Fünfter Sieg für Christian Schuler? – Vorschau auf den Herbstschwinget Unteriberg

Am nächsten Sonntag wird in der Innerschweiz endgültig ein Schlussstrich unter die Schwingersaison 2018 gezogen. Als Hauptfavorit startet in Unteriberg Christian Schuler. Gemeldet ist mit Pirmin Reichmuth zudem ein zweiter Eidgenosse.

Text: Werner Schönbächler und feldwaldwiesenblogger

Bereits zum 49. Mal wird der Herbstschwinget in Unteriberg ausgetragen. Nach einer langen Saison steigen die Schwinger zum letzten Mal in die Zwilchhosen. Das Organisationskomitee unter der bewährten Leitung von Kurt Marty hat alle Vorkehrungen getroffen, damit die Aktiven und Zuschauer auf ihre Rechnung kommen. Aufgrund früherer Austragungen dürfen bis zu 70 Schwinger aus der Innerschweiz erwartet werden. In den letzten Jahren war der Anlass fest in Schwyzer Händen. Mit dem Zuger Alois Schillig konnte sich 2005 letztmals ein «Auswärtiger» in die Siegerliste eintragen lassen. Seither hatten die Gäste hartes Brot auf Ybriger Boden zu essen. Rekordhalter ist Martin Grab mit sechs Siegen.


2017 besiegte Reto Nötzli im Schlussgang Christian Lagler
Bild: feldwaldwiesenblogger

Christian Schuler ist Favorit
Da man über die genaue Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes noch im Dunkeln tappt, sind Voraussagen äusserst schwierig. Als Hauptfavorit darf allerdings der vierfache Eidgenosse Christian Schuler bezeichnet werden, welcher in Unteriberg schon viermal gewann. Der 30-jährige Rothenthurmer belegte mit sechs Kranzgewinnen den siebten Rang in der Jahreswertung und war damit hinter Joel Wicki zweitbester Innerschweizer. Wenn man den Umstand in Betracht zieht, dass er wegen einer Verletzung an zwei Kranzfesten nicht antreten konnte, ist das ein ausgezeichnetes Ergebnis. Sein Cousin, der Eidgenosse Alex Schuler, hat die Saison frühzeitig abgebrochen und wird am Sonntag nicht dabei sein.
Weiter gilt es aus den Reihen des mitorganisierenden Schwingklubs Einsiedeln die Kranzer Daniel Inderbitzin, Roland und Remo Kälin, Daniel Schuler, Michael Hess und Markus Effinger nicht unerwähnt zu lassen. Nach dem Gewinn des Schweizermeistertitels im Nationalturnen und einer starken Leistung in Siebnen darf man dem Wettkampf des 19-Jährigen Martin Grab gespannt entgegenblicken. Mit seinen wuchtigen und explosiven Zügen wird er seinen Kontrahenten bestimmt Kopfzerbrechen bereiten. Oder vielleicht gelingt dem letztjährigen Schlussgang-Teilnehmer Christian Lagler erneut ein Exploit?

Pirmin Reichmuth ist auch dabei
Laut Information ab der SCHLUSSGANG-Homepage ist auch Pirmin Reichmuth im Starterfeld gemeldet. Der Chamer Eidgenosse gab erst vor Wochenfrist nach zweijähriger verletzungsbedingter Absenz ein starkes Comeback beim Chemihütte-Schwinget in Aeschiried und belegte den hervorragenden zweiten Schlussrang. Reichmuth könnte in Unteriberg also durchaus zum grossen Gegenspieler von Christian Schuler werden.
Weiter sind aber auch Schwinger wie der 18-jährige Michael Gwerder, welcher mit vier Kranzgewinnen in dieser Saison der grosse Aufsteiger in der Innerschweiz ist, und der 13-fache Kranzschwinger Andreas Höfliger immer für eine Überraschung gut. Neben den Zweikämpfen in den Sägemehlringen wird im Ybrig auch die volkstümliche Unterhaltung nicht zu kurz kommen.
Bis kurz vor Wettkampfbeginn um 12 Uhr sind Anmeldungen möglich.

feldwaldwiesenblogger

Nachgefragt bei Urs Doppmann, dem Sieger vom Herbstschwinget Schachen

Text: feldwaldwiesenblogger

Urs Doppmann gewann am vergangenen Sonntag den Herbstschwinget Schachen. Im Schlussgang bodigte der 110 Kilogramm schwere und 188 Zentimeter grosse Athlet den Entlebucher Marco Fankhauser.
Der Sennenschwinger vom Schwingklub Wolhusen kann auf eine relativ gute Saison zurückblicken. Im Frühling gewann er den Kranz am Schwyzer Kantonalen in Sattel und holte sich in Ruswil am Innerschweizerischen den ersten Teilverbandskranz.

Urs wird demnächst 24-jährig, ist gelernter Landwirt und arbeitet momentan als Liftmonteur. Der in Romoos wohnende Luzerner hat sich bisher vier Kränze erschwungen, gewann 2016 den Nichtkranzer-Schwinget in Gudo TI und wurde 2017 am Seetaler Schwinget in Hochdorf Co-Sieger (1b). Zu seinem Palmarès darf der Romooser auch die Schlussgangteilnahme am diesjährigen Menzberg-Schwinget zählen. Diesen gewann bekanntlich Joel Wicki.

Wie Urs den Herbstschwinget Schachen erlebte und ob dieser Sieg der bisherige Karrierehöhepunkt darstellt, wollte ich vom vierfachen Kranzschwinger wissen. Bei einem Telefonat gab mir der Bauernsohn auch über die Saison 2018 Auskunft, welche er am Sonntag hervorragend abschloss.


Der glückliche Sieger vom Herbstschwinget Schachen
Bild: SCHLUSSGANG (Instagram)

Dir lief es beim Herbstschwinget Schachen ausgezeichnet. Wie hast du den Schlussgang erlebt?
«Ich wollte gewinnen, das war für mich klar. Der Schlussgang dauerte 10 Sekunden. Mit Kurz und vervollständigen am Boden kam ich zum Sieg. Ich konnte Marco meine Schwingweise gewissermassen aufzwingen.»

Stellte der vierte Gang mit dem Sieg über Reto Fankhauser der eigentliche Schlüsselgang dar?
«Ja, dieser Gang war sicher wegweisend. Reto zog mit Kurz an, ich konterte und leerte ihn übers Knie ab.»

Hast du bereits zu Beginn des Wettkampfes gespürt, dass das dein Tag werden könnte?
«Eigentlich nicht, mein Gefühl vor dem Wettkampf war jedoch gut. Ich hoffte, unter die ersten drei zu kommen. Das war mein Ziel.»

Bedeutet der Sieg beim Herbstschwinget Schachen dein bisheriger Karrierehöhepunkt?
«Das kann man so sagen. Diesen Erfolg stufe ich noch vor dem Gewinn des Innerschweizer Kranzes ein. Da das Schwingfest von meinem Schwingklub Wolhusen organisiert wurde, konnte ich vor heimischem Publikum gewinnen.»

Du hast in dieser Saison verschiedentlich dein vorhandenes Potenzial gezeigt. Könnte mit diesem Erfolg gewissermassen ein Knoten geplatzt sein?
«Je länger die Saison dauerte, je besser lief es mir. Ich kam immer besser in Fahrt. Dieser Sieg ist natürlich eine grosse Motivation für die nächste Saison.»

Wie bist du eigentlich mit der nun zu Ende gehenden Saison zufrieden?
«Ich bin sehr zufrieden. Beim Innerschweizerischen konnte ich meinen ersten Teilverbandskranz gewinnen und stand auf dem Menzberg und in Schachen im Schlussgang. Bei zwei weiteren Kranzfesten fehlte nur wenig zum Kranz. Ich bestritt zudem die Bergkranzfeste auf dem Stoos und auf dem Brünig, bei welchen es mir gut lief. Das Ziel für nächste Saison ist sicher ein Bergkranz.»

Hast du den Trainingsaufwand auf diese Saison hin nochmals gesteigert?
«Ja, ich hatte mehr investiert und es hat sich nun ausbezahlt.»

Wann steigst du in die Vorbereitung für die neue Saison ein?
«Ende November steige ich in die Vorbereitung ein. Mein wöchentliches Training wird aus zwei Fitnesseinheiten und zwei Schwingtrainings bestehen.»

Wirst du aus den diesjährigen Erkenntnissen an deinem Training etwas ändern?
«Ändern werde ich nichts, denn die Richtung stimmt. Ich möchte aber neue Schwünge hinzulernen.»

feldwaldwiesenblogger

39. Herbstschwinget Schachen: Gebrüder Fankhauser in der Favoritenrolle

Die drei Brüder Erich, Reto und Marco Fankhauser aus Hasle gehören am kommenden Sonntag am Herbstschwinget Schachen zu den grossen Favoriten auf den Festsieg. Vom organisierenden Schwingklub Wolhusen versuchen Urs Doppmann und Damian Egli an der Spitze mitzumischen.

Text und Foto: Erwin Schwarzentruber und feldwaldwiesenblogger

Am nächsten Sonntag, 23. September, wird die Schwingersaison 2018 im Kanton Luzern definitiv abgeschlossen. Traditionell gastiert die Schwingerfamilie zu diesem Anlass in Schachen. Nochmals steigen am 39. Herbstschwinget Schachen die fast komplette Luzerner Elite, sowie weitere Schwinger aus der übrigen Innerschweiz in die Zwilchhosen. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld mit Gästen vom Schwingklub Trub und dem Schwingklub am Albis. Ein interessanter Wettkampf ist auf dem Schwingplatz «Längmatt» garantiert!
Aufgrund der bisherigen Anmeldungen sind die Brüder Erich, Reto und Marco Fankhauser aus Hasle zu favorisieren. Von diesem Trio durften sich bereits Erich im Jahr 2011 und Reto im Jahr 2016 in die Siegerliste eintragen lassen. Zum weiteren Favoritenkreis gehören Michael Müller, Joel Ambühl und Reto Gloggner. Da die Möglichkeit der Platzanmeldung besteht, ist mit weiteren Spitzenschwingern aus der übrigen Innerschweiz zu rechnen. Immerhin darf sich der Sieger auf das Jungrind «Bella» freuen, welches gemeinsam von Otto Husmann (Zisternen- und Holztransporte, Schachen) und Edi Bachmann (Platten- und Abdichtungsarbeiten, Malters) gespendet wird. Für die weiteren Schwinger stehen rund 50 Ehrengaben bereit.


Jungrind «Bella» ist der Siegerpreis

Wolhuser Heimvorteil
Nach einer guten Saison werden die Schwinger vom Schwingklub Wolhusen vor heimischem Publikum nochmals alles geben. Insgesamt werden dreizehn Wolhuser im Einsatz stehen. Intakte Chancen auf einen Spitzenplatz besitzen Urs Doppmann aus Romoos und Damian Egli vom Steinhuserberg. Beiden wird zugetraut, die 30-jährige Durststrecke ohne Wolhuser Heimsieg in Schachen zu beenden. Wie jedes Jahr wird der Entlebucher Schwingerverband in Schachen mit einer starken Mannschaft vertreten sein. Neben den Fankhauser-Brüdern versuchen weitere Kranzschwinger wie die Brüder Seppi und Martin Felder, Niklaus Scherer und Simon Schmid ein gutes Resultat heraus zu schwingen.

Unterhaltung und Festwirtschaft
Das Organisationskomitee unter der Leitung von Philipp Kammermann (Wolhusen) hat alles unternommen, damit die Schwinger und Schwingerfreunde unter dem Motto «urchig-löpfig-bodeständig» eine schöne Saison-Abschlussparty erleben können. Eine leistungsfähige Festwirtschaft mit Biergarten, Kaffee-Stube und einer Hütten-Gaudi-Bar lassen die Herzen der Festbesucher höherschlagen. Für Unterhaltung und gute Stimmung im Festzelt sorgt das Schwyzerörgeli-Trio «Vollgas».
Um 10 Uhr wird im Festzelt eine Jodlermesse abgehalten, welche vom Jodlerklub Farnbüelglöggli Schachen umrahmt wird. Anschliessend besteht die Möglichkeit, das Mittagessen auf dem Festplatz einzunehmen. Ebenfalls lohnt sich ein Besuch der gleichzeitig stattfindenden Schachner Kilbi neben dem Gasthaus Rössli. Das Anschwingen ist auf 11.30 Uhr angesetzt.

feldwaldwiesenblogger

Siegermuni «Wendel» steht bereit!

Am kommenden Sonntag, 23. September führt der Schwingklub March–Höfe den 81. Herbstschwingertag in Siebnen durch. Fast genau so schnell wie am «Siebner Märt» die Bahnen laufen, werden die etwa 150 Schwinger agieren und zum Saisonabschluss das Sägemehl nochmals zünftig stieben lassen.

Text und Foto: Hansruedi Ulrich (Pressechef Schwingklub March–Höfe) und feldwaldwiesenblogger

Das Organisationskomitee (OK) unter der Leitung von OK-Präsident Benno Züger ist bereit, die Vorarbeiten sind weitgehend abgeschlossen und ab Freitag wird der Festplatz eingerichtet. Wie immer werden zwei Tribünen erstellt, damit eine optimale Sicht auf die vier Sägemehlplätze gewährleistet ist. Das OK hat alles unternommen, um den Ansprüchen der hoffentlich zahlreich erscheinenden Zuschauerinnen und Zuschauer gerecht zu werden. Sollte das Wetter nicht ganz mitspielen, finden sich im Festzelt beim Schwingplatz und in der Turnhalle beim Mittelpunktschulhaus (MPS) genügend trockene Plätze. Auch die mit viel Einsatz geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Philipp Düggelin wird alles daransetzen, um die Festbesucher zu ihrer Zufriedenheit zu verpflegen.
Der Beginn des Wettkampfes ist auf 08.30 Uhr angesetzt, es ist kein Verschiebedatum vorgesehen. Am Wettkampftag kann man sich ab 06.00 Uhr unter der Nummer 1600 über die Durchführung erkundigen.


Der Festplatz des Siebner Herbstschwingertages

Folkloristische Unterhaltung
An einem Schwingfest darf selbstverständlich die Folklore nicht fehlen. Mit dem Jodelklub Sängertreu aus Siebnen, den Fahnenschwingern, dem Alphornduo Bärgbächli (Siebnen), der Alphorngruppe Toschtelgruäss und dem Einschellnerverein Wangen wird den Festbesuchern ein gemütliches Rahmenprogramm geboten. Um die Mittagszeit findet neben dem Schwingplatz ein Steinstosswettkampf mit einem 20 und 45 Kilogramm Stein statt. Die Damen versuchen sich mit einem acht Kilogramm Stein. Und ab 16 Uhr wird in der Turnhalle das Urgestein Hans Oetiker (am Bass) mit der Kapelle Aubrig-Gruess für Unterhaltung sorgen. Die «Hosälupfbar» wird dann auch ihren Betrieb aufnehmen.

Starkes Teilnehmerfeld
Wer gewinnt die drei Lebendpreise: Muni «Wendel», Rind «Cleopatra» und Kalb «Pätty»? Diese Frage ist noch offen und wird am kommenden Sonntag beantwortet. Leider müssen mit dem einheimischen Reto Nötzli und dem Titelverteidiger Roger Rychen zwei Hochkaräter verletzungshalber passen. Es kann aber festgehalten werden, dass in Siebnen trotzdem hochkarätige Schwingerkost gezeigt wird. Denn die Qualität des Teilnehmerfeldes darf sich durchaus sehen lassen, sind doch fast ein Drittel der Teilnehmer Kranzschwinger. So sind von den antretenden Schwingern aus dem Innerschweizer-, Nordostschweizer- und Berner Verband derzeit sechs Eidgenossen und zahlreiche Schwinger, welche eine starke Saison zeigten, am Start. Somit ist Spannung im Kampf um den Tagessieg garantiert! Aus dem Lager der Berner Gäste werden mit Martin Rolli, Niklaus Wüthrich und Adrian Zbinden einige starke Schwinger erwartet. Die Schwyzer werden angeführt von den Eidgenossen Christian und Alex Schuler, Mike Müllestein sowie Andreas Ulrich. Aber auch weitere Kranzer wie Remo und Roland Kälin, Guido, Andreas und Michael Gwerder, Ronny Heinzer, Markus Effinger und Beat Kennel werden für interessante Gänge sorgen. Die Zuger entsenden die starken Christian und Roland Bucher, Fabian Durrer sowie Marcel Betschart. Die Ob- und Nidwaldner entsenden die Kranzer Markus Niederberger und Christian Ming. Aus dem Nordostschweizer Verband sind die Eidgenossen Tobias Krähenbühl und Stefan Burkhalter am Start. Sie werden unterstützt von den starken Kranzern Daniel Elmer, Christian Jöhl, Lars Geisser, Urs Schäppi und Nicola Wey.

Heimsieg wäre eine Überraschung
Vielen ist noch in bester Erinnerung, wie Florian Hasler letztes Jahr gegen Roger Rychen im Schlussgang stand. Der Vorderthaler hat eine gute Saison hinter sich und will nochmals gross auftrumpfen. Aber auch die weiteren Ausserschwyzer Schwinger sind heiss auf ihren Heimanlass. So wollen Andreas Höfliger, Joel Kessler, Ueli Hegner, Dominik Streiff, Janik Keller, Alex Huber und Daniel Schilter versuchen, dem einen oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen. Aber auch auf die Auftritte der starken Nichtkranzer Tobias Bürgi, Stefan Gemsch, Pascal und Marcel Ulrich darf man gespannt sein.
Alles in allem darf man sich in Siebnen auf einen spannenden Herbstschwingertag mit hochstehendem Schwingsport freuen. Bleibt zu hoffen, dass Petrus ein Schwingerfreund ist und angenehmes Herbstwetter beschert.

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Der Maronichor feiert sein 30-jähriges Jubiläum

Der 1988 gegründete Muotathaler Chor hat schon bei unzähligen Auftritten wie an Gottesdiensten, im Altersheim oder an Hochzeiten mit seinem vielseitigen Repertoire begeistert. Am 10. November feiert der Maronichor bei einer Jubiläumsmesse seinen runden Geburtstag.

Text: feldwaldwiesenblogger / Bild: Renato Wyler

An jedem Montag wird im «Muotatreff» geprobt. Die Lieder sind sehr abwechslungsreich: Klassische vierstimmige Stücke, Spirituals und Gospels werden ebenso gesungen wie Schlager, Jodel- oder Cowboylieder. Im Jubiläumsjahr zählt der Maronichor 29 Sängerinnen und Sänger. Der «Grillabend» und der «Chlausabend» gehören mittlerweile zum Jahresprogramm. Feiert ein Mitglied einen runden Geburtstag, ist der Chor meist dabei und untermalt die Feier mit Gesang und Musik.


Der Maronichor im Jubiläumsjahr

Aus der Geschichte
Der aus dem Puschlav stammende Theologe Josef Maron begann im Sommer 1988 sein Pastoraljahr in Muotathal und gründete im Herbst einen Chor. Schon bald versammelte sich ein kleines Grüppchen Frauen wöchentlich in einem Schulzimmer zur Probe. Pius Christen stiess in der Anfangszeit dazu, und war nebst dem Dirigenten lange der einzige Mann im Chor. 1991 wurde der Pastoralassistent Josef Maron zum Priester geweiht, und an der Primizfeier sangen «seine» Sänger rassige Tessiner Lieder. Um 1990/1991 wurde der Chor von seinen Mitgliedern spasseshalber «Maronichor» genannt, was als Abkürzung für «Maron Josef Chor» stand. Dieser Name hält bis heute Bestand. Die Gesangsgruppe hatte in der Folge immer mehr Einsätze in der Kirche. Zu jeder Bussfeier wurde gesungen, sowie zunehmend auch an Weihnachten, Firmungen oder Vorabendgottesdiensten.
Nach dem Weggang von Josef Maron im Jahr 1991 stellte die Pfarrei Muotathal den Pastoralassistenten Rolf Dittli aus dem Urnerland an. Dieser quirlige junge Mann übernahm fortan die musikalische Leitung des Maronichores. Der Urner begleitete die Sänger mit seiner Gitarre und führte auch erste Spirituals ein. In der Ära Dittli hatten der Gitarrist Roger Schelbert und der Schlagzeuger Koni Schelbert ihre ersten Einsätze. Weiter kamen in dieser Zeit auch Auftritte volkstümlicher Art hinzu, bei welchen Marie-Louise Kistler ihr Können in Sachen Jodelliedern einbrachte. Als der eifrige Dirigent 1994 wegzog, blieb er dem Chor noch ein ganzes Jahr treu und fuhr jede Woche die Strecke von Sarnen nach Muotathal.
Im August 1995 erklärte sich die damalige Kirchenchordirigentin Erika Fässler bereit, den Maronichor weiterzuführen. Die Musikbegeisterte, welche damals in Ausbildung zur Kirchenmusikerin stand, gestaltete mit dem Chor vor allem Jugendgottesdienste und brachte ein stimmlich höheres Niveau ein. Zum bis dahin einzigen Sänger gesellten sich in dieser Zeit weitere Männer. 1997 sang der Maronichor zusammen mit dem Kinderchor Schwyz beim Gesangsfest in Stans, bei welchem gemeinsam «Sister Act» vorgetragen wurde. Ein Höhepunkt in Fässler’s Zeit als Dirigentin war das Weihnachtskonzert im Dezember des gleichen Jahres, bei dem sie nebst den Muotathaler Chören ein ad hoch-Orchester und weitere Sänger aus der Umgebung begeistern konnte. Erika Fässler demissionierte auf Ende Juli 1998 als Chorleiterin.

Raphael Schelbert ist seit 20 Jahren Dirigent
Im August 1998 übernahm Raphael Schelbert den Maronichor. 1999 begann der Primarlehrer die Ausbildung zum Kirchenmusiker an der Musikhochschule Luzern und schloss 2002 sein Studium im Fach «Chorleitung» und 2003 im Fach «Orgel» ab. Von Beginn an brachte der junge Chorleiter sein grosses musikalisches Können sowie methodisches Wissen ein, und steigerte die Gesangsqualität stetig. Schelbert förderte auch die instrumentale Begleitung und alsbald wurde die «Maroni-Band» gegründet. Zum Gitarristen und Schlagzeuger gesellten sich die beiden Chorsänger Andy Heinzer (Gitarre) und Walter Betschart (Bass, Gitarre).
Der Auftritt beim Zentralschweizerischen Gesangsfest 2003 in Altdorf war ein Meilenstein in der Geschichte. Für die Darbietung erhielt der Chor die Höchstnote «vorzüglich». Weitere Höhepunkte waren zwei gemeinsame Konzerte anno 2005 mit dem Chor St. Niklaus aus Geuensee. Im gleichen Atemzug gilt es auch die Teilnahme beim Zentralschweizerischen Gesangsfest 2009 zu erwähnen. Diesmal schnitten die Muotathaler mit dem Prädikat «sehr gut» ab. 2016 nahm der Maronichor im Rahmen des Schwyzer Kulturwochenendes bei der Veranstaltung «Sattel is(s)t» teil und begeisterte das Publikum mit zwei Auftritten. Im gleichen Jahr traten sie beim von Peter Betschart organisierten Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Muotathal auf und konzertierten unter dem Motto «Bunte Welt».
Der Maronichor singt nicht nur in der Kirche. Es erfolgten bisher Auftritte an Hochzeits-Aperos, in Altersheimen, an Winzerfesten, an Pfarreiabenden, im «BSZ» oder bei «Insieme». An der Fasnacht ist der Maronichor ebenfalls regelmässig anzutreffen. Deren Mitglieder kleiden sich gemäss einem Motto und bringen entsprechende Lieder zum Besten. So traf man die Sänger schon als Seefahrer, Mexikaner oder in «Glanz und Glamour» gekleidet an.

Am 10. November wird gefeiert
Das 20-jährige Jubiläum feierte der Chor 2008 mit zwei Jubiläumsgottesdiensten, bei welchen eine Gospelmesse vorgetragen und die gesamte Bevölkerung zu einem Apéro eingeladen wurde. 2011 machten sie zum ersten Mal eine zweitägige Reise, welche nach Murten führte. Im Jahr 2014 erfolgte eine Chorreise an den Bodensee. Der dritte Ausflug führte am 24. und 25. Juni 2017 ins Berner Oberland.
Innerhalb des Chores macht sich die Repertoiregruppe nebst dem Erstellen von handlichen «Liederbüechli» über verschiedene Dinge Gedanken. So zum Beispiel über neue Lieder, allgemeine Richtlinien, oder welche einheitliche Kleidung man beschaffen möchte. Zudem führt der Chor regelmässig Gesamtsitzungen durch, bei welchen über verschiedene Aspekte diskutiert und Beschlüsse gefasst werden.
Am 10. November wird nun bei einer Jubiläumsmesse in der Pfarrkirche Muotathal das 30-jährige Bestehen gefeiert. Die Sängerinnen und Sänger proben seit August die Stücke und vertiefen diese Ende September bei einem Probeweekend auf dem Stoos. Bei der Vorabendmesse um 18 Uhr möchte der Maronichor die Zuhörer ein weiteres Mal mit der Vielseitigkeit ihres Repertoires, ihrem mehrstimmigen Gesang und der «Maroni-Band» begeistern. Anschliessend ist die Bevölkerung zu einem gemeinsamen Apéro in die Aula eingeladen.

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Auf an den Siebner Herbstschwingertag!

Am Sonntag, 23. September ist es soweit: Der Schwingklub March–Höfe führt wieder den traditionellen Herbstschwingertag in Siebnen durch.

Text und Foto: Hansruedi Ulrich (Pressechef Schwingklub March–Höfe) und feldwaldwiesenblogger

Nach einer spannenden, turbulenten und mit vielen Überraschungen gespickten Schwingsaison, in der es einige neue Festsieger gegeben hat, bilden nun die traditionellen Herbstschwingertage den Abschluss. Die Saison der Sägemehlathleten geht nun langsam aber sicher zu Ende und mit dem vom Schwingklub March–Höfe (SKMH) organisierten 81. Herbstschwingertag Siebnen findet ein letzter grosser Leckerbissen der Sägemehlzunft statt. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren und das bewährte Organisationskomitee unter der Leitung von OK-Präsident Benno Züger wird wie jedes Jahr alles daransetzen, damit sich Schwinger wie Festbesucher in Siebnen wohl fühlen.

Ideales Festgelände
Das Areal der Mittelpunktschule (MPS) Siebnen ist ein idealer Standort um so ein Schwingfest durchzuführen. Ein schöner und übersichtlicher Schwingplatz, Tribünenplätze und ein grosser bestuhlter Hartplatz, von wo man bequem die gezeigte Schwingerarbeit beobachten kann. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet man im grossen Festzelt beim Schwingplatz, oder in der Turnhalle der MPS genügend trockene Sitzmöglichkeiten.
Fürs leibliche Wohl der Zuschauerinnen und Zuschauer wird die mit viel Einsatz und Aufmerksamkeit geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Philipp Düggelin sorgen: Sei es mit der bewährten Berner Platte zum Mittagessen in der Turnhalle, oder mit verschiedensten Grilladen auf dem Festplatz. Mit Sicherheit werden alle eine Möglichkeit finden, sich zu verköstigen.
Wie immer wird den Besuchern mit Treichlern, Alphornbläsern, Fahnenschwingern und Jodelklängen willkommene folkloristische Unterhaltung angeboten. Ab 16 Uhr wird in der Turnhalle Ländlermusik erklingen, aufspielen werden das «Urgestein» Hans Oetiker (am Bass) und seine Musikanten. Auch die «Hosenlupfbar» steht wieder bereit, um für einen gelungenen Ausklang der Saison zu sorgen. Während des Herbstschwingertages wird durch die Initiative von einigen begeisterten Steinstössern wieder ein Wettkampf mit einem 20 und einem 45 Kilogramm schweren Stein durchgeführt.


Die drei Lebenpreise mit den Spendern und Besitzern:
Muni «Wendel» mit Spender Peter Kohler (links) und Besitzer Valentin Schnellmann.
Rind «Cleopatra» mit den Besitzern Robert und Ueli Schirmer sowie den Spendern Barbara Krieg und Guido Vogt.
Kalb «Pätty» mit Besitzer Marcel Oberlin und Spender Michael Casati.

Muni «Wendel» sticht heraus
Dem neu als Gabenchef amteten Michael Gemperli und seinen fleissigen Mitsammlern ist es wiederum gelungen, einen prächtigen Gabentempel für die Schwinger auf die Beine zu stellen. Allem voran stehen die drei Lebendpreise. Der Siegermuni «Wendel» wurde gespendet von der Peter Kohler Hagedorn AG, Strassen- und Tiefbau Pfäffikon. Der zweite Lebendpreis ist das Rind «Cleopatra», gespendet von Barbara Krieg (Restaurant Kapellhof Tuggen) und Guido Vogt (Balz Vogt AG Wangen). Das Kalb «Pätty», welches von Michael Casati (Whirlpoolcenter Zürichsee GmbH Reichenburg) gespendet wurde, bildet den dritten Lebendpreis. Mit vielen weiteren schönen Gaben wird der Gabentempel abgerundet. Der Schwingklub March-Höfe bedankt sich bei allen Spendern.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld
Wie jedes Jahr wird auch 2018 das Teilnehmerfeld hochkarätig sein. Etwa 130 Schwinger aus dem Innerschweizer, Nordostschweizer und dem Berner Verbandsgebiet werden versuchen, die Saison mit einem guten Ergebnis abzuschliessen. Derzeit sind acht Eidgenossen gemeldet. Vermutlich werden Vorjahressieger Roger Rychen, Tobias Krähenbühl, Stefan Burkhalter, Mike Müllestein, Andreas Ulrich, Christian und Alex Schuler, sowie Reto Nötzli den Kampf um den Festsieg unter sich ausmachen. Wobei der Start des einheimischen Nötzli wegen einer Verletzung auf wackligen Beinen steht. Weitere starke Kranzschwinger werden in Siebnen antreten. Sie alle werden mit Sicherheit versuchen, nochmals kräftig zuzupacken, um den Zuschauern einen schwingerischen Augenschmaus zu bereiten.
Der Beginn ist auf 08.30 Uhr angesetzt, ein Verschiebedatum ist nicht eingeplant. Ab 06.00 Uhr kann man sich am Festtag unter der Nummer 1600 über die Durchführung des Festes informieren. Es bleibt zu hoffen, dass OK-Präsident Benno Züger auch dieses Jahr wieder einen guten Draht zu Petrus findet. Der Schwingklub March-Höfe würde sich freuen, möglichst viele Besucher in Siebnen begrüssen zu können.

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Vorschau auf den 22. OLMA-Schwinget (21. Oktober)

Text: Tobias Scheiwiller (Medienchef OLMA-Schwinget) und feldwaldwiesenblogger

Bereits zum 22. Mal treffen sich Schwinger des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes zum traditionellen Wettstreit auf dem Sägemehl in der OLMA-Arena. Der 22. OLMA-Schwinget findet am Sonntag, 21. Oktober 2018 (ab 08.30 Uhr) statt.


Mario Schneider gewann den letzten OLMA-Schwinget im Jahr 2015
Bild: Werner Schaerer

Je drei Spitzenschwinger aus den anderen vier Teilverbänden
Wiederum als Gäste treten je drei Spitzenschwinger aus den anderen vier Teilverbänden der Schweiz (Berner Kantonaler Schwingerverband, Innerschweizer Schwingerverband, Nordwestschweizer Schwingerverband und Südwestschweizer Schwingerverband) zum Wettkampf an. Es werden 90 Teilnehmer erwartet. Folgende Spitzenschwinger sind bereits bekannt (Quelle: SCHLUSSGANG-Agenda, Stand vom 5. September): Samuel Giger, Samir Leuppi, Roger Rychen, Nick Alpiger, Tobias Riget, Jeremy Vollenweider und Stefan Burkhalter.
Auch beim 22. OLMA Schwinget dürfen die ersten drei Schwinger mit einem attraktiven Lebendpreis nach Hause reisen. Auf den Sieger wartet der bald zweijährige Stier Felicio, gespendet vom St.Galler Verband der Raiffeisenbanken. Weitere Lebendpreise sind die Rinder Fränzi, gespendet von der Migros, und Baccara, gespendet von der Brauerei Schützengarten AG. Die Tiere sind während der ganzen Messe im OLMA-Stall zu bewundern.

Rahmenprogramm mit bodenständigem Brauchtum
Kein OLMA-Schwinget ohne bodenständiges Brauchtum: Fahnenschwinger, Alphornbläser, Jodelchörli und Schellenclub beleben die Arena zwischen den Wettkämpfen und bringen eine aussergewöhnliche Atmosphäre in die OLMA-Arena. Um 12.45 Uhr präsentiert sich ein Schellenclub aus der Region. Die Messebesucher haben Gelegenheit, den Schwingsport, welcher als Schweizer Nationalsport von der Beliebtheit her noch vor dem Hornussen und dem Steinstossen einzustufen ist, hautnah zu erleben.

Veranstalter
Veranstalter des 22. OLMA-Schwingets sind der Schwingerverband St. Gallen und Umgebung sowie das Bürgerturner-Chörli St. Gallen.

Beginn Schwingfest
– Kassaöffnung Eingang G: 08.00 Uhr
– Verkauf Sitzplätze bei Arena: ab 08.00 Uhr
– Beginn Schwingfest: 08.30 Uhr
– Zugang bis 09.00 Uhr ausschliesslich via Eingang G

Eintrittspreise
– Sitzplatz: OLMA-Eintritt plus CHF 10.-
– Stehplatz: OLMA-Eintritt

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