SRF möchte bei den Schwingerfreunden punkten und weitere Sägemehl-News

Text: feldwaldwiesenblogger

Die Weihnachtsbeleuchtungen wurden montiert und eingeschaltet und man kann wieder durch teilweise herrlich beleuchtete Städte, Dörfer und Landschaften fahren. Weihnachten und das Jahresende eilt uns mit grossen Schritten entgegen, und mit ihnen auch die letzten Schwingfeste des Jahres. Der Niklausschwinget Dietikon und der Niklausschwinget Pratteln stehen vor der Tür. Derjenige in Dietikon wird nachfolgend thematisiert. Ein wenig Nordostschweiz-lastig widme ich mich auch dem Vorstandswechsel bei den St. Galler Schwingern, dem NOS-Jubiläumsschwingfest von 2018 und Nöldi Forrer.

Fast täglich grüsst derzeit wieder das Murmeltier, und zwar in Form von Berichterstattung über das Fehlverhalten des mittlerweile zurückgetretenen Finanzchefs vom Schwägalp-Schwinget. Aber keine Bange: Ich werde es nicht tun. Irgendwann muss wieder mal Schluss sein.
Derweil wage ich ein kleines Plädoyer zugunsten von SRF respektive gegen die „No Billag“-Initiative. Denn das Schweizer Fernsehen (SRF) fiel diese Woche mit Umtriebigkeit für den Schwingsport auf. Wie der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) verkündete, liefert SRF 2018 von acht Schwingfesten Live-Bilder. Zudem fungiert SRF auch als Medienpartner von Schwingfesten. Das ist ein ganz klares Signal vor der anstehenden „No Billag“-Abstimmung.

Niklausschwinget Dietikon
Der Schwingklub Glatt- und Limmattal ist verantwortlich für den 80. Niklausschwinget Dietikon, welcher morgen Samstag in der Stadthalle Dietikon zur Austragung kommt. Ab der klubeigenen Homepage kann man entnehmen, dass sich bisher vier Eidgenossen angemeldet haben: Philipp Roth, Nick Alpiger, Patrick Räbmatter und Fabian Kindlimann. Letzterer musste aber am vergangenen Donnerstag wegen einer Rippenverletzung, welche er sich beim Unspunnen-Schwinget zuzog, absagen. Weiter sind etliche Teilverbands-, Berg- und Kantonalkranzer am Start. Gemeldet sind nebst den Nordostschweizern auch je zehn Gastschwinger aus Bern, der Nordwestschweiz und aus der Innerschweiz. Hier der Link zur Schwingerliste.

Gewonnen wurde der letztjährige Anlass von keinem geringeren als Armon Orlik. Der Bündner Spitzenschwinger ist dieses Jahr aber nicht am Start. Die besten Siegchancen werden den beiden Nordwestschweizern Alpiger und Räbmatter eingeräumt. Der Beginn des Wettkampfs wurde auf 14.00 Uhr angesetzt.


Foto: Facebook

Vorstandswechsel im St. Galler Kantonalen Schwingerverband
Am vergangenen Sonntag stand bei den St. Gallern Schwingern die kantonale Delegiertenversammlung in Niederwil auf dem Programm. Dabei wurden für die beiden zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Emil Bürer und Marcel Gächter zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Auf Bürer folgt als neuer Medienchef Pascal Schönenberger und anstelle von Gächter rückt Andreas Rohrer als Beisitzer in den Vorstand.


Foto: schwingenonline.ch

NOS-Jubiläumsschwingfest 2018
Nebst den Innerschweizern jubilieren 2018 auch die Nordostschweizer. Mit einem schön gestalteten Flyer wird jetzt schon auf das NOS-Jubiläumsschwingfest vom 24. Juni aufmerksam gemacht.


Foto: Facebook

Der Nordostschweizerische Schwingerverband (NOSV) feiert 2018 den 125. Geburtstag. Der Jubiläumsschwinget wird vom Schwingklub Herisau und vom Jodlerklub Herisau-Säge organisiert. Als OK-Präsident amtet Niklaus Hörler, welcher als OK-Präsident vom Schwägalp-Schwinget viel an Erfahrung mitbringt. Tickets sind ab dem 1. Februar erhältlich.

Feiert Nödli Forrer 2018 seinen 150. Kranz?
Obige Frage stellte diese Woche die Fachzeitschrift SCHLUSSGANG auf ihrer Website. Für den 145-fachen Kranzschwinger aus dem Toggenburg verlief die Saison 2017 alles andere als optimal. Den 39-Jährigen plagten immer wieder Verletzungen.
Als Optimist habe ich bei der Umfrage natürlich mit „JA“ gestimmt. Denn ich möchte es dem Schwingerkönig von 2001 von Herzen gönnen, dass er diese magische Kranzmarke knackt.


Foto: schlussgang.ch

SRF berichtet 2018 live von acht Schwingfesten
Am vergangenen Dienstag wurden gute Nachrichten für die Schwingsport-Fans verkündet: SRF wird 2018 von acht Schwingfesten live berichten, und der Brünig-Schwinget wird gar in voller Länge übertragen. Der Eidgenössische Schwingerverband hat sich mit der SRG über Änderungen bei der Übertragung von Schwingfesten geeinigt. Das Resultat ist, dass nun von mehr Schwingfesten Live-Bilder in die Stube flimmern werden.

Der SCHLUSSGANG schrieb am Schluss seiner Mitteilung: „Der Zentralsvorstand ist überzeugt, mit dem Ausbau der Übertragungen von Schwingfesten bei SRF, die mediale Verbreitung des Schwingens bei bester Qualität gewinnbringend zu fördern. Die Bilder von SRF sind ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung für den Nationalsport.“ Das ist eindeutig ein Plädoyer vom ESV für die SRG und gegen die „No Billag“-Initiative.
Denn: Die Initianten und deren Anhänger sind sich in meinen Augen gar nicht bewusst, oder noch schlimmer, es ist ihnen egal, wie schädlich ein Ja zur Initiative sein könnte. Was für Auswirkungen dies auf den Schwingsport hätte, weiss derzeit wohl niemand. Meines Erachtens könnten aber aus Kostengründen und „höheren Überlegungen“ wohl nur noch Schwingfeste mit eidgenössischem Charakter gezeigt werden. Und dies kaum mehr in dem Ausmass, wie bei den jüngsten Übertragungen.


Foto: schlussgang.ch

SRF ist Medienpartner vom Nordwestschweizerischen 2018
Am Dienstag konnte man zudem ab der Facebook-Seite vom Nordwestschweizerischen Schwingfest 2018 entnehmen: „SRF als Medienpartner am Nordwestschweizer Schwingfest 2018: Mit punktueller TV Live-Berichterstattung – inklusive Schlussgang in voller Länge und Teilaufzeichnungen sowie den ganzen Tag als Online/Mobile-Livestream.“

Da geht ein Medienhaus schon weit vor der „No Billag“-Abstimmung in die Offensive und möchte bei einem Publikum punkten, welches vermeintliches „SVP-Terrain“ ist. Diese Offensive treibt (hoffentlich) einen Keil in das Ja-Lager…

ESAF 2022 Pratteln auf gutem Weg
Die Verantwortlichen des Bewerberkomitees vom ESAF 2022 Pratteln informierten am 9. November einige ESV-Zentralvorstandsmitglieder über den Stand der Vorbereitungsarbeiten. Gemeinsam wurde zudem das vorgesehene Festgelände besichtigt.


Foto: shj-zeitschrift.ch

Leider nur zu gut erinnern wir uns an das Hickhack, als vor gut einem Jahr Aesch im Baselland im medialen Fokus stand. Es entbrannte ein Riesenwirbel um das vorgesehene Gelände und den Naturschutz. Die Baselstädter waren drauf und dran, mit dem Fussballstadion St. Jakob einzuspringen. Dies „Notlösung“ passte den Schwingerfreunden aber nicht wirklich. Eine Entspannung der Situation erfolgte erst, als mit Pratteln ein neuer Standort zur Sprache kam. Seither ist Ruhe eingekehrt und die Vorbereitungsarbeiten wurden in Angriff genommen. Beruhigt darf man zur Kenntnis nehmen, dass das ESAF 2022 Pratteln auf gutem Weg ist!

Trainingsbetrieb wiederaufgenommen
Die Schwinger haben mittlerweile das Training wiederaufgenommen. Bekanntlich widmen sich die Kurzholz-Athleten in der ersten Phase des Wintertrainings dem sogenannten „Schulschwingen“. In dieser Zeit erteilen aktive und ehemalige Spitzenschwinger auch etliche Schwingkurse. So war erst kürzlich der Obwaldner Benji von Ah beim Schwingklub Langenthal zu Gast und absolvierte mit den Aktiven in Niederbipp einen interessanten, lehrreichen und unterhaltsamen Trainings-Kurs.


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Der ehemalige Spitzenschwinger und Eidgenosse Enrico Matossi war beim Schwingklub Lenzburg und Umgebung zu Besuch und zeigte den Aargauer Schwingern sein vielseitiges Können.


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feldwaldwiesenblogger