Meine vier Schwingerkönigs-Tipps – Nr. 4: Christian Schuler

Praktisch alle kleineren und grösseren Medien tun es dieser Tage: Sie geben ihre Favoriten für den Schwingerkönig-Titel feil. Diesem Unterfangen möchte ich natürlich nicht fern bleiben. Anders als noch vor drei Jahren, damals führte ich ein Schwingerkönig-Barometer („Der Endstand meines Schwingerkönig-Barometers“), gebe ich für Estavayer2016 vier Tipps ab. Meine vier Favoriten kristallisierten sich gewissermassen diese Saison heraus. Eine sorgfältige Abschätzung mit Einbezug der Resultate, viel Gelesenem und Gesehenem gehörten dazu.
Nach dem Königs-Tipp Nummer 1 (Matthias Sempach), Tipp Nummer 2 mit Christian Stucki und Tipp Nummer 3 mit Armon Orlik stelle ich heute meinen Tipp Nummer 4 vor: Christian Schuler.

Christian Schuler – Schwingerkönig-Tipp-Nummer 4

Christian Schuler (christian-schuler.ch)
Christian Schuler, dreifacher Kranzfestsieger und siebenfacher Kranzgewinner in dieser Saison
Bildquelle: christian-schuler.ch

Christian Schuler belegt derzeit mit 31 Punkten Platz drei in der SCHLUSSGANG-Jahrespunkteliste, gleich hinter Schwingerkönig Matthias Sempach. Diese hervorragende Rangierung verdankt der Rothenthurmer seiner bisher stärksten Saison. Bei acht Kranzfesten resultierten drei Siege und sieben Kränze. Mit meiner vierteiligen Serie über Christian Schuler’s Weg nach Estavayer begleitete ich den kräftigen Sennenschwinger und kam kürzlich zum Abschluss.

Wie mir Christian kürzlich im Gespräch erzählte, hat er im vergangenen Winter sehr viel gearbeitet. Dabei Trainingsabläufe intensiviert und versucht zu verbessern, was in der Saison 2015 nicht so gut lief. Das Resultat ist bekannt: Der dreifache Eidgenosse avancierte diese Saison mit einer konstanten Spitzenleistung klar zum Leader der Innerschweizer. Beim Innerschweizerischen in Einsiedeln SZ gewann Christian souverän und verbuchte für sich das bisherige Saisonhighlight.
Nebst dem Triumph beim eigenen Teilverbandsfest reüssierte der 79-fache Kranzgewinner anfangs Saison beim Zuger Kantonalen und beim Start zu den Bergkranzfesten auf dem Stoos.

Wie Armon Orlik traf Christian diese Saison auch erst einmal auf die Berner Schwinger. Beim härtesten aller Bergfeste, dem Brünig-Schwinget. Dies nach einer kurzen Verletzungspause wegen einer Rippenprellung. Der Schwyzer kam auf der Wasserscheide zwischen der Innerschweiz und dem Bernbiet zu vier Siegkreuzen, einem Gestellten und verliess den Platz einmal als Verlierer. Daraus resultierte der gute Rang 4c und das begehrte Eichenlaub.
Beim Anschwingen traf Christian auf Schwingerkönig Matthias Sempach, und hielt bestens mit. Nach Angriffsversuchen von Sempach startete solche auch er. Letztendlich endete der Gang unentschieden. Beim Zweikampf mit einem anderen Berner Eidgenossen, Matthias Glarner, riskierte der sehr offensiv schwingende Marketingfachmann zu viel, und verlor prompt.

Anhand der Saisonresultate und eigenen Beobachtungen traue ich Christian beim Eidgenössischen sehr viel zu. Wie er selber sagte, hat er diese Saison ein oder zwei Kranzfeste selber aus der Hand gegeben. Dem stimme ich zu. Dabei konnte man feststellen, dass der brillante Techniker vielleicht einen Tick zu früh seine Defensive öffnete, angriff und dabei in einen Konter lief. Je länger die Saison lief, je souveräner und fokussierter verliefen die Zweikämpfe. Einzig beim angesprochenen Gang mit Glarner auf dem Brünig startete Christian zu früh einen Angriffsschwung und lief in einen Konter. Vielleicht kam diese Niederlage aber gerade rechtzeitig, und lässt ihn die Zweikämpfe beim Eidgenössischen noch abgeklärter angehen.

Christian Schuler gehört für mich auch zu den Anwärtern auf die Königskrone. Ich stufe ihn hinter Matthias Sempach, Christian Stucki und Armon Orlik als den vierten im Bunde ein. Warum? Nun, eine sorgfältige Abschätzung der Resultate und Verläufe der Kranzfeste liess mich zu diesem Ergebnis kommen. Sempach ist und bleibt das Mass aller Dinge, Stucki kann je nach Verfassung und Festverlauf alle bodigen und Orlik hatte bisher eine äusserst starke Saison. Wenn Christian an diesen drei Spitzenschwingern vorbeikommt, traue ich ihm den Titel in Estavayer zu.
Ich bin überzeugt, dass er alles für ihn mögliche unternommen hat. Und: Wenn der Kurz-Spezialist beim ESAF so einen Tag einzieht wie beim ISV-Teilverbandsfest, dann könnte es am nächsten Sonntag (endlich) den zweiten Schwingerkönig aus der Innerschweiz geben.

feldwaldwiesenblogger

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