Verbandsgründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes

Text: feldwaldwiesenblogger / Quelle: 100 Jahre Eidgenössischer Schwingerverband (1895 – 1995)

2018 neigt sich langsam dem Ende zu. Nebst vielen stimmungsvollen Schwingfesten wurden auch verschiedene Jubiläen gefeiert. Zu erwähnen sind dabei in erster Linie die Feierlichkeiten des Innerschweizerischen und des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes. Beide Teilverbände wurden in diesem Jahr 125 Jahre jung. Aber auch die beiden Berner Gauverbände Oberländischer und Mittelländischer Schwingerverband wurden 1893 gegründet und konnten 2018 den gleichen runden Geburtstag feiern.

Die Verbandsgründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) war anno 1895. Die entsprechenden Feierlichkeiten samt Jubiläumsschwingfest sind für 2020 geplant. Im folgenden Beitrag wird ersichtlich, dass erstens ein Eidgenössiches Schwing- und Älplerfest als Startschuss von regionalen Verbandsgründungen gilt. Und zweitens die Gründungen der bereits erwähnten Teilverbände und der Unterverbände als Grundlage für die Gründung des Dachverbandes, des ESV, bildeten.


Bereits vor der Verbandsgründung fanden Eidgenössiche Schwing- und Älplerfeste statt

1889: Aufruf zur Gründung von regionalen Schwingerverbänden
Wohl als Folge des Aufrufes der Organisatoren des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes vom 14. Juli 1889 in Zürich zur Gründung von regionalen Schwingerverbänden, wurden im Jahre 1890 der Obwaldner Schwingerverband, 1893 der Zentralschweizerische Schwingerverein (ab 1906 Innerschweizer Schwingerverband) und der Nordostschweizerische Schwingerverband, sowie im gleichen Jahr der Berner Mittelländische und der Berner Oberländische Schwingerverband gegründet. Diese Zusammenschlüsse bildeten eine aussichtsreiche Grundlage zur Gründung eines Dachverbandes.

Fritz Flück wurde zum ersten Obmann bestimmt
Bereits am 11. März 1895 tagten im Café Born in Bern von der bestellten Kommission 6 Mitglieder, um die von J. J. Müller entworfenen Statuten durchzuberaten und in Kraft zu setzen. Von den an der Sitzung verhinderten Mitgliedern lagen schriftliche Zustimmungserklärungen vor. An der gleichen Sitzung wurde die Konstituierung der Vorsteherschaft (heute Zentralvorstand) vorgenommen und Fritz Flück als deren ersten Obmann, J. J. Müller als Schriftführer und Josef Bürgi, Arth, als Säckelmeister bestimmt. Die statutarischen Bestimmungen sind in 6 Artikeln zusammengefasst worden.

Als Gründungsjahr des Eidgenössichen Schwingerverbandes gilt das Jahr 1895
In Artikel 3 wurde festgelegt, dass die oberste Gewalt in den Händen der Hauptversammlung (Schwingerversammlung) liege, die jeweils im Anschluss an die Eidgenössischen Schwingfeste zu tagen habe. Im gleichen Jahr schon fand am 18. August in Biel unter der neuen Ordnung des Verbandes das erste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest statt. Die anschliessende Hauptversammlung, unter der Leitung von Obmann Rück, genehmigte anstandslos den Statutenentwurf, sowie alle bisher gefassten Beschlüsse. Damit waren die gesetzlichen Grundlagen geschaffen und die Gründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) vollzogen. Als Gründungsjahr gilt deshalb das Jahr 1895.


Hauptinitiant für die Verbandsgründung war Dr. Erwin Zschokke

Dem ESV gehörten zu Beginn 6 Unterverbände an
Dem neu gegründeten Verband gehörten folgende Unterverbände an:
Emmtentalischer Schwingerverband
Oberländischer Schwingerverband
Mittelländischer Schwingerverband
Berner Turnerschwinger-Verband
Nordostschweizerischer Schwingerverband
Schwingervereinigung der Urschweiz
Hornussergesellschaft Heimiswil
Diese Vereinigungen sind als Gründungsverbände und die nachfolgend verzeichneten Mitglieder der ersten, von der Schwingerversammlung in Biel bestätigten Vorsteherschaft, als die eigentlichen Gründer zu betrachten. Als Hauptinitiant muss zweifellos der Zürcher Professor Dr. Erwin Zschokke bezeichnet werden.
Die erste Vorsteherschaft setzte sich wie folgt zusammen: Fritz Rück, Burgdorf, Obmann; J. J. Müller, Zürich, Schriftführer; Josef Bürgi, Arth, Säckelmeister; Nationalrat Berger, Langnau; Samuel Salzmann, Trub; Hans Michel, Brienz; Karl Dubach, Diemtigen; Johann Trösch, Wimmis; J. Schär, Bern; E. Mäder, Bern; A. Hopfengärtner, Biel; G. Capitaine, Pruntrut; A. Schärli, Luzern; Gaud, Montreux; Prof. Dr. E. Zschokke, Zürich.

Verfechter der alten Sitten und Gebräuche unter einem Dach
Artikel 1 der in Biel genehmigten Statuten bestimmt: «Der Eidgenössische Schwingerverband bezweckt die Hebung und Verbreitung des Schwingerwesens und verbindet damit die Erhaltung, Pflege und Förderung der volkstümlichen Übungen und Spiele».
Offenbar wollte man alle Verfechter der alten Sitten und Gebräuche unter einem Dach vereinigen. Nur so kann man sich die Aufnahme der Hornussergesellschaft Heimiswil in den Eidgenössischen Schwingerverband von der ersten Stunde an erklären. Wohl nicht zuletzt auch als Folge der gemeinsam durchgeführten, volkstümlichen Spiele an den Unspunnen- und Eidgenössischen Schwingfesten.

feldwaldwiesenblogger

Michael Gwerder – Eine grosse Nachwuchshoffnung der Innerschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger / Fotos: Michael Gwerder und feldwaldwiesenblogger

Michael Gwerder aus Brunnen gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Innerschweizer. Michael, oder Michi wie ihn seine Kollegen auch nennen, ist erst 18 Jahre jung und ist derzeit Maurer-Lehrling im dritten Lehrjahr. Die Ausbildung macht er gleich in seinem Wohnort, nämlich bei der Firma Grab Baugeschäft AG. Als Ausgleich zur Arbeit und zum Schwingsport hilft Michael seinem Vater Bruno Gwerder auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit, welcher dieser hobbymässig betreibt.

Michael weist mit seinen 188 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 100 Kilogramm geradezu Idealmasse für den Schwingsport auf. Die Schwingergene wurden ihm allerdings nicht in die Wiege gelegt. Weder väterlicher- noch mütterlicherseits sind ihm Schwinger bekannt. Zum Schwingsport kam Michael durch seinen Vater. Als siebenjähriger Knirps ging er erstmals zum Training in den Schwingkeller vom Schwingerverband am Mythen. Zuerst gefiel ihm das Schwingen aber nicht wirklich, und er unterbrach, bis er acht Jahre alt war. Von da an packte den Brunner aber das Schwingervirus.


Michael beim Gespräch, welches erst kürzlich stattfand

Als Jungschwinger 45 Schwingfeste gewonnen
Michael feierte als Jungschwinger tolle Erfolge, gewann 45 Schwingfeste und brachte um die 80 Zweige nach Hause. Dazu gehören nebst etlichen Kantonalfestsiegen die vier Innerschweizer Siege und der zweite Rang beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) 2015 in Aarburg.
Nach dem zweiten Jahr bei den Aktiven hat der junge Sportler bereits fünf Kränze auf seinem Konto. 2017 feierte Michael beim Zuger Kantonalen Premiere, dieses Jahr kamen gleich vier Eichenlaub-Exemplare hinzu. Darunter mit dem Innerschweizer Kranz in Ruswil LU der erste Teilverbandskranz.

25 Schwingfeste in der abgelaufenen Saison absolviert
Der fünffache Kranzschwinger absolvierte nach eigenen Angaben 2018 rekordmässige 25 Schwingfeste. Michael ist mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden und war etwas erstaunt, dass es so gut ging. Denn: Anfangs Saison hat er nach seiner Einschätzung nicht unbedingt gut geschwungen. Zum Start der Kranzfestsaison fing es ihm aber wirklich gut zu laufen.
Das allererste Schwingfest der Saison war der Grosse Hallenschwinget in Sarnen. Dort zog der Sennenschwinger mit vier gewonnenen Gängen einen hervorragenden Tag ein. Den ersten Kranz der Saison holte er sich beim Schwyzer Kantonalen in Sattel.
Michael bestritt 2018 nebst den Anlässen bei den Aktiven auch den Innerschweizerischen Jungschwingertag in Adligenswil LU, welchen er in erfolgreicher Manier gewann.

Die gesetzten Ziele für 2018 erreicht?
Das Ziel war ein Kranzgewinn, die Bestätigung des ersten Kranzes von 2017. Die Zielvorgabe hat Michael mit vier Kränzen deutlich übertroffen.

Vorausblick auf 2019
Im Winter wird hart trainiert und die Zielsetzung erfolgt nach dem Wintertraining, anfangs Frühling. Michael erklärt, dass man zu diesem Zeitpunkt auch weiss, wie es in den Wintermonaten lief und wie der Gesundheitsstand ist. Die Teilnahme beim ESAF in Zug ist im Hinterkopf, aber er nehme es vorweg. Im Frühling möchte der Maurer-Lehrling die Rangschwingfeste in der Gegend bestreiten. Die anderen Feste nimmt er, wie’s grad kommt.

Der Trainingsaufwand
Im Monat Oktober hat Michael eine Trainingspause eingelegt. Momentan stehen zwei Schwingtrainings beim Schwingerverband am Mythen, zwei Kraft- und eine Konditionseinheit auf dem Programm. Edi Kündig, TK-Chef der Mythenverbändler, hat dem 18-Jährigen für das Krafttraining ein Programm erstellt und ihm die entsprechenden Übungen gezeigt. Diese Einheiten absolviert Michael bei Stefan Pollyn (Physio Sportiv AG) in Ibach SZ. Koni Lustenberger leitet das Konditionstraining. Für das Schwingtraining bei den «Mythenverbändlern» sind die beiden, inzwischen zurückgetretenen Eidgenossen, Edi Kündig und Philipp Laimbacher zuständig. Bei den Kantonaltrainings vom Schwyzer Kantonalen Schwingerverband, welche im kommenden Februar und März stattfinden, ist der 188 Zentimeter grosse Athlet auch dabei.
Michael gehört auch zu den ISV-Zugpferden, einem Innerschweizer Team, welches hinsichtlich dem ESAF in Zug gegründet wurde. Während dem Winter stehen drei Trainings-Wochenenden auf dem Programm. Dabei wird das Eidgenössische mit vier Trainingseinheiten über die beiden Tage simuliert. Ein solches Trainingsweekend stand erst kürzlich, nämlich am 15. und 16. Dezember, auf dem Programm.


Michal beim intensiven Kampf: Gemäss zwilch.ch bestritt er in der 2018er-Saison 138 Gänge und gewann deren 85

Sind die vielen Schwingfeste auch als Training gedacht?
Michael meint dazu, dass Schwingfestteilnahmen für ihn sicher auch Trainings sind. Trotzdem hat er während der Saison wöchentlich zwei Schwingtrainings besucht, weiter gehörten auch Kraft- und Konditions-Einheiten dazu. Vor einem Schwingfest absolvierte der Mythenverbändler ab Donnerstag keine Trainingseinheiten mehr, damit er Freitag und Samstag genügend Erholung hatte.
Angesprochen auf die vielen Schwingfestteilnahmen sagt Michael auch, dass es ihm 2018 immer gut gegangen sei. Die Freude war immer vorhanden und er durfte unfallfrei und ohne körperliche Beschwerden schwingen. Und weil es so gut ging, bestritt er Schwingfest um Schwingfest, ohne dies vorher gross geplant zu haben.
Das letzte Schwingfest der Saison war der Niklausschwinget in Dietikon ZH, bei welchem der Brunner ein weiteres Mal stark schwang. Er gewann vier Gänge, stellte und verlor je einen. Dabei wurden ihm unter anderem Spitzenschwinger wie Patrick Räbmatter und Samir Leuppi vorgesetzt.

Welche Schwinger sind seine Vorbilder?
Michael’s Vorbilder sind die Mythenverbändler Philipp Laimbacher, Andreas Ulrich und Mike Müllestein. Er trainiert viel mit diesen Schwingern, da sie ihm gemäss eigener Einschätzung noch etwas überlegen sind. Michael kann dabei viel von ihnen profitieren. Der fünffache Kranzschwinger erläutert aber auch, dass er mit den Neukranzern von seinem Klub (Ronny Heinzer, Bruno Schürpf und Lukas Reichmuth) ebenfalls sehr gut trainiert. Es bringe ihm und auch seinen Kollegen viel, da sie etwa auf dem gleichen Level seien.

Welches sind Michael’s bevorzugten Schwünge?
Der Kurz ist sein bevorzugter Schwung, neu dazu kam nun der Wyberhaken. Angesprochen auf die Fortschritte im 2018 meint der 100 Kilogramm-Mann, dass er den angesprochenen Wyberhaken erlernt hat und kraftmässig zulegen konnte. Zur Bodenarbeit meint er, dass diese noch nicht so fortgeschritten sei und an dieser arbeiten möchte.

Welches waren seine bisher schönsten Erfolge als Schwinger?
Bei den Aktiven ist es der Innerschweizer Teilverbandskranz vom Jubiläumsschwingfest in Ruswil. Als Jungschwinger sind es laut Michael die vier Innerschweizer Teilverbandssiege und der zweite Rang beim ENST 2015 in Aarburg.


Michael als frischgebackener ISV-Kranzer, neben ihm sein Vater Bruno Gwerder

Von was träumt ein junger Schwinger?
Michael sagt, dass er es nimmt, wie es kommt. Und versucht dabei, das Beste daraus zu machen. Die Gesundheit sei dabei etwas vom Wichtigsten. Dass er als eine der grössten Innerschweizer Nachwuchshoffnungen gilt, setzt ihn nicht unter Druck.

feldwaldwiesenblogger

Meine Schwingerwoche: Von Geschichtlichem, Muni «Pius» und «JRZ»

Text und Fotos: feldwaldwiesenblogger

Mit grossen Schritten geht es dem Jahresende entgegen und man findet Zeit und Musse in der Geschichte des Schwingsportes rumzustöbern. Dabei finden sich immer wieder erstaunliche Geschichten, wie beispielsweise einen Beitrag über die starken Gebrüder Suter aus dem Sattel SZ.

Geschichtliches aus dem Schwingsport

Quelle: Schwingergestalten unserer Zeit IV (1992)

Martin Suter
Geboren: 27. Februar 1965 / Schwingerverband am Mythen

Peter Suter
Geboren: 23. März 1968 / Schwingerverband am Mythen

Kämpfer im Sägemehl und auf der Ringermatte
Die Suters aus dem schwyzerischen Sattel sind eine richtige Schwingerfamilie und gewannen bisher insgesamt 56 Schwingerkränze. Den Löwenanteil zu dieser Bilanz trug der Älteste, Josef, mit 33 Auszeichnungen, wovon zwei Eidgenössische, bei. Im Frühjahr 1992 trat er allerdings zurück.
Aktiv sind jetzt noch Martin, Peter und Daniel. Alle drei haben etwas gemeinsames: Sie gelten als ausgesprochene Leichtgewichte und verkörpern den Typ des zähen und willensstarken Sennenschwingers. Am Boden ist ihnen fast nicht beizukommen. Josef liess den Funken auch auf seine Brüder überspringen. Sie bekamen rasch Freude am Kampf Mann gegen Mann.

Mehr über Martin und Peter Suter kann auf dem entsprechenden Schwinger-Blog-Beitrag vom 15. Dezember nachgelesen werden.


Martin (links) und Peter Suter

Muni «Pius» schnupperte NOS-Luft
Am 30. Juni 2019 findet das Nordostschweizer Schwingfest in Hallau SH statt. Letzte Woche durfte Sieger-Muni «Pius» in Hallau NOS-Luft schnuppern.

GV-Zeit
Erneut gingen wieder einige Generalversammlungen von Schwingklubs und einem Kantonalverband über die Bühne. So hielten der Schwingklub March-Höfe, der Schwingklub Rottal & Umgebung, der Schwingklub Ägerital, der Schwingklub Haute-Sarine, der Schwingerverband am Mythen und der Freiburger Kantonalverband kürzlich ihre Jahressitzungen ab.

Auf dem Bild erkennt man Florian Hasler bei der GV vom Schwingklub March-Höfe. Hasler ist nach dem Herbstschwingertag Siebnen als Aktivschwinger zurückgetreten.


Bild: Peter Margelisch

Autogrammkarten von Diana Fankhauser
Seit neustem gibt es nun auch Autogrammkarten von der frischgebackenen Schwingerkönigin Diana Fankhauser.

Wahl des Thurgauer Sportler des Jahres
Samuel Giger steht zur Wahl zum Thurgauer Sportler des Jahres. Völlig zu Recht darf man dem jungen Ausnahmetalent aus dem Thurgau diesen Titel verleihen. «Sämi» gewann in der abgelaufenen Saison dank seinen sechs Kranzfestsiegen, darunter dem Saisonhöhepunkt auf der Schwägalp, die «SCHLUSSGANG»-Jahreswertung.

Interview mit Michael Gwerder
Der Schreibende führte am vergangenen Montag ein Interview mit einem der grössten Zukunftshoffnungen der Innerschweizer: Michael Gwerder aus Brunnen. Das Gespräch mit dem 18-jährigen Sennenschwinger wird in Bälde an dieser Stelle aufgeschaltet.

Berchtold-Schwinget: Eine tolle Besetzung zeichnet sich ab!
Für den am 2. Januar 2019 stattfindenden Berchtold-Schwinget zeichnet sich schon jetzt eine tolle Besetzung ab. So haben sich bisher neben dem Appenzeller Eidgenossen Michael Bless (Bild) die Eidgenossen Stefan Burkhalter, Samuel Giger, Patrick Räbmatter, Roger Rychen, Domenic Schneider und Raphael Zwyssig für den Traditionsanlass angemeldet.

Starker Südwestschweizer Nachwuchs
Der Nachwuchs vom Team Romandie (Team Romandie Espoirs) hat am vergangenen Samstag in Oron-la-Ville VD ein intensives Training unter der Leitung von Ivan Mollet absolviert. Wie man Ende August beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) in Landquart feststellen konnte, wird im kleinsten der fünf Teilverbände sehr gute Arbeit geleistet. Dies unterstrich nicht zuletzt auch der Kategoriensieg von Romain Collaud aus dem freiburgischen Vallon.


Bild: Marielle Tissot

Matthias Glarner bei «JRZ»
Just an seinem 33. Geburtstag besuchte der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner am vergangenen Mittwoch (19. Dezember) die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt», kurz «JRZ», in Luzern. Auf dem Bild erkennt man neben Matthias Glarner die drei SRF 3-Moderatoren Nik Hartmann, Judith Wernli und Anic Lautenschlager.

2019: 100. Luzerner Kantonales in Willisau und 100 Jahre Schwingklub Wiggertal
2019 steht in Willisau das 100. Luzerner Kantonale Schwingfest auf dem Programm. Die Organisatoren diese Jubiläumsanlasses erzählen im Vorfeld Geschichten von ehemaligen sowie prägenden Schwingern des Schwingklubs Wiggertal. Die austragenden Wiggertaler feiern 2019 nämlich auch ein rundes Jubiläum: 100 Jahre Schwingklub Wiggertal.

Vergangene Woche wurde ein Porträt von Hans Schärli (Bild), dem ehemaligen OK-Präsidenten vom Menzbergschwinget, aufgeschaltet. Auf folgendem Link kann das Porträt nachgelesen werden.


Bild: willisau2019.ch

feldwaldwiesenblogger

Berchtold-Schwinget 1928

In gut zweieinhalb Wochen wird mit dem traditionellen Berchtold-Schwinget die 2019er-Saison eingeläutet. Am 2. Januar führt der Schwingklub Zürich die mittlerweile 122. Ausgabe dieses Anlasses durch.
Der Schreibende blätterte als Vorbereitung in alten Schwingerzeitungen und fand einen kurzen Bericht samt Rangliste zum Berchtold-Schwinget anno 1928. Als Einstimmung zum 122. Zürcher Berchtold-Schwinget möchte ich den Schwingerfreunden diesen Beitrag vom 15. Januar 1928 natürlich nicht vorenthalten.

Text und Foto: Schwingerzeitung vom 15. Januar 1928 und feldwaldwiesenblogger

Schwingklub Zürich – Berchtold-Schwinget 1928
Traditionsgemäss veranstaltete am 2. Januar Zürich seinen Winterschwinget. Nebst den Aktiven des Klubs waren auch einige auswärtige Schwinger vertreten. Dem mittags beginnenden Wettkampfe folgte mit Interesse eine zahlreiche Schar von Schwingerfreunden. Mit der schwingerischen Arbeit durfte man zufrieden sein, wenn auch nicht bei allen einwandfrei geschwungen wurde. Ein tüchtiges Wintertraining wird die Fehler korrigieren.

Der Abend vereinigte Alt und Jung zum «Bernerplatte-Bankett» im «Weissen Wind». Dieser Abschluss des Tages ist etwas Einziges im Schwingerleben. Bei ausschliesslichem Herrenabend finden sich hier am besten die Meinungen beieinander. Red und Gegenred wechseln sich ab, ohne in Inhalt und Stoff langweilig zu sein. Das Septett der «Alten Sektion» sorgte für den musikalischen Teil des Abends und wie die Stunden dann rinnen, so wärmen sich auch die Gemüter. Nie sieht man Schwinger und Freunde besser harmonierend beisammen, als an diesem Abend und schon mancher junge Aktive hat sich da Begeisterung für die Schwingerei geholt, wo der Kameradschaft am anschaulichsten Ausdruck verliehen wird. Möge der Berchtoldstag auch in Zukunft seiner Überlieferung treu bleiben und als Schwinget und Freundestag uns immer zusammenbringen.


Schwingerzeitung vom 15. Januar 1928

Rangliste:
1. August Schmid (Zürich), 56.75 Punkte.
2. Josef Zurkirchen (Zürich) und Franz Schoch (Zürich), je 56.50 Punkte
3. Walter Schüep (Zürich)
4. Robert Gerber (Zürich) und Eugen Jucker (Zürich)
5. Gottfried Keller (Zürich) und Hermann Speer (Zürich)
6. Karl Ackeret (Zürich), Otto Bernhauser (Zürich) und Hans Hobi (Winterthur)
7. Lorenz Hug (Basel), Hans von Gunten (Zürich), Emil Bollinger (Schaffhausen) und Karl Rust (Zug)
8. Otto Horber (Zürich) und Ernst Trachsel (Zürich)
9. Albert Bosshard (Zürich) und Th. Dietschi (Schaffhausen)
10. Werner Ryffel (Uster) und Josef Oehri (Zug)
11. Willy Schwengeler (Winterthur) und Walter Boss (Seebach)

felwaldwiesenblogger

Meine Schwingerwoche: Von Geschichtlichem über ein besonderes Geschenk und dem Vorausguck auf den Berchtold-Schwinget

Text und Fotos: feldwaldwiesenblogger und Schwinger-Blog

Der Schwingsport macht vordergründig eine Pause. Mit den beiden Niklausschwinget in Dietikon und Pratteln wurde die 2018er-Saison beendet. Bis zum 2. Januar, wenn in der Saalsporthalle Zürich mit dem traditionellen Berchtold-Schwinget die neue Saison eingeläutet wird, ruht der Schwingbetrieb. Natürlich sind die Schwinger und die Organisatoren im Hintergrund emsig am Trainieren und Vorbereiten. Aber auch in der schwingfestfreien Zeit gibt es einiges zu berichten rund um unseren Nationalsport.

Geschichtliches aus dem Schwingsport: Willy Lardon – Schwingerkönig beim Eidgenössischen Schwingertag Zug, 1943

Quelle: Denkwürdige Schwingfeste – Unvergessene Schwinger (1977)

Der am 2. Mai 1916 geborene Jurassier Willy Lardon war eine eigenwillige Gestalt unter den Schwingerkönigen. Eroberte die Krone bereits 1937 als jüngster Schwingerkönig (vor Beginn der Hunsperger-Aera).
War 1940 wegen Teilnahme an internationalen Ringerturnieren für das Schwingen gesperrt, holte aber die Krone 1943 zurück. Konnte 1945 wegen des gestellten Schlussganges nur den Rang 1a belegen, nicht aber den Königstitel zugesprochen erhalten. Gewann 1943 das Südwestschweizerische, Nordostschweizerische und Berner Kantonale.

Willy Lardon betrachtet das Schwingen hauptsächlich als Sport. Liebt auch Fussball, Skifahren und ist leidenschaftlicher Jäger. Sein Sohn spielt Eishockey beim EHC Biel. Glaubt, dass sich die Schweizer mit entsprechendem Training auch im Ringen wieder internationales Format aneignen könnten.


Schwingerkönig Willy Lardon


Kurzzusammenfassung (samt Notenblatt) des Eidgenössichen Schwingertages Zug, 1943

Mathias Glarner’s besonderes Geschenk
Schwingerkönig Mathias Glarner schenkte seinem Cousin Simon Anderegg zu seinem 100. Kranz ein besonderes Geschenk: Nämlich ein Fussball-Match in München. Dabei konnten die beiden aus dem «Hunderter-Klub» mitverfolgen, wie der Rekordmeister Bayern München einen lockeren 3:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg einfuhr.

Neue ISV-Chronik
Ein Buch-Tipp für die schwingfestfreie Zeit: Die soeben erschienene Chronik des Innerschweizerischen Schwingerverbandes zu ihrem 125 Jahre-Jubiläum. Das Buch wurde sorgfältig gestaltet und enthält die Ereignisse der letzten 25 Jahre in Text und schönen Bildern fest.

Burkis Saisonplanung
Altmeister Stefan Burkhalter hat in dieser Woche seine Saisonplanung für 2019 bekanntgegeben. Der 44-jährige bestreitet zudem die meisten der 20 geplanten Schwingfeste mit seinem Sohn Thomas, der nächstes Jahr bei den Aktiven starten darf. Der Start in die neue Saison erfolgt für Vater und Sohn Burkhalter am 2. Januar beim 122. Zürcher Berchtoldschwinget.

Statistischer Rückblick auf 2018
Zwilch.ch, nach eigenen Angaben die einzige Datenbank mit allen Schwingresultaten seit 1998, hat diese Woche einen statistischen Rückblick auf die nun zu Ende gegangene Saison veröffentlicht. Dabei konnte man erfahren, dass Michael Gwerder aus Brunnen am meisten Gänge absolviert hat. Nämlich sage und schreibe 138, von welchen Gwerder 85 Gänge zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Die Aargauer und Zürcher luden zu Delegiertenversammlungen
In der schwingfestfreien Zeit finden verschiedene Versammlungen statt. So hielten unter anderem die Aargauer und die Zürcher ihre Delegiertenversammlungen ab. Auf dem Bild erkennt man den Vorstand des Zürcher Kantonalen Schwingerverbandes.

Mitteilungen des ZV
Kürzlich trafen sich verschiedene Gremien des ESV zu Sitzungen in Meiringen, Hasliberg und Reiden. Dabei wurden diverse Themen und anstehende Aufgaben besprochen und Lösungen erarbeitet. Unter folgendem Link können die einzelnen Mitteilungen im Detail nachgelesen werden.

Erfahrene Camper fürs ESAF 2019 Zug
Ein erfahrenes Schwingfest-Camper-Trio organisiert den Campingplatz am ESAF in Zug. In einem Beitrag aus der Serie «Menschen hinter dem Fest» werden Lukas Zahno, Leo Annen und Ernst Iten vorgestellt. Unter nachfolgendem Link kann der Beitrag nachgelesen werden.

122. Zürcher Berchtold-Schwinget vom 2. Januar 2019
Für das erste Schwingfest der neuen Saison sind bereits ein paar hochkarätige Schwinger gemeldet. So konnte man lesen, dass nebst Stefan und Thomas Burkhalter auch Sämi Giger, Roger Rychen und Domenic Schneider dabei sein werden. Für den vom Schwingklub Zürich organisierten Anlass kann man unter diesem Link laufend die aktuellsten News zum Teilnehmerfeld und rund um den Schwinget nachlesen.

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