Die junge Muotathaler Rockband DREADFUL veröffentlicht am 12. Dezember ihre zweite CD

Am Samstag, 12. Dezember taufen Dreadful im Restaurant Sternen (Muotathal) ihre zweite CD. Grund genug, die junge Muotathaler Rockband in ihrem Proberaum zu besuchen.

Dreadful sind: Andy Schelbert (Lead Vocals), Jonas Marty (Lead Guitar und Backing Vocals), Dario Gwerder (Rhythm Guitar und Backing Vocals), Theo Schmidig (Bass und Piano) sowie Marcel Gwerder (Drums und Percussion). Die fünf Bandmitglieder sind zwischen 23 und 27 Jahre jung. Die neue CD hört auf den Namen „Never Too Old“ – zu Deutsch: Nie zu alt. Auf dem neuen Tonträger sind elf Eigenkompositionen enthalten. Sie wurde ohne Gastmusiker eingespielt. Die Band beschreibt ihren Musikstil als „Kick-Ass-Rock’n’Roll“, gemäss ihrem Moto „Dirty and Loud“.

Die erste CD von Dreadful, „Straight In Your Face“, kam 2012 raus. Dieser Tonträger wurde in Eigenregie im Proberaum aufgenommen, und hinterher von Marcel Elmer abgemischt. Die Bandmitglieder erklärten, dass sie dafür ein gutes Feedback erhielten. Von diesem Silberling wurden 500 Exemplare gemacht, und sie verkauften bisher etwa 450 Stück. Eine beachtliche Zahl, trotzdem meinten die jungen Musiker, dass die Musikkonsumenten heutzutage halt nicht mehr so viele CD’s kaufen.

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Das CD-Cover der neuen CD
Bildquelle: Facebook (Dreadful-Fanseite)

Eure neue CD heisst „Never Too Old“. Für was ist man nie zu alt?
Man ist eigentlich nie zu alt zum Rocken und zum Spass haben. Man kann auch mit 50 Jahren, oder um einiges älter, ein Rocker sein. Witzig ist dabei: Wir sind zwar noch relativ jung, trotzdem heisst die neue CD „Never Too Old“. Unsere Musik ist dabei nicht gerade die modernste. Es meinen vielleicht einige, es handle sich bei Dreadful um eine ältere Band. Wenn sie die CD-Hülle öffnen und unser Bandfoto sehen, erkennen sie sogleich den Irrtum…
Es bedeutet aber auch, dass wir so bleiben wollen wie wir sind. Auch in späteren Jahren.

Was soll das Cover darstellen?
Ein Song heisst auch „Never too old“. Wir überlegten uns, was für ein Cover wir gestalten und wie die CD heissen soll. Irgendwann kamen wir wegen besagtem Lied auf die Idee mit dem alten Mann und seinen verschiedenen Tätowierungen. Und dass man daraus ein gutes Cover machen könnte. Die Tätowierungen und weitere Details sind Anspielungen auf einige Songs. Die Whisky-Flasche meint den Song „Bottle of Booze“. Das erdolchte Herz am rechten Oberarm spielt auf „Zoe’s Payback“ an. Das Muotathaler Wappen lässt den Song „Backward Town“ erkennen. Auf einem Bild erstickt ein Mann an Geld, der Song „Choke on your money“ lässt dabei grüssen. Die Stinkefinger-Hand deutet auf den Song „Keep hell beautiful“. Die meisten Songs sind so ins Cover eingeflossen.

Wer hat euer originelles CD-Cover gestaltet?
Das CD-Cover gestaltete Franz Föhn von Steinen SZ. Er ist von Beruf Bäcker, nebenbei malt und zeichnet er. Wir hatten eine ungefähre Vorstellung, wie das Cover aussehen soll. Föhn zeichnete dann eine Skizze. Darauf besprachen wir mit ihm die Änderungen und er malte das fertige Coverbild mit Ölfarben.

Wie lange habt ihr an dieser CD gearbeitet? Wo wurde sie aufgenommen und abgemischt?
Wir haben fast das ganze Jahr daran gearbeitet. Am Silvester 2014 gaben wir das vorerst letzte Konzert. Dann machten wir uns ans Lieder schreiben. Am Anfang existierte erst ein fertiger Song. An Pfingsten gingen wir während vier Tagen ins Studio und nahmen sieben Songs auf. Ende August gingen wir nochmals für zwei Tage ins Studio und brachten nochmals drei Songs auf Band.
Aufgenommen wurden die Songs in den Foolpark-Studios in Kriens LU. Deezl Imhof war verantwortlich für die Produktion. Er machte die Aufnahmen, den Mix und das Mastering der Songs. Am 1. Dezember bekommen wir die fertigen CD’s.

Wie lief das Songwriting? Wie sind die neuen Songs entstanden?
Bei der aktuellen CD hat Dario die meisten Songs komponiert und Jonas die meisten Texte geschrieben. Diese Aufteilung hat auch einen Grund: Jonas kann von uns am besten Englisch. Wir ergänzen uns im Übrigen sehr gut. Dann nahmen wir im Proberaum die Songs auf und schickten sie Deezl Imhof. Er hörte sie sich an und schlug uns Änderungen vor.

Um was geht es in den neuen Songs?
Bei einigen Songs geht es um das typische Rock’n’Roll-Thema „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“. Weiter um einen Outlaw, wie der alte Mann auf dem Cover. Bei einem Song, „Choke on your money“ fluchen wir über die Reichen: Die Geldgierigen sollen sinngemäss an ihrem Geld versticken. „Backward town“ handelt über das Muotatal, gemeint ist ein zurückgebliebenes Dorf und wie uns die Auswärtigen sehen. Der Song „Keep help beautiful“ hat einen politischen Text: Rings um uns herum ist quasi „die Hölle los“, wir haben es immer noch schön. Bis es bei uns vielleicht auch knallt.
Ein Song handelt von einer Frau, welche von einem Mann immer wieder betrogen wird. Sie rächt sich an ihrem Mann und haut ihm dabei sein bestes Stück ab.

Spielt ihr live neben den Eigenkompositionen auch Coversongs? Von welchen Bands?
Von der alten CD hatten wir nur noch wenige Songs im Repertoire, und spielten vor allem Covers. Ab der neuen CD werden wir sicher einige Songs ins Live-Set aufnehmen. Wir spielen aber weiterhin auch Coversongs.
Wir covern von A bis Z: Dazu gehören Bands wie AC/DC, Backstreet Girls, Blackberry Smoke, CCR, Chuck Berry, Elvis, Rose Tattoo, Sex Pistols, The Bones oder ZZ Top. Es handelt sich dabei um Songs, welche nicht so oft gecovert werden.

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Dreadful in ihrem gemütlichen Proberaum
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Gibt es eine witzige Anekdote zur Produktion der neuen CD?
Unser Produzent ist eine witzige Anekdote. Er ist der Mister Rock’n’Roll und lebt das auch. Dadurch erzeugte das eine ganz spezielle Stimmung bei den Aufnahmen. Beim ersten Gespräch mit Deezl Imhof waren wir schon nach fünf Minuten überzeugt, dass wir mit ihm zusammen arbeiten möchten. Die Sympathie beruhte auf Gegenseitigkeit.

Musstet ihr für die Produktion der CD tief in den Gelbeutel greifen?
Ganz tief hinein. Wir leerten für die Produktion die gesamte Bandkasse. Da wir keine Sponsoren hatten, spielten wir die Kosten quasi mit den bisher gegebenen Konzerten ein.

Wird es Überraschungen bei der CD-Taufe geben? Verratet ihr schon etwas?
Musikalisch wird es keine Überraschungen geben. Neben uns tritt am 12. Dezember noch die Muotathaler Band Bad Sin auf. Was wir verraten: Wir haben einen speziellen CD-Götti!

Sind nach der CD-Taufe Konzerte geplant, um eure neue CD vorstellen zu können?
Bis Sommer 2016 sind etwa zehn Konzerte geplant. Am 16. Januar geht es in der Vorhöll Muotathal los, zusammen mit Bad Sin – zugleich das letzte Konzert in der Vorhöll. Dann am 26. Februar im Bruch Brothers am Kasernenplatz (zusammen mit Gloria Volt) und einen Tag später im Gaswerk Seewen SZ (zusammen mit Pollution). Weiter sind Konzerte im Bar- und Musiktheater Madeleine, in Eschenbach LU, sowie am Handballfest und am Grümpelturnier in Muotathal geplant.

Kommt ihr relativ einfach zu Auftritten?
Hier in der Gegend schon, da werden wir auch angefragt. Weiter weg müssen wir selber nach Auftrittsmöglichkeiten fragen. Wir haben keinen Konzertagenten. Es wäre schon länger eine Idee von uns. Beziehungen sind halt schon das Wichtigste, um an Konzerte zu kommen.

Könnt ihr die Bandgeschichte kurz skizzieren?
Wir gründeten 2009 Dreadful. Die heutige Bandbesetzung unterschied sich damals nur auf der Position des Bassisten. Von 2009 bis 2012 spielte Fabian Schelbert den Viersaiter. 2012 tauften wir die erste CD. Kurz nach der CD-Taufe stiess Theo Schmidig als Bassist zu uns.
Von 2009 bis 2012 probten wir in einem Raum oberhalb einer Werkstatt. 2013 zogen wir in den jetzigen, sehr gemütlichen Proberaum um, welchen wir mit Hilfe von Kollegen und dem Vermieter selber errichteten und gestalteten.
Wir begannen schon bald nach der Bandgründung mit Songs schreiben. Beim zweiten Konzert im Restaurant Rose Ibach SZ spielten wir mit „Southbound Road“ bereits das erste eigene Stück. Wir komponierten dann fortlaufend eigene Songs. Irgendwann sagten wir uns, wir nehmen diese Lieder auf und machen eine CD. Der Unterschied von der ersten zur zweiten CD: Bei der ersten CD sind die Songs innerhalb von drei Jahren entstanden, bei der neuen innerhalb von einem halben Jahr.
Unser erstes Konzert gaben wir in Brunnen bei „Talkessel rockt“. Bisher waren es etwa 45 Konzerte. Am Silvester 2014 gaben wir im Tanzboden Ybrig in Unteriberg SZ das vorläufig letzte Konzert. Wir hatten auch Konzertanfragen für dieses Jahr. Sagten aber ab, um uns 2015 auf die CD zu konzentrieren. Wir wollten uns zudem auch wieder mal rarmachen, damit die Leute wieder Freude haben, an ein Konzert von uns zu kommen.

Welches war bisher der grösste Erfolgsmoment in eurer Bandgeschichte?
2013 veröffentlichten wir einen Videoclip, welchen man auf YouTube findet. Im 2INCH-RECORDS, dem Studio von Ralph Zünd, nahmen wir erst den Song „Bottle of Booze“ auf. Den Videoclip dazu produzierte ein Filmstudent von Zürich. Gedreht wurde auf dem Zementfabrik-Areal in Brunnen SZ. Der Videoclip kam überraschend und wir verheimlichten die Produktion. Dann folgte ein Zeitungsbericht mit der Erwähnung des Clips und am ersten Tag gab es etwa 1‘000 Klicks (!) auf YouTube. Insgesamt sind es bis heute fast 5‘400 Klicks.


Quelle: YouTube, Dreadful

Weitere Highlights sind die beiden gemeinsamen Auftritte mit unseren Vorbildern „The Bones“, einer schwedische Punk ’n’ Roll-Band aus Karlskrona, in der Vorhöll Muotathal. Sie kamen sogar bei einem Gig zu uns auf die Bühne, und wir spielten zusammen einen Song von ihnen. Weiter der Auftritt am Dorffest Muotathal am 1. August 2014. Übrigens: Für uns stellt jedes Konzert ein Erfolgsmoment dar.
Der neue Proberaum ist für uns auch ein Highlight. Im vorherigen Proberaum waren wir nur zum Proben, da er doch relativ klein und ungemütlich war. Im jetzigen Band-Raum verbringen wir auch nebst den Proben viel Zeit zusammen.

Wie die Band weiter ausführte, war der Beitritt von Theo Schmidig zur Band auch „grosses Kino“…

Gibt’s ein besonderes Erlebnis seit Bestehen der Band?
Die Entstehung des Grümpelturnier-Fotos, welches sich auch im Booklet der neuen CD befindet. Am Grümpi 2014 waren morgens um sechs Uhr noch alle Bandmitglieder dort. Per Zufall waren alle an diesem Abend sehr lange im Ausgang. Es trommelte uns jemand zusammen und so entstand ein eher lustiges Bandfoto.

Gibt’s ein besonderes Ziel, auf das ihr hinarbeitet?
Momentan eigentlich nicht. Konzerte geben, und uns von der schönen Seite präsentieren. Dazu unsere Musik unter die Leute bringen. Im Hinterkopf haben wir ein Booking-Label. Es ist auch ein Traum, Vorband von einer grossen Band zu sein. Mit der neuen CD könnte vielleicht etwas gehen. Wenn sich etwas ergibt, umso schöner.

Wärt ihr bereit, mehr Zeit für die Band zu investieren und dadurch sogar weniger zu arbeiten?
Wir proben einmal pro Woche. Zurzeit können wir eigentlich gar nicht mehr Zeit in die Band investieren. Jeder geht zu 100 Prozent einer Beschäftigung nach und wir betreiben alle noch andere Hobbys. Für uns stimmt es so derzeit. Aber: Wenn die Möglichkeit bestünde, einen oder zwei Monate auf Tour zu gehen, würden wir das sofort machen.
Wenn wir das Hallenstadion in Zürich füllen, hören wir sofort auf mit arbeiten…

Was wäre, wenn plötzlich der totale Erfolg einschlagen würde?
Aufhören mit arbeiten, und sofort auf Tour gehen. Nein, Spass beiseite: Eigentlich wissen wir es selber nicht, da wir uns diese Frage noch gar nie gestellt haben. Denn: Es wird eher nicht der Fall sein. Man weiss aber nie, was die neue CD mit sich bringen könnte.

Welche Bands und Musiker sind eure Vorbilder?
Hauptsächlich diejenigen, welche wir covern. Jedes Bandmitglied hört seine eigene Musik zuhause, von Ländlermusik bis zu ganz hartem Metal. Für uns war aber von Anfang an klar, den erwähnten Kick-Ass-Rock’n’Roll zu spielen.

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Dreadful live
Bildquelle: Dreadful

Von was träumt ihr?
Von Frauen… Nein, man träumt eigentlich von vielem, wie zum Beispiel einmal auf einer grossen Bühne stehen. Da bestünde aber das Problem, dass man sich wegen den Dimensionen zu viel bewegen müsste…

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Dass die CD-Taufe gut über die Bühne geht und alles klappt wie wir uns erhoffen. Die CD gut ankommt und sich gut verkauft. Und dass wir weiterhin gut miteinander klar kommen, zusammenspielen und gemütlich beisammen sein können. Das Wichtigste: dass wir gesund bleiben.

Die fünf Musiker freuen sich auf den 12. Dezember, da sie doch seit gut einem Jahr nicht mehr auf der Bühne standen. Die Vorfreude ist gross. Erste Höreindrücke des neuen Tonträgers vermitteln eine motivierte und engagierte Band. Mit einer sauberen und professionellen Produktion überzeugen Dreadful mit ihrem „Kick-Ass-Rock’n’Roll“ und werden in Zukunft mit Bestimmtheit noch von sich hören lassen.

Vor der Tür steht die CD-Taufe des zweiten Tonträgers, an welcher kein Rock’n’Roll-Fan vorbei kommt. Gemäss dem Titel „Never Too Old“ werden dabei garantiert nicht nur junge Musik-Liebhaber angesprochen, sondern auch ältere Semester.

feldwaldwiesenblogger

Brief aus dem Muotatal

Da die Schwingerei nun seit einiger Zeit ruht, finde ich auch wieder Zeit und Musse, schöne Briefe zu schreiben.

Liebe Migros

Besorgt las ich heute diesen Artikel in der NZZ am Sonntag:

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Bildquelle: NZZ am Sonntag (29.11.2015)

Sie wollen allen Ernstes Erkenntnisse aus der Hirnforschung in die Gestaltung ihrer Läden einfliessen lassen? Mir schwant Übles! Mit Anreizen via unserer Gehirnströme sollen wir künftig um die Regale steuern. Robotergleich uns in den neuen Migros-Filialen bewegen. Da bekomme ich es eindeutig mit der Angst zu tun. Angst vor Manipulation und den Entzug meines freien Willens zur Produktewahl. Bei zukünftigem Betreten ihrer Geschäfte werde ich wohl wegen ihren neurologischen Befunden zu einem willenlosen Konsumenten abgestempelt.
Nein, nein, das führt eindeutig zu weit. Dagegen werden wir uns Kunden zur Wehr setzen! Investieren Sie dieses zum Fenster rausgeworfene Geld lieber in die Verbilligung der Produkte. Damit diese das Niveau von Lidl und Aldi erreichen.

Mit fragwürdigen Grüssen!

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Sehr geehrte SVP

Ihre Klausel der Macht machte mich heute ein wenig stutzig!

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Bildquelle: NZZ am Sonntag (29.11.2015)

Ob ihr Vorgehen bei der Bundesratsersatzwahl vom 9. Dezember nun rechtens, billig oder gar rechtswidrig ist, ist mir schnurzegal. Mir ging es nur um die Frage: Schliesst ihr jeden und jede aus der SVP aus, wenn er oder sie die Wahl annehmen würde, und nicht Aeschi, Gobbi oder Parmelin heisst?
Die Antwort heisst scheinbar JEIN. Sollte Parteipräsident Toni Brunner oder SVP-Übervater Christoph Blocher gewählt werden, gäbe es da, wie man heute in der Zeitung lesen konnte, ein Hintertürchen. Sollte nämlich der Fall der Fälle eintreten, bräuchte es eine Zweidrittel-Mehrheit von zwei Führungsgremien der SVP um die „Klausel der Macht“ ausser Kraft zu setzen.
Faktisch bedeutet das für mich: Das Kandidatenkarussell wurde somit um zwei Personen auf fünf aufgestockt (leider ohne eine einzige Frau…).
Finden Sie nicht, dass das ein wenig nach einem „Buäbätrickli“ riecht?

Stirnrunzelnde Grüsse

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Liebe Bauern

Mir kam heute ein Bild in die Hände:

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Bildquelle: blick.ch

Eure Demonstration in Bern will ich weissgott nicht im Entferntesten kritisieren. Ihr wehrt euch zu Recht gegen die Mächtigen in Bern. Die machen sowieso was sie wollen, und in die EU wollen sie leider auch. Dabei kommen verschiedene Gruppen unter die Räder, eine davon seid ihr Landwirte. Wehrt euch!
Ich habe eigentlich nur eine Frage zu einer bestimmten Person in der Mitte des Bildes: Martin „Muser“ Holdener. Hat der Muotathaler Wetterprophet nebst dem „Meinung geigen“ an die Adresse der feinen Herrschaften ihnen gleich auch noch die Wettervorhersage durchgegeben? Dass dereinst dunkle Wolken über der Schweiz samt einem Donnerwetter aufziehen könnten?

Beste Grüsse

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Grüezi Herr Molina

Was denken Sie sich eigentlich?

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Bildquelle: blick.ch

Burkhalter und Maurer „missbrauchen die Attentate“? Ich bin schockiert über ihre Wortwahl. Oder waren es die Herrschaften vom immer linkeren BLICK?
Jedenfalls geht so was gar nicht. Unsere beiden Magistraten wollen nur das Beste für die Schweiz und missbrauchten, wie Sie es nennen, nicht die schrecklichen Pariser Attentate für ihre eigenen Zwecke. Es geht dabei um den Schutz der Schweiz und deren Bevölkerung. Begreifen Sie das denn nicht?
Es geht nicht nur immer um die Juso und die Linke. Diesmal geht es um Subjekte in der Gesellschaft, welche uns mit terroristischen Mitteln vernichten möchten. Für diesen Kampf brauchen die Bundesräte und ihre Dienste mehr Mittel. Und nicht um irgendwelche Wirrköpfe in ihren Reihen aufzuspüren.
Scheinbar ist ihnen der Ernst der Situation (noch) nicht ganz klar. Ich schiebe das mal ihrem jugendlichen Alter zu. Deshalb: Bitte, werden Sie vernünftig, und erwachsen!

Mit besorgten Grüssen

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feldwaldwiesenblogger

Souplesse, der Schwingen-Blog der NZZ – 2016 auch wieder?

Erinnern sich die Schwingerfans noch? Am 9. April 2013 startete Souplesse – Der Schwingen-Blog der NZZ. Schwingenonline.ch schrieb am 11. April 2013 dazu:
„Die NZZ hat vor wenigen Tagen ihren Online-Blog für das Schwingen veröffentlicht. Mit dem Namen Souplesse geht die NZZ neue Wege mit ihrem Blog über das Schwingen. Die beiden Redaktoren Anja Knabenhans und Flavian Cajacob berichten mit ihren eigenen Blicken zum Schwingsport in diesem Blog. Sie zeigen die Facetten des Schwingsports mit verschiedenen Geschichten aus den eigenen Erfahrungen auf. Mit dem Titel „Ein Kuss am frühen Morgen“ ist der Blog am 09. April 2013 gestartet.
schwingenonline.ch meint: Ein cooler Blog mit guten Geschichten über den Schwinsport. Man ist gespannnt, was in Zukunft alles geschrieben wird.“

Sechs Tage später, am 17. April 2013, griff der SCHLUSSGANG dieses Thema auch auf:
„Die NZZ mit ein bisschen SCHLUSSGANG. Jetzt hat auch die „Alte Tante“ von der Zürcher Falkenstrasse das Schwingen für sich entdeckt. Im neusten Blog der NZZ schreiben unter dem Titel Souplesse die Journalisten Anja Knabenhans und Flavian Cajacob regelmässig über das Geschehen im und vor allem rund ums Sägemehl. In den ersten beiden Beiträgen geht das Duo ein auf die Vorfreude zum Saisonstart beziehungsweise das kategorische „Du“ in Schwingerkreisen. Souplesse soll informativ sein und immer wieder auch mit einem Augenzwinkern unterhalten.“

Meine Wenigkeit las selber mit viel Begeisterung die Souplesse-Beiträge, und verfasste dazu auch einen Blogbeitrag: SOUPLESSE – Der Schwingen-Blog der NZZ

Dieser Tage erinnerte ich mich wieder an den Schwingen-Blog der NZZ, und wollte die Beiträge im Internet nachlesen. Man findet sie aber leider nirgends mehr. Soweit ich mich erinnere, wurden im Jahr 2013 bis nach dem Eidgenössischen in Burgdorf einige sehr interessante Beiträge online gestellt.

Am 20. November wollte ich es genauer wissen, und schrieb die beiden erwähnten Journalisten Anja Knabenhans und Flavian Cajacob an. In einer Email stellte ich den beiden zudem sieben Fragen zu.

flavian cajacob (factum.ch)
Flavian Cajacob
Bildquelle: factum.ch

Als Erstes antwortete mir gleichentags Flavian Cajacob. In seiner Antwort liess er wissen, dass ich mich nebst Anja Knabenhans auch an René Zeller von der NZZ, den damals zuständigen Redaktor, wenden soll. Er für seinen Teil war nur Zulieferer einzelner Beiträge. Weiter schrieb Cajacob: „Und ja: Als Verantwortlicher für Schwingen. Das Magazin., aus dem Hause SCHLUSSGANG, befasse ich mich auch weiterhin mit dem Schwingsport.“
Darauf schickte ich die sieben Fragen auch an René Zeller.

rené zeller (nzz.ch)
René Zeller
Bildquelle: nzz.ch

René Zeller antwortete mir am 23. November:
„Besten Dank für Ihre Fragen, die ich summarisch wie folgt beantworte:
Es trifft zu, dass wir vor dem letzten Eidgenössischen einen Schwinger-Blog realisiert haben. Weil ich inzwischen nicht mehr für die NZZ-Blogroll verantwortlich zeichne, kann ich Ihnen nicht sagen, ob wir Gleiches im Jahr 2016 wiederholen werden.
Über den Schwingsport berichten wir aber natürlich weiterhin. In unserem Sportressort betreut Anja Knabenhans diese Sportart. Ich bitte Sie, sich für weitere Fragen direkt an sie zu wenden.“

anja knabenhans (nzz.ch)
Anja Knabenhans
Bildquelle: nzz.ch

Ebenfalls am 23. November erhielt ich eine Email von Frau Knabenhans:
„Den Souplesse-Blog (später hiess er Schlungg) kann man nicht mehr abrufen, weil die NZZ ein Web-Redesign hatte und alte Artikel deshalb nicht mehr verfügbar sind.“

Meine sieben Fragen beantwortete die Journalistin wie folgt:

Werden Sie nächstes Jahr, in welchem ein Eidgenössisches stattfindet, wieder einen Schwingen-Blog ins Leben rufen?
Das ist noch nicht klar, muss Anfang Jahr mit dem Chefredaktor besprochen werden. Was aber sicher ist: Die NZZ wird im 2016 wieder verstärkt übers Schwingen berichten und einige spannende Reportagen/Interviews/Porträts und kleinere Schmankerl liefern.

Wieso wurde der Schwingen-Blog eigentlich nach dem Eidgenössischen abgesetzt?
Der Blog war als Vorlauf fürs ESAF gedacht, um im Vorfeld der Leserschaft vielseitigen Einblick zu bieten. Deshalb war von Anfang an klar, dass dies nur für eine begrenzte Zeit sein wird.

Wie waren die Reaktionen damals auf den Schwingen-Blog?
Der Blog wurde gut gelesen, viele Reaktionen hatten wir aber nicht – es gab auch wenig „Aufreger-Themen“.

Schreiben Sie weiterhin über den Schwingsport? Wenn ja, wo und in welcher Form?
Ich bin seit 2006 in der NZZ verantwortlich für die Berichterstattung über den Schwingsport und werde dies auch weiterhin sein.

Wer hatte damals die zündende Idee des Schwingen-Blogs?
Die Idee kam vom Inlandchef René Zeller, einem Anhänger des Sägemehlsports.

Nach welchen Kriterien haben Sie für diesen Blog ihre Beitragsthemen ausgewählt?
Nach Lust und Laune – es sollte sowohl für Kenner wie Unkundige was dabei haben.

Sehen Sie den Schwingsport aus den gemachten Erfahrungen beim Schreiben für den Schwingen-Blog nun aus anderen Augen?
Nein, ich kannte den Sport schon vorher gut und habe deshalb nichts Überraschendes erlebt.

Ob die NZZ 2016 vor dem Eidgenössischen wieder einen Schwingen-Blog aufleben lässt, wissen zurzeit also nur die Schwinger-Götter. Wie vermutet, wird die „Alte Tante“ 2016 wieder vermehrt über das Schwingen berichten. Ich freue mich jetzt schon darauf.

feldwaldwiesenblogger

Wie weiter in der Syrien-, Flüchtlings- und Terror-Problematik?

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Bildquelle: welt.de

Am 30. August 2013 verfasste ich diesen Blogbeitrag: Gedanken zum Krieg und Elend in Syrien. Dabei schilderte ich meine Gedanken zum Syrien-Krieg und brachte sie in meinen Blog. Heute, fast zweieinhalb Jahre später, ist viel geschehen. Einerseits überraschen mich die Klickzahlen, die dieser Beitrag ausgelöst hat. Nämlich viele, ein positiver Punkt. Das ist dann aber schon das einzig Positive daran. Der Rest ist eine Ansammlung von negativen Geschichten, angefangen vom brutalen Krieg bis zu den jüngst verübten Terroranschlägen in Paris.

Wie weiter? Wenn das jemand wüsste oder allenfalls ein Rezept hätte, dieser jemand bekäme auf der Stelle den Friedensnobelpreis. Die Negativ-Spirale hat sich so derart in die falsche Richtung bewegt, dass man das Gefühl hat, es gäbe (fast) keinen Ausweg mehr.

Unsereins liest Zeitung, schaut fern und versucht sich so gut wie möglich zu informieren. Da mischen aber mittlerweile so viele Parteien mit, dass man den Überblick verloren hat. Kommt hinzu, dass die ganze Krise nun nach Europa gekommen ist. Die Flüchtlingsströme überfluten die EU und zunehmend die Schweiz. Einhergehend hat der Terror Einzug gehalten. Paris ist schon wieder ge- und betroffen. Zunehmend nimmt dort die Furcht und Angst vor weiteren Anschlägen Besitz von der Bevölkerung. Belgien, respektive Brüssel, hat seit Tagen die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Was lief da alles falsch? Sind die Antworten in den Zeitungen und Magazinen immer so einfach? Ist es die grosse Zahl an Ausländern, die nicht mehr integrierbar sind? Die mehr und mehr ihrem Schicksal in den Banlieue und Vorstädten überlassen werden, sich radikalisieren und nun zuschlagen?

Wie sieht es in Deutschland aus? Muss sich Angela Merkel noch wärmer anziehen wegen ihren September-Tagen der offenen Türen in Deutschland? Wird sie, wie die WELTWOCHE vermutet, noch vor den Festtagen abgelöst? Ist der Graben in der grossen Koalition und in ihrem eigenen Lager inzwischen so gross, dass sich in unserem nördlichen Nachbarn nicht mehr überwindbare Probleme zu einer Regierungskrise auswachsen?

Und die Schweiz? Wie steht die da? Sollen Soldaten den hoffnungslos überforderten Grenzwächtern zu Hilfe eilen um unsere Grenzen noch besser zu schützen? Können wir noch mehr Flüchtlinge aufnehmen? Oder holen wir uns auch die „französischen“ Probleme ins Land? Hat die SVP auf dies alles geeignete Antworten? Oder kümmert sie sich nach dem überwältigenden Wahlsieg im Nationalrat nur noch um die bevorstehende Bundesratswahl? Die, gelinde gesagt, im Vorfeld als abgekartete Sache wahrgenommen wird.

Fragen über Fragen. Eines ist jedoch klar: Der brutale Krieg in Syrien, der einfach keine Ende zu nehmen scheint, wird von Tag zu Tag hoffnungsloser. Kein Wunder, verlassen die noch verbliebenen Einwohner auf schnellstem Weg das Land. Viel besser wird es für diese Menschen dann meist auch nicht. Irgendwo in einem Flüchtlingscamp in der Türkei gestrandet, versuchen diese der Tristesse zu entfliehen.

Die Türken respektive deren Präsidenten-Diktator Recep Tayyip Erdoğan hat die EU in der Hand. Wenn diese seine Politik, beispielsweise die brutale Unterdrückung der Kurden, nicht schlucken, öffnet er die Grenzen. Was dann passiert, haben wir spätestens seit dem Frühherbst zur Genüge im TV gesehen. Nicht mehr endende Flüchtlingstrecks, die via die Balkanroute vor allem nach Deutschland wollen.

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Bildquelle: stefan-niggemeier.de

Wie wir aber nun wissen, gelangten bei diesen Flüchtlingsströmen mit grösster Wahrscheinlichkeit auch radikale IS-Terroristen nach Frankreich. Man will sich gar nicht ausmalen, was da noch alles auf uns zukommen wird. Die jüngsten Beispiele, die Absage des Länderspieles Deutschland – Holland und die Terror-Angst in Belgien sowie weiten Teilen der Welt, belegen, dass eine unmittelbare Terrorgefahr latent vorhanden ist. Ob sich diese Gefahr noch stärker manifestieren wird, bleibt abzuwarten.

Deshalb sei nochmals die Frage erlaubt: Wie weiter? Ich meine, Weltwoche-Chef Roger Köppel hat Woche für Woche einen Plan oder eine Vision, wie man was – wo umsetzen soll. Woher hat der Neo-SVP-Nationalrat diesen Durchblick? Meines Erachtens ist die ganze Problematik so dermassen vertrackt, dass nur punktuell und Schritt für Schritt Krisenherde gelöscht werden können. Ich erwähne bewusst das Wort „Krisenherde“ in der Mehrzahl. Denn es sind viele!

Aber Köppel hat auf alles eine Antwort. Ich nicht. Viele Fragen brennen mir auf der Zunge und beschäftigen mich. Zugegeben, ich denke nicht immer daran und zerstreue mich auch mit meinen beiden Schwerpunkten „Schwingen“ und „Musik“. Dabei kann ich abschalten und auf andere Gedanken kommen. Trotzdem: Dieser Beitrag lag mir auf der Zunge, respektive in den Fingerspitzen. Gerade auch wegen der Aktualität und aber auch wegen den Klickzahlen. Scheinbar hat der Beitrag anno 2013 bewegt. Ich las ihn kürzlich wieder einmal aufmerksam durch. Irgendwie ist er immer noch aktuell. Klar, viele Dinge haben sich getan. Aber die Wurzel vielen menschlichen Leides dieser Tage liegt im Syrien-Krieg.

Assad, Putin und Obama
Bildquelle: welt.de

Was mich dabei auch erstaunt, ist die Politikergilde. Es wird viel geredet. Nägel mit Köpfen werden nur selten gemacht. Einer, der Nägel mit Köpfen machte, war der russische Präsident Putin. Er lässt sein Militär, aus welchen dunklen Motiven auch immer, in diesem Krieg mitmischen. Die Konsequenzen bekam Putin mit dem Anschlag auf ein russisches Passagierflugzeug schon zu spüren.

Frankreichs Präsident Hollande lässt nach den Anschlägen vor anderthalb Wochen noch heftigere Bombardements auf IS-Hochburgen fliegen. Irgendwie hat auch Monsieur Président Nägel mit Köpfen gemacht. Derweil sich die IS nicht beirren lässt und nicht nur im Niemandsland von Syrien und Irak sich einnistete, sondern auch in Europa. Und scheinbar auch noch an vielen anderen Orten.

Dieses Übel wird uns noch länger beschäftigen. Es wird uns, ohne ein grosser Prophet sein zu müssen, noch länger begleiten. Unser westliches Leben wird vermutlich ein Stück weit weniger frei sein.
Aber: Wie und wann diese im Titel erwähnten drei Problematiken einigermassen entschärft sein werden, weiss zurzeit niemand. Die Mächtigen werkeln wohl einfach weiter an der Weltordnung rum.
Und: Irgendwie geht es trotzdem weiter. Es fragt sich einfach, wie?

feldwaldwiesenblogger

„Das grosse Ziel ist der Kranz in Estavayer“ – Gespräch mit dem Westschweizer Spitzenschwinger Benjamin Gapany

Vor einer Woche war ich wieder zu Besuch in der Westschweiz. Im Restoroute La Gruyère traf ich mich anlässlich meiner Vorschau auf das Eidgenössische in weniger als einem Jahr mit Benjamin Gapany und Blaise Decrauzat zum Interview für den November-Beitrag. Blaise Decrauzat, der Präsident des Südwestschweizerischen Schwingerverbandes, erklärte sich bereit, als Dolmetscher zu amten.

Benjamin Gapany war dieses Jahr der beste Südwestschweizer Schwinger. In der Endabrechnung belegte der Sennenschwinger bei der SCHLUSSGANG-Jahreswertung Rang 31 mit 13 Punkten. Dies war für den 20-Jährigen die bisher beste Saison als Aktiver. Daraus resultierten sechs gewonnene Kränze (unter anderem der Bergkranz beim Weissenstein-Schwinget), der Sieg beim Waadtländer Kantonalen und fünf gewonnene Rangschwingfeste.
Der Palmarès des Freiburgers zieren bisher elf Kränze, darunter zwei Bergfestkränze. Weiter ein Kranzfestsieg und insgesamt acht gewonnene Rangschwingfeste.

Die körperlichen Masse des Romand können sich sehen lassen: 189 Zentimeter Körpergrösse und 115 Kilogramm Körpergewicht. Benjamin ist gelernter Landwirt und arbeitet zurzeit in einem 60 Prozent-Pensum in einem Landwirtschaftsbetrieb. Daneben widmet sich der Landwirt dem intensiven Training. Sein Wohnort ist Marsens FR, eine Gemeinde im Bezirk Greyerz. Benjamin, welcher schon in Marsens geboren wurde, nennt nebst dem Schwingen das Skifahren, Velo fahren, Schwimmen und das Wandern in den Bergen als seine Hobbys.

Benjamin schwingt seit er acht Jahre alt ist. Freunde seiner Eltern meinten damals, dass er damit beginnen soll. Denn er war schon mit acht Jahren ziemlich gross und kräftig. Schwingen ist seine grosse Leidenschaft. Er liebt diesen Sport und es ist das, was er am liebsten macht. Seine zweite Leidenschaft gilt der Viehzucht.

Benjamin Gapany_Bild für Beitrag
Benjamin Gapany
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Was für eine Saisonbilanz ziehst du für dich?
Insgesamt bin ich mit meiner Saison zufrieden. Bei zwei oder drei Festen lief es nicht nach Wunsch. Meine Ziele, welche ich mir im Training und in der Vorbereitung steckte, habe ich erreicht.

Hast du mit den Vorbereitungen und dem Training für die Saison 2016 schon begonnen?
Am 1. November habe ich mit dem Fitness-, Kraft- und dem Konditionstraining gestartet. Mit dem Schwingtraining begann ich um den 5. November. Nun wird das Training stetig gesteigert, und das Maximum sollte im kommenden Februar erreicht sein. Anschliessend wird die Trainingsintensität wieder etwas runtergefahren, damit ich zu Beginn der Saison fit und spritzig bin.

Was meinst du, liegt der Kranzgewinn am Eidgenössischen drin?
Der liegt schon drin, es muss aber alles zusammenstimmen. Dabei muss die Vorbereitung gut laufen, und es dürfen keine Verletzungen oder gravierende Blessuren hinzukommen. Zudem muss ich in Estavayer am Samstag und am Sonntag in Topform sein, damit alles rund läuft.

Bereitest du dich wegen dem Eidgenössischen speziell auf die neue Saison vor?
Ich habe mein Umfeld optimiert und gewisse Dinge geändert. Dazu gehören ein Betreuer und auch ein Ernährungsberater. Beim Schwingtraining ändere ich nichts und fahre so weiter wie bisher.

Was denkst du ganz allgemein über den Stand des Schwingens in der Westschweiz?
Vor einigen Jahren erlebten wir einen Tiefpunkt. Wir haben aber viele junge Schwinger und erleben zurzeit einen Generationenwechsel. Ich denke, dass wir mit den Jungen und dem nun erreichten Niveau eine aufstrebende Tendenz haben. Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns.

Welche bekannten Kranzschwinger schwingen sonst noch bei deinem Schwingklub La Gruyère? Habt ihr viele Jungschwinger im Klub?
Wir sind 20 Aktive, darunter sieben Kranzschwinger. Neben mir sind dies Simon Brodard, Guillaume Remy, Johann Borcard, Jeanpierre Cottier, David Barras, André Barras. Von unserem Schwingklub stammen zudem die ehemaligen Spitzenschwinger und Eidgenossen Gabriel Yerly, Rolf Wehren und Nicolas Guillet. Unser Klub zählt 35 bis 40 Jungschwinger.

Übrigens: Der Greyerzbezirk (District de la Gruyère), oder volkstümlich auch Greyerzerland genannt, weist um die 50‘000 Einwohner auf. Dazu gehören 25 Gemeinden, Bulle ist der Hauptort.

Wie viele Zweige und Siege hast du als Jungschwinger errungen?
Ich erschwang mir als Jungschwinger etwa 70 Zweige, und durfte bei 15 bis 20 Schwingfesten als Sieger vom Platz gehen.

Was war dein grösster Erfolg als Jungschwinger?
Meine grössten Erfolge waren 2009 der Sieg am Südwestschweizer Jungschwingertag und 2012 der Gewinn des Doppelzweiges beim Eigenössischen Nachwuchsschwingertag in Hasle-Entlebuch LU. Ich war von unserem Verband der einzige Jungschwinger, welcher beim Jahrgang 1995 den Doppelzweig holte. Sieger in unserer Kategorie war damals der Berner Philipp Roth.

Welches war als Aktiver bisher dein grösster Erfolg?
Mein erster Bergkranz auf dem Schwarzsee letztes Jahr. Ich war damals erst 19-jährig und wies ein schönes Notenblatt auf. Dabei bekam ich es mit drei Eidgenossen zu tun. Im fünften Gang konnte ich mit Thomas Sempach sogar einen bezwingen.

Benjamin Gapany’s fünfter Gang am Schwarzsee-Schwinget 2014:


Quelle: YouTube, Schlussgangfilmer Jakob Niederberger

Wie sieht deine Trainingswoche aus?
Meine Trainingswoche während der Vorbereitung sieht folgendermassen aus:
Montag: Konditionstraining
Dienstag: Kraft- und Schwingtraining
Mittwoch: Konditions- und Schwingtraining
Donnerstag: Schwingtraining
Freitag: Kraft- und Judotraining
Samstag und Sonntag: Abwechslungsweise Konditions- und Krafttraining.
Momentan beträgt der Trainingsaufwand 15 bis 20 Stunden pro Woche. Dieser Aufwand wird auf etwa 25 Stunden pro Woche erhöht, und dann bis zu Beginn der Saison auf etwa 15 Stunden zurückgefahren.

Die Trainingswoche während der Wettkampfzeit sieht ähnlich aus. Mit den Unterschieden, dass ich beim Konditions- und Krafttraining den Schwerpunkt auf Explosivität und Spritzigkeit lege. Zudem trainiere ich während der Schwingsaison etwas weniger als momentan in der Vorbereitung.

Welche Schwinger sind deine Vorbilder?
Die athletischen Schwinger wie Matthias Sempach, Kilian Wenger oder Matthias Siegenthaler sind meine Vorbilder.

Wie sehen deine Saisonziele für 2016 aus?
Die Ziele sehen ähnlich aus wie für diese Saison. Das heisst: Rangschwingfeste gewinnen, an den Kranzfesten den Kranzgewinn anstreben, sowie ein oder zwei Kranzfestsiege. Weiter visiere ich den Bergkranz auf dem Schwarzsee an. Das grosse Ziel ist der Kranz in Estavayer.

Hast du die Saisonplanung für 2016 schon gemacht?
Die Trainingsplanung bis März ist gemacht. Mit meinem Betreuer schaue ich die Zeit danach noch an, auch wann und wo ich Schwingfeste bestreiten werde. In meiner Agenda eingetragen sind bereits die fünf Kantonalen in unserem Gebiet und unser Teilverbandsfest. Das Genfer Kantonale wird 2016 übrigens auch durchgeführt. Wir dürfen in unserem Teilverbandsgebiet an jedem Kantonalen starten.
Geplant sind neben dem Bergfest auf Schwarzsee auch der Rigi- und der Brünig-Schwinget. Zudem ist auch ein Gast-Einsatz an einem Teilverbandsfest vorgesehen und eventuell ein Start am Basel Städtischen Schwingertag. Die Technische Kommission entscheidet im Dezember oder Januar, welche Schwinger wo starten können.
Zudem denke ich, dass ich wieder beim Frühjahrsschwinget in Ibach SZ an den Start gehen werde.

Was für Gefühle oder Gedanken löst das Eidgenössische in Estavayer bei dir aus?
Ich denke immer und überall daran: Beim Essen, beim Arbeiten, beim Training und beim Schlafen gehen. Nervös bin ich noch nicht, aber ich spüre, dass der Druck und die Erwartung langsam kommen. Speziell ist, dass das Eidgenössische bei uns, in unserem Kanton stattfindet. Es ist mein erstes Eidgenössisches, da ich mich vor dem ESAF Burgdorf verletzt habe.

Folgefrage an Blaise Decrauzat: Versucht ihr vom Verband her den Druck von den Schwingern vor dem Eidgenössischen etwas zu nehmen?
Für die jungen Schwinger ist das etwas Spezielles und Neues. Sie weisen nicht so eine Erfahrung wie Hanspeter Pellet auf, welcher an mehreren Eidgenössischen am Start war. Es ist eine Erwartung vorhanden, auch vonseiten des Verbandes. Wir versuchen daher alles, und haben auch einen Staff mit Trainer, Physiotherapeut und Arzt gebildet. Wir sehen die Schwinger nun monatlich bei einem Verbands-Zusammenzug. Dabei probieren wir sie aufzubauen und ihnen verschiedene Sachen mit auf den Weg zu geben.
Aber das Beste was die Schwinger machen können, ist zusätzlich einen Betreuer zu engagieren. Wir können nicht jeden Schwinger einzeln betreuen. Es haben übrigens schon mehrere Athleten einen eigenen Betreuer.

Was meinst du, wird das ESAF einen Boom in der Westschweiz auslösen? Oder hat er das im Vorfeld bereits schon getan?
Ob es einen Schwing-Boom auslösen wird, ist nicht unbedingt gesagt, aber gut möglich. Positiv ist, dass vom Schwingen in der Westschweiz gesprochen wird. Dass die Leute hier den Schwingsport kennen lernen. Denn dieser ist bei uns nicht so bekannt wie bei euch in der Deutschschweiz. So wird der Schwingsport auch bei uns populärer. Davon muss man nun profitieren. Denn bis zum nächsten Eidgenössischen bei uns vergehen wieder 15 Jahre.

Hat Estavayer2016 bei deinem Schwingklub schon etwas ausgelöst? Ist es ein grosses Thema für deinen Schwingklub?
Die Schwinger sind wegen dem bevorstehenden Eidgenössischen sehr motiviert. Wir hatten anfangs Jahr in unserem Klub, welcher 2014 den 90. Geburtstag feiern konnte, einen Präsidentenwechsel. Es gab auch organisatorische Anpassungen. Der neue, erst 30-jährige Präsident, brachte frischen Wind in den Klub und schuf ein ideales Umfeld. Weiter betreut uns neuerdings ein Konditionstrainer, welcher mich auch separat trainiert. Im kommenden Januar bestreiten wir zusammen mit den Schwingern vom Mythenverband ein Trainingsweekend. Dadurch sind wir noch motivierter.

Der Klub erlebte in den letzten Jahren auch seine Krisenzeiten, und die erfolgreichen Schwinger fehlten nach den Abgängen eines Gabriel Yerly. Das hat sich aber mit der jungen Schwingergeneration erfreulicherweise wieder geändert.

Welche Schwinger sind deiner Meinung nach die grössten Anwärter auf den Königstitel in Estavayer?
Ich denke, das sind Christian Stucki und Matthias Sempach. Aber auch Benji von Ah stufe ich als Königsanwärter ein. Die Jungen sehe ich als Neukranzer, aber noch nicht als Anwärter auf den Königstitel.

Was wünscht du dir für die Saison 2016?
Ich wünsche mir gute Gesundheit, keine Verletzungen, keine Blessuren, und dass nächstes Jahr alles gut läuft.

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Benjamin Gapany bei seinem Kranzfestsieg am diesjährigen Waadtländer Kantonalen in Aigle VD
Bildquelle: schlussgang.ch

Die Chancen für Benjamin Gapany stehen gut, den angestrebten Kranzgewinn in Estavayer zu realisieren. Der junge Schwinger tut alles dafür und ist äusserst motiviert.
Eine weitere wichtige Komponente sind sicher auch seine Trainingsbesuche bei den Berner Schwingern. Aus vielen Puzzleteilen zusammen ergibt sich ein Gesamtbild. Man spürt, dass in der Westschweiz ein neuer und frischer Wind im Schwingsport weht. Es wäre ihnen, allen voran Benjamin, zu gönnen, dass sie auch bald wieder die Früchte des Erfolges ernten dürfen.

Ich bedanke mich bei Benjamin Gapany für das offene und aufschlussreiche Gespräch. Mein Dank geht aber auch an den umsichtigen „Dolmetscher“ Blaise Decrauzat, welcher unermüdlich für den Schwingsport in der Westschweiz unterwegs ist.

feldwaldwiesenblogger

Zu Besuch bei Christian Schuler (Teil 2): „Ich probiere bei jedem Fest alles herauszuholen“

Im ersten Teil des Gespräches mit dem Rothenthurmer Spitzenschwinger ging es unter anderem um seine Saisonbilanz, um die Saisonplanung für 2016, wie gross Estavayer2016 schon ein Thema ist und was die Geburt seines Sohnes Dario bei ihm ausgelöst hat.

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Christian Schuler
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Welche Schwinger haben dir 2015 am meisten Eindruck gemacht?
Da gäbe es einige zu erwähnen. Aber aus Innerschweizer Sicht waren die Leistungen von Joel Wicki sehr beeindruckend und machten Freude. Vor allem überzeugte mich, dass er bereits eine solche Konstanz an den Tag legen konnte. Joel ist bereits eine sehr wichtige Stütze für unseren Verband.
Im Kanton Schwyz hat Mike Müllestein sein erstes Kranzfest gewinnen können und Adrian Steinauer überraschte mit seiner Schlussgangteilnahme am Schwarzsee-Schwinget. Von der jüngeren Generation hat Ralf Schelbert mit drei Kranzgewinnen für Aufsehen gesorgt.

Hast du auch einen Angstgegner?
Natürlich gibt es Gegner, welche einem besser passen. Aber einen Angstgegner in dem Sinn gibt es nicht, da man gegen jeden Gegner seine Chancen hat.

Hast du neben dem Schwingen und deiner jungen Familie eigentlich noch Zeit für ein Hobby?
Ja, das habe ich, und das sollte man auch haben. Mein Hobby ist das Fischen. Ich geniesse die Zeit am See, um auf andere Gedanken zu kommen. Und wenn noch ein Fisch anbeisst, macht es noch mehr Spass.

Welche Schwinger werden 2016 deiner Meinung nach für Furore sorgen?
Alle Schwinger, die Schwingfeste gewinnen. Christian lacht. Wer das ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ich denke, die Jungen werden wieder gute Leistungen bringen. Aber auch die bewährten Namen werden für Schlagzeilen sorgen. Denn: So schnell geht es beim Schwingsport nicht, dass von einem Jahr zum nächsten alles ändert. Nach dem Eidgenössischen wird der eine oder andere von der älteren Generation seinen Rücktritt geben. Vielleicht wird auch jemand für Furore sorgen, mit dem man jetzt noch gar nicht rechnet.

Kommt Matthias Sempach stärker denn je zurück und wird wieder zuschlagen?
Ich weiss natürlich nicht, wie stark er retour kommen wird. Er wird sicher wieder alles dafür tun. Es ist klar, wenn er schwingt, ist das für die Zuschauer immer ein Highlight. Er ist eine einer der explosivsten Schwinger und hat sensationelle Schwünge in seinem Repertoire. Ich hoffe sehr, dass er nächste Saison wieder beschwerdefrei schwingen kann.

Welche Ziele setzt du dir für die Schwingsaison 2016?
Ich probiere bei jedem Fest alles herauszuholen. Und wenn sich die Chance ergibt, ein Schwingfest zu gewinnen, probiere ich das auch. Das wird sowohl an den Frühlingsschwinget so sein, wie an den Kantonalen, den Teilverbands- und Bergfesten wie auch in Estavayer.

Gibt es dabei ein besonderes Ziel?
Neben dem Eidgenössichen Schwingfest in Estavayer freue ich mich auch besonders auf das Innerschweizerische Schwingfest in Einsiedeln SZ, welches von unserem Schwingklub durchgeführt wird.

Ich nehme an, die jungen Schwinger aus deinem Schwingklub fragen dich regelmässig um Rat. Was wollen sie dabei meistens von dir erfahren?
Die meisten Schwinger in unserem Klub sind schon ein bisschen erfahren und wir geben uns gegenseitig wertvolle Tipps. Zum Glück kommen jetzt wieder einige junge Schwinger nach und diese sind bestimmt froh um die Tipps von den erfahrenen Schwingern des Klubs.

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Christian Schuler, Sieger des Schwägalp-Schwingets 2011: Einer seiner bisher schönsten Erfolge
Bildquelle: schwaegalp-schwinget.ch

Was denkst du über die Professionalisierung des Schwingtrainings? Ab wann fand eigentlich diese Entwicklung statt?
Es liegt in der Natur des Menschen, dass man sich stetig verbessern will. Dies führt auch im Sport zu einer stetigen Professionalisierung. Heute trainieren sehr viele Schwinger intensiv und dies macht die Spitze breiter und alles ist noch näher zusammen.
Dass das Niveau heute enorm hoch ist, ist unbestritten. Man darf jedoch nicht unterschätzen, was die besten Schwinger der früheren Jahre bereits geleistet haben. Diese haben zu Ihrer Zeit das Beste aus sich herausgeholt um möglichst vorne mitzuschwingen.

Was meinst du, trauen sich die Jungschwinger manchmal zu viel zu und strapazieren dadurch ihre Gesundheit?
Was ich beobachten kann ist, dass viele der jetzigen Generation der Jungschwinger enorm früh gut trainiert sind. Wie sich das Training auf einen Körper auswirkt ist bestimmt bei jedem unterschiedlich. Wenn die Schwinger jedoch gut betreut sind, wird die Gesundheit nicht strapaziert. Sie werden dadurch gut auf die harten Belastungen auf dem Schwingplatz vorbereitet.

Was meinst du, wird der Schwing-Boom noch mehr zunehmen, oder ist eine Grenze erreicht?
Momentan ist der Hype um das Schwingen immer noch sehr gross und es ist natürlich schön, dass viele Freude an unserem Nationalsport haben. Meiner Meinung nach wird Schwingen auch in Zukunft einen grossen Stellenwert in der Schweiz haben. Dass das so bleibt, braucht es eine gute Arbeit im Nachwuchsbereich, damit die Zahl der Aktiven auch in den nächsten Jahren stabil bleibt.

Wird es irgendwann Schwinger geben, die von ihrem Sport leben können?
Theoretisch ist das möglich. Ob das einer macht, ist die andere Frage. Aber es sind bestimmt nicht viele, die wirklich nur vom Schwingen leben könnten.
Ich sehe es sogar sehr positiv, dass man neben dem Schwingen einem Beruf nachgehen kann. Erstens gibt es einen Ausgleich zum Sport, und zweitens kann man sich so schon jetzt ein gutes Standbein für später aufbauen.

Hast du einen besonderen Wunsch für nächstes Jahr?
Der wichtigste Wunsch ist, dass ich gesund bleiben kann. Dass man das Ganze mit Freude machen kann, und dass es mir so läuft, wie ich es erhoffe.

Zum Abschluss der zweiteiligen Reihe „Zu Besuch bei Christian Schuler“ bedanke ich mich beim dreifachen Eidgenossen für das sehr interessante und aufschlussreiche Gespräch. Ich wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und jetzt schon einen tollen Start in die Saison 2016.

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News aus dem Südwestschweizer Schwingerland: Michael Nydegger’s Zusammenarbeit mit by the way und erster Zusammenzug der Südwestschweizer Schwinger

Michael Nydegger
Michael Nydegger
Bildquelle: Facebook

Zusammenarbeit Micheal Nydegger und by the way communications AG
Gestern wurde eine Medienmitteilung verschickt. Darin ist zu entnehmen, dass die Agentur by the way communications AG ab sofort sämtliche Kommunikationsaktivitäten für den Freiburger Eidgenossen Micheal Nydegger übernimmt.

Weiter wird erklärt:
Die Agentur kümmert sich zudem um die Suche von potenziellen Sponsoren, damit sich Michael voll und ganz auf die Vorbereitungen für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 konzentrieren kann.

by the way communications ist mit ihren Büros in Bern und Fribourg der perfekte Partner für den zweisprachig aufgewachsenen Michael Nydegger. 42 Kränze hat der 29-Jährige in seiner Karriere bereits gewonnen, einen davon am Eidgenössischen Schwingfest 2007 in Aarau. Doch der ambitionierte Schwinger hat noch lange nicht genug.

Mit einer top Platzierung am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac will der Freiburger seiner Karriere im nächsten Jahr einen neuen Höhepunkt bescheren. Nydegger bereitet sich getreu seinem Motto minutiös auf dieses Ziel vor. Denn für ihn ist klar: «Du musst nichts, du darfst, aber wenn, dann machst du es richtig!»

Die Zusammenarbeit mit by the way ist ein wichtiger Puzzlestein in dieser Vorbereitung und ein grosser Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel. Als Agentur übernimmt by the way sämtliche Kommunikationsaktivitäten rund um seine Person, Social Media und die Sponsorensuche. Der Schwinger kann sich so vollumfänglich auf das Training und sein Zweitstudium der Sportwissenschaften an der Universität Freiburg konzentrieren.

SuedwestschweizerSchwingerverband_Logo
Bildquelle: schwingenonline.ch

Erster Zusammenzug der Südwestschweizer Schwinger
Heute Samstag treffen sich die Südwestschweizer Schwinger zu einem ersten gemeinsamen Training, als Vorbereitung für Estavayer2016. Geplant sind ein Konditions- und ein Schwingtraining. Wie mir Blaise Decrauzat, der Verbandspräsident der Südwestschweizer, erklärte, habe man nun vor, sich einmal im Monat zu einem gemeinsamen Training zu treffen.
Den Startschuss zur Vorbereitung auf das Eidgenössische in ihrem Verbandgebiet fand mit einem Info-Abend bereits statt.

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