Die Schweiz schlägt im Achtelfinale Argentinien!

Viele fragen sich jetzt, wie kommt der feldwaldwiesenblogger zu dieser ungeheuren, ja gar frechen Aussage: „Die Schweiz schlägt im Achtelfinale Argentinien!“?

Nun, ich kann das erklären. Es hat viel mit Hitzfeld zu tun, oder sagen wir: Fast nur! Dieser ausgefuchste Lörracher impfte unserer Nati schon vor dem alles entscheidenden Gruppenspiel gegen Honduras die Winnermentalität ein. Er tut es jetzt, vor dem Spiel gegen Messi und Co., wieder.

Er brütet etwas aus, eine Strategie, wie man diesen unberechenbaren Gaucho stoppen kann. Gestern liess Hitzfeld nämlich verlauten: „Eine Manndeckung macht keinen Sinn.“ Der Nati-Trainer plant, ein „enges Netz“ aufzuziehen, im welchem sich Messi „wie ein Fisch“ verfangen soll.
Diese bildliche Sprache verstehen alle, die Devise ist klar: Messi muss so eng wie möglich markiert werden. Über ihn läuft das Spiel, oder sagen wir, das erfolgreiche Spiel. Ist der Zauberzwerg nicht im Spiel, ist Argentinien nicht erfolgreich. Sie sind dann angreifbar, ja sogar schlagbar.

Ich erinnere mich an das Spiel Argentinien gegen Iran, als Messi praktisch die ganze Spielzeit lustlos auf dem Platz rumschlurfte und in der 93. Minute fast wie aus dem Nichts das 1:0 schoss. Zugegeben, ein fantastisches Tor, aber auch eine herbe Enttäuschung für die Iraner. Auch für mich, ich hätte diesen aufopferungsvoll kämpfenden Iranern diesen Punkt wirklich gegönnt.

Zur Pause hiess es, dass der iranische Torhüter gut zwei Kilometer gelaufen sei, Messi in der gleichen Zeit etwas über drei (!) Kilometer. Das spricht Bände über die Laufwege des Argentinienstars. Gefährlich bleibt der kleine Kerl aber alleweil. Das bedeutet, dass die Schweizer von der ersten bis zur letzten Minute aufpassen müssen wie die Schiesshunde.

Aber auch Fidés WM-Kolümnchen von heute Samstag im Bote der Urschweiz bestärkt mich in der Annahme, dass wir die Argentinier an den Hörnern packen! Fässler lässt uns wissen, dass er jetzt (nach den Gruppenspielen) auf Brasilien als Weltmeister tippt. Das heisst nach Adam Riese, dass er (auch) damit rechnet, dass die Schweizer Messi’s Nationalmannschaft aus dem Turnier werfen…

Wir wollen jetzt aber mal nicht tollkühn werden, und erinnern uns daran, dass die letzte Begegnung mit den Südamerikanern 1:3 verloren ging, mit drei Messi-Toren…

Dieses YouTube-Filmchen ist datiert vom 29. Februar 2012 (Schalttag!), und beweist einmal mehr die grosse Klasse von Lionel Messi. Es zeigt mir aber auch, dass die Schweizer zu einem Tor kamen, und gar nicht so schlecht aussahen, wie das Resultat vermuten liesse. Eine Schweizer Nationalmannschaft in guter Verfassung kann gut mithalten. Denn der Unterschied machte an jenem Abend im Stade de Suisse wirklich nur Messi aus.

Klar, Argentinien besteht nicht nur aus dem Barcelona-Star. Die anderen Spieler, allen voran Angel die Maria oder Gonzalo Higuaín, sind auch Topspieler. Aber denen ist beizukommen. Sie sind ohne Messi nur irdisch. Aber: Mit einem gross aufspielenden Messi an ihrer Seite mutieren sie zu „Überirdischen“ und werden absolut unberechenbar.

Also Schweizer, werft euer Netz am kommenden Dienstag über Messi aus. Nehmt ihn euch zur Brust, lasst ihn nicht ins Spiel kommen, und vor allem: Lasst ihn nie aus den Augen! Auch wenn man ab und zu neben ihm vor Langeweile eindösen könnte. In solchen Situationen schlägt der Kleine ganz gross zu. Lasst euch von ihm nicht erwischen.

Wie kürzlich Carlos Bilardo, ein ehemaliger Nationaltrainer Argentiniens, in der Weltwoche zu Protokoll gab: „… dass er (Messi) immer das Unerwartete macht, das kann er, und deshalb ist er der Beste der Welt. Der, der den Unterschied macht.“
Mit Carlos Bilardo wurde Argentinien übrigens 1986 Weltmeister.

Aber: Hitzfeld bläut in diesen Tagen und Stunden unseren Fussball-Mannen schon ein, was passieren kann, wenn man Messi nicht vom Spiel abhalten kann.

Ich bin auch überzeugt, dass die Frankreich-Pleite sehr hilfreich war, und den Spielern nun zu Gute kommen wird. Diese Schweizer haben hernach beim Honduras-Spiel erstklassige Moral bewiesen, und machten vieles um Welten besser, als in den beiden Spielen davor.

Ottmar, das kommt noch früh genug! Wir alle möchten „unseren Lieblings-Deutschen“ noch nicht auf seinem Altenteil ruhen sehen. Hitzfeld möchte dies bestimmt auch noch nicht, und tut alles, um das zu verhindern.

Ist Argentinien nämlich geschlagen, warten vergleichsweise „leichte“ Gegner im Viertelfinale: Belgien oder USA. Dann läge gar das Halbfinale drin…

Träumen darf man, gell! Ich habe vor der WM immer gesagt: Zwischen sang- und klanglos ausscheiden nach der Gruppenphase bis hin zum Halbfinale liegt für die Schweizer alles drin.

Wir haben mit Shaqiri auch einen Zauberzwerg, einen kleinen Messi. Auch er kann den Unterschied ausmachen, wie mit seinen drei Toren beim Spiel gegen Honduras.
Wieso Ottmar diese „Pandora-Büchse“ erst jetzt auf machte, bleibt wohl sein Geheimnis. Damit meine ich den Positionswechsel von Shaqiri von aussen nach innen ins Zentrum.
Vielleicht „sparte“ dies der schlaue Trainerfuchs auf, und wollte mit dieser Finte überraschen, um noch einiges erreichen zu können…

Auf alle Fälle: Kommenden Dienstag um gut 20 Uhr wissen wir mehr! Wie eingangs erwähnt: Ich bin überzeugt, dass das unsere Jungs schaffen werden! Nur schon Ottmar zu Liebe.

Alles Gute für’s Spiel!

feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Was für Berufe und Hobbys haben „meine“ fünf Schwinger?

Heute widme ich mich den Berufen und Hobbys meiner fünf Schwinger. Denn bekanntlich sind Schwinger keine Berufssportler, und gehen mit einigen Ausnahmen einer Hundert Prozent-Beschäftigung nach. Dies erklärt sicher auch ein Stück weit die Bodenständigkeit der Schwinger. Da die Sägemehl-Athleten, genau wie ihre Fans, auch Tag für Tag ihren Lebensunterhalt mit ehrlicher Arbeit verdienen müssen, stehen diese Männer auch mit beiden Beinen auf dem Boden. Auf dem Boden der Realität, was eine gewisse Bescheidenheit mit sich bringt. Und eben genau dies macht den Schwingsport mir und unzähligen Anhängern so sympathisch.

Natürlich haben Schwinger neben ihrem geliebten Sport auch Hobbys. Vor einiger Zeit habe ich im “Schwingen. Das Magazin.” gelesen, dass beispielsweise der Appenzeller Eidgenosse Michael Bless “Schlangen züchten” als Hobby angab. Nicht gerade typisch für einen Vertreter des Schwingsportes, bei welchem viele Schwinger Ländlermusik oder die Viehzucht als ihre grössten Leidenschaften benennen.
Aber wie das halt so ist, gehen auch die Schwingerei und deren Akteure mit der Zeit: Dabei werden auch die Hobbys, wie im Fall von Bless, ausgefallener.


Philipp Laimbacher:

Philipp ist gelernter Sanitärmonteur und arbeitete nach seiner Lehre während vier Jahren auf dem Beruf. Anschliessend war er während sieben Jahren bei „Erdgas Schwyz“ als Rohrnetzmonteur angestellt. Seit zwei Jahren ist Laimbacher bei der Firma Arthur Werber im Aussendienst tätig, und betreut die Werkzeug- und Maschinenbranche. Seine Arbeitswoche sieht so aus, dass er von Montag bis Donnerstag vier Tage unterwegs ist, und am Freitag Büroarbeiten erledigt. Philipp hat ein hundert Prozent-Pensum zu absolvieren.
Er meinte weiter: „Über Sport wird bei meinen Kunden öfters geredet. Als ich bei Arthur Weber im Aussendienst angefangen habe, war es ein Vorteil, dass die Leute mich gekannt haben. Ich besuche während meiner Arbeitszeit Bauunternehmer, Gartenbauer und Plattenleger-Firmen. In diesen Gewerbebetrieben ist der Bezug zum Schwingsport recht gross, deshalb war das „viel zitierte Eis“ auch sehr schnell gebrochen.

Die Hobbys von Philipp sind das Töfffahren, das Velofahren und im Winter das Skifahren. Er erzählte mir, dass er letzte Woche von Fronleichnam bis am Sonntag während vier Tagen mit dem Töff in Frankreich unterwegs war. Dabei kann er jeweils viel Energie tanken und seinen Kopf „lüften“. Das Velofahren sei aber natürlich auch als Training fürs Schwingen zu werten.

Am Schluss unseres Telefonates wünschte ich Philipp alles Gute für das bevorstehende NOS-Teilverbandsfest, wo er beim Anschwingen auf den Schlangenzüchter Michael Bless trifft. Laimbacher erklärte mir: Mein primäres Ziel ist der Kranz. Dann schaue ich weiter.“


Matthias Glarner:

Matthias hat Polymechaniker gelernt, und dazu die Berufsmittelschule (BMS) absolviert. Anschliessend hat er ein Jahr die Passerelle besucht und dann an der Universität Bern Sportwissenschaft, Geschichte und BWL studiert.
Vielleicht ergeht es vielen Lesern wie mir, und wissen ebenfalls nicht, was mit „Passerelle“ gemeint ist. Wikipedia weiss dazu: „Die Passerelle ist in der Schweiz eine Ergänzungsprüfung zur Berufsmatura und berechtigt zur Aufnahme an einer universitären Hochschule (Universität oder ETH) in der Schweiz.“

Momentan arbeitet Glarner zu 20 Prozent als Turn- und Sportlehrer an der Gewerbeschule in Interlaken, und ist nebenbei Sommertrainer des SC Unterseen-Interlaken. Die restliche Zeit nutzt Matthias für das Erstellen seiner Masterarbeit und hofft, dass er bis Ende August die Uni ganz abschliessen kann.

Betreffs Hobbys schrieb mir Matthias: „Zeit für Hobbys habe ich nicht wirklich. Am liebsten lese ich aber Krimis oder besuche die Fussballspiele meiner Geschwister.“
Übrigens: Sein Bruder Stefan war bis zu der im Mai zu Ende gegangen Saison beim FC Zürich. Nun wechselt er auf die neue Saison hin zum FC Thun.

Am kommenden Sonntag bestreitet Matthias sein eigenes Gaufest, das Oberländische Schwingfest in Sigriswil. Dabei trifft er im Anschwingen auf den Nordwestschweizer Gast David Schmid.


Christoph Bieri:

Christoph absolvierte nach seiner Schulzeit das Bauernlehrjahr und anschliessend machte er die Lastwagenmechaniker-Lehre. Zurzeit arbeitet er als Produktmanager bei der Firma Motorex. Dort ist er im Innendienst tätig und für die Produkte der Wald- und Forstwirtschaft zuständig. Bieri hat ein Arbeitspensum von 80 – 100 Prozent. Am Telefon erklärte er mir, dass das Pensum je nach Arbeitsanfall varieren könne, und er manchmal am Freitag frei habe.

Als Hobbys gab er mir das Jassen mit Kollegen an. Er sagte mir: „Das mache ich aber nicht turniermässig.”
Weiter geht er gerne mit dem Bernhardiner laufen, welcher auf dem Bauernhof seiner Eltern zu Hause ist.
Zudem fährt Christoph, wie Philipp, auch Töff. Ihm hat es aber mehr das Motocross fahren angetan, welches der Aargauer plauschmässig mit Kollegen macht.

Christoph’s nächster Ernstkampf ist das Innerschweizerische Teilverbandsfest von übernächstem Sonntag in Cham. Er vertritt dort als Gast die Nordwestschweizer Farben.


Stefan Burkhalter:

Stefan hat Landwirt gelernt, und arbeitet zu hundert Prozent als Landwirt in Homburg im Thurgau.
Er hat mir am Telefon gesagt: „Nebenbei arbeite ich noch Teilzeit als Chauffeur und Bodyguard. Nebst Hausi Leutenegger war ich schon Chauffeur und Bodyguard von so illustren Persönlichkeiten wie Mike Tyson, Bono (von U2), Pink und Christiano Ronaldo. Zudem fahre ich auch Geschäftskunden nach München und nach St. Moritz, oder chauffiere sie zu Weihnachtsessen. Zu meiner Klientel gehören Geschäftsleute aus verschiedenen Branchen, so unter anderem auch aus der Uhrenindustrie.“

Als Hobbys nannte mir Burkhalter den Kraftsport, welcher er im Zusammenhang mit dem Schwingen betreibt. Ebenfalls zählt Stefan das Töfffahren, das Biken und Jassen zu seinen Hobbys.

Stefan tritt am nächsten Sonntag beim NOS im thurgauischen Wigoltingen so quasi zu einem Heimspiel an. Er trifft beim Anschwingen auf den Südwestschweizer Gast Thomas Glauser.


Michael Nydegger:

Michael hat mir grünes Licht für die Teilnahme an meinem Schwingprojekt gegeben (ich berichtete vor drei Tagen darüber). Als “Starterkit” habe ich ihm die Fragen geschickt, welche ich den anderen vier Schwingern bisher gestellt habe. Dies sind mit den von dieser Woche gestellten Fragen mittlerweile 11 Fragen, zusammengefasst in vier Blöcken.

Ich habe von Nydegger leider noch nichts gehört oder gelesen. Fürs erste hätte ich gerne die Antworten zu den aktuell gestellten Fragen heute präsentiert.

Ich denke, dass muss sich erst einpendeln. Denn der Start mit den verschiedenen Schwingern im Frühling harzte auch ein wenig. Nach und nach hatte ich dann die Vier beisammen. Ich sage immer: “Nicht nur den Mutigen gehört die Welt, auch den Geduldigen!”

Zusammengefasst halte ich fest: Die Hobbys der Schwinger aus meinem Projekt klingen nicht ganz so ausgefallen wie dasjenige von Michael Bless. Das Töfffahren scheint ein „kleiner“ Renner zu sein, ebenso das Jassen. Stefan hat mit seinem Teilzeit-Job als Chauffeur und Bodyguard von verschiedenen Promis eine nicht alltägliche Nebenbeschäftigung. Wer weiss, vielleicht kann ich ihm noch die eine oder andere Anekdote von Mike Tyson, Bono oder Christiano Ronaldo entlocken.

Und: Beim oben mehrmals erwähnten NOS in Wigoltingen werde ich auch vor Ort sein (ich berichtete letzte Woche darüber).
Wie schon auf dem Stoos (Philipp Laimbacher und Matthias Glarner) kann ich wieder zwei „meiner“ Schwinger beobachten (Stefan Burkhalter und Philipp Laimbacher).
Ich hoffe nun einfach, dass Wettergott Petrus ein Einsehen hat, und seine Regenschleusen am Sonntag nicht so weit offen hält, wie derzeit prognostiziert wird. Sonst müsste ich dann halt öfter im Festzelt Zuflucht suchen…

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Michael Nydegger vom SWS-Verband wird mein fünfter Schwinger

Wenn alles klappt, wird Michael Nydegger, der zurzeit einzige aktive Eidgenosse des Südwestschweizerischen Schwingerverbandes (SWS), als fünfter Schwinger in mein Schwingprojekt 2014 aufgenommen.
Der Werdegang möchte ich in der Folge kurz erklären.

Gestern schrieb ich alle fünf Teilverbandspräsidenten mit folgendem Email an:

Guten Tag
Ich schreibe praktisch wöchentlich in meinem Blog über das Schwingen:https://feldwaldwiesenblog.ch/category/schwingen/

Zudem habe ich im Frühling dieses Jahres ein „Schwingprojekt 2014“ gestartet, bei welchem ich vier Schwinger vom Saisonbeginn bis zum Saisonhöhepunkt am Kilchberger via meinen Blog „begleite“. Dies sind Philipp Laimbacher (ISV), Matthias Glarner (BKSV), Christoph Bieri (NWSV) und Stefan Burkhalter (NOSV).
Neben Analysen, Geschichten und Interessantem rund um diese vier Schwinger schreibe ich auch über dies und das vom Schwingsport.

Diese Woche beschäftigt mich unter anderem auch die Frage, wie für das Kilchberger Schwinget selektioniert wird. Verraten Sie mir Ihre Selektionskritierien? Eigentlich wäre es ja ganz einfach, man könnte nach der Jahrespunkteliste vom schlussgang.ch gehen, und die besten Schwinger der Reihe nach selektionieren. Gehen Sie so vor?
Bis wann müssen Sie die Selektionen vornehmen?

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Die Email an den SWS-Präsidenten, Blaise Decrauzat, ergänzte ich mit folgenden Zeilen:
„Entschuldigen Sie bitte, dass ich keinen Ihrer Schwinger für mein Projekt ausgewählt habe. Der Grund ist ganz simpel: Meine Französisch-Kenntnisse sind einfach zu schlecht, damit ich mit einem Schwinger aus ihrem Teilverband eine vernünftige Kommunikation führen könnte.“


Blaise Decrauzat, SWS-Präsident

40 Minuten später kam die erste Antwort per Email: Von Herr Decrauzat.
Er schrieb:
Guten Tag feldwaldwiesenblogger,

Unseren Kriterien für die Kilchberg-Selektion finden sie auf unserer Homepage:http://www.arls.ch/#!actifs/crmx

Die definitive Selektion wird Ende Juli gemacht.

Es ist schade dass Sie keinen SWS-Schwinger verfolgen. Es gibt einen, Michael Nydegger, der ist Eidgenosse und auch deutschsprachig!

Ich bleibe zur Verfügung wenn Sie mehr Information für Ihre Seite brauchen.

Mit schwingerischen Grüssen
Blaise Decrauzat

Etwas beschämt nahm ich diese Zeilen zur Kenntnis. Ich entschied mich sofort dafür, Michael Nydegger auch in mein Projekt aufzunehmen!
Heute Morgen schrieb ich Blaise Decrauzat als erstes wieder eine Email und drückte ihm darin mein Bedauern aus, dass ich keinen SWS-Schwinger verfolge. Ich erklärte ihm aber, dies sofort nachzuholen, und bedankte mich für den Vorschlag, Michael Nydegger in mein Projekt aufzunehmen.
Ich bat Herr Decrauzat um die Kontaktdaten von Michael Nydegger, damit ich gleich selber Kontakt mit ihm aufnehmen kann.

45 Minuten später, beim Schreiben dieses Blogbeitrages, kam wieder eine Email aus der Westschweiz, mit den gewünschten Kontaktdaten von Michael Nydegger. Blaise Decrauzat bedankte sich für die Aufnahme „seines Schützlings“ in mein Projekt, und hofft nun, dass er „mitspielt“ und man die Vorbereitung von Nydegger auch auf meinem Blog lesen kann.
Ich hoffe es auch, und werde Michael nun kontaktieren. Ich freue mich darauf, Michael Nydegger als SWS-Vertreter demnächst in meinem illustren Schwingerkreis begrüssen zu dürfen.


Michael Nydegger:

In aller Eile habe ich heute Morgen ein paar Daten von Michael zusammengetragen. Nydegger belegt derzeit Rang 44 im Jahres-Ranking vom Schlussgang. Dies erreichte er mit zwei bisher rausgeschwungenen Kränzen und fünf Punkten. Der Maschinenbauingenieur ist der bestklassierte SWS-Schwinger, und ist „eingebettet“ zwischen Beat Clopath (NOS) und Melk Britschgi (ISV).
Michael Nydegger hat laut schwingenonline.ch die Gardemasse von 184 Zentimeter Grösse und bringt 115 Kilogramm auf die Waage. Als Vorbild gibt er Didier Cuche an: „Cuche war häufig verletzt und kam immer wieder zum Erfolg zurück. Ein Riesenkämpfer mit einem grossen Selbstvertrauen.“

Man erkennt, dass Nydegger erfreulicherweise am Luzerner Kantonalen als Gast den Kranz holte und in seinem Verbandsgebiet das Neuenburger Kantonale gewann.

Michael wird im Oktober 29 Jahre jung, wohnt in Plaffeien (Sensebezirk, Kanton Freiburg) und erschwang sich bisher 42 Kränze und sechs Kranzfestsiege.

Wie oben erwähnt: Wenn Michael seine Zustimmung gibt, erfahren wir hier demnächst mehr vom Sennenschwinger aus der Südwestschweiz.

Und: Zu den gefragten Selektionskritierien für das Kilchberger Schwinget kann man in meiner Kolumne auch bald mehr lesen. Denn heute morgen kam bereits die Antwort Nummer zwei, von Daniel Dreier, dem Präsidenten des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Meine Schwingerwoche: Ausblick auf das NOS-Teilverbandsfest in Wigoltingen

Liebe Schwingerfreunde! Wo soll ich heute beginnen? Einen Tag später, wo die Schweizer Fussball-Nati von den Franzosen regelrecht abgegrillt worden ist…

Ich musste mich heute Morgen beim Joggen erst mal sammeln. Grad mit so einer bitteren Niederlage hätte ich nicht gerechnet. Die Gründe für dieses blamable 2:5 scheinen mir zahlreich und auf die Kommentierung verzichte ich in der Folge. Denn heute gibt’s wieder eine Schwingkolumne, und darin soll’s in erster Linie ums Schwingen, und nicht um Fussball gehen.
Zudem: Beim Schwingen gewinnt in der Regel immer ein Schweizer…

Als Einstieg ins „Schwing-Geschehen“ möchte ich als allererstes Stefan Burkhalter meinen herzlichen Dank aussprechen. Denn er hat mir in dieser Woche zwei Tickets für das am übernächsten Sonntag (29. Juni) stattfindende Nordostschweizerische Teilverbandsfest (kurz NOS) zugeschickt.
An jenem Teilverbandsfest war ich erst einmal, irgendwann in den Neunziger-Jahren, als es in Hütten (Kanton Zürich) stattfand.

Ich freue mich jetzt schon darauf, in den Thurgau nach Wigoltingen zu reisen. Um dort die NOS-Cracks mal aus nächster Nähe zu beobachten. Zudem nehmen am diesjährigen NOS gleich zwei meiner Schwingprojekt-Akteure teil: Der aus diesem Verbandsgebiet stammende Stefan Burkhalter und der Innerschweizer Gast Philipp Laimbacher.

Wie stark die einzelnen Schwinger aus dem Nordostschweizer-Verband sind, ist schwer abzuschätzen, lässt sich aber teilweise aus den Resultaten der bereits stattgefundenen Kantonalen Schwingfeste ablesen. Was aber fehlt, ist der Vergleich mit den anderen Teilverbänden. Dazu eine passende Erklärung, welche Jakob Heer im Editorial der Schlussgang-Ausgabe 8 vom 3. Juni schrieb: „Der Nordostschweizerische Teilverband ist der Einzige, der an fast allen kantonalen Schwingfesten auf Gäste verzichtet. Es ist erfreulich, dass es zumindest noch vereinzelte Gremien gibt, die sich gegen den nationalen Schwinger-Tourismus wehren. Auch wertet das Vorgehen der Nordostschweizer das eigene Teilverbandsfest auf. Ende Juni in Wigoltingen duellieren sich die Gastgeber so in den meisten Fällen erstmals in dieser Saison mit auswärtigen Schwingern.“

Man kann davon halten, was man will. Ich für meinen Teil finde das Vorgehen des NOS-Verbandes völlig in Ordnung. Denn dies war, so wie ich das in Erinnerung habe, bis vor einigen Jahren in allen Teilverbänden üblich. Erst bei den Bergkranzfesten, den Teilverbandsfesten und den entsprechenden Saisonhöhepunkten (ESAF, Kilchberger oder Unspunnen) trafen die stärksten Schwinger aus den jeweiligen Teilverbänden aufeinander. Die Spannung wurde damit um einiges erhöht und bis zu den sogenannten Höhepunkten aufrechterhalten.

Daniel Bösch, die unbestrittene Nummer 1 der Nordostschweizer, trifft so am 29. Juni erstmals in dieser Saison auf Schwinger von anderen Teilverbänden.
Daniel ist nach seiner schweren Knieverletzung von letztem Jahr wieder voll genesen und ganz der „Alte“. Die drei bisher bestrittenen Kranzfesteinsätze (Glarner-Bünder, St. Galler und Zürcher Kantonales) gewann er allesamt.
Die Schwinger-Schweiz ist gespannt, wie sich Bösch im Vergleich mit den Spitzenschwingern aus den anderen Teilverbänden, allen voran den Bernern, schlägt.

Deshalb vermute ich, dass es beim Anschwingen in Wigoltingen zum Spitzenduell zwischen Daniel Bösch und Florian Gnägi kommt. Florian bestritt bisher vier Kranzfeste, holte an allen den Kranz und gewann das erste, nämlich das Mittelländische in Bern.

Klar, ich möchte die bisherigen Duelle zwischen den Bernern und den Innerschweizern, oder den Nordwestschweizern und den Bernern an den einzelnen Kantonalen (eigentlich) nicht missen. Trotzdem: Weniger wäre manchmal mehr. So bestritt Kilian Wenger wegen des besagten „Schwinger-Tourismus“ halt nicht nur das Bergfest auf dem schwyzerischen Stoos. Ein paar Wochen vorher war er auch Gast am Schwyzer Kantonalen im Muotathal. Ohne Zweifel eine Attraktion und ein „schwingerischer Leckerbissen“, ich schrieb ja auch darüber.
Aber wie Heer weiter in seinem Editorial erläuterte: Wie wäre es, wenn der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) sich dieser Sache mal annehmen, und einheitliche Richtlinien schaffen würde? Auch, und vor allem der Spannung und der Vereinheitlichung zu Liebe.


Stefan Burkhalter:

Stefan strebt an „seinem“ Teilverbandsfest sicher in erster Linie den Kranzgewinn an. Ich hoffe, dass er wieder fit ist. Denn unlängst meldete Stefan, respektive stellte ich am 12. Juni folgendes auf meine Facebook-Seite (Koni Schelbert):
„Diverse Abklärungen ergaben folgende Diagnose: Eine starke Erkältung der unteren Rückenmuskulatur liessen diese anschwellen und drückten auf den Ischiasnerv. Dies führte zu den Lähmungserscheinungen im rechten Bein. Etwas Ruhe, schmieren und salben und Stefan sollte wieder fit sein.“

Ich fragte gleichentags bei Burkhalter nach, ob er am NOS an den Start gehen kann. Er antwortete, dass er die Woche darauf (gemeint ist die nun zu Ende gehende) schon wieder zu hundert Prozent trainieren kann.
Ich bin deshalb zuversichtlich, dass er in Wigoltingen den Kranz holt.


Philipp Laimbacher:

Wie ich schon in der letzten Kolumne schrieb, stellte ich beim Bergkranzfest auf dem Stoos einen Aufwärtstrend bei Philipp fest. Dies bestätigte er mir, als ich ihm zum Kranzgewinn gratulierte: „Ja, es geht aufwärts!“

Beim NOS geht es bei Laimbacher ebenfalls darum, seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen und den Kranzgewinn zu realisieren. Diesen traue ich ihm zu, denn die Adduktoren-Probleme im Februar dieses Jahres sind ausgeheilt, und der daraus resultierende Trainingsrückstand nun wettgemacht. Denn Philipp hat am Frühling wegen dieser Verletzung ganze vier Wochen auf das Schwingtraining verzichten müssen. Mit ein bisschen Wettkampf-Glück liegt durchaus ein Spitzenplatz am NOS drin.


Matthias Glarner:

Matthias greift ebenfalls erst übernächstes Wochenede wieder in’s Wettkampfgeschehen ein. Aber nicht in Wigoltingen, sondern an seinem eigenen Gauverbandsfest, dem Oberländischen in Sigriswil. Dort wird der Sport-Student von weiteren starken Eidgenossen, darunter die Berner Oberländer Kilian Wenger, Simon Anderegg, Bernhard Kämpf und Beat Wampfler, gefordert. Ein Spitzenplatz, wenn nicht sogar der Sieg, liegt für Glarner bei seiner derzeitigen Topverfassung absolut drin.


Christoph Bieri:

Christoph geniest morgen Sonntag Gastrecht beim Schwarzsee-Bergkranzfest. Dabei trifft er beim Anschwingen gleich auf den härtesten (und schwersten) Widersacher der Berner, nämlich Christian Stucki. In meinen Augen liegt ein Sieg gegen Stucki durchaus drin, denn heute vor zwei Wochen brachte Bieri den amtierenden Schwingerkönig beim Oberaaragauischen in starke Bedrängnis. Dabei verlor Matthias Sempach beinahe, übrigens beim Anschwingen…

Christoph Bieri befindet sich ebenfalls in einer Topverfassung, und darf sich nebst dem Kranzgewinn auch eine Spitzenklassierung als Ziel setzen. Ich traue ihm morgen durchaus den Einzug in den Schlussgang zu. Danach ist alles möglich…

Zum Schluss meiner heutigen Schwingkolumne habe ich die Schweizer Niederlage dank dem Schwingsport (fast) vergessen, und meine Kopfschmerzen sind wegen eines kleinen Malheurs während dem Match nun auch wieder weg…

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Meine Schwingerwoche: Kilchberg-Check und vier Gedanken zum Stoos-Schwingfest

Schwingprojekt 2014:

Was der „Blick“ kann, darf ich auch. Nämlich einen sogenannten Kilchberg-Check vornehmen. Der „Blick“ sagt dem Kilchberg-Barometer, ich nenne es Kilchberg-Check. Ich tue dies aber nur mit meinen vier Schwingern von meinem Schwingprojekt.

Zunächst konsultiere ich aber die knallharten Fakten, nämlich die Schlussgang-Wertung, welches die offizielle Jahrespunkteliste des Eidgenössischen Schwingerverbandes ist. Dort belegt mit Stand vom 9. Juni, aktualisiert nach dem Stoos- sowie Glarner-Bündner Schwingfest, Matthias Sempach mit 21 Punkten Rang 1, gefolgt von Kilian Wenger mit 20 und Christian Schuler mit 19 Punkten. Der neue und der alte Schwingerkönig sind also momentan die besten Schwinger des Landes, gefolgt vom Leader der Innerschweizer.
Auf Rang 6 folgt mit Matthias Glarner (13 Punkte) der beste Schwinger meines Schwingprojektes.


Philipp Laimbacher:

Philipp belegt in besagter Schlussgang-Wertung Rang 13 mit 8 Punkten und fünf Kränzen. So betrachtet ist Laimbacher noch nicht in der Form seiner besten Tage. Beim Schwyzer und beim Luzerner Kantonalen war Philipp alles andere als in Form. Bei beiden Festen reichte es schlussendlich noch zum Kranzgewinn, ein Spitzenrang war aber ausser Reichweite. Der zweite Rang beim Zuger Kantonalen war eine feine Leistung. Dabei liess Philipp für einmal seine Klasse aufblitzen.

Beim Stoos-Schwingfest hatte ich das Gefühl, dass Philipp nun aber langsam in Fahrt kommt. Auch wenn er gegen König Sempach im sechsten Gang stellte: In jenem Gang meinte ich zu spüren, dass „Pippo“ wieder zu seiner alten Form zurück findet. Er brachte Sempach mindestens zweimal in eine schwierige Situation, wovon er einmal ziemlich nah am Sieg war.
Alles in allem sehe ich bei Philipp eine steigende Tendenz. Wie weit diese Steigerung gehen wird, wird sich zeigen. Vielleicht liegt in naher Zukunft wieder ein Kranzfestsieg drin. Zu gönnen wäre es dem sympathischen Sennenschwinger.

Den Kilchberg-Check besteht Philipp, allerdings traue ich ihm den Sieg dort aus heutiger Sicht (noch) nicht zu. Ein Rang in der vorderen Ranglistenhälfte sollte aber durchaus drin liegen.


Matthias Glarner:

Matthias Glarner belegt in der Schlussgangwertung Rang sechs mit 13 Punkten und vier Kränzen. Der Berner Oberländer ist in meinen Augen die Konstanz in Person. Er verliert höchst selten einen Gang, und wenn er an einem Kranzfest antritt, holt er praktisch immer den Kranz.
Bei seinen bisher vier bestrittenen Kranzfesten gewann der Sportstudent sogar einmal (Seeländisches Gaufest) und am Mittelländischen in Bern war er im Schlussgang. Beim Seeländischen besiegte er gar zwei Eidgenossen, was darauf schliessen lässt, dass er dort einen Supertag einzog.

Auf dem Stoos war es für alle Schwinger hart. Dies bekam Matthias auch zu spüren. Nebst drei Siegen musste er auch dreimal stellen. Eine solide Leistung zwar, aber ein Exploit blieb aus. Besonders gegen die beiden Eidgenossen Andi Imhof, und beim Anschwingen gegen Philipp Laimbacher. Glarner und Philipp Laimbacher duellierten sich somit schon zum zweiten Mal in dieser Saison, und zum zweiten Mal gab es kein Resultat zwischen meinen beiden „Projekt-Schwingern“.

Den Kilchberg-Check besteht Matthias ebenfalls. Er ist laut Statistik der beste meiner vier Schwinger. Ihm traue ich aus heutiger Sicht einen Sieg am Kilchberg-Schwinget zu. Allerdings würde ich nicht mein letztes Hemd darauf verwetten.


Christoph Bieri:

Auf Rang 19 der Jahrespunkteliste findet man Christoph. Auf seinem Konto sind 6 Punkte und vier Kränze. Die Statistik vom „Schlussgang“, die zu diesem Ergebnis führt, sieht für Christoph gut aus. Er war bei vier Kranzfest-Einsätzen nie schlechter als auf Rang 3 klassiert. Allerdings hat der Aargauer diese Saison auch noch kein Kranzfest gewonnen. Besonders beim Oberaargauischen Gaufest in Messen lieferte Bieri als Gast eine starke Leistung ab. Beim Anschwingen konnte er dem Schwingerkönig Sempach ein Unentschieden abtrotzen. In der Folge lieferte Christoph vier saubere Siege ab und musste nur gegen Alexander Kämpf nochmals die Punkte teilen. Daraus resultierte der gute Rang 3a.

Den Kilchberg-Check besteht Christoph ebenfalls. Ihn stufe ich zurzeit irgendwo zwischen Matthias Glarner und Philipp Laimbacher ein. Ein erster Vergleich mit den starken Bernern verlief für den Sennenschwinger gut bis sehr gut. Den Sieg am Kilchberger traue ich ihm aus heutiger Sicht auch (noch) nicht zu. Allerdings werden die kommenden Kranzfeste zeigen, wohin Bieri’s Weg führt. Eventuell wieder zum Topfavoriten, wie ich ihn schon letztes Jahr vor dem Eidgenössischen gekürt habe?


Stefan Burkhalter:

Stefan befindet sich mit vier Punkten und drei Kränzen auf Rang 43 der Schlussgangwertung. Er bestritt bisher vier Kranzfeste, und holte an drei Festen mit den Rängen 3, 7 und 8 jeweils den Kranz. Am St. Galler Kantonalen verpasste der Thurgauer ganz knapp den Kranz, allerdings war Stefan an jenem Fest vorher krank.
Beim Thurgauer Kantonalen erreichte Burkhalter den guten dritten Rang mit vier Maximalnoten-Siegen, einem gestellten Gang und einer Niederlage (beim Anschwingen gegen Arnold Forrer).

Burkhalter ist mit seinen mittlerweile 40 Jahren der älteste noch aktive Eidgenosse. Er feierte übrigens am 1. Juni seinen Geburtstag… Alles Gute Stefan! Nur schon deswegen ziehe ich den Hut vor diesem Turnerschwinger. Für sein Alter wirkt er auf mich immer noch fit und beweglich. Burkhalter ist der einzige meiner vier Schwinger, welchen ich diese Saison noch nie live habe schwingen sehen. Dies werde ich am 29. Juni nachholen und ans Nordostschweizerische Schwingfest (NOS) nach Wigoltingen reisen.

Auch Stefan besteht natürlich den Kilchberg-Check. Ihm traue ich den Sieg aus dieser „Viererbande“ allerdings am wenigsten zu. An einem guten Tag kann der Turnerschwinger gut mit den besten mithalten, und den einen oder anderen „Bösen“ ärgern. An so einem Tag liegt durchaus ein Rang in der vorderen Hälfte drin.

Zum Schluss meiner Schwingerwoche mache ich mir zu vier selber geschossenen Bilder vom Stoos-Schwingfest meine eigenen Gedanken.


Andreas Ulrich beim Gang gegen Fabian Marti, welchen der Gersauer gewann. Trotzdem reichte es Andreas, der vorher wegen einer Mandelentzündung eine Woche krank war, nicht zum Kranzgewinn. Denn mit drei gewonnenen Gängen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden blieb der Sennenschwinger deutlich unter seinen Möglichkeiten. Es ist Ulrich aber hoch anzurechnen, dass er trotzdem auf dem Stoos angetreten ist.


Festsieger Kilian Wenger (Rang 1a) im Schlussgang gegen Christian Schuler. Für Christian mausert sich Kilian mehr und mehr zum Angstgegner, verlor er doch schon beim Schwyzer Kantonalen im Muotathal gegen ihn.
Wenger befindet sich schon in einer guten bis sehr guten Form, und ist laut der Schlussgangwertung praktisch gleich gut wie der amtierende Schwingerkönig Sempach. Auf dem Stoos machte der Berner Oberländer den deutlich frischeren und entschlosseneren Eindruck als Matthias. Allerdings bestritt dieser zwei Tage vorher das Oberaargauische…
Wenger wird diese Saison noch einige Spitzenresultate abliefern. Am Kilchberger Schwinget traue ich ihm sogar den Sieg zu.


Die herrliche Schwingfest-Arena auf dem Stoos, beim Sporthotel gelegen, ist Jahr für Jahr ein Garant für hochstehenden und schönen Schwingsport. Auch und weil man ganz nahe an den Schwingplätzen sitzen kann.
Gerüchteweise hat man vernommen, dass dereinst aber an einem anderen Ort auf dem Stoos das Bergkranzfest ausgetragen werden soll. Dem Vernehmen nach passt angeblich den Verantwortlichen des Sporthotels nicht mehr, dass an einem Tag im Jahr „Ausnahmezustand“ um und teilweise in ihrem Hotel ist. Inwieweit diese „Pläne“ gediehen sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Meiner Meinung nach wäre es aber begrüssenswert, diesen Anlass weiterhin an diesem wunderbar gelegenen Ort durchzuführen. Denn: Schwingsportfans sind anständige Menschen und ein toll hergerichtetes Sporthotel ist die beste Werbung und kann sicherlich dereinst den einen oder anderen Schwingerfreund als Wellness-Gast begrüssen.


Diese beiden Schwinger nutzten am Pfingstmontag bereits schon das Wellness-Angebot und bereiteten sich im Schatten auf bequemen Liegestühlen für ihren nächsten Kampf vor. Auch Schwinger sind Geniesser und schenken ihrem Körper jeweils zwischen den einzelnen Schwingfesten eine Regenerationspause. Wieso nicht im Sporthotel auf dem Stoos? Denn das kennen sie ja nun bestens…

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Dr Walter wird hür Sächzgi!

In gut zehn Tagen steigt eine grosse Geburtstagsparty. Eingeladen haben fünf Mitglieder des Maronichores, die dieses Jahr einen runden Geburtstag feiern. Ich bekam dazu gestern eine Email, da ich als Schlagzeuger auch zum Chor gehöre. Darin wurde ich angefragt, ob ich eventuell auch zu einem Lied etwas „dichten könnte“.

Die Idee ist die, dass zu jedem der fünf Geburtstagskinder ein Lied ausgewählt wurde, und dazu entsprechende Strophenabänderungen vorgenommen werden sollten.

Angefragt wurde ich konkret zum Trio Eugster-Hit „Mier si vo de Füürwehr“. Heute Morgen brütete ich dann ein bisschen über einem möglichen (abgeänderten) Liedtext.

Dazu konsultierte ich noch folgendes YouTube-Video von einem Löschzug-Chörli, und testete meinen Text-Vorschlag dazu:

Bei dem besungenen „Walter“ handelt es sich auch um einen ehemaligen Feuerwehrmann. Ich dachte mir aber, dass ich in einem neuen Liedtext seine momentan liebsten Hobbys, das Musizieren (Kontrabass und Gitarre spielen sowie singen) integriere.
Gesagt getan, hier ist das Ergebnis, dass ich meinen feldwaldwiesenblog-Lesern auch nicht vorenthalten möchte. Im voraus möchte ich mich bei meinen Lesern aus Deutschland und Österreich entschuldigen, dass ich (noch) keine hochdeutsche Übersetzung von nachfolgendem Text habe:

Dr Walter wird hür Sächzgi!

Walter loos etz: äs gad los !

Dr Walter wird hür Sächzgi, das wüssid miär scho lang,
firä tuänd miär midum, und fäschtit hüt galant.
Är isch ä glattä Chogä, eistig für näs Gspässli z’ha,
immer wänn är hei ga sött, singt är nu gärä äs Liäd.

Walter, nimm dr Bass fürä: etz gids Musig !

Är spielt Bass wiä nä Grossä, zupft und zieht anum,
das isch si Musig, das isch si Musig.
Är spielt au nu Gitarrä, äs isch ä wahri Freud,
das isch si Musig, das isch si Musig.

Wänns amä Ort fidel isch, da muäsch nüd fragä,
wer chönnt ächt dett spielä: äs isch dr Walter.
WalterWalterWalter – WalterWalter !

Dr Walter wird hür Sächzgi, das wüssid miär scho lang,
firä tuänd miär midum, und fäschtit hüt galant.
Är isch ä glattä Chogä, eistig für näs Gspässli z’ha,
immer wänn är hei ga sött, singt är nu gärä äs Liäd.

Walter, stimm äs Liäd a: miär wend singä !

Är hed äs goldigs Stimmli, und tuäd gärä singä,
das isch si Musig, das isch si Musig.
Kännä tuäd är vieli Lieder, im Chopf ä Hufä Melodiä,
das isch si Musig, das isch si Musig.

Wänn einä amä Ort ghörsch singä, da muäsch nüd fragä,
wer chönnt ächt dett singä: äs isch dr Walter.
WalterWalterWalter – WalterWalter !

Dr Walter wird hür Sächzgi, das wüssid miär scho lang,
firä tuänd miär midum, und fäschtit hüt galant.
Är isch ä glattä Chogä, eistig für näs Gspässli z’ha,
immer wänn är hei ga sött, singt är nu gärä äs Liäd.

Happy Birthday !

Ob dann mein Text-Vorschlag am Sonntag in einer Woche auch zur Anwendung kommt, weiss ich heute noch nicht. Aber ein bisschen hoffen tue ich es schon…

feldwaldwiesenblogger

Ein persönlicher Vergleich zwischen Twitter und Facebook

Liebe Leserinnen und Leser. Seit Ostern dieses Jahres bin ich auch wieder ein Mitglied der Facebook-Familie. Ich war es ja schon mal im Jahre 2012, habe aber damals meine Mitgliedschaft wieder aufgekündigt. Einfach aus dem Grund, weil es mir damals „verleidet“ ist. Ich fand das Ganze zu oberflächlich und teilweise richtig gehend blöd.

Ich begann dann im Jahre 2013 mit twittern, was mir auf Anhieb sehr gut gefiel. An Ostern dieses Jahres hatte ich auf einmal die Idee: Hey Junge, jetzt vergleichst du mal die beiden „Souschul-Midia“-Plattformen miteindander.

Gesagt getan: An Ostern meldete ich mich wieder an. Da Facebook bei der Registrierung mein Blogger-Pseudonym „feldwaldwiesenblogger“ nicht akzeptierte, meldete ich mich dann kurzerhand mit meinem bürgerlichen Namen, Koni Schelbert, an.

Die Show konnte beginnen. Mein Plan war, dass ich jeweils erst den Tweet aufsetze, und dann das haargenau gleiche auch auf Facebook stelle. Denn ich habe im Verlauf meines neuerlichen „Facebook-Abenteuerst“ festgestellt, dass sehr viele User entweder bei Twitter oder Facebook registriert sind, aber selten bei beiden. Da kann ich also getrost auf beiden Kanälen die gleichen „feldwaldwiesenblogger’schen Fürze“ absetzen.
Das habe ich seit Ostern nun wahrscheinlich zu 95% auch getan, und werde das so weiterhin beibehalten. Es sei denn, ich werde mit Rekalamtionen bombardiert und überhäuft…

Nun hatte ich gestern Abend die Idee, einen persönlichen Vergleich zwischen Twitter und Facebook zu ziehen. Diese Eingebung kam mir eigentlich mehr oder weniger spontan, da sich ein Tweet von mir momentan zu einem richtig gehenden „Renner“ mausert.

Deshalb mache ich in der Folge eine kleine Rangliste meiner erfolgreichsten Tweets und Facebook-Einträge, und zwar im Zeitraum von Ostern dieses Jahres bis zum heutigen Tag. Die drei jeweils „besten“ Beiträge erküre ich dabei zu den Siegern.
Gemessen habe ich den Erfolg natürlich ganz einfach an der Anzahl Klicks der User. Bei Twitter sind dies die Anzahl „Favoriten“, bei Facebook die „gefällt mir“-Klicks.

Als erstes beginne ich mit der Twitter-Rangliste.

Auf Rang 1 befindet sich der oben erwähnte Renner:

Auf Rang 2 folgt ein eben erst gestern gezwitscherter Tweet über die junge SVP:

Auf Rang 3 figuriert ein Tweet über Herr und Frau Schweizer, mit gleichviel Favoriten wie der Tweet auf Rang 2, aber mit weniger „Retweets“. Retweet heisst: Ein anderer User hat diesen Tweet übernommen und auf seinem Kanal nochmals gezwitschert („retweeted“):

Nun wird der Vorhang gehoben für die Facebook-Rangliste:

Auf Rang 1 der Facebookbeiträge erscheint ein Griff in meine eigene Musikgeschichte, und erhielt 23 „gefällt mir“-Klicks:

Auf Rang 2 findet sich ein Schnappschuss eine Aussenreporters:

Auf Rang 3 folgt schliesslich ein Gruss aus Kreuzlingen, als ich anfangs Mai „stinkfrech“ mit wildfremden Musikern an einer Jazz-Jamsession musizierte:

Wie man unschwer erkennen kann: Es gibt überhaupt keine Überschneidung.
In der Folge verzichte ich aber darauf, die einzelnen Sieger-Beiträge zu vergleichen, wie viele Klicks sie auf dem anderen „Souschul-Midia“-Kanal ernteten.

Was ich aber nicht unterlassen möchte: Ich bedanke mich herzlich bei den Lesern für ihre zahlreichen Klicks! Denn diese Klicks sind schlussendlich auch der „Kick“, jeden Tag neue Dinge auszubrüten, um sie auf Twitter und Facebook zu veröffentlichen.

Eine kleine Feststellung, respektive ein paar Vergleiche möchte ich trotzdem loswerden. Auf Twitter haben Tweets mit politischen Inhalten mehr Erfolg als auf Facebook. Beim Zuckerberg’schen „Gesichtsbuch“ dominiert das Persönliche und es wird sehr viel Wert auf coole Bilder und Filmchen gelegt. Die geschriebenen Worte rücken etwas in den Hintergrund.

Bei Twitter ist fast das Gegenteil der Fall: Das geschriebene Wort hat viel Erfolg und teilweise auch Macht. Je cooler der Spruch, desto erfolgreicher.
Die Bilder sind auf der Zwitschervögelchen-Plattform bei weitem nicht so wichtig wie bei FB.

Bezüglich Geschwindigkeit ist Twitter mit Feedbacks auf aufgeschaltete Beiträge auch viel schneller. Dort hat man die Möglichkeit, einem User direkt zu folgen, und kriegt bei einem neuerlichen Zwitscherlaut sogleich eine Meldung aufs Smartphone. Dies ist, wenn ich mich nicht irre, bei Facebook nicht möglich, jemandem so direkt zu folgen.

Alles in allem haben aber für mich inzwischen beide Plattformen ihre Berechtigung und ihre Vorzüge. So schätze ich es sehr, auf Twitter möglichst schnell kurze und aussagekräfitge Infos zu kriegen. Ich freue mich aber jeweils auch, auf Facebook möglichst schnell ausführliche Resultate zu Schwingfesten zu erhalten.

Zu Beginn meines Schreibhobbys anno 2007 stand nur das Bloggen. Inzwischen habe ich meine Tätigkeit auf Twitter und Facebook ausgeweitet. Was sich seither an meinem Hobby verändert hat, ist die Tatsache, dass ich Kurzbeiträge oder einfach nur Gedanken auf den beiden „Souschul-Midia“-Kanälen verbreite. Für tiefgründige Analysen, Gedanken und Kommentare benutze ich den Blog. So konnte man unschwer erkennen, dass sich in letzter Zeit die Beitrags-Aufschaltfrequenz in meinem Blog etwas verringert hat. Eben deshalb, weil ich kurze und weniger ausgegorene Texte auf den beiden anderen Plattformen veröffentliche.

Wie angekündigt, sollte in nächster Zeit ein neues Projekt von mir den Abschluss erreichen: Das Zügeln meines kompletten Blogs von der Blueblog-Umgebung auf einen WordPress-Blog. Sobald das ganze abgeschlossen ist, werde ich wieder informieren.

Diese Woche habe ich mal ganz bewusst auf meine Schwingkolumne verzichtet. Ich wollte mich schreibtechnisch auch wieder mal anderen Dingen widmen (siehe Beitrag vom 4. Juni). Nächste Woche folgt aber wie gewohnt wieder ein Beitrag übers Schwingen. Meine Leidenschaft fürs Schwingen ist nach wie vor ungebrochen. Meine Freude an anderen Dingen ist aber auch sehr wohl da. Diese möchte ich ebenfalls nicht missen und zu kurz kommen lassen.

Weiter habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, was ich nach Abschluss meines Schwingprojektes 2014, nach dem Kilchberger Schwinget, „blogmässig“ machen möchte. Das Schwingen wird auch ich in Zukunft immer ein Bestandteil meines Blogs bleiben. Wie und in welcher Form wird sich dann zeigen.

Während der schwingfreien Zeit möchte ich mich durch den Herbst und Winter durch dann mit meiner anderen grossen Leidenschaft, der Musik, beschäftigen. Mir schwebt vor, verschiedene lokale Bands sowohl im Proberaum wie auch an einem Konzert zu besuchen, und hinterher über sie zu schreiben. Da sind auch bereits schon Ideen vorhanden. Mehr wird zurzeit aber noch nicht verraten.

Nächste Woche beschäftige ich mich wie erwähnt wieder mit „meinen“ vier Schwingern und dem Schwingprojekt 2014. Dabei wird, wie das der „Blick“ auch macht, ein „Kilchberg-Check“ der vier Eidgenossen vorgenommen.

Einstweilen wünsche ich ein schönes und sonniges Pfingstweekend! Vielleicht sieht man den einen oder anderen an Pfingstmontag beim traditionellen Bergschwinget auf dem Stoos.

feldwaldwiesenblogger