Noch 15 Monate bis zum ESAF 2022 Pratteln: Die Pandemie ist kein Bremser, weder organisatorisch noch emotional

Text: feldwaldwiesenblogger

In ziemlich genau 15 Monaten steht das nächste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auf dem Programm: Das ESAF 2022 in Pratteln. Die Organisatoren sind schon seit geraumer Zeit fleissig an der Arbeit. 

Vor 21 Monaten letztes Kranzfest

Aus heutiger Sicht liegt dieser Anlass noch meilenweit entfernt. Aber: Das letzte ESAF 2019 in Zug liegt auch schon wieder 21 Monate zurück. Und seit diesem «Eidgenössischen» fand corona-bedingt kein einziges Kranzfest mehr statt! Aus diesem Blickwinkel betrachtet wirken 15 Monate als relativ kurze Zeit, zumal man überhaupt keine Ahnung hat, wie sich die Pandemie bis dahin entwickelt. In jüngster Zeit durften aber alle Hoffnung schöpfen, dass die Rückkehr zum «Normalzustand» noch in diesem Jahr erreicht werden könnte. Dennoch stellen sich deswegen rund um die Vorbereitungen des ESAF 2022 einige Fragen. 

Gespräch mit ESAF-Geschäftsführer Matthias Hubeli

Im Gespräch mit dem ESAF-Geschäftsführer Matthias Hubeli wollte ich erfahren, ob die Corona-Pandemie die Vorbereitungen beeinflussen. Weiter aber auch, ob ein zweiter Anlass mit eidgenössischem Charakter nächstes Jahr in den Kalender passen würde und ob das Fest in Pratteln im Vergleich zu Zug kleiner wird. Ich wollte aber auch in Erfahrung bringen, ob in der Region bereits eine Aufbruchstimmung zu spüren ist.

Matthias trat am 1. April 2018 seine Stelle als Geschäftsführer an. Der 44-jährige wohnt in Therwil BL, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Matthias arbeitete vor seinem ESAF-Engagement bei der Polizei Basel-Landschaft und war 2017 OK-Präsident vom Nordwestschweizer Schwingfest in Therwil. Der Familienvater betonte beim Gespräch, dass er bereits ein Leben lang schwinginteressiert sei.

ESAF 2022-Geschäftsführer Matthias Hubeli sagt: «Wir denken, dass der Grossanlass so durchgeführt werden kann, wie wir ihn planen, und wie man es von einem ESAF gewohnt ist.»

Bild: srf.ch

Wie sieht der Stand der Arbeiten aus? Was steht im Moment an?

«Wir bewegen uns in verschiedenen Phasen. Derzeit sind wir in der Detailplanungs-Phase, dazu gehören die Planung der Bauten, der Sicherheit und des Verkehrs. Nun geht’s in die Phase, in welcher wir die behördlichen Bewilligungen einholen, wie beispielsweise die Baubewilligung. Weiter erfolgen die Detailarbeiten für die Gastronomie und deren Umsetzung. Da sind wir bereits daran, Verträge abzuschliessen.»

Wie viele Personen arbeiten derzeit vollamtlich für diesen Grossanlass?

«Zurzeit bin ich der einzige, welcher in einem 100 Prozent-Pensum für das ESAF arbeitet. Es wurden zudem einige Mandate abgeschlossen, bei welchen gewisse Personen in einem entsprechenden Stundenkontingent angestellt sind. Der Zuständige für den Bereich Sponsoring ist beispielsweise derzeit voll ausgelastet. Administrativ werde ich von ESV-Geschäftsführer Rolf Gasser unterstützt. Tendenziell wird es im kommenden Frühjahr im Bereich Administration Unterstützung geben. Dies wird klassische Büroarbeit sein.»

Beeinflusst die Corona-Pandemie die Vorbereitungsarbeiten?

«Nein, überhaupt nicht. Die Pandemie ist kein Bremser, weder organisatorisch noch emotional. Es bestehen auch keine Probleme von Seiten des Sponsorings. Zudem haben wir die finanzielle Zusicherung der Gaben praktisch vollständig beisammen. Die Corona-Pandemie beeinflusst unsere Vorbereitung also in keinster Weise.»

Wann würde gar eine Verschiebung des ESAF’s ins Auge gefasst? Gibt es deswegen einen entsprechenden Zeithorizont?

«Wir haben festgelegt, dass wir im Sommer mit dem ESV zusammen die Situation beurteilen. Wir vom OK schauen jedoch positiv in die Zukunft. Wir denken, dass der Grossanlass so durchgeführt werden kann, wie wir ihn planen, und wie man es von einem ESAF gewohnt ist.»

Gibt es Planspiele, die wegen Corona gar eine kleinere Arena ins Auge fassen?

«Nein, für uns war es bisher kein Thema, eine abgespeckte Version des «Eidgenössischen» zu prüfen.»

Mit einem schön gestalteten Festplakat wird auf das in 15 Monaten stattfindende ESAF 2022 Pratteln hingewiesen

Bild: esaf2022.ch

Würde aus eurer Sicht nächstes Jahr noch ein zweiter Anlass mit eidgenössischem Charakter in den Schwingfestkalender passen?

«Das wäre für uns überhaupt kein Problem. Wir sind offen dafür, finden es aber äusserst schade, dass das Eidgenössische Jubiläumsschwingfest in diesem Jahr nicht stattfindet. Wir können mitfühlen, wie das sich emotional anfühlt. Da steckt viel Arbeit dahinter, und dann wird eine Durchführung schwierig bis unmöglich.»

Ist wegen dem ESAF in eurer Gegend bereits eine Aufbruchstimmung zu spüren?

«Wir stellen fest, dass das Interesse nun klar steigt. Wegen der Corona-Pandemie konnten wir zuletzt keine Anlässe besuchen und mit der Bevölkerung sprechen. Wir wissen aber, dass sich die Schwinger-Szene extrem freut. Es ist eine grosse Vorfreude vorhanden.»

Wird euer Fest im Vergleich zu Zug kleiner werden? Wie viele Festbesucher erwartet ihr in der Arena und draussen in der Festmeile?

«Wir wissen, dass die Arena kleiner und 50’900 Zuschauer fassen wird. Diesen Bereich können wir direkt beeinflussen. Den Aussenbereich hingegen kann man nicht steuern. Wir planen daher mit so vielen Leuten wie in Zug. Wir wollen niemandem verbieten vorbeizukommen, sind am 26. August 2022 parat und heissen alle herzlich willkommen!»

Wird das Budget von Pratteln in einem ähnlichen Rahmen wie demjenigen vom ESAF Zug (etwas über 36 Millionen Franken) sein?

«Wir befinden uns beim Budgetprozess in der vierten Runde, und sind im selben Rahmen unterwegs wie die Zuger.»

Die Corona-Pandemie hat keinen Einfluss auf eure Motivation?

«Wenn man ein Fest, welches nur alle 45 Jahre in unserer Region stattfindet, organisieren darf, dann erfüllt einem das mit Stolz. Jeder, vom OK-Präsidenten bis zum einfachen Helfer, freut sich ungemein auf diesen Anlass. Es braucht daher keine zusätzliche Motivation. Die Pandemie tangiert uns momentan nicht, und wir machen das Beste aus der Situation.»

feldwaldwiesenblogger

Erinnerungen an den ehemaligen Innerschweizer Spitzenschwinger Leo Betschart

Text: feldwaldwiesenblogger

Leo Betschart ist am 17. April an einem Krebsleiden gestorben. Der 65-Jährige war vor neun Jahren mit seiner Frau Edith nach Kanada ausgewandert, und arbeitete in Halifax auf einer Hirschfarm. Der Zuger mit Muotathaler Wurzeln war ein vorbildlicher, fairer und brillanter Spitzenschwinger. Leo weist ein phänomenales Palmarès auf, und war in den 1980er-Jahren der Leader der Innerschweizer. Der gelernte Käser und spätere Futtermittelberater begann seine schwingerische Laufbahn im Schwingklub Küssnacht. Nach dem Wohnortswechsel nach Sins trat Leo dem Schwingklub Cham-Ennetsee bei. Um weitere Details aus seiner Lebensgeschichte zu erfahren, empfehle ich die Lektüre des Nekrologes auf der ISV-Homepage.

Edwin Betschart erinnert sich im Gespräch an seinen Bruder

Der Schreibende ging auf die Suche nach Erinnerungen, und fand diese im Gespräch mit Edwin Betschart, dem 15 Jahre jüngeren Bruder von Leo. Edwin war ebenfalls Schwinger, zwar nicht ganz so erfolgreich wie sein grosser Bruder, die Ausbeute von 22 Kränzen kann sich aber absolut sehen lassen. Der 51-jährige wohnt in Dietwil AG, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Edwin arbeitet als Krantechniker und war bis Februar 2020 Technischer Leiter der Zuger Schwinger.

«Er war unglaublich ehrgeizig und extrem kräftig. Leo zeichnete eine grosse Leidenschaft zum Sport aus», sagt Edwin Betschart über seinen Bruder

Bild: luzernerzeitung.ch

Was für ein Mensch war Leo?

«Leo war ein geradliniger und loyaler Mensch. Er schwamm bildlich betrachtet gegen den Strom, und nicht mit ihm. Mein Bruder hatte die Ja-Sager und Mitläufer nicht gerne. Leo war bodenständig, offen für Neues und setzte sich keine Schranken. Darum war er beispielweise ausgewandert.»

Welche Kindheitserinnerungen hast du an deinen älteren Bruder Leo?

«Er war für mich zugleich grosser Bruder und grosser Schwinger. Ich wuchs zusammen mit fünf Geschwistern auf, wir waren vier Buben und zwei Mädchen. Leo zog früh von zuhause aus und heiratete früh. Als Achtjähriger durfte ich an seiner Hochzeit in einem Sennenmutz vorauslaufen. Als ich 13 Jahre alt war, begleitete ich 1983 meine Mutter ans ESAF nach Langenthal. Leo belegte nach dem ersten Tag Platz zwei, und wir machten uns Hoffnungen auf eine Schlussgangteilnahme. Das war für mich ein grosses Erlebnis, und ich war beeindruckt von Leo’s Leistung. Er war für mich ein grosses Vorbild, sowohl menschlich wie auch als Schwinger.»

Wann begann dein Bruder zu schwingen?

«Leo war nie Jungschwinger, er begann erst als 16-Jähriger zu schwingen, damals beim Schwingklub Küssnacht. Anfangs der 1970iger-Jahre zogen wir von Küssnacht nach Sins, unser Vater konnte dort einen Bauernhof kaufen. Mein Bruder war in Sins erst beim Seilziehclub, ehe ISV-Ehrenmitglied Alfred Hegglin dafür sorgte, dass Leo dem Schwingklub Cham-Ennetsee beitrat.»

Wann oder wo ging der Stern von Leo so richtig auf?

«Den ersten Kranz gewann er 1976 als 21-Jähriger am Zuger Kantonalen in Hünenberg. Es ging danach alles sehr schnell, und zwei Jahre später stand er bereits im Schlussgang eines Innerschweizerischen. Zu dieser Zeit gewann Leo bereits die ersten Kranzfeste. Der Übergang vom Kranzgewinner bis zum Innerschweizer Spitzenschwinger ging zügig voran.»

Was zeichnete Leo als Spitzenschwinger aus?

«Er war unglaublich ehrgeizig und extrem kräftig. Leo zeichnete eine grosse Leidenschaft zum Sport aus. Wir haben auch zusammen trainiert. Er gab mir mit auf den Weg, dass man nie aufgeben soll und dranbleiben muss. Und: Dass man mehr machen muss als die anderen, wenn man stärker sein will.»

Leo Betschart (links) bei einem seiner grössten Erfolge, dem Unspunnen-Sieg 1981 in Interlaken

Bild: srf.ch

Welche Erinnerungen hast du an seine Erfolge?

«Ich erinnere mich noch gut an seinen ersten ISAF-Sieg 1980 in Bürglen UR, an welchem er einen prächtigen Stier gewann. Diesen hat er anschliessend mit nach Hause genommen. Dieser Erfolg mitsamt dem Muni hat mich sehr beeindruckt.»

Welches war in den Augen von Leo sein grösster Erfolg?

«Das ist eine gute Frage. Ich denke, für Leo war der Unspunnen-Sieg 1981 einer seiner grössten Erfolge. 1987 bezwang er am Brünig-Schwinget beim Anschwingen den zweifachen Schwingerkönig Ernst Schläpfer. Diesen Sieg stufte Leo auch als einen grossen Erfolg ein.»

Die Muotathaler Wurzeln von Leo und dir?

«Diese sind uns wichtig und stets präsent. Wir gingen etliche Male gemeinsam ins Muotathal um beispielsweise zu bräteln. Weiter begleiteten wir unseren Vater öfters an den Ort, wo er geboren wurde. Einmal wanderten wir zusammen mit unserem Vater auf die Alp Träsmeren, welche im weitläufigen Muotatal liegt. Ihm ging es dabei auch darum, ob wir den grossen Steinbrocken, welcher oberhalb der Alphütte liegt, aufheben können. Leo und ich konnten ihn ein Stück weit aufheben. Dass wir das schafften, war unserem Vater sehr wichtig. Denn Kraft war der Mittelpunkt im Leben unseres Vaters, und er lebte uns diese vor.»

Erinnerungen an die Zeit, als Leo für den Schwingklub Cham-Ennetsee aktiv war?

«Eindrücklich war Leo’s Einstellung beim Konditionstraining. Als alle platt waren, legte er noch eine Schippe drauf. Er gab uns mit, dass man auch dann noch weitermacht, wenn es fast nicht mehr geht. Oder beim Fitnesstraining im Vitaparcours: Wir liefen eine Treppe zehnmal rauf und runter, und dachten, dass nun genug sei. Leo forderte von uns, nochmals hinauf zu rennen. Er war ein zäher und ausdauernder Sportler. Manchmal haben wir 10 oder 15 Minuten lang am Stück wettkampfmässig geschwungen, bis wir nicht mehr konnten. Gute und reissfeste Trainings-T-Shirts gab es damals noch nicht. Also haben wir oben ohne trainiert. Nach diesen Trainings waren wir dementsprechend verschwitzt und voll Sägemehl. Unsere Körper haben gedampft und über der Schwinghalle hing ein Nebel aus Dampf.»

Welche spezielle Geschichte passt hervorragend zu Leo?

«Zehn Alpinisten stehen vor einem steilen Berg und ergründen zusammen, ob eine Route hinaufführt. Neun von ihnen meinen, dass ein Aufstieg unmöglich sei, und ein Versuch gar nicht in Frage komme. Nur einer erklärt, dass er es versuchen möchte. Dieser eine war Leo: Er hat dieses Neue entdecken, trotz Unwägbarkeiten, gelebt. Er hat beispielsweise nicht nur davon gesprochen, auszuwandern. Leo hat sein grosser Wunsch auch in die Tat umgesetzt, und wanderte mit seiner Frau Edith nach Kanada aus. Ich freue mich für ihn, dass er das erleben durfte.» 

feldwaldwiesenblogger

Wildwuchs in der Schwingfestplanung – Ein OK-Präsident nimmt Stellung

Text: feldwaldwiesenblogger

Der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) organisiert rings um die Corona-Pandemie alles Mögliche. Mit den stufenweisen Öffnungsschritten dürfen inzwischen alle Schwinger wieder trainieren. Dazu wurde ein entsprechendes Schutzkonzept herausgegeben. Bereits letzten Herbst erlies der ESV die Devise «Schwingfeste 2021 zu 100 Prozent JA» und erstellte dazu ein Rahmenschutzkonzept. Schwingfeste sind zwar erst für die Jungschwinger und die Jungaktiven mit Jahrgang 2001 und jünger erlaubt. So wie es derzeit aussieht, könnten Wettkämpfe für die Aktiven ab Mitte/Ende Juni auch wieder möglich sein.

Othmar Reichmuth, OK-Präsident vom ISAF 2021, nimmt Stellung zum Wildwuchs in der Schwingfestplanung

Bild: isaf2021.ch

Welche Rolle spielt der ESV in der Schwingfestplanung?

Nach den jüngsten Lockerungen des Bundesrates nimmt die Schwingerei nun Fahrt auf. Und mit ihr auch die Schwingfestplanung. Dabei konnte man in den letzten Tagen und Wochen feststellen, dass etliche Kranzfeste in den Sommer und Herbst geschoben werden. Man darf behaupten: Das wird ein heisser Schwingsommer- und herbst. Aber diese Verschiebungs-Orgie zeigt nun auch seine negativen Seiten: Sie präsentiert sich nämlich als Wildwuchs. Das ist jedenfalls die Meinung von Othmar Reichmuth, OK-Präsident vom diesjährigen Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest (ISAF) in Ibach SZ. Die Innerschweizer Schwinger haben vor wenigen Tagen ihren Fahrplan für Juni/Juli bekanntgegeben. In diesen beiden Monaten sollen nämlich vier Kranzfeste in kurzer Abfolge auf ein und demselben Platz ausgetragen werden. So auch das ISAF am 4. Juli. Reichmuth nahm heute in einem Interview im «Bote der Urschweiz» Stellung zu diesem Fest. Dabei kamen die Verschiebungen auch zur Sprache: «Es droht die grosse Verschiebungswelle vieler grosser Kranzfeste in den Herbst. Welche Rolle spielt der Eidgenössische Schwingerverband in der Koordination? Ist dort eine Strategie zu erkennen?» Reichmuth entgegnete darauf: «Ich weiss nicht, welche Rolle der Eidgenössische Schwingerverband in dieser Frage spielt, weil ich ihn schlicht nicht wahrnehme, was ich persönlich sehr bedaure.»

Statt einer normalen Festhierarchie herrscht nun Wildwuchs

Der Schreibende wollte es genauer wissen, und bat Reichmuth um eine Präzisierung betreffs der Rolle des ESV bei dieser Verschiebungswelle. Der OK-Präsident vom diesjährigen ISAF gab zu Protokoll: «Beim ESV vermisse ich im höchsten Grad, dass er keine gesamtschweizerische Festplanung macht – in normalen Jahren ist er genau da sonst sehr einflussreich! Konkret: Es war ja schon früh klar, dass die Ende April und im Mai stattfindenden Kantonalfeste nicht durchgeführt werden können. So haben wir vorgeschlagen, dass über alle Teilverbände gesehen die Kantonalfeste zum Beispiel im Juni, die Teilverbandsfeste im Juli, die Bergfeste im August und die beiden Eidgenössischen Anlässe im September stattfinden sollten. So hätte sich trotz verkürzter Saison eine normale Festhierarchie ergeben. Man hätte so auch Qualifikationskriterien für die Teilverbands- und die Eidgenössischen Feste geschaffen. Stattdessen herrscht nun Wildwuchs – einzelne picken sich jetzt noch mögliche Daten heraus. Beim Schutzkonzept hat der ESV etwas gemacht, aber ehrlich gesagt ist das auf einer Flughöhe, welche uns als Organisator nichts brachte. Bezüglich Fernsehrechte hat der ESV alle Teilverbands- und Bergfeste für sich beansprucht und der SRF verkauft. In diesem besonderen Jahr versuchen wir seit letztem Oktober trotz Vorrecht von SRF ein Sonderrecht für Streaming-Angebote zu erhalten. Es hat bis Ende April gedauert, bis diese Frage endlich geklärt war. Führungsarbeit und sich gemeinsam Helfen in schwierigen Zeiten stelle ich mir anders vor.»

feldwaldwiesenblogger