Berchtold-Schwinget 1928

In gut zweieinhalb Wochen wird mit dem traditionellen Berchtold-Schwinget die 2019er-Saison eingeläutet. Am 2. Januar führt der Schwingklub Zürich die mittlerweile 122. Ausgabe dieses Anlasses durch.
Der Schreibende blätterte als Vorbereitung in alten Schwingerzeitungen und fand einen kurzen Bericht samt Rangliste zum Berchtold-Schwinget anno 1928. Als Einstimmung zum 122. Zürcher Berchtold-Schwinget möchte ich den Schwingerfreunden diesen Beitrag vom 15. Januar 1928 natürlich nicht vorenthalten.

Text und Foto: Schwingerzeitung vom 15. Januar 1928 und feldwaldwiesenblogger

Schwingklub Zürich – Berchtold-Schwinget 1928
Traditionsgemäss veranstaltete am 2. Januar Zürich seinen Winterschwinget. Nebst den Aktiven des Klubs waren auch einige auswärtige Schwinger vertreten. Dem mittags beginnenden Wettkampfe folgte mit Interesse eine zahlreiche Schar von Schwingerfreunden. Mit der schwingerischen Arbeit durfte man zufrieden sein, wenn auch nicht bei allen einwandfrei geschwungen wurde. Ein tüchtiges Wintertraining wird die Fehler korrigieren.

Der Abend vereinigte Alt und Jung zum «Bernerplatte-Bankett» im «Weissen Wind». Dieser Abschluss des Tages ist etwas Einziges im Schwingerleben. Bei ausschliesslichem Herrenabend finden sich hier am besten die Meinungen beieinander. Red und Gegenred wechseln sich ab, ohne in Inhalt und Stoff langweilig zu sein. Das Septett der «Alten Sektion» sorgte für den musikalischen Teil des Abends und wie die Stunden dann rinnen, so wärmen sich auch die Gemüter. Nie sieht man Schwinger und Freunde besser harmonierend beisammen, als an diesem Abend und schon mancher junge Aktive hat sich da Begeisterung für die Schwingerei geholt, wo der Kameradschaft am anschaulichsten Ausdruck verliehen wird. Möge der Berchtoldstag auch in Zukunft seiner Überlieferung treu bleiben und als Schwinget und Freundestag uns immer zusammenbringen.


Schwingerzeitung vom 15. Januar 1928

Rangliste:
1. August Schmid (Zürich), 56.75 Punkte.
2. Josef Zurkirchen (Zürich) und Franz Schoch (Zürich), je 56.50 Punkte
3. Walter Schüep (Zürich)
4. Robert Gerber (Zürich) und Eugen Jucker (Zürich)
5. Gottfried Keller (Zürich) und Hermann Speer (Zürich)
6. Karl Ackeret (Zürich), Otto Bernhauser (Zürich) und Hans Hobi (Winterthur)
7. Lorenz Hug (Basel), Hans von Gunten (Zürich), Emil Bollinger (Schaffhausen) und Karl Rust (Zug)
8. Otto Horber (Zürich) und Ernst Trachsel (Zürich)
9. Albert Bosshard (Zürich) und Th. Dietschi (Schaffhausen)
10. Werner Ryffel (Uster) und Josef Oehri (Zug)
11. Willy Schwengeler (Winterthur) und Walter Boss (Seebach)

felwaldwiesenblogger

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