Sepp Blatter in der Sprechstunde bei Doktor Armin Ablondi

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Doktor Armin Ablondi
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Frau SH lag kürzlich auf der berühmten Couch von Doktor Armin Ablondi. Mit „Muotitaler Fänz“ und guten Worten wurde sie therapiert. Seither ist sie medial kaum mehr in Erscheinung getreten, wieso auch immer…

Letzte Woche hat sich ein weiterer Patient bei Doktor Armin Ablondi zur Behandlung angekündigt.

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Joseph S. Blatter
Bildquelle: theguardian.com

Richtig, es ist Joseph Sepp Blatter. Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann: Dem Mann geht es gar nicht gut. Irrer Blick und die Hände ganz komisch gespreizt.

Was genau sich hinter den dicken Wänden in der Praxis von Doktor Ablondi abgespielt hat, erfahren wir nachfolgend.

Blatter: „Güätä Tag Herr Ablondi, wiä geits insch?“

Doktor Ablondi: „Sprechen Sie bitte deutsch, Herr Blatter, ich verstehe kein Wort. Und stecken Sie bloss ihr Geld weg!“

Blatter: (grummelnd) „Ist ja gut. Hab’s nur gut gemeint. Bisher wurden beim Anblick meines Geldes alle weich…“

Doktor Ablondi: „Aber sicher nicht bei uns im Muotatal. Diese Masche zieht hier nicht. Also, wo drückt der Schuh?“

Blatter: „Schuh ist gut. Der Fussball und die FIFA sind meine Leidenschaft und meine Kinder zugleich.“

Doktor Ablondi: „Da haben Sie aber viele Kinder…“

Blatter: „Blödsinn! Doch nicht alle… Nein, ich habe Beschwerden.“

Doktor Ablondi: „Diese Beschwerden müssen Sie mir näher erläutern.“

Blatter: „Ich habe dauernd Schmerzen in meinen Händen und in den Augen immerzu so ein Zucken.“

Doktor Ablondi: „Das klingt gar nicht gut. Seit wann haben Sie diese Schmerzen und das Zucken?“

Blatter: „Schon eine ganze Weile. Kein Spezialist konnte mir bisher helfen.“

Doktor Ablondi: „Und jetzt haben Sie gedacht, der gute alte Doktor Ablondi hat sicher ein wirksames Hausmitteli…“

Blatter: „Ja, Sie wurden mir von verschiedener Seite empfohlen. Schwinger und sogar Politiker sollen schon bei Ihnen gewesen sein.“

Doktor Ablondi: „Gerüchte. Einiges stimmt, anderes weniger.“

Blatter: „Sie sind meine letzte Hoffnung.“

Doktor Ablondi: „Wenn das so ist, ist meine Sprechstunde aber an Bedingungen geknüpft.“

Blatter: „Ich bezahle Ihnen was Sie wollen. Meine Kassen in Zürich und im Wallis sind randvoll. Sie wissen schon, was ich meine…“

Doktor Ablondi: „Ich weiss ganz genau, was Sie meinen. Ihr Drecksgeld will ich nicht.“

Blatter: „Was wollen Sie dann?“

Doktor Ablondi: „Ganz einfach, ziehen Sie Ihre Kandidatur zurück!“

Blatter: „Ich soll mich im Mai nicht mehr zum FIFA-Präsidenten wählen lassen?“

Doktor Ablondi: „Erraten. Entweder Sie geben mir jetzt an Ort und Stelle Ihr Wort, dass Sie keine fünfte Amtszeit mehr anstreben, oder Sie können meine Praxis gleich wieder verlassen.“

Blatter: (schwitzend und laut seufzend) „Nein, das können Sie nicht von mir verlangen! Was sind Sie nur für ein Mensch. Ich bestach auf jedem Kontinent Menschen mit meinem Geld. Bisher hat noch keiner widerstanden. Sie sind der Erste, der sich wagt abzulehnen.“

Doktor Ablondi: „Sie kennen mich wohl noch nicht richtig. Noch ein Wort von Ihrem Schmiergeld, und ich rufe meinen Assistenten Bruno Imhof. Der diskutiert mit Ihnen nicht lange und wendet sein unerbittliches ‚Brissago-Spiel‘ an.
Also, wollen Sie nun geheilt oder gewählt werden?“

Blatter: (denkt mit riesigen Stirnfalten lange nach) „Also gut, Sie haben mein Wort. Ich verzichte auf eine Kandidatur.“

Doktor Ablondi: „Und das werden Sie morgen gleich an einer öffentlichen Pressekonferenz der ganzen Welt verkünden?“

Blatter: „Ja, das werde ich tun.“

Doktor Ablondi: „Schwören Sie auf mein Schwyzerörgeli, hier und jetzt!“

Blatter: „Ich schwöre es, von mir aus auf was Sie wollen. Auch auf Ihr Schwyzerörgeli.“

Doktor Ablondi: „Gut, sehr gut. Dann werde ich Sie nun näher untersuchen. Entkleiden Sie sich bitte oben.“

Blatter: (nun auf der Couch liegend) „Hören Sie seltsame Geräusche? Was stimmt mit meinen Händen nicht? Haben Sie das Zucken in meinen Augen auch bemerkt?“

Doktor Ablondi: „Ich habe von Ihrem Herzen keine seltsamen Geräusche vernommen. Es scheint sehr gut geschmiert zu sein…“

Blatter: „Wie bitte? Was soll das heissen?“

Doktor Ablondi: „Ach nichts, habe nur laut gedacht… Nein, nein, mit dem Herzen ist alles in Ordnung. Ihre Hände und Ihre Augen gefallen mir aber gar nicht.“

Blatter: „Was stimmt mit ihnen nicht? Nun sagen Sie schon Herr Doktor, was fehlt mir?“

Doktor Ablondi: „Nun, Sie leiden an einer tückischen Krankheit namens Corruptio.“

Blatter: „Hä! Noch nie gehört…“

Doktor Ablondi: „Davon betroffen sind vor allem die Hände, in ganz seltenen Fällen, wie bei Ihnen, auch die Augen.“

Blatter: „Können Sie mir helfen? Bitte! Die Schmerzen sind fast nicht mehr zu ertragen, und das elende Zucken…“

Doktor Ablondi: „Ihre Hände sind von der Krankheit schon richtig durchgebogen, daher die Schmerzen. Die Augen zucken deshalb, weil sie schon zu viel blankes Metall gesehen haben.
Die Hände wie auch die Augen müssten eigentlich operiert werden. Ich sehe da aber noch eine mögliche Therapie-Methode…“

Blatter: „Welche, Herr Doktor?“

Doktor Ablondi: „Mein berühmt-berüchtigter Muotitaler Fänz. Der therapiert und heilt so manche Krankheit. Ich vermute auch die ihre, die Corruptio.“

Blatter: „Ich bin mit allem einverstanden und lasse mich von Ihnen therapieren.“

Doktor Ablondi: „Gut, dann wollen wir mal.

Doktor Ablondi öffnet die Tür zum Nebenraum.

Doktor Ablondi: „Bruno, komm mal!“

Assistent Bruno Imhof kommt vom Nebenraum in den Praxisraum.

Bruno Imhof: „Was gibt’s, Herr Doktor?

Doktor Ablondi: „Koch für meinen Patienten Sepp Blatter doch bitte unseren Muotitaler Fänz, und zwar mit Pfiff.“

Bruno Imhof: „Ist gut Chef, ich mache mich gleich an die Arbeit.“

Assistent Bruno Imhof verschwindet wieder in den Nebenraum.

Blatter: „Da haben Sie aber einen aufmerksamen und wackeren Assistenten, Herr Doktor.“

Doktor Ablondi: „Ja, Bruno ist mir eine grosse Hilfe. Er verrichtet wertvolle Arbeiten. Ich kann ihn sehr vielseitig einsetzen, vom Schneeräumen bis zu kleineren Operationen.“

Blatter: „Das ist ja wunderbar. So einen tollen Assistenten hätte ich auch gerne.“

Nach einer halben Stunde kommt Assistent Bruno Imhof mit dem köstlich dampfenden Muotitaler Fänz in den Praxisraum.

Bruno Imhof: „Hier ist der Fänz. Wünsche gute Genesung.“

Doktor Ablondi: „Also, Herr Blatter, essen Sie. Sie werden sehen, wie schnell diese Therapiemethode wirkt.“

Blatter: „Ja, mache ich. Und vielen Dank.“

Sepp Blatter langt tüchtig zu, und isst den Muotitaler Fänz gierig auf. Kein Rest bleibt übrig.

Doktor Ablondi: „Und, wie hat’s geschmeckt?“

Blatter: „Das war vorzüglich. Solche Therapiemethoden liebe ich. Ich werde Sie weiterempfehlen.“

Doktor Ablondi: „Sehen Sie, so einfach kann es manchmal im Leben gehen.“

Blatter: „Ich bin Ihnen so unendlich dankbar, dass Sie sich Zeit für mich genommen habe. Das wichtigste ist die Gesundheit, alles andere ist doch Nebensache…“

Mitten im Satz steht Sepp Blatter abrupt auf und sieht flehend zu Doktor Ablondi.

Blatter: „Herr Doktor, ich muss dringend auf die Toilette, ich spüre da etwas in der Hose. Wohin muss ich, schnell?!“

Doktor Ablondi: „Sehen Sie, es wirkt schon. Die Toilette befindet sich gleich vorne rechts.“

Sepp Blatter sprintet von dannen, die Hose bereits halb geöffnet, und erreicht noch rechtzeitig die Toilette.
Assistent Bruno Imhof kommt derweil verschmitzt grinsend in den Praxisraum.

Bruno Imhof: „So wie’s aussieht ist die ‚Heilung‘ schon eingetreten.“

Doktor Ablondi: „Ja, das ging diesmal besonders schnell. Die Wirkung trat schon nach ein paar Minuten ein. Ich hoffe, du hast ordentlich ‚Pfiff‘ in den Fänz gemischt.“

Bruno Imhof: „Keine Angst, das habe ich. Der Mann wird die nächsten drei Tage ordentlich Dünnpfiff haben.“

Doktor Ablondi: „Sehr gut, Bruno! Dafür bekommst du heute eine extra grosse Packung Brissagos.“

Bruno Imhof: „Vielen Dank, Herr Doktor.“

Die Tür öffnet sich und Sepp Blatter kommt kreidebleich aus der Toilette geschlichen.

Blatter: „Was haben Sie mir da bloss verabreicht? Ich habe einen Durchfall, wie ich ihn zeitlebens noch nicht erlebte.“

Doktor Ablondi: „Herr Blatter, dass Sie ernsthaft an Corruptio erkrankt sind, habe ich auf einen Blick erkannt. Diese üble Krankheit lässt sich aber nicht mit Muotitaler Fänz heilen. Tut mir leid.“

Blatter: (stammelnd) Wie, was… Aber Sie haben doch gesagt, dass Sie für meine tückische Krankheit eine mögliche Therapie-Methode haben…“

Doktor Ablondi: „Sehen Sie, Herr Blatter, als Sie mir mit ihrem Scheissgeld kamen, schrillten bei mir schon alle Alarmglocken. Und meine Forderung, auf eine fünfte Amtszeit als FIFA-Präsident zu verzichten, hätten Sie sicher nie erfüllt.“

Blatter: „Aber ich habe doch auf Ihr Schwyzerörgeli geschworen…“

Doktor Ablondi: „Dieser Schwur ist etwa so viel wert wie das WC-Papier, dass Sie soeben benutzt haben. Deshalb dachte ich mir: Ungeschoren kommt mir dieser Kerl nicht aus meiner Praxis. Dem verpasse ich einen Denkzettel.“

Blatter: „Denkzettel?“

Doktor Ablondi: „Indem ich meinen Assistenten Muotitaler Fänz mit Pfiff kochen liess. Pfiff steht für Dünnpfiff. Dieser wird Sie nun die nächsten drei Tage begleiten.
Nun verlassen Sie meine Praxis, ich will Sie hier nicht nochmal sehen. So ein hoffnungsloser Fall wie Sie einer sind, ist mir noch nie über den Weg gelaufen.“

Sepp Blatter sprintet schon wieder zur Toilette.

feldwaldwiesenblogger

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