Vor dem Zuger Kantonalen – Nachgefragt bei TK-Chef Bruno Müller. Er sagt: «Das ESAF hat keinem Zuger Schwingklub etwas gebracht. Die Zahlen sind derzeit eher rückläufig.»

Ab Sonntag gilt es wieder Ernst: Es wird wieder um Kränze geschwungen. Der Start in die Kranzfestsaison erfolgt in der Innerschweiz beim Zuger Kantonalen und in der Nordostschweiz beim Thurgauer Kantonalen. In Baar führt der Erstgekrönte Joel Wicki das Teilnehmerfeld an, in Müllheim der Kilchberg-Sieger Samuel Giger. Der Schwinger-Blog hat sich mit dem Zuger TK-Chef Bruno Müller vor ihrem Ehrentag unterhalten.

Text: Schwinger-Blog

Joel Wicki ist Topfavorit in Baar

Die Frage lautet: Wer kann Joel Wicki am Sonntag schlagen? Den Surentaler Frühjahrsschwinget in Sursee und den Bad-Schwinget in Wolhusen gewann der Sörenberger überlegen mit jeweils sechs gewonnenen Gängen. Der 25-Jährige ist bereits jetzt in einer beneidenswerten Form. Gleich beim Anschwingen wird es Wicki mit seinem grössten Herausforderer, dem vierfachen Zuger-Sieger Christian Schuler, zu tun bekommen. Ein Blick auf die Statistik bei zwilch.ch zeigt allerdings, dass Schuler noch nie gegen Wicki gewinnen konnte. Weitere Herausforderer für Wicki werden die routinierten Eidgenossen Mike Müllestein, Benji von Ah und Andi Imhof sein. Aus der Gilde der Nicht-Eidgenossen stechen vor allem Werner Suppiger (Sieger Frühjahrsschwinget Pfäffikon), Matthias Herger (Sieger Urner Rangschwinget Bürglen), Tobias Riget (Gast vom Schwingklub Rapperswil und Umgebung), Marco Fankhauser und Stefan Ettlin ins Auge.

TK-Chef Bruno Müller, selbst zweifacher Eidgenosse, gibt vor dem Zuger Kantonalen Auskunft

Bild: Bruno Müller

Welche Zuger könnten ein Wörtchen mitreden?

Sucht man die Startliste nach Zugern ab, fällt einem vor allem die Liste der fehlenden Spitzenschwinger auf. Die komplette Spitze um Pirmin Reichmuth (Kreuzbandriss), Marcel Bieri (Oberschenkel-Verletzung) und Marco Reichmuth fehlt. In den Spitzenpaarungen tauchen einzig Dominik Waser und Christian Bucher auf. Und ein weiterer Name machte diesen Frühling von sich reden: Roland Reichmuth, der Bruder von Pirmin und Marco Reichmuth. Roland gewann den Frühjahrsschwinget Cham und stand beim Hallenschwinget Engelberg im Schlussgang. ENST-Sieger Luca Müller ist ein grosses Talent, und dürfte am Sonntag ebenfalls den einen oder anderen Spitzenschwinger fordern. Diesem Quartett werden aus Zuger Sicht die grössten Chancen auf eine gute Klassierung in Baar zugetraut.

Wie aber steht es um die verletzten Zuger Spitzenschwinger? Wann werden diese wieder ins Geschehen eingreifen? Wie steht es allgemein um die Zuger Schwinger und wer könnte Joel Wicki in Baar ernsthaft fordern? Diese und andere Fragen werden heute mit Bruno Müller, dem TK-Chef der Zuger, geklärt. Müller war selbst ein erfolgreicher Schwinger und durfte sich zweimal zum Eidgenossen krönen lassen. Der 44-Jährige wohnt in Unterägeri, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Müller arbeitet als Messassistent und ist seit 2020 TK-Chef des Zuger Kantonalen Schwingerverbandes.

Wer schlägt Joel Wicki in Baar?

Bild: joelwicki.ch

Wann werden Pirmin Reichmuth und Marcel Bieri wieder auf die Schwingplätze zurückkehren?

«Bei Reichmuth weiss ich nicht genau, wo er steht. Er sagt selbst, dass es im Training mal besser, dann wieder weniger gut läuft. Ein genaues Datum kann wohl auch er nicht benennen. Wenn bei Bieri alles optimal verläuft, könnte er am Schwyzer Kantonalen in Muotathal starten.»

Marco Reichmuth ist noch nicht in die Saison gestartet. Ist er ebenfalls verletzt?

«Nein, Marco ist nicht verletzt. Er ist leider ein Kandidat für Long-Covid, und zog sich zudem letztes Jahr beim Ob- und Nidwaldner Kantonalen eine schwere Hirnerschütterung zu. Diese beiden Tatsachen sind ein grosses Handicap für ihn. Er war zwar ein- oder zweimal im Training, hat aber einfach noch keine Power.»

Was traust du deinem Sohn Luca am Zuger Kantonalen zu?

«Ich habe so eine Frage erwartet. Ich traue ihm viel zu, will ihn aber auch nicht verheizen. Er kann mit allen schwingen. Ich hoffe einfach, dass er sich nicht zu viel Druck macht. Sein primäres Ziel ist der Kranz.»

Wie steht es allgemein um die Zuger Schwinger?

«Es ist wie überall, es dürfte einfach besser sein. Wir haben derzeit 20 Verletzte, darunter acht Schwinger vom Schwingklub Cham-Ennetsee. Ursprünglich hatte ich 80 Anmeldungen von Zuger Schwingern, jetzt sind es noch deren 60. Schön wäre, wenn es in allen vier Schwingklubs einen Schub geben würde.»

Gab es nach dem ESAF 2019 im Zuger Kantonalverband einen Aufschwung? Sind die Schwingerzahlen gestiegen?

«Nein, wir konnten keinen Aufschwung beobachten. Das ESAF hat keinem Zuger Schwingklub etwas gebracht. Die Zahlen sind derzeit eher rückläufig. Da hat die Corona-Pandemie leider auch keinen guten Beitrag geleistet.»

Roland Reichmuth machte diesen Frühling mit starken Resultaten auf sich aufmerksam

Bild: esv.ch

Wie viele Kränze erwartest du am Sonntag von deinen Schützlingen?

«Ich erwarte zwischen acht und zehn Kränze. Es ist ein hohes, aber realistisches Ziel. Es müssen dabei aber einige über sich hinauswachsen.»

Wer könnte deiner Meinung nach Joel Wicki am Sonntag ernsthaft fordern?

«Ernsthaft fordern können ihn die Schwyzer Christian Schuler und Mike Müllestein. Diesen traue ich am ehesten zu, dass sie ihm ein Bein stellen könnten. Von Wicki’s Luzerner Kollegen könnten dies Werner Suppiger und Marco Fankhauser sein. Nur: Sie würden wohl erst im Schlussgang auf ihn treffen.»

Wer sind für dich nebst Wicki die Favoriten auf den Tagessieg? Hast du einen Geheimfavoriten?

«Wenn Wicki gesund bleibt, läuft es zu 99 Prozent über ihn. Den Sieg werden die Eidgenossen unter sich ausmachen. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung, wenn plötzlich jemand anders zuvorderst im Schlussklassement auftauchen würde. Einen Geheimfavoriten habe ich keinen. So jemand müsste mit Wicki, Schuler oder Müllestein erfolgreich die Klingen kreuzen.»

Anhand der Resultate der Regionalschwingfeste scheint Roland Reichmuth der Knopf aufgegangen zu sein. Was erwartest du von ihm in dieser Saison?

«Dass er so konstant weiter schwingt wie bei den Frühlings-Schwingfesten. Dass er unbeschwert bleibt und sich keinen Druck macht. Wenn er so weiterfährt, kommt das gut.»

Welche Zuger könnten demnächst den Sprung an die Spitze schaffen?

«Das sind in erster Linie Christian Bucher und der angesprochene Roland Reichmuth, welche nach vorne drücken. Es wäre aber schön, wenn noch ein paar weitere dazu stossen könnten.»

Vorfreude auf das Schwyzer Kantonale in Muotathal: Joel Wicki, Christian Schuler und Matthias Aeschbacher führen das Teilnehmerfeld an

Am 15. Mai (Verschiebedatum 21. Mai) steigt in Muotathal das 97. Schwyzer Kantonale. Stand heute sind zehn Eidgenossen am Start. Im Vorverkauf, welcher noch bis zum 30. April läuft, sind nur noch wenige freie Plätze im Angebot.

Text: Pascal Betschart (Pressechef Schwyzer Kantonales 2022) und Schwinger-Blog

Joel Wicki ist der Topfavorit in Muotathal

Bild: Bote der Urchweiz

Starkes Teilnehmerfeld

Für das Organisationskomitee des Schwyzer Kantonalen Schwing- und Älplerfestes vom 15. Mai ist es eine grosse Freude, dass sich so viele namhafte Spitzenschwinger angemeldet haben. Das Teilnehmerfeld umfasst aktuell 262 Schwinger, darunter zehn Eidgenossen. Mit Matthias Aeschbacher und Patrick Schenk sind zwei «Böse» vom Gastklub Sumiswald am Start. Die einheimischen Schwyzer werden durch Christian Schuler, Mike Müllestein, Reto Nötzli und Alex Schuler angeführt. Der Luzerner Delegation steht der Erstgekrönte Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Erich Fankhauser und Stefan Stöckli vor.

Ebenfalls erfreulich ist die Anzahl von 29 Teilverbandskranzern und 52 Kranzschwingern. Mit dieser Besetzung steht einem grandiosen Schwingfest in Muotathal nichts im Weg, und für Spannung wird vom Anschwingen bis zum Schlussgang gesorgt sein.

Von links: Gabenchef Peter Betschart, Spender Werner Heinzer und der Eigentümer des Rindes Manfred Betschart

Foto: Pascal Betschart

Vorverkauf läuft noch bis zum 30. April

Auch der dritte Preis fürs Schwyzer Kantonale ist mittlerweile bekannt. Das Rind Sirna, geboren am 19. Januar 2020, gehört dem Züchter Manfred Betschart (Obereggeli 2, Muotathal). Der Spender des Rindes, welches der Rasse Brown-Swiss entstammt, ist Werner Heinzer (Muotathal). Das OK bedankt sich herzlich für diese Gabenspende.Wer dieses Spektakel nicht verpassen möchte, kann sich noch bis zum 30. April unter der Website http://www.schwyzer2022.ch einen der wenigen noch vorhandenen Plätze sichern.

Nachgefragt bei Dorian Kramer, dem Schlussgang-Teilnehmer vom Fête Régionale in Villarimboud. Er sagt: «Es liegt in der Natur der Sache, dass ich meinen grossen Bruder Lario mal schlagen möchte.»

Text: Schwinger-Blog

Dorian Kramer stand am vergangenen Sonntag in Villarimboud FR am Fête Régionale im Schlussgang. In diesem traf er auf seinen Bruder Lario, eine spezielle Affiche. Dorian wurde schliesslich von ihm besiegt, und zwar in der zweiten Minute mit Kurz und nachdrücken. Der Schwinger-Blog widmet sich heute einmal mehr einem Schlussgang-Teilnehmer, welcher als Verlierer vom Platz musste. Diese stehen hinterher zwar nicht unbedingt im Fokus, verdienen es mit ihrer gezeigten Leistung aber allemal, erwähnt zu werden.

2022: Eine Schlussgang-Teilnahme und ein sechster Rang

In Villarimboud verlor Dorian zwar zum Auftakt gegen Simon Grossenbacher, ehe er gegen Alan Berger, Bastien Collaud, Martin Gael und um den Schlussgang-Einzug gegen Mickael Matthey lauter Siege einfuhr. Zum Südwestschweier Saisonstart beim Regionalschwingfest Chavornay VD belegte Dorian den guten sechsten Schlussrang. Bereits letztes Jahr stand er beim Regionalschwingfest Schwarzsee mit seinem Bruder im Schlussgang. Diesen erreichte er damals mit einem überraschenden Sieg über den Eidgenossen Benjamin Gapany. Der Schlussgang ging verloren. Dorian darf man mittlerweile zur erweiterten Freiburger Spitze zählen.

2021: Drei Kränze gewonnen und zum Teilverbandskranzer aufgestiegen

Dorian’s Geburtsdatum ist der 2. Dezember 1999. Der 22-Jährige wohnt in Galmiz, ist ledig und weist mit seiner Grösse (183 Zentimeter) und seinem Gewicht (87 Kilogramm) gute Masse für den Schwingsport auf. Der Freiburger ist gelernter Landwirt und Geflügelfachmann, und arbeitet derzeit als technischer Berater bei einer Futtermühle. Nebst der Arbeit und dem Schwingsport bleibt nicht mehr viel Zeit übrig. Diese spärliche Freizeit verbringt der Sennenschwinger gerne in der Natur oder mit Velo fahren. Dorian ist Mitglied vom Schwingklub Kerzers und hat bisher sieben Kränze gewonnen. In der letzten Saison durfte er dreimal vor die Kranzdamen treten, nämlich beim Waadtländer Kantonalen, beim Walliser Kantonalen und beim Südwestschweizer Schwingfest. Das letztgenannte Kranzfest brachte ihm den ersten Teilverbandskranz ein. Dorian schwingt seit 2006 und benennt als schwingerisches Vorbild Matthias Sempach.

Dorian Kramer ist siebenfacher Kranzschwinger, und darf mittlerweile zur erweiterten Freiburger Spitze gezählt werden

Foto: Dorian Kramer

Herzliche Gratulation zum Erreichen des Schlussganges! Was ging dir nach dem verlorenen Schlussgang durch den Kopf?

«Eigentlich nicht viel. Ich stand mit meinem Bruder Lario bereits letztes Jahr beim Regionalschwingfest Schwarzsee im Schlussgang, und verlor diesen. Ich dachte, die Revanche würde anders aussehen. Aber nein, es sollte nicht sein.»

Würdest du heute mit einer anderen Taktik den Schlussgang in Angriff nehmen?

«Nein, nicht wirklich. Wir sagten vor dem Schlussgang zueinander, dass bei einem «Gestellten» keiner profitiert. Wir nahmen deshalb von Anfang an volles Risiko, damit es auch ein Resultat gibt. Wenn ich mit meinem Bruder im Schlussgang bin, habe ich nichts zu verlieren. Da schwinge ich voll drauf los. Zudem: Das taktische Abwarten ist nicht so meines.»

Mit vier souveränen Siegen hast du den Schlussgang erreicht. Welcher dieser Gänge war der härteste Kampf? 

«Ich würde sagen, der vierte Gang gegen den Nichtkranzer Martin Gael. Für mich stand ein Pflichtsieg auf dem Programm. Er hat sich sehr gut auf mich eingestellt und schwang zudem passiv. Es dauerte eine Weile, bis ich ihm meine Schwingweise aufzwingen konnte. In diesem Kampf hat sich zudem eine lustige Geschichte zugetragen. Der Kampfrichter erklärte den Gang nach vier Minuten als gestellt und beendet. Mir kam die Dauer schon etwas kurz vor. Am «Tischli» kam dies zur Sprache und der Platzkampfrichter konsultierte seine Stoppuhr. Er stellte dabei seinen Irrtum fest: Die Kämpfe bei den Aktiven dauerten im Gegensatz zu denjenigen der Jungschwinger statt vier eben fünf Minuten. Der Gang wurde wieder aufgenommen, und ich stellte fest, dass mein Gegner seine Schwinghose ein Loch weniger eng zuband. Ich konnte ihn ziehen und es ging dann für mich auf.»

Was für ein Fazit ziehst du vom Fête Régionale in Villarimboud?

«Von der Formkurve her bin ich sicher auf dem richtigen Weg. Die Woche zuvor war ich mit einigen Schwingkollegen in einem Trainingslager auf Teneriffa. Ich war deswegen vor diesem Schwingfest nicht in Topform. Es war für mich umso schöner, dass es trotzdem gut lief. Und: Rein schwingerisch gesehen bin ich noch nicht ganz dort, wo ich sein möchte.»

Mit der Schlussgang-Teilnahme in Villarimboud und dem 6. Rang beim Regionalschwingfest Chavornay bist du gut in die Saison gestartet. Du bist bereit für die bevorstehende Kranzfestsaison? Wann startet die?

«Ich bin zu 90 Prozent bereit, die letzten 10 Prozent versuche ich mir in den nächsten Wochen noch zu holen. Meine Kranzfestsaison startet am 22. Mai beim Urner Kantonalen in Erstfeld. Unser Schwingklub ist dort Gast.»

In Villarimboud standen die Brüder Dorian (rechts) und Lario Kramer bereits zum zweiten Mal gemeinsam in einem Schlussgang

Foto: Dorian Kramer

Du hast deinen ersten Kranz 2018 beim Neuenburger Kantonalen in Dombresson gewonnen. 2021 war deine bisher erfolgreichste Saison. Darf man behaupten, dass dir der Knopf nun aufgegangen ist?

«Ich würde sagen: Ja, von der Leistungskurve her stimmt es. Das Wintertraining mit Hilfe eines Athletiktrainers und im Schwingkeller verlief für mich gut. Ich hoffe, dass noch mehr Potenzial vorhanden ist, um weitere Fortschritte erreichen zu können.»

Inwieweit profitierst du in deiner schwingerischen Entwicklung von deinem «grossen» Bruder Lario?

«Es ist einerseits seine Unterstützung, andererseits eine gewisse Erfahrung, welche ich noch nicht habe. Er nahm schon öfter an Bergfesten teil und er war schon an zwei ESAF’s im Einsatz. Ich kann zudem auf ihn als «Pusher» zurückgreifen. Man sieht dabei, was möglich ist, und dies motiviert mich im Training im Schwingkeller. Es existiert zudem ein gewisser Konkurrenzkampf und es liegt in der Natur der Sache, dass man seinen grossen Bruder mal schlagen möchte.»

Was auffällt bei deiner Kranz-Bilanz: Nebst dem Südwestschweizer Kranz hast du bisher Neuenburger und Waadtländer Kränze gewonnen. Der erste Freiburger Kranz ist bestimmt dein erklärtes Ziel für 2022?

«Definitiv! Das ist ein Ziel für dieses Jahr, denn dieser Kranz fehlt mir noch. Es hat bisher noch nicht richtig gepasst. Letztes Jahr ging ich mit Fieber an den Start. Ich verlor dann gegen Steve Duplan um den Kranz. Die Jahre zuvor fehlte jeweils nur wenig.»

Siehst du in diesem Jahr den ersten Bergkranz und gar den ersten ESAF-Kranz im Bereich des Möglichen?

«Letztes Jahr hatte ich zwei Chancen auf den Kranzgewinn beim Bergschwinget Schwarzsee, verpasste diese leider. Aus meiner Perspektive betrachtet liegt dank der Fortschritte, welche ich im Wintertraining erzielte, ein Bergkranz im Bereich des Möglichen. Der Eidgenössische Kranz ist eines meiner erklärten Ziele. Ob dieser in Pratteln im Bereich meiner Möglichkeiten ist, ist momentan schwierig zu sagen. Ein solcher Kranz ist aber definitiv schwieriger zu gewinnen als ein Bergkranz.»

Wie sieht deine aktuelle Trainingswoche aus?

«Am Montag absolviere ich ein Krafttraining. Am Dienstag, Mittwoch und Freitag stehen Schwing-Trainings auf dem Programm und am Donnerstag gehe ich zum Ringer-Training. Am Samstag steht meist noch ein Krafttraining an.»

DER SCHWINGERKÖNIG – Das offizielle Schwinger-Sammelalbum 2022 ist da!

Passend zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Pratteln wurde nach 2010, 2016 und 2019 zum vierten Mal ein Schwinger-Sammelalbum lanciert. Das Heft beinhaltet 64 Seiten und umfasst 359 Stickerbilder zum Sammeln, Tauschen und Einkleben. 

Text und Foto: Michèle Gut / Bearbeitung: Schwinger-Blog

Neben dem Altbekannten wie der Vorstellung der einzelnen Teilverbände mit seinen Athleten, vielen Detailinformationen zum Schwingsport und zum ESAF in Pratteln, wird dem Nachwuchs noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt als in den Vorgängerausgaben. Die Jungen erhalten im neuen Heft ein eigenes Kapitel mit Impressionen und Porträts von allen Doppelzweiggewinnern vom Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag 2021 in Schwarzenburg. Somit ist das Sammelalbum nicht nur ein Klebeheft, sondern vielmehr auch ein Nachschlagewerk und betreibt auch Werbung für potenziellen neuen Nachwuchs – denn der Schwingsport soll auch in 20, 50 oder 100 Jahren noch die Schweiz begeistern, wie er es jetzt macht.

Verkauf ab 27. April

Ab dem 27. April steht das Schwinger-Sammelalbum in den Verkaufsregalen von diversen Verkaufsstellen im freien Verkauf. Onlinebestellungen laufen über www.schlussgangshop.ch oder www.derschwingerkoenig.ch. Fehlende Bilder (max. 20 Stück) können ebenfalls unter www.schlussgangshop.ch nachbestellt werden.

Christian Stucki hat sichtlich Freude am neuen Sammelalbum

Schwingerkönig Stucki gefällt das Album

Schon vor dem offiziellen Verkaufsstart durfte Schwingerkönig Christian Stucki das Sammelalbum begutachten. Das Resultat gefällt dem Titelverteidiger für das ESAF 2022 im Baselbiet sehr gut, wie er im nachfolgenden Kurzinterview erklärt:

Christian Stucki, Sie sind bei jeder Ausgabe vom Sammelalbum „Der Schwingerkönig“ porträtiert worden. Ist es immer noch speziell, wenn man sich als Sammelbild im Schwingkeller oder an den Schwingfesten sieht?

Christian Stucki: Das freut mich immer und es gibt einem ein innerliches Gefühl von Freude und Stolz, aber auch Erinnerungen an viel Fleiss und harte Arbeit, die man im Laufe der Karriere immer wieder aufbringen muss.

In Ihrer Jugendzeit gab es noch kein Schwinger-Sammelalbum. Haben Sie trotzdem auch Sammelalben gefüllt? Welche Sportart?

Stucki: Natürlich, von den Fussball Welt- und Europameisterschaften habe ich fleissig die Panini-Bilder gesammelt!

Sie haben selbst Kinder im Alter, in dem das Sammelfieber ausbricht. Wird auch im Hause Stucki gesammelt?

Stucki: Ja, sie haben die Bilder vom letzten Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2019 fleissig gesammelt und unter den Freunden ausgetauscht. Ich werde sie auch in diesem Königsjahr dabei unterstützen. 

Warum empfehlen Sie das Sammelalbum zu erwerben und die Sticker zu sammeln?

Stucki: Das Sammelalbum hat sich in der Zwischenzeit bei den Kids stark verankert. Beim Durchblättern in den vorangegangenen Ausgaben erinnert man sich wieder an jedes einzigartige Fest und einzelne persönlichen Favoriten, aber auch Momente, die man erlebt hat.

Nachgefragt bei Christian Biäsch, dem Schlussgang-Teilnehmer vom Bündner Frühjahrsschwingen in Cazis. Er sagt: «Es ist mein Ziel, dieses Jahr den ersten Teilverbandskranz zu holen.»

Text: Schwinger-Blog

Christian Biäsch stand am vergangenen Sonntag am Bündner Frühjahrsschwingen in Cazis im Schlussgang. Sein Gegner war niemand geringeres als Armon Orlik. Christian wurde allerdings von seinem Teamkameraden in der dritten Minute mit einem Gammen bezwungen. Dennoch verdient seine Leistung erwähnt zu werden.

2022: Schon zwei Schlussgang-Teilnahmen

In Cazis stellte er zum Auftakt mit Reto Koch, ehe ihm gegen Jan Mannhart, Thomas Kuster, Kjetil Fausch und gegen Roman Hochholdinger lauter Siegkreuzchen gutgeschrieben wurden. Bereits zum Saisonauftakt stand Christian mit Armon Orlik am Hallenschwinget Untervaz im Schlussgang. Dieser ging zwar auch verloren. An jenem Schwingfest war er aber mit fünf gewonnenen Gängen klar der zweitbeste Schwinger. Mit bereits zwei Schlussgang-Teilnahmen, dem achten Rang am Hallenschwinget Engelberg und dem zwölften Rang beim Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest in Oberriet darf er zuversichtlich der bevorstehenden Kranzfestsaison entgegenblicken. Und: Der Davoser hat sich nun endgültig zur Bündner Spitze heraufgeschwungen.

2021: Vier Kränze gewonnen

Christians Geburtsdatum ist der 22. März 1996. Der 26-Jährige wohnt in Davos Platz, ist ledig und weist mit seiner Grösse (188 Zentimeter) und seinem Gewicht (111 Kilogramm) Idealmasse für den Schwingsport auf. Der Bündner ist gelernter Koch und Metzger und arbeitet derzeit bei einer Firma im Verkauf. Zu seinen Hobbys zählt er nebst dem Schwingen die Jagd und das Eishockey. Christian ist Mitglied vom Schwingklub Davos und hat bisher acht Kränze gewonnen. In der letzten Saison durfte er viermal vor die Kranzdamen treten, nämlich beim Zürcher Kantonalen, St. Galler Kantonalen, Bündner-Glarner und Glarner-Bündner Schwingertag. Bei den beiden letztgenannten Kranzfesten belegte er mit dem dritten respektive zweiten Rang gar Spitzenplätze. Christian schwingt seit 2002 und ist bei seinem Schwingklub Technischer Leiter der Jungschwinger.

Christian als glücklicher Kranzgewinner beim Bündner-Glarner 2021 in seiner Heimat Davos-Sertig

Foto: Christian Biäsch

Herzliche Gratulation zum Erreichen des Schlussganges! Was ging dir nach dem verlorenen Schlussgang durch den Kopf?

«Es ist jeweils schwierig mit Armon zu schwingen. Wir trainieren zusammen und er kennt mich in- und auswendig. So ist es für mich schwierig, eine Chance gegen ihn zu haben. Mir ging hinterher nichts Spezielles durch den Kopf und ich war zufrieden mit meinem Tag.»

Würdest du heute mit einer anderen Taktik den Schlussgang in Angriff nehmen?

«Nein. Ich probiere was ich kann und versuche meine Schwünge durchzusetzen. Ich konzentrierte mich auf die Verteidigung und fokussierte mich auf seine Stärken. Dies ist mir in Cazis leider nicht so gut gelungen wie in Untervaz.»

Mit vier souveränen Siegen hast du den Schlussgang erreicht. Welcher dieser Gänge war der härteste Kampf? 

«Alle vier gewonnene Gänge gingen relativ schnell. Die Herausforderung gegen die beiden Teilverbandskranzer Thomas Kuster und Roman Hochholdinger war sicher am grössten. Ich habe mir einen Plan zurechtgelegt und konnte glücklicherweise beide im ersten Zug bezwingen.»

Was für ein Fazit ziehst du vom Bündner Frühjahrsschwingen?

«Ich war sehr zufrieden, dass es bereits jetzt zu Beginn der Saison schon gut funktioniert. Obwohl der Fokus im Training eigentlich noch nicht so gelegt ist, dass die Form jetzt schon top ist. Mein Plan war, die Schwünge, welche man im Winter angeschaut hat, durchzubringen oder zumindest zu probieren.»

Mit zwei Schlussgang-Teilnahmen bist du sehr gut in die Saison gestartet. Du bist bereit für die bevorstehende Kranzfestsaison?

«Ja, das würde ich sagen. Ich freue mich sehr, wenn es los geht. Diese Saison wird hinsichtlich des ESAF in Pratteln sehr intensiv. Es ist auch eine Sache der Planung, um genügend Erholung einzubauen. Mein erstes Kranzfest wird das Glarner-Bündner am Pfingstmontag (6. Juni) sein, und am Sonntag darauf folgt bereits das Bündner-Glarner (12. Juni).»

Christian leistete im Schlussgang vom Hallenschwinget Untervaz erbitterten Widerstand

Foto: Erwin Schmid

Du hast deinen ersten Kranz 2016 beim Bündner-Glarner in Flims gewonnen. 2021 war deine bisher erfolgreichste Saison. Darf man behaupten, dass dir der Knopf nun endgültig aufgegangen ist?

«Ja, das Gefühl habe ich auch. Ich trainiere nun mehr und es macht mir Spass. Das zusätzliche Training zahlt sich früher oder später aus. Und: Ich spüre auch im Schwing-Training, dass es mir momentan gut läuft.»

Hast du während der schwingfestfreien Zeit in den Jahren 2020 und 2021 im Training und in der Vorbereitung etwas verändert?

«Ja, ich habe nun jemanden, der mir einen Trainingsplan schreibt. Das ist viel wert, denn ich hatte bis anhin Respekt vor dem Kraftraum und auch zu wenig Ahnung davon. Wenn man nämlich die Übungen nicht sauber macht, läuft man Gefahr, etwas kaputt zu machen statt das es nützt. Ich denke, ich absolviere nun ein optimiertes Kraft- und Konditionstraining, welches mir auch etwas bringt.»

Anhand der gezeigten Resultate in den vergangenen Monaten gehörst du nun zur Bündner Spitze. Der erste Berg- und Teilverbands-Kranz liegt nun im Bereich des Möglichen?

«Ja, das würde ich schon behaupten. Es ist mein Ziel, dieses Jahr den ersten Teilverbandskranz zu holen. Der Fokus liegt auf dem Nordostschweizer Schwingfest. Die Chance diesen Kranz zu gewinnen ist sicher grösser als ein Bergkranz zu realisieren.»

Du bist nun 26 Jahre jung. Das ideale Alter für den ersten eidgenössischen Kranz?

Christian lacht. «Das Alter wäre wahrscheinlich schon ideal. Ich habe aber bisher schrittweise meine Ziele erreicht. Wie bei der vorherigen Frage erklärt, liegt der Fokus ganz klar auf dem Gewinn des Teilverbandskranzes. Der Eidgenössische Kranz wäre wahrscheinlich noch ein bisschen zu hoch gegriffen.»

Wie sieht deine aktuelle Trainingswoche aus?

«Momentan absolviere ich wöchentlich zwei Schwing-Trainings, bin zweimal im Kraftraum, trainiere einmal Kondition und nehme an einem Athletik-Training in der Turnhalle teil.»

Surentaler Frühjahrsschwinget: Dritter Sieg in Sursee für Joel Wicki

Text und Fotos: Manuel Röösli / Bearbeitung: Schwinger-Blog

Bei kühlen Temperaturen, aber besseren Witterungsbedingungen als erwartet, besuchten 1000 Zuschauer den 13. Surentaler Frühjahrsschwinget in Sursee. 118 Athleten zeigten auf den fünf Sägemehlringen attraktiven Schwingsport. Am Ende siegte Joel Wicki, dies bereits zum dritten Mal nach 2015 und 2019.

Joel Wicki gewinnt bereits zum dritten Mal den Surentaler Frühjahrsschwinget

Zwei Mal gegen Sven Schurtenberger

Im 118-köpfigen Feld ragten von Beginn an die beiden Eidgenossen Joel Wicki und Sven Schurtenberger heraus. Wicki bezwang zum Start den stärksten Gast Patrick Räbmatter, Schurtenberger liess Erich Fankhauser keine Chance. Nach drei Gängen hatte sich das Duo bereits abgesetzt mit je 30,00 Punkten. Im ersten Direktduell setzte sich Wicki kurz vor Gangende durch und siegte auch im fünften Gang. Da auch Sven Schurtenberger seinen vorletzten Gang siegreich gestaltete, war das erneute Duell der beiden Topfavoriten für die Endausmarchung fixiert.

Schlussgang

Nach beidseitig vorsichtigem Beginn war es Joel Wicki, dem ein Gestellter zum alleinigen Tagessieg reichte, der in der vierten Minute mit Kurz angriff und Sven Schurtenberger auf die gültige Seite drehen konnte. Schurtenberger fiel durch die Niederlage auf den dritten Rang zurück.

Joel Wicki setzt im Schlussgang zum entscheidenden Kurz gegen Sven Schurtenberger an

Die weiteren Eidgenossen

Neben Wicki und Schurtenberger waren mit Erich Fankhauser, Stefan Stöckli und Patrick Räbmatter fünf weitere Eidgenossen am Start. Das Trio kam dabei nicht richtig in Fahrt. Mit je drei Siegen klassierten sich Stöckli und Fankhauser gemeinsam auf Rang 8. Gar nur auf den 13. Rang reichte es Räbmatter, der nur zwei seiner sechs Duelle gewann.

Surentaler

Die heimischen Surentaler Schwinger überzeugten mit einer guten Teamleistung. Nicht weniger als zehn Surentaler klassierten sich in den Auszeichnungsrängen. Besonders zu überzeugen wussten Reto Kaufmann, mit vier Siegen und zwei Gestellten auf Rang 2, sowie Lukas Lemmenmeier gemeinsam mit Schlussgangverlierer Schurtenberger auf Rang 3. In die Auszeichnungsränge aus Sicht der Einheimischen schafften es auch Fabian Scherrer, Roman Fellmann, Michael Gander, Matthias Jund, Elias Lüscher, Gregor Ulrich und Patrick Scherrer.

Form-Test der fünf Teilverbände: Fabian Staudenmann, Kilian von Weissenfluh, Sven Schurtenberger, Armon Orlik und Adrian Odermatt wussten bisher zu überzeugen

Text: Schwinger-Blog

Trotz dem schlechten und kalten Wetter wird an diesem Wochenende in die Freiluftsaison gestartet. Das OK vom Rheintal-Oberländer Verbandschwingfest in Oberriet erklärte schon vor Tagen, dass ihr Anlass ohne Wenn und Aber durchgeführt wird. Mit sechs Eidgenossen präsentieren sie dem Publikum ein hochkarätiges Teilnehmerfeld. Ob die Innerschweizer am Sonntag in Oberarth in die Freiluftsaison starten werden, ist noch offen. Der Frühjahrsschwinget Cham und das Nichtkranzer Schwingfest in Flüeli-Ranft wurden jedenfalls verschoben. Im Kalender befinden sich noch immer der Gibelschwinget Bonstetten und der Rangschwinget Grenchen. 

Bis auf die Südwestschweiz fanden bisher Schwingfeste in allen Teilverbänden statt. An diesem Wochenende steigen die Südwestschweizer mit dem Regionalschwingfest Chavornay auch in die Saison ein. Welche Schwinger wussten bisher zu überzeugen? Der Schwinger-Blog blickt im Form-Test auf die bisher sechs stattgefundenen Schwingfeste zurück.

Fabian Staudenmann gewann überzeugend den Hallenschwinget Büren und den Hallenschwinget Oberdiessbach (Bild)

Bild: Rolf Eicher

BKSV: Fabian Staudenmann hat bereits zwei Tagessiege auf dem Konto

Auf Berner Boden fanden bisher drei Schwingfeste statt. Zu überzeugen vermochte dabei Fabian Staudenmann mit den Siegen am Hallenschwinget Büren und am Hallenschwinget Oberdiessbach. Sowohl in Büren (Florian Gnägi) als auch in Heimenschwand (Thomas Sempach) stellte der Kilchberg-Sieger im Schlussgang. Auf dem Notenblatt ragt beim Hallenschwinget Büren der Sieg über Christian Stucki heraus. Allerdings muss vermerkt werden, dass der Schwingerkönig von Zug erst kurz vor dem Schwingfest nach ausgeheilter Schulterverletzung sein Schwingtraining aufgenommen hat. Stucki landete beim Hallenschwinget Büren auf Rang 6b. Florian Gnägi, Roth Dominik, Adrian Walther und Matthieu Burger zeigten eine starke Leistung und klassierten sich hinter Tagessieger Staudenmann.

Beim Hallenschwinget Oberdiessbach bezwang Staudenmann im ersten Gang mit einem herrlichen Kurz Matthias Aeschbacher. Der Emmentaler verbuchte gegen Stefan Gäumann eine weitere Niederlage und hat definitiv noch Luft nach oben. Schlussgangteilnehmer Thomas Sempach zeigte einen guten Wettkampf, ebenso Jan Wittwer. Beide belegten in der Endabrechnung Rang zwei.

Vor Wochenfrist gewann Kilian von Weissenfluh trotz gestelltem Schlussgang gegen Curdin Orlik den Jahresschwinget Thun. Auf dem Notenblatt wurden ihm zwei besiegte Eidgenossen (Bernhard Kämpf und Thomas Inniger) gutgeschrieben. Hinter dem starken Auftritt des Haslibergers klassierte sich etwas überraschend Florian Aellen auf Rang zwei. Auf dem dritten Platz fanden sich Curdin Orlik, Schwingerkönig Kilian Wenger, Thomas Inniger, Marcel Walther und Jan Wittwer ein. Bernhard Kämpf belegte in der Endabrechnung Platz 5e, Fabian Staudenmann Platz 6b. Der Mittelländer verbuchte nebst drei Siegen drei «Gestellte».

Sven Schurtenberger hiess der überlegene Sieger vom Hallenschwinget Engelberg

Bild: Sven Schurtenberger (Instagram)

ISV: Sven Schurtenberger startete mit überzeugendem Sieg in die Saison

Letztes Wochenende starteten auch die Innerschweizer in die Saison. Beim Hallenschwinget Engelberg wusste Sven Schurtenberger mit sechs Siegen zu überzeugen. Im ersten Gang bodigte der Luzerner den Berner Gast Simon Anderegg, den zweiten Eidgenossen im Teilnehmerfeld. Routinier Anderegg landete in der Endabrechnung auf Rang 5b. Da Schurtenberger nach fünf Gängen einen grossen Vorsprung aufwies, musste ausgeschwungen werden. Etwas überraschend stiess dabei Roland Reichmuth, der Zwillingsbruder von Marco Reichmuth, in den Schlussgang vor. Mit vier Siegen und Rang zwei hinterliess der Zuger einen starken Eindruck. Auf Rang drei folgten Matthias Herger und Stefan Ettlin. Schurtenberger, einer der Team-Leader der Innerschweizer, ist rechtzeitig wieder fit. Er musste beim letztjährigen Kilchberger Schwinget wegen einer Knieverletzung vorzeitig aufgeben.

NOSV: Armon Orlik triumphierte am Hallenschwinget Untervaz

Da anfangs Jahr wegen den Corona-Massnahmen einige Schwingfeste dem Virus zum Opfer fielen, stand den Bündnern die Ehre zu, das erste Schwingfest der Saison auszutragen. Der Hallenschwinget Untervaz in der neuen Schwinghalle Rüfeli Untervaz war denn auch ein Novum in der Agenda. Gewonnen wurde der Anlass von Armon Orlik, welcher seiner Favoritenrolle gerecht wurde und sich sechs Sieg-Kreuzchen schreiben lassen durfte. Unter die Verlierer reihte der Bündner auch den zweifachen Eidgenossen Stefan Burkhalter, welcher im Schlussklassement auf Rang drei zu finden war. Wegen dem grossen Vorsprung von Orlik, welcher seine Rückenprobleme von letztem Jahr auskuriert hat, musste ausgeschwungen werden. Sein Schlussgang-Gegner war der Davoser Christian Biäsch, der zweitbeste Schwinger in Untervaz. Biäsch zeigte mit fünf Siegen einen starken Auftritt.

Armon Orlik gewann mit sechs Siegen überlegen den Hallenschwinget Untervaz

Bild: Erwin Keller

NWSV: Adrian Odermatt überzeugte beim Sieg am Hallenschwinget Brunegg

Beim Saisonstart der Nordwestschweizer letzten Samstag im aargauischen Brunegg stand nicht einer der drei gestarteten Eidgenossen im Schlussgang. In den Endkampf stiessen der Baselbieter Adrian Odermatt und der Aargauer Lukas Döbeli vor. In der letzten Minute konterte Odermatt einen Angriff von Döbeli und legte diesen platt auf den Rücken. Odermatt zeigte bei diesem Anlass, dass er in der Nordwestschweiz den Sprung in die erweiterte Spitze geschafft hat. Lukas, der jüngere Bruder von Andreas Döbeli, zeigte bei seinem Comeback nach längerer Verletzungspause einen starken und überzeugenden Auftritt und belegte in der Schlussrangliste Platz drei. Joel Strebel kam auf Rang zwei, Andreas Döbeli auf Rang 5a und Patrick Räbmatter auf Rang 7b. Nick Alpiger, der Nordwestschweizer Teamleader, ist wegen einem Abriss des rechten Aussenbandes derzeit rekonvaleszent. Seine Rückkehr auf die Schwingplätze wird im späteren Frühling erwartet.

SWSV: Start in die Saison beim Regionalschwingfest Overnay

Wie eingangs erwähnt, starten die Südwestschweizer an diesem Sonntag am Regionalschwingfest Chavornay in die Saison. Beim Hallenschwinget im Waadtland steigen mit Lario Kramer, Steve Duplan und Alex Schuler drei Eidgenossen in die Schwinghosen. Im gut 50-köpfigen Teilnehmerfeld sind auch Gästeschwinger vom Schwingklub Einsiedeln: Nebst Alex Schuler findet man auch seinen Cousin Philipp Schuler und Roland Kälin unter den Spitzenpaarungen. Nebst den beiden Südwestschweizer Eidgenossen sind Stéphane Haenni, Dorian Kramer, Marc Gottofrey und Mickael Matthey am Start.

Unlängst waren beim Hallenschwinget Oberdiessbach Gastschwinger vom Waadtländer Kantonalverband mit dabei. Gelinde gesagt war deren Abschneiden mässig. Als Bestklassierter landete Mickael Matthey auf Rang 8c. Eidgenosse Steve Duplan konnte sich nur zwei Siege gutschreiben lassen und fand sich am Ende auf Rang 12a.