Rückblick auf das Neuenburger Kantonale in Couvet: Ein kleines aber feines Fest (Teil 2)

Wie kürzlich schon beim Teil 1 erklärt, handelt es sich bei diesen beiden Einträgen um den Mai-Beitrag als Vorschau auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. Beim Teil 1 legte ich den Fokus auf das Comeback von Michael Nydegger. Heute folgt im Teil 2 eine Fotostrecke vom kleinen aber feinen Neuenburger Kantonalschwingfest, welches in Couvet, im Val de Travers, stattfand. Bildquelle aller Fotos: feldwaldwiesenblogger

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800 Zuschauer befanden sich am letzten Sonntag in Couvet beim 98. „Neuenburger“. Dabei traten 108 Schwinger an. Wegen dem gestellten Schlussgang, welcher zeitweise recht spektakulär verlief, konnte der Neuenburger Samuel Dind den Sieg erben.

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Den Schlussgang bestritten die beiden Freiburger Steven Moser und Marc Guisolan.

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Samuel Dind (links) zeigte eine hervorragende Leistung und wurde schliesslich verdient zum Sieger des 98. Neuenburger Kantonalen erkoren.
Der Siegerpreis war ein prächtiges Rind.

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Der Gabentempel wurde mit schönen und feinen Utensilien hergerichtet.

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Während dem ganzen Tag konnten interessante und sportlich hochstehende Zweikämpfe beobachtet werden. Von einigen Gängen konnte ich teilweise spektakuläre Fotos machen.

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Beobachtet wurden die Südwestschweizer Schwinger unter anderem vom Verbandspräsidenten Blaise Decrauzat und Manu Crausaz, welcher dem Trägerverein Estavayer 2016 vorsteht.

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Wie das Team Romandie fürs Eidgenössische in Estavayer aussehen wird, ist zurzeit noch nicht klar. Mit dem Neuenburger Kantonalen fand erst das zweite von insgesamt sieben Kranzfesten auf dem Gebiet der Südwestschweizer statt. Für eine definitive Qualifikation bleibt also noch genügend Zeit.

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Auch in Couvet durfte der Stand mit Utensilien, welche unmissverständlich den Saisonhöhepunkt in Estavayer ankündigen, nicht fehlen.

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Unter den Zuschauern fand sich auch ein Schwingerkönig: David Roschi, der Sieger des Eidgenössischen von 1972. Dieses fand damals auch in der Südwestschweiz statt, nämlich in La Chaux-de-Fonds. Der frühere Spitzenschwinger begleitete Sohn Ruedi und seine Kameraden vom Schwingklub Niedersimmental.

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Apropos Berner Oberländer Schwinger: Der zurzeit rekonvaleszente Oberländer Turnerschwinger Jonas Lengacher, welcher vor drei Wochen operiert wurde, war in Couvet auch zugegen. Den sechsten Gang von Marcel Wenger hielt er gleich mit seinem Smartphone fest. Zu Recht: Gewann doch der Bruder von Kilian Wenger als 17-Jähriger seinen ersten Kranz, und das erst noch als Gast.

Natürlich durfte die Folklore beim Neuenbuger Kantonalen im Val de Travers auch nicht fehlen. Ein symphatisches Schwyzerörgeli- und ein gestandenes Alphorn-Trio waren für die urchigen Klänge besorgt.

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Der Festakt gestaltete sich um einiges lockerer als in der Deutschschweiz. So wurde wohl eine schön Fahne zum Rednerpult getragen, bei der Aufstellung und dem Tenue nahm man es aber mit welschem Charme ziemlich gemütlich.

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Die „Rächäli-Buäbä“ waren zwei nicht mehr ganz junge „Monsieurs“. Sie verrichteten ihren Job den ganzen Tag über tadellos.

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Neben den vier Sägemehlringen kam so etwas wie Volksfestcharakter auf. Neben Essens- und Getränkeständen wurde sogar ein Riesen-Pirat als Hüpfburg für die Kleinsten aufgestellt.

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Der welsche Charme, wie bereits oben erwähnt, drückte dem Fest in Couvet seinen Stempel auf. Der Schwingplatz mit seinem Drumherum vermittelte einem den ganzen Tag einen familiären und fröhlichen Charakter. Der Schwingsport in der Romandie lebt. Er wird einfach von deutlich weniger Schwingern und Zuschauern als in der Deutschweiz besucht. Diejenigen aber, welchen unseren Nationalsport dort pflegen, leben ihn mit sehr viel Herzblut. Man darf sich deshalb heute schon auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer freuen. Die Romands verstehen es nämlich sehr wohl, einen sportlichen Anlass zu einem gemütlichen Volksfest werden zu lassen.
Ich für meinen Teil werde nebst dem Eidgenössischen ganz sicher irgendwann wieder einmal ein Kranzfest auf Südwestschweizer Boden besuchen.

feldwaldwiesenblogger

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