Liebes BASPO, lasst bitte alle Schwinger ins Sägemehl!

Text und Bild: feldwaldwiesenblogger

Der BLICK brachte es heute im Beitrag «König Kilian platzt der Kragen – Wenger attackiert den Verbands-Vorstand» zwar überspitzt, aber doch auf den Punkt. In der Schwinger-Welt brodelt es erneut, die Schwinger möchten endlich wieder trainieren. Mit dem «Entweder alle oder keiner» sind längst nicht mehr alle einverstanden. Auch besonnene Stimmen wie Wenger fordern konkrete Lösungen von Seiten des Verbandes, welche sie mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) respektive Swiss Olympic aushandeln sollen. Der Schreibende steht dem Ansinnen, bestimmten Spitzenschwingern das Prädikat «Spitzensportler» zu verleihen, damit sie wieder trainieren können, nach wie vor skeptisch gegenüber. Je länger nun aber die Corona-Pandemie und die damit verbundene Planungsunsicherheit besteht, je unzufriedener werden die Sägemehl-Athleten. Ich bin darum für eine Lösung, bei der alle Schwinger wieder ins Sägemehl zurückkehren dürfen. Ich habe mir deshalb erlaubt, meine Gedanken zu einem Vorschlag zusammenzufassen.


Wer weiss, vielleicht dürfen schon bald wieder alle ins Sägemehl zurückkehren? Auf dem Archivbild erkennt man die Schwinger vom Schwingklub Sumiswald

Testen, testen und nochmals testen
Die Impfungen kommen nur schleppend voran. Dies ist momentan keine hilfreiche Lösung für die breiten Bevölkerungsschichten. Hingegen das flächendeckende Testen ist eine Möglichkeit, um gewisse Lockerungen zu erreichen. Auch im Schwingsport. Wie wäre es, wenn der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) dem BASPO nochmals einen Antrag stellen würde? Diesmal würde man aber beantragen, dass alle Schwinger wieder trainieren dürfen. Nebst den bestehenden Schutzkonzepten müssen sich alle Schwinger vor jedem Schwingtraining testen lassen. Mit einem negativen Testergebnis werden die Tore zu den Schwingkellern geöffnet. Der Bundesrat hat ja Ende letzter Woche angekündigt, dass jeder in diesem Land ab Mitte März fünf Selbsttests pro Monat gratis ausgehändigt bekommt. Das reicht schon ziemlich weit für die meisten Schwinger. Die restlichen Tests könnte beispielsweise der ESV berappen.

Schwingfeste ab Mitte Mai möglich
Gesetzt der Fall, der ESV beantragt das so, wie ich es vorgeschlagen habe und das BASPO bewilligt das Ganze, dann dürften die Schwinger am kommenden Montag, 15. März wieder in den Schwingkeller. Die vier Wochen Vorlaufzeit würde ich, um die Verletzungsgefahr zu verringern, auf zwei Monate setzen. So wären ab Mitte Mai wieder Schwingfeste möglich. Dies wohl vorderhand ohne Zuschauer. Es sei denn, man geht mit dem Testen so weit, und lässt nebst den Schwingern und den Funktionären auch gleich die Zuschauer vor dem Zutritt zum Schwingplatz testen…

Bitte jetzt vorwärts machen!
Der Bundesrat möchte dieses Test-Mandat einführen, und die Menschen in diesem Lande sollten mitmachen. Es tut ja nicht weh, würde Tür und Tor öffnen und ein Stück Freiheit zurückbringen. Ich bitte darum das BAG, vorwärts zu machen, und den Menschen in diesem Land so wieder eine Perspektive zu geben.
Die schlauen Bündner haben es vorgemacht, und die Fallzahlen mit dem flächendeckenden Testen im Kanton rapide gesenkt. Aber was tut der Bund? Er watscht sie ab und lässt sie ebenfalls die Terrassen in den Skigebieten schliessen. Solcherlei darf es nach dem Test-Start nicht mehr geben! Diejenigen, die sich testen lassen, sollen nicht noch bestraft werden.

Das BAG machte uns heute Mut
Das BAG hat uns heute in ihrer Pressekonferenz Mut gemacht, und meinte: Mit dem Testen bekommen wir die Pandemie in den Griff, mit der Impfung beenden wir sie. Laut BAG sollte so also auch wieder schwingen für alle möglich sein.
Ich weiss, das Szenario mit dem flächendeckenden Testen in der Schwingerwelt wird auf Skepsis stossen. Aber: Wie will man sonst aus dieser Endlosschlaufe kommen? Der Bundesrat und das BASPO lassen vorderhand ohne irgendwelche Massnahmen ganz sicher kein schweizweites Schwingen für alle zu. Zumal die Fallzahlen dieser Tage ja wieder leicht zu steigen beginnen. Bevor ich den kommenden Spätfrühling, den Sommer und den Herbst schwingtechnisch nochmals in den Hut schmieren muss, lasse ich mich lieber regelmässig testen. Es ist nämlich das kleinste Übel in dieser Pandemie.

feldwaldwiesenblogger

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