Acht Eidgenossen stehen am Schaffhauser Kantonalschwingfest in Beggingen im Sägemehl

Am kommenden Sonntag (12. August) finden zwei Kranzfeste statt. Nebst dem Berner Kantonalen in Utzenstorf steht in Beggingen das Schaffhauser Kantonalschwingfest auf der Agenda. Die Vorbereitungen laufen schon länger auf Hochtouren. In den letzten zwei Wochen wurde viel gearbeitet: Ein grosses Festzelt wurde aufgestellt, Vorbereitungen für die Festwirtschaft getroffen und in der Turnhalle ein Gabentempel errichtet.

Text: feldwaldwiesenblogger und Isabelle Hallauer-Sommer / Fotos: Isabelle Hallauer-Sommer


Die Zuschauer können auf einer Naturtribüne die Zweikämpfe verfolgen

OK-Präsident ist Peter Wanner
OK-Präsident Peter Wanner und sein Team hatten während den Sommerferien öfters alle Hände voll zu tun. Alle Ressortchefs sind im Endspurt und auf Zielkurs. Letzten Samstag waren fleissige Helfer in Beggingen auf dem Sportplatz im Einsatz. Isabelle Hallauer-Sommer (Presseverantwortliche vom Schaffhauser Kantonalen Schwingerverband) besuchte diese Männerrunde und sammelte Eindrücke vom Festplatz. Christian Vogelsanger, der Chef der Festwirtschaft, stand bereits am Grill und verpflegte die fleissigen Helfer in der Mittagspause.


Ein schöner Holzbrunnen für die Schwinger

Schöner Holzbrunnen
Ein schöner Holzbrunnen steht bereit und wurde bereits mit Wasser gefüllt. Die Ringe für das Sägemehl wurden gestern Donnerstag errichtet, die Naturtribüne steht und ein Festzelt wurde aufgestellt. Beim Bau war auch der einheimische Aktivschwinger Simon Schudel an vorderster Front mit dabei.
Das OK freut sich auf die bevorstehenden Festivitäten. Gestartet wird am Samstagabend ab 17.00 Uhr mit einer Handwerker-Vesper. Die Festwirtschaft hat leckere Speisen wie Speck, Rauchwürste und weitere Grillspezialitäten sowie kühle Getränke im Angebot. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Musikverein Schlaate und den Blauburgunder Musikanten. Um 21.30 Uhr wird die Bar in Betrieb genommen.


Das Festzelt steht und wartet nun auf seine Besucher

Acht Eidgenossen sind gemeldet
Am Sonntagmorgen öffnet die Kasse um 07.00 Uhr und ab 08.00 Uhr werden die Zweikämpfe in den Sägemehlringen ausgetragen. Das Teilnehmerfeld darf sich dabei absolut sehen lassen. Die Schaffhauser fühlen sich geehrt, dass sie acht Eidgenossen in Beggingen begrüssen dürfen. Aus dem Appenzell haben sich Michael Bless, Marcel Kuster, Martin Hersche und Raphael Zwyssig angemeldet. Die Thurgauer entsenden die Eidgenossen Stefan Burkhalter, Tobias Krähenbühl, Benin Notz und Domenic Schneider.
Unter den 130 angemeldeten Schwingern starten auch einige Schaffhauser Aktivschwinger. Dabei ist man natürlich gespannt, ob es Jeremy Vollenweider und dem Einheimischen Simon Schudel gelingen wird, sich an der Spitze zu behaupten. Die Schaffhauser würden sich freuen, wenn Adrian Schwyn, Patrick Bürgler oder Patrick Schwyn das erste Mal vor die Ehrendamen treten dürften.
OK-Präsident Peter Wanner, sein Team und die Schaffhauser Schwingerfreunde hoffen auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer aus Nah und Fern. Selbst an die Kleinen Gäste wird gedacht: Diese können sich in einer Hüpfburg austoben und ein Sägemehlring steht bereit, damit die Kinder Schwingerluft schnuppern können. Für die musikalische Unterhaltung sorgen während dem Schwingfest die Jodler vom Jodelklub Randen.

Meine Wenigkeit freut sich ebenfalls auf das erste Schaffhauser Kantonalschwingfest und bedankt sich bei den Organisatoren. Denn ich erhielt diese Woche eine Akkreditierung für die Pressetribüne, und ich werde am Sonntag mit meinem Schwinger-Blog auf Facebook laufend über das Geschehen vor Ort informieren.

feldwaldwiesenblogger

Wie konnte Tamoxifen in den Körper von Martin Grab gelangen?

Text: feldwaldwiesenblogger

Auch meine Wenigkeit war schockiert nach den beiden positiven Doping-Befunden (A- und B-Probe) von Martin Grab. Ich habe viele Meldungen und Berichte rund um diesen Fall genau studiert und gelesen. Man bleibt mit vielen Fragen zurück. Wie Hugo Abegg, seines Zeichens Rigi-Speaker, glaube ich den Unschuldsbeteuerungen des Rothenthurmers. Eine dieser quälenden Fragen stellte ich Antidoping Schweiz, welche mir gestern eine schriftliche Antwort zukommen liessen.


Bild: antidoping.ch

Frage an Antidoping Schweiz
«Wenn ich das richtig mitbekommen habe, würde das bei Martin Grab nachgewiesene Tamoxifen überhaupt keinen leistungssteigernden Effekt ausgelöst haben. Zudem gehört die Substanz nicht mal zur Gruppe der Maskierungsmittel.
Deshalb meine Frage: Wäre es möglich, dass jemand einen bösen Streich mit Grab gespielt haben könnte und ihm das Tamoxifen mit einer entsprechenden Tablette zum Beispiel in seine Trinkwasserflasche geschüttet haben könnte?»

Antwort von Antidoping Schweiz
«Tamoxifen ist eine Substanz, welche der Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs dient. Die missbräuchliche Verwendung beinhaltet die Anwendung nach einer Anabolika-Kur, um deren Nebenwirkungen zu vermeiden (Verhinderung Brustbildung beim Mann, Wiederankurbelung der Testosteronproduktion). Tamoxifen alleine hat keine leistungssteigernde Wirkung und gehört gemäss WADA-Liste in die Gruppe der Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren.

Der Verkauf von Tamoxifen ist restriktiv, das heisst, das Mittel kann nicht legal frei erworben werden. Wir können nicht sagen, wie die Substanz in den Körper gekommen ist. Gemäss WADA-Regulierungen ist der Athlet alleine dafür verantwortlich, wie und welche Substanzen in seinen Körper gelangen.»

Verständlich, dass Antidoping Schweiz sich nur auf das «Tamoxifen» bezieht. Wie es in den Körper von Martin Grab gelangt sein könnte, konnten die Analysengeräte im WADA-Labor in Lausanne natürlich auch nicht erklären. Die eingangs gestellte Frage «Wie konnte Tamoxifen in den Körper von Martin Grab gelangen?» bleibt weiterhin unbeantwortet.

feldwaldwiesenblogger

Samuel Giger ist Topfavorit: Vorschau auf das Nordwestschweizer Schwingfest

Dem Schwingerverband Baselstadt (SVBS) fällt in regelmässigen Abständen die Ehre und Pflicht zu, das Teilverbandsfest des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes (NWSV) im Kanton Basel-Stadt durchzuführen. Die Stadt Basel darf sich nach dem Baselstädtischen an Auffahrt am kommenden Sonntag, 5. August über ein zweites Kranzfest freuen.

Text: feldwaldwiesenblogger und Raymond Stalder (Medienchef NWS18)


OK-Präsident Rolf Klarer bei einer Rede
Bild: Raymond Stalder

Der OK-Präsident und sein Team
Mit Rolf Klarer, dem vierfachen Eidgenössischen Kranzschwinger und NWSV-Ehrenmitglied, wurde ein erfahrener OK-Präsident für das Nordwestschweizerische Schwingfest (NWS18) in Basel gefunden. Zu seinen Erfolgen zählen vier Eidgenössische Kränze, 18 Kranzfestsiege und insgesamt 78 Kranzgewinne. Besondere Erfolge waren die Schlussgangteilnahme in Kirchberg 1996 und der Sieg beim Bundesfeierschwinget 1991 in Flüelen. Rolf hat ein tatkräftiges OK-Team zusammengestellt, um ein in allen Belangen stimmungsvolles Schwingfest zu organisieren.
Mit der Wagenclique Mischtfingge Basel, dem TV Kleinbasel, welchem diverse Räumlichkeiten am Standort gehören und notabene dem SVBS, zeigen sich nun Vereine verantwortlich, welche die Traditionen Vogel Gryff, die Basler Fasnacht und das Nationalspiel Schwingen am Rheinknie hochhalten.


Beim Schulhaus Sandgrube wurde in dieser Woche eine Arena mit Tribünen errichtet
Bild: Raymond Stalder

Der Event
Das Teilnehmerfeld besteht aus rund 140 Schwingern aus den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn sowie starken Gästen aus den vier anderen Teilverbänden. Das Schwingfest wird beim Schulhaus Sandgrube im Kleinbasel durchgeführt, wo jeweils auch der Baselstädtische Schwingertag stattfindet. Mit dem Standort Sandgrube wird eine gute Infrastruktur auf kleinem Raum genutzt. Das Parkhaus des Badischen Bahnhofs, welches 250 Meter vom Schwingplatz entfernt liegt, ist dabei eine grosse Hilfe.
Um dem Charakter eines Teilverbandsfestes gerecht zu werden, wurde eine tolle Arena für die Zuschauer aufgebaut. Dabei wurden zwei ungedeckte Tribünen mit je 1000 Sitzplätzen und zusätzlich eine Medientribüne errichtet. Am 1. März startete bereits der Vorverkauf für die Tickets.
Als Ehrenpräsident wird Regierungsrat Baschi Dürr am Festakt eine Rede halten. Als Sicherheitsdirektor des Kantons Baselstadt war er bereits an der NWSV-Delegiertenversammlung im Januar als Gastredner dabei und freut sich auf ein weiteres Schwingfest auf Städter Boden.


Kann Topfavorit Samuel Giger in Basel erneut jubeln, wie unlängst auf dem Weissenstein?
Bild: weissenstein-schwinget.ch

Starke Gastschwinger und Nordwestschweizer Favoriten
Gespannt ist man auf das Abschneiden der Gäste. Die Berner entsenden den seit letztem Sonntag 100-fachen Kranzschwinger Simon Anderegg und Curdin Orlik, den Bündner in den Farben der Berner. Aus der Nordostschweiz werden die beiden Neo-Eidgenossen Roger Rychen und Samuel Giger anreisen. Der vierfache Saison-Sieger Giger, welcher als Topfavorit gehandelt wird, ersetzt den am Knie verletzten Armon Orlik. Auch die beiden Innerschweizer Gäste dürfen sich absolut sehen lassen. Mike Müllestein musste vor Wochenfrist zwar wegen einer Handverletzung auf einen Einsatz beim Brünigschwinget verzichten. Der Steiner ist aber wieder fit und freut sich zusammen mit dem Gersauer Routinier Andreas Ulrich auf den Wettkampf in der Sandgrube. Die Südwestschweizer Farben werden von den «jungen Wilden» und aufstrebenden Romands Benjamin Gapany und Augustin Brodard vertreten.
Die Nordweststschweizer Favoriten sind die Eidgenossen Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, Christoph Bieri, David Schmid und Remo Stalder. Bekanntlich hat sich das Feld der Nordwestschweizer nach dem Rücktritt von Bruno Gisler und der verletzungsbedingten Absage von Mario Thürig (Schulterverletzung) etwas gelichtet. Anzunehmen ist, dass aus den oben erwähnten Spitzenschwinger einer als Sieger vor die Ehrendamen treten darf. Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass ein Schwinger aus der zweiten Reihe über sich hinauswächst und allen ein Schnippchen schlägt.

Festareal und Gabentempel
Auf dem Festareal werden diverse Verkaufsstände, eine Fressmeile, Schwingerbeizen und Schnupperschwingen angeboten. Ein grosses Festzelt wird für die Verpflegung der Teilnehmer sorgen. Die Schwinger, Funktionäre und Ehrengäste
werden in der Aula (gleich beim Schwingplatz) mit einem Menü verpflegt.
Die musikalische Begleitung wird von den Stadtjodlern Basel-Riehen übernommen und ergänzend werden Alphornklänge zu hören sein.
Das Gabenkomitee unter der Leitung des SVBS-Präsidenten Felix Rappo und René Thoma stellten einen schönen und würdigen Gabentempel zusammen.


Siegermuni «Basileo» mit Esther Lawrence (Taufpatin und Namensgeberin) und Züchter Sepp Wiggli (Eigenhof, Seewen SO)
Bild: Raymond Stalder

Siegermuni «Basileo»
Gekämpft wird um Siegermuni «Basileo», welcher Mitte Juni mitten in der Stadt Basel getauft wurde. Der Name «Basileo» wurde bei einer Umfrage von Radio Basilisk ermittelt. Esther Lawrence, die Siegern der Umfrage, darf sich nun über eine Einladung als Ehrengast ans Nordwestschweizer Schwingfest freuen.
Der Zweitklassierte erhält das Rind «Blume» und der Drittplatzierte darf das Fohlen «Eddi vom Eigen» mit nach Hause nehmen.

SRF-Livestream
Medienpartner sind die Schwingerzeitung SCHLUSSGANG, Vogel Gryff (die Zeitung für das Kleinbasel, Riehen und Bettingen) sowie das Schweizer Radio und Fernsehen, welche das Fest vollumfänglich mit einem Live-Stream übertragen. Die Höhepunkte und der Schlussgang werden dabei direkt ausgestrahlt.

Mehr Informationen zum Schwingfest gibt es unter www.nws18.ch. Die Nordwestschweizer Schwinger und Schwingerfreunde freuen sich auf ein schönes, spannendes und stimmungsvolles Schwingfest in Basel!

feldwaldwiesenblogger