Josef Ablondi’s Streich und Bilder-Nachtrag zu Cornel Suter

Josef Ablondi’s Streich
Josef Ablondi (dr Blundi, 1914 – 1986) war ein begnadeter Schwyzerörgeler mit einer gehörigen Portion Humor und Schalk. Ihn findet man in meinem Text zur Muotathaler Volksmusik im Kapitel „Die „zweite“ Generation Örgeler im Thal“.
Heute spielt er hier in einer lustigen Anekdote die Hauptrolle. Diese Geschichte werde ich meiner Anekdoten-Sammlung zur Muotathaler Volksmusik beifügen, und schlussendlich auch abgeben.
Mir wurde vom Giigäbank zugetragen, dass Walter Imhof (ds Hofers) ein Streich von Josef Ablondi im Gedächtnis präsent hat. So schickte ich ihm letzten Sonntag eine Email, und bat um Erzählung. Flugs kam Walters Antwort mit der Niederschrift von Ablondi’s Streich.

josef ablondi
(Bildquelle: feldwaldwiesenblog.ch)
Josef Ablondi (links) mit Alois Föhn (ds Jörä)

Anekdote (niedergeschrieben von Walter Imhof):
Am ersten Fasnachtstag sind früher jeweils Rickenbachers Arbeiter mit Trommeln (Blechkessel) durchs Tal gezogen. Die Arbeiter in den anderen Fabriken und Baustellen haben natürlich gearbeitet. Die Versuchung war aber gross, auch mitzumachen. So haben die Arbeiter in der Kübelfabrik Imhof (ds Tällä) beratschlagt, ob und wie sie ebenfalls mitmachen könnten. Das Problem aber war, ob der Chef, Bonifaz Imhof, das auch erlauben würde. Man wurde sich „rätig“, dass man auch mitmachen wolle, und schickte Josef Ablondi hinüber ins Haus, um Bonifaz um Erlaubnis zu fragen. Nach einer Weile kam Ablondi zurück und brachte die freudige Nachricht, dass sie an die Fasnacht gehen dürfen.
Die Arbeiter haben die Arbeit nieder gelegt und gingen ins Restaurant Sonne, anschliessend ins Restaurant Schwert und zuletzt ins Restaurant Tell, zum Chef. Dieser war völlig überrascht, dass seine Arbeiter an der Fasnacht sind und war dementsprechend wütend. Mit der Zeit beruhigte er sich, als er sah, dass es im Restaurant ein rechter Umsatz gab.
Nun musste Josef Ablondi den Chef und seine Mitarbeiter aufklären, wie es dazu kam: Denn Josef Ablondi ging angeblich hinüber ins Haus zu Bonifaz. Josef erklärte aber: Er stand lediglich eine Weile vor die Tür, kam dann wieder in die Schreinerei und verkündete, dass Bonifaz die Erlaubnis gegeben hätte. Wohlwissend, dass er das nie getan hätte…

Ich meine, die Geschichte dieses lustigen Streichs passt derzeit hervorragend: Denn der erste Fasnachtstag steht im Thal so quasi vor der Tür (Freitag, 16. Januar), und nicht dahinter, wie seinerzeit Josef Ablondi…

Bilder-Nachtrag zu Cornel Suter
Cornel schickte mir nach der Veröffentlichung des zweiten Beitrages „Von Skipeaks, Lieblingsorten und wie alles begann“ noch zwei Bilder zu. Ich fand, diese beiden Fotos aus den Anfangstagen seiner Berg- respektive Skitouren-Passion möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten.
Da die beiden letzten Blogberichte samt den Bildern in sich abgeschlossene Beiträge darstellen, wollte ich diese beiden älteren Fotos nicht dort dazu stellen. Und: Mit der obigen Anekdote aus dem weiten Fundus des Muotathals hatte ich das Gefühl, dass sie hier einfach wunderbar als Ergänzung reinpassen: Muotathal – Volksmusikantenstreich – Natur – Freude pur!

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(Bildquelle: Cornel Suter)

Cornel stand als 11-jähriger Bursche zum ersten Mal auf dem Chaiserstock (2515 Meter)

ersteSkitour
(Bildquelle: Cornel Suter)

Mit 15 Jahren machte Cornel seine erste Skitour auf den Blüemberg (2405 Meter). Das Bild wurde auf der Rupperslaui gemacht.

feldwaldwiesenblogger