Zuchtstier Fernando für den Schwägalp-Sieger 2017

Text und Foto: Valentin Hörler (Presse/Medien Schwägalp-Schwinget)

Am 20. August steigen auf der Schwägalp die Bösen in die Hosen und treffen sich nur eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt, dem Unspunnen-Schwinget, zu einem letzten Formtest. Neben der heimischen Elite begrüsst das Organisationskomitee (OK) dieses Jahr hochkarätige Gäste aus den Teilverbänden Bern und Südwestschweiz.


Stier Fernando mit Besitzer Ueli Frick aus Urnäsch

Der Schwägalp-Sieger 2017 wird am Festsonntag Stier Fernando in Empfang nehmen dürfen. Der aus Urnäsch stammende Zuchtstier ist von der Migros gespendet. Toni Fässler aus Uesslingen spendet das Rind Blanka, das ebenfalls aus Urnäsch kommt und am Schwägalp-Schwinget für den Zweitplatzierten bereitsteht. Auf den Drittplatzierten wartet das Rind Hilari aus Urnäsch, welches von den Olma Messen St. Gallen gespendet wird. Für den Schwinger auf dem vierten Schlussrang steht ebenfalls ein Rind bereit: Nina aus Mogelsberg wird von Erwin Kobelt aus Marbach gespendet. Den Reigen der Lebendpreise schliesst traditionsgemäss ein Fohlen ab: Der fünftplatzierte Schwinger darf heuer das Fohlen Herma aus dem Gestüt von Kappensand in Diepoldsau, gespendet von Peter Hafner aus Lutzenberg, entgegennehmen.

Kostenloses ÖV-Angebot wird ausgeweitet
Das letztes Jahr erstmals erprobte Verkehrskonzept hat sich bewährt. Am Festsonntag entstand dank des im Schwingfest-Ticket integrierten ÖV-Angebotes kein Verkehrschaos auf der Schwägalp. Das OK hat nun entschieden, dieses Angebot auszuweiten: Neu reisen sämtliche Besucherinnen und Besucher, die ihr Ticket im Vorverkauf erwerben, ab Gossau, Appenzell und Wil (via Wattwil) kostenlos auf die Schwägalp. Die Postautokurse verkehren bereits ab 05.30 Uhr im Viertelstundentakt von Urnäsch und Nesslau auf die Schwägalp.
Weitere Informationen: www.schwaegalp-schwinget.ch

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Haldi-Bergschwinget 2017: Das OK präsentiert den Lebendpreis

Text und Foto: Elias Bricker

Am 18. Juni findet zum 40. Mal der Haldi-Bergschwinget statt. Der Sieger wird dabei ein trächtiges Rind erhalten.

Der Schwingklub Schattdorf führt am 18. Juni zum 40. Mal den traditionellen Haldi-Bergschwinget durch (Verschiebedatum: Sonntag, 25. Juni). Dabei werden Schwinger aus der ganzen Innerschweiz und dem Tessin zusammengreifen. Der Sieger wird auch in diesem Jahr wiederum einen Lebendpreis erhalten.

Kürzlich haben die Spender und eine Delegation des Organisationskomitees (OK) das Tier auf dem Hof von Züchter Damian Arnold im Dimmerschachen in Schattdorf begutachtet. Der Lebendpreis wird gesponsert von der Fenster Nauer AG und dem Restaurant Lehnhof in Altdorf. Beim Fototermin waren Tino Gisler von der Fenster Nauer AG und Antonia Thüring vom „Lehnhof“ zugegen. Das OK war vertreten durch die drei Sponsoring- und Gabenverantwortlichen Stefan Arnold, Damian Gisler und Flavio Gisler.

Das grossgewachsene Rind Vigora kam am 31. Januar 2015 auf die Welt und ist eine Tochter des berühmten Stiers Vigor. Seit Januar 2017 ist Vigora überdies trächtig. Speziell ist übrigens, dass der Züchter Damian Gisler selber Freimitglied des organisierenden Schwingklubs Schattdorf ist.


Von links: Die Vertreter des OK’s mit Flavio Gisler, Damian Gisler und Stefan Arnold. Weiter Züchter Damian Arnold sowie die Spender Antonia Thüring („Lehnhof“) und Tino Gisler (Fenster Nauer AG).

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Meine Schwingerwoche: Der Schnee-Start in das erste Kranzfest-Wochenende

Text: feldwaldwiesenblogger

Am vergangenen Sonntag fand für die Schwingerfans der langersehnte Start in die Kranzfestsaison statt. Daneben wurden aber auch an fünf Orten Rangschwingfeste ausgetragen.
Zwei Tage davor, am Freitag (29. April) schneite es, wie wenn der Hochwinter sich überhaupt noch nicht verabschiedet hätte. Dabei erlebte ich doch bereits am 9. April beim Rapperswiler Verbandsschwingfest in Kaltbrunn SG einen Hauch von Sommer. Bei herrlichem Sonnenschein und beinahe 25 Grad…


Muotathal am 29. April 2017, tief verschneit
Foto: feldwaldwiesenblogger

Aber der April macht eben, was er will. Ob man diese Formel auch auf den Schwingsport anwenden kann? Kaum. So gab es im Monat April eine einzige saftige Überraschung, als der Zuger Marcel Bieri den haushohen Favoriten Christian Schuler beim Frühjahrsschwinget Pfäffikon bodigte.

Vor dem Zuger Kantonalen habe ich am besagten Schnee-Freitag auf dem Schwinger-Blog bei Facebook folgendes gepostet: „Der Schwingplatz in Baar wurde auch eingeschneit. Die Wetterprognosen für Sonntag lassen aber auf frühlingshaftes Wetter mit Sonne hoffen.
P.S.: Letztes Jahr schneite es just am Tag des Zuger Kantonalen. Diesmal hatte Petrus immerhin Einsicht und lässt Frau Holle zwei Tage vorher ihre Kissen ausschütteln…“


Schwingplatz in Baar am 29. April 2017, ebenfalls tief verschneit
Foto: Facebook

Ebenfalls an jenem mittlerweile berühmt-berüchtigten 29. April hielten die Muotathaler Wetterschmöcker ihre Frühlingsversammlung im Muotatal ab. Ich war nicht dabei, vermute aber, dass die sechs weisen Herren wohl einiges zu hören bekommen haben. Der Winter war nicht halb so streng wie vorausgesagt und holte Ende April noch einiges nach. Aber diese „Wettergeschichten“ sind nun wirklich ein anderes Thema.

Zurück zum Schwingsport. Los ging es am Samstag mit dem Abendschwinget Frutigen, welches der Schwingerkönig von 2010, Kilian Wenger, für sich entscheiden konnte. Im Schlussgang bezwang der Diemtigtaler seinen Oberländer Kollegen Bernhard Kämpf in der fünften Minute mit einem Kurz. Findet Wenger in dieser Saison zu seinen besten Zeiten zurück, beispielsweise wie 2016? Damals gewann Kilian im Frühling souverän den Bad-Schwinget Wolhusen und den Baselstädtischen Schwingertag mit je sechs gewonnenen Gängen.

Der Sieger vom Zuger Kantonalschwingfest in Baar hiess etwas überraschend Marcel Bieri. Bieri bezwang im Schlussgang (wieder) Christian Schuler und feierte so seinen ersten Kranzfestsieg. Mit etwas Stolz nahm ich den Sieg Bieri’s zur Kenntnis, führte ich doch just vor dem Zuger Kantonalen ein Interview mit ihm.
Apropos Wetter: Dieses zeigte sich tatsächlich, wie prognostiziert, von seiner besten Seite.


Marcel Bieri nach dem Bad-Schwinget Wolhusen
Foto: feldwaldwiesenblogger

Armon Orlik gewann nach verhaltenem Auftakt (gestellt mit Samuel Giger) souverän das Thurgauer Kantonalschwingfest in Zihlschlacht TG und verteidigte seinen Titel vom Vorjahr. Orlik setzt seinen Siegeszug fort und Giger wurde mit zwei gestellten Gängen erstmals in diesem Jahr gestoppt.

Neben den beiden Kranzfesten fanden auch vier Rangschwingfeste statt.
Schwingerkönig Matthias Sempach machte dem 1. Ziegelhof-Schwinget in Schönenbuch BL seine Aufwartung. Sempach erreichte trotz zwei gestellten Gängen den Schlussgang und besiegte in diesem den einheimischen Andreas Henzer.

Das Regionalschwingfest Montborget FR entschied Marc Gottofrey vom Schwingklub Lausanne für sich. Im Schlussgang bezwang der Waadtländer seinen Kantonskollegen Stéphane Haenni.

Beim 4. Seetaler Schwinget in Hochdorf LU gab es mit Toni Müller (Entlebuch) und Urs Doppmann (Romoos) zwei Festsieger. Dies weil Remo Vogel (Hasle) und David Egli (Steinhuserberg) im Schlussgang stellten.

Den Wislisau-Schwinget in Rüschegg BE gewann schliesslich Matthias Aeschbacher, welcher im Schlussgang seinen Clubkollegen Philipp Gehrig in der zweiten Minute durch Aufreissen am Boden bezwingen konnte.

Trotz nicht gerade berauschenden Wetterprognosen stehen dieses Wochenende die nächsten Schwingfeste auf der Agenda. Einerseits wird der Reigen bei den Kranzfesten mit dem Ob- und Nidwaldner sowie dem Aargauer Kantonalen weitergeführt. Andererseits stehen drei Regionalschwingfeste auf dem Programm: Der Abendschwinget Andwil SG, der Roteborger-Schwinget in Rothenburg LU und der Eschenberg-Schwinget ob Winterthur ZH.

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