Endlich würdiger Platz für erste Schwingerverbands-Fahne

Text und Fotos: Winterthurer Stadtanzeiger

Die erste Fahne des Eidgenössischen Schwingerverbands bekam einen neuen Ausstellungsplatz. Sie ist in einen Holztisch mit Glasplatte eingefasst, der in der Schwingerstube des Restaurants Sternen in Veltheim steht. Der Vater der Wirtin Irène Bodenmann-Meli, Karl Meli, war Sieger des letzten Schwingfests, an dem die heute 123-jährige Fahne im Einsatz war.


Bei der Einweihung mit dabei: Schwingerverbands-Obmann Paul Vogel (l.) und sein Stellvertreter Hanspeter Rufer sowie die „Sternen“-Wirtin Irène Bodenmann-Meli, in deren Schwingerstube der Tisch steht.

Die erste Fahne des Eidgenössischen Schwingerverbands fand endlich einen würdigen Platz. Sie wurde letzten Dienstagabend in einen Holztisch mit Glasplatte eingefasst. Der rund 80 Kilogramm schwere Eichentisch, den Markus Thomi von der Kämpf Holzbau AG angefertigt hat, steht in der Schwingerstube des Restaurants Sternen in Veltheim.

Die Wirtin Irène Bodenmann-Meli kam 2012 in den Besitz der Fahne und bewahrte sie von da an im Schwingermuseum oberhalb des „Sternens“ auf. Aus Mangel an Alternativen lag die Fahne über vier Jahre schön ausgerollt am Boden. Zuvor hing das Stück Schwinggeschichte lange in einem Fahnenkasten in der Schwinghütte des Schwingklubs Baden-Brugg, ohne dass dessen Mitglieder wussten, welchen Schatz sie da horteten. Erst bei einer Aufräumaktion erkannten die Badener die Bedeutung der Fahne, worauf sie das heute 123-jährige Stück Irène Bodenmann-Meli für ihr Schwingermuseum übergaben.

Fahne kommt nun zur Geltung
Schwingerverband-Obmann Paul Vogel freut sich über den neuen Ausstellungsplatz der Fahne: „Nun kommt sie endlich richtig zur Geltung. Jetzt sieht man ihr auch das Alter an.“ Er habe – bevor die Idee mit dem Fahnentisch entstand – abklären lassen, ob man die Fahne restaurieren oder konservieren könne. Weil beides nicht möglich sei, könne die Fahne nicht mehr aufgehängt werden.

Nun kann die Schwingerverbands-Fahne liegend ihre Pracht entfalten. Damit Irène Bodenmann-Meli das geschichtsträchtige Stück Stoff bei sich aufbewahren darf, schloss sie mit dem Eidgenössischen Schwingerverband einen Leihvertrag ab. Die Fahne ist weiterhin Verbandseigentum.


Mehr als vier Jahre lang lag die Verbands-Fahne schön trappiert am Boden im Schwingermuseum von Irène Bodenmann-Meli.

Karl Meli war letzter Sieger unter der Fahne
Dass die Fahne nun in der „Sternen“-Schwingerstube ihre womöglich letzte Ruhestätte fand, ist durchaus sinnig. Der mittlerweile verstorbene Winterthurer Schwinger Karl Meli, Vater von Irène Bodenmann-Meli, gewann 1970 das Jubiläumsschwingen in Baden. Es war das letzte Schwingfest, an dem die erste Fahne des Eidgenössischen Schwingerverbands im Einsatz war.

Der Tag der Einweihung des Holztisches mit der eingefassten Fahne war jedoch für die perfekte Abrundung zwei Tage zu früh. Karl Meli wäre heute Donnerstag, 22. Juni, 79 Jahre alt geworden.

feldwaldwiesenblogger

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