Vorschau auf den Brünig-Schwinget: Die letzten sechs Schlussgänge von 2009 – 2014

Mit dem Brünig-Schwinget steht bereits das fünfte Bergfest der Saison vor der Tür. Auf der Grenze zwischen der Innerschweiz und dem Bernbiet wird morgen einmal mehr das ewige Duell der beiden Schwinglager stattfinden. Eingeladen sind dieses Jahr die Nordwestschweizer, welche dem einen oder anderen Innerschweizer oder Berner Crack eins auswischen möchten.
Der traditionsreiche Brünig-Schwinget gehört in diesem Jahr zu einem der beiden Saison-Höhepunkte. Der andere ist der am 16. August stattfindende Schwägalp-Schwinget.
Übrigens: 1893 wurde der erste Brünig-Schwinget ausgetragen.

spitzenpaarungen
Spitzenpaarungen 1. Gang
Bildquelle: schlussgang.ch

Die Innerschweizer sind diese Saison ziemlich stark unterwegs und gewannen bisher drei von vier Bergfesten. An dem einen, nämlich auf dem Weissenstein, waren sie gar nicht startberechtigt…
Die Berner stellen mit Kilian Wenger zwar den Titelverteidiger, dürften dieses Jahr aber deutlich mehr Widerstand von ennet dem Brünig zu spüren bekommen. Die Nordwestschweizer werden wohl kaum um den Tagessieg mitreden können, dürften mit Christoph Bieri, Bruno Gisler und Remo Stalder aber das berühmte Zünglein an der Waage spielen.

Gespannt darf man auch auf das Abschneiden der beiden Jungspunde Joel Wicki und Remo Käser sein. Wie von vielen Schwingerfreunden gewünscht, treffen sie beim ersten Gang aufeinander. Wicki hat die letzten Wochenenden pausiert, er dürfte besonders heiss auf seinen Saison-Höhepunkt sein. Käser verpasste bei den letzten Ernstkämpfen zweimal in Folge den Kranz. Trotzdem darf man dem Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser einiges auf dem Brünig zutrauen.

Auf den obligaten „Schwingkanälen“, Zeitungen und im sportaktuell auf SRF2 werden einem dieser Tage genügend Informationen rund um den schwingerischen Grossanlass auf dem Brünig präsentiert. Somit muss ich das nicht weiter vertiefen. Ich stieg deshalb als Vorbereitung auf das Brünig-Highlight tief in den YouTube-Keller hinab und grub die Schlussgänge der letzten sechs Jahre aus.

Schlussgang Brünig-Schwinget 2014: Kilian Wenger bezwingt Matthias Glarner, Sieger Kilian Wenger

Quelle: Jakob Niederberger / YouTube

Schlussgang Brünig-Schwinget 2013: Matthias Sempach bezwingt Florian Gnägi, Sieger Matthias Sempach

Quelle: Jakob Niederberger / YouTube

Schlussgang Brünig-Schwinget 2012: Christian Stucki bezwingt Matthias Glarner, Sieger Christian Stucki

Quelle: SCHLUSSGANG VIDEOKANAL / YouTube

Schlussgang Brünig-Schwinget 2011: Matthias Sempach bezwingt Bruno Müller, Sieger Matthias Sempach

Quelle: Jakob Niederberger / YouTube

Schlussgang Brünig-Schwinget 2010: Martin Grab bezwingt Philipp Laimbacher, Sieger Martin Grab

Quelle: Jakob Niederberger / YouTube

Schlussgang Brünig-Schwinget 2009: Christian Stucki bezwingt Konrad Krummenacher, Sieger Christian Stucki

Quelle: Jakob Niederberger und SCHLUSSGANG / YouTube

Was dabei besonders auffällt sind die fünf Berner Siege, dem gegenüber steht nur ein einziger Innerschweizer Sieg. Zudem gewannen in diesen Jahren jeweils nur absolute Top-Schwinger. Das dürfte auch dieses Jahr nicht anders sein. Eine Überraschung ist bei einem so hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld mit 19 Eidgenossen (!) praktisch ausgeschlossen. Spätestens seit dem Schwarzsee-Schwinget wäre auch ein Sieg von Joel Wicki keine Überraschung mehr.

Wicki bringt mich derweil grad zur Überleitung zu den Innerschweizern, denen endlich wieder einmal ein Sieg auf dem Brünig gut anstehen würde. Die Chancen sind dieses Jahr besser denn je, die bisherigen Resultate lassen einiges erwarten. Den Innerschweizern, allen voran Philipp Laimbacher, Christian Schuler, Andi Imhof, Joel Wicki, Benji von Ah, Erich Fankhauser, Bruno Nötzli, Marcel Mathis und Peter Imfeld ist einiges zuzutrauen. Auch wenn sie auf Andi Ulrich (bereits drei Bergfeste absolviert), Martin Grab (verletzt) und Adi Laimbacher (zurückgetreten) verzichten müssen.

Bei den Mutzen fehlen mit Matthias Sempach (verletzt) und Christian Stucki (startet auf der Schwägalp) gleich zwei Zweifach-Sieger der letzten sechs Jahre. Kilian Wenger zerriss zudem in dieser Saison noch keine Riesenstricke, abgesehen von seinem Sieg beim Bern-Jurasischen Gaufest. Dennoch dürfte der Schwingerkönig aus dem Berner Oberland heiss sein, hat er doch nach dem verpassten Kranz beim Innerschweizerischen noch eine Rechnung offen. Mit Matthias Glarner, Bernhard Kämpf, Matthias Siegenthaler, Florian Gnägi, Thomas Sempach, Thomas Zaugg und den beiden Nichteidgenossen Remo Käser sowie Matthias Aeschbacher steht ihm eine schlagkräftige Truppe zur Seite.

Meine Wenigkeit gehört auch zu den Glücklichen, welche ein Eintrittsticket für einen Sitzplatz in der wunderschönen Arena ergattern konnten. Ich freue mich riesig und habe zudem auch einen persönlichen Favoriten auserkoren. Diesen nenne ich aber hier und heute nicht, und lasse mich überraschen, ob er am späten Sonntagnachmittag tatsächlich zu Oberst steht.

feldwaldwiesenblogger

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