Jahresendgespräch mit ESV-Obmann Paul Vogel: Ausblick auf 2018

Text: feldwaldwiesenblogger

Am 21. Dezember veröffentlichte ich den ersten Teil des Jahresendgespräches mit Paul Vogel, dem Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV). Er zog dabei Bilanz über das Schwingerjahr 2017. Themen wie die Mitgliedschaft beim Dachverband Swiss Olympic, Verletzungssorgen aus Sicht des ESV, die Zahlen der Aktiven und Jungschwinger, der neue Medienvertrag mit SRF und die sechs Bergfeste wurden angesprochen. Heute erklärt der Luzerner, was den ESV 2018 beschäftigen wird. Zu interessanten Schwerpunkt-Themen stellt Paul die Sicht des Schwingerverbandes dar.


Paul Vogel erklärt, was den ESV 2018 beschäftigt
Foto: feldwaldwiesenblogger

Was den ESV über 2017 hinaus beschäftigt
2020 feiert der ESV seinen 125. Geburtstag. Die „Jubiläumsschrift 2020“ soll 2018 in Angriff genommen werden. Zudem liegen nun mit Davos, Interlaken und Colombier drei Bewerbungsdossiers für den Jubiläumsanlass vor. Weiter will man kleine Anpassungen im Werbe-Reglement vornehmen und schliesslich beschäftigt die „No Billag“-Abstimmung auch den Schwingerverband. Der ESV ist zwar politisch und konfessionell neutral. Trotzdem: Wie geht man damit um, und wie wird sich der ESV positionieren? Denn die Billag ist für den ESV wichtig. Einerseits möchte man, dass SRF weiterhin viel und regelmässig über den Schwingsport berichtet. Andererseits wären auch die regionalen Fernseh- und Radiostationen, welche ebenfalls regelmässig Beiträge über den Nationalsport ausstrahlen, betroffen. Denn diese bekommen momentan 60 Millionen Franken aus diesen Gebührengeldern.
Der Goldene Kranz, welcher von Roger Fuchs ins Leben gerufen wurde, konnte vom ESV übernommen werden. Die Ehrung zum Aufsteiger des Jahres und zum Schwinger des Jahres erfolgt jeweils nun an der Abgeordneten-Versammlung (AV).
Künftige grosse Feste wie das ESAF 2019 in Zug oder auch schon der nächste Kilchberger Schwinget werden ein Thema sein. Beim Kilchberger Schwinget, ebenfalls ein Schwingfest mit Eidgenössischen Charakter, möchte der Verband Anpassungen reinbringen.


Die Regiobank Schwinghalle Solothurn wurde am 12. Mai feierlich eröffnet
Foto: schwingklub-solothurn.ch

Sechs neue Schwinghallen
„Erfreulicherweise erhielten wir dieses Jahr mehrere Gesuche für den Neubau von Schwinghallen, und zwar aus der ganzen Schweiz. In den beiden letzten Jahren wurden zudem sechs neue Schwinghallen gebaut“, erzählt Paul. Weiter durfte der ESV die Geschäftsstelle mit einer 60 Prozent-Stelle aufstocken, was sich als positiv erwies. Christian Ruefer beendet auf Ende 2017 seinen Job als Medienchef beim ESV, und wird nicht ersetzt. Diese Arbeiten werden neu in die Geschäftsstelle integriert. Der Obmann erläutert: „Früher hat es diesen Job gebraucht. Heute kommen die Anfragen zu 70 Prozent zu mir und die restlichen 30 Prozent zur Geschäftsstelle.“
Des Weiteren hat der ESV Sorgen mit der Zeitung „Schwingen Hornussen Jodeln“. Denn der Abonnentenschwund ist enorm und die Inserate-Zahl ging ebenfalls zurück. Laut Paul mussten sie die Handbremse ziehen und der Verband ist nun auf der Suche nach Lösungen. Sonst wird das Ganze irgendwann zum Verlustgeschäft.
Die Schwingerhilfs-Kasse wird künftig in die ESV-Geschäftsstelle integriert. Die Funktions-Diagramme wurden dementsprechend überarbeitet. Paul sagt dazu: „Der Arbeitsanfall hat in den letzten Jahren ständig zugenommen. Bei der Schaffung der Geschäftsstelle vor einigen Jahren hatte man das Bestreben, den Zentralvorstand zu entlasten. Wir müssen dabei ständig aufpassen, dass wir die Zentralvorstandsmitglieder und die Teilverbandspräsidenten nicht mit Arbeit überladen. Das Ziel vom ESV ist nach wie vor, dass vom Klub bis hin zum Obmann ehrenamtlich gearbeitet wird. In naher Zukunft müssen wir die Geschäftsstelle erneut aufstocken, und zwar im Technischen Bereich. Die Anforderungen haben sich gegenüber früher stark verändert, dazu gehört sicher auch die Ausbildung.“


Dies beschäftigt den ESV u.a. 2018: Wie weiter mit der Zeitung „Schwingen Hornussen Jodeln“?
Foto: feldwaldwiesenblogger

Wichtigen Themen für den ESV im neuen Jahr
Das Eidgenössische 2022 mit dem Standort Pratteln ist so ein Thema. An der AV im kommenden März möchte man diesen Anlass definitiv vergeben. Paul dazu: „Wir haben dies genau angeschaut und sind der Meinung, dass das Bewerber-OK gute Arbeit geleistet hat. Wegen den Platzverhältnissen vor Ort wird die Arena des ESAF 2022 etwas kleiner werden. Geplant ist eine Grössenordnung wie 2010 in Frauenfeld mit 47’000 Zuschauern. Zum Vergleich: 2019 werden in Zug 56’000 Zuschauer Platz finden. Wir sind froh, dass wir mit Pratteln nun einen Standort haben. Denn die Standorte Aesch BL und später das St. Jakob-Stadion in Basel führten bekanntlich zu verschiedenen Schwierigkeiten.“
Weiter steht die Umsetzung eines Kommunikationskonzeptes auf dem Programm. Dieses Konzept beinhaltet die Printmedien bis hin zum Extranet, oder wie es mit der Schwingerzeitung weitergehen soll. Erkenntnisse aus einer vorgängig gemachten Analyse liess man in das Konzept einfliessen.
Anpassungen im Technischen Bereich, wie die Ausbildung in Zukunft aufgegleist werden soll, stehen an. Ein Ziel ist, dass die 23 Schwinger, welche Sport-WK’s absolvieren, eine Grundausbildung im Technischen Bereich absolvieren können. Weiter wird ein Thema sein, wie man zurückgetretene Schwinger dazu motivieren kann, sich als Technische Leiter zu betätigen. Der höchste Schwingfunktionär ergänzt: „Zu weiteren Arbeiten gehört auch die Unterstützung der Klubs im technischen und administrativen Bereich. Die Arbeit geht uns nicht aus. Ich bin jetzt im vierten Jahr als Obmann. Die Arbeit wird jedes Jahr mehr, schätzungsweise um 5 Prozent.“

Keine weitere Professionalisierung des aktiven Schwingsportes
Mit diesem Thema konfrontiert, erläutert Paul: „Wir haben drei oder vier Schwinger, welche derzeit vom Schwingsport leben könnten. Aber was machen diese, wenn sie nicht mehr aktiv sind? Es ist deshalb wichtig und richtig, dass alle einer geregelten Arbeit nachgehen. Das Schwingen wird nie ein Profisport werden. Ich finde nach wie vor gut, dass die Schwinger etwas an Werbeeinnahmen generieren können. Denn die Athleten haben auch mehr Auslagen als früher. Die Schwinger geben zehn Prozent der Werbeeinnahmen zugunsten der Nachwuchsförderung an den Verband ab. Dieser Betrag steigt für 2017 über 200’000 Franken. Grob gesagt sind es etwa 70 Schwinger, welche durch Werbung Geld bekommen. Einige Athleten wollen dies zum Teil (noch) nicht. Ich habe keine Bedenken, dass das weiterhin auf einer guten Basis und mit gesundem Menschenverstand abläuft.“

Die Rekrutierung von Funktionären wird zunehmend schwieriger
„Die Rekrutierung von Personen für Vereins- und Vorstandsaufgaben ist tatsächlich schwieriger geworden. Das ist ein allgemeiner Trend und fusst auf dem Wohlstand in der Bevölkerung. Viele geben lieber Geld und machen dafür nichts. Mit diesem Umstand kämpft aber nicht nur der Schwingsport, es trifft alle Vereine“, so der Luzerner.


Das Riesengelände vom ESAF 2016 in Estavayer FR
Foto: schlussgang.ch

Die sich weiter öffnende Schere zwischen Riesen-Anlässen und den kleinen Rangschwingfesten
Die Schere hat sich laut dem ESV-Obmann vor allem oben weiter geöffnet, indem diese Feste immer grösser und beliebter geworden sind. Man darf sich aber auch an das ESAF 2001 in Nyon erinnern, wo eine Arena mit 32’000 Sitzplätzen gebaut, aber „nur“ 27’000 Plätze verkauft wurden. Das Fest wies deswegen hinterher ein Defizit von 400’000 Franken auf. Das ESAF 2016 in Estavayer ist das erste Eidgenössische Schwingfest in der Südwestschweiz, welches finanziell positiv abgeschlossen hat. Aber auch die Teilverbandsfeste wurden laufend grösser. So soll beispielsweise das ISAF 2018 in Ruswil 2’000 zusätzliche Plätze zu vergangenen Festen aufweisen. Paul ist nicht unbedingt ein Freund davon, denn irgendwann ist eine Obergrenze erreicht und die ganze Infrastruktur rings um so grosse Arenen muss auch seinen Platz haben. Trotzdem meint der Ruswiler: „Die kleineren Feste haben ganz klar ihre Daseinsberechtigung. Es gehört aber auch dazu, dass sie sich anpassen und gute Arbeit leisten müssen. Vom ESV her wurde bekanntlich die Regelung der vier zu besuchenden Rangschwingfeste verabschiedet. Der ISV will das gleiche in Zukunft auch machen, damit ihre Athleten über ihren Wohnkanton hinaus für Schwingfeste selektioniert werden. Die ersten Auswirkungen sahen wir dieses Jahr, als gewisse Spitzenschwinger für Feste ausserhalb ihres Teilverbandes nicht berücksichtigt werden konnten. So stärken wir die Klubs, denn diese sind für uns die Basis. Ganz schlechte Beispiele sind jene Klubs, welche in ihrem Gebiet keine Schwingfeste mehr organisieren. Diese verschwinden früher oder später von der Bildfläche.“

Ein Älplerfest ist zu einem Volksfest geworden
Das ESAF heisst ausgeschrieben Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest. Der Begründer der Vogel Design AG fragt: „Warum wurde es wohl Älplerfest genannt? Weil die Älpler früher neben dem Schwingen auch ein Fest machen wollten. Wenn man es heutzutage neu betiteln müsste, würde es wohl Eidgenössisches Schwing- und Volksfest heissen. Die Organisatoren vom ESAF 2019 in Zug müssen stark darauf achten, dass sie den Volksauflauf auf den vorgegebenen Plätzen bewältigen können. Denn heute gibt es enorm viele Leute, welche nur ans Volksfest kommen, aber nicht in die Schwing-Arena. Das hat sich in den letzten Jahren definitiv geändert. Man muss darauf ein Auge halten, damit dies nicht noch mehr gepusht wird. Es gibt dabei verschiedene Ideen und Lösungsansätze. Uns ist es wichtig, dass sich Personen mit einem mittleren Einkommen weiterhin den Eintritt bei einem Eidgenössischen leisten können. Was uns auch beschäftigt, sind die Arenakosten. Denn die Ticketpreise decken diese momentan nicht mehr. Es sind dabei auch extreme Auflagen betreffs Sicherheit hinzugekommen.“

feldwaldwiesenblogger

Jahresendgespräch mit ESV-Obmann Paul Vogel: Bilanz über 2017

Text: feldwaldwiesenblogger

Kürzlich traf ich Paul Vogel, den Obmann des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV), zum Gespräch. Dabei zog er Bilanz über das Schwingerjahr 2017 und hielt Ausblick auf 2018. Heute folgt mit mehreren Schwerpunkten die Bilanz über 2017. In einem zweiten Teil werden demnächst ein Ausblick auf 2018 und weitere Brennpunkte behandelt.


ESV-Obmann Paul Vogel zieht Bilanz über das Schwingerjahr 2017
Foto: feldwaldwiesenblogger

Der 60-Jährige wohnt in Sigigen LU, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Paul gründete 1982 einen eigenen Betrieb, die Vogel Design AG in Ruswil LU. Er hatte damals einen Mitarbeiter, welcher heute noch im Betrieb arbeitet. Das Unternehmen, welches sich auf verschiedenste Bauten im Wohnbereich spezialisiert hat, zählt heute 85 Mitarbeiter. Der höchste Schwingerfunktionär hat vor drei Jahren den Betrieb an seinen Sohn Christian übergeben. Paul arbeitet aber immer noch im Betrieb und nimmt weiterhin Einsitz in der Geschäftsleitung. Der Luzerner steht der Abteilung Umbau vor, welche Arbeiten von der Planung bis zur Bauführung organisiert.

Paul hat einst auch geschwungen und erkämpfte sich 1978 in Ruswil seinen ersten Kranz. Leider verletzte er sich im darauffolgenden Herbst schwer am Knie und musste die Schwingerkarriere frühzeitig an den Nagel hängen. Der Unternehmer wirkt seit 1983 als Funktionär im Schwingsport und hatte jeweils um fünf bis sechs Jahre ein Amt inne, bevor er die Position wechselte. Der Werdegang lief über den Schwingklub-Aktuar, Schwingklub-Präsident (fünf Jahre), Technische Kommission und Vorstandstätigkeit im Luzerner Kantonalverband, fünf Jahre im Innerschweizer-Vorstand und weitere fünf Jahre als ISV-Präsident. Als ISV-Präsident war Paul automatisch im Zentralvorstand des ESV. Erst war er in diesem Gremium drei Jahre Aktuar, dann zwei Jahre Kassier. 2014 erfolgte die Wahl zum Obmann. Der Familienvater ergänzt: „Normalerweise bleibt ein Obmann zwei Amtsperioden von je drei Jahren. Nach der Abgeordnetenversammlung im März 2020 wird Schluss sein.“

Bilanz über das Schwingerjahr 2017
Paul sagt, dass es unter dem Strich gesehen gut lief. Sowohl für die Schwinger wie auch für den Verband. Erfreulich sei, wie die Jungen kommen. Und zwar aus mehreren Teilverbänden. Das dürfte hinsichtlich ESAF 2019 in Zug eine ausgeglichene Sache werden. Der Obmann weiter: „Wenn ich Bilanz ziehe über die einzelnen Teilverbände, stelle ich fest, dass die Berner nicht stärker geworden sind. Man nimmt zur Kenntnis, dass 2016 wohl der momentane Höhepunkt war. Sie haben nach wie vor sehr gute Schwinger. Man hat aber gesehen, dass auch in der Nordostschweiz, Innerschweiz und in der Nordwestschweiz Schwinger vorhanden sind, welche etwas reissen können. Bei unserem Sorgenkind, den Südwestschweizern, wurden nach einem schwachen 2016 dieses Jahr mehrere Lichtblicke registriert. Aus administrativer Sicht ist es nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Es gilt, den schmalen Pfad zwischen der Tradition und der Moderne zu beschreiten und die anstehenden Veränderungen zu bewältigen.“
Angesprochen auf den Saison-Höhepunkt Unspunnen-Schwinget meint der Ruswiler: „Es war ein sehr schöner Anlass und mit Christian Stucki fand das Fest einen würdigen Sieger. Der Festverlauf war hochstehend und spannend. Bis zum fünften Gang war die Ausgangslage offen. Wir haben 95 Prozent von dem erreicht, was wir angestrebt haben. Es gibt immer kleine Dinge, welche man noch optimieren könnte.“


Saison-Höhepunkt Unspunnen-Schwinget
Foto: unspunnen-schwinget.ch

Bilanz über die Mitgliedschaft beim Dachverband Swiss Olympic
Der ESV gehört seit Anfang Jahr zum Dachverband Swiss Olympic. Paul erläutert: „Es gibt dabei zwei Sachen zu bemerken: Erstens waren wir vorher sogenannte Rosinenpicker. Es tut dem ESV nun gut, dass er Mitglied bei so einer Organisation ist. Zweitens sind wird dabei, das Nachwuchsförderungskonzept zu erweitern. Weiter war für uns wichtig, dass wir die ganze Dopinggeschichte abgeben konnten. Wir hatten vorher eine Dopingkommission und die bestimmte, wer von Antidoping Schweiz geprüft wird. Jetzt führt Swiss Olympic die Kontrollen durch. Die Prüfungen und Analysen werden nach wie vor von Antidoping Schweiz vorgenommen. Uns kommt zugute, dass wir diese Tests nicht mehr selber bezahlen müssen. Mehrere Schwinger haben mich inzwischen angesprochen, dass sie beim Training oder Wettkampf getestet wurden. Alle Proben waren bisher negativ, was für uns natürlich sehr erfreulich ist.“
Der Schwingverband hat eine Antidoping-Kommission. Die ist dafür verantwortlich ist, dass alle Klubs und Schwinger informiert sind. Jeder Schwinger, welcher zu den Aktiven übertritt, wird persönlich angeschrieben und darüber orientiert, was es zu beachten gilt. Der ESV ist bestrebt, sauberen Schwingsport zu haben.

Verletzungssorgen aus Sicht des ESV
Einer der Punkte, welche den ESV beschäftigt, sind die vielen Verletzungen. „Man darf dies aber nicht zu stark in den Vordergrund stellen, weil es das immer schon gegeben hat“, erklärt Paul. Bei der Schwingerhilfskasse wird jeder verletzte Körperteil seit 20 Jahren statistisch erfasst. Knieverletzungen sind nach wie vor an der Spitze, gefolgt von Schulterverletzungen. Der Obmann dazu: „Wenn man die Unfallstatistik über all die Jahre hinweg studiert, stellt man nur leichte Veränderungen fest. Der Unterschied besteht darin, dass man heute mehr darüberschreibt und spricht. Der Körper und die Bänder machen halt wegen den ungeheuren Kräften nicht alles mit. Darum ist es wichtig, dass wir in die Ausbildung der Technischen Leiter investieren. Dass genügend Schwinger Trainerausbildungen absolvieren und ihr Wissen in den Klubs weitergeben. Von Seiten der Schwingerhilfskasse will man schauen, dass beim Trainingsbereich in den Schwinghallen entsprechende Anpassungen erfolgen. Denn die Athleten verletzen sich auch beim Training.“

Die Zahlen der Aktiven und Jungschwinger
„Es ist erfreulich, denn wir haben bei den Jungschwingern erneut einen Rekord! Gewöhnlich steigen die Zahlen im Jahr nach dem Eidgenössischen Schwingfest an, anschliessend gehen diese wieder leicht zurück. Wenn wir aber auf die letzten sechs Jahre schauen, konnte man jedes Jahr eine Steigerung erkennen. Bei den Aktiven registrieren wir auch eine leichte Steigerung der Mitgliederzahlen. Dank dem Extranet-Programm können wir nun seit Neustem die genauen Zahlen herauslesen: Welcher Schwinger hat welches Schwingfest bestritten. Denn die Anmeldungen für ein Schwingfest laufen alle über dieses Internetprogramm. Der Technische Leiter kann mit der Versicherungsnummer, welche jedem Schwinger zugeteilt wird, die Anmeldungen tätigen. Dank dieser Erfassung können nun einfacher Statistiken erhoben werden“, schliesst der begeisterte Schwingerfreund diese erfreulichen Umstände ab.


Die Zahl der Jungschwinger wurde erneut grösser
Bild: jungfrauzeitung.ch

Neuer Medienvertrag mit SRF
Der ESV wurde diesbezüglich 2016 aktiv und startete gewisse Pilotversuche. Bei diesen Versuchen wurden verschiedene Kommunikationsmittel und Firmen getestet. Dazu gehörten auch die Swiss1-Übertragungen vom NOS in Davos und vom Schwägalp-Schwinget. Weiter holte der Schwingverband von verschiedenen Anbietern Offerten ein, auch vom Schweizer Fernsehen (SRF). Der ESV zog dann Bilanz und entschied sich, den bestehenden Vertrag mit SRF zu erweitern. Kürzlich wurde bekannt, dass mit SRF für die Jahre 2017 bis 2022 ein neuer Rahmenvertrag abgeschlossen werden konnte. Paul erklärt dazu: „Wir sind zufrieden mit diesem Vertrag und denken, dass wir so die ganze Schweiz abdecken. Der BLICK ist zudem bis 2018 auch mit den Livestream-Übertragungen dabei. SRF liefert nun künftig von den sechs Bergfesten und den fünf Teilverbandsfesten Live-Bilder. Bei diesem Unterfangen mussten wir die Organisations-Komitees miteinbeziehen, welche damit einverstanden sind. Denn diese Übertragungen sind mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Eine Übertragung mit einer 45minütigen Zusammenfassung und der Liveübertragung des Schlussgangs wird um die 3’000 Franken zu stehen kommen. Der ESV bezahlt diesen Betrag. 2018 erfolgen nun von allen Teilverbandsfesten sowie vom Weissenstein- und vom Schwägalp-Schwinget solche Übertragungen. Vom Brünig-Schwinget erfolgt eine Ganztagesübertragung, wie schon 2016.“
Für die Übertragung vom Brünig-Schwinget musste 2015 ein Glasfaserkabel hochgezogen werden. SRF hat die Hälfte der Kosten übernommen. Damit die bisherigen lokalen TV-Übertrager wie Tele 1 oder Tele Bärn nicht zu kurz kommen, können diese künftig auf SRF zugehen und ihnen das Signal abkaufen. Da es 2018 an gewissen Wochenenden zu Terminüberschneidungen kommt, können nicht alle Bergfeste übertragen werden. SRF hat dem ESV zudem Vorschläge präsentiert, wie eine künftige Übertragung vom Rigi-Schwinget möglich wäre.


Die Organisatioren des Schwägalp-Schwinget leisten hervorragende Arbeit
Foto: schwaegalp-schwinget.ch

Die sechs Bergfeste
Der Begründer der Vogel Design AG meint zu diesem Thema: „Die Verantwortlichen vom Schwägalp-Schwinget haben die Zeichen der Zeit am besten erkannt, und haben die Wirtschaft, die Politik, das Militär und die Bevölkerung in ihre Organisation miteinbezogen. Kein anderer Veranstalter löst dies so bravourös. Das Organisations-Komitee vom Weissenstein-Schwinget hat in der letzten Zeit sehr gute Arbeit geleistet.“ Der Schwarzsee-Schwinget kann ab 2018 wieder am alten Standort beim See ausgetragen werden. Der Stoos- und der Rigi-Schwinget sind seit Jahren gleichmässig auf einem guten Niveau unterwegs. Die beiden Bergfeste kommen traditionell daher und haben nur beschränkte Ausbaumöglichkeiten. Die Brünig-Arena wurde umgebaut und der Moderne angepasst. Die Platzverhältnisse sind nach wie vor eng.

feldwaldwiesenblogger

20 Jahre POLUTION: Von der Jubiläumsfeier, Meilensteinen und Zukunftsplänen

Text: feldwaldwiesenblogger

Die Muotathaler Band POLUTION durfte dieses Jahr den 20. Geburtstag feiern. Dieses freudige Ereignis nahm ich zum Anlass, die Band im Proberaum zu besuchen. Nach der Bandgeschichte wurden beim Gespräch mit Marcel Betschart und Pascal Gwerder auch die grandiose Jubiläumsfeier, Meilensteine in der Bandgeschichte und die Zukunftspläne thematisiert.

Die Jubiläumsfeier
Das Jubiläum wurde mit einem grandiosen Konzert im „Sternen“-Saal in Muotathal gefeiert. Bei der Feier mit allen ehemaligen Musikern war der Saal mit 250 Konzertbesuchern prall gefüllt. POLUTION trat in chronologischer Reihenfolge auf. Erst mit den Gründungsmitgliedern und den alten Songs. Sie standen in jeder Besetzung, die es je gegeben hat, auf der Bühne und spielten die entsprechenden Stücke. Schlussendlich wurden etwa 30 Songs gezählt. Dabei wurden relativ viele Covers gespielt, da POLUTION mit Songs aus dem riesigen Hardrock-Fundus ihre Karriere begann. Pascal Gwerder war als Einziger die ganze Zeit auf der Bühne, er ist von Anfang dabei. Heinz Imhof amtete zwischen den Songs als „Tafelmajor“ und erläuterte die passenden Geschehnisse und Veränderungen rund um die Bandgeschichte.
Am Festtag wurde um 15 Uhr mit Ländlermusik im Restaurant gestartet. Es folgte ein kleiner Apéro für die geladenen Gäste wie Sponsoren, Gönner, befreundete Bands, Familienangehörige und Kollegen. Am Abend trat als erstes Dryhouse, die Band von Bassist Christian Epp, auf. Später folgten die Muotathaler Dreadful, dann POLUTION’s Jubiläumspart und zum Abschluss die Muotathaler Bad Sin.


Marcel Betschart (links) und Pascal Gwerder mit einem Erinnerungsstück von der Jubiläumsfeier
Foto: feldwaldwiesenbloger

Die Vorbereitungen auf die Jubiläumsfeier
Die Band war schon länger der Ansicht, das Jubiläum würdig zu feiern. Die Feier sollte in der Heimat Muotathal stattfinden, und zwar im „Sternen“-Saal, in welchen 250 Personen reinpassen. Bei der Anfrage der ehemaligen Bandmitglieder in einem eigens dafür eingerichteten Chat willigten alle innerhalb von fünf Minuten ein. Die eigentliche Vorbereitungszeit mit allen organisatorischen Details dauerte gut ein halbes Jahr. Man einigte sich gemeinsam mit allen Musikern auf eine Set-Liste, und in der Folge wurde im Proberaum „im Stützli“ fleissig geprobt. Die aktuellen Bandmitglieder staunten dabei nicht schlecht, wie schnell und gekonnt die „Ehemaligen“ wieder im Element waren. René Heinzer beispielsweise legte den Bass nach seinem letzten Konzert zur Seite und spielte rund 15 Jahre nicht mehr auf dem Viersaiter. Aber auch er beherrschte die Stücke innert kürzester Zeit wieder.
Die Band erhielt nach dem Konzert im Restaurant Sternen ein gutes Echo. Einige Fans erzählten, dass sie sich bei der Jubiläumsfeier in ihre Jugend zurückversetzt fühlten.

Meilensteine in der Bandgeschichte

Die grössten Erfolgsmomente
Es waren viele gute Momente, zu denen mit Bestimmtheit die CD-Aufnahmen oder der Auftritt im Z7 gehören. Für die Bandmitglieder sticht aber die Tournee mit SHAKRA hervor. Weiter erwähnen sie die Konzerte mit KROKUS oder SODOM, bei welchen sie als Vorband eröffnen durften. Der Ausflug nach Tschechien bleibt ebenfalls unvergessen.

Die bewegendsten Erinnerungen
Dazu gehört sicher die Taufe der ersten CD. Weiter die Studioaufenthalte bei den Aufnahmen der beiden CD’s oder die Nachricht, im Z7 auftreten zu dürfen. Der Trip nach Schweden in diesem Jahr gehört zweifellos zu den bewegendsten Erinnerungen. Die Reise war sehr speziell, erfolgte sie doch just einen Tag nach dem Terroranschlag in Stockholm (7. April). POLUTION trat dort an einem internationalen Metal-Festival etwas oberhalb von Stockholm auf. „Leider kamen wegen dem Terroranschlag nicht so viele Leute wie ursprünglich erwartet ans Festival“, ergänzt Marcel.

Das beste Konzert
Das ist eindeutig jenes vom 26. Februar 2010 im ausverkauften Z7, zusammen mit SHAKRA. Pascal erinnert sich: „Das Konzert hat gefetzt. Und die Fans sangen Happy Birthday für mich, ich hatte nämlich an jenem Tag Geburtstag.“ Viele Band-Artikel wurden verkauft und der Auftritt auf der Z7-Bühne war ein Riesenerlebnis.

Der beste Tonträger
POLUTION veröffentlichte bisher zwei CD’s. Die erste CD erschien 2008, die zweite 2012. Des Weiteren sind sie auf verschiedenen Samplern zu hören. Für die Band ist der zweite Silbering „Beyond Control“ qualitativ und von den Songs her der beste Tonträger. Sie halten ihn für massgebender und reifer.

Der beste Song
„Forever and a day“ von der zweiten CD ist genial gemacht und wird immer wieder gerne gehört. Inhaltlich geht es um den Verlust eines Menschen, der gestorben ist. Ein melancholischer Track und ein Hardrocksong in mittlerem Tempo. Der Aufbau des Songs ist etwas vom professionellsten, was POLUTION bisher geschafft hat.

Das beste Jahr in der Bandgeschichte
2009: Die Europa-Tournee mit SHAKRA und der Open Air-Auftritt in Tschechien standen auf dem Programm. In jenem Jahr spielte POLUTION am meisten Konzerte in der bisherigen Bandgeschichte.


Bei der Jubiläumsfeier im „Sternen“ standen aktuelle und ehemalige Bandmitglieder auf der Bühne
Foto: POLUTION

Die beiden bisher veröffentlichten CD’s
„Wir machen engergiegeladenen Hardrock“, erklärt Marcel. „Dabei greifen wir gesellschaftskritische Aspekte auf und verarbeiten sie in den Songs. Dies war vor allem auf der zweiten Scheibe der Fall. Die erste CD beinhaltet Texte, welche sich vor allem um’s Muotatal drehen: Wie schön es dort ist, wie wir leben und dass uns die Leute besuchen sollen.“ Auf dem zweiten Tonträger nahmen sie sich dem schlechten auf der Welt an. Was nicht gut läuft, und was sie bewegt. In den Augen der Band sind die Texte auf „Beyond Control“ reifer ausgefallen.
Das Feedback auf die erste CD „Overheated“ war sehr gut. Der Tonträger wurde bei Tommy Vetterli aufgenommen, und diese Tatsache hat bei den Musikmagazinen ziemlich gezogen. POLUTION kam bei einem kleinen englischen Label, Escape Music Ltd., unter Vertrag. Beide CD’s wurden von ihnen weltweit veröffentlicht. Für den zweiten Tonträger „Beyond Control“, bei welchem die Bandmitglieder das Gefühl hatten, er sei professioneller ausgefallen, bekamen sie nicht unbedingt gute Kritiken. Sie wurden dabei öfters auf eine Schweizer Band reduziert und ungewöhnlich hart angefasst. Tatsache war aber auch, dass das Label bei dieser CD keine gute Werbekampagne fuhr. Der Vertrag mit Escape Music Ltd. lief von 2008 bis 2014.
Dem Schweizer Vertrieb „Nonstopmusic“ gefällt die Musik von POLUTION. Nonstopmusic war denn auch dafür verantwortlich, dass die zweite Scheibe in allen Exlibris- sowie Media Markt-Filialen in der Schweiz erhältlich war. Die Band schätzt, dass sie bisher 4’000 bis 4’500 Tonträger verkauft haben. POLUTION schloss zudem mit einer Schweizer Firma einen Vertrag ab, damit ihre beiden CD’s nun bei Musikstreaming-Diensten wie iTunes oder Spotify aufgerufen werden können.

Ein neuer Tonträger könnte wieder zum Thema werden
POLUTION steckte bisher wohl um 150’000 Franken in die Band. Die Kosten für Verstärkeranlagen und Instrumente betrugen um 30’000 bis 40’000 Franken. Dazu verschlang jede CD-Produktion zwischen 50’000 und 60’000 Franken und die Kosten der Deutschland-Tournee musste mit etwa 10’000 Franken berappt werden.
Marcel und Pascal erklären, dass heute anders Musik konsumiert wird. Sehr viel wird vom Internet runtergeladen und CD’s werden einiges weniger gekauft. Trotzdem, POLUTION möchte gerne wieder etwas Handfestes veröffentlichen. Aus dem einfachen Grund: Sie halten gerne einen realen Tonträger samt Umschlag in Händen. Neue fertige Songs sind momentan keine vorhanden. Es existieren viele Ideen, aufgenommene Sequenzen und halbfertige Sachen. Der Aufwand für eine Produktion mit 12 bis 15 Songs ist mit extremem Aufwand und Riesenkosten verbunden. Die Hoffnungen und Erwartungen von so einem Tonträger sind bei POLUTION mittlerweile vorbei. Deshalb findet Marcel Ralph Zünd’s Idee mit „straight 2 tape“ sehr interessant und könnte sich dies für POLUTION vorstellen. Dabei geht man in Ralph’s Studio, wo bereits alles perfekt voreingestellt ist. Man nimmt ein Fan-Publikum mit und spielt im Studio eine Live-Session von vier bis sechs perfekt sitzenden Songs, welche aufgenommen wird. Kleine Fehler werden hinterher allenfalls ausgemerzt und das Ganze zu einem Tonträger produziert. Man kann die Live-Session seinen Fans als Event verkaufen, und so einen grossen Teil der Produktionskosten decken, welche sich bei 5’000 bis 8’000 Franken bewegen dürften. Weiter würde so ein Tonträger noch etwa 15 Franken kosten, was eher gekauft würde als eine 25-fränkige CD mit 12 Songs. POLUTION hat noch nie einen Video-Clip gedreht und träumt schon länger davon. Bei den Aufnahme-Sessions in Goldau bestünde die Möglichkeit, dies mit einem Video-Dreh zu verbinden.

Die Zukunftspläne
Konkrete Zukunftspläne existieren derzeit nicht. Die neue Bassistin Renja Schmidig soll ab 2018 frischen Wind in die 20-jährige Hardrockband bringen. Marcel sagt dazu: „Wir sind ein wenig bequem geworden. Zudem hat sich auch das Leben bei jedem Bandmitglied verändert. Es läuft einiges nebenher und so wird es manchmal auch schwierig, genügend Zeit für die Band zu investieren. Früher probten wir zwei bis dreimal pro Woche. Renja ist eifrig und will Musik machen, wie wir früher. Sie wird neuen Wind in die Band bringen. Vielleicht werden auch neue eigene Songs ein Thema. Und natürlich frische Covers. Denn einige sind praktisch seit den Anfangstagen im Repertoire. Wir hoffen, dass wir nach verschiedenen privaten Veränderungen alle wieder mehr Zeit für die Band finden.“
Da die neue Bassistin momentan einen USA-Aufenthalt absolviert, blieb nicht viel Zeit, über die Zukunft zu besprechen. Sie lassen es auf sich zukommen und hoffen, dass sie im Frühling oder Sommer 2018 wieder live auf der Bühne stehen werden. Die Band möchte dabei Renja genügend Zeit lassen und sie nicht ins kalte Wasser werfen.


Die neue Bassistin Renja Schmidig
Foto: POLUTION

Jedes Bandmitglied geht zu 100 Prozent einer Arbeit nach. Dies wurde auch in der Vergangenheit immer so gehandhabt. Marcel meint: „Wenn mehr gelaufen wäre, hätte man es sich überlegt, mehr Zeit in die Musik zu investieren. Und dafür sein Arbeitspensum zu reduzieren.“ Sie sehen POLUTION aber nach wie vor als Hobby. Ihnen ist auch bewusst, dass es heutzutage schwieriger ist, als Hardrockband zu bestehen. Vor 20 Jahren waren die Zeiten für eine Band wie sie um einiges besser. Die Clubszene hat sich inzwischen verändert und das Interesse an solchen Bands ist viel geringer geworden. Es sind überwiegend DJ’s angesagt und diese lassen für die Clubbesitzer die Kasse klingeln.
Trotz Familien, eigenen Unternehmen, Hobbies und anderen Beschäftigungen gibt die Band auch nach 20 Jahren nicht auf und macht weiter. Vielleicht nochmals 20 Jahre?

feldwaldwiesenblogger

Äs chömid dä gläbi wiedr all gnuäg Schnee übr!

Text und Fotos: feldwaldwiesenblogger


Heute Morgen: Blick aus dem Fenster

„Äs chömid dä gläbi wiedr all gnuäg Schnee übr!“ – Dieser Satz ging mir heute Morgen beim Öffnen des Fensters als Erstes durch den Kopf. Schier unglaublich, bereits am 9. Dezember so viel Schnee. Wo hin führt uns dieser Winter bloss?

Meine Crux am Schnee ist die Hassliebe zu ihm. Einerseits liebt man ihn, vor allem wenn man darauf Ski fahren, Snowboarden oder sonst ein Wintersport betreiben kann. Andererseits hasst man ihn: Er muss weggeräumt und entfernt werden. Damit man ja winters wie sommers auf den Strassen seinem Temporausch frönen kann. Mit zunehmendem Alter sieht man leider eher die Unannehmlichkeiten, Probleme und Ärgernisse.

Aber keine Bange! Wir haben ja immer noch Klimaerwärmung. Die sorgt dann rechtzeitig dafür, dass an Weihnachten wieder Tau- und Frühlingswetter regieren. Das allerdings möchte ich wohlverstanden auch nicht. Trotzdem, müssen jetzt schon hochwinterliche Bedingungen vorherrschen? Denn die Zeit bis zum Frühling ist noch soooooo lang…
Alles Jammern und Zettern nützt nichts, den Zustand zu akzeptieren ist angesagt.

Und ja! Wenn schon dann schon zieht es mich auch wieder auf die Skier. Denn die vergangenen milden Winter waren diesbezüglich unmotivierte Gesellen. Im Kopf spielt sich der ganze Zauber ab. Ist es draussen aper, ist der Betriebszustand auf Dauerherbst oder schon auf baldigen Frühlingsmodus eingestellt. Ist es aber weiss und kalt, macht es klick und die verschneiten Berge wollen befahren werden.

Ob dann alle genug Schnee abbekommen, wird sich spätestens im kommenden März zeigen. Ich weiss, dass sich einige wie wild auf möglichst viel von Frau Holles Pracht freuen. Anderen ist es ein Graus. Allen Recht getan ist ein Ding, das niemand kann.


Tief verschneit!

Man kann es mit dem Schnee gleich handhaben wie mit der Politik. Manchmal wird es einem einfach zu viel! Und man möchte gewisse Exponenten wie den Schnee entfernen. Natürlich nur aus ihren Ämtern. Diese Woche sorgten unter anderem Yannick Buttet, Donald Trump und die SVP für rote Köpfe.

Yannick Buttet, gefallener CVP-Nationalrat aus dem Wallis, wird des Stalkings bezichtigt. Er soll sofort seine Ämter räumen, sind gewisse Kreise der Meinung. „Me Too“ lässt grüssen und veranstaltet einen wahren Hexentanz. Hinter jedem Strauch wird bald ein Widerling vermutet, dabei hat der liebestolle Wolf bloss seiner Wölfin zugeheult…

Das ist einfach unerhört, was US-Präsident Donald Trump mit der Anerkennung von Jerusalem als Israels’ Hauptstadt abzieht! Der Friedensprozess im Nahen Osten wird so um Jahre zurückgeworfen. Eine neue Intifada wird wohl für viel Tod, Leid und Zerstörung sorgen. Dieser Präsident kennt aber auch wirklich gar nichts. Statt sich um Frieden und Stabilität zu bemühen, zündelt er und stürzt sonst schon eine instabile Region in ein Chaos. Dabei hat er zu Beginn seiner Amtszeit gesagt, dass er sich aussenpolitisch zurückhalten werde. America First – so ein Chabis!

Man kann es mit der Nationalhymne drehen und wenden wie man will. Vor einem Fussballspiel kann sie nicht laut genug gesungen werden. Feiert aber die SVP im Nationalratssaal den 25. Jahrestag des EWR-Neins mit dieser Hymne, ertönt der Ruf nach Klamauk oder gar nach Faschismus. Geht’s noch? Es ist in beiden Fällen dasselbe Lied. Aber: Es kommt scheinbar darauf an, wer es wo und wie tut. Tun es die Nati-Spieler zu wenig oder gar nicht, wie unsere Secondos, dann wird unverständlich der Kopf geschüttelt. Singt aber die SVP lauthals, steht die Linke Kopf und fordert Massnahmen. Im ehrwürdigen Nationalratssaal ziemt sich das scheinbar nicht. Dabei ist unsere Nationalhymne ein frommes und christliches Lied, und hat mit Faschismus so wenig zu tun wie der Neuschnee von heute Morgen.

feldwaldwiesenblogger

20 Jahre POLUTION: Die Bandgeschichte

Text: feldwaldwiesenblogger und POLUTION

Die Muotathaler Hardrockband POLUTION wurde im Mai 1997 gegründet.
Die Besetzung um Pascal Gwerder (Gesang), Marcel Betschart (Gitarre), Matthias Betschart (Gitarre), Christian Epp (Bass) und Armin Betschart (Schlagzeug) feierte zusammen mit allen ehemaligen Mitgliedern am 11. November den 20. Band-Geburtstag. Im heimischen Muotathal, im Saal des Restaurant Sternen, wurde mit einem grandiosen Jubiläumskonzert tüchtig gefestet.
Dieses Jubiläum nahm ich zum Anlass, die Bandgeschichte genauer unter die Lupe zu nehmen und mit der Band ein Gespräch zu führen.


Marcel Betschart (links) und Pascal Gwerder beim Gespräch an der Bar im Proberaum
Foto: feldwaldwiesenblogger

Was bedeutet eigentlich der Name POLUTION?
Das Wort „POLUTION“ klang für die Gründer cool. Wird „POLLUTION“ mit zwei „LL“ geschrieben, meint man die Umweltverschmutzung. Die Band erklärt es denn auch in diesem Zusammenhang. Damit das Dreckige und das entsprechende Drumherum hervorgehoben wird, wie es irgendwie auch zum Rock’n’Roll passt. Pikantes Detail: POLUTION mit einem „L“ ist ein italienischer Ausdruck und bedeutet „der erste nächtliche Samenerguss“. Die Band hat es aber nie auf diese Erklärung bezogen und meinte stets die Umweltverschmutzung. Übrigens: Da der Ausdruck „Pollution“ weltweit von Umweltorganisationen in Blogbeiträgen Erwähnung findet, wird die Homepage der Muotathaler Band öfters dazu verlinkt.

Die Band-Gründung
Im Mai 1997 trafen sich Pascal Gwerder, Daniel Heinzer, René Heinzer und Roger Rickenbacher im Valley-Pub in Muotathal. Die vier Kollegen hatten die Bieridee, eine Rockband zu gründen. Kurze Zeit später beschafften sie sich aus Brockenhäusern und Musikgeschäften die passenden Musikinstrumente. Das erste Probelokal war ein alter Baucontainer im Ried und schon bald stand der erste Auftritt im „Wärchhof“ Schwyz an. Der erste Gig war ein voller Erfolg. Während den ersten drei Jahren spielte man einige Konzerte im inneren Kantonsteil. Unter anderem im Valley-Pub, in der Linde Schwyz oder an der Schwyzer Chilbi.


Die vier Gründungsmitglieder im Jahr 1997: Daniel Heinzer, Pascal Gwerder, Roger Rickenbacher und René Heinzer (von links nach rechts)
Foto: POLUTION

Der Einstieg von Marcel Betschart
Einen Tag nach dem „Musigfäscht“ der Musikgesellschaft Muotathal im Herbst/Winter 1999 wurde Marcel Betschart angefragt, ob er in Zukunft den Gitarrenpart von Pascal übernehmen möchte. Marcel, welcher sowieso an jedem POLUTION-Konzert dabei war, sagte nach reiflicher Überlegung zu. Von da an waren POLUTION zu fünft unterwegs, und Pascal konnte sich nun ausschliesslich des Gesanges widmen.
Von AC/DC über Böhse Onkelz, Status Quo bis Metallica und Motörhead wurde alles rauf und runter nachgespielt. In diesem Zeitraum entstanden aber auch die ersten Eigenkompositionen.

Wechsel hinter dem Schlagzeug, am Bass und an der Gitarre
2003 gab Schlagzeuger Roger Rickenbacher aus zeitlichen Gründen seinen Rücktritt aus der Band bekannt. Rasch meldete sich der damalige Sound-Mischer Armin Betschart, dass er sich vorstellen könnte die Drums zu bedienen. Es war eine sehr gute Entscheidung. Der Job am Mischpult übernahm Andy Betschart, der jüngere Bruder von Armin. Was sich im Jahr darauf, als Bassist René Heinzer die Band verliess, auch als Glücksgriff erwies. Andy zupfte nämlich fortan den Viersaiter.
Kaum ein Jahr darauf verkündete auch Daniel Heinzer, dass er POLUTION verlassen möchte. Denn er war mit seiner Zweitband, „Den Geheimen Sportsocken“, dermassen ausgelastet, dass ihm die Zeit einfach fehlte. Ab diesem Moment stand die Band etwa ein halbes Jahr ohne zweiten Gitarristen da. Bis Matthias Betschart, damals noch aktiver Rock’n’Roller bei „Loose Contact“, schlussendlich die Chance packte und sich für POLUTION entschied.

Die erste CD und die Europa-Tour mit SHAKRA
Eigene Songs komponieren war nun angesagt. Etwas später stand die Teilnahme am Emergenza-Bandcontest, einem der grössten internationalen Wettbewerbe für junge Musiker, an. Dank der Unterstützung der Fans belegte POLUTION Platz zwei in der Schweiz.
Nur knapp zwei Jahre nach dem Beitritt von Matthias standen POLUTION im Tonstudio von Tommy Vetterli in Pfäffikon SZ. Das erste Album „Overheated“ wurde aufgenommen und 2008 durch das englische Label Escape Music Ltd. weltweit veröffentlicht.
Dank der Kontakte und Mithilfe von Vetterli entstanden die ersten Gespräche mit dem Musikmanager Oliver Macchi. Macchi verschaffte POLUTION den Kontakt mit dem englischen Label, zu einem TV-Auftritt bei Dani Beck und zu einer Europa-Tour im April 2009 mit SHAKRA. Innert zwei Wochen absolvierte die Muotathaler Hardrockband zwölf Gigs in Holland, Deutschland, Belgien und Italien.
Keine zwei Monate später wurden sie als Headliner an einem Open Air im Südosten von Tschechien gebucht. 2009 war für die Band ein sehr ereignisreiches Jahr mit vielen schönen, lehrreichen und unvergesslichen Momenten.

Der zweite Tonträger „Beyond Control“
Im Frühjahr 2011 wurde das zweite Album „Beyond Control“ in Ralph Zünd’s „2inch-records – Studio“ aufgenommen. 2012 wurde die CD wieder durch das Label Escape Music Ltd. weltweit veröffentlicht. Mit „Beyond Control“ wurde ein Meilenstein gesetzt. Weiter sind POLUTION auch auf diversen internationalen Samplern vertreten.

Christian Epp übernahm für Andy Betschart
Als 2013 Andy Betschart mit seinen anderen Musikformationen auch Erfolge feiern konnte und die Zeit für ihn immer rarer wurde, entschied er sich, POLUTION zu verlassen. Die Band fragte Christian Epp, den Bassisten und Sänger von „Dryhouse“, ob er Zeit und Lust hätte einzusteigen. Sein Entscheid war schnell gefällt und Christian übernahm von 2013 bis 2017 den Bass. In diesen vier Jahren spielten POLUTION weitere coole Gigs. Unter anderem in München oder dieses Jahr an einem Festival in Stockholm.
Auch die Schweiz kam konzertmässig nicht zu kurz. Die „Schüür“ in Luzern, das Z7 in Pratteln und fast jeder Kanton wurde mal „gerockt“. Entweder als Hauptact oder als Vorband von John Coghlan, Krokus, Sodom, Jeff Scott Soto und weiteren Musikgrössen.


POLUTION live in der „Schüür“: Marcel Betschart, Pascal Gwerder, Armin Betschart, Christian Epp und Matthias Betschart (von links nach rechts)
Foto: POLUTION

Mit Renja Schmidig erstmals eine Frau in der Band
Die Jubiläumsfeier im „Sternen“ war zugleich Christian Epp’s letzter Auftritt mit POLUTION. Ab 2018 übernimmt Renja Schmidig, welche derzeit einen USA-Aufenthalt geniesst, den Bass. Es ist für POLUTION eine Premiere, erstmals eine Frau in der Band zu haben. Sie sind überzeugt, dass das junge Talent Renja sie an der Bassgitarre tatkräftig unterstützen wird. Zudem hoffen die Bandmitglieder, bald mit ihr live unterwegs zu sein.

Über 200 Konzerte wurde in den letzten 20 Jahren gespielt. Es wurden sieben Länder bereist. POLUTION waren mit einem Nightliner und vier Flugzeugen unterwegs und übernachteten in etlichen Hotelzimmern. Die Band bereut keinen Moment. Denn es entstanden viele interessante Kontakte, Freundschaften und Begegnungen.

feldwaldwiesenblogger

SRF möchte bei den Schwingerfreunden punkten und weitere Sägemehl-News

Text: feldwaldwiesenblogger

Die Weihnachtsbeleuchtungen wurden montiert und eingeschaltet und man kann wieder durch teilweise herrlich beleuchtete Städte, Dörfer und Landschaften fahren. Weihnachten und das Jahresende eilt uns mit grossen Schritten entgegen, und mit ihnen auch die letzten Schwingfeste des Jahres. Der Niklausschwinget Dietikon und der Niklausschwinget Pratteln stehen vor der Tür. Derjenige in Dietikon wird nachfolgend thematisiert. Ein wenig Nordostschweiz-lastig widme ich mich auch dem Vorstandswechsel bei den St. Galler Schwingern, dem NOS-Jubiläumsschwingfest von 2018 und Nöldi Forrer.

Fast täglich grüsst derzeit wieder das Murmeltier, und zwar in Form von Berichterstattung über das Fehlverhalten des mittlerweile zurückgetretenen Finanzchefs vom Schwägalp-Schwinget. Aber keine Bange: Ich werde es nicht tun. Irgendwann muss wieder mal Schluss sein.
Derweil wage ich ein kleines Plädoyer zugunsten von SRF respektive gegen die „No Billag“-Initiative. Denn das Schweizer Fernsehen (SRF) fiel diese Woche mit Umtriebigkeit für den Schwingsport auf. Wie der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) verkündete, liefert SRF 2018 von acht Schwingfesten Live-Bilder. Zudem fungiert SRF auch als Medienpartner von Schwingfesten. Das ist ein ganz klares Signal vor der anstehenden „No Billag“-Abstimmung.

Niklausschwinget Dietikon
Der Schwingklub Glatt- und Limmattal ist verantwortlich für den 80. Niklausschwinget Dietikon, welcher morgen Samstag in der Stadthalle Dietikon zur Austragung kommt. Ab der klubeigenen Homepage kann man entnehmen, dass sich bisher vier Eidgenossen angemeldet haben: Philipp Roth, Nick Alpiger, Patrick Räbmatter und Fabian Kindlimann. Letzterer musste aber am vergangenen Donnerstag wegen einer Rippenverletzung, welche er sich beim Unspunnen-Schwinget zuzog, absagen. Weiter sind etliche Teilverbands-, Berg- und Kantonalkranzer am Start. Gemeldet sind nebst den Nordostschweizern auch je zehn Gastschwinger aus Bern, der Nordwestschweiz und aus der Innerschweiz. Hier der Link zur Schwingerliste.

Gewonnen wurde der letztjährige Anlass von keinem geringeren als Armon Orlik. Der Bündner Spitzenschwinger ist dieses Jahr aber nicht am Start. Die besten Siegchancen werden den beiden Nordwestschweizern Alpiger und Räbmatter eingeräumt. Der Beginn des Wettkampfs wurde auf 14.00 Uhr angesetzt.


Foto: Facebook

Vorstandswechsel im St. Galler Kantonalen Schwingerverband
Am vergangenen Sonntag stand bei den St. Gallern Schwingern die kantonale Delegiertenversammlung in Niederwil auf dem Programm. Dabei wurden für die beiden zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Emil Bürer und Marcel Gächter zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Auf Bürer folgt als neuer Medienchef Pascal Schönenberger und anstelle von Gächter rückt Andreas Rohrer als Beisitzer in den Vorstand.


Foto: schwingenonline.ch

NOS-Jubiläumsschwingfest 2018
Nebst den Innerschweizern jubilieren 2018 auch die Nordostschweizer. Mit einem schön gestalteten Flyer wird jetzt schon auf das NOS-Jubiläumsschwingfest vom 24. Juni aufmerksam gemacht.


Foto: Facebook

Der Nordostschweizerische Schwingerverband (NOSV) feiert 2018 den 125. Geburtstag. Der Jubiläumsschwinget wird vom Schwingklub Herisau und vom Jodlerklub Herisau-Säge organisiert. Als OK-Präsident amtet Niklaus Hörler, welcher als OK-Präsident vom Schwägalp-Schwinget viel an Erfahrung mitbringt. Tickets sind ab dem 1. Februar erhältlich.

Feiert Nödli Forrer 2018 seinen 150. Kranz?
Obige Frage stellte diese Woche die Fachzeitschrift SCHLUSSGANG auf ihrer Website. Für den 145-fachen Kranzschwinger aus dem Toggenburg verlief die Saison 2017 alles andere als optimal. Den 39-Jährigen plagten immer wieder Verletzungen.
Als Optimist habe ich bei der Umfrage natürlich mit „JA“ gestimmt. Denn ich möchte es dem Schwingerkönig von 2001 von Herzen gönnen, dass er diese magische Kranzmarke knackt.


Foto: schlussgang.ch

SRF berichtet 2018 live von acht Schwingfesten
Am vergangenen Dienstag wurden gute Nachrichten für die Schwingsport-Fans verkündet: SRF wird 2018 von acht Schwingfesten live berichten, und der Brünig-Schwinget wird gar in voller Länge übertragen. Der Eidgenössische Schwingerverband hat sich mit der SRG über Änderungen bei der Übertragung von Schwingfesten geeinigt. Das Resultat ist, dass nun von mehr Schwingfesten Live-Bilder in die Stube flimmern werden.

Der SCHLUSSGANG schrieb am Schluss seiner Mitteilung: „Der Zentralsvorstand ist überzeugt, mit dem Ausbau der Übertragungen von Schwingfesten bei SRF, die mediale Verbreitung des Schwingens bei bester Qualität gewinnbringend zu fördern. Die Bilder von SRF sind ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung für den Nationalsport.“ Das ist eindeutig ein Plädoyer vom ESV für die SRG und gegen die „No Billag“-Initiative.
Denn: Die Initianten und deren Anhänger sind sich in meinen Augen gar nicht bewusst, oder noch schlimmer, es ist ihnen egal, wie schädlich ein Ja zur Initiative sein könnte. Was für Auswirkungen dies auf den Schwingsport hätte, weiss derzeit wohl niemand. Meines Erachtens könnten aber aus Kostengründen und „höheren Überlegungen“ wohl nur noch Schwingfeste mit eidgenössischem Charakter gezeigt werden. Und dies kaum mehr in dem Ausmass, wie bei den jüngsten Übertragungen.


Foto: schlussgang.ch

SRF ist Medienpartner vom Nordwestschweizerischen 2018
Am Dienstag konnte man zudem ab der Facebook-Seite vom Nordwestschweizerischen Schwingfest 2018 entnehmen: „SRF als Medienpartner am Nordwestschweizer Schwingfest 2018: Mit punktueller TV Live-Berichterstattung – inklusive Schlussgang in voller Länge und Teilaufzeichnungen sowie den ganzen Tag als Online/Mobile-Livestream.“

Da geht ein Medienhaus schon weit vor der „No Billag“-Abstimmung in die Offensive und möchte bei einem Publikum punkten, welches vermeintliches „SVP-Terrain“ ist. Diese Offensive treibt (hoffentlich) einen Keil in das Ja-Lager…

ESAF 2022 Pratteln auf gutem Weg
Die Verantwortlichen des Bewerberkomitees vom ESAF 2022 Pratteln informierten am 9. November einige ESV-Zentralvorstandsmitglieder über den Stand der Vorbereitungsarbeiten. Gemeinsam wurde zudem das vorgesehene Festgelände besichtigt.


Foto: shj-zeitschrift.ch

Leider nur zu gut erinnern wir uns an das Hickhack, als vor gut einem Jahr Aesch im Baselland im medialen Fokus stand. Es entbrannte ein Riesenwirbel um das vorgesehene Gelände und den Naturschutz. Die Baselstädter waren drauf und dran, mit dem Fussballstadion St. Jakob einzuspringen. Dies „Notlösung“ passte den Schwingerfreunden aber nicht wirklich. Eine Entspannung der Situation erfolgte erst, als mit Pratteln ein neuer Standort zur Sprache kam. Seither ist Ruhe eingekehrt und die Vorbereitungsarbeiten wurden in Angriff genommen. Beruhigt darf man zur Kenntnis nehmen, dass das ESAF 2022 Pratteln auf gutem Weg ist!

Trainingsbetrieb wiederaufgenommen
Die Schwinger haben mittlerweile das Training wiederaufgenommen. Bekanntlich widmen sich die Kurzholz-Athleten in der ersten Phase des Wintertrainings dem sogenannten „Schulschwingen“. In dieser Zeit erteilen aktive und ehemalige Spitzenschwinger auch etliche Schwingkurse. So war erst kürzlich der Obwaldner Benji von Ah beim Schwingklub Langenthal zu Gast und absolvierte mit den Aktiven in Niederbipp einen interessanten, lehrreichen und unterhaltsamen Trainings-Kurs.


Foto: Facebook

Der ehemalige Spitzenschwinger und Eidgenosse Enrico Matossi war beim Schwingklub Lenzburg und Umgebung zu Besuch und zeigte den Aargauer Schwingern sein vielseitiges Können.


Foto: Facebook

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