Die Schweiz schlägt im Achtelfinale Argentinien!

Viele fragen sich jetzt, wie kommt der feldwaldwiesenblogger zu dieser ungeheuren, ja gar frechen Aussage: „Die Schweiz schlägt im Achtelfinale Argentinien!“?

Nun, ich kann das erklären. Es hat viel mit Hitzfeld zu tun, oder sagen wir: Fast nur! Dieser ausgefuchste Lörracher impfte unserer Nati schon vor dem alles entscheidenden Gruppenspiel gegen Honduras die Winnermentalität ein. Er tut es jetzt, vor dem Spiel gegen Messi und Co., wieder.

Er brütet etwas aus, eine Strategie, wie man diesen unberechenbaren Gaucho stoppen kann. Gestern liess Hitzfeld nämlich verlauten: „Eine Manndeckung macht keinen Sinn.“ Der Nati-Trainer plant, ein „enges Netz“ aufzuziehen, im welchem sich Messi „wie ein Fisch“ verfangen soll.
Diese bildliche Sprache verstehen alle, die Devise ist klar: Messi muss so eng wie möglich markiert werden. Über ihn läuft das Spiel, oder sagen wir, das erfolgreiche Spiel. Ist der Zauberzwerg nicht im Spiel, ist Argentinien nicht erfolgreich. Sie sind dann angreifbar, ja sogar schlagbar.

Ich erinnere mich an das Spiel Argentinien gegen Iran, als Messi praktisch die ganze Spielzeit lustlos auf dem Platz rumschlurfte und in der 93. Minute fast wie aus dem Nichts das 1:0 schoss. Zugegeben, ein fantastisches Tor, aber auch eine herbe Enttäuschung für die Iraner. Auch für mich, ich hätte diesen aufopferungsvoll kämpfenden Iranern diesen Punkt wirklich gegönnt.

Zur Pause hiess es, dass der iranische Torhüter gut zwei Kilometer gelaufen sei, Messi in der gleichen Zeit etwas über drei (!) Kilometer. Das spricht Bände über die Laufwege des Argentinienstars. Gefährlich bleibt der kleine Kerl aber alleweil. Das bedeutet, dass die Schweizer von der ersten bis zur letzten Minute aufpassen müssen wie die Schiesshunde.

Aber auch Fidés WM-Kolümnchen von heute Samstag im Bote der Urschweiz bestärkt mich in der Annahme, dass wir die Argentinier an den Hörnern packen! Fässler lässt uns wissen, dass er jetzt (nach den Gruppenspielen) auf Brasilien als Weltmeister tippt. Das heisst nach Adam Riese, dass er (auch) damit rechnet, dass die Schweizer Messi’s Nationalmannschaft aus dem Turnier werfen…

Wir wollen jetzt aber mal nicht tollkühn werden, und erinnern uns daran, dass die letzte Begegnung mit den Südamerikanern 1:3 verloren ging, mit drei Messi-Toren…

Dieses YouTube-Filmchen ist datiert vom 29. Februar 2012 (Schalttag!), und beweist einmal mehr die grosse Klasse von Lionel Messi. Es zeigt mir aber auch, dass die Schweizer zu einem Tor kamen, und gar nicht so schlecht aussahen, wie das Resultat vermuten liesse. Eine Schweizer Nationalmannschaft in guter Verfassung kann gut mithalten. Denn der Unterschied machte an jenem Abend im Stade de Suisse wirklich nur Messi aus.

Klar, Argentinien besteht nicht nur aus dem Barcelona-Star. Die anderen Spieler, allen voran Angel die Maria oder Gonzalo Higuaín, sind auch Topspieler. Aber denen ist beizukommen. Sie sind ohne Messi nur irdisch. Aber: Mit einem gross aufspielenden Messi an ihrer Seite mutieren sie zu „Überirdischen“ und werden absolut unberechenbar.

Also Schweizer, werft euer Netz am kommenden Dienstag über Messi aus. Nehmt ihn euch zur Brust, lasst ihn nicht ins Spiel kommen, und vor allem: Lasst ihn nie aus den Augen! Auch wenn man ab und zu neben ihm vor Langeweile eindösen könnte. In solchen Situationen schlägt der Kleine ganz gross zu. Lasst euch von ihm nicht erwischen.

Wie kürzlich Carlos Bilardo, ein ehemaliger Nationaltrainer Argentiniens, in der Weltwoche zu Protokoll gab: „… dass er (Messi) immer das Unerwartete macht, das kann er, und deshalb ist er der Beste der Welt. Der, der den Unterschied macht.“
Mit Carlos Bilardo wurde Argentinien übrigens 1986 Weltmeister.

Aber: Hitzfeld bläut in diesen Tagen und Stunden unseren Fussball-Mannen schon ein, was passieren kann, wenn man Messi nicht vom Spiel abhalten kann.

Ich bin auch überzeugt, dass die Frankreich-Pleite sehr hilfreich war, und den Spielern nun zu Gute kommen wird. Diese Schweizer haben hernach beim Honduras-Spiel erstklassige Moral bewiesen, und machten vieles um Welten besser, als in den beiden Spielen davor.

Ottmar, das kommt noch früh genug! Wir alle möchten „unseren Lieblings-Deutschen“ noch nicht auf seinem Altenteil ruhen sehen. Hitzfeld möchte dies bestimmt auch noch nicht, und tut alles, um das zu verhindern.

Ist Argentinien nämlich geschlagen, warten vergleichsweise „leichte“ Gegner im Viertelfinale: Belgien oder USA. Dann läge gar das Halbfinale drin…

Träumen darf man, gell! Ich habe vor der WM immer gesagt: Zwischen sang- und klanglos ausscheiden nach der Gruppenphase bis hin zum Halbfinale liegt für die Schweizer alles drin.

Wir haben mit Shaqiri auch einen Zauberzwerg, einen kleinen Messi. Auch er kann den Unterschied ausmachen, wie mit seinen drei Toren beim Spiel gegen Honduras.
Wieso Ottmar diese „Pandora-Büchse“ erst jetzt auf machte, bleibt wohl sein Geheimnis. Damit meine ich den Positionswechsel von Shaqiri von aussen nach innen ins Zentrum.
Vielleicht „sparte“ dies der schlaue Trainerfuchs auf, und wollte mit dieser Finte überraschen, um noch einiges erreichen zu können…

Auf alle Fälle: Kommenden Dienstag um gut 20 Uhr wissen wir mehr! Wie eingangs erwähnt: Ich bin überzeugt, dass das unsere Jungs schaffen werden! Nur schon Ottmar zu Liebe.

Alles Gute für’s Spiel!

feldwaldwiesenblogger

Ein Gedanke zu “Die Schweiz schlägt im Achtelfinale Argentinien!

  1. Béatrice schreibt:

    Toller euphorischer Beitrag! Ich drücke selbstverständlich auch den Schweizern die Daumen und hoffe, dass sie ihre spielerischen Qualitäten verbessern! Ohne Steigerung werden sie es sehr schwer haben, da ja Argentinien nicht bloss einen hervorragenden Spieler in ihren Reihen vorzuweisen hat!

    Gut kick und spannendes Spiel!

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