Nachgefragt bei Christian Schuler

Der Rothenthurmer Spitzenschwinger Christian Schuler zog vor einer Woche am Schwyzer Kantonalen Schwing- und Älplerfest in Küssnacht nach einem tadellosen ersten Wettkampfteil einen ziemlich schlechten Nachmittag ein. Schlussendlich reichte es Schuler trotz Halbzeitführung (zusammen mit Adi Laimbacher) nach einem Gestellten und zwei Niederlagen nicht mehr für den Kranz.

Dem Warum und Wieso wollte ich unbedingt nachgehen, und fragte letzte Woche beim dreifachen Eidgenossen nach. Der sympathische Sägemehl-Athlet gab mir bereitwillig zu fünf Fragen Auskunft.

christian schuler
Christian Schuler, Sieger beim diesjährigen Hallenschwinget Sarnen
Bildquelle: Facebook-Seite von Christian Schuler

1. Hast du eine Erklärung, wieso du beim Schwyzer Kantonalen nach der Halbzeitführung noch aus dem Kranz „geflogen“ bist?

„Leider stimmte am Nachmittag nach dem optimalen Start nicht mehr viel zusammen. Nachdem ich Mike Müllestein bisher immer besiegen konnte, erwies er sich diesmal als der Stärkere und ich musste meine Hoffnungen auf eine mögliche Schlussgangqualifikation begraben. Leider gelang es mir nicht, für den letzten Gang die nötige Spannung aufzubauen und Marcel Bieri fing meinen Schlungg ab.
Mike war in Küssnacht super, das sieht man nur schon an seinem Notenblatt. Ich mag ihm den Erfolg von Herzen gönnen.“

2. Wie gehst du nach so einer Situation wie am vorletzten Sonntag um?

„Im ersten Moment war ich sehr enttäuscht und ich verspürte eine Leere in mir. Aber genau solche Tage sind am lehrreichsten und helfen einem über den Schwingsport hinaus. Seit letztem Dienstag bin ich wieder im normalen Trainingsalltag.“

3. Wie ist dein Formstand derzeit? Konntest du im Winter beschwerdefrei trainieren?

„Ich bin gesund und konnte den ganzen Winter sehr gut trainieren. Der Formstand sollte grundsätzlich stimmen und ich freue mich auf die weiteren Einsätze.“

4. Welches sind deine nächsten Einsätze? Mit welchen Zielen startest du dort?

„Mein nächster Einsatz ist kommenden Sonntag, 10. Mai, beim Zürcher Kantonalen in Wädenswil. Das Ziel ist, dass ich in jedem Gang mein Potential abrufen kann.“

5. Wieso ist ein Jahr ohne Fest mit eidgenössischen Charakter für einen Schwinger trotzdem wichtig?

„Es ist ganz klar: Man schwingt nicht nur wegen dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Das Wichtigste ist die Freude am Schwingsport. Persönlich finde ich jeden Wettkampf wichtig und ich versuche bei jedem Schwingfest, sei es ein Rang- oder ein Kranzschwingfest, eine gute Leistung abzurufen.
In einem Zwischenjahr hat man die Möglichkeit viel Erfahrung zu sammeln um sich so optimal auf ein Jahr mit einem Eidgenössischen Schwingfest vorzubereiten. Im Weiteren hat es in jedem Jahr prestigeträchtige Anlässe, welche ebenfalls von hoher Bedeutung sind.“

Ich bedanke mich bei Christin Schuler für seine interessanten und aufschlussreichen Antworten und wünsche ihm für den weiteren Saisonverlauf alles Gute und viel Erfolg.

feldwaldwiesenblogger

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