Nach dem Rücktritt: Sieben Fragen an Andi Ulrich, Bruno Linggi und Christian Gwerder

Text: feldwaldwiesenblogger / Fotos: Albert René Kolb

Am vergangenen Sonntag traten die Schwyzer Andi Ulrich, Bruno Linggi und Christian Gwerder am traditionellen Herbstschwingertag Siebnen zu ihrem letzten Schwingfest der Karriere an. Bei bestem Spätsommerwetter erlebten die Drei nochmals ein wunderbares Schwingfest und klassierten sich mit starken Leistungen in den vorderen Rängen. So wurde Andi in der Endabrechnung Dritter, Bruno belegte Platz 6a und Christian kam auf Rang 7a.
Nach dem letzten Gang wurde jeder von ihnen stimmungsvoll und würdig verabschiedet. Sie hängten ihre Schwingerhosen an den berühmten Nagel und Andi Ulrich wurde gar auf einem Einachser um den Schwingplatz gefahren. Von der emotionalen Verabschiedung berichtete ich bereits direkt vor Ort im «Schwinger-Blog».
Wie schon nach dem Rücktritt von Marcel Mathis, Lutz Scheuber und Stefan Gasser kramte ich meine «Sieben Fragen an» hervor und stellte sie auch den Schwyzern. Den heutigen Beitrag widme ich den drei zurückgetretenen Andi Ulrich, Bruno Linggi und Christian Gwerder, und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute sowie beste Gesundheit.


Andi Ulrich
Der Schwyzer gewann in seiner Karriere 88 Kränze (unter anderem vier Eidgenössische Kränze) und feierte acht Kranzfestsiege sowie 13 regionale Festsiege

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Eigentlich gleich wie bei jedem anderen Schwingfest. Viele sagten zu mir, dass ich es noch einmal so richtig geniessen soll. Ich habe mich bis zum letzten Gang vorbereitet wie immer. Aber vor dem letzten Gang war ich tatsächlich nervöser als sonst.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Das ist in erster Linie die zeitliche Belastung mit meinem Bauernbetrieb, und natürlich wegen meiner Familie. Ich würde nicht mehr genügend Zeit für den Schwingsport aufbringen können. Beim Schwingen hat man gewisse Ziele, und für diese muss man trainieren, um sie zu erreichen.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Der grösste Höhepunkt ist sicher der dritte Rang 2013 am ESAF in Burgdorf, vor mir waren nur Schwingerkönig Matthias Sempach und Christian Stucki klassiert. Weiter erwähne ich meine beiden Rigi-Siege und den Sieg als Gast am Baselstädtischen Schwingertrag, auf welchen ich besonders stolz bin.»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Die grösste Enttäuschung war, dass ich mich 2004 nicht fürs Eidgenössische in Luzern qualifizieren konnte. Im Vorjahr gewann ich vier Kränze, 2004 leider keinen. Eine weitere Enttäuschung war die Schlussgang-Niederlage 2017 am Innerschweizerischen, wo ich im ersten Zug verlor – das tat schon weh. Der verpasste ESAF-Kranz am Eidgenössischen in Zug fuchst mich auch.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Es hat heute viel mehr jüngere Zuschauer als 2001, wo ich zu den Aktiven stiess. Schwingerisch könnte ich nicht viel sagen, die Schwinger waren damals wie heute schon kräftige Athleten. Es wurde auch schon früher viel Zeit ins Training gesteckt. Das Training hat sich in der Zwischenzeit sicher etwas verändert. Weiter registrierte ich während meiner Aktivzeit die Zunahme des Sponsorings.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass er weiterhin eine bodenständige Sportart ist, und fair und kameradschaftlich bleibt. Ich hoffe, dass es mit den Sponsoring-Verträgen nicht ausartet. Damit wir nicht irgendwann eine Zweiklassengesellschaft haben mit Halbprofis oder Profis und Hobbysportlern.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Jetzt erstmal als Zuschauer, ich habe noch keine konkreten Pläne. Ich möchte irgendwann den Kampfrichterkurs besuchen, und könnte mir auch vorstellen, an einigen Schwingfesten diesen Job zu machen. Aber: Erst soll sich jetzt das Ganze etwas setzen. Als Helfer an Schwingfesten werde ich den Mythenverbändlern erhalten bleiben.»


Bruno Linggi
Der Schwyzer gewann in seiner Karriere 31 Kränze und feierte zwei Rangschwingfestsiege

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Ich habe mich ganz normal darauf vorbereitet. Am Tag davor kam ein Kribbeln auf. Am Schwingfest fühlte ich mich gut und es war nicht viel anders als sonst. Als der Speaker meinen letzten Gang ankündigte, wurde mir bewusst, dass nachher Schluss ist. Es ging dann alles auf, und ich durfte mit einem Sieg einen tollen Abschluss feiern.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Ich habe mich schon länger damit befasst und darüber nachgedacht, wann der richtige Zeitpunkt ist. Am Frühling war mir bewusst, dass es die letzte Saison sein könnte. Als ich mich dann fürs Eidgenössische qualifizierte, entschied ich mich endgültig, am Ende der Saison zurückzutreten. Für mich galt stets: Aufhören dürfen, statt aufhören müssen. Bis vor kurzer Zeit hatte das Schwingen für mich immer erste Priorität. Nun kamen auch andere Dinge hinzu, und man war auch etwas gesättigt vom Schwingsport. So fiel es mir leichter zurückzutreten.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Das sind eindeutig meine vier gewonnenen Bergkränze. Das grösste Highlight ist der Stoos-Kranz 2008 mit fünf Eidgenossen auf dem Notenblatt, davon drei bezwungenen. Weiter die drei hintereinander gewonnenen Rigi-Kränze. Dies an meinem erklärten Lieblingsfest, quasi vor der Haustür. Zudem zähle ich auch die Qualifikation für den Kilchberger Schwinget 2008 zu meinen schönsten Erfolgen. Ein Fest mit eidgenössischem Charakter, wo nur die besten 60 Schwinger teilnehmen können.»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Eine grosse Enttäuschung ist der verpasste Rigi-Kranz im Jahr 2007. Ich wies damals vier Siege auf dem Notenblatt auf, und ging trotzdem ohne Kranz heim. Ich schwang gar um den Festsieg, und mein Gegner ging als Sieger heim.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Es wurde alles professioneller, wie beispielsweise die Vorbereitung vor einem ESAF. Mehr Leute, die einem bei der Vorbereitung unterstützen und das entsprechende Angebot ist viel grösser geworden. Weiter hat die Werbung und das Sponsoring während meiner Aktivzeit zugenommen.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass er friedlich und bodenständig bleibt, und dass es unter den Zuschauern weiterhin friedlich abläuft. Ich hoffe zudem, dass das Sponsoring nicht ins Negative fällt, und sich keine Zweiklassengesellschaft bildet. So dass jene Schwinger, welche zu 100 Prozent arbeiten müssen, weiterhin eine Chance auf dem Schwingplatz haben.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Ich bin bei den Rigiverbändlern bereits Technischer Leiter der Aktiven und J+S-Coach. Diese beiden Ämter werde ich weiterhin versehen, und meinen Klub tatkräftig unterstützen. Natürlich werde ich auch als Zuschauer an Schwingfesten anzutreffen sein.»


Christian Gwerder
Der Schwyzer gewann in seiner Karriere elf Kränze und feierte zwei Rangschwingfestsiege

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Es war speziell, und ich war nervös wie an einem Kranzfest. Ich wollte eine gute Leistung zeigen und steckte mir meine Ziele. Mein letztes Schwingfest kam mir wie ein Kranzfest vor.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Mein Alter, ich werde bald 36-jährig. Es ging nicht mehr alles so einfach wie in jüngeren Jahren. Ich habe den Bauernbetrieb meiner Eltern in Goldau übernommen und gehe zudem 100 Prozent einer Arbeit nach. Da wäre es schwierig geworden, genügend Zeit fürs Training zu finden, um weiterhin eine gute Leistung abliefern zu können.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Das sind 2010 der Rigi-Kranz und die Qualifikation fürs Eidgenössische. Weiter die Festsiege am Zugerberg-Schwinget und am Hallenschwinget Aarau. Der Lebendpreis vom Zuger Bergschwinget steht immer noch in meinem Stall, und erinnert mich an den schönen Moment. Hinzu kommen zwei Festsiege an Schwingfesten in den USA. Schliesslich zähle ich auch einen zweiten Platz am Herbschwingertag Siebnen, an welchem ich starke Gegner hatte und einen Lebendpreis gewann, zu meinen grössten Erfolgen.»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Ich musste glücklicherweise nie wegen grösseren Verletzungen pausieren. Ich zähle einige verpasste Chancen, wie beispielsweise an einem Zuger Kantonalen, bei welchem ich ein starkes Notenblatt aufwies und am Schluss doch ein Vierteli fehlte, zu meinen grössten Enttäuschungen.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Die Werbung und das Sponsoring hat in meiner Aktivzeit stark zugenommen. Man soll wegen der Tradition schwingen, und nicht wegen dem Geld. Es ist zudem nicht unbedingt fair, dass einige Schwinger nicht mehr 100 Prozent arbeiten müssen, und die anderen diese Möglichkeit nicht haben.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass die Jungen weiterhin Freude am Sport haben. Dass es so weiterläuft wie bisher, und unser Klub dank motivierten Schwingern und Funktionären am Leben bleibt. Ich finde es schön, die Jungen zu beobachten. Vom Jungschwinger bis hin zum Aktiven, wie sie dabei Ehrgeiz und Willen zeigen, und sich im Sägemehl beweisen.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Ich hatte bereits in den letzten Jahren viel für die Jungschwinger getan
und dabei beim Schwingerverband am Rigi eine Trainingsgruppe mit jungen Aktivschwingern aufgebaut. Diese Gruppe habe ich nun weitergeben können. Da ich wie erwähnt einen Bauernbetrieb übernahm und auch verheiratet bin, will ich etwas kürzertreten. Im Vorstand bin ich weiterhin als Versicherungskassier tätig. Unser Klub führt jedes Jahr vier Schwingfeste durch, und an diesen werde ich als Helfer fungieren.»

feldwaldwiesenblogger

Der Sieger vom 50. Herbstschwinget Unteriberg bekommt Muni «Beni»

Am kommenden Samstag, 28. September findet in Unteriberg die 50. Austragung des beliebten Herbstschwingets statt. Der Jubiläumanlass soll in einem würdigen Rahmen durchgeführt werden.

Text und Foto: Werner Schönbächler / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Der Herbstschwinget in Unteriberg wird seit 1969 ausgetragen. In der Innerschweiz bildet er jeweils den Abschluss der Freiluftsaison. Nachdem der Anlass viele Jahre neben dem Hotel Minster durchgeführt wurde, findet er heute auf dem Festplatz neben dem Bezirksschulhaus statt. Hier steht den Organisatoren eine gute Infrastruktur zur Verfügung.

Prominente Siegerliste
Der Schwinget erfreut sich bei den Zuschauern und Schwingern grosser Beliebtheit. So sind in der Siegerliste Namen von vielen Spitzenschwingern zu finden. Als Sieger der Première ging der in Arth wohnhafte Zuger Eidgenosse Peter Bürgler hervor. Mit sechs Siegen ist Martin Grab Rekordhalter, gefolgt von seinem Klubkollegen Christian Schuler mit vier Siegen. Wenn man die Liste durchsieht, findet man Namen von Spitzenschwingern wie Thomas Bisig, Franz Schatt, Leo Betschart, Richard Heinzer, Mathias Bleiker, Urban Götte, Alois Schillig, Andreas Ulrich, Heinz Suter oder Philipp Laimbacher. Als Gewinner der letztjährigen Austragung ging der Zuger Gipfelstürmer Pirmin Reichmuth hervor. Dieser Sieg stand wohl am Anfang seiner diesjährigen Erfolge.


Auf den Gewinner des Jubiläumsanlasses wartet Siegermuni «Beni»
Nebst dem Muni sind folgende Personen auf dem Bild, von links: Jonas Trütsch, Michael Trütsch und René Späni (Besitzer und Züchter)

Siegermuni «Beni» steht bereit
«Die 50. Austragung soll in einem bescheidenen Rahmen gefeiert werden», sagten sich die Verantwortlichen des organisierenden Schwingklubs Einsiedeln. Wenige Tage vor dem Anlass sind die Organisatoren, unter der Leitung von Aktivschwinger Michael Hess, bereit. Seit einiger Zeit schon ist der Siegerpreis dieses Jubiläumsanlasses auserkoren. Noch steht der bald einjährige Muni «Beni» im Stall von Besitzer und Züchter René Späni. Als Spender haben sich Urban Trütsch (Trütsch Bedachungen) und Dominik Fuchs (Fuchs Zimmerei AG), beide von Unteriberg, zusammengetan. «Beni» wird am späten Samstagnachmittag dem Sieger übergeben.
Die Organisatoren hoffen, dass zum Ende der Freiluftsaison noch einmal viele Zuschauer und Schwinger den Weg nach Unteriberg finden werden. Den Schwingerfreunden ist bewusst, dass die Sägemehl-Athleten eine lange und kräftezehrende Saison hinter sich haben. Dennoch freuen sie sich auf viele attraktive und spannende Zweikämpfe.

feldwaldwiesenblogger

Vorschau auf das Eidgenössische Frauen- und Meitlischwingfest in Menznau

Am Sonntag, 29. September steht das Eidgenössische Frauen- und Meitlischwingfest in Menznau auf dem Programm. Ein lokales Organisationskomitee (OK) ist schon länger daran, einen würdigen Rahmen für den Saisonabschluss der Frauen und Meitli auf die Beine zu stellen.

Text: feldwaldwiesenblogger / Informationen und Fotos: Rahel Wisler und Manuela Egli

Ideale Infrastruktur in Menznau
Das OK unter der Leitung von Marcel Wisler freut sich, einen eidgenössischen Anlass durchführen zu dürfen. In Menznau werden über 140 Schwingerinnen aus der ganzen Schweiz erwartet. Das «Eidgenössische» ist das letzte Schwingfest der Saison und bildet für jede Schwingerin den Höhepunkt. An diesem Anlass werden die Jahresbesten der einzelnen Kategorien und letztlich die Schwingerkönigin erkoren.
In Menznau befindet sich bei der Schulanlage und dem danebenliegenden Schwingplatz eine optimale Infrastruktur. Die aktiven Schwingerinnen vom Frauenschwingclub Steinhuserberg setzen dabei die Tradition von bisher 15 erfolgreich organisierten Schwingfesten fort.
Neben dem Schwingfest findet gleichzeitig auch die Dorfkilbi statt. Das OK, welches sich aus Personen vom Skiclub Menznau, Frauenschwingclub Steinhuserberg und Freiwilligen zusammensetzt, ist bestrebt, einen stimmungsvollen eidgenössischen Anlass zu organisieren. Da die Dorfkilbi auf dem gleichen Platz stattfindet, ist der Eintritt am Schwingfest für die Zuschauer kostenlos. Es werden Besucher aus der ganzen Schweiz erwartet.


Das OK setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Hinten, von links nach rechts: Nicole Kurmann (Vizepräsidentin und Gabenchefin), Marcel Wisler (OK-Präsident), Marco Wisler (Personalchef), Thomas Rust (Werbung und Strom), Lucia Krummenacher (Festwirtin Festzelt) und Sandra Müller (Aktuarin).
Vorne, von links nach rechts: Adrian Duss (Bauchef), Pirmin Wälti (Festwirt Aussenplatz), Marco Hofstetter (Präsident Kilbi Festzelt), Rahel Wisler (Kassierin und Medienchefin).
Auf dem Bild fehlt Markus Husmann (Präsident Skiclub Menznau).

Das Programm
Die Arbeiten für das «Eidgenössische» der Frauen und Meitli laufen auf Hochtouren, und für das OK läuft alles nach Plan. Nebst dem Sportanlass wurden auch verschiedene musikalische Leckerbissen für den Anlass organisiert. Am Kilbisamstag-Abend werden die «Moosbuäbä» von Euthal im «Schiigade» aufspielen. Am Sonntag werden nebst dem gewohnten «Ständli» der Jungmusikanten Menznau, welche im «Schiigade» auftreten werden, auch der Jodelklub Bergfriede Menznau, eine Alphorngruppe sowie der Trychlerklub Hinterland für Musikalische Unterhaltung auf dem Festgelände sorgen. Diese musikalischen Formationen werden mit Bestimmtheit eine Bereicherung für den Anlass darstellen. Das OK ist bestrebt, allen Schwingerinnen und Zuschauern einen schönen und würdigen Anlass in mitten der Dorfkilbi Menznau zu bieten.
Die Athletinnen werden am Sonntag um neun Uhr ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Um etwa 16 Uhr werden die Tagesbesten in den jeweiligen Kategorien (Zwergli, Meitli 2, Meitli 1 und Aktive) gekürt. Später folgt der Einzug der Schwingerinnen mit der Trychlergruppe auf das Festgelände, wo dann die Rangverkündung und die Krönung der Schwingerkönigin von 2019 stattfinden wird.


Kann die amtierende Schwingerkönigin Diana Fankhauser ihren Titel verteidigen?
Bild: Facebook

Die Favoritinnen auf den Königstitel
Auch in diesem Jahr bleibt der Kampf um den Titel der Schwingerkönigin bis zum Schluss spannend. Obwohl schon fünf Kranzschwingfeste durchgeführt wurden, konnte sich noch keine Schwingerin entscheidend absetzen. Es gab bisher vier Festsiegerinnen, und eine Handvoll Schwingerinnen hat noch intakte Chancen auf den Königstitel. Allen voran Michelle Brunner aus Rieden (zwei Festsiege), weiter die amtierende Schwingerkönigin Diana Fankhauser (Chesalles sur Oron, ein Festsieg), Angela Riesen (Helgisried), Melissa Klossner (Horboden, ein Festsieg) und Andrea Deck (Erstfeld, ein Festsieg). Aussenseiterchancen besitzen allenfalls noch Yolanda Foulk (Moudon), Franziska Ruch (Frutigen) und Manuela Egli (Romoos). All diese Schwingerinnen werden mit Garantie für einen spannenden Wettkampf in Menznau sorgen.
Nebst den erwähnten Aktiven, bei welchen die Mädchen mit 16 Jahren starten, wird in drei weiteren Kategorien eine Schwingerkönigin ermittelt. Dies geschieht im Gegensatz zu den männlichen Schwingern mittels einer Jahreswertung. In diese fliessen die Resultate aller sechs Kranzfeste ein. Um Kränze und Auszeichnungen geschwungen wurde bereits in Hergiswil, Kandersteg, auf dem Ricken, in Boveresse und Uezwil. Der Reigen der Kranzfeste wird mit dem Eidgenössischen Schwingfest in Menznau abgeschlossen. Die Siegerin dieses Kranzfestes wird je nach Konstellation nicht zwingend die neue Schwingerkönigin sein.
Bei der Kategorie der Zwergli (bis neun Jahre) schwingen Mädchen und Knaben zusammen. In der Kategorie Meitli 2 schwingen zehn- bis zwölfjährige Mädchen und bei der Kategorie Meitli 1 die 13- bis 15-Jährigen.


Jungrind «Vera» für die Festsiegerin von Menznau
Von links nach rechts: Züchter Kurt Wisler, Gabenspender Patrick Weibel (Weibel und Co. AG), Gabenchefin Nicole Kurmann und OK-Präsident Marcel Wisler

Jungrind «Vera» wartet auf die Festsiegerin
Wie an jedem Schwingfest gibt es auch in Menznau einen sehenswerten Gabentempel. Die neue Königin darf bei ihrer Krönung eine grosse Glocke entgegennehmen, welche von Ruth und Hugo Kurmann gespendet wird. Nebst dem Königinnenpreis gibt es auch mehrere Lebendpreise zu gewinnen. So das Brown-Swiss Jungrind «Vera», welches die Festsiegerin am Abend nach Hause nehmen kann. Der Spender dieses schönen Tieres ist die Weibel und Co. AG aus Alberswil. Das Jungrind stammt aus der Nachbargemeinde Willisau, der Züchter ist Kurt Wisler.
Nebst dem Siegerrind «Vera» stehen zudem ein Kalb und 14 Kaninchen für die Schwingerinnen bereit. Der wunderschöne Gabentempel beinhaltet ausserdem viele weitere schöne Preise wie Glocken, Holztruhen, Stabellen, Salontische, Kranzkasten, Gutscheine und vieles mehr. Dieser Gabentempel ist einer jener, der viel Seltenheitswert im Frauenschwingsport aufweist. Wer schon vor dem Fest den Gabentempel begutachten möchte, kann dies gerne tun. Der Gabentempel ist bereits am Samstag, 28. September ab 18 Uhr geöffnet. Er befindet sich in der Turnhalle beim Schulhaus Menznau. Natürlich darf man auch während dem Bestaunen der prächtigen Gaben etwas konsumieren. Der Gabentempel ist am Festtag (Kilbisonntag) ebenfalls für die Besucher geöffnet.
Das OK lässt an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Gabenspender und Sponsoren ausrichten. Weiter gilt der Dank allen freiwilligen Helfern, welche dieses Fest in irgendeiner Form unterstützen und einen Beitrag dazu leisten. Ohne sie wäre ein solches Fest nicht möglich.

Zum Schluss gilt anzumerken, dass es auch die Frauen und Meitli verdient haben, wenn eine grosse Zuschauerzahl den Weg an ihr «Eidgenössisches» in Menznau finden wird.

feldwaldwiesenblogger

Nach dem Rücktritt: Sieben Fragen an Marcel Mathis, Lutz Scheuber und Stefan Gasser

Text und Fotos: feldwaldwiesenblogger

Letzten Sonntag traten die beiden Nidwaldner Marcel Mathis, Lutz Scheuber sowie der Obwaldner Stefan Gasser am Allweg zu ihrem letzten Schwingfest der Karriere an. Entsprechend stimmungsvoll verlief der Schwinget, erst recht hinterher die bestens organisierte und emotionale Verabschiedung. Ich berichtete auf dem «Schwinger-Blog» bereits darüber, und stellte auch ein Video online, wo Marcel, Lutz und Stefan ihre Schwingerhosen an den berühmten Nagel hängten.
Zur Erinnerung: Die drei Athleten schlossen ihre Karriere mit Spitzenplätzen ab. Sieger wurde bekanntlich Marcel Mathis, auf Platz zwei folgte Lutz Scheuber und Stefan Gasser belegte Rang 3g.
Den heutigen Beitrag widme ich den drei Zurückgetretenen, bei welchem ich sie mit den gleichen sieben Fragen konfrontierte.


Marcel Mathis
Der Nidwaldner gewann in seiner Karriere 56 Kränze (unter anderem drei Eidgenössische Kränze) und feierte drei Kranzfestsiege

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Ich fühlte mich ähnlich wie bei anderen Schwingfesten. Die Emotionen sind erst nach dem letzten Gang hochgekommen. Im Hinterkopf hatte ich natürlich schon, dass es das letzte Schwingfest ist. Ich war bei jedem Schwingfest leicht nervös, das war am Allweg auch nicht anders.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Das sind in erster Linie zeitliche Gründe. Zudem wollte ich den grossen Trainingsaufwand nicht mehr auf mich nehmen. Ich schwinge nun seit 22 Jahren und blieb dabei vor grösseren Verletzungen verschont. So musste ich mich nie einer Operation unterziehen. Dafür bin ich sehr dankbar. Kleinere Zerrungen oder Verletzungen muss man in Kauf nehmen. Schwingen ist halt ein rauer Sport, da muss man topfit sein.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Das sind der Sieg am ersten Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag 2006, die drei Eidgenössischen Kränze und der Sieg am Innerschweizerischen Schwing- und Äplerfest 2017 in Alpnach.»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Ich hatte eigentlich keine Enttäuschungen zu verzeichnen.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Im sportlichen Bereich, was das Schwingen anbelangt, habe ich keine Veränderungen wahrgenommen. Der Rummel um den Schwingsport ist aber in dieser Zeit viel grösser geworden.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass der Schwingsport so bodenständig und fair bleibt wie er ist.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Das weiss ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Ich ziehe mich nun ein wenig zurück. Dabei mache mir Gedanken darüber, in welcher Form ich mich sehe und werde dann sicher in absehbarer Zeit in irgendeiner Funktion auf den Schwingplätzen anzutreffen sein.»


Lutz Scheuber
Der Nidwaldner gewann in seiner Karriere 35 Kränze (unter anderem ein Eidgenössischer Kranz) und feierte einen Kranzfestsieg

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Es war nicht wirklich anders als bei anderen Schwingfesten und ich versuchte mich wie üblich zu fokussieren. Während dem letzten Gang hatte ich schon im Hinterkopf, dass nachher fertig ist. Aber wirklich extrem war es nicht, da ich mich schon vorher damit auseinandergesetzt habe.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Der Hauptgrund ist der zeitliche Aufwand. Ich habe mich nicht gegen den Schwingsport, sondern für meine Familie entschieden. Zudem: Im Schwingsport gibt es halt nicht verschiedene Ligen. Entweder schwingt man stets mit der letzten Konsequenz, oder eben nicht.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Dazu gehört der Kranzfestsieg am Urner Kantonalen 2016. Weiter die beiden Siege am Allweg und natürlich der Eidgenössische Kranz in Zug.»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Eine Enttäuschung war sicher das berühmte Vierteli, welches an zwei Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten für den Kranzgewinn gefehlt hat (Burgdorf 2013 und Estavayer 2016). Daran ist man aber auch gewachsen. Es war eine Enttäuschung, und doch nicht.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Ja, definitiv. Ganz allgemein ist die Nachfrage nach dem Schwingsport grösser geworden. Zudem hat die Popularität immens zugenommen. Die Art des Trainings ist polysportiver geworden. Ich selber habe mein Training polysportiver ausgerichtet. So ging ich während dem Winter mit den Kunstturnern trainieren und bekam dabei viele neue Impulse. Es wurden andere Reize gesetzt und ich erfuhr eine Abwechslung, welche nicht geschadet hat.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass der Schwingsport so bleibt wie er ist. Dass er populär bleibt und keinen Rücklauf erfährt. Und natürlich: Dass er interessant und fair bleibt.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Das weiss ich jetzt noch nicht. Ich habe immer gesagt, dass ich dem Schwingsport nicht den Rücken kehren werde. Während etwa einem Jahr möchte ich noch kein Amt übernehmen. Ich werde aber sicher einzelne Trainings geben. Ich lasse es auf mich zukommen, und schaue, was sich dabei ergibt. Als Zuschauer werde ich sicher an Schwingfesten anzutreffen sein.»


Stefan Gasser
Der Obwaldner gewann in seiner Karriere 37 Kränze und feierte zwei Kranzfestsiege

Wie hast du dich beim letzten Schwingfest deiner Karriere gefühlt?
«Ich empfand gemischte Gefühle und ein bisschen Wehmut war auch dabei. Ich durfte auf dem Allweg einen schönen Karriereabschluss erleben.»

Was waren deine Beweggründe zurückzutreten?
«Der Gesundheitsaspekt gab den Ausschlag für den Rücktritt, und mein Körper machte nicht mehr so mit. Schliesslich bin ich mit 33 Jahren in einem Alter, wo mein Körper immer mehr Erholung braucht, und ich dadurch nicht mehr so viel trainieren kann.»

Was sind rückblickend deine Karrierehöhepunkte?
«Das sind die beiden Brünig-Kränze und die Kranzfestsiege am Urner (2010) und am Ob- und Nidwaldner Kantonalen (2015).»

Was waren in deiner langen Schwingerkarriere die grössten Enttäuschungen?
«Der verpasste Eidgenössische Kranz und die Verletzungen im Allgemeinen. Dazu gehört auch die Schulterverletzung, welche ich während der Saison 2017 erlitt. Das zog eine Operation nach sich, und in der Folge musste ich 2017 abbrechen sowie die ganze 2018er-Saison auslassen. Diese Saison habe ich nochmals ein Comeback gegeben.»

Hast du während deiner Karriere Veränderungen im Schwingsport wahrgenommen?
«Der Schwingsport ist immer populärer geworden, das spürt man vor allem an Eidgenössischen Schwingfesten. Zudem ist der Schwingsport immer intensiver geworden. Das merkt man auch daran, dass gewisse Schwinger nicht mehr zu 100 Prozent einer Arbeit nach gehen und dadurch mehr Zeit für das Training und die Erholung haben.»

Was wünscht du dir für den Schwingsport im Allgemeinen?
«Dass der Schwingsport ein Amateursport bleibt und man nicht davon leben kann. Und: Dass es keine Zweiklassen-Gesellschaft geben wird, wo plötzlich einige davon leben könnten, währenddessen die anderen 100 Prozent arbeiten müssen.»

In welcher Funktion wird man dich in Zukunft auf den Schwingplätzen antreffen?
«Jetzt erst mal als Zuschauer. Es ist schön, wenn etwas Ruhe einkehrt und sich das Ganze etwas setzen kann. Ich werde sicher irgendwann mal ein Amt in einem Vorstand übernehmen. Als Technischen Leiter sehe ich mich aber nicht.»

Ich bedanke mich bei Marcel, Lutz und Stefan für die interessanten und offenen Antworten. Den drei zurückgetretenen Schwingern wünsche ich für die Zukunft alles Gute und beste Gesundheit!

feldwaldwiesenblogger

Auf an den Siebner Herbstschwingertag!

Am Sonntag 22. September ist es soweit, der Schwingklub March–Höfe (SKMH) führt zum 82. Mal den traditionellen Herbstschwingertag in Siebnen durch.

Text und Fotos: Hansruedi Ulrich (Pressechef SKMH) / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Nach einer spannenden, turbulenten und mit vielen Überraschungen gespickten Schwingsaison, in welcher es einige neue Festsieger und mit dem Berner Christian Stucki einen neuen Schwingerkönig gab, bilden nun die traditionellen Herbstschwingertage den Abschluss. Die Saison der Sägemehlathleten geht nun langsam aber sicher zu Ende und mit dem vom SKMH organisierten 82. Herbstschwingertag Siebnen findet ein letzter grosser Leckerbissen der Sägemehlzunft statt. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren und das bewährte Organisationskomitee unter der Leitung von OK-Präsident Benno Züger wird wie jedes Jahr alles daransetzen, damit sich Schwinger wie Festbesucher in Siebnen wohl fühlen werden.


Muni «Leopold» mit Spender Michael Casati (links) und Besitzer Bernhard Mächler

Ideales Festgelände
Das Areal der Mittelpunktschule (MPS) Siebnen ist ein idealer Standort, um ein Schwingfest durchzuführen. Ein schöner übersichtlicher Schwingplatz, Tribünenplätze und ein grosser bestuhlter Hartplatz, von wo man bequem die Schwingerarbeit übersehen kann. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet man im grossen Festzelt beim Schwingplatz, oder in der Turnhalle des MPS genügend trockene Sitzmöglichkeiten.
Fürs leibliche Wohl der Zuschauerinnen und Zuschauer wird die mit viel Einsatz und Aufmerksamkeit geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Philipp Düggelin sorgen. Sei es mit der bewährten Berner Platte zum Mittagessen in der Turnhalle, oder verschiedensten Grilladen auf dem Festplatz. Mit Sicherheit werden alle eine Möglichkeit finden, sich zu verköstigen.
Wie immer wird den Besuchern mit Treichlern, Alphornbläser, Fahnenschwingern und Jodelklängen willkommene folkloristische Unterhaltung angeboten. Ab 16 Uhr wird in der Turnhalle Ländlermusik zu hören sein. Es spielen das Urgestein Hans Oetiker am Bass und seine Musikanten auf. Auch die vergrösserte «Hosenlupfbar» steht wieder bereit, um für einen gelungenen Ausklang der Saison zu sorgen.
Während des Herbstschwingertages wird durch die Initiative von einigen begeisterten Steinstössern wieder ein Wettkampf mit einem 20 und einem 45 Kilogramm schweren Stein durchgeführt.


Rind «Leonie» mit Spender Ralf Schmid (links) und Besitzer Michael Ruoss

Muni «Leopold» sticht heraus
Dem versierten Gabenchef Michael Gemperli und seinen fleissigen Mitsammlern ist es wiederum gelungen, einen prächtigen Gabentempel für die Schwinger auf die Beine zu stellen. Allem voran stehen die drei Lebendpreise. Der Siegermuni «Leopold» wurde von der Whirlpoolcenter Zürichsee GmbH (Michael Casati, Reichenburg) gespendet. Weiter das Rind «Leonie», gespendet vom Baugeschäft Gebrüder Schmid (Ralf Schmid, Schübelbach). Schliesslich das Kalb «Clelia», gespendet von der Firma Hegner Kanalreinigung AG (Rolf Hegner, Tuggen). Zudem wird der Gabentempel mit vielen anderen schönen Gaben bestückt. Der Schwingklub March-Höfe bedankt sich bei allen Spendern herzlich.


Kalb «Clelia» mit Besitzer Marcel Oberlin (links) und Spender Rolf Hegner

Hochkarätiges Teilnehmerfeld
Wie immer wird auch das Teilnehmerfeld hochkarätig sein. Derzeit sind rund 120 Schwinger aus dem Innerschweizer-, Nordostschweizer- und dem Nordwestschweizer Verbandsgebiet gemeldet. Die Athleten werden versuchen, die Saison mit einem guten Ergebnis abzuschliessen.
Aktuell sind sieben Eidgenossen gemeldet. Dazu gehören die Gastschwinger Patrick Räbmatter und Stefan Burkhalter. Weiter die Schwyzer Mike Müllestein, Andreas Ulrich, Alex Schuler, der frisch gebackene Eidgenosse Michael Gwerder, sowie der einheimische Reto Nötzli. Diese Spitzenschwinger werden den Kampf um den Festsieg wohl unter sich ausmachen. Aber auch die fast 50 weiteren Kranzschwinger werden mit Sicherheit versuchen, nochmals kräftig zuzupacken, um den Zuschauern ein schwingerischer Leckerbissen zu bereiten.
Der Beginn ist auf 08.30 Uhr angesetzt, ein Verschiebedatum ist nicht eingeplant. Ab 06.00 Uhr kann man sich am Festtag auf der Klub-Homepage oder der Nummer 1600 über die Durchführung des Festes informieren.
Es bleibt zu hoffen, dass OK-Präsident Benno Züger auch dieses Jahr wieder einen guten Draht zu Petrus findet. Der SKMH würde sich freuen, möglichst viele Besucher in Siebnen begrüssen zu können.

feldwaldwiesenblogger

Vorschau auf den 84. Allweg-Schwinget

Text und Foto: Beat Christen (Medienchef Allweg-Schwinget) / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Am kommenden Sonntag (8. September) steht der 84. Allweg-Schwinget auf dem Programm, sofern das Wetter mitmacht. Das Verschiebedatum wurde auf den Samstag, 14. September angesetzt.

«Enila» für den Sieger vom Allweg-Schwinget
Die Vorbereitungen für das 84. Kräftemessen auf der Allweg-Kuppe laufen auf Hochtouren. Gäste sind in diesem Jahr Schwinger aus dem Berner- und Nordwestschweizer Verband. Zusammen mit den Vertretern des Innerschweizerischen Schwingerverbandes erwartet das Organisationskomitee unter der Leitung von Werner Durrer etwa 120 Schwinger. Gekämpft wird um das Rind «Enila».
Das Fest steht in diesem Jahr nur zwei Wochen nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest unter ganz besonderer Beobachtung, werden doch die einen oder anderen Neueidgenossen auf dem Allweg erwartet. «Es ist unser Bestreben», so OK-Präsident Werner Durrer, «dass wir auch in diesem Jahr den Schwingfans ein Teilnehmerfeld präsentieren können, das für attraktiven Schwingsport sorgen wird.»

Sechs Eidgenossen am Start
Bisher haben sich sechs Eidgenossen für den Wettkampf auf dem Allweg eingeschrieben. Nämlich Marcel Mathis, Mike Müllestein, Benji von Ah, Sven Schurtenberger sowie die Neueidgenossen Lutz Scheuber und Martin Zimmermann. Weiter sind mit Stefan Arnold, Roger Bürli, Reto Fankhauser, Stefan Gasser, Dario Gwerder, Thomas Hurschler, Marco Lussi, Christian Odermatt, Noe van Messel und Remo Vogel starke Berg- und Teilverbandskranzer am Start. Sie alle sind gewillt, nach einer langen und kräftezehrenden Saison nochmals alles zu geben und das Publikum mit attraktivem Schwingsport zu verwöhnen. Zu den bisher gemeldeten Athleten wird sicher noch der eine oder andere Spitzenschwinger hinzukommen.
Der letztjährige Sieger Sven Schurtenberger ist wie bereits erwähnt auch am Start. Der Luzerner bodigte damals im Schlussgang den Schwyzer Mike Müllestein, und wies schliesslich sechs Siege auf seinem Konto auf.


Züchter und Besitzer Jakob Niederberger, Lebendpreisspender Sepp Niederberger und Allweg OK-Präsident Werner Durrer besuchten bei regnerischem Wetter das trächtige Rind «Enila» auf der Alp Rindertitlis oberhalb von Trübsee

Die Recytec AG spendet den Siegerpreis
Der Sieger vom diesjährigen Allweg-Schwinget wird stolzer Besitzer vom trächtigen Rind «Enila», welches am 29. Juni 2017 geboren wurde. Züchter und Besitzer des Siegerpreises ist der ehemalige elffache Kranzschwinger Jakob Niederberger, welcher die Liegenschaft «Ober Lätten» in Dallenwil bewirtschaftet.
Spender des trächtigen Tieres ist die Recytec AG aus Beckenried, Inhaber der Firma ist Sepp Niederberger. Das Unternehmen mit seinen 20 Mitarbeitenden ist in der Aufbereitung von verschiedenen Materialien wie Kehrichtverbrennungsasche (Schlacke), aber auch Bauschutt und Kies tätig. Die Recytec AG ist in der ganzen Schweiz, aber auch im Ausland, unterwegs. Das Unternehmen aus Beckenried sorgt dafür, dass die verschiedenen Abfallprodukte nach der Wiederaufbereitung wieder in den natürlichen Kreislauf der Natur zurückgegeben werden können. Firmeninhaber Sepp Niederberger ist in Schwingerkreisen kein Unbekannter. Als aktiver Schwinger gewann er im Jahre 2000 den Urner-Kranz. Nach seiner Aktivzeit war er als Kampfrichter im Einsatz. Aber auch der Schwinger-Nachwuchs liegt ihm am Herzen. So war er während mehreren Jahren als Jungschwingerbetreuer bei der Schwingersektion Nidwalden tätig.

Rücktritt von drei arrivierten Ob- und Nidwaldner Schwinger
Am kommenden Sonntag werden die beiden Eidgenossen Marcel Mathis und Lutz Scheuber sowie der Kranzfestsieger Stefan Gasser am Allweg-Schwinget ihren letzten Wettkampf bestreiten und die Zwilchhosen hinterher an den berühmten Nagel hängen. Mit diesen drei Spitzenschwingern wird der Ob- und Nidwaldner Kantonalverband drei arrivierte Kräfte verlieren, welche über Jahre das Schwinggeschehen an der Innerschweizer Spitze mitprägten.

Festprogramm
Um 08.30 Uhr wird angeschwungen, die Mittagspause ist für 12.00 bis 13.30 Uhr geplant. Um 17.45 Uhr erfolgt die Rangverkündigung. Der Allweg-Schwinget ist auch auf dem Internet vertreten, weitere Informationen können ab der Homepage entnommen werden.

feldwaldwiesenblogger