Der Baselbieter Adrian Odermatt auf dem Weg ans ESAF in Pratteln: Teil 1 – Startschuss

Text: feldwaldwiesenblogger

Der Schwinger-Blog ist in den nächsten Monaten der Wegbegleiter vom Baselbieter Adrian Odermatt: Auf seinem Weg ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Pratteln. Heute folgt der Startschuss mit Teil 1. Oder genauer gesagt: Dieser erfolgte eigentlich vor einer Woche, als der Schreibende den soeben 21-jährig gewordenen Sennenschwinger auf dem Weg zum Training erwischte.

Der Schwinger-Blog begleitet Adrian Odermatt auf seinem Weg ans ESAF in Pratteln

Bild: Adrian Odermatt / feldwaldwiesenblogger

2021: Sehr gute Leistungen

Am 26. März letzten Jahres widmete sich der Schwinger-Blog im Beitrag «Das Nordwestschweizer Talent Adrian Odermatt erzählt aus seinem Corona-Alltag» bereits dem in Liesberg BL wohnenden Schwinger. Damals steckte der 192 Zentimeter grosse und 100 Kilogramm schwere Athlet in der Rekrutenschule (RS) in Isone TI. Und in eben diesem Beitrag wurde der mittlerweile fünffache Kranzschwinger etwas näher vorgestellt. Die RS war denn auch der Grund, wieso Adrian etwas verspätet das Schwing-Training aufnahm und in die Saison einstieg. In dieser erschwang sich der Baselbieter zwei Kränze: Beim Nordwestschweizer Schwingfest in Zunzgen BL schaute der starke Rang 2 heraus und beim Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest in Muttenz der gute Rang 4c. Den Freiämter Herbstschwinget 2021 in Mühlau AG gewann das grosse Talent, und beim Steinegg-Schwinget Himmelried stand er im Schlussgang. Zum Abschluss der Freiluftsaison am Olma-Schwinget rang der gelernte Forstwart dem Kilchberger-Co-Sieger Damian Ott einen «Gestellten» ab. Bei all seinen Auftritten liess der Doppelzweig-Gewinner vom ENST 2018 (Landquart) sein Potenzial aufblitzen. Ein Grund mehr, ihn in diesem Jahr aufmerksam zu verfolgen. Apropos Teilnahme an einem Eidgenössischen: Adrian schaffte es, sich für das ESAF 2019 in Zug als erst 18-Jähriger zu qualifizieren.

Baselbieter Training mit Daniel Odermatt

Beim eingangs erwähnten Telefonat am Samstag, 22. Januar war das Mitglied vom Schwingklub Binningen gerade auf dem Weg ins Training. Ein Zusammenzug der Baselbieter Schwinger stand auf dem Programm. Als Trainingsleiter fungierte der dreifache Eidgenosse Daniel Odermatt aus dem nidwaldnischen Buochs, und das Training wurde von Adrian organisiert. Auf eine mögliche Verwandtschaft angesprochen, meint er: «Mein Vater Armin ist ein Cousin vom zweifachen Eidgenossen Ruedi Odermatt. Mit Daniel Odermatt sind wir meines Wissens nicht näher verwandt.» Besagter Ruedi Odermatt trat zusammen mit Daniel Odermatt im November 2007 vom aktiven Schwingsport zurück.

Adrian Odermatt gewann 2021 den Freiämter Herbstschwinget in Mühlau AG und holte sich so den ersten Sieg bei den Aktiven

Bild: Adrian Odermatt

Projekt von Ende Januar bis Ende September

Der Schwinger-Blog wird in mehreren Teilen vom jungen Baselbieter Talent berichten, wie er aufs «Eidgenössische» trainiert und sich vorbereitet, um sich schliesslich für diesen Grossanlass qualifizieren zu können. Und wie die Gefühlslage sein wird, als Baselbieter im Baselbiet an einem ESAF teilnehmen zu können. Die Themen werden möglichst vielseitig gefächert sein. Zur Sprache werden unter anderem das Training, das Leben neben dem Schwingen, die spezielle Vorbereitung aufs ESAF und natürlich die Schwingfeste sein. Was der Schreibende überhaupt nicht möchte: Druck auf Adrian aufbauen. Die Beiträge sollen lediglich als Begleitung und Beobachtung gedacht sein. Bei der einleitenden Fragerunde geht es um Aktuelles und um Gedanken im Hinblick auf Pratteln.

Wie geht es dir momentan?

«Danke, mir geht es sehr gut. Vor einigen Wochen bin ich an Covid-19 erkrankt, habe dies aber gut überstanden und bin wieder gesund. Ansonsten leide ich unter keinen Blessuren und kann voll trainieren.»

Wie sieht das derzeitige Training aus?

«Ich lege den Fokus auf das Schwingen, und bin mindestens dreimal pro Woche beim Trainieren im Schwingkeller. Weiter stehen ein bis zwei wöchentliche Athletiktrainings auf dem Programm.»

Wann hat du mit dem Wintertraining begonnen?

«Wir haben im Herbst keine Pause eingelegt und durchtrainiert.»

Ist beim Training bereits das ESAF im Hinterkopf?

«Ja, auf jeden Fall. Ich bin mir bewusst, dass es in meiner Region stattfindet. Vom Training her macht es für mich aber keinen Unterschied. Und: Das ESAF wird zwar nicht das strengste, zugleich aber das bestbesetzte Schwingfest des Jahres sein. Pro Tag stehen in dem Sinne nur vier Gänge auf dem Programm. Es ist zudem das am meisten im Fokus stehende Schwingfest.»

Adrian freut sich auf das ESAF in Pratteln. Er sagt: «Der Anlass ist noch weit weg.»

Bild: esv.ch

Ernährst du dich nach einem Plan? 

«Nein, ich habe dafür keinen Plan. Ich ernähre mich aus Mutter’s Küche, diese ist sehr ausgewogen. Ich wohne zudem noch bei meinen Eltern auf dem Bauernhof in Liesberg.»

Wird die Ernährung hinsichtlich dem «Eidgenössischen» ein Thema?

«Ich habe mich bisher nicht gross damit befasst. Die Ernährung zu optimieren ist sicher ein Thema, aber nicht unbedingt wegen dem ESAF.»

Welche Gefühle begleiten dich im Januar hinsichtlich ESAF?

«Es ist eine grosse Vorfreude vorhanden. Dennoch: Der Grossanlass ist noch weit weg.»

Wie sehen deine Zielsetzungen für 2022 aus?

«Das Hauptziel ist die Qualifikation fürs ESAF. Ansonsten: Ziele setze ich für mich selbst, und sie sind eine persönliche Sache, wovon andere Leute nicht unbedingt Kenntnis haben müssen.»

Wie sieht dein Arbeitspensum aus?

«Ich arbeite in einem 100 Prozent Pensum bei einem Gartenbau-Betrieb in Büsserach SO.»

Wie ist die momentane Stimmungslage im Baselbiet hinsichtlich dem ESAF?

«Es herrscht eine grosse Vorfreude, zugleich aber auch eine Unsicherheit wegen dem Corona-Virus. Die Menschen freuen sich auf das grosse Fest, und möchten ein würdiges ESAF im Baselbiet schaffen.»

feldwaldwiesenblogger

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