Schwingerkönig-Barometer vom 11. Mai: «Reichmuth und Orlik in Front»

Text und Foto: feldwaldwiesenblogger

2013 «installierte» ich auf meinem Blog das «Schwingerkönig-Barometer». Damals ging’s um die Einschätzung vor dem ESAF in Burgdorf. Vor Estavayer liess ich es bleiben, diesmal aber reizt es mich wieder. Und so kam während der vergangenen Woche die Idee, wieder in losen Folgen ein «Schwingerkönig-Barometer» zu lancieren. Natürlich soll es nicht für bierernst genommen werden, denn es ist und bleibt eine rein subjektive Einschätzung. Und solche Einschätzungen können natürlich stets über den Haufen «geworfen» werden.

«Reichmuth und Orlik in Front»
Nach den Frühjahrschwingfesten und den ersten drei Kantonalschwingfesten kann man natürlich noch nicht allzu viel aussagen. Trotzdem wage ich mal eine erste Prognose. Die nachfolgend präsentierte Rangliste soll nicht eine mögliche Rangliste von Zug sein. Sondern die Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit auf den Schwingerkönig-Titel.

1. Pirmin Reichmuth
2. Armon Orlik
3. Joel Wicki
4. Samuel Giger
5. Christian Stucki
6. Fabian Staudenmann
7. Kilian Wenger
8. Nick Alpiger
9. Matthias Aeschbacher
10. Michael Wiget


Pirmin Reichmuth führt das Schwingerkönig-Barometer vom 11. Mai an

Hinter Samuel Giger steht ein kleines Fragezeichen
Die ersten beiden Plätze erstaunen wohl niemanden. Wie Pirmin Reichmuth das Zuger Kantonale in absolut überzeugender Manier gewonnen hat, und schon bei den vorherigen Frühlingsfesten (fast) nichts anbrennen liess, lässt Stand heute keinen anderen Rang als die Eins zu.

Armon Orlik zeigte beim Thurgauer Kantonalen, dass mit ihm unbedingt gerechnet werden muss. Es ist aber nicht unmöglich, dem Bündner «Gestellte» anzuhängen, wie beispielsweise beim Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest. Dort fiel Armon nach zwei Gestellten aus der Entscheidung.

Joel Wicki ist in Form, das steht ausser Frage. Aber auch der Sörenberger kann mit gestellten Gängen gebremst werden. Allerdings habe ich die Vermutung, dass wärmere Temperaturen das Luzerner Kraftpaket dann schon in gehörigen Schwung bringen werden.

Hinter Samuel Giger steht für mich momentan ein kleines Fragezeichen. Mal gewinnt er absolut überzeugend, wie beim bereits erwähnten Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest. Beim Gibel-Schwinget in Bonstetten stellte der Thurgauer zweimal mit Pirmin Reichmuth und am Thurgauer Kantonalen lief es «Sämi» wohl nicht nach Wunsch. So wie man nun lesen konnte, ist der grossgewachsene Modellathlet angeschlagen und verzichtet auf den Zürcher Ehrentag. Im Jahr des Eidgenössischen lässt sich keiner in die Karten blicken, und so weiss man nicht, was genau «Sämi» hat…

Mit Christian Stucki muss jederzeit gerechnet werden. Morgen Sonntag steigt der Seeländer Hüne in die Kranzfestsaison, und wird dann wohl tüchtig Fahrt aufnehmen. Die von ihm besuchten und gewonnenen Frühjahrschwingfeste deuten auf einen starken Formstand hin. «Chrigul» hat nichts zu verlieren und seine Routine könnte am Ende noch ausschlaggebend sein…

Fabian Staudenmann wie einst Kilian Wenger?
Man will ja auch eine mögliche Überraschung präsentieren können. Und diese ist für mich momentan Fabian Staudenmann. Seine Resultate an den Frühjahrschwingfesten waren stark. Erst recht beeindruckend war das Notenblatt beim Freiburger Kantonalen. Der junge Berner bekam in meinen Augen die stärksten Gegner zugeteilt. Im Kampf um den Schlussgang-Einzug verlor er leider mit dem späteren Sieger Benjamin Gapany. Trotzdem: Man hat schon Stimmen gehört, dass Fabian einst unterwegs sein könnte wie der junge Kilian Wenger…

…und da wären wir beim angesprochenen Kilian Wenger. Der Berner Oberländer trat zwar diese Saison noch nicht gross in Erscheinung. Trotzdem stand er erst kürzlich beim Abendschwinget Frutigen zu Oberst und zeigte eine gute Leistung. Wie Stucki steigt auch Kilian morgen Sonntag beim Emmentalischen Schwingfest in die Kranzfestsaison. Dem Schwingerkönig von 2010 ist alleweil zuzutrauen, auch in Zug wieder um die Krone mitzuschwingen.

Ein «Eidgenössisches Märchen»?
Nick Alpiger ist die unbestrittene Nummer eins bei den Nordwestschweizern. Was der junge Sennenschwinger diesen Frühling bisher bot war schon beeindruckend. Überzeugende Siege am Hallenschwinget Brunegg und am Guggibad-Schwinget. Wie sich der Aargauer mit den «Cracks» aus den anderen Teilverbänden schlagen wird, sehen wir dann im Verlaufe der Saison.

Matthias Aeschbacher habe ich ebenfalls als möglichen Schwingerkönig auf meiner Rechnung. Der Emmentaler scheint schon in einer tollen Form zu sein. Gewann er doch im Frühjahr den Hallenschwinget Kirchberg, den Hallenschwinget Oberdiessbach und den Oberbühl-Schwinget. Matthias kann unberechenbar schwingen und beim Ansetzen seines gefürchteten Inneren Hakens ist schon so mancher Favorit geflogen, respektive gestrauchelt.

Michael Wiget: Diesen Namen habe ich vor dieser Saison noch nie gehört. Schaut man sich die Daten des jungen Berners an, hat er «erst» einen Kranz auf seinem Konto. Was Michael aber beim Worblentaler Hallenschwinget zeigte, war schlicht sensationell. Er gewann diesen souverän und bodigte dabei die beiden Eidgenossen Thomas Sempach und Willy Graber. Am Frühjahrschwinget Ibach landete der Sennenschwinger auf dem zweiten Schlussrang und schon wieder standen zwei besiegte Eidgenossen auf seinem Notenblatt: Christian Schuler und Philipp Gloggner. Stoppen konnte ihn dort nur der spätere Sieger Mike Müllestein. Ob sich da ein «Eidgenössisches Märchen» anbahnt?

feldwaldwiesenblogger

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