Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Ständerats-Kandidat Albert Knobel (parteilos)

Heute präsentiere ich die Antworten von Albert Knobel, dem parteilosen Ständeratskandidaten aus dem Bezirk March. Einleitend zu seinen Antworten schrieb der Ausserschwyzer: „Besten Dank für die Anfrage und die zur Verfügung-Stellung einer neutralen Plattform für unsere freien, demokratischen Schwyzer Wähler.“
Die Kandidatur Knobel‘s stellt ein richtiger Kontrastpunkt zu denjenigen der bestehenden Parteien dar. Dazu schreibt er auf seiner Homepage: „Albert Knobel, parteifrei – DIE Alternative zu den System-Politikern.“

Albert Knobel wird im November 65 Jahre alt und wohnt in Altendorf SZ. Der sportliche Mann hat zwei Kinder sowie zwei Enkelkinder, und lebt seit acht Jahren in einer Partnerschaft. Der gelernte Tiefbauzeichner führte während 31 Jahren ein eigenes Velogeschäft an seinem Wohnort und arbeitet heute als Mountainbike-Guide und Sport-Animateur.
Der politisch sehr interessierte Bald-Rentner war Mitglied der Baukommission in der Gemeinde Altendorf, und wirkt aktuell in der vom Gemeinderat einberufenen Parkkommission mit.

Nach eigenen Angaben kümmert sich Knobel intensiv um die Schwyzer Bürger. Mit seinem Wahlmobil befindet er sich zurzeit auf der TOUR DE SCHWYZ, und ist regelmässig irgendwo im Kanton unterwegs.
Viele Sorgen der Bürger sind dem Altendorfer bekannt. Die Begegnungen mit ihnen bestärken und stärken ihn für seine überraschende Kandidatur.

Albert Knobel
Bildquelle: ch.linkedin.com

Warum soll das Schwyzer Volk Sie zum Ständerat wählen?
Weil es dringend einen Wechsel braucht: Von der Machtpolitik zur Sachpolitik, und von der amtlichen Scheinheiligkeit zur Wahrheit. Ich habe mit Jahrgang 1950 die nötige Portion Lebenserfahrung und Unabhängigkeit. Weil ich keiner Partei oder Lobby verpflichtet bin, kann ich meinem Gewissen und dem Vertrauensanspruch der Wähler gemäss handeln. Ich trete an, um die vielen verdeckten Abhängigkeiten und die unnötig erschwerten Abläufe aufzudecken und zu korrigieren.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Es geht mir nicht um isolierte Wahlkampfthemen, sondern um die Anwendung unserer Gesetze und Verfassung in allen Bereichen. Im heutigen Polit-Business ist diese Ordnung im freien Fall. Ich engagiere mich seit vielen Jahren gegen juristische Begriffsverdrehungen, Verfahrenstricks und Hinterzimmer-Übereinkünfte, die gegen das Interesse der Öffentlichkeit gerichtet sind. Ich setze mich dafür ein, dass unrechtmässiges Handeln nicht dank ‚politischer Immunität‘ weiterhin geschützt wird und dass der Amtseid streng verbindlich einzuhalten ist.

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer Wahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Der Selbstbestimmung unseres Kantons und unserer Gemeinden geht es immer mehr an den Kragen. Man versucht mit aller Macht, Abstimmungen mit ‚modern‘ genannten Methoden zu verdrängen, auszuhebeln oder gar nicht mehr zuzulassen. Zentralistisches Daumen-nach-oben-oder-unten wird über die Entscheidungen der örtlichen Bevölkerung gestellt. Ich werde überall dort den Hebel ansetzen, wo diese neoliberale Vermarktung des Politischen grassiert: Bei der Bildung, den internationalen Wirtschaftsverträgen, der Franken-Bindung an andere Währungen, der Grenzsicherung, der Sicherung der Sozialwerke etc.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Eine Katze im Sack. Wenn man den Medien glauben will, schnurrt sie zwar noch, aber effektiv kratzt sie schon äusserst schmerzhaft. Die EU steht direkt vor dem Zerfall. Als ferngesteuertes Konstrukt geht sie nun an ihren vielen totalitären Ansprüchen, Fehlleistungen und Widersprüchen zugrunde, mit denen sie auch uns in den Schlamassel hineingezogen hat. Die EU respektiert ihre eigenen Normen nicht. Sie wurde in völkerrechtswidrige Angriffskriege und in die Zwangsübernahme von selbstmörderischen Wirtschaftsverträgen (TTIP etc.) verwickelt. Und die EU-Kommission verlacht unsere direkt-demokratische, rechtsstaatliche Ordnung. Ich bin froh, wenn die Nationalstaaten Europas ihre Würde und Selbstbestimmung wieder zurückerlangen. Für die Schweiz und für unseren Kanton ist dieser Prozess entscheidend wichtig.

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Sorgen sind durchaus berechtigt. Flüchtlingsströme entstehen nicht ungeplant. Sie sind die Folge militärisch-strategischer Attacken, die funktionierende Zivilisationen schrittweise zerstören wollen – nicht nur in den Herkunftsländern, sondern auch bei uns. Eine Strategie der verbrannten Erde, die gezielt auch Europa ins Chaos stürzen will, um es dann als Aufmarsch-Gebiet für Angriffskriege Richtung Osten missbrauchen zu können.
Wir müssen dringend an vernünftigen, auch langfristig menschengerechten Lösungen arbeiten. Am sinnvollsten ist der Aufbau von sehr gut strukturierten, streng gesicherten Flüchtlingscamps für Asylanten und Immigranten. Dort müssen sie – unterstützt von ihren eigenen und unseren Leuten – auf eine zukunftsträchtige, erfolgreiche, geordnete Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet werden. Echte Integration kann in der kleinen Schweiz angesichts der riesigen Zahl von Menschen nicht bewältigt werden. Aufbauhilfe in den Herkunftsländern und Hilfe zur Selbsthilfe aber schon.

Der besorgte Ständerats-Kandidat möchte etwas gegen „die kranken Abläufe“ in unserem Land unternehmen. Ihm passt nicht, dass Gesetze missachtet und verbindliche Abläufe unterwandert werden. Er möchte, dass die Bewohner vom Kanton Schwyz wirklich bestimmen, was gilt.
Ich bedanke mich bei Albert Knobel für seine interessanten Statements und wünsche ihm alles Gute für den weiteren Wahlkampf.

feldwaldwiesenblogger

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