Rückblick Woche 7: Aeschbacher gewinnt den Hallenschwinget Kirchberg, Vorschau Hallenschwinget Niederurnen, Spatenstich und «Harlei»

Text: feldwaldwiesenblogger

Der Sieger am Hallenschwinget Kirchberg heisst Matthias Aeschbacher. Der Neueidgenosse bezwang im Schlussgang Florian Weyermann.
Mit dem Hallenschwinget Niederurnen steht bereits Schwingfest Nummer vier auf dem Programm. Dieser Schwinget bietet eine interessante Einmaligkeit.
Der Südwestschweizer Nachwuchs wird regelmässig von prominenten Eidgenossen trainiert. Letztes Wochenende leitete Guido Thürig das Training.
Gestern Donnerstag erfolgte der Spatenstich für das neue Rontaler Trainingscenter. Die Eröffnung ist für Mai 2021 geplant.
Für den Sieger des diesjährigen Zuger Kantonalen steht mit Harlei ein prächtiger Siegermuni bereit.

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Matthias Aeschbacher gewinnt den Hallenschwinget Kirchberg zum ersten Mal
Bild: Matthias Aeschbacher (Facebook-Seite)

Matthias Aeschbacher gewinnt den Saisonauftakt der Berner
Am letzten Samstag stiegen die Berner Schwinger in die neue Saison. Traditionell erfolgt dies jeweils am Hallenschwinget Kirchberg. Zu diesem traten über 60 Schwinger an, darunter die drei Eidgenossen Matthias Aeschbacher, Remo Käser und Patrick Schenk.
Aeschbacher zeigte dabei mit fünf Siegen und einem Unentschieden gegen Remo Käser einen starken Wettkampf. Für den bärtigen Emmentaler war dies der erste Sieg am Hallenschwinget Kirchberg und der 15. Erfolg an einem Rangschwinget.

Käser darf mit seinem Comeback nach einer Verletzungspause zufrieden sein. In der Endabrechnung landete der Einheimische auf dem hervorragenden zweiten Rang. Patrick Schenk, der dritte Eidgenosse im Bunde, kam auf den guten dritten Platz.

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In Niederurnen wird auf einer grossen Ringermatte geschwungen
Bild: feldwaldwiesenblogger

Vorschau Hallenschwinget Niederurnen
Mit dem Hallenschwinget Niederurnen steht am kommenden Sonntag, 16. Februar bereits Schwingfest Nummer vier im noch jungen Schwinger-Jahr auf dem Programm. Notabene das dritte Schwingfest auf Nordostschweizer Verbandsgebiet. Als Favoriten werden der Lokalmatador Roger Rychen und der letztjährige Sieger Willy Graber gehandelt.
Der Mittelländer Graber ist quasi auf Abschieds-Tournee. Denn Willy wird nach dem Worblentaler Hallenschwinget in Bolligen (4. April), seinem Heimfest, die Schwingerhosen an den berühmten Nagel hängen.

Der Hallenschwinget Niederurnen bietet eine interessante Einmaligkeit: Es ist der einzige Anlass der ganzen Saison, bei welchem nicht in Sägemehl geschwungen wird. Als Unterlage dient dabei eine grosse Ringermatte, welche in zwei Schwingplätze unterteilt wird.

Roger Rychen ist mit fünf Siegen der alleinige Rekordhalter des 1945 erstmals durchgeführten Schwingfestes. Der Hallenschwinget wird vom Schwingklub Niederurnen und Umgebung organisiert, und beginnt um 11 Uhr.

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Guido Thürig gibt sein Wissen an den Südwestschweizer Nachwuchs weiter
Bild: Marielle Tissot

Südwestschweizer Nachwuchs wird regelmässig von prominenten Eidgenossen trainiert
Die Wintermonate werden von den Aktiven und Jungschwingern rege genutzt, um sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Dabei werden an der Kondition und der Kraft gefeilt, aber auch neue Schwünge geübt. Das «Team Romandie Espoirs», der Südwestschweizer Nachwuchs, ist ebenso fleissig, wie ihre Kollegen aus den anderen vier Teilverbänden. Während den letzten Wochen konnte beobachtet werden, dass in regelmässigen Abständen Trainingszusammenzüge stattfanden, und für diese auch prominente Schwinger als Übungsleiter verpflichtet werden konnten. So nahmen kürzlich die Eidgenossen Samuel Giger oder Benji von Ah den Weg in die Romandie unter die Räder, um dort ihre Kenntnisse zu vermitteln. Aber auch die heimischen Eidgenossen wie Benjamin Gapany oder Steve Duplan kümmerten sich um den Südwestschweizer Nachwuchs.
Letztes Wochenende war der zurückgetretene Aargauer Eidgenosse Guido Thürig zu Gast in der Trainingshalle in Oron-la-Ville, und leitete ein Training der wissbegierigen Jungschwinger.

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Hier entsteht in den nächsten Monaten das neue Rontaler Trainingscenter
Bild: Schwingklub Oberhabsburg

Spatenstich für das neue Rontaler Trainingscenter
Gestern Donnerstag, 13. Februar fand der Spatenstich für das Rontaler Trainingscenter statt. Nebst dem Projektleiter Franz Schillig und dem Rooter Gemeindepräsident Heinz Schumacher waren auch Philipp Fässler (Präsident Schwingklub Oberhabsburg) sowie von Seiten der Baukommission der Sponsoring-Verantwortliche Alois Isenegger und Kommissionsmitglied Fabian Haas anwesend. Als Vertreter der Königspartner und Dienstleister gab Schwingerkönig Harry Knüsel dem Spatenstich die Ehre. Er zeichnet persönlich dafür verantwortlich, dass die Abbruch- und Aushub-Arbeiten zügig vorangehen.

Anfangs März wird das Fundament der Halle durch den Baumeister erstellt. Im Anschluss daran beginnt der Holzbau der Halle. Der Innenausbau wird voraussichtlich im Verlauf des Sommers beginnen. Zudem sind auch Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern und Schwingerfreunden gefragt. Die Eröffnungsfeier ist für Samstag, 15. Mai 2021 geplant.

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Ein prächtiger Siegermuni für den Sieger des Zuger Kantonalen
Bild: 101. Zuger Kantonalschwingfest (Facebook-Seite)

Zu Guter Letzt: Sein Name ist Harlei!
Der Siegermuni am 101. Zuger Kantonalen Schwingfest heisst Harlei. Er ist der stolze Siegerpreis für den besten Schwinger am Sonntag, 3. Mai in Baar. Stier Harlei wiegt satte 1’300 Kilogramm und ist im Besitz von Paul Steiner aus Menzingen. Der Siegermuni wird von der Firma Martin Lenz AG (Baar) gesponsert.
Rund 3’500 Besucher und 220 Schwinger werden am 101. Kantonal-Schwingfest anfangs Mai in Baar erwartet. Einmal mehr ist das Zuger Kantonale Schwingfest eines der ersten Kranzfeste der Saison.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 5: Thedy Waser bleibt im Amt, Sven Lang gewinnt in Gais und Christian Stucki’s Verletzung

Text: feldwaldwiesenblogger

Nun haben die ISV-Delegierten gewählt: Thedy Waser wird mit 89 zu 66 Stimmen in seinem Amt als TK-Chef der Innerschweizer bestätigt. Was bedeutet das für den grössten Teilverband?
Der Sieger vom Lichtmess-Schwinget, dem zweiten Schwingfest des Jahres, heisst etwas überraschend Sven Lang. Der Luzerner setzte sich im Schlussgang gegen den Neueidgenossen Martin Roth durch.
Schwingerkönig Christian Stucki hat sich im Training verletzt. Der Seeländer zog sich dabei einen riesigen Bluterguss zu.

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Thedy Waser bleibt im Amt


Ein nachdenklicher Thedy Waser an der ISV-DV
Bild: luzernerzeitung.ch

Die Innerschweizer Delegierten haben gestern nun entschieden: Thedy Waser bleibt weiterhin im Amt als Technischer Leiter. Mit 89 zu 66 Stimmen war es letztendlich ein klares Verdikt. Die Luzerner Zeitung schrieb gestern dazu: «Es dauerte nicht lange am Samstagmorgen im Mythenforum in Schwyz, bis Thedy Waser ein erstes Mal angegriffen wurde. Unter Traktandum 3 von 14 musste er, der Technische Leiter des Verbands, seinen Jahresbericht vortragen. Waser fasste das vergangene Jahr sportlich zusammen und hob einzelne Schwinger hervor, die Besonderes geleistet hatten. Soweit, so unspektakulär. Kaum war Waser fertig, meldete sich der Luzerner Bruno Stofer, früher Technischer Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbands, zu Wort. «Ich erwarte von einem technischen Bericht etwas mehr als nur Ehrungen», sagte er. Der Versammlung schlage er deswegen vor, über die Annahme von Wasers Bericht abzustimmen. Die Versammlung nahm den Bericht jedoch mehrheitlich an – ein erster Etappensieg für Waser.»

Die Luzerner haben, wie hinlänglich bekannt, an ihrer eigenen DV einstimmig entschieden, René Riedweg, ihren Technischen Leiter, gegen Waser ins Rennen zu schicken. Denn: «Ein hartnäckiger Vorwurf an Waser bezieht sich auf seine Arbeit in der Einteilung. Wegen seiner reservierten Art fehle ihm das Durchsetzungsvermögen, heisst es. Waser wurde deshalb mitverantwortlich gemacht, dass beim «Eidgenössischen» in Zug kein Innerschweizer gewann.»

Wie die Luzerner Zeitung weiter ausführt, waren die Luzerner nicht die einzigen, welche mit Waser nicht mehr weitermachen wollten. Christian Grab, der Bruder von Martin Grab, sagte gestern an der DV: «Wir müssen einen fähigen Mann in der Einteilung haben. Einer, der alle gleich behandelt. Ich unterstütze René Riedweg ganz klar.» Besagter Riedweg meinte gestern selbstbewusst: «Mein Rucksack ist gefüllt mit taktischem Geschick. Mit der Fähigkeit, strategisch zu denken, einzuteilen und zu kombinieren. Diesen Rucksack stelle ich gerne den Innerschweizer Schwingern als Dienstleistung zur Verfügung.»

Die Mehrheit der 162 Stimmberechtigten entschied sich für Thedy Waser, welcher nun drei weitere Jahre als Technischer Leiter wirken darf. Was dies für den Innerschweizer Verband bedeutet, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Eines darf man aber getrost behaupten: Der Verband ist gespalten. ISV-Präsident Peter Achermann meinte denn hinterher auch dazu: «Wenn alle einen Schritt aufeinander zugehen, kommen wir weiter.» Ob das geschehen wird, weiss man nicht. Zu hoffen ist aber, dass die Funktionäre vernünftig genug sind, und den ganzen Zwist nicht dauernd «aufköcheln» lassen. Denn: Dem Vernehmen nach haben die Schwinger im ganzen Teilverband keine Probleme untereinander. Das ist ein gutes Zeichen. Zudem wurde Teamcoach Tom Burch, welcher auch von den Schwingern nicht mehr mitgetragen wurde, bereits vor der DV abgesetzt.

Eine grössere Nagelprobe für den wiedergewählten Waser steht diesem am Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Appenzell bevor. Besteht er diese, dürften die Diskussionen ziemlich verstummen. Schneiden die Innerschweizer Schwinger Ende August wieder unter ihren Möglichkeiten ab, dürfte erneut Feuer im Gebälk des Innerschweizer Verbandes sein. Und an der nächstjährigen ISV-DV dürfte wieder der Name eines neuen TK-Chefs fallen.

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Sven Lang gewinnt den Lichtmess-Schwinget in Gais


Sven Lang gewinnt sensationell den Lichtmess-Schwinget
Bild: Schwingklub Rothenburg und Umgebung

Der Luzerner Sven Lang schwang gestern überraschend am Lichtmess-Schwinget in Gais obenaus. Im Schlussgang bezwang Sven den Eidgenossen Martin Roth nach einem intensiven Gang in der neunten Minute mittels Wyberhaken und nachdrücken. Der Athlet vom Schwingklub Rothenburg und Umgebung hat sich bisher fünf Kränze (vier Kantonal- und ein Teilverbandskranz) erschwungen.
Interessanterweise zeigte der Turnerschwinger schon letztes Jahr einen hervorragenden Wettkampf in Gais, und belegte damals mit fünf gewonnenen und einem verlorenen Gang den sehr guten dritten Platz.
Die Appenzeller Luft scheint dem 21-Jährigen regelrecht zu behagen.

Der organisierende Schwingklub Gais schreibt zum gestrigen Hosenlupf: «Die mittlerweile 58. Austragung des Lichtmess-Schwingets bot den Schwingern die optimale Möglichkeit, ihren Formstand prüfen zu können. Aufgrund von verletzungsbedingten Absagen musste der organisierende Schwingklub Gais auf all ihre eidgenössischen Kranzschwinger, namentlich auf Michael Bless, Raphael Zwyssig und auch Marcel Kuster, verzichten. Das Teilnehmerfeld wurde von den drei Eidgenossen Martin Hersche, Domenic Schneider und Martin Roth angeführt, wobei sich Roth mit vier makellosen Siegen und einer Punkteteilung bis in den Schlussgang vorzukämpfen vermochte. Im Schlussgang kam es zum Duell gegen den aufstrebenden Innerschweizer Teilverbandskranzer Sven Lang, welchem der Einzug mit vier Siegen und einer Niederlage ebenfalls souverän gelang.»

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Schwingerkönig Christian Stucki hat sich im Training verletzt


Schwingerkönig Christian Stucki hat sich wegen einem Schlag im Training einen riesigen Bluterguss zugezogen
Bild: chrigustucki.ch

Wie man gestern Samstag in der «Berner Zeitung» lesen konnte, hat sich Schwingerkönig Christian Stuck am vergangenen Montag im Training verletzt. «Chrigu» bekam demnach einen Schlag auf das linke Schienbein, und zwar an der Stelle, wo er 2005 fast das Bein verloren hätte. Dieser Schlag hat laut «Berner Zeitung» erst nichts ausgelöst. Als der Masseur jedoch am Dienstagabend über die betroffene Stelle gefahren sei, sie diese aufgegangen wie ein Ballon. Der Schwingerkönig von Zug hat sich einen riesigen Bluterguss eingefangen und muss das Bein nun hochlagern. Wie lange Stucki dem Training fernbleiben wird, und ob das für seine Saisonplanung einen Einfluss hat, ist momentan nicht bekannt.
2005 drohte Christian Stucki wegen einer Infektion an besagtem Bein fast die Amputation. Deswegen konnte er damals anderthalb Jahre lang nicht schwingen.
Auf diesem Weg wünsche ich dem Seeländer Hünen rasche und vollständige Genesung!

feldwaldwiesenblogger