Reto Nötzli: „Wann und ob ich überhaupt nochmals auf den Schwingplatz zurückkomme, hängt sehr vom Verlauf der nächsten Woche oder einer Operation ab“

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Reto Nötzli als strahlender Sieger beim letztjährigen Innerschweizerischen in Cham
Bildquelle: sportalbum.ch

Letzten Sonntag machte die Hiobsbotschaft die Runde, dass sich Reto Nötzli beim Training schwer verletzt hat. Nach und nach drangen Einzelheiten durch, die das Schlimmste befürchten liessen.
Ich liess dem bald 26-jährigen Turnerschwinger fünf Frageblöcke zukommen, welche er in der Folge beantwortet.

Angeblich sollst du einen Kreuzbandriss erlitten haben. Hast du schon eine genaue Diagnose?

„Ja ich konnte am Mittwochmorgen zum Kniespezialisten, und er bestätigte mir, dass ich bei meinem rechten Knie das Kreuzband gerissen habe.“

Der Betreiber der Facebook-Seite „Nötzli Brothers Fanclub“, Peter Margelisch, schrieb dazu am 12. Mai: „Diagnose bezüglich Reto Nötzli‘s Knie ist definitiv: Kreuzbandriss. (…) Am Freitag unterzog sich der Pfäffiker einer MRI-Untersuchung. «Ich hoffte auf eine Verletzung, die mich nicht lange ausser Gefecht setzt. Doch es ist ein Kreuzbandriss.», erklärte Nötzli.
Es ist die dritte schwere Knieverletzung Nötzlis. Einst riss er sich rechts dass Innenband, dann links das Kreuzband, nun wieder rechts das Kreuzband. (…)“.

Bei was hast du dich verletzt? Was ist genau passiert?

„Ich habe mich am Donnerstag vor einer Woche im Schwingtraining verletzt. Im Zweikampf mit René Suppiger verdrehte ich mir das Knie, als er einen Übersprung-Angriff machte.“

Laut der oben erwähnten Facebook-Seite arbeitet der Luzerner René Suppiger in Wädenswil, und trainiert deswegen mit dem Schwingklub March-Höfe. «Er machte es sicher nicht mit Absicht», ergänzte Nötzli.

Ich nehme an, es war ein grosser Schock für dich. Welche Gedanken gingen dir nach der Verletzung durch den Kopf, als du die Schwere deiner Verletzung realisiert hast? Wie gehst du mit dieser Situation um?

„Zuerst war ich einfach nur traurig und enttäuscht, dass ich meine Teilnahme am Zürcherkantonalen Schwingfest vergessen konnte.
Ich dachte, es sei ein schlechter Traum.
Die ersten paar Tage nach dem Unfall setzten mir sehr zu, da ich doch sehr viel für diesen Sport investiere.
Ich fühlte mich auch in einer guten Verfassung, und freute mich sehr auf die kommenden Schwingfeste.“

Wie geht es nun weiter? Wird es eine Operation geben? Musst du allenfalls jetzt schon zur Therapie gehen?

„Das Gespräch mit meinem Facharzt hat ergeben, dass ich nächste Woche ein Schwingtraining besuchen darf, um zu schauen wie es geht.
Da ich momentan kein instabiles Knie habe und auch die Schmerzen praktisch abgeklungen sind, darf ich ein Training besuchen.
Ob eine Operation notwendig ist, wird sich nach diesem Training zeigen.“

Wann meinst du, kannst du wieder dein Training aufnehmen? Wie motivierst du dich für die Zukunft? Was gibt dir in so einer schwierigen Situation besonders Kraft und Halt?

„Wann und ob ich überhaupt nochmals auf den Schwingplatz zurückkomme, hängt sehr vom Verlauf der nächsten Woche oder einer Operation ab.
Am meisten Mut und Kraft gibt mir mein persönliches Umfeld, die Familie und meine Freunde.
Natürlich auch die vielen guten Wünsche und Zusprüche von Bekannten und Fans machen mir sehr Mut.
Auch meine zweite Leidenschaft, die Musik, gibt mir in solchen Momenten sehr viel.“

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Ländlertrio Nötzli-Laimbacher mit Reto Nötzli an der Handorgel (links)
Bildquelle: youtube.com

Ich wünsche Reto viel Kraft und Zuversicht sowie alles Gute für die Zukunft und einen guten Heilungsverlauf.
Ich finde es grossartig, dass Reto neben dem Schwingen die Musik als seine zweite Leidenschaft angibt. Seine Handorgel und die Volksmusik werden ihm in nächster Zeit nicht nur treue Begleiter sein, sondern auch über vieles hinweg helfen.

Die Gebrüder Nötzli sind auch im Muotatal sehr beliebte und geschätzte Schwinger. Ich beobachte sie gerne im Sägemehl und erfreue mich an der Technik von Reto und Bruno. Deshalb hoffe ich, dass dereinst beide wieder auf den Schwingplätzen anzutreffen sind.

feldwaldwiesenblogger

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