Der Bündner Eidgenosse Mike Peng schwingt auch 2017

Als dritten „älteren“ Eidgenossen spürte ich den Nordostschweizer Mike Peng, Jahrgang 1981, auf. Der 35-jährige Turnerschwinger wurde 2010 in Frauenfeld zum Eidgenossen gekrönt, hat total 17 Kränze auf seinem Konto und schwingt seit 1991. Mike wohnt in Malix-Churwalden GR und schwingt für den Graubündner Kantonalverband. Der Angehörige des Schwingklubs Chur ist gelernter Metallbauer sowie Schlosser und arbeitet heute beim Strassenunterhalt der Gemeinde Churwalden.
Der Bündner schwingt auch 2017.

Apropos Liste, welche ich gerade abarbeite: Einer der angefragten Eidgenossen meinte, dass er im Vergleich mit Martin Grab halt vielleicht nicht so wichtig und interessant sei. Ich entgegnete ihm: „Für mich sind alle Schwinger ausnahmslos wichtig und interessant. Jeder verdient es, erwähnt zu werden.“

Und übrigens: Den zweitältesten Eidgenossen, Nöldi Forrer (Jahrgang 1978), habe ich nicht kontaktiert. Aus dem einfachen Grund: Nöldi lässt betreffs Rücktritt nichts auf seiner Homepage verlauten und auf der SCHLUSSGANG-Internetseite konnte man indirekt herauslesen, dass er 2017 auch schwingt. Ich befragte nur jene Schwinger, bei denen man nicht wusste ob sie weiterschwingen. Oder man nichts dergleichen lesen konnte.

mike-peng
Mike Peng
Bildquelle: esv.ch

Eingangsfrage: Schwingst du nächste Saison auch noch?
Ja.

Wann fälltest du den Entscheid, weiter zu machen?
Ich nehme es von Jahr zu Jahr. Das Wichtigste ist, dass die Gesundheit stimmt und ich noch Spass am Schwingen habe.

Was bewog dich dazu, weiter zu machen?
Einerseits habe ich immer noch grosse Freude am Schwingsport. Andererseits wegen der Kameradschaft.
Zudem: Zwei spezielle Anlässe nächstes Jahr bewogen mich dazu, weiter zu machen. Punkt eins: Das Nordostschweizerische findet bei uns im Bündnerland in Davos statt. Nämlich in der Vaillant Arena, dem Eisstadion des HC Davos. Punkt zwei: Die 20. Austragung des Brambrüesch-Schwinget ob Chur, welches von unserem Schwingklub durchgeführt wird.

Wie geht es dir? Hast du keine Verletzungen oder Blessuren?
Ich darf auf Holz klopfen, es ist momentan alles tipptopp. Diesbezüglich kann ich zufrieden sein und mache darum auch weiter.

Wie sieht dein Wintertraining aus?
Wir haben mit dem Wintertraining begonnen. Momentan praktizieren wir das Schulschwingen und machen ein Aufbautraining mit Kraft, Kondition und Koordination. Dabei muss ich das Rad nicht mehr neu erfinden. Zurzeit absolviere ich wöchentlich ein Schwingtraining und zwei Einheiten Aufbautraining. Ab Januar bin ich dann zweimal im Schwingkeller und das Training wird sukzessive gesteigert.

Hast du dein Training wegen deinem zunehmenden Alter angepasst? Inwiefern?
Gross habe ich da nichts angepasst. Ich versuche mein Training so durchzuziehen wie bisher. Da ich zu 100 Prozent arbeite, liegt nicht mehr drin. Es passt für mich soweit. Heutzutage wird einfach mehr trainiert als früher.

Wann bestreitest du das erste Schwingfest 2017?
Gute Frage. Soweit habe ich noch gar nicht geplant. Ich schaue den Kalender anfangs 2017 genauer an. Wahrscheinlich ein Frühjahrsschwinget wie beispielsweise das Toggenburger Verbandsschwingfest.

Wie lauten deine Ziele für 2017? Schwingst du voraussichtlich auch 2018?
Was soll ich sagen? Das primäre Ziel ist, dass ich jeweils gesund heimkomme. Das zweite Ziel ist ein NOS-Kranz. So ein Exemplar besitze ich nämlich noch keines. Ich war zwar schon drei- oder viermal nahe daran. In meiner Sammlung fehlt überdies noch ein Teilverbandskranz.
Betreffs 2018: Das ist auch eine gute Frage. In jenem Jahr fände das Bündner-Glarner Kantonale in Arosa statt, welches von unserem Schwingklub Chur organisiert wird. Dann wäre schon bald wieder 2019, und das Eidgenössische in Zug stünde auf dem Programm. Ich entscheide im Herbst 2017, wie-wo-was und wann.

Ich bedanke mich bei Mike Peng für das Erklären seiner Absichten in breitestem Bündner Dialekt. Mit Mike hatte ich bis anhin noch nie Kontakt. Er hinterliess mir beim Telefonat einen aufgestellten Eindruck. Der Eidgenosse vom Schwingklub Chur gehört zum breiten Mittelfeld der Schwinger, welche zwar nicht unbedingt herausstechen. Sie sind aber für die Schwinger-Schweiz eminent wichtig und bilden das Fundament. Ohne sie wären die absoluten Spitzenathleten nämlich auch nicht viel wert.
Mike, alles Gute und ToiToiToi für 2017!

feldwaldwiesenblogger

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