Projekt „Muotathaler Volksmusik“

Letzte Woche wurde ich vom Muotathaler Verein Giigäbank angefragt, ob ich für ein neues Schwyzer Heft über die Muotathaler Volksmusik schreiben möchte (ich berichtete bereits auf Twitter und Facebook darüber). Ich habe ohne zu zögern zugesagt. Denn mein Schwingprojekt 2014 ist Geschichte, und mir schwebte sowieso ein neues Projekt im Bereich Musik vor. Die Anfrage kam also auch ein bisschen wie gerufen…

verein giigäbank
Verein Giigäbank / Bildquelle: schwyzkultur.ch

Wenn diese Anfrage nicht gekommen wäre, hätte ich im Oktober mit etwas anderem in Sachen Musik gestartet. Diese Dinge werden aber nun nach hinten geschoben, aber nicht aufgehoben.

Jackä Toni
Anton Betschart (z’Jackä Toni) / Bildquelle: balbuluz.blogspot.com

Denn die Grösse und der Umfang „meines“ neuen Projektes sind nicht zu unterschätzen. Gefragt sind für das besagte Schwyzer Heft, welches übrigens die Volksmusik im inneren Kantonsteil vorstellen wird, etwa zehn Seiten über die Muotathaler Volksmusik. Diese zehn Seiten entsprechen laut dem Projektleiter Pius Ruhstaller in etwa 25’000 Zeichen (inklusive Leerschlägen).
Ruhstaller ist Sachbearbeiter bei der Kulturkommission vom Kanton Schwyz, und beschäftigt sich in seiner Freizeit vor allem mit Musik und Brauchtum. Zudem ist er ein vielseitiger Ländlermusikant.

Meine Wenigkeit hat sich dabei vorgenommen, meine Blogleser auch an meinem Projekt teilhaben zu lassen. Ich werde regelmässig darüber berichten, was ich gerade plane, recherchiere und schreibe.

Leo Schelbert
Leo Schelbert (z’Tönis Leo) / Bildquelle: schwyzkultur.ch

Diese Woche habe ich mit diesem Projekt begonnen. Als erstes gab es am vergangenen Samstag eine kurze Besprechung. Dabei erhielt ich etwas Material und konnte in Erfahrung bringen, um was es eigentlich geht. Ich führte inzwischen auch bereits zwei Telefonate.
Nun kann ich mir langsam ein Bild machen, und habe mir beim frühabendlichen Montags-Joggen weitere Gedanken dazu gemacht („Jogginggedanken“).

Ruhstaller schlägt in einem Konzept vor, was genau beleuchtet werden soll. Für mich wird das der rote Faden werden, und ich unterteile meinen Text in folgende fünf Kapitel:
1. Die Geschichte vor Ort
2. Alte und aktuelle Formationen sowie Musikanten
3. Kurzporträts
4. Wichtige Anlässe im Dorf (früher und heute)
5. Das aktuelle Geschehen

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser, ich werde nicht einfach drauflos schreiben und mir irgendetwas zusammendichten. Da ich mich nicht zu einem Volksmusik-Spezialisten zählen darf, bin ich auf Informationen und Erzählungen von Spezialisten angewiesen.

fredy zwimpfer
Fredy Zwimpfer / Bildquelle: csr-records.ch

Dabei wurden mir vor allem Peter Betschart (ds‘ Baschä Märtuls), Werner Schelbert (ds‘ Bümbälärs), Josef Inderbitzin (dr‘ Sunnäwirt) und Franz Föhn (Gemeindepräsident) empfohlen. Ich werde mit allen vier Herren in nächster Zeit ein Gespräch führen. Dabei ist es gut möglich, dass mir noch andere Namen für ein Interview genannt werden.

Beginnen möchte ich mit Peter Betschart. Er ist auch beim Verein Giigäbank, besitzt laut seinen Kollegen ein enormes Wissen über die Muotathaler Volksmusik und hat auch einiges an Material.

Das Gespräch mit „ds‘ Baschä Märtuls“ Peter möchte ich in Interview-Form führen, heisst: Ich stellte einen Fragekatalog zusammen.

Diese Fragen werde ich Betschart stellen:
1. Was kannst du mir über die Geschichte der Muotathaler Volksmusik erzählen?
2. Hast du Archivmaterial über diese Geschichte? Fotos?
3. Kannst du mir alte Formationen und Musikanten von unserem Thal benennen?
4. Hast du Archivmaterial und Bilder über die besagten alten Formationen und Musiker?
5. Welche aktuellen Formationen und Musiker soll ich in meinem Text erwähnen?
6. Hast du Informationsmaterial über die aktuellen Formationen und Musiker?
7. Was meinst du, über welche Musiker vom Muotathal soll ein Kurzporträt in das Heft? Ruhstaller schlägt dabei zum Beispiel Lunnis Franz senior, Fredi Zwimper und z’Jackä Tönel vor.
8. Ich finde, man sollte auch Porträts von noch lebenden Volksmusikern erstellen. Zum Beispiel von Lunnis Franz junior. Was meinst du?
9. Welche wichtigen musikalischen Anlässe gab es früher in unserem Dorf?
10. Gibt es über diese Anlässe Archivmaterial?
11. Welche wichtigen musikalischen Anlässe gibt es heute, die erwähnenswert sind?
12. Gibt es über die Anlässe neueren Datums Archivmaterial?
13. Was meinst du, was soll ich über das aktuelle Geschehen schreiben?
14. In meinen Unterlagen ist von einem Edwin Beeler, ausgebildeter Historiker und Germanist, die Rede. Angeblich ist Beeler häufig Innerschweizer Stoffen nachgegangen, und soll eine Diplomarbeit über die Volksmusik geschrieben haben. Was weisst du darüber?
15. Was meinst du, mit welchen Herren sollte ich noch Interviews führen? Empfohlen wurden mir Werner Schelbert (ds‘ Bümbälärs), Josef Inderbitzin (dr‘ Sunnäwirt) und Franz Föhn (Gemeindepräsident). Gibt es noch andere Spezialisten, die mir weiterhelfen könnten?

Ich bin mir sicher, dass ich nach diesem ersten Interview schon eine gewaltige Menge an Stoff beisammen habe, und mit meinem Text beginnen kann. Geplant ist das besagte Interview auf nächste Woche, da Peter Betschart diese Woche in den Ferien weilt.

schwyzer heft
(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Diese Woche werde ich zudem in diesem Heft ein wenig stöbern. Mir geht es darum, dem Schreibstil und dem Charakter der „Schwyzer Hefte“ ein wenig auf die Spur zu kommen.

Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem „laut denken“ im heutigen Blogbeitrag bereits schon einen Schritt weiter gekommen bin in meinem neuen Musikprojekt „Muotathaler Volksmusik“. Der Start ist somit geglückt.
Weitere Blogeinträge zu diesem sehr spannenden und urchigen Thema werden folgen.

feldwaldwiesenblogger

2 Gedanken zu “Projekt „Muotathaler Volksmusik“

  1. Steiner Béatrice schreibt:

    Hey Koni

    Da hast du dir ein tolles Projekt ergattert! Ich wünsche dir viele tolle Begegnungen auf dem Weg zur Fertigstellung dieser Arbeit!

    Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viele kreative sowie spassige Unterhaltungen!

    Grüeßli
    Béatrice

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