Carlos’s Sondersetting und die Bischof Huonder-Demo

Liebe Leser. Erst mal wünsche ich Euch einen guten Morgen. Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig rar gehalten auf meinem Blog. Die Gründe sind die fehlende Zeit, einige Tage in München und nicht zu Letzt Twitter. Auf Twitter bin ich täglich aktiv, und kann so gewisse Dinge relativ rasch und unkompliziert loswerden, zeigen, ansprechen oder diskutieren.

Zudem stelle ich an mich auch höhere Ansprüche betreffs Schreibqualität. Habe ich doch zu Beginn und während längerer Zeit meine Texte und Gedanken so quasi ungefiltert und spontan via meinen Blog „getwittert“. Dieses Ventil mit den raschen Gedanken loslassen mache ich nun halt jetzt bei Twitter.

In meinem Blog habe ich deshalb nicht mehr unbedingt das Bedürfnis, schnell etwas „hinzuschludern“. Ganz im Gegenteil. Hier möchte ich mir Zeit, Musse und Platz nehmen, um gewisse Themen zu vertiefen.

Aber keine Angst: Mein hemdsärmliger „Schreibstil“ behalte ich bei, und natürlich auch das Zwinkern in den Augen.

Habt ihr euch nicht auch schon Folgendes überlegt: Wie viele Typen à la Carlos unterhält wohl die Schweiz, respektive finanzieren wir Steuerzahler? Diese Sondersettings sind dem Vernehmen nach „schweineteuer“ und für uns „Normalos“ einfach nicht nachzuvollziehen.
Wie kam es bloss zu diesen gesellschaftlichen Entgleisungen? Ich meine, da hat sich der Zürcher Justizdirektor Martin Graf komplett verrannt. Die ganze Geschichte ist dem armen Mann einfach aus dem Ruder gelaufen.

Schwierige Jugendliche, die eine kriminelle Tat verübt haben, hat es schon immer gegeben. Dass man diese aber dann für ihre Strafen mit einem Sondersetting „belohnt“ ist neu. So weit nach links ist unsere Kuscheljustiz also schon abgerutscht.

Dass man sich für Jugendliche aus und mit schwierigem Hintergrund auseinandersetzt und beschäftigen muss, ist völlig in Ordnung. Aber nicht so kostspielig!
Wenn ich jung wäre, ich würde auf die Palme gehen. Ich käme mir total verarscht vor! Komme ich mir als nicht ganz Junger zwar auch…

Kein Wunder, ist Carlos mit seiner Entourage nach Holland ins Exil geflohen. Zu seinem Schutz. Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass er hierzulande massive Probleme bekommen könnte, wenn er irgendwo erkannt würde.

Aber nochmals: Wieso konnte es nur so weit kommen mit diesem teuren Irrsinn? Hat hier der gesunde Menschenverstand komplett versagt? 29‘000 Franken hatte angeblich sein Sondersetting gekostet, bis es dank einem SRF-Reporter-Beitrag aufflog. Augenreibend nahm die Schweiz diesen Kuscheljustiz-Auswusch zu Kenntnis.

Aus meiner Sicht spielt es keine Rolle, was für einen Hintergrund der Herr Carlos hat. Ob jetzt Ausländer oder Schweizer: Solche Sonderbehandlungen gehören auf den Mond geschickt. Wie soll man solches „Working poor“-Menschen in unserem Land erklären. Diese „chrampfen“ den ganzen Tag, kommen aber nie auf einen grünen Zweig. Und dieser Dreikäse-Hoch beansprucht eine Rundumbetreuung vom feinsten. So was graust mir aufs ärgste!

Bitte, bitte, ihr Justizbehörden: Hört auf mit solchem Unsinn! Sonst überlege ich mir ernsthaft, meine Steuergelder „einzufrieren“, bis sie nicht mehr für solchen Mist eingesetzt werden…

Nicht minder zu reden gibt die heutige Demo gegen den Churer Bischof Vitus Huonder. In St. Gallen trifft sich eine breite Allianz von katholischen Organisationen, unter anderem der Schweizerische Katholische Frauenbund. Ihre Motive liegen auf der Hand: Der buchstabengetreue Umsetzer von Roms Kirchenlehre, Bischof Huonder, beweist null Fingerspitzengefühl.

Dabei wäre genügend Spielraum vorhanden, um gewisse Dinge einfach nicht so zu praktizieren oder praktizieren zu lassen, wie es vorgeschrieben ist. Viele Bischöfe aus anderen Bistümern gewähren ihren Mitarbeitern in den Pfarreien draussen diesen Freiraum. Damit bleibt die Kirche vor Ort lebendig und praxisorientiert.

Genau dies versucht der Churer Hirtenführer an allen Ecken und Enden zu hintertreiben. Was nützt das uns Gläubigen? Ich würde meinen rein nichts. Im Gegenteil: Es schadet nur. Die Kirchen entleeren sich ob solch konservativen und weltfremden Ansichten mehr und mehr. Gerade solche Menschen, welche dringend Gottes Nähe in der Kirche suchen, werden enttäuscht von den (Irr-)Lehren Huonders.

Ich selber darf für mich behaupten, dass ich meinen Glauben an Jesus Christus so lebe und praktiziere wie ich es für richtig halte. Bischof hin oder her. Ich nehme Huonders Worte einfach nicht mehr wahr. Was haben seine „Fürze“ mit christlicher Nächstenliebe und Gemeinschaft zu tun? Nicht mehr allzu viel…
Viele von seinen Aussagen und Ansichten zielen eher darauf ab, die Menschenwürde zu beschädigen, ja, sind richtig gehend menschenverachtend.

Am meisten tun mir dabei die „Direktbeschuldigten“ und die Kirchenmitarbeiter leid. Ehrlich, ich könnte in so einem Laden nicht arbeiten. Der Oberhirte, so quasi der Abteilungschef, führt seinen Betrieb wie ein Patron vor dreihundert Jahren. Alle haben nach seiner Pfeife zu tanzen, Widerspruch wird nicht geduldet. Abweichler werden diszipliniert.

Kein Demokratie- und Gleichheitsverständnis, vielfach nur Diskriminierung. Dazu kommt, dass Huonder und seine Lieblingsschäfchen komplett weltfremd agieren, und Dinge von den Gläubigen fordern, die eine Mehrzahl einfach nur (noch) ignoriert. Oder sogar aus der Kirche austreten lassen.

Wieso dass grad Chur immer und immer wieder mit solch konservativen und weltfremden Hirtenführern „beglückt“ wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Fall Haas, der glücklicherweise nach Liechtenstein wegbefördert wurde, schwebt immer noch nebelverhangen in unseren Köpfen.

Ich habe vollstes Verständnis für die Demo von heute, und hoffe, dass deren Anliegen auch hinter die dicken Mauern von Chur gelangen. Ich bin überzeugt, dass nur schon ein bisschen Entgegenkommen von Seiten Huonders die Situation im Bistum Chur entspannen würde. Würde der Herr Bischof sich nämlich mal in die Situation seiner Mitarbeiter und deren Arbeit vor Ort versetzen, er würde die Problematik aus einem ganz anderen Sichtwinkel sehen.

Hinter dicken Mauern, umringt von nickenden „Fanmitarbeitern“ und abgeschottet vor der realen Welt lässt es sich nämlich leben wie „Gott“. Das wahre Leben spielt sich aber in den Gemeinden draussen ab. Wie dannzumal, als Jesus Christus und seine Jünger zu den Gläubigen zogen und das Wort Gottes verkündigten.

Dem Vernehmen nach tut dies Bischof Huonder nicht besonders häufig, zu seinen Schäfchen pilgern. Er lebt irgendwie in einer anderen Welt, und ist deshalb auch nicht im Bild was sich zurzeit im wahren Leben abspielt. Wo der Schuh bei den Gläubigen drückt. Welche Sorgen und Probleme die Menschen beschäftigen.

Papst Franziskus, der Oberhirte der römisch katholischen Kirche, und somit auch der Chef von Bischof Huonder, hat sogleich beim Amtsantritt zu verstehen gegeben: Bei den Gläubigen handelt es sich in erster Linie um Menschen mit Sorgen, Problemen und Wünschen.

Diese Erkenntnis fehlt unserem Bischof Huonder leider. Deshalb verstehe ich die Demonstranten und deren Anliegen, ja ich unterstütze sie dabei sogar.

feldwaldwiesenblogger

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