie extern gehört ebenso zu den Dienstleistungen wie Sponsoring-/Vermarktungskonzepte für Unternehmen, Vereine und Events.“

Da habe ich es also zuerst mit Leuten von einer Sport-Agentur zu tun. Meine Email wird diese Schwinger nicht direkt erreichen. Was natürlich bei Spitzensportlern absolut vernünftig ist. Denn die werden wohl mit Emails für Anfragen, Presse- und Sponsor-Terminen nur so überhäuft. Deshalb bin ich doppelt gespannt, wie und ob eine Reaktion erfolgen wird. Da ich ein positiv denkender Mensch bin, und mir damals der amtierende Schwingerkönig Kilian Wenger am 10. April 2012 tatsächlich ein Blog-Interview gab (Elf Fragen an Schwingerkönig Kilian Wenger), bin ich auch diesmal guter Dinge.

A propos Kilian Wenger: Wie man aus seiner Schwingfestagenda entnehmen kann, und zudem der Bote der Urschweiz in seiner heutigen Ausgabe vermeldet, wird Wenger am Schwyzer Kantonalen Schwingfest im Muotathal (18. ev. 25. Mai) an den Start gehen.

Zum Schluss dieses Beitrages, an einem herrlich warmen und sonnigen Frühlingstag, fallen mir nur noch zwei Sätze, passend zur morgig beginnenden Sommerzeit, ein (diese habe ich heute früh übrigens schon getwittert, und habe mich nun so quasi selber kopiert):
„Der Frühling ist nach einer Woche Urlaub wieder da. Den Winter haben wir nun in den Sommerurlaub geschickt.“

feldwaldwiesenblogger

Mit welchen Schwingern muss man in der neuen Saison rechnen, und vor allem wo und wann?

Ich habe mir wieder mal die Mühe gemacht, ein paar Homepages zum Thema Schwingsport durch zu schauen.
Dabei stiess ich innert kürzester Zeit auf viele interessante Informationen. Die meisten Informationen neueren Datums handeln vor allem um die Bekanntgabe der Schwingfestagenden der Spitzenschwinger. Einige davon habe ich ab der schwingenonline.ch-Homepage gepickt.

Schwingerkönig Matthias Sempach:

Kilian Wenger:

Adi und Philipp Laimbacher:

Matthias Siegenthaler:

Christoph Bieri:

Nöldi Forrer:

Stefan Burkhalter:

Diese Zusammenstellung ist natürlich nicht vollständig. Mit diesen Schwingern ist aber bestimmt zu rechnen. Mit zwei oder drei Namen darunter auch für den Sieg beim Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger Schwinget.

Besondere Freude bereitet, dass sich zwei wahre Oldies und Schwing-Methusalems, Nöldi Forrer (35 Jahre) und Stefan Burkhalter (39 Jahre), noch einmal für eine Saison aufraffen. Meine Hochachtung!

Gefunden habe ich aber auch etwas Nachdenkliches:

„Nach Burgdorf fehlte mir lange die Motivation zum Trainieren“ meinte Schwingerkönig Sempach in einem SRF-Regionaljournal-Interview.
Die Medien- und Sponsorenanfragen haben sich nach der Krönung massiv angehäuft. Das geht an die Substanz und lähmt die Motivation zum Training.

Bei Politikern und Show-Promis führten solche Anhäufungen von Terminen schon dann und wann zu Burnouts, Zusammenbrüchen und Herzinfarkten. Das jüngste Beispiel ist der glp-Präsident und Nationalrat Martin Bäumle, der kürzlich einen Herzinfarkt erlitt.
Ob das einem Schwinger auch passieren könnte, ein Burnout oder dergleichen?

Zu erwähnen ist so kurz vor dem Saisonstart neben dem Wetter, welches zu einer Absage des Frühjahrsschwingets Oberarth führte (Verschiebedatum 30. März oder ev. 6. April) auch der Rücktritt des beliebten Bündner Turnerschwingers Edi Philipp. Der vierfache Eidgenosse ist mittlerweile auch schon 36-jährig und erschwang sich in seiner Karriere 81 Kränze.

Zu den Schwingfestagenden der Spitzenschwinger gehören natürlich auch die Nominationen der Gästeschwinger für die fünf Teilverbandsfeste:

Und last but not least darf auch der Verteiler für die sechs Bergkranzfeste nicht fehlen:

Zum Schluss des heutigen Beitrages möchte ich noch darauf hinweisen, dass nächstes Wochenende (Samstag und Sonntag) die Schwingsaison 2014 so richtig losgeht. Und zwar mit den Hallenschwingfesten in Engelberg, Trimmis und Brunegg sowie den Outdoor-Anlässen in Grenchen und Grabs.

Ich meinerseits wünsche den aktiven Schwingern eine unfallfreie und erfolgreiche Saison. Für uns Zuschauer erhoffe ich mir spannende und packende Zweikämpfe, sowie trockenes Wetter und viele interessante Diskussionen.

feldwaldwiesenblogger

Verhält sich die Schweiz eigentlich wirklich (noch) neutral?

Diese Frage stellt ihr euch in letzter Zeit wohl auch ab und zu, nicht wahr? Vor allem nach dem brisanten Weltwoche-Interview mit unserem Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP).

Darin kritisiert Maurer deutlich unseren Aussenminister und jetzigen Bundespräsidenten, Didier Burkhalter (FDP). Sein offensichtliches Tun und Handeln als OSZE-Präsident (OSZE = Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und das Einsetzen von Tim Guldimann (Schweizer Botschafter in Berlin, SP) als OSZE-Vermittler in der Krim-Krise war für den SVP-Bundesrat eindeutig zu viel.

Nicht nur für ihn, auch für mich. Da fragt man sich dann wirklich: Ist die Schweiz noch ein neutrales Land?
Nach Guldimann’s feuriger Europa-Rede unlängst zu seinen SP-Genossen und seiner Abscheu vor dem MEI-JA des Schweizer Volkes, beobachte ich zunehmend anti-neutrale Tendenzen. Vor allem aus dem linken Ecken.

Gewisse Kreise in der Schweiz, vor allem die „europhilen“, ziehts zu besagter EU und weg von der Neutralität. Diese Personen sind bereit, unsere Neutralität aufs Spiel zu setzen. Dazu zählt leider Gottes auch unser diesjähriger Bundespräsident!

Kein Wunder, musste Maurer noch am Tag des Erscheinens des Weltwoche-Interviews Abbitte leisten und sich entschuldigen.
Natürlich, Maurer ist in erster Linie Bundesrat und untersteht dem Kollegialitätsprinzip. Nichtsdestotrotz darf er in meinen Augen zu seiner Meinung stehen.

Am letzten Sonntag musste dann noch der Chef-Genosse Levrat „nachstopfen“:

In der NZZ am Sonntag, welche ich zur Zeit mit einem Online-Probeabo teste, spricht der SP-Mann gar von „Landesverrat“, „Dummheit“ und von „fehlendem Geschichtsverständnis“ von Seiten Maurers. Starker Tobak!

Und wieder bestätigt sich bei mir meine Vermutung: Die sogenannten Euro-Turbos wollen sich nicht nur so rasch wie möglich institutionell an die EU anbinden, sie streben auch eine „Neutralitätsbeschneidung“ der Schweiz an.

Da stellen sich einem schon ein paar grundsätzliche Fragen: Wie sollte sich eigentlich ein (noch) unabhängiger Staat wie die Schweiz in einem Konflikt wie beispielsweise der Krim-Krise verhalten? Ist das Verhalten von OSZE-Chef Burkhalter und seiner Getreuen noch als neutral einzustufen? Wann hört die Neutralität auf, wo beginnt sie?

Erst mal ein Blick in Wikipedia. Dort wird die Neutralität (Internationale Politik) wie folgt beschrieben:
„Die Neutralität (von lateinisch neuter, keiner von beiden) eines Staates bedeutet entweder das Abseitsstehen in einem konkreten Konflikt zwischen anderen Staaten oder bezeichnet generell die allgemeine Politik der Neutralität. Von Dauernder Neutralität spricht man, wenn sich ein Staat zur immerwährenden Neutralität in allen Konflikten bekennt. Von Neutralismus spricht man, wenn ein Staat sich nicht nur aus Konflikten heraushält, sondern aus grundsätzlichen Erwägungen jegliche Bündnisse vermeidet.“

Aha! Eigentlich wäre es klar. Die Schweiz müsste bei Konflikten abseits stehen, sich neutral verhalten. Im konkreten Fall der Krim-Krise dürften wir uns weder für die eine noch andere Partei stark machen.

Trotzdem tut dies Burkhalter, sehr zum Leidwesen von Maurer, der SVP und auch mir.
Die Schweizer Neutralität ist also zunehmend auch so ein Gummidings, dehnbar und interpretierbar wie es gerade beliebt. Man ist nur noch neutral gegenüber harmlosen Dingen und dem Westen. Gegenüber dem „bösen“ Osten, allen voran gegenüber den Russen, wird die Neutralität gerade so hingebogen wie es sich halt „geziemt“.

Da die Ukraine auch liebend gerne zur EU möchte, sind EU-Liebhaber wie Burkhalter und Guldimann natürlich sofort vernarrt in so ein Land. Alles was dort gegen das Land geschieht, wird natürlich gemeinsam im EU-Chor abgestraft. Neutrales Verhalten? Nada!

Wohl verstanden: Das Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine und das unverzügliche „Einverleiben“ der Krim in ihr Grossreich, ist unter allem Hund.
Aber trotzdem: Die Schweiz hat dort einfach nichts zu „gebenedeien“. Sie soll wirklich „abseits“ stehen. Wer soll denn bei Konflikten noch vermitteln, wenn nicht ein neutrales Land?

Diesmal schäme ich mich für das Verhalten der Schweiz, wie dannzumal die Linken und Netten, als die MEI angenommen wurde. Ich schäme mich hoch offiziell für die Schweiz, dass sie es nicht mehr schafft, neutral zu bleiben. OSZE-Vorsitz hin oder her.

Dieses komische Getue unserer „vernünftigen“ Schweizer Classe politique ist mir mehr und mehr ein Graus. Es wird oft neben dem Volk her politisiert und zu allem Übel und Elend mischt man sich zudem in „fremde Händel“ ein.

Nach der Gründung der offiziellen Schweiz anno 1848, als unser Land in einen modernen Bundesstaat umgewandelt wurde, schwor man damals hoch und heilig auf die neutrale Schweiz. Eine Schweiz, die abseits steht und wenn möglich bei Konflikten vermitteln kann.

So eine Konfliktvermittlung ist in der „Krim-Krise“ nun nicht mehr möglich. Man kann nur hoffen, dass sich die Gemüter in Russland und vor allem auch in der Ukraine wieder abkühlen. Es ist aber auch zu hoffen, dass sich die politische Schweiz besinnt und sich Gedanken darüber macht, wie unsere Neutralität in Zukunft aussehen könnte.

Wie die „Neutralität“ momentan gehandhabt wird, missfällt mir komplett. Diese Art und Weise wie unser Bundespräsident das OSZE-Präsidium „missbraucht“ weckt in mir keine guten Gefühle. Denn da wird eindeutig Position für die Ukraine bezogen. Was in meinen Augen schlicht unnötig, ja sogar gefährlich, ist.

Zudem sollte sich der SP-Chef Levrat einem Geschichtsunterricht unterziehen, und nicht Maurer! Vielleicht würde er dabei etwas schlauer, und rausfinden, dass noch vor nicht allzu langer Zeit die Krim der Ukraine zugesprochen wurde. Und zwar von keinem geringeren als Nikita Chruschtschow, einem sowjetischen Parteichef und Ukrainer. Dies geschah damals scheinbar aus rein ökonomischen Gründen.
Jetzt wird halt die Krim-Geschichte wieder ein wenig rückgängig gemacht. Halt so wie es Putins Verständnis von übler Machtpolitik ist.

Diese üble Machtpolitik sollte die Schweiz aber trotzdem nicht dazu veranlassen, den Pfad der Neutralität zu verlassen.
Und: Meine eingangs gestellte Frage „Verhält sich die Schweiz eigentlich wirklich (noch) neutral?“ muss man somit mit einem „Leider nicht (mehr) immer!“ beantworten.

Noch ein Wort zu Ueli Maurer: Der SVP-Bundesrat hat das tipptopp gemacht, mit seiner Kritik in Richtung von OSZE-Boss Burkhalter. Schade ist nur, dass er zurückgekrebst ist, oder es musste…

feldwaldwiesenblogger

Die Schwingsaison 2014 steht vor der Tür

Am nächsten Sonntag wird mit dem Frühjahrsschwinget Oberarth (Kanton Schwyz) die Freiluftsaison und damit die diesjährige Schwingsaison eingeläutet. Das Königsjahr eins beginnt für Mathias Sempach nach seinem fulminanten Sieg am ESAF 2013 in Burgdorf.

Voller Spannung und Freude blicken viele Schwingsportfreunde in die Zukunft. Denn auch dieses Jahr steht mit dem nur alle sechs Jahre stattfindenden Kilchberger Schwinget anfangs September ein würdiger Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

Nach einer längeren Pause mit nur einigen Hallenschwingfesten brennen die Athleten darauf, ihre im Winter antrainierte Kondition, Schnellkraft und neu erlernten Schwünge an Ernstkämpfen in die Tat umzusetzen. Ich freue mich mit zig-tausend anderen Schwingsportfreunden auf spannende Zweikämpfe.

Was die neue Saison wohl bringen wird? Wieder eine Berner Dominanz am Saisonhöhepunkt? Wieder stärkere Innerschwyzer nach dem Rücktritt des Technischen Leiter Eugen Haslers und der Wahl des neuen TK-Chef, dem Beckenrieder Thedy Waser sowie der Ernennung des Innerschweizers Paul Vogel zum neuen Obmann im ESV?

Haben sich die Wogen im Innerschweizerischen Schwingerverband nach den Misstönen am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf wieder harmonisiert, nach dem ein frustrierter Martin Koch Geni Hasler Vorwürfe machte und Ende Saison zurücktrat?

Und: Wie startet Bruno Gisler nach dem Ablauf seiner reichlich dubiosen Dopinggeschichte und der verhängten Sperre in die neue Saison? Wird der Eidgenössische Schwingerverband ESV sich Swiss Olympic anschliessen und deren Dopingpraxis samt Kontrollen übernehmen?

Ich bin wohl kaum der Einzige, der sich solche oder ähnliche Fragen stellt. Denn: Viel Wasser ist seit dem Saisonende 2013 durch die Schweizer Flüsse und Bäche runter geflossen. Der nicht existente Winter tat wohl sein Übriges dazu und liess Frust, Wunden und Blessuren der vergangenen Saison heilen.

Zudem sind neue Leute am Werk, welche neuen Wind und Schwung in den „Laden“ bringen (können). Nicht nur der neue ISV-TK-Chef Waser will sich beweisen. Auch die Neueidgenossen stehen vor einer Bewährungsprobe. Gehören sie jetzt doch auch zu den „Gejagten“ und werden somit härter „geladen“ als noch vor einem Jahr.

Es gibt einige Rücktritte zu verzeichnen, allen voran der Frust-Rücktritt vom Luzerner Martin Koch. Ebenso bleibt hier zu erwähnen, wie der zurückgetretene Ivo Laimbacher nach dem Gisler-Dopingfall mit zwei anderen Schwingern nachträglich zu einem eidgenössischen Kranz kam.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Schwingsport und sein Drumherum bieten genügend Stoff zum Diskutieren, Schreiben, Nachdenken aber auch zum Freude und Spass dran haben.

Was eher zum Nachdenken anregt ist die Tatsache, dass die Mitgliederzahlen der Jungschwinger rückläufig sind. Trotz eines noch nie dagewesenen Schwing-Booms. Woran das liegen mag?
Wohl am neuen Gesellschaftsproblem „Spassgesellschaft“: Die Spassgesellschaft will sich an möglichst vielen populären Anlässen amüsieren, dabei aber nicht wirklich selber aktiv sein. Man will Schwingfeste besuchen und einfach nur konsumieren. Nicht nur vom Sport, sondern auch vom Rahmenprogramm.

Dass dabei auch die Erwartungshaltung steigt, liegt auf der Hand. Und zwar in allen Belangen. Sowohl an die Athleten als auch an die Organisatoren werden je länger je mehr die grösseren Anforderungen gestellt. Diese Situation ist ungesund, sowohl für den Schwingsport wie auch für unsere Gesellschaft. Man erinnere sich nur an die gewaltigen Dimensionen am ESAF in Burgdorf…

Dass dabei die jungen Leute nicht mehr motiviert sind, an ihre Leistungsgrenzen und darüber hinaus zu gehen, ist verständlich. Der Druck wird bei diesem Rummel riesengross. Wenn man vorne mitmischen will, braucht es knallhartes Training, Verzicht und Geduld. Die heutige Spassgesellschaft bringt mit all den vielen Zerstreuungsmöglichkeiten, angefangen von der Unterhaltungselektronik bis hin zu Adventure-Anlässen so viel an Angeboten, dass viele die Schinderei fürs Training schon gar nicht mehr aufnehmen mögen.

Die Bevölkerungsentwicklung mit der Zunahme der „Secondos“ und dem immer grösser werdenden Ausländeranteil tut sicher auch sein Übriges dazu. Dabei soll an dieser Stelle nicht auf die politische Schiene sondern auf die gesellschaftliche Seite hingewiesen werden. Bekanntermassen lieben diese jungen Leute den Fussball mehr als den Schwingsport. Kein Wunder, er liegt ihnen näher am Herzen und lässt sie von viel Ruhm und Geld träumen…

Wir sind nun mit diesen Überlegungen mitten ins Philosophieren rund um den Nationalsport Nummer eins, das Schwingen geraten. Weil’s so schön ist, machen wir gleich weiter.
Eines darf nie vergessen werden: Nebst dem Fussball, Eishockey, Skifahren und den vielen anderen Sportarten hat der Schwingsport schon längst einen Platz an der Schweizer Sportspitze gefunden. Die Popularität wird mit den Zuschauerzahlen und den TV-Einschaltquoten eindrücklich unterstrichen, denn kaum ein Sportanlass zieht in der Schweiz so viele Zuschauer an wie ein Eidgenössisches Schwingfest.

Wir sind jetzt zwar erst am Anfang des mit Frühsommerwetter gesegneten Frühlings. Der zu Beginn des Herbstes angesetzte Saisonhöhepunkt, das Kilchberger Schwinget, wird aber wohl wieder ein Renner sondergleichen sein. Dabei braucht man über keine prophetischen Fähigkeiten zu verfügen. Das ist einfach momentan eine felsenfeste Tatsache.

Im Sommer wird für einen Monat die Fussball-Weltmeisterschaft das Schwingen zweifellos ein wenig in den Hintergrund drängen. Aber sonst wird der Boom ungebrochen seinen Weg durch die Schweizer Sägemehlringe ziehen.

Dabei tun das auch im Schwingsport angekommene Internet, die „Social Medias“ (Facebook und Twitter) und die Werbemöglichkeiten der Schwinger ihr Bestes. Man wird zudem schnell, einfach und rund um die Uhr informiert. Zum Beispiel die Schwinger-App vom „Schlussgang“, der Schwingplattform und Schwing-Zeitschrift Nummer eins. Ähnlich wie beispielsweise beim Fussball kann man sich jederzeit schnell und bequem über ein gerade stattfindendes Fest informieren.

Die „neuen Möglichkeiten“ sind also nicht ganz unschuldig am erwähnten Schwing-Boom. Nicht vergessen darf man aber auch Radio, Fernsehen und die Zeitungen. Sind doch gerade der Bote der Urschweiz mit den tadellosen Berichten von Simon Gerber und Radio Central mit dem fachkundigen Kommentatoren-Duo Alfons Spirig/Dani von Euw schon eine Zeit lang erfolgreich aktiv. Selbst das Schweizer Fernsehen ist nun schon seit einigen Jahren mit einem Grossaufgebot an den schwingerischen Grossanlässen anzutreffen.

Der einst von den grossen Medien und Fernsehstationen belächelte Schwingsport ist bei diesen mittlerweile angekommen und bestens akzeptiert. Es wird mit ehemaligen Schwingern und Schwingerkönigen als Experten zusammen gearbeitet.

Dies alles sind gute Voraussetzungen zum Gelingen eines wieder erneut spannenden Schwingjahres. Jetzt muss nur noch das tolle Frühlingswetter konserviert und auch für diese Freiluftanlässe wieder vorherrschen.

Über die Stärke von einzelnen Schwinger zu spekulieren, ist müssig. Es ist aber davon auszugehen, dass die üblichen „Verdächtigen“ wie der amtierende Schwingerkönig Matthias Sempach, der abgelöste König Kilian Wenger und Christian Stucki das Mass der Dinge sein werden.

Zu diesem starken Trio dürfte sich dieses Jahr aus Innerschweizer Sicht wieder Philipp Laimbacher gesellen. Aus Nordwestschweizer Sicht werden wohl die Herren Bruno Gisler und Christoph Bieri wieder die Nase vorn haben. Ob der Oldie Arnold Forrer wieder vorne wird mitmischen können, bleibt abzuwarten. Bei den Nordostschweizern rechnet man aber wohl wieder mit dem Unspunnen-Sieger Daniel Bösch und Michael Bless. Bei den Südwestschweizern fehlt nach dem Rücktritt von Hanspeter Pellet weiterhin ein Topcrack.

Einem erfolgreichen Saisonstart steht also nichts mehr im Weg!

feldwaldwiesenblogger

Wie geil ist das denn: „Der Runde muss ins Eckige“

Letzte Woche, genauer gesagt am Dienstag den 11. März, twitterte ich obige Meldung. Dabei habe ich mir nicht allzu viel gedacht. Ausser, dass ich mich über den Prozess von Uli Hoeness und über seine Steuerhinterziehung lustig machte.

Dieser Tweet wurde dann bis heute 33 mal retweetet („Bei einem ReTweet handelt es sich um die Weiterverbreitung eines abgesendeten Tweets / einer abgesendeten Meldung“) und 36 mal favorisiert („Nutzer haben die Möglichkeit, einen Beitrag anderer Personen als Favorit zu kennzeichnen“). Ich war ziemlich baff!

Nicht genug der Dinge über diesen „Zwitscherlaut“: Als ich gestern wieder mal „feldwaldwiesenblog“ als Stichwort in Google eingab, um zu sehen, was mit meinem Blog-Namen alles in Verbindung gebracht wird, entdeckte ich folgenden Link: www.express.de

Auf einer deutschen Internet-Seite kommt mein Tweet gleich als Erstes und dazu ein kleiner Kommentar wie über Uli Hoeness im Netz gespottet wird.
Ich war ehrlich ein wenig stolz, wie mein (von mir nicht gross überlegter) Tweet an Bekanntheit gewann und auf einer Internet-Seite auftauchte.

Dann kam am Donnerstag das Urteil über Hoeness: Dreieinhalb Jahre Gefängnis, unbedingt. Kopfschüttelnd nahm ich das zur Kenntnis, immer noch ziemlich verachtend gegenüber der Person Hoeness.

Dann kam der Freitag, wo ich am Vormittag skifahren ging. Wie ein Lauffeuer wurde via Twitter verbreitet, dass Uli Hoeness keinen Rekurs gegen das Urteil einlegen und die Strafe antreten will. Nicht genug der Verlautbarung trat der nun tief gefallene Mann von all seinen Ämtern bei seinem Lebenswerk, dem FC Bayern zurück.

Und ich twitterte wieder wie ein kleiner Weltmeister:

und:

Wie man unschwer erkennen kann: Ich war (wieder mal) baff, zollte Hoeness meine Achtung und fand, dass Hoeness doch kein schlechter Kerl ist.

Meine Stimmungslage hatte sich nicht nach dem Gerichtsurteil, sondern nach der Reaktion von Hoeness grundsätzlich geändert. Von jenem Moment an hörte ich sofort mit meinen „Schmäh-Tweets“ auf. Irgendwie schämte ich mich auch ein bisschen über mein opportunistisches „Windfahnen-Verhalten“.

Langsam ging mir auf, dass Hoeness ein grundsätzliches Suchtproblem mit seiner Zockerei gehabt haben muss und er und seine Berater nie und nimmer mit dem Aufweichen des Schweizer Bankgeheimnisses gerechnet hatten.

Er und seine Anwälte gerieten in einen bösen Schlamassel! Zudem war die Selbstanzeige ungenügend und schludrig zusammengeschustert worden und die eingereichten Steuerhinterziehungsdaten schlichtweg lückenhaft.

Hoeness muss irgendwann erkannt haben, dass das Unheil nicht mehr aufzuhalten war. Gemäss seinem Naturell nahm er das Urteil an und macht nun mit „der Flucht nach vorne“ das beste aus der nun vorhandenen Situation daraus.

Hoeness ist und bleibt ein fairer Kämpfer, kann aber auch verlieren und zu seinen Fehlern stehen. Das machte mir letzten Freitag so ungemein Eindruck, dass ich symbolisch den Hut vor ihm zog. Er hatte etwas Ungesetzliches getan, wurde jetzt dafür bestraft und er akzeptiert nun das Urteil.

Ob jetzt dreieinhalb Jahre zu viel, zu wenig oder eine gerechte Strafe sind, kann ich nicht beurteilen. Ich gebe aber zu bedenken: Uli Hoeness hat mit seinem strafbaren Tun wohl den Staat Deutschland betrogen, aber nie und nimmer irgendeine Person an Leib und Leben bedroht und gefährdet. Ob man solche Menschen gleich auch ins Gefängnis zu schlimmen Verbrechern stecken muss, zweifle ich deshalb stark an.

Mein Rechtsempfinden unterscheidet immer noch zwischen gewaltätigem Verhalten gegenüber anderen Menschen und betrügerischem Tun wie Steuerhinterziehung. Das sieht die deutsche Rechtssprechung anders, und deshalb muss Hoeness innerhalb der nächsten zwei Monate seine Strafe antreten.

Der Mensch Hoeness verzichtet auf eine Revision sowie einen möglichen jahrelangen Rechtsstreit (mit dem hatte ich eigentlich gerechnet) und tritt seine Gefängnisstrafe an. Desweiteren hat er sicher mit einem ganz schweren Herz seine Ämter bei seinem „Kind“ Bayern München aufgegeben.

Die Karriere von Hoeness ist somit vorbei. Aber: Der Mensch Uli Hoeness geht in meinen Augen gestärkt aus dieser Sache heraus. Der gute Mann wollte das, was ihm noch geblieben ist, nämlich seine Ehre, nicht auch noch verlieren. Mit seinem „Flucht nach vorne“-Verhalten hat Hoeness nicht nur seinen starken Charakter, sondern auch sein soziales Gewissen bewiesen.

Wie oft schon hat er gestrauchelte Ex-Fussballprofis, Weggefährten und Fussballclubs unterstützt? So wie man liest und hört: unzählige Male. Auch solche Dinge darf man nicht vergessen.

Ich selber nehme mich trotz meines erfolgreichen und nun ein wenig „berühmten“ Tweets an der Nase. Menschen mit Schmähungen eindecken, die einen Fehler begannen, in der Vergangenheit aber trotzdem viel Gutes getan haben, ist einfach. Man sollte vor diesen Menschen aber nie die Achtung und Wertschätzung verlieren.

Uli Hoeness hat einen grossen Fehler gemacht mit seiner Steuerhinterziehung. Er kriegt dafür nun seine Strafe. Ihn dafür aber nun in einen Ecken mit Schwerverbrechern zu stellen, ist auch ein Fehler.

feldwaldwiesenblogger

Muotathaler Schnitzelbank 2014

Guten Morgen liebe Leser. Gestern hat mir ein lieber Kollege den Muotithaler Schnitzulbank 2014 als pdf-File zugestellt. Eigentlich ganz passend, da die Basler gestern den letzten der «drey scheenschte Dääg» bei herrlichstem Wetter genossen und die Fasnacht 2014 nun (fast) überall vorbei ist. Die alte Fasnacht hinkt dann zwar irgendwann noch hinterher, wie immer…

Unser „Dorfschnitzelbank“ beinhaltet nur Muotathaler Begebenheiten. Da er ganz wunderbare Versli in schönschtem Muotithaler Dialekt drin hat, dachte ich mir: Diesen Schnitzelbank stelle ich in meinen Blog.

So könnt ihr und ich durchs Jahr durch die kleinen Sünden der „grossen“ Muotithaler nachlesen, und ab und zu herzhaft lachen.

Es ist aber auch eine Pflege unseres schönen und urchigen Dialektes. Übrigens: Passend dazu versuche ich jeden Tag, mehr oder weniger im Sinne unserer Wetterschmöcker, die täglichen Wetterprognosen im Muotithaler Dialekt auf Twitter zu stellen: Wetterschmöcker

Wie ich gerade feststelle, hatte ich heute Morgen früh die Schnapszahl von 777 Tweet abgesetzt!

So, nun aber genug der Worte und Vorhang auf für den Muotithaler Schnitzulbank:

Aus Datenschutzgründen werde ich natürlich nicht verraten, wer hinter den einzelnen Versli steckt. Hingegen biete ich Übersetzungshilfe an.

Einen wunderschönen Frühlingstag Euch allen!

feldwaldwiesenblogger

Die ECOPOP-Initiative kommt wahrscheinlich diesen November vors Volk

Kaum ist die Aufregung um die Masseneinwanderungs-Initiative und deren knappes JA ein wenig am Verebben, wird bekannt, dass eine ähnliche Initiative vors Volk kommen wird:
Die ECOPOP-Initative.

Laut SRF-Nachrichten von heute früh soll diese Initiative diesen November vors Volk kommen. Bis jetzt habe ich mich noch gar nicht mit diesem Volksbegehren beschäftigt. Was genau aber will diese Initiative?

Obige Angaben habe ich der www.ecopop.ch-Homepage entnommen. Eigentlich ein hehres Anliegen der Initianten. Denn seit 2007 die Einwanderungsbeschränkung für EU-Bürger aufgehoben wurde, liegt das jährliche Bevölkerungswachstum in der Schweiz zwischen 1.1% und 1.4%. Kein anderes Land in Europa nahm in dieser Zeit im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Einwanderer auf wie die Schweiz.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die ECOPOP-Initiative kommt aus dem selben Lager wie die Masseneinwanderungs-Vorlage. Aber weit gefehlt. Ein kurzer Blick auf das Initiativ-Komitee belehrte mich eines besseren. Die Damen und Herren sind weitgehend parteilos und sind von Beruf Mathematiker, Ingenieure, Chemiker, Unternehmer oder eidg. dipl. Vermögensverwalter. Ein kunterbunter Haufen, welcher sich klar von fremdenfeindlichen und rassistischen Ansichten distanziert.

Bei den ECOPOP-Leuten handelt es sich also um realistische Zeitgenossen, welche die globale Perspektive ins Auge fassen:

Es geht um Ressourcen, Luftverschmutzung, globale Bevölkerungsentwicklung und aber auch um die Förderung der freiwilligen Familienplanung. Alles bedenkenswerte Ideen, Vorschläge und Denkanstösse.

Ich muss und will mich hier und heute nicht festlegen, was ich dereinst darüber an der Urne befinden werde. Aber ich muss zugeben, dass ich die Initiative bisher falsch eingeschätzt habe. Sie scheint mir völlig unverkrampft und frei von möglichen fremdenfeindlichen Elementen daherzukommen. Einfach in dem Kontext einer nachhaltigen und gesunden Entwicklung der Umwelt und der Bevölkerung.

Ob dieses Volksbegehren eine breite Zustimmung in der Bevölkerung ernten wird, ist derzeit noch schwierig abzuschätzen. Sie könnte es dann, wenn zum Beispiel die SVP auf diesen Zug aufspringen würde. Ob das aber der Wunsch der Initianten ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

Kein Wunder formiert sich jetzt schon breiter Widerstand aus der Wirtschaftspolitik. Die sozial-grüne Fraktion sowie die linke bürgerliche Politikersippe, allen voran die CVP, machen sich bereit, ein gegnerisches Komitee für den Abstimmungskampf zu bilden. Diese Kreise fürchten wohl, dass nach dem MEI-JA auch ein JA zu ECOPOP kommen könnte. Und damit eine noch klarere Verschärfung der Einwanderungspolitik respektive Absage an die Personenfreizügigkeit.

Da ich mich bis heute, wie oben schon erwähnt, gar nicht mit ECOPOP befasst habe, kann ich momentan zu wenig abschätzen, was ein JA für Auswirkungen (in der jetzigen Situation nach der Zustimmung zu MEI) haben könnte.

Könnte es sein, da sich da gewisse Dinge beissen werden? Könnte es sein, dass Bundesrat und Parlament durchs Jahr durch Ideen und Umsetzungsvorschläge soweit spruchreif vorbereitet haben, die dann nach einem JA zu ECOPOP wieder über den Haufen geworfen würden?

Ein letzter Gedanke: Wie steht die SVP zur ECOPOP-Initiative?
Auf NZZ-Online konnte man heute folgendes nachlesen:

Die Co-Präsidentin der Grünen, Regula Rytz, meinte denn auch im selbigen NZZ-Beitrag:

So was ähnliches habe ich mir heute bereits vor dem Durchlesen des NZZ-Artikels gedacht. Für Spannung in dieser Frage ist also weiterhin gesorgt.

Nach den Debatten im National- und Ständerat zu der ECOPOP-Initiative wird man mehr wissen. Vor allem wird dann eine Struktur erkennbar, wer für und wer gegen das Volksbegehren sein wird. Anschliessend wird der Abstimmungskampf wohl so richtig lanciert.

Ich könnte mir dabei durchaus vorstellen, dass rechtsbürgerliche und konservativ-ländliche Kreise auf den ECOPOP-Zug aufspringen werden, um ein Druckmittel in der Hand zu haben. Ein Druckmittel, dass der Bundesrat die gewonnene Masseneinwanderungs-Initiative wirklich buchstabengetreu umsetzt.

Die ECOPOP-Initiative beinhaltet wirklich Elemente, welche für mich überlegenswert sind. Ich werde mich in nächster Zeit intensiver damit beschäftigen. Zu gegebener Zeit werde ich wieder darüber berichten, wie und warum ich mich für oder gegen das Volksbegehren entschieden habe.

feldwaldwiesenblogger