Unser Bundesrat war auch schon lustiger

Ab und zu werde ich darauf hingewiesen, dass ich doch in meinem Blog (fast) nicht nur noch über den Schwingsport berichten soll. Solche Anregungen nehme ich natürlich zur Kenntnis, und ich muss den Bedenkenträgern ein Stück weit Recht geben. Deshalb habe ich vor einiger Zeit auf Facebook ja zwei Seiten eröffnet: Den „Schwinger-Blog“ und den „Musik-Blog“. Dort poste ich ab und zu bis regelmässig thematisch separate Beiträge, verlinke aber auch feldwaldwiesenblog-Beiträge zum Schwingen oder der Musik.

Der feldwaldwiesenblog soll auch Platz für andere Themen haben. Ich denke, einige würden es gerne sehen, wenn ich wieder mal Jogging-Gedanken veröffentlichen würde. Oder zwischendurch gewisse Dinge mit spitzer Zunge kommentieren oder durch den feldwaldwiesenblog-Humor ziehen würde.

Ich kann alle beruhigen: Schwing- und Musik-Beiträge werden weiterhin veröffentlicht. Zudem aber auch wieder vermehrt „Jogging-Gedanken“, denn ich bin wieder am Trainieren („Kampf dem Winterspeck“). Weiter auch Spitzzüngiges und Humorvolles.
Heute folgt just grad ein Beitrag zum Thema Humor.

trump
Der irre Donald Trump
Bildquelle: inthesetimes.com

Scheisse nein, über diesen amerikanischen Frisur-Affen werde ich heute nicht berichten. Das ist im Fall nicht mehr komisch, mit diesem Trump. Da wird einem nach den letzten Vorwahl-Ergebnissen angst und bange. USA, wohin steuerst du? Zum Abgrund oder gar darüber hinaus?

Nein, nein, wir bleiben in heimischen Gefilden. Unser Schweizer-Biotop bietet schon genug Humorvolles. Oder etwa nicht?


Quelle: YouTube

Darf oder muss ein Bundespräsident bei seiner Rede zum „Tag der Kranken“ nicht ein freundlicheres Gesicht machen und ab und zu lächeln? Wie Ernst BR Schneider-Ammann in die Kamera guckt. Da wird man ja gleich selber krank…

Die Franzosen und die Amis hingegen fanden es in verschiedenen Talk-Shows zum Schiessen komisch. Ich aber finde: Unser Bundesrat war auch schon lustiger. Deshalb hier ein erstes Beispiel, wie ein eidgenössischer Magistrat auch sein bestes Lachen auspackte.


Quelle: YouTube

Unvergessen ist der Lachanfall anno 2010 von BR Hansrudolf Merz! Das Wort „Bündnerfleisch“ hatte es in sich, und wollte ihm nicht „beschwerdefrei“ über die Lippen. Ach, wie war doch da die Welt noch in Ordnung. Im Vergleich dazu gibt beim obigen Filmchen der Johann ein Bild ab, als hielte er eine Grabesrede. Dem Mann war beim Ablesen vom Teleprompter alles andere als zum Lachen zu Mute. Was da vorher wohl geschehen sein mag?


Quelle: YouTube

Selbst die immer noch aktive Bundesrätin Doris Leuthard konnte ebenfalls 2010 bei einer parlamentarischen Anfrage ob „Gymkhana, Ponys und Kleinpferden“ herzhaft lachen.
Ist in der Zwischenzeit so viel vorgefallen, dass ein Bundesrat bei einer Rede so traurig drein guckt, als ob er jeden Moment in Tränen ausbrechen würde?

Jein. Die Welt ist heutzutage weder schlechter noch besser. Trotzdem hat man manchmal das Gefühl, die weltpolitische Lage sei um einiges ernster als noch vor sechs Jahren. Stichworte wie „Europäische Flüchtlingspolitik“, „Syrien-Krieg“ und „Trumpo-Manie in den USA“ bringen einen manchmal schon ins Grübeln. In diesem Zusammenhang ist die todernste Rede von Schneider-Ammann schon ein wenig begreiflich. Oder war er einfach nur schlecht beraten und sein Französisch ist hundsmiserabel?

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Mittwoch. Und vergesst den Humor und das Lachen nicht. Beides ist wichtig für unser Wohlbefinden und darf getrost als Lebenselixier bezeichnet werden.

feldwaldwiesenblogger

Wie weiter in der Syrien-, Flüchtlings- und Terror-Problematik?

Syrien_Zerstörung
Bildquelle: welt.de

Am 30. August 2013 verfasste ich diesen Blogbeitrag: Gedanken zum Krieg und Elend in Syrien. Dabei schilderte ich meine Gedanken zum Syrien-Krieg und brachte sie in meinen Blog. Heute, fast zweieinhalb Jahre später, ist viel geschehen. Einerseits überraschen mich die Klickzahlen, die dieser Beitrag ausgelöst hat. Nämlich viele, ein positiver Punkt. Das ist dann aber schon das einzig Positive daran. Der Rest ist eine Ansammlung von negativen Geschichten, angefangen vom brutalen Krieg bis zu den jüngst verübten Terroranschlägen in Paris.

Wie weiter? Wenn das jemand wüsste oder allenfalls ein Rezept hätte, dieser jemand bekäme auf der Stelle den Friedensnobelpreis. Die Negativ-Spirale hat sich so derart in die falsche Richtung bewegt, dass man das Gefühl hat, es gäbe (fast) keinen Ausweg mehr.

Unsereins liest Zeitung, schaut fern und versucht sich so gut wie möglich zu informieren. Da mischen aber mittlerweile so viele Parteien mit, dass man den Überblick verloren hat. Kommt hinzu, dass die ganze Krise nun nach Europa gekommen ist. Die Flüchtlingsströme überfluten die EU und zunehmend die Schweiz. Einhergehend hat der Terror Einzug gehalten. Paris ist schon wieder ge- und betroffen. Zunehmend nimmt dort die Furcht und Angst vor weiteren Anschlägen Besitz von der Bevölkerung. Belgien, respektive Brüssel, hat seit Tagen die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Was lief da alles falsch? Sind die Antworten in den Zeitungen und Magazinen immer so einfach? Ist es die grosse Zahl an Ausländern, die nicht mehr integrierbar sind? Die mehr und mehr ihrem Schicksal in den Banlieue und Vorstädten überlassen werden, sich radikalisieren und nun zuschlagen?

Wie sieht es in Deutschland aus? Muss sich Angela Merkel noch wärmer anziehen wegen ihren September-Tagen der offenen Türen in Deutschland? Wird sie, wie die WELTWOCHE vermutet, noch vor den Festtagen abgelöst? Ist der Graben in der grossen Koalition und in ihrem eigenen Lager inzwischen so gross, dass sich in unserem nördlichen Nachbarn nicht mehr überwindbare Probleme zu einer Regierungskrise auswachsen?

Und die Schweiz? Wie steht die da? Sollen Soldaten den hoffnungslos überforderten Grenzwächtern zu Hilfe eilen um unsere Grenzen noch besser zu schützen? Können wir noch mehr Flüchtlinge aufnehmen? Oder holen wir uns auch die „französischen“ Probleme ins Land? Hat die SVP auf dies alles geeignete Antworten? Oder kümmert sie sich nach dem überwältigenden Wahlsieg im Nationalrat nur noch um die bevorstehende Bundesratswahl? Die, gelinde gesagt, im Vorfeld als abgekartete Sache wahrgenommen wird.

Fragen über Fragen. Eines ist jedoch klar: Der brutale Krieg in Syrien, der einfach keine Ende zu nehmen scheint, wird von Tag zu Tag hoffnungsloser. Kein Wunder, verlassen die noch verbliebenen Einwohner auf schnellstem Weg das Land. Viel besser wird es für diese Menschen dann meist auch nicht. Irgendwo in einem Flüchtlingscamp in der Türkei gestrandet, versuchen diese der Tristesse zu entfliehen.

Die Türken respektive deren Präsidenten-Diktator Recep Tayyip Erdoğan hat die EU in der Hand. Wenn diese seine Politik, beispielsweise die brutale Unterdrückung der Kurden, nicht schlucken, öffnet er die Grenzen. Was dann passiert, haben wir spätestens seit dem Frühherbst zur Genüge im TV gesehen. Nicht mehr endende Flüchtlingstrecks, die via die Balkanroute vor allem nach Deutschland wollen.

terroristen_focus
Bildquelle: stefan-niggemeier.de

Wie wir aber nun wissen, gelangten bei diesen Flüchtlingsströmen mit grösster Wahrscheinlichkeit auch radikale IS-Terroristen nach Frankreich. Man will sich gar nicht ausmalen, was da noch alles auf uns zukommen wird. Die jüngsten Beispiele, die Absage des Länderspieles Deutschland – Holland und die Terror-Angst in Belgien sowie weiten Teilen der Welt, belegen, dass eine unmittelbare Terrorgefahr latent vorhanden ist. Ob sich diese Gefahr noch stärker manifestieren wird, bleibt abzuwarten.

Deshalb sei nochmals die Frage erlaubt: Wie weiter? Ich meine, Weltwoche-Chef Roger Köppel hat Woche für Woche einen Plan oder eine Vision, wie man was – wo umsetzen soll. Woher hat der Neo-SVP-Nationalrat diesen Durchblick? Meines Erachtens ist die ganze Problematik so dermassen vertrackt, dass nur punktuell und Schritt für Schritt Krisenherde gelöscht werden können. Ich erwähne bewusst das Wort „Krisenherde“ in der Mehrzahl. Denn es sind viele!

Aber Köppel hat auf alles eine Antwort. Ich nicht. Viele Fragen brennen mir auf der Zunge und beschäftigen mich. Zugegeben, ich denke nicht immer daran und zerstreue mich auch mit meinen beiden Schwerpunkten „Schwingen“ und „Musik“. Dabei kann ich abschalten und auf andere Gedanken kommen. Trotzdem: Dieser Beitrag lag mir auf der Zunge, respektive in den Fingerspitzen. Gerade auch wegen der Aktualität und aber auch wegen den Klickzahlen. Scheinbar hat der Beitrag anno 2013 bewegt. Ich las ihn kürzlich wieder einmal aufmerksam durch. Irgendwie ist er immer noch aktuell. Klar, viele Dinge haben sich getan. Aber die Wurzel vielen menschlichen Leides dieser Tage liegt im Syrien-Krieg.

Assad, Putin und Obama
Bildquelle: welt.de

Was mich dabei auch erstaunt, ist die Politikergilde. Es wird viel geredet. Nägel mit Köpfen werden nur selten gemacht. Einer, der Nägel mit Köpfen machte, war der russische Präsident Putin. Er lässt sein Militär, aus welchen dunklen Motiven auch immer, in diesem Krieg mitmischen. Die Konsequenzen bekam Putin mit dem Anschlag auf ein russisches Passagierflugzeug schon zu spüren.

Frankreichs Präsident Hollande lässt nach den Anschlägen vor anderthalb Wochen noch heftigere Bombardements auf IS-Hochburgen fliegen. Irgendwie hat auch Monsieur Président Nägel mit Köpfen gemacht. Derweil sich die IS nicht beirren lässt und nicht nur im Niemandsland von Syrien und Irak sich einnistete, sondern auch in Europa. Und scheinbar auch noch an vielen anderen Orten.

Dieses Übel wird uns noch länger beschäftigen. Es wird uns, ohne ein grosser Prophet sein zu müssen, noch länger begleiten. Unser westliches Leben wird vermutlich ein Stück weit weniger frei sein.
Aber: Wie und wann diese im Titel erwähnten drei Problematiken einigermassen entschärft sein werden, weiss zurzeit niemand. Die Mächtigen werkeln wohl einfach weiter an der Weltordnung rum.
Und: Irgendwie geht es trotzdem weiter. Es fragt sich einfach, wie?

feldwaldwiesenblogger

Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Ständerats-Kandidat Thomas Büeler (JUSO)

Meinem heutigen Kandidaten-Check unterzieht sich Thomas Büeler von der JUSO. Büeler bewirbt sich wie sein Kollege Elias Studer nicht nur für den Ständerat. Beide sind auch auf der Jungsozialisten-Liste für den Nationalrat.
Einleitend zu seinen Antworten schrieb der Jungpolitiker: „Entschuldigen Sie die späte Einreichung der Antworten, der Universitätsbetrieb hat diese Woche wieder Fahrt aufgenommen. Ich danke für Ihr Verständnis.“ Selbstverständlich habe ich dafür Verständnis. Denn Beruf, oder in Thomas Büelers Fall das Studium, und die Kandidatur mit seinen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, dürfte manchmal ein kleines Kunststück darstellen.

Deshalb habe ich auch Verständnis für die anderen angeschriebenen Kandidaten, wenn sie keine Zeit für meine Fragen finden. Der JUSO-Kandidat ist für den Moment der letzte Politiker, dessen Antworten in meinem Email-Postfach landeten. Wer weiss, vielleicht findet der eine oder andere Politiker demnächst ein paar freie Minuten, um uns Schwyzern auch seine Positionen zu erklären.

Thomas Büeler, 1993 geboren, wohnt in Lachen SZ. Im Sommer 2012 nahm er das Maturitätszeugnis der ksa mit Schwerpunkt Musik entgegen. Nach der Erfüllung der Dienstpflicht in der Militärmusik-RS begann der begeisterte Schlagzeuger im Herbst 2013 mit einem Studium in Geschichte und Germanistik an der Universität Zürich. Er befindet sich derzeit im fünften Semester.
Büeler ist seit 2013 Mitglied in der JUSO beziehungsweise SP, seit 2013 Mitglied im Vorstand der SP Lachen-Altendorf und seit 2015 Co-Präsident der SP Lachen-Altendorf sowie Vorstandsmitglied der JUSO Kanton Schwyz. Weiter ist der umtriebige Mann ein leidenschaftlicher Fussball-Fan und Mitglied in diversen Vereinen, Bands und Formationen.

thomas büeler
Bildquelle: thomasbueeler.ch

Warum soll das Schwyzer Volk Sie zum Ständerat wählen?
Ich bin ein vielseitiger Mensch, gut in Vereinen und in der Bevölkerung verankert und vertrete einen Teil der Mehrheit, die zurzeit mit der SVP- Doppelvertretung kein Gehör im Stöckli findet.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Ich kämpfe gegen die Steuerdumpingpolitik, den Rassismus gegenüber Flüchtlingen und die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen infolge der Frankenstärke. Ich setze mich für eine gesunde progressive Steuerpolitik, Solidarität gegenüber Menschen in Not und günstige Wohnungen ein.

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer Wahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Klar bei den Finanzen. Die bürgerliche Mehrheit muss endlich erkennen (und hat teilweise schon erkannt!), dass wir den Hebel auf der Einnahmen- und nicht der Ausgabenseite ansetzen müssen. Beispiele sind die Abschaffung der Pauschalbesteuerung, die Abschaffung von Privilegien bei der Dividendensteuer oder die Einführung einer Erbschaftssteuer.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Ich denke, dass transnationale Zusammenarbeit das einzig mögliche Zukunftsszenario für ein friedliches Europa, in dem Probleme gemeinsam gelöst werden, darstellt. Egal, um welchen Kanton es nun geht.

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Ich finde es schön, dass in ihrer Frage nicht schon das Wort «Flüchtlingswelle» oder «-krise» vorkommt, was eine Überforderung suggeriert. In den Schweizer Bundeszentren für Asylanten und Asylantinnen herrscht weder Asylchaos, noch Ferienstimmung, wie Doris Fiala kürzlich auf Facebook nach einem Besuch kundtat. Ich denke, die Schweiz geht richtig mit der Situation um, und sollte als Vorbild für unsere Nachbarn fungieren. Jedoch könnte noch mehr geschehen, zum Beispiel die direkte Aufnahme von einem Kontingent von Flüchtlingen aus Syrien als Sofortmassnahme. Auf jeden Fall dürfen nicht die rechtskonservativen Lager überhand gewinnen, welche die Grenzen dicht machen wollen. Was dann passieren würde, wissen wir wohl alle…

Thomas Büeler ist zwar erst 22-jährig. Trotzdem wagt er es, für den Ständerat und den Nationalrat zu kandidieren. Der junge Mann setzt sich vor allem für vier Schwerpunkte ein: Eine solidarische Flüchtlingspolitik, Schutz der Arbeitnehmenden, mehr Transparenz in der Politik und Schluss mit Sparpaketen.
Mein Dank geht an Thomas Büeler für seine interessanten Ausführungen. Ich wünsche ihm alles Gute für den weiteren Wahlkampf.

feldwaldwiesenblogger

Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Nationalrats-Kandidatin Petra Gössi (FDP)

FDP-Frau Petra Gössi schickte mir kürzlich auch Ihre Antworten zu meinem „Fünf Fragen-Katalog“. In Ihrer Email schrieb sie: „Vielen Dank für Ihre Fragen und dass Sie mir die Möglichkeit zur Äusserung geben.“ Ich antwortete ihr: „Gerne gebe ich unseren Politiker, welche unseren Kanton vertreten (oder vertreten wollen) die Möglichkeit, sich zu äussern.“

Nationalrätin Petra Gössi ist eine der vier amtierenden Schwyzer Nationalräte, und von Beruf Juristin. Sie hat Jahrgang 1976, wohnt in Küssnacht SZ und verrät auf ihrer Homepage: „Sport ist meine Freizeit-Freiheit.“
Gössi ist seit 2006 Mitglied der kantonalen Geschäftsleitung der FDP vom Kanton Schwyz und seit 2012 Parteipräsidentin. Von 2004 bis 2011 sass sie für die Liberalen im Schwyzer Kantonsrat und war von 2008 bis 2011 deren Fraktionschefin. Seit 2011 vertritt die Küssnachterin den Kanton Schwyz im Nationalrat.

„Politik ist Leidenschaft“ schreibt die Vollblutpolitikerin auf ihrer Website. Ob eine Frau mehr Leidenschaft in die Politik bringt als ein Mann entzieht sich meiner Kenntnis. Dass Frauen ganz allgemein eine andere Sichtweise in vielen Bereichen des Lebens mit sich bringen ist einfach naturbedingt. Auch in der Politik, wo sie vielfach gewisse Aspekte anders sehen als ihre männlichen Kollegen.

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Bildquelle: Petra Gössi (Roger Bürgler)

Warum soll das Schwyzer Volk Sie wieder zur Nationalrätin wählen?
Weil ich mich mit Freude für eine liberale Schweiz und einen lebenswerten Kanton Schwyz einsetze. Mir sind Werte wie Freiheit, Eigenverantwortung, soziale Verantwortung des Individuums und unsere Traditionen wichtig. Zudem habe ich in der ersten Legislatur Erfahrung und ein Netzwerk aufbauen können, das ich nur gewinnbringend einsetzen kann, wenn mir das Volk das Vertrauen für eine zweite Legislatur schenkt.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Kurz zusammengefasst setze ich mich für einen fairen Nationalen Finanzausgleich (NFA), für sichere Arbeitsplätze, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für eine transparente Verkehrsfinanzierung und für weniger Staat ein.

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer möglichen Wiederwahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Bei der Regelung des NFA und damit zusammenhängend bei der Unternehmenssteuerreform III. Das aktuelle Referendum, das gegen die Beitragshöhe im NFA läuft, schwächt die Position des Kantons Schwyz, weil es nicht gewonnen werden kann. Ich setze mich dafür ein, dass weitreichendere Massnahmen vor dem nächsten Wirksamkeitsbericht diskutiert werden, und dass die Änderungen, die aufgrund der Unternehmenssteuerreform III auf uns zukommen werden, für unseren Kanton nicht nachteilig sind.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Wenn wir wollen, dass unsere Wirtschaft wachsen kann, brauchen wir den Austausch mit den umliegenden Ländern und Regionen, vor allem mit Bayern, Baden-Württemberg und der Po-Ebene. Die EU ist für die Schweiz der wichtigste Exportpartner. Wenn wir uns wirtschaftlich nur auf die Schweiz konzentrieren müssten, würden wir unseren Wohlstand sehr schnell verlieren. Als politisches Gebilde ist die EU aber viel zu zentralistisch und staatsgläubig aufgestellt. Die EU verunmöglicht, dass politische Entscheide vor Ort auf der tiefsten Staatsebene gefällt werden. Damit verlieren die Entscheide aus Brüssel an Volksnähe, sie werden stark bürokratisch und sie sind sehr oft rein machtgetrieben. Das hat nichts mit der Konsenspolitik gemeinsam, die wir in der Schweiz kennen.

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Der Flüchtlingsstrom, den wir aktuell erleben, ist eine humanitäre Katastrophe, der weder mit einer Willkommenspolitik noch mit einer totalen Abschottung beigekommen werden kann. Die Lasten, die auf uns zukommen, werden sehr hoch sein, weil aufgenommene Personen integriert werden müssen. Deshalb ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Kontrollen und Verfahren schnell und gründlich durchgeführt werden und dass diejenigen Personen, die keinen Anspruch auf Asylstatus haben (z.B. Wirtschaftsflüchtlinge), sofort ausgewiesen werden.

Zu den vielen männlichen Kandidaten stellt Petra Gössi einen schönen Kontrast dar. Nebst der Jugend haben selbstverständlich auch die Frauen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Die Juristin glaubt an die Fähigkeit jedes einzelnen Menschen und sieht den Staat nur als Organisator für die Aufgaben, welche wir alleine nicht lösen können.
Vielen Dank an die Adresse von Petra Gössi für die interessanten Aussagen, welcher ich alles Gute bei ihrem weiteren Wahlkampf wünsche.

feldwaldwiesenblogger

Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Ständerats-Kandidat Albert Knobel (parteilos)

Heute präsentiere ich die Antworten von Albert Knobel, dem parteilosen Ständeratskandidaten aus dem Bezirk March. Einleitend zu seinen Antworten schrieb der Ausserschwyzer: „Besten Dank für die Anfrage und die zur Verfügung-Stellung einer neutralen Plattform für unsere freien, demokratischen Schwyzer Wähler.“
Die Kandidatur Knobel‘s stellt ein richtiger Kontrastpunkt zu denjenigen der bestehenden Parteien dar. Dazu schreibt er auf seiner Homepage: „Albert Knobel, parteifrei – DIE Alternative zu den System-Politikern.“

Albert Knobel wird im November 65 Jahre alt und wohnt in Altendorf SZ. Der sportliche Mann hat zwei Kinder sowie zwei Enkelkinder, und lebt seit acht Jahren in einer Partnerschaft. Der gelernte Tiefbauzeichner führte während 31 Jahren ein eigenes Velogeschäft an seinem Wohnort und arbeitet heute als Mountainbike-Guide und Sport-Animateur.
Der politisch sehr interessierte Bald-Rentner war Mitglied der Baukommission in der Gemeinde Altendorf, und wirkt aktuell in der vom Gemeinderat einberufenen Parkkommission mit.

Nach eigenen Angaben kümmert sich Knobel intensiv um die Schwyzer Bürger. Mit seinem Wahlmobil befindet er sich zurzeit auf der TOUR DE SCHWYZ, und ist regelmässig irgendwo im Kanton unterwegs.
Viele Sorgen der Bürger sind dem Altendorfer bekannt. Die Begegnungen mit ihnen bestärken und stärken ihn für seine überraschende Kandidatur.

Albert Knobel
Bildquelle: ch.linkedin.com

Warum soll das Schwyzer Volk Sie zum Ständerat wählen?
Weil es dringend einen Wechsel braucht: Von der Machtpolitik zur Sachpolitik, und von der amtlichen Scheinheiligkeit zur Wahrheit. Ich habe mit Jahrgang 1950 die nötige Portion Lebenserfahrung und Unabhängigkeit. Weil ich keiner Partei oder Lobby verpflichtet bin, kann ich meinem Gewissen und dem Vertrauensanspruch der Wähler gemäss handeln. Ich trete an, um die vielen verdeckten Abhängigkeiten und die unnötig erschwerten Abläufe aufzudecken und zu korrigieren.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Es geht mir nicht um isolierte Wahlkampfthemen, sondern um die Anwendung unserer Gesetze und Verfassung in allen Bereichen. Im heutigen Polit-Business ist diese Ordnung im freien Fall. Ich engagiere mich seit vielen Jahren gegen juristische Begriffsverdrehungen, Verfahrenstricks und Hinterzimmer-Übereinkünfte, die gegen das Interesse der Öffentlichkeit gerichtet sind. Ich setze mich dafür ein, dass unrechtmässiges Handeln nicht dank ‚politischer Immunität‘ weiterhin geschützt wird und dass der Amtseid streng verbindlich einzuhalten ist.

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer Wahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Der Selbstbestimmung unseres Kantons und unserer Gemeinden geht es immer mehr an den Kragen. Man versucht mit aller Macht, Abstimmungen mit ‚modern‘ genannten Methoden zu verdrängen, auszuhebeln oder gar nicht mehr zuzulassen. Zentralistisches Daumen-nach-oben-oder-unten wird über die Entscheidungen der örtlichen Bevölkerung gestellt. Ich werde überall dort den Hebel ansetzen, wo diese neoliberale Vermarktung des Politischen grassiert: Bei der Bildung, den internationalen Wirtschaftsverträgen, der Franken-Bindung an andere Währungen, der Grenzsicherung, der Sicherung der Sozialwerke etc.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Eine Katze im Sack. Wenn man den Medien glauben will, schnurrt sie zwar noch, aber effektiv kratzt sie schon äusserst schmerzhaft. Die EU steht direkt vor dem Zerfall. Als ferngesteuertes Konstrukt geht sie nun an ihren vielen totalitären Ansprüchen, Fehlleistungen und Widersprüchen zugrunde, mit denen sie auch uns in den Schlamassel hineingezogen hat. Die EU respektiert ihre eigenen Normen nicht. Sie wurde in völkerrechtswidrige Angriffskriege und in die Zwangsübernahme von selbstmörderischen Wirtschaftsverträgen (TTIP etc.) verwickelt. Und die EU-Kommission verlacht unsere direkt-demokratische, rechtsstaatliche Ordnung. Ich bin froh, wenn die Nationalstaaten Europas ihre Würde und Selbstbestimmung wieder zurückerlangen. Für die Schweiz und für unseren Kanton ist dieser Prozess entscheidend wichtig.

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Sorgen sind durchaus berechtigt. Flüchtlingsströme entstehen nicht ungeplant. Sie sind die Folge militärisch-strategischer Attacken, die funktionierende Zivilisationen schrittweise zerstören wollen – nicht nur in den Herkunftsländern, sondern auch bei uns. Eine Strategie der verbrannten Erde, die gezielt auch Europa ins Chaos stürzen will, um es dann als Aufmarsch-Gebiet für Angriffskriege Richtung Osten missbrauchen zu können.
Wir müssen dringend an vernünftigen, auch langfristig menschengerechten Lösungen arbeiten. Am sinnvollsten ist der Aufbau von sehr gut strukturierten, streng gesicherten Flüchtlingscamps für Asylanten und Immigranten. Dort müssen sie – unterstützt von ihren eigenen und unseren Leuten – auf eine zukunftsträchtige, erfolgreiche, geordnete Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet werden. Echte Integration kann in der kleinen Schweiz angesichts der riesigen Zahl von Menschen nicht bewältigt werden. Aufbauhilfe in den Herkunftsländern und Hilfe zur Selbsthilfe aber schon.

Der besorgte Ständerats-Kandidat möchte etwas gegen „die kranken Abläufe“ in unserem Land unternehmen. Ihm passt nicht, dass Gesetze missachtet und verbindliche Abläufe unterwandert werden. Er möchte, dass die Bewohner vom Kanton Schwyz wirklich bestimmen, was gilt.
Ich bedanke mich bei Albert Knobel für seine interessanten Statements und wünsche ihm alles Gute für den weiteren Wahlkampf.

feldwaldwiesenblogger

Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Nationalrats-Kandidat Andy Tschümperlin (SP)

Nationalrat Andy Tschümperlin (SP) ist der zweite Kandidat, welchen ich auf Herz und Nieren respektive auf seine politische Gesinnung prüfen durfte.
Der 53-jährige Tschümperlin ist einer der vier amtierenden Schwyzer Nationalräte und von Beruf Politiker. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Rickenbach SZ.
Andy Tschümperlin sass von Juni 1996 bis April 2007 im Schwyzer Kantonsrat. Seit der Sommersession 2007 vertritt er den Kanton Schwyz im Nationalrat.
Der gelernte Primar- und Reallehrer war von Januar 2000 bis Juni 2003 Präsident der SP-Fraktion vom Kanton Schwyz, ist aktuell Sektionspräsident der SP Gemeinde Schwyz und seit 2012 SP-Fraktionschef im Bundeshaus.

Für den Kanton Schwyz ist es eigentlich ein Glücksfall, dass jeder der vier Nationalräte einer anderen Partei angehört. Für einen relativ kleinen Kanton wie Schwyz ist meines Erachtens politische Ausgewogenheit wichtig. So sind die SVP, die CVP, die FDP und die SP vertreten. Unter den Nationalrats-Kandidaten sind übrigens alle Bisherigen: Nebst Andy Tschümperlin auch Pirmin Schwander (SVP), Alois Gmür (CVP) und Petra Gössi (FDP).
Ob sich diese vier am 18. Oktober wieder durchsetzen können, wird sich zeigen. Ich vermute aber, dass sie gute Chancen besitzen, zumal die politische Erfahrung bestimmt auch eine Rolle spielen wird.

8.Dez.2011; Portrait Nationalrat Tschuemperlin Andy, SP-SZ. (Monika Flueckiger/freshfocus)
Bildquelle: parlament.ch

Warum soll das Schwyzer Volk Sie wieder zum Nationalrat wählen?
In unserer direkten Demokratie braucht es unterschiedliche Kräfte, damit gute Lösungen getroffen werden können. Ich vertrete die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gute Löhne, sichere Renten und tragbare Krankenkassenprämien müssen in der politischen Arbeit in Bern erkämpft werden. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Altersvorsorge: Die massvolle Erhöhung der AHV-Renten um 10 Prozent gewährleistet ein Alter in Würde für alle.
Löhne: Die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau ist in unserer Bundesverfassung seit über 30 Jahren verankert. Immer noch verdienen Frauen rund 700 Franken weniger bei gleichwertiger Arbeit. Lohngleichheit mit verbindlichen Vorgaben und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträgen durchsetzen.
Gesundheit: Die Krankenkassenprämien dürfen höchstens 10 Prozent des Haushaltseinkommens ausmachen.

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer möglichen Wiederwahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Der Kanton Schwyz verliert Arbeitsplätze in der Industrie. Die RUAG will 120 Arbeitsplätze von Brunnen in den Hotspot Zürich verlegen. Der Bund besitzt die Aktien der RUAG. Ich setze mich voll dafür ein, dass diese Arbeitsplätze im Kanton Schwyz bleiben.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Die Schweiz exportiert 55 Prozent der Waren, die wir in unserem Land herstellen, in die EU. Aus der EU importieren wir lediglich 8 Prozent. Als offenes Land hat die Schweiz in den letzten Jahrzehnten erfolgreich mit der EU zusammengearbeitet. Wollen wir das wirklich aufs Spiel setzen?

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Sorgen müssen wir uns über die unsäglichen Konflikte machen, die zurzeit über 60 Millionen Menschen zur Flucht treiben. Die Schweiz hat eine humanitäre Tradition. Der Sitz der UNO und das Rote Kreuz haben ihren Sitz in der Schweiz. Hier müssen wir ansetzen mit Friedenskonferenzen und humanitärer Hilfe.

Zu den bürgerlichen Vertretern stellt der Berufspolitiker ein Gegenpol dar. Ich freue mich auf jeden Fall, dass nebst einem SVP-Mann nun auch ein Vertreter der SP seine Sicht der Dinge auf die fünf Fragen darlegte.
Ich bedanke mich bei Andy Tschümperlin für die sehr interessanten Aussagen und wünsche ihm bei seinem weiteren Wahlkampf alles Gute.

feldwaldwiesenblogger

Wahlkampf im Kanton Schwyz – Kandidaten-Check: Ständerats-Kandidat Alex Kuprecht (SVP)

Am 18. Oktober wählt die Schweiz ein neues Parlament, der Ständerat und der Nationalrat werden neu besetzt. Zeit also, sich zum Wahlkampf weitere Gedanken zu machen. In einem Beitrag vom 23. Juli
widmete ich mich dem SVP-Nationalrats-Kandidaten Xaver Schuler („Made in Schwyz“ – Nachgefragt bei Xaver Schuler, einem Schwyzer SVP-Nationalratskandidaten).

Nun will ich weiteren Kandidaten auf den Zahn fühlen und bereitete deshalb fünf Fragen vor. Zu diesem Zweck schrieb ich alle acht Ständerats-Kandidaten vom Kanton Schwyz an: Alex Kuprecht (SVP), Peter Föhn (SVP), Bruno Beeler (CVP), Marco Casanova (CVP), Nathalie Henseler (parteilos), Elias Studer (JUSO), Thomas Büeler (JUSO) und Albert Knobel (parteilos).
Die beiden Schwyzer Sitze im Ständerat werden zurzeit von SVP-Männern gehalten: Alex Kuprecht und Peter Föhn. Für die Ständeratswahlen wurden fünf Listen eingereicht.

Im Gegensatz zum Ständerats-Wahlkampf konnte ich unmöglich alle 50 (!) Nationalrats-Kandidaten kontaktieren. Ich entschied mich deshalb zu einem gut schweizerischen Kompromiss und schickte die fünf Fragen den vier amtierenden Nationalräten, welche wieder antreten: Pirmin Schwander (SVP), Alois Gmür (CVP), Petra Gössi (FDP) und Andy Tschümperlin (SP). SVP, CVP, FDP und SP teilen sich also die vier Schwyzer Sitze.
Für die vier Schwyzer Nationalratssitze bewerben sich insgesamt 50 Männer und Frauen auf 13 Listen.

Der erste Kandidat, welcher meinen ‚Fünf Fragen-Katalog‘ beantwortete, war Alex Kuprecht. Der 57-jährige ist Relation Manager, wohnt in Pfäffikon SZ und sitzt seit 2003 für die SVP Schwyz im Ständerat. Davor war er seit 1990 in der Schwyzer Kantonspolitik aktiv. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

8.Dez.2011; Portrait Staenderat Kuprecht Alex, SVP-SZ. (Monika Flueckiger/freshfocus)
Bildquelle: parlament.ch

Warum soll das Schwyzer Volk Sie zum Ständerat wählen?
Das Wirken im Ständerat erfordert ein nicht zu unterschätzendes Mass an politischer Erfahrung, sitzen in diesem Rat doch einige ehemalige und erfahrene Regierungsräte und Politiker mit langjähriger politischer Erfahrung. Diese Erfahrung habe ich mir in zwölf Jahren Kantonsrat, einem Jahr als Kantonsratspräsident und zwölf Jahren Mitgliedschaft im Ständerat erworben und gibt mir auch eine gewisse Sicherheit in den Kommissionen und im Rat mitwirken, mitreden und mitentscheiden zu können.

Mit welchen Wahlkampf-Themen machen Sie auf sich aufmerksam?
Ich habe mir kein spezielles Wahlkampfthema zurechtgelegt. Vielmehr prägen mich die aktuellen Themen meiner Kommissionstätigkeit während des ganzen Wahlkampfes. Dazu gehören die Reform der Armee, die Behandlung des neuen Nachrichtendienstgesetzes (bei beiden als Kommissionspräsident) sowie die Reform der Altersvorsorge 2020 (Kommissionsmitglied).

Wo orten Sie im Kanton Schwyz Probleme/Handlungsbedarf, wo Sie nach Ihrer Wahl sofort den Hebel ansetzen würden?
Der NFA (Nationaler Finanzausgleich) mit all seinen Facetten gehört zweifelsohne zu den Hauptproblemen unseres Kantons. Die Kantonsfinanzen sind wieder ins Lot zu bringen. Einsparungen werden wohl immer schwieriger sein und eine geschickte Anpassung der Einnahmenseite erscheint unumgänglich zu sein.

Ist die EU für den Kanton Schwyz eher Segen oder eher Fluch?
Weder noch. Wir können froh sein, dass wir nicht Mitglied sind.

Müssen wir Schwyzer uns wegen der aktuellen europäischen Flüchtlingssituation Sorgen machen?
Bis jetzt brauchen wir uns noch keine Sorgen zu machen. Es kann jedoch durchaus passieren, dass wir schon in absehbarer Zeit mit mehr Unterbringungsverpflichtungen rechnen müssen. Die Gemeinden werden dann noch mehr gefordert sein. Es ist zu befürchten, dass die jetzt noch nach Deutschland wandernden Flüchtlinge und Migranten irgendeinmal wieder nach Süden über die Süddeutsche Grenze in die Schweiz gelangen werden. Solche Szenarien müssen schon heute vorbereitet sein, damit man dafür zeitgerecht gewappnet ist.

Ich hoffe, Alex Kuprecht tun es die anderen Angeschriebenen gleich, und beantworten mir in nächster Zeit ebenfalls meine Fragen. So quasi als kleiner Beitrag zur Meinungsbildung, um für mich und die stimmberechtigten Schwyzer Bürger die richtigen Personen auswählen zu können. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf weitere Antworten, bedanke mich herzlich bei Alex Kuprecht und wünsche ihm alles Gute für den weiteren Wahlkampf.

feldwaldwiesenblogger