Vier von fünf Kantonalschwingfeste in der Innerschweiz werden auf 2022 verschoben

Text: Guido Bucher (Medienchef ISV) / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Die Corona-Pandemie hat uns weiterhin fest im Griff. Vor einem Jahr wurden alle Kantonalschwingfeste in der Innerschweiz, und später auch die Verbandsfeste sowie Bergfeste auf 2021 verschoben. Ein Jahr später stehen nun die Verantwortlichen der Schwingfeste, nämlich die Organisationskomitees (OK’s), die Kantonalverbände und auch der Innerschweizerische Schwingerverband (ISV) praktisch vor der gleichen Situation wie vor Jahresfrist. Derzeit dürfen nur die Schwinger mit Jahrgang 2001 und jünger im Sägemehl trainieren und Wettkämpfe durchführen. Offen ist, ab wann alle Schwinger wieder zusammengreifen dürfen. Für Wettkämpfe, insbesondere für Kranzfeste, brauchen die Schwinger, aber auch die Organisatoren eine gewisse Vorlaufzeit, um sich darauf vorbereiten zu können.


Auf solche Bilder wie hier am Urner Kantonalschwingfest 2019 in Bürglen muss man vorderhand noch warten
Bild: Tobias Meyer

Die OK-Präsidenten, die Kantonalpräsidenten und der ISV-Vorstand sind sich einig
Die OK-Präsidenten der fünf Kantonalschwingfeste (Zug, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Uri und Luzern) haben sich in den letzten Wochen und Monaten mehrmals physisch, meistens aber digital zum Austausch und zu Absprachen getroffen. Ziel war eine vernünftige Lösung für alle Kantonalkranzfeste im Innerschweizer Verbandsgebiet. Einbezogen in die Entscheidungsfindung waren auch die jeweiligen Kantonalpräsidenten und der ISV-Vorstand. Aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf Covid-19 und im Sinne einer guten Vorbereitung aller Feste haben die Verantwortlichen einstimmig beschlossen, vier von fünf Kantonalschwingfeste um ein weiteres Jahr zu verschieben. Ob- und Nidwalden mit Austragungsort Giswil möchte das Kantonale noch im Spätsommer 2021 durchführen, da dem nachfolgenden OK (Austragungsort Kerns) die Festanlage im Jahr 2023 voraussichtlich nicht zur Verfügung steht. Im Jahr 2022 kommt es an folgenden Daten zu Kantonalschwingfesten:

01. Mai: Zuger Kantonales in Baar
08. Mai: Ob- und Nidwaldner Kantonales in Kerns
15. evtl. 21. Mai: Schwyzer Kantonales in Muotathal
22. Mai: Urner Kantonales in Erstfeld
29. Mai: Luzerner Kantonales in Rothenburg

Die OK’s und die Festorte bleiben grösstenteils die gleichen wie 2020 respektive 2021. Diese Entscheidung gibt den bestehenden Organisationskomitees und auch den Nachfolge-OK’s eine bessere Planungssicherheit. Zudem können Sponsorenvereinbarungen eingehalten werden.

Schwingen sobald als möglich
Ob und in welcher Form in diesem Jahr geschwungen wird, hängt einzig und allein davon ab, wann alle Schwinger wieder zum Training ins Sägemehl steigen dürfen. Sollten Wettkämpfe im Spätsommer oder Herbst (August/September) wieder möglich sein, dann könnten die Kantonalverbände in dieser Zeit beispielsweise am Datum eines Rangschwingfestes ein Kantonalschwingfest mit Kranzabgabe und mit der gleichen Anzahl Schwinger und dem gleichen Verteiler wie bei einem normalen Kantonalen durchführen. Ziel dieser Alternative ist, den Schwingern Startgelegenheiten unter guten Wettkampfbedingungen bereitzustellen und vor allem den jungen, aufstrebenden Schwingern die Möglichkeit des Kranzgewinnes zu geben. Damit sie nicht zwei Jahre auf ihren ersten Kranzgewinn warten müssen.
Falls diese Schwingfeste ohne Zuschauer über die Bühne gehen würden, ist eine Livestream-Übertragung vorgesehen.

ISV-Verbandsfeste und Bergfeste
Für das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest (ISAF) vom 4. Juli in Ibach SZ und den Innerschweizer Nachwuchsschwingertag (INST) vom 27. Juni in Zug ist der definitive Entscheid noch nicht gefallen, ob diese tatsächlich durchgeführt werden können. Das gleiche gilt auch für die Bergfeste Stoos (Austragungsort Ibach SZ), Rigi und Brünig. Hier wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Grosse Herausforderungen
Die verschiedenen OK’s, die Verantwortlichen des ISV, alle Schwinger, die Helferinnen und Helfer, die Sponsoren, Gabenspender und die Schwingerfreunde sind vor grosse Herausforderungen gestellt. Diese verlangen von allen grosse Flexibilität und viel Verständnis. Es ist unser aller Ziel, dass der Schwingsport bald wieder ausgeführt werden kann und dass sich auch bald wieder Zuschauer an Zweikämpfen im Sägemehl erfreuen können.

feldwaldwiesenblogger

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