feldwaldwiesenblogger macht Ferien

Ferien

Liebe Freunde! In den nächsten beiden Wochen mache ich Ferien und werde in dieser Zeit meinen Blog ziemlich sicher nicht füttern.

Ich freue mich aber jetzt schon wieder darauf, ab dem 11. August wieder zu meinen Lieblingsthemen Schwingen, Musik, Politik und Gesellschaft Beiträge zu schreiben.

In der Pipeline beispielsweise steckt ein Interview mit Manuel Röösli, dem Redaktionsleiter der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG.

Zudem macht mir mein Schwingprojekt sehr viel Freude, und biegt im August in die Zielgerade ein. Von meinen fünf ausgewählten Schwingern sind bis auf Michael Nydegger, der leider verletzt ist, alle in einer Topform.
Gerade gestern durfte ich auf dem Brünig erfreut feststellen, dass die drei angetretenen Philipp Laimbacher, Matthias Glarner und Stefan Burkhalter kranzgeschmückt nach Hause reisen durften. Nicht nur das: Mit Matthias stand gar einer im Schlussgang und Philipp sowie Stefan gehörten gestern zu den Besten ihres Teilverbandes. Ich bin schon ein wenig stolz, dass ich im Frühling gerade diese Schwinger ausgewählt habe.

Es brennen mir aber auch wieder Analysen und Hintergrund-Geschichten zum Schwingsport unter den Nägeln. Beispielsweise die Innerschweizer: Die machten gestern nur einen Kranz weniger als die Berner auf dem Brünig. Aber auf den Rängen eins bis drei sind nur Berner. Wieso ist das so? Meiner Meinung nach, und auch das was ich gestern beim Brünig Schwinget beobachtet habe, haben die Innerschweizer nach wie vor ein grosses Potential. Sie machen nur zu wenig daraus.

Weiter bereite ich mich bereits auf den Herbst/Winter vor. In dieser Zeit lege ich den Schwerpunkt, wie schon berichtet, vor allem auf das Schreiben über die Musik. Es wurden bereits schon einige Dinge angedacht und in die Wege geleitet.

Nun wünsche ich Euch eine gute und erholsame Ferienzeit. Ich wünsche Euch auch endlich schönes Sommerwetter und viele tolle Tage und Stunden!

Euer feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Statt Ferien Masterarbeit – und von Francine Jordi besiegt!

Statt Ferien zu machen, arbeitet Matthias Glarner an seiner Masterarbeit. Er schliesst bald sein Sportstudium ab und widmet sich momentan ziemlich intensiv dieser Sache.
Matthias ist derzeit aber auch in glänzender Form. Und verfügten die Berner nicht über einen Sempach, Wenger oder Stucki… Wer weiss, wer die Nummer eins der Mutzen wäre? Klar, da sind auch noch Matthias Siegenthaler, Florian Gnägi und Simon Anderegg. Trotzdem: Matthias ist für mich momentan die Nummer vier der Berner, zusammen mit den drei anderen. Von einer zweiten Garde möchte ich nicht sprechen, das tönt meist ein wenig abschätzig.

Ich hoffe, dass Matthias Glarner morgen Sonntag auf dem Brünig ganz vorne ein Wort mitzureden weiss, und den einen oder anderen Arrivierten hinter sich lassen kann. Zum Anschwingen wird dem Meiringer übrigens der Pfäffiker Bruno Nötzli serviert.

Philipp Laimbacher hat diese Saison noch nicht oft verloren. Aber gegen Francine Jordi zog er den Kürzeren. Mit welchem Schwung sie den Sattler ins Sägemehl bettete, bleibt wohl das Geheimnis der beiden.

philipp vs jordi

„Hauptsache Spass!“, sagten sich die Laimbacher Brothers und stiegen zusammen mit Francine Jordi für TV-Aufnahmen in den Schwingkeller.
Philipp ist, wie Matthias, momentan auch in einer glänzenden Form. Das war anfangs Saison noch nicht so. Ich meine aber, besser jetzt topfit, wo ein Highlight das andere jagt, als im Frühling. Zudem darf man mit Fug und Recht behaupten, dass Philipp in dieser Saison bisher der konstanteste Innerschweizer war. Wenn ich morgen Sonntag einem Innerschweizer den Brünig-Festsieg zutraue, dann am ehesten Philipp Laimbacher.
Im ersten Gang trifft Philipp, wie gestern erwähnt, auf den NOS-Projektschwinger Stefan Burkhalter.


Matthias Glarner:

Frage 1: Machst du auch Sommerferien? Wo und wann? Hast du einen Trainingsplan dabei, oder verzichtest du gar ganz aufs Training in den Ferien?
„Nein, wegen dem Studium, das ich bald abschliesse, mache ich keine Sommerferien. Ich schreibe zurzeit an der Masterarbeit. Zudem mache ich während der Saison wegen den regelmässigen Trainings keine Ferien. Geplant ist eine Woche Ferien im Herbst. Was wir während der Saison machen, sind ab und zu kurze Ausflüge.
Apropos Trainingsplan: In den Ferien habe ich keinen dabei. Jedoch ohne Sport geht’s nicht, deshalb steige ich dann aufs Bike oder spiele Badminton.“

Frage 2: Wie oft trainierst du momentan pro Woche?
„Wenn am Sonntag ein Schwingfest ansteht, dann spreche ich von einem ‚Schwingfestmodus‘. In so einer Woche trainiere ich dann etwa zehn Stunden.
Am Montag ist Regenerationstraining mit Velo und Massage angesagt, von Dienstag bis Donnerstag Schwingtraining. Am Mittwoch steht zudem ein Konditionstraining, und am Freitag Ausdauer- respektive Intervall-Training auf dem Programm. Am Samstag absolviere ich ein lockeres Training mit 45 Minuten Muskeln aktivieren.“

Frage 3: Intensivierst du dein Training vor dem Kilchberg Schwinget? Ab wann machst du das?
„Am 10. August findet das Berner Kantonale statt. Danach mache ich zwei Wochen „Vollgastraining“. Die Woche vor dem Kilchberg Schwinget lege ich wieder den Schwingfestmodus ein.
Viel mehr liegt einfach nicht drin, weil auch die Schwingfeste intensive Tage sind und ich bis drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt Kranzfeste bestreite.“

Frage 4: Sind schon Zusammenzüge resp. gemeinsame Trainings von deinem Teilverband betreffs Kilchberg Schwinget geplant? Auf was wird bei solchen gemeinsamen Trainings speziell geachtet? Was wird trainiert? Wie oft werdet ihr zusammen trainieren?
“Wir Berner haben jedes Jahr ein Kader mit 40 Schwingern. Mit diesem Kader treffen wir uns zu zehn Zusammenzügen pro Jahr und trainieren gemeinsam. Das ist im übrigen jedes Jahr gleich.
Mit den für das Kilchberg Schwinget qualifizierten Schwingern stehen zudem zwei oder drei gemeinsame Trainings auf dem Programm.
Dies sind von der Qualität her gute Trainings. Dabei steht wettkampfmässiges Schwingen im Vordergrund.
Die Zusammenzüge sind aber auch da, um den Teamgeist und die Kameradschaft zu entwickeln. Dazu führen wir Besprechungen über den Formstand durch, und wie es beispielsweise beim Kilchberg Schwinget rauskömmen könnte. Eventuell werden auch Gegner besprochen.”


Philipp Laimbacher:

Frage 1: Machst du auch Sommerferien? Wo und wann? Hast du einen Trainingsplan dabei, oder verzichtest du gar ganz aufs Training in den Ferien?
„Nein, momentan mache ich keine Ferien. Ich ziehe die Saison erst voll durch und mache dann im Herbst zwei Wochen Ferien.
Für mich sind die Ferien zur Erholung da, und habe deshalb keinen Trainingsplan dabei. Nach Möglichkeit mache ich etwas Leichtes, und gehe dann beispielsweise in ein Fitnessstudio.“

Frage 2: Wie oft trainierst du momentan pro Woche?
„Die Woche vor dem Brünig Schwinget absolvierte ich drei Trainings und ging einmal zur Massage.
Für gewöhnlich trainiere ich drei bis viermal pro Woche vor einem Kranzfest, und vier bis fünfmal wenn keines stattfindet. Man will sich ja schliesslich fit halten.“

Frage 3: Intensivierst du dein Training vor dem Kilchberg Schwinget? Ab wann machst du das?
„Nein, ich denke es nicht. Man lebt sowieso für den Schwingsport und richtet alles darauf aus. Ich intensiviere mein Training nicht, und lasse es so weiterlaufen, wie ich es bisher handhabte. Zudem weiss ich von der Erfahrung her auch, was es braucht.“

Frage 4: Sind schon Zusammenzüge resp. gemeinsame Trainings von deinem Teilverband betreffs Kilchberg Schwinget geplant? Auf was wird bei solchen gemeinsamen Trainings speziell geachtet? Was wird trainiert? Wie oft werdet ihr zusammen trainieren?
“Geplant sind schon solche Zusammenzüge, die Termine sind aber noch nicht bekannt, da unser Verband die Selektionen noch nicht bekannt gegeben hat.
Es wird sicher drei bis vier gemeinsame Trainings geben, und zwar in Wolhusen (LU), wo der Innerschweizerische Schwingerverband ein Trainingscenter hat.
Die Hauptsache bei unseren Zusammenzügen ist das Schwingtraining, schlussendlich wird man dabei auch stärker. Wir halten normales Schwingtraining ab und geben einander Tipps. Zudem sind wir völlig offen zueinander.
Man kann beim gemeinsamen Training auch auslesen, mit wem man schwingen will. So kann man sich zum Beispiel einen Defensivkünstler oder einen Schönschwinger auslesen.
Dann steht auch die Teambildung im Vordergrund. Dabei werden auch die Chemie, der Zusammenhalt und der Gruppengeist gestärkt. Man könnte auch sagen, dass der Fokus auf der Teambildung liegt.
Wir halten auch Besprechungen ab, wobei es darin nicht um eine Taktik geht, sondern um gegenseitiges Unterstützen und fördern”.

Matthias Glarner und Philipp Laimbacher bildeten nun den Abschluss meines Frageblocks fünf. Eigentlich passt das hervorragend, denn morgen Sonntag duellieren sich die Teilverbände dieser beiden Athleten, die Berner und die Innerschweizer, auf der Brünigpasshöhe miteinander. Dabei sind, wie bekannt, auch die Nordostschweizer Gäste.

Man muss kein Prophet sein, wenn man behauptet, dass der Tagessieg morgen über einen Berner laufen wird. Zu stark ist ihre derzeitige Übermacht. Zudem haben sie nur geringe Absenzen zu verzeichnen.

Ganz anders bei den Innerschweizern: Einige ihrer Leistungsträger und auch vielversprechende Nachwuchskräfte sind verletzt und fehlen. Die Schlagkraft ist somit arg begrenzt. Wie ich schon eingangs erwähnte: Dem einzigen ISV-Schwinger, welchem ich morgen einen Brünig-Sieg zutraue, ist Philipp Laimbacher. Ein Lichtblick dabei ist die Rückkehr von Peter Imfeld (Lungern) in die Sägemehlringe.

Bei den Nordostschweizer Schwingern sieht es betreffs „Schlagkraft“ ganz ähnlich aus. Einige ihrer arrivierten Kräfte sind langsam ins Alter gekommen, haben dabei den Zenit überschritten und können morgen ganz einfach „nur“ das Zünglein an der Waage spielen und den einen oder anderen Berner oder vielleicht auch Innerschweizer ärgern.
Zusätzlich ins Gewicht fallen werden auch die erst gestern bekannt gewordenen Absenzen von Michael Bless, Raphael Zwyssig, Pascal Gurtner und Martin Hersche.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Ferien in Dubai – oder Topfavorit am Kilchberg Schwinget?

Schwinger Nummer zwei meiner kleinen Fragerunde diese Woche ist Stefan Burkhalter. Der NOS-„Oldiecrack” wurde wie erwartet von seinem Teilverband auch für das Kilchberg Schwinget nominiert. Die erfreulichen Resultate in letzter Zeit bescherten dem 40-Jährigen so quasi einen zweiten Frühling.
Nicht ohne Grund also wurde ihm für das Anschwingen übermorgen Sonntag auf dem Brünig ein anderer bärenstarker Projektschwinger zugeteilt: Der Innerschweizer Philipp Laimbacher. Das letzte Duell dieser beiden fand unlängst beim NOS-Teilverbandsfest statt, wo der Gang unentschieden endete.

Übrigens: Die Fragen aus dem Block 5 beinhalten auch das Thema Ferien. Dabei verriet mir Stefan, ein Landwirt, wo er seine Ferien verbringen wird…

Der andere Schwinger heute ist kein geringerer als der frischgebackene Co-Kranzfestsieger vom Weissenstein: Christoph Bieri. Sein Teilverband hat zwar die Nominationen für den Kilchberg Hosenlupf noch nicht bekannt gegeben, da sie noch ihr Teilverbandsfest abwarten möchten. Bieri wird aber bestimmt dazu gehören. Der Aargauer ist gut sechs Wochen vor dem Saisonhöhepunkt wieder in einer absoluten Topform, wie schon vor einem Jahr.
Damals vor dem Eidgenössischen hievte ich Christoph zum Topfavoriten. Ob ich das dieses Mal auch wieder tun werde? Gut möglich, wenn der 29-Jährige so weiter macht, wie letzten Samstag…

Christoph schwingt am Sonntag nicht auf dem Brünig, da sich diesmal turnusgemäss die Nordostschweizer mit den Innerschweizern und Bernern messen werden.


Stefan Burkhalter:

Frage 1: Machst du auch Sommerferien? Wo und wann? Hast du einen Trainingsplan dabei, oder verzichtest du gar ganz aufs Training in den Ferien?
„Nein, als Landwirt ist das schwierig, gerade im Sommer wenn das Heu eingebracht werden sollte.
Zudem muss ich im Sommer nicht in ein anderes Land fahren um zu baden. In sieben Minuten bin ich am Bodensee.
Im Januar oder Februar werde ich aber Ferien machen, und zwar in Dubai oder Miami.
Zu deiner Frage wegen dem Trainingsplan in den Ferien: Ja, ich habe jeweils einen dabei. Ich mache dann vor allem Kraft und Kondition im Hotel oder einem Fitnesscenter. Zudem gehe ich am Strand rennen.“

Frage 2: Wie oft trainierst du momentan pro Woche?
„Wenn am Sonntag ein Wettkampf ansteht, trainiere ich dreimal pro Woche. Das letzte Training ist dann jeweils am Donnerstag. Am Samstag mache ich ein lockeres Training von etwa 30 Minuten, um jeden Muskel einmal zu stimulieren.“

Frage 3: Intensivierst du dein Training vor dem Kilchberg Schwinget? Ab wann machst du das?
„Nein, ich intensiviere mein Training nicht, im Gegenteil. Die Woche vor dem Kilchberg Schwinget mache ich sogar gar nichts mehr.
Ich schaue darauf, dass ich mich gut erhole, gut ernähre und viel schlafe.“

Frage 4: Sind schon Zusammenzüge respektive gemeinsame Trainings von deinem Teilverband betreffs Kilchberg Schwinget geplant? Auf was wird bei solchen gemeinsamen Trainings speziell geachtet? Was wird trainiert? Wie oft werdet ihr zusammen trainieren?
„Ja, geplant ist ein Zusammenzug der Kilchberg-Starter. Geplant ist, dass jeder Schwinger dort seine drei Hauptschwünge vom Stand und am Boden einmal durchtrainiert. Dabei beobachten wir uns gegenseitig und bringen wenn nötig Korrekturen an.
Weiter halten wir noch eine Besprechung ab und gehen zudem gemeinsam Nachtessen.“

Ich fragte Stefan nach einer Teamtaktik, die vielleicht bei der Besprechung zur Sprache kommt. Dazu meinte er: „Eine Teamtaktik wird nicht besprochen.“


Christoph Bieri:

Frage 1: Machst du auch Sommerferien? Wo und wann? Hast du einen Trainingsplan dabei, oder verzichtest du gar ganz aufs Training in den Ferien?
„Eigentlich nicht. Eventuell schalte ich nach dem Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest oder dem Schwägalp Schwinget eine Woche Ferien ein, aber nicht im grossen Stil.
Wenn ich in die Ferien gehe, mache ich wirklich Ferien, auch vom Training, ausser dass ich vielleicht velofahre.“

Frage 2: Wie oft trainierst du momentan pro Woche?
„Das ist unterschiedlich. Ich hatte relativ viele Wettkämpfe im ersten Teil der Saison und war danach auch ziemlich müde. Deshalb habe ich dann auch mein Training angepasst.
Vor einem Kranzfest trainiere ich zwei bis dreimal pro Woche. Findet am Wochenende kein Schwingfest statt, absolviere ich etwa fünf Trainings.“

Frage 3: Intensivierst du dein Training vor dem Kilchberg Schwinget? Ab wann machst du das?
„Ich nehme es wie es kommt, intensiviere mein Training aber eher nicht. Die Erholung ist wichtig, da ich zurzeit regelmässig Wettkämpfe bis drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt bestreite.
Eventuell gebe ich nach dem Schwägalp Schwinget trainingsmässig nochmals kurz „Gas“. Ich möchte aber frisch sein beim Kilchberg Schwinget.“

Frage 4: Sind schon Zusammenzüge respektive gemeinsame Trainings von deinem Teilverband betreffs Kilchberg Schwinget geplant? Auf was wird bei solchen gemeinsamen Trainings speziell geachtet? Was wird trainiert? Wie oft werdet ihr zusammen trainieren?
„Ja, zwei oder drei Zusammenzüge sind geplant. Der erste findet vor dem Nordwestschweizerischen, der zweite nach dem Teilverbandsfest statt.
Bei diesen Zusammenzügen wird intensives Schwingtraining abgehalten. Dabei kann die Technische Kommission schauen, ob alle fit sind, welche nominiert wurden.
Wir simulieren dabei auch einen Wettkampf, wo wir vier bis fünf Gänge schwingen werden.“

Anders als bei Michael Nydegger, welcher vermutlich nicht am Kilchberg Schwinget teilnehmen kann, spürte ich bei diesen beiden Athleten, dass sie heiss auf den Saisonhöhepunkt sind. Zwar ordnen sie diesem Schwingfest jetzt nicht gleich alles unter. Aber trotzdem mussten sie nicht lange überlegen, was noch zu tun ist.

Auch absolvieren beide Teilverbände, die Nordostschweizer und die Nordwestschweizer, Trainingszusammenzüge, wo nochmals intensiv trainiert wird. Unterschiede sind zwar auszumachen: Die NOS-Schwinger legen Wert auf ihre Hauptschwünge, die NWS-Athleten auf wettkampfmässiges Schwingen. Aber egal was trainiert wird, es geht dabei auch um die Teambildung und das Stärken eines gemeinsamen Gruppengeistes.

Wie sich Matthias Glarner und die Berner, sowie Philipp Laimbacher und die Innerschweizer auf den Kilchberg Schwinget vorbereiten, kann man hier morgen nachlesen.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Ist die Zusammenarbeit mit einem Management im Schwingsport, wie das Beispiel Siegenthaler zeigt, in jedem Fall sinnvoll?

Am 12. Juli stellte ich einen Beitrag mit dem Titel „Gedanken und Fragen zu einer Zusammenarbeit mit einer Sport Management-Firma im Schwingsport“ in meinen Blog.
Ich erwähnte in meinem Text, dass ich versuche mehr zu diesem Thema in Erfahrung zu bringen. Das konnte ich in der Zwischenzeit tun.

Nachdem ich mich ein wenig im Internet schlau gemacht habe, rief ich beim Swiss Sport Management Center (SSMC) an. Dort wurde mir auf Anfrage geraten, meine Fragen an Peter Suter zu schicken. Das habe ich dann auch getan, und bat ihn dabei um eine Auskunft und seine Meinung betreffs meiner Fragen und Gedanken.

Zur Person von Peter Suter: Er bezeichnet sich nicht als Spezialist oder Fachmann für Sportmanagement-Fragen. Vielmehr ist er Doktorand am Verbandsmanagement Institut (VMI) und betreut die Sportmanagement Weiterbildung des SSMC.
Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich es in der Folge mit einem Fachmann zu tun hatte.

peter suter
Bildquelle: http://www.vmi.ch

Zur Erinnerung: Ich fragte mich, ob und wann es Sinn macht, dass sich ein Schwinger bei einer Sport Management-Firma meldet. Und: Was kann er dort erwarten, was wird ihm dort angeboten? Ist es für einen Schwinger lohnenswert, einerseits finanziell, andererseits auch aus sportlichen Gründen? Würde ein Fachmann einem Schwinger empfehlen, sich so einer Firma anzuschliessen?

Peter Suter schrieb mir in einer Email dazu eine ausführliche Antwort:
„Sie haben da wirklich eine ganze Reihe sehr spannender Fragen. Leider verfüge ich nicht über das notwendige Wissen um Ihnen diese Fragen präzise zu beantworten. Das Swiss Sport Management Center orientiert sich vor allen an der Verbandsarbeit, das heisst wie das Management von Sportvereinen – zum Beispiel Schwingvereinen – aussehen sollte um erfolgreich zu sein. Die Schweizer Sportwelt wird in erster Linie von Sportvereinen und Verbänden am Leben gehalten. Diese haben ihre jeweils spezifischen Managementherausforderungen, zum Beispiel Ehrenamtliche zu finden, Fundraising zu betreiben, geeignete Strukturen zu schaffen, etc. Diese Fragen sind vornehmlich unser Schwerpunkt.

Grundsätzlich setzt eine Zusammenarbeit mit einer Agentur voraus, dass sich ein Sportler vermarkten lässt. Dies bedingt neben sportlichem Erfolg und der damit verbundenen Bekanntheit auch ein bestimmtes Kommunikationstalent oder zumindest typische Charaktereigenschaften, die den Sportler unverwechselbar machen. Beat Breu als Radfahrer gehört in letztere Kategorie. Nie super erfolgreich, haben ihn trotzdem alle gekannt. Ein anderes Beispiel ist Patty Schnyder. International relativ erfolgreich, war sie nie wirklich Sympathieträgerin und deshalb auch nur schwer „verkaufbar“.

Ihre Fragen betreffen die einzelnen Schwinger an sich, und nicht die Schwingvereine. Dennoch gebe ich Ihnen gerne eine persönliche Einschätzung. Anders als Vereine sind Sportmanagement-Agenturen keine Nonprofit-Organisationen, und suchen daher stets auch einen finanziellen Vorteil für sich. Von dem her ist es für alle Sportler wohl wirklich erst sinnvoll sich einen Agenten zu suchen, wenn er oder sie damit auch Geld verdient, sei das über Turniererfolge oder über Werbeverträge. Oftmals nehmen bereits schon der Verein und der Verband diesbezüglich gewisse Aufgaben wahr. Allerdings sehe ich beim Schwingverband ein bisschen das Problem, dass er nicht Mitglied bei Swiss Olympic ist, und dadurch auch nicht vom Netzwerk und deren Leistungen profitieren kann. Doch soweit ich weiss, wird gerade aktuell wieder über einen Beitritt bei Swiss Olympic diskutiert. Aus meiner Sicht wären der Schwingverband und, falls der Beitritt erfolgt, Swiss Olympic die ersten Ansprechpartner für jeden Schwinger.

Ein genauer Zeitpunkt, wann es sich lohnt auf eine Agentur zuzugehen, wird es wohl nicht geben. Eventuell ist es jedoch im Rahmen des Sponsorings hilfreich, um einfacher an Sponsorengelder zu kommen, indem für den Sportler/die Sportlerin ein Sponsoring-Konzept erstellt wird. Was alles von einer solchen Agentur erwartet werden kann, ist sehr unterschiedlich und jeweils auch eine Frage des Geldes. Das kann von einer punktuellen Unterstützung bis hin zu einer rundum Betreuung bei sämtlichen organisatorischen, finanziellen und juristischen Angelegenheiten reichen. Welche Agentur was alles anbieten kann, ist jeweils von deren Grösse, Kompetenz und Verankerung in der Sportwelt abhängig.

Aus finanzieller Sicht – so denke ich – ist es für einen Schwinger erst dann lohnenswert, wenn mit seinem Gesicht und seinem Namen Geld gemacht werden kann, sprich wenn es darum geht, komplexe Werbeverträge abzuschliessen. Denn allein aus den Preisen von Schwingfesten wird niemand wirklich reich, auf dass eine Agentur nötig wäre. Sportlich sehe ich höchstens den Vorteil darin, dass dem Schwinger mehr Zeit bleibt für das eigentliche Training. Ausser die Agentur würde auch gleich noch Personal Trainer oder ähnliches anbieten, doch hierzu gäbe es wohl bessere Alternativen als über eine Management-Agentur.“

Siegenthaler_Matthias_esv
Bildquelle: http://www.esv.ch

Auch bat ich Peter Suter um eine Einschätzung betreffs des Berner Spitzenschwinger Matthias Siegenthaler, welcher mitteilte, dass er die Zusammenarbeit mit Fox Sport Management (fox sm) in beidseitigem Einvernehmen per sofort beendet.
Wir erinnern uns, dass Siegenthaler wörtlich auf seiner Facebook-Seite schrieb: „Leider ergab sich bis heute keine erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Und: „Ich konnte mein Umfeld aus eigenen Bekanntschaften und Beziehungen über mehrere Jahre aufbauen, und bemerkte dabei, dass eine Marketingagentur wie fox sm nicht zu meiner Person passt.“

Suter schrieb dazu:
„Der Fall Matthias Siegenthaler stützt meiner Meinung nach das von mir zuvor Geschriebene. Für Schwinger wird vor allem das Sponsoring und die Vermarktung ein Thema sein. Die Art, wie man sich jedoch selbst vermarkten möchte – also für was man auch alles herhalten möchte – und was eine Agentur für einen vorsieht, kann natürlich schon sehr unterschiedlich sein. Hier denke ich, ist es das A und O, eine Vertrauensperson zu haben. Ob man so jemanden allerdings bei einer Werbeagentur ganz einfach findet, ist die andere Frage. Da kann es schon vorkommen, dass zwei Welten aufeinanderprallen. Und dann geschieht eben das wie im Fall von Siegenthaler, dass man die Partnerschaft mit der Agentur wieder auflöst. Ist ja hierbei auch kein Problem, da man „nur“ in einem Anbieter-Kunden-Verhältnis ist, und nicht ein Mitglied in einem Verein.

Eine Agentur kann dem Sportler primär drei Vorteile bringen: 1. Kontakte zu Firmen, 2. Kenntnisse betreffend Marktwert und Vertragswerk, und 3. Entlastung bezüglich Organisation und Koordination von Marketing-Aktivitäten. Sind die Voraussetzungen für Sponsoring nicht gegeben, kann sie auch keine Wunder wirken. Da sie auch Geld verdienen will, wird sie sich nur für die Sportler einsetzen, wo Geld zu machen ist, und sie auch mitprofitiert. Bei allen anderen wird sich das Interesse relativ schnell wieder relativieren, und die Agentur sichert sich mit der Zusammenarbeit nur die Markenrechte am Sportler, sollte dieser einmal erfolgreich werden. Davon profitiert der Sportler nicht, ganz im Gegenteil. Durch solche Verträge wird er eher noch eingeschränkt.

Woran es konkret gelegen haben könnte, dass die Zusammenarbeit mit Fox Sport Management nicht geklappt hat, darüber möchte ich nicht spekulieren. Hier kann ich Ihnen nur empfehlen, direkt das Gespräch zu Matthias Siegenthaler zu suchen. Das wäre sicherlich sehr aufschlussreich, auch für die Beantwortung Ihrer anderer Fragen.“

Peter Suter meinte abschliessend:
„Ich hoffe, Ihnen mit dieser Mail etwas weitergeholfen zu haben. Wobei ich nochmals betonen möchte, dass das meine persönliche Einschätzung ist, und Ihre Fragestellungen nicht unsere Kernkompetenzen betreffen.“

Ich bin froh, dass ich mit Suter, dessen Vater aus dem Muotathal ist, eine gute Ansprechperson für meine Fragen gefunden habe. Der Doktorand antwortete ausführlich und konnte mir, wie ich meine, zu „einer ganzen Reihe spannender Fragen“ Antworten liefern. Auch wenn er sich nicht als Spezialist oder Fachmann bezeichnet: Ich kann mir dank seiner Zeilen jetzt nun eine Meinung bilden.

Ich verzichte auf eine Kontaktaufnahme mit Matthias Siegenthaler, wie mir Peter Suter empfiehlt, und schliesse dieses interessante Thema für den Moment ab. Ich werde es aber sicher wieder, bei passender Zeit und Gelegenheit, aufgreifen.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Michael Nydegger steht vor dem Abbruch der Saison


Michael Nydegger:

Für den Monat Juli habe ich wieder einen Block mit Fragen parat, und möchte sie in dieser Woche mit den fünf Schwingern durchgehen. Dies ist im übrigen bereits der fünfte Block seit Beginn meines Schwingprojektes.

Als ersten Schwinger erwischte ich Michael Nydegger, und fragte ihn nach seinem Befinden. Michael erklärte mir, dass er Probleme mit der Leiste habe und gar vor dem Abbruch der Saison stehe. Dies werde momentan nun in einer Sportklinik abgeklärt. Die Leistenprobleme waren im übrigen auch der Grund, wieso der Freiburger nicht beim Südwestschweizer Teilverbandsfest antreten konnte.

Weiter sagte mir Nydegger, dass er schon länger unterschwellig Leistenprobleme habe, diese sich aber nach dem Luzerner Kantonalen Schwingfest intensiver bemerkbar machten.

Frage 1: Machst du auch Sommerferien? Wo und wann? Hast du einen Trainingsplan dabei, oder verzichtest du gar ganz aufs Training in den Ferien?
„Nein, ich mache keine Sommerferien, weil ich zurzeit z’Berg gehe. Im Herbst mache ich aber dann sicher Ferien.“
Mit „z’Berg gehen“ meint Michael auf einer Alp arbeiten. Ich berichtete vor einiger Zeit darüber, dass der Maschinenbauingenieur seinen Job über den Sommer an den Nagel hängte, und seinem Onkel nun auf dessen Alp hilft.

Michael meinte weiter: „Ich war noch nie während der Saison in den Ferien, und ging bisher immer nachher.“

Frage 2: Wie oft trainierst du momentan pro Woche?
„Ich habe bis zu dieser Woche eigentlich mehr oder weniger regelmässig trainiert. Nun bin ich nach Absprache mit meinem Arzt daran, das Training abzubrechen. Was wahrscheinlich nun folgen wird, ist ein längerer Aufbau mit Physiotherapie. Dies wird überdies sehr viel Geduld erfordern.“

Frage 3: Intensivierst du dein Training vor dem Kilchberg Schwinget? Ab wann machst du das?
„Die Idee wäre gewesen, zwischen den Kranzfesten die Intensität zu erhöhen, und vor dem Kilchberger Schwinget runterzufahren. Damit ich dort total erholt hätte antreten können. Das war nun leider wegen den Leistenproblemen nicht möglich.“

Ich sprach den derzeitigen Älpler darauf an, wer denn für ihn allenfalls am Kilchberger antreten werde. Michael meinte: „Wahrscheinlich wird dies Christoph Overnay sein.“

Frage 4: Sind schon Zusammenzüge respektive gemeinsame Trainings von deinem Teilverband betreffs Kilchberg Schwinget geplant? Auf was wird bei solchen gemeinsamen Trainings speziell geachtet? Was wird trainiert? Wie oft werdet ihr zusammen trainieren?
„Üblicherweise macht man das ja (Michael lacht)… Ich habe bis jetzt nichts von unserem Verband gehört. Wir machten das aber bisher auch noch nie vor einem anderen Grossanlass.
Wir sind überdies auch nur vier Schwinger, welche beim Saisonhöhepunkt antreten dürfen. Zudem trennen uns relativ grosse Entfernungen vom Freiburgerland bis hin zum Waadtland am Genfersee, was einem gemeinsamen Zusammenzug auch nicht förderlich ist.“

Nach dem Beantworten der Fragen und meinen flinken Notizen erzählte mir Michael Nydegger, dass er letztes Jahr vor Ostern zusammen mit seinem Schwingklub Sense an einem Trainingsweekend im Muotathal weilte. Dabei durften sie Schwingkurse von zwei nicht mehr aktiven Schwyzer Eidgenossen geniessen. Der eine Kurs wurde ihnen vom Einheimischen Heinz Suter, der andere vom Sattler Peter Suter erteilt.
Ich erklärte dem Südwestschweizer Eidgenossen, dass ich mich noch sehr gut an die Freiburger Schwinger erinnere. Denn ich war an jenem Wochenende ein Gebäude neben dem Muotathaler Schwingkeller ebenfalls aktiv: Am Muotathaler Priischlefele, welches alljährlich am Samstag des Palmwochenendes stattfindet, mache ich jeweils die Start- und Ranglisten sowie die Zertifikate der teilnehmenden Schüler.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Schwingprojekt 2014: Rückblick auf das vergangene Wochenende

Am vergangenen Wochenende war nur ein Projektschwinger an einem Schwingfest angetreten: Stefan Burkhalter beim Bergfest-Klassiker auf der Rigi. Drei pausierten bewusst, der vierte, Michael Nydegger, musste verletzungsbedingt Forfait für das Südwestschweizerische Schwingfest geben.


Stefan Burkhalter:

Stefan erreichte auf der Rigi den hervorragenden Rang 4b und holte sich damit einen der dreizehn abgegebenen Kränze. Der vierzig-Jährige Thurgauer holte sich nun den dritten Sonntag in Serie mit einer guten Klassierung den Kranz. Da muss man kein grosser Fachmann sein, um zu erkennen, dass der Turnerschwinger in einer hervorragenden Form ist.

Beim am Morgen ziemlich verregneten Bergschwinget musste sich Burkhalter nur einmal das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Und zwar vom späteren Tagessieger Andi Imhof. Dieser Niederlage liess der Landwirt vier saubere Siege mit der Note zehn und eine gestellte Begegnung folgen.
Für diese feine Leistung gratuliere ich Stefan herzlich!

Nicht nur Stefan, auch andere „Oldies“ zeigten auf der Rigi eine bemerkenswerte Leistung. So auch der andere Schlussgangteilnehmer, Edi Kündig. Der 36-jährige wuchs am Sonntag förmlich über sich hinaus, und realisierte gar den ersten Kranzgewinn der laufenden Saison.

Wenn man sich die restlichen Kranzgewinner näher ansieht, sind, wie oben bemerkt, auch ältere Schwinger wie Arnold Forrer, Bruno Gisler oder Mario Thürig unter den Kranzgewinnern. Und wenn man die Notenblätter dieser Schwinger mit demjenigen des Jungspundes Joel Wicki (17-jährig) vergleicht, hat man fast den Eindruck, dass es sich die Einteilung auf der Rigi nicht mit den älteren Semestern verscherzen wollte. Das härteste Notenblatt hatte am Abend nämlich besagter Wicki, gleich mit vier Eidgenossen…

notenblatt wicki joel

Der Schwyzer Schwinger Christian Schuler bereitet mir momentan ein wenig Sorgen. Schon sein Auftritt am Innerschweizerischen war für einen Schwinger seiner Klasse nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. In Cham verlor er gegen Benji von Ah und musste zudem im Anschwingen gegen Daniel Bösch stellen. Daraus resultierte schliesslich Rang 5c.
Auf der Rigi verzeichnete Schuler zwei Niederlagen: Beim Anschwingen gegen Arnold Forrer und im vierten Gang gegen René Suppiger. Letztendlich holte sich Christian mit viel Glück noch den Kranz, im letzten Kranzrang…
Ich hoffe für Schuler, einen der Teamstützen des ISV-Verbandes, dass er seinen Superlauf vom Frühling wieder findet. Denn sonst könnte es für die Innerschweizer hinsichtlich des Saisonhöhepunktes noch ein Stück „härter“ werden.


Michael Nydegger:

Michael war für das Teilverbandsfest der Südwestschweizer in Savièse eingeteilt (gegen Andreas Ulrich), musste aber leider kurzfristig wegen Adduktorenproblemen absagen.

Das Fest wurde vom aktuellen Schwingerkönig dominiert, welcher zusammen mit dem anderen Berner Schwingerkönig, Kilian Wenger, im Schlussgang stand. Der gestellte Schlussgang reichte Sempach dennoch für den Tagessieg. Platz zwei belegte der Gersauer Andreas Ulrich, welcher nur gerade einen Viertel Punkt weniger als der Festsieger auf seinem Konto hatte.

Nach diesem Teilverbandsfest machte der durchführende Südwestschweizer Verband gestern Nägel mit Köpfen und gab sein vierköpfiges Team (sowie zwei Ersatzleute) für das Kilchberger Schwinget bekannt. Übrigens: Gut zwei Wochen früher, als mir Verbandspräsident Blaise Decrauzat kürzlich mitteilte.

sws-team für kilchberger

Erfreulich für mich ist, dass Projektschwinger Michael Nydegger auch einen Platz im Team bekam. Ich hoffe für Michael einfach nun, dass er bis zum Saisonhöhepunkt wieder ganz gesund ist, und topfit antreten kann.

Zu guter Letzt führen wir uns noch den Kilchberg-Barometer vom BLICK zu Gemüte:

blickbarometer

Wie man unschwer erkennen kann, ist für den BLICK neu Andi Imhof dank seinem souveränen Rigi-Sieg gleich hinter Schwingerkönig Sempach ein ganz heisser Kandidat. Im Vergleich zur Vorwoche flogen die drei Innerschweizer Philipp Laimbacher, Benji von Ah und Reto Nötzli wieder aus dem Barometer.
Der eine, Philipp Laimbacher, wohl nur, weil er am vergangenen Wochenende kein Schwingfest bestritt. Benji von Ah erwischte am Südwestschweizerischen nicht den besten Tag und belegte „nur“ Rang 5b. Von Reto Nötzli, dem Innerschweizer-Sieger, ist bekannt, dass er sich beim Schlussgang gegen Pirmin Reichmuth das Knie anschlug und leicht angeschlagen ist.

Apropos Pirmin Reichmuth: Wie man heute zudem im BLICK lesen konnte, musste sich der auf der Rigi verunfallte Schwinger gestern einer MRI-Untersuchung unterziehen. Näheres ist noch nicht bekannt. Insider vermuten jedoch, dass sich Reichmuth ernsthaft verletzt hat.
Ich wünsche Pirmin alles Gute und hoffe für ihn, dass seine Knieverletzung nicht allzu gravierend ist.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Gedanken und Fragen zu einer Zusammenarbeit mit einer Sport Management-Firma im Schwingsport

Momentan beschäftigt mich das Sport Management im Allgemeinen und im Besonderen im Schwingsport.
Dabei stelle ich mir einige Fragen, und möchte erfahren, ob und wann es Sinn macht, dass ein Schwinger mit einer Sport Management-Firma zusammen arbeitet. Und: Was kann er dort erwarten, was wird ihm dort angeboten? Ist es für einen Schwinger lohnenswert, einerseits finanziell, andererseits auch aus sportlichen Gründen? Würde beispielsweise ein Sportmanager einem Schwinger empfehlen, sich so einer Firma anzuschliessen?

matthias siegenthaler_nach schwarzsee-sieg

Auch wegen ihm habe ich mir diesbezüglich ein paar Fragen gestellt: Der Berner Spitzenschwinger Matthias Siegenthaler teilte diese Woche auf seiner Facebook-Seite mit, dass er die Zusammenarbeit mit Fox Sport Management (fox sm) in beidseitigem Einvernehmen per sofort beendet. Er erklärte weiter, dass er sich letztes Jahr dieser Marketingagentur anschloss, um so den Umgang der Sponsoren zu professionalisieren und interessante Partner zu finden, welche ihn in seinem Sport unterstützen. „Leider ergab sich bis heute keine erfolgreiche Zusammenarbeit“ bemerkte Siegenthaler dazu.
Weiter schreibt der Emmentaler: „Ich konnte mein Umfeld aus eigenen Bekanntschaften und Beziehungen über mehrere Jahre aufbauen, und bemerkte dabei, dass eine Marketingagentur wie fox sm nicht zu meiner Person passt.
Ich hatte Glück und kann heute auf seriöse Sponsoren und Gönner zählen, die mich tatkräftig unterstützen. Das ermöglicht mir ein tolles Umfeld, wo ich den Sport, Beruf und Familie unter einen Hut bringe.“

Was meint ein Fachmann zu so einem Fall?
So wie es bei Mattias Siegenthaler aussieht, legt er sehr viel Wert auf sein Umfeld. Ihm sind persönliche Bekanntschaften und Beziehungen wichtiger, als eine professionelle Marketingfirma. Er arbeitet nach seinen Angaben auch erfolgreich mit eigenen „Connections“ zusammen.

Es scheint auch, dass sich der erfolgreiche Sennenschwinger bei der erwähnten Marketingagentur nicht richtig wohl fühlte, respektive keine erfolgreiche Zusammenarbeit möglich war. Was könnten die Gründe sein, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit nicht möglich war? Der falsche Produktemix, das falsche Herangehen an den Schwinger, oder auch die zu „sterile Welt“ einer Sport-Marketingagentur?

Mich würden die Meinung und die Aussage eines Sportmarketing-Profis zu meinen Fragen und Gedanken sehr interessieren. Ich habe deshalb auch schon Recherchen und Anfragen gestellt, leider aber noch keine Antworten bekommen. Sobald ich mehr in Erfahrung bringen kann, informiere ich hier wieder.

gfc chur_bild

Bei der weiteren Recherche stiess ich auf die GFC Sports Management AG, wohl eine der bekanntesten Sportmanagement-Firmen der Schweiz, mit Sitz in Chur. Sie betreuen vor allem Skisportler, so zum Beispiel Sandro Viletta, Beat Feuz, Carlo Janka, Denise Feierabend oder Nadja Inglin-Kamer. Zu ihren Kunden zählen aber auch Ski Nordisch-Athleten (Laurien Van der Graaff) und Mountainbiker (Nino Schurter, Florian Vogel). Überdies wurden Ariella Kaeslin und Daniel Albrecht auch von GFC betreut.
Auf Anfrage wurde mir mitgeteilt, dass sie für die Sportler ein ganzheitliches Management mit Beratung, Werbung, Finanzierung und Terminplanung anbieten. Schwinger betreuen sie aber keine.

Auf ihrer Homepage fand ich unter anderem folgende Angaben:
Was wir für unsere Athleten machen
Den Begriff „vermarkten“ mögen wir nicht. Unser Ziel ist es, jede Sportlerin und jeden Sportler als Mensch zu fördern. Und gerade deshalb auch finanziell eine nachhaltig tragfähige Basis zu schaffen.

GFC berät und betreut. Sie helfen den Sportlern, die richtigen Ausrüster und Sponsoren zu finden. Und: Sie halten ihnen den Rücken frei, und unterstützen die Athleten bei der Terminplanung, Medienarbeit, den Finanzen und den Versicherungen.

Was wir für unsere Sponsoren machen
Alle sprechen von Partnerschaft. Wir leben sie mit Herz und Seele – Saison für Saison, Event für Event. Mit den meisten unserer Sponsoringpartner verbinden uns langjährige Beziehungen.

GFC verschafft den Sponsoren den Zugang zu ihren Sportlern und den Veranstaltern. Sie planen und realisieren diverse Events und lassen dabei ihre guten Beziehungen spielen. Dabei identifizieren sie sich mit ihren Partnermarken und engagieren sich für den Erfolg des Sponsorings.

Das klingt alles sehr schön, und gut durchdacht. Aber läuft’s bei einer Sport Management-Firma wirklich immer wie am Schnürchen? Denn: Wo Menschen gemeinsam eine Sache verfolgen, kann es zu zwischenmenschlichen Konflikten kommen.
Eine professionelle Betreuung kann viele Klippen „umschiffen“. Aber: Beide Seiten müssen sich gegenseitig akzeptieren und wohl fühlen, wie das Beispiel Matthias Siegenthaler nun zeigt.

Wie oben bereits erwähnt: Ich hoffe, ich kann zu diesem interessanten Thema noch mehr in Erfahrung bringen, respektive eine oder mehrere Meinungen von Profis hier veröffentlichen.

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger