12 Eidgenossen am Start: Vorschau auf das Rheintal-Oberländische Verbandsschwingfest in Oberriet SG

schwingkolumne

Am nächsten Sonntag, 29. März, steigt in der noch jungen Saison bereits ein hochkarätig besetztes Schwingfest: Das Rheinthal-Oberländische Verbandsschwingfest in Oberriet SG. Laut der Schwingerliste auf der entsprechenden Homepage sind nicht weniger als elf Eidgenossen am Start. Ein Schwingfest also, das mit mehr Eidgenossen bestückt ist als viele Kantonalschwingfeste. Der Grund dafür ist der 25. Geburtstag des Schwingklubs Mittelrheintal.

Ich setzte mich gestern mit dem Organisationskomitee (OK) in Verbindung, um ihnen einige Informationen zu entlocken. Das OK wird von Theo Schmid präsidiert.
Ich schickte ihnen einige Fragen zu, welche mir Theo Schmid gleich selber beantwortete.

Wieso wird das Schwingfest am kommenden Sonntag, wenn das Wetter laut Prognose nicht gut sein soll, nicht gleich in einer Sporthalle durchgeführt? Am Ostermontag wäre dies laut meinen Informationen so oder so der Fall.
Wir gehen fest davon aus, dass wir das Fest nicht verschieben müssen. Aus heutiger Sicht ist das Wetter nicht optimal, aber auch nicht so schlecht.
Wir verfügen über eine grosse Dreifach-Turnhalle, vermuten aber, dass wir darin nicht vier Sägemehlringe und eine grosse Anzahl Zuschauer unterbringen können.
In zwei Teilen der Turnhalle werden wir den Festwirtschaftsbetrieb abhalten, und in einem Teil den Ruheraum der Schwinger einrichten.

teilnehmer (schlussgang.ch)
Bildquelle: schlussgang.ch

Wie viele Eidgenossen werden nun tatsächlich teilnehmen? Auf eurer online gestellten Schwingerliste sind elf aufgeführt, auf der Homepage vom Schlussgang deren zwölf?
Wir haben auf unserer Schwingerliste elf Eidgenossen aufgeführt. Nun sieht es aber so aus, dass Andi Büsser nach einem Jahr Pause das Comeback am Rheintal-Oberländischen Verbandsschwingfest geben wird.

Auf schwingenonline.ch ist erst kürzlich ein Interview mit Andi Büsser aufgeschaltet worden. Darin erklärt der 32-jährige Turnerschwinger, dass er am Rheintal-Oberländischen nach einem Jahr Pause sein Comeback geben wird. Den Entscheid, ein Jahr Pause zu machen, fällte der NOS-Eidgenosse bereits während der Saison 2013. Damals wusste Andi Büsser nicht, ob er seine Karriere beenden oder nochmals den enormen Trainingsaufwand auf sich nehmen soll.

War es einfach, die vielen Eidgenossen zu organisieren?
Widererwarten nicht. Anscheinend ist unser Schwingfest für die Schwingergrössen interessant.
Der Grund, dass wir zwei Vereine aus „fremden“ Teilverbänden einladen durften, ist die 25-Jahr Jubiläumsfeier des Schwingklubs Mittelrheintal. Wir hatten die einmalige Chance, beim Eidgenössichen Schwingerverband (ESV) einen Antrag auf die Teilnahme von zwei „fremden“ Vereinen zu stellen.

Hat der amtierende Schwingerkönig und Kilchberg-Sieger Matthias Sempach sofort zugesagt?
Ja, was uns natürlich irrsinnig freute. Wir sind sehr stolz, einen „fremden“ König im Rheintal zu begrüssen. Am Rheintal Oberländischen Verbandsschwingfest waren mit Ernst Schläpfer, Thomas Sutter, Jörg Abderhalden und Nöldi Forrer schon „eigene“ Könige zu sehen, welche allesamt das Fest gewannen.

Für wie viele Zuschauer bietet das Schwingfest Platz?
Wir rechneten anfangs mit 2000 Zuschauern. Aufgrund der tollen Schwingerliste haben wir nun für etwa 3000 Gäste Platz geschafft. Stehplätze können wir auch genügend anbieten, da die Sportanlage Bildstöckli in Oberriet/Montlingen sehr gross dimensioniert ist. Ebenso haben wir fast unbeschränkt Parkplätze zur Verfügung.
Selbstverständlich darf jeder, der will, an unser Fest kommen.

Darf man beim Anschwingen gleich mit der Paarung Sempach Matthias – Bösch Daniel rechnen? Wann werden die Spitzenpaarungen bekannt gegeben?
Ja, darüber wird natürlich hinter den Kulissen diskutiert und spekuliert. Ich persönlich würde diese Starteinteilung gerne sehen! Unser Einteilungspräsident und deren Kollegen sind gefordert.
Ich gehe davon aus, dass die Einteilungskollegen bis am Samstagabend die Paarungen bekannt geben werden.

Rechnet ihr mit einem grossen Publikumsaufmarsch aus der Innerschweiz und aus dem Bernbiet?
Ja, wir dürfen sicherlich eine grosse Anzahl Gäste aus den fremden Teilverbänden erwarten. Vor allem aus der Innerschweiz erhielt ich grosse Resonanz. Medienschaffende interessierten sich schon früh über Akkreditierungsmöglichkeiten.
Es wurden auch einige Eintrittstickets im Vorfeld bestellt.

plakat sf
Bildquelle: schwingklub-mittelrheintal.ch

Das Geburtstagskind, der Schwingklub Mittelrheintal, ist im Vergleich zu anderen Schwingklubs noch relativ jung. Welche Schwinger sind momentan eure Zugpferde? Wie sieht’s mit dem Nachwuchs aus?
Ja, wir sind eine junge Organisation. Früher hatten wir im Rheintal in einigen Dörfern Schwingkeller. Ein über die lokalen Grenzen bekannter Keller war sicherlich derjenige von Marbach, wo vormals die Gebrüder Ruedi und Max Kobelt, wie auch Lothar Herrsche trainierten.
Im Rheintal war vor 25 Jahren eine Organisationstrukturbereinigung notwendig. So wurde sozusagen in Montligen mit dem Schwingklub Mittelrheintal ein Trainingszentrum für die Rheintaler Schwinger gegründet. Im Moment investiert der Klub viel in den Nachwuchs – Erfolge zeichnen sich ab.
Bei den Aktivschwingern haben wir Freude an Beda Corray, Remo Meier und Pascal Huber. Sie machen grosse Fortschritte, da sie auch an überregionalen Trainings teilnehmen.

Was meint ihr, wem sind neben Matthias Sempach die grössten Siegchancen am nächsten Sonntag zuzurechnen?
Als Rheintaler hofft man natürlich auf einen Exploit eines Rheintalers. Realistisch gesehen werden die Innerschweizerkollegen neben Matthias Sempach stehen, und haben mit Sicherheit auch Siegchancen. Vergessen wir auch unsere NOS-Eidgenossen nicht: Wer weiss, ob einer „durchmarschieren“ kann – vielleicht Michael Bless?

Gab‘s keine Schwierigkeiten mit dem Nordostschweizerischen Schwingerverband (NOSV), respektive brauchtet ihr eine Sondergenehmigung, da der NOSV ansonsten bei Kantonalschwingfesten auf seinem Verbandgebiet keine auswärtigen Gäste einlädt?
Ja, wir brauchten eine Genehmigung vom ESV. Mir sind bis heute keine Schwierigkeiten bekannt. Ich denke, es ist für die NOS-Schwinger eine grosse Herausforderung und auch ein Stolz, sich mit derartig hochkarätigen Gästen messen zu dürfen. Zumal es ausser der Ehre noch um nichts geht.

Wie laufen die Vorbereitungen? Seid ihr auf Kurs?
Ja, wir sind auf Kurs. Wir haben ein kompetentes OK aus Schwingerkollegen zusammenstellen können, welche es verstehen ein Schwingfest zu organisieren. Ich persönlich durfte vor 10 Jahren bereits schon einmal ein OK eines Schwingfestes leiten.

Was wünscht ihr euch am meisten für das Schwingfest?
Angenehmes Wetter ist ein grosser Wunsch – dann ist der Zuschaueraufmarsch garantiert. Wir wünschen uns ein tolles Jubiläumsschwingfest mit allerlei Schwingergrössen aus der Vergangenheit. Wir freuen uns auch sehr, wenn die Schwingerkönige der vergangenen Jahre, Arnold Ehrensberger, Silvio Rüfenacht, Adrian Käser, Ernst Schläpfer, Thomas Sutter, Jörg Abderhalden, Nöld Forrer und selbstverständlich die Schwingerkönigin Sonja Kälin, unserer Einladung Folge leisten.
Wir bieten zudem bereits ab 09:00 Uhr eine Schwingerchilbi mit musikalischer Einstimmung auf das Fest an.

plakat mit unterhaltung
Bildquelle: schwingklub-mittelrheintal.ch

Wann wird entschieden, ob das Schwingfest am Sonntag durchgeführt oder verschoben wird?
Ich gehe davon aus, dass das Fest am 29.März stattfindet. Der Wetterbericht ist nicht sehr „rosig“, aber auch nicht so schlecht, dass das Fest verschoben werden muss. Über die Durchführung des Festes gibt die Telefonnummer 1600 am Sonntagmorgen ab 06:00 Uhr Auskunft.

Nach diesen ausführlichen und interessanten Antworten von Theo Schmid müsste eigentlich nun jeder Schwingerfreund Appetit auf ein tolles Schwingfest bekommen haben. Ich jedenfalls verspüre schon einen „Riesenhunger“ und lasse mir diesen Anlass sicher nicht entgehen.

Nun bleiben mir noch zwei Dinge: Einerseits ein grosses Dankeschön an Theo Schmid für das prompte und rasche Beantworten meiner Fragen. Andererseits die Bitte an Petrus: Lass es am kommenden Sonntag, am Tag des Sommerzeitbeginns, herzhaft Frühling sein!

feldwaldwiesenblogger

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