Michael Gwerder – Eine grosse Nachwuchshoffnung der Innerschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger / Fotos: Michael Gwerder und feldwaldwiesenblogger

Michael Gwerder aus Brunnen gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Innerschweizer. Michael, oder Michi wie ihn seine Kollegen auch nennen, ist erst 18 Jahre jung und ist derzeit Maurer-Lehrling im dritten Lehrjahr. Die Ausbildung macht er gleich in seinem Wohnort, nämlich bei der Firma Grab Baugeschäft AG. Als Ausgleich zur Arbeit und zum Schwingsport hilft Michael seinem Vater Bruno Gwerder auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit, welcher dieser hobbymässig betreibt.

Michael weist mit seinen 188 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 100 Kilogramm geradezu Idealmasse für den Schwingsport auf. Die Schwingergene wurden ihm allerdings nicht in die Wiege gelegt. Weder väterlicher- noch mütterlicherseits sind ihm Schwinger bekannt. Zum Schwingsport kam Michael durch seinen Vater. Als siebenjähriger Knirps ging er erstmals zum Training in den Schwingkeller vom Schwingerverband am Mythen. Zuerst gefiel ihm das Schwingen aber nicht wirklich, und er unterbrach, bis er acht Jahre alt war. Von da an packte den Brunner aber das Schwingervirus.


Michael beim Gespräch, welches erst kürzlich stattfand

Als Jungschwinger 45 Schwingfeste gewonnen
Michael feierte als Jungschwinger tolle Erfolge, gewann 45 Schwingfeste und brachte um die 80 Zweige nach Hause. Dazu gehören nebst etlichen Kantonalfestsiegen die vier Innerschweizer Siege und der zweite Rang beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) 2015 in Aarburg.
Nach dem zweiten Jahr bei den Aktiven hat der junge Sportler bereits fünf Kränze auf seinem Konto. 2017 feierte Michael beim Zuger Kantonalen Premiere, dieses Jahr kamen gleich vier Eichenlaub-Exemplare hinzu. Darunter mit dem Innerschweizer Kranz in Ruswil LU der erste Teilverbandskranz.

25 Schwingfeste in der abgelaufenen Saison absolviert
Der fünffache Kranzschwinger absolvierte nach eigenen Angaben 2018 rekordmässige 25 Schwingfeste. Michael ist mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden und war etwas erstaunt, dass es so gut ging. Denn: Anfangs Saison hat er nach seiner Einschätzung nicht unbedingt gut geschwungen. Zum Start der Kranzfestsaison fing es ihm aber wirklich gut zu laufen.
Das allererste Schwingfest der Saison war der Grosse Hallenschwinget in Sarnen. Dort zog der Sennenschwinger mit vier gewonnenen Gängen einen hervorragenden Tag ein. Den ersten Kranz der Saison holte er sich beim Schwyzer Kantonalen in Sattel.
Michael bestritt 2018 nebst den Anlässen bei den Aktiven auch den Innerschweizerischen Jungschwingertag in Adligenswil LU, welchen er in erfolgreicher Manier gewann.

Die gesetzten Ziele für 2018 erreicht?
Das Ziel war ein Kranzgewinn, die Bestätigung des ersten Kranzes von 2017. Die Zielvorgabe hat Michael mit vier Kränzen deutlich übertroffen.

Vorausblick auf 2019
Im Winter wird hart trainiert und die Zielsetzung erfolgt nach dem Wintertraining, anfangs Frühling. Michael erklärt, dass man zu diesem Zeitpunkt auch weiss, wie es in den Wintermonaten lief und wie der Gesundheitsstand ist. Die Teilnahme beim ESAF in Zug ist im Hinterkopf, aber er nehme es vorweg. Im Frühling möchte der Maurer-Lehrling die Rangschwingfeste in der Gegend bestreiten. Die anderen Feste nimmt er, wie’s grad kommt.

Der Trainingsaufwand
Im Monat Oktober hat Michael eine Trainingspause eingelegt. Momentan stehen zwei Schwingtrainings beim Schwingerverband am Mythen, zwei Kraft- und eine Konditionseinheit auf dem Programm. Edi Kündig, TK-Chef der Mythenverbändler, hat dem 18-Jährigen für das Krafttraining ein Programm erstellt und ihm die entsprechenden Übungen gezeigt. Diese Einheiten absolviert Michael bei Stefan Pollyn (Physio Sportiv AG) in Ibach SZ. Koni Lustenberger leitet das Konditionstraining. Für das Schwingtraining bei den «Mythenverbändlern» sind die beiden, inzwischen zurückgetretenen Eidgenossen, Edi Kündig und Philipp Laimbacher zuständig. Bei den Kantonaltrainings vom Schwyzer Kantonalen Schwingerverband, welche im kommenden Februar und März stattfinden, ist der 188 Zentimeter grosse Athlet auch dabei.
Michael gehört auch zu den ISV-Zugpferden, einem Innerschweizer Team, welches hinsichtlich dem ESAF in Zug gegründet wurde. Während dem Winter stehen drei Trainings-Wochenenden auf dem Programm. Dabei wird das Eidgenössische mit vier Trainingseinheiten über die beiden Tage simuliert. Ein solches Trainingsweekend stand erst kürzlich, nämlich am 15. und 16. Dezember, auf dem Programm.


Michal beim intensiven Kampf: Gemäss zwilch.ch bestritt er in der 2018er-Saison 138 Gänge und gewann deren 85

Sind die vielen Schwingfeste auch als Training gedacht?
Michael meint dazu, dass Schwingfestteilnahmen für ihn sicher auch Trainings sind. Trotzdem hat er während der Saison wöchentlich zwei Schwingtrainings besucht, weiter gehörten auch Kraft- und Konditions-Einheiten dazu. Vor einem Schwingfest absolvierte der Mythenverbändler ab Donnerstag keine Trainingseinheiten mehr, damit er Freitag und Samstag genügend Erholung hatte.
Angesprochen auf die vielen Schwingfestteilnahmen sagt Michael auch, dass es ihm 2018 immer gut gegangen sei. Die Freude war immer vorhanden und er durfte unfallfrei und ohne körperliche Beschwerden schwingen. Und weil es so gut ging, bestritt er Schwingfest um Schwingfest, ohne dies vorher gross geplant zu haben.
Das letzte Schwingfest der Saison war der Niklausschwinget in Dietikon ZH, bei welchem der Brunner ein weiteres Mal stark schwang. Er gewann vier Gänge, stellte und verlor je einen. Dabei wurden ihm unter anderem Spitzenschwinger wie Patrick Räbmatter und Samir Leuppi vorgesetzt.

Welche Schwinger sind seine Vorbilder?
Michael’s Vorbilder sind die Mythenverbändler Philipp Laimbacher, Andreas Ulrich und Mike Müllestein. Er trainiert viel mit diesen Schwingern, da sie ihm gemäss eigener Einschätzung noch etwas überlegen sind. Michael kann dabei viel von ihnen profitieren. Der fünffache Kranzschwinger erläutert aber auch, dass er mit den Neukranzern von seinem Klub (Ronny Heinzer, Bruno Schürpf und Lukas Reichmuth) ebenfalls sehr gut trainiert. Es bringe ihm und auch seinen Kollegen viel, da sie etwa auf dem gleichen Level seien.

Welches sind Michael’s bevorzugten Schwünge?
Der Kurz ist sein bevorzugter Schwung, neu dazu kam nun der Wyberhaken. Angesprochen auf die Fortschritte im 2018 meint der 100 Kilogramm-Mann, dass er den angesprochenen Wyberhaken erlernt hat und kraftmässig zulegen konnte. Zur Bodenarbeit meint er, dass diese noch nicht so fortgeschritten sei und an dieser arbeiten möchte.

Welches waren seine bisher schönsten Erfolge als Schwinger?
Bei den Aktiven ist es der Innerschweizer Teilverbandskranz vom Jubiläumsschwingfest in Ruswil. Als Jungschwinger sind es laut Michael die vier Innerschweizer Teilverbandssiege und der zweite Rang beim ENST 2015 in Aarburg.


Michael als frischgebackener ISV-Kranzer, neben ihm sein Vater Bruno Gwerder

Von was träumt ein junger Schwinger?
Michael sagt, dass er es nimmt, wie es kommt. Und versucht dabei, das Beste daraus zu machen. Die Gesundheit sei dabei etwas vom Wichtigsten. Dass er als eine der grössten Innerschweizer Nachwuchshoffnungen gilt, setzt ihn nicht unter Druck.

feldwaldwiesenblogger

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