Wie weiter in der Syrien-, Flüchtlings- und Terror-Problematik?

Syrien_Zerstörung
Bildquelle: welt.de

Am 30. August 2013 verfasste ich diesen Blogbeitrag: Gedanken zum Krieg und Elend in Syrien. Dabei schilderte ich meine Gedanken zum Syrien-Krieg und brachte sie in meinen Blog. Heute, fast zweieinhalb Jahre später, ist viel geschehen. Einerseits überraschen mich die Klickzahlen, die dieser Beitrag ausgelöst hat. Nämlich viele, ein positiver Punkt. Das ist dann aber schon das einzig Positive daran. Der Rest ist eine Ansammlung von negativen Geschichten, angefangen vom brutalen Krieg bis zu den jüngst verübten Terroranschlägen in Paris.

Wie weiter? Wenn das jemand wüsste oder allenfalls ein Rezept hätte, dieser jemand bekäme auf der Stelle den Friedensnobelpreis. Die Negativ-Spirale hat sich so derart in die falsche Richtung bewegt, dass man das Gefühl hat, es gäbe (fast) keinen Ausweg mehr.

Unsereins liest Zeitung, schaut fern und versucht sich so gut wie möglich zu informieren. Da mischen aber mittlerweile so viele Parteien mit, dass man den Überblick verloren hat. Kommt hinzu, dass die ganze Krise nun nach Europa gekommen ist. Die Flüchtlingsströme überfluten die EU und zunehmend die Schweiz. Einhergehend hat der Terror Einzug gehalten. Paris ist schon wieder ge- und betroffen. Zunehmend nimmt dort die Furcht und Angst vor weiteren Anschlägen Besitz von der Bevölkerung. Belgien, respektive Brüssel, hat seit Tagen die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Was lief da alles falsch? Sind die Antworten in den Zeitungen und Magazinen immer so einfach? Ist es die grosse Zahl an Ausländern, die nicht mehr integrierbar sind? Die mehr und mehr ihrem Schicksal in den Banlieue und Vorstädten überlassen werden, sich radikalisieren und nun zuschlagen?

Wie sieht es in Deutschland aus? Muss sich Angela Merkel noch wärmer anziehen wegen ihren September-Tagen der offenen Türen in Deutschland? Wird sie, wie die WELTWOCHE vermutet, noch vor den Festtagen abgelöst? Ist der Graben in der grossen Koalition und in ihrem eigenen Lager inzwischen so gross, dass sich in unserem nördlichen Nachbarn nicht mehr überwindbare Probleme zu einer Regierungskrise auswachsen?

Und die Schweiz? Wie steht die da? Sollen Soldaten den hoffnungslos überforderten Grenzwächtern zu Hilfe eilen um unsere Grenzen noch besser zu schützen? Können wir noch mehr Flüchtlinge aufnehmen? Oder holen wir uns auch die „französischen“ Probleme ins Land? Hat die SVP auf dies alles geeignete Antworten? Oder kümmert sie sich nach dem überwältigenden Wahlsieg im Nationalrat nur noch um die bevorstehende Bundesratswahl? Die, gelinde gesagt, im Vorfeld als abgekartete Sache wahrgenommen wird.

Fragen über Fragen. Eines ist jedoch klar: Der brutale Krieg in Syrien, der einfach keine Ende zu nehmen scheint, wird von Tag zu Tag hoffnungsloser. Kein Wunder, verlassen die noch verbliebenen Einwohner auf schnellstem Weg das Land. Viel besser wird es für diese Menschen dann meist auch nicht. Irgendwo in einem Flüchtlingscamp in der Türkei gestrandet, versuchen diese der Tristesse zu entfliehen.

Die Türken respektive deren Präsidenten-Diktator Recep Tayyip Erdoğan hat die EU in der Hand. Wenn diese seine Politik, beispielsweise die brutale Unterdrückung der Kurden, nicht schlucken, öffnet er die Grenzen. Was dann passiert, haben wir spätestens seit dem Frühherbst zur Genüge im TV gesehen. Nicht mehr endende Flüchtlingstrecks, die via die Balkanroute vor allem nach Deutschland wollen.

terroristen_focus
Bildquelle: stefan-niggemeier.de

Wie wir aber nun wissen, gelangten bei diesen Flüchtlingsströmen mit grösster Wahrscheinlichkeit auch radikale IS-Terroristen nach Frankreich. Man will sich gar nicht ausmalen, was da noch alles auf uns zukommen wird. Die jüngsten Beispiele, die Absage des Länderspieles Deutschland – Holland und die Terror-Angst in Belgien sowie weiten Teilen der Welt, belegen, dass eine unmittelbare Terrorgefahr latent vorhanden ist. Ob sich diese Gefahr noch stärker manifestieren wird, bleibt abzuwarten.

Deshalb sei nochmals die Frage erlaubt: Wie weiter? Ich meine, Weltwoche-Chef Roger Köppel hat Woche für Woche einen Plan oder eine Vision, wie man was – wo umsetzen soll. Woher hat der Neo-SVP-Nationalrat diesen Durchblick? Meines Erachtens ist die ganze Problematik so dermassen vertrackt, dass nur punktuell und Schritt für Schritt Krisenherde gelöscht werden können. Ich erwähne bewusst das Wort „Krisenherde“ in der Mehrzahl. Denn es sind viele!

Aber Köppel hat auf alles eine Antwort. Ich nicht. Viele Fragen brennen mir auf der Zunge und beschäftigen mich. Zugegeben, ich denke nicht immer daran und zerstreue mich auch mit meinen beiden Schwerpunkten „Schwingen“ und „Musik“. Dabei kann ich abschalten und auf andere Gedanken kommen. Trotzdem: Dieser Beitrag lag mir auf der Zunge, respektive in den Fingerspitzen. Gerade auch wegen der Aktualität und aber auch wegen den Klickzahlen. Scheinbar hat der Beitrag anno 2013 bewegt. Ich las ihn kürzlich wieder einmal aufmerksam durch. Irgendwie ist er immer noch aktuell. Klar, viele Dinge haben sich getan. Aber die Wurzel vielen menschlichen Leides dieser Tage liegt im Syrien-Krieg.

Assad, Putin und Obama
Bildquelle: welt.de

Was mich dabei auch erstaunt, ist die Politikergilde. Es wird viel geredet. Nägel mit Köpfen werden nur selten gemacht. Einer, der Nägel mit Köpfen machte, war der russische Präsident Putin. Er lässt sein Militär, aus welchen dunklen Motiven auch immer, in diesem Krieg mitmischen. Die Konsequenzen bekam Putin mit dem Anschlag auf ein russisches Passagierflugzeug schon zu spüren.

Frankreichs Präsident Hollande lässt nach den Anschlägen vor anderthalb Wochen noch heftigere Bombardements auf IS-Hochburgen fliegen. Irgendwie hat auch Monsieur Président Nägel mit Köpfen gemacht. Derweil sich die IS nicht beirren lässt und nicht nur im Niemandsland von Syrien und Irak sich einnistete, sondern auch in Europa. Und scheinbar auch noch an vielen anderen Orten.

Dieses Übel wird uns noch länger beschäftigen. Es wird uns, ohne ein grosser Prophet sein zu müssen, noch länger begleiten. Unser westliches Leben wird vermutlich ein Stück weit weniger frei sein.
Aber: Wie und wann diese im Titel erwähnten drei Problematiken einigermassen entschärft sein werden, weiss zurzeit niemand. Die Mächtigen werkeln wohl einfach weiter an der Weltordnung rum.
Und: Irgendwie geht es trotzdem weiter. Es fragt sich einfach, wie?

feldwaldwiesenblogger

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