Der Werdegang einer sonderbaren Email über einen 360°-Unterwasserfilm

Vor einiger Zeit erhielt ich eine etwas sonderbare Email von einer Dame.
Ich las sie mehrmals durch, und wurde darob nicht so richtig schlau. Es ging darum, mir einen Input für meinen Blog zu geben. Es ging weiter um einen 360°-Unterwasserfilm, den ihre Firma für Victorinox produzierte. Einen Werbefilm für Parfums, welche die Ibächler Firma Victorinox vertreibt.

Da dachte ich mir, nun ist aber gut. Ich bin absolut nicht bereit, meinen Blog für irgendeine Werbekampagne einspannen zu lassen. Ich liess die Email ruhen, und genoss stattdessen die Samnauner Bergsonne.

Als ich wieder zuhause war, kam mir die besagte Email wieder in die Finger. Ich wurde trotzdem etwas neugierig, und landete bald auf der Homepage der Werbefirma. Zwei Dinge erregten meine Aufmerksamkeit: Erstens die Art und Weise, wie heutzutage geworben wird. Nämlich mehr und mehr übers und im Internet. Zweitens entdeckte ich die Dame, die Adressatin der sonderbaren Email: eine attraktive, junge Frau.

Was nun den Ausschlag gab, ihr zu antworten, weiss ich nicht mehr (oder behalte ich für mich). Jedenfalls erkundigte ich mich bei ihr, wie sie auf meinen Blog kam und dass ich mich auf keine Verpflichtungen einlassen möchte. Sie schrieb mir zurück, dass es keinerlei Verpflichtungen gebe, und dass mein Blog diesen schweizerisch-natürlichen Touch widerspiegelt, denn diese Victorinox-Düfte versprühen. Ups, dachte ich mir, so übertreiben muss diese junge Dame nun auch wieder nicht.

Jedenfalls war der Film nun fertig gestellt, und auf die entsprechende Victorinox-Homepage implementiert worden. Man kann diesen 360°-Film also nun bestaunen. Im Mittelpunkt steht dabei der Cauma-See bei Flims (GR), wo man interaktiv über und unter dem Wasser rumnavigieren kann. Ziel ist es, auf die Insel des Cauma-See’s zu gelangen, wo man sich oder anderen eine Karte versenden kann. Nicht eine interaktive, eine echte Postkarte mit einem Parfum-Flakon integriert. Ich erhielt nämlich von ihr auch so eine „Karte“, und rieche seither nach, ja nach was denn schon wieder? Ich glaube, ich rieche nach Cauma-See.

Eigentlich eine ganz coole Sache. Nur: Ich werbe für kein Produkt und will unbedingt unabhängig bleiben.

Wieso ich trotzdem diesen Beitrag verfasst habe? Nun, ich sehe ihn als eine Art Erlebnisbericht und staunte auch über die neuen Werbekanäle und Mittel. Es ist mir aber auch bewusst, dass gewisse Leser sich ins Fäustchen lachen und meinen: Der feldwaldwiesenblogger ist auch nur ein Mann und ist dem Charme einer Frau erlegen. Was solls? Spass hat mir das Ganze jedenfalls bereitet.

Hier noch das Cauma-See-Filmchen. Er ist übrigens nichts für „Gfrörli“: Der Film wurde nämlich bei einer Seetemperatur von etwa 6 Grad Celsius gedreht. Uuaahh!

feldwaldwiesenblogger

Nachgefragt bei der „OccupyParadeplatz“-Bewegung

Man hört, liest und sieht in letzter Zeit doch einiges über die „OccupyParadeplatz“-Bewegung.
Vor Augen hat man vielleicht ein solches Bild von der Bewegung:

Oder auch ein solches:

Ich habe mir heute ein paar Gedanken über diese Bewegung gemacht. Ist sie eine ernsthafte Bewegung und/oder eine Bewegung mit Fasnachtscharakter? Meine Gedanken und Fragen habe ich in einer Email formuliert, und an die Bewegung gesendet. Ich hoffe auf Antwort.
Hier meine Email:

Hallo Aktivisten der „OccupyParadenplatz“-Bewegung

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht so recht, wie ich eure Bewegung finden soll. Grundsätzlich gesehen ist das ein hehres Ziel, welches ihr verfolgt: „Retten wir Menschen statt Banken!“ Das würde ich sofort auch unterschreiben.

Nur: Werdet ihr auch ernst genommen? Wird die Gesellschaft und die Politik auf eure Ideen eingehen? Werdet ihr nicht auch als Spinner und Fasnächtler angesehen?

Ich frage euch deshalb, ohne es ins Lächerliche zu ziehen: Was für eine Menschengruppe seid ihr? Habt ihr unbezahlten Urlaub genommen, und müsst für unbestimmte Zeit keinen Verpflichtungen nachkommen?

Ich würde mich gerne auch auf meine Weise für solche Ideen einsetzen. Ich habe aber nur noch 3 Ferientage in diesem Jahr, und muss auch sonst noch anderen Verpflichtungen nachkommen. Mir und auch sicher vielen Interessierten geht es genau so. Ich könnte also unmöglich für längere Zeit mich einer solchen Bewegung anschliessen.

Andererseits würde ich mich, wie oben erwähnt, auf meine Weise für solche Ideen einsetzen. Dies ist natürlich das Beobachten und in meinen Blog schreiben. Nur weiss ich im Moment zu wenig über diese Bewegung, die Ideen und Menschen dahinter. Ich bin überzeugt, dass es vielen so geht wie mir. Die ganze Bewegung entstand vermutlich im Internet, auf Facebook, Twitter, etc. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass solche Aktivitäten einem Nicht-Facebook-Anwender wie mir vorbeischleichen. Ich werde erst darauf merksam, wenn es erstens schon passiert und zweitens schon in den „normalen“ Medien nachlesbar ist.
Tja, so ist das halt heutzutage.

Was sicher positiv auffällt, ist die Tatsache, dass bis jetzt die ganze Bewegung ohne Gewalt auskam. Ich hoffe, es wird auch in Zukunft so bleiben.
Noch besser wäre natürlich, wenn die breite Bevölkerung auch in die Bewegung eingebunden werden könnte. Wenn ein Umdenken im grossen Stil ausgelöst werden könnte. Wenn die Welt ein bisschen besser werden würde.

Beste Grüsse
feldwaldwiesenblogger

iPhone 4S kaufen oder warten auf das „5er“?

Als allgemein Interessierter und iPhone 4G-Besitzer wollte ich bei einem Fachkundigen wissen, ob man denn dieses „4S“ nun wirklich haben sollte.
Ich fragte bei Herrn Renato Mitra, dem Betreiber des ApfelBlogs, nach:

Guten Tag Herr Mitra

Lohnt es sich überhaupt, das iPhone 4S zu kaufen, oder soll man lieber auf das iPhone 5 warten?
Ich besitze bereits schon das iPhone 4G, und frage mich nun, ob ich nicht gescheiter auf das „5er“ warte. Wissen Sie, wann dieses „5er“ rauskommen könnte?

Beste Grüsse, feldwaldwiesenblogger

Er gab mir relativ rasch per Email Antwort:

Hallo feldwaldwiesenblogger

Das kommt drauf an. Das iPhone 4S ist halt um einiges schneller als das 4er. Auch der Grafikprozessor wurde verbessert und ist nun 7mal so schnell wie bisher! Der Speicher ist grösser und die Kamera ist der Hammer. Wenn Du aber wenige Fotos machst, keine Videos in 1080p HD Qualität aufzeichnen möchtest und keine Apps am laufen hast, welche grosse Rechenleistung benötigen oder aufwändige Grafiken haben wie Fussball Spiele oder Real Racing, dann kannst Du glaubs ruhig beim 4er bleiben. Das iPhone 5 wird wohl im nächsten Jahr erscheinen. Wahrscheinlich auch wieder im Spätsommer oder gar Herbst.

Beste Grüsse, Renato Mitra

Nun gut: Mein Dilemma. Da ich halt doch relativ viele Bilder mit meinem iPhone schiesse, und hier in den Blog stelle, wäre ein Wechsel zu überlegen. Zudem benutze ich doch relativ häufig meine doch immer zahlreicher werdenden Apps. Mal schauen.


Usum Chäs-Chessi:

Gestern Abend war ich mit einem Kollegen wieder mal bei einem „Ländlerabig“ zu Gast. Thomas Marthaler spielte zusammen mit dem Ländlertrio Pascal di Marco im Restaurant Bernerhöhe (Goldau) auf. Thomas Marthaler, 82 Jahre jung, spielte mit seiner Klarinette und der Formation wunderschöne Tänze. Laut seinen Aussagen v.a. Titel von Kasi Geisser und einem gewissen Meier, welcher mir und meinem Kollegen kein Begriff war.
Marthaler ist mir aber seit längerem ein Begriff als ehemaliger Wegbegleiter von dem bereits verstorbenen „Örgeli-Professor“ Rees Gwerder. Gwerder spielte dereinst regelmässig im Restaurant Bernerhöhe auf. So hat sich also wieder mal ein Kreis geschlossen.

Die Qualität des mit dem iPhone 4G gemachten Fotos lässt leider zu wünschen übrig. Soll ich also doch das „4S“ kaufen?

feldwaldwiesenblogger

Nach Frankfurt-Trip: Email an Uli Hoeness

Nach meinem fasnächtlichen Bundesliga-Abstecher nach Frankfurt, zusammen mit drei Fussball-Verrückten, stand gestern trotz hiesiger Fasnacht wieder ein Arbeitstag an.
Hier ein kurzer Rückblick auf den Frankfurt-Trip.

Das Spiel Frankfurt gegen Kaiserslautern war nur etwas für Hartgesottene, eine sogenannte Nullnummer. Dafür gabs von Seiten der Lautern-Fans heftige Fan-Randale und die Eintracht-Fans verbrannten nach dem Spiel hinter ihrem Tor einen „Süügrind“. Ich frage mich ja bloss, wie die den reinschmuggeln konnten. Mein Rucksack wurde nämlich vor dem Spiel gründlich durchsucht, und darin hätte auch kein so schmuckes Teil Platz gehabt.

Beim Frankfurt-Reisli gab’s neben dem Bundesligaspiel weitere Highlights. Einerseits die Skyline von Frankfurt mit seinen Hochhäusern. Das Bild wurde auf dem Maintower geschossen.

Andererseits der Besuch bei Frau Reuscher, das persönliche Highlight des Schreibenden. Da es noch Winter ist, verschonte uns Frau Reuscher mit einer ihrer legendären Spritzattacken, schade. Trotzdem gefiel uns das „Trögli“ mit der netten Frau. Man fragte sich dabei, ob sich wohl auch schon andere Muotathaler an diesen Brunnen verirrt hatten.

Nach dem gestrigen Arbeitstag stand noch Jogging auf dem Programm und zur Überraschung des Schreibenden noch ein Konzert ins Z7. Ein Kollege rief mich an, ob ich ihn ans Sonata Arctica-Konzert begleiten würde. Ich kannte die Band nicht mal und sagte spontan zu. Sonata Arctica, eine finnische Power-Metal-Band, und die Vorgruppe Labyrinth aus Italien überzeugten mit glasklarem Sound, melodiösen Soundbögen und brachialen Power-Metal-Attacken. Alles in allem ein sehr gutes Konzert.

Heute Morgen beim Kaffee gab’s dann noch eine Erleuchtung: Uli Hoeness braucht von feldwaldwiesenblogger den entscheidenden Input bei der Trainersuche. Kurzerhand wurde ein Email verfasst und an den Bayern-Präsidenten verschickt (Email-Adresse von U. Hoeness der feldwaldwiesenblogger-Redaktion bekannt).

Geschätzter Uli Hoeness

So kann’s ja nicht weitergehen. In Frankfurt las ich in der BILD-Zeitung, dass Sie zaudern und Louis van Gaal (noch) nicht entlassen. Mangels Alternativen?
Was ist, wenn die nächsten Spiele ebenfalls „in die Hose gehen“? Ziehen Sie dann endlich die Reissleine und holen einen neuen Übungsleiter?
Heute morgen hatte ich die Erleuchtung: Holen Sie doch Christian Gross für die restlichen 9 Bundesliga-Partien und die hoffentlich noch zahlreich ausfallenden ChampionsLeague-Spiele nach München. Geben Sie dem Schweizer einen Vertrag bis Saisonende, definieren Sie zwei Minimalziele wie das Erreichen des zweiten Platzes in der Bundesliga und das Erreichen des Halbfinales in der ChampionsLeague. Wenn Herr Gross diese beiden Ziele erreicht, sollten Sie ihm als Belohnung einen weiteren Vertrag für eine Saison geben. Andernfalls müsste er halt wieder das Feld räumen.
Was halten Sie von meinem Vorschlag?

Hochachtungsvoll
feldwaldwiesenblogger

Email an Redaktion von Höfner Volksblatt

Dieser Zeitungsartikel aus dem Höfner Volksblatt (datiert auf den 2. Juni) kam mir gestern in die Hände. Aufmerksam habe ich ihn durchgelesen. Die Zeilen konnte ich so nicht stehen lassen. Als Reaktion meinerseits schickte ich untenstehende Zeilen per Email an die Redaktion des Höfner Volksblattes.

Sehr geehrte Frau Hiestand

Ich habe mit viel Interesse Ihren Artikel im Höfner Volksblatt über die Podiumsdiskussion der vier Regierungsratskandidaten gelesen. Dabei stach mir in Ihrem Artikel die sehr harte Kritik an die Adresse von Bruno Suter ins Auge. Dass er sein Mineralwasser im hohlen Kreuz aus der Flasche trank, belustigte mich noch einigermassen. Dass er aber mit seiner grobschlächtigen und gossenhaften Sprache ein jämmerliches Bild abgegeben haben soll, lüpft mir doch den Hut.
Frau Hiestand, Sie wissen schon, dass Herr Suter von Muotathal ist und nicht von Zürich? Ihnen wird ja wohl auch klar sein, dass die Sprache im Muotathal schon rein vom Dialekt her urchiger und „gröber“ daher kommt. Ich bin selber vom Muotathal und kenne Bruno Suter sehr gut. Er benennt die Dinge beim Namen, halt in unserem Muotathaler Dialekt. Sprechen Sie doch bitte mal persönlich mit Herrn Suter. Sie werden feststellen, dass der äussere Schein gewaltig täuscht. Der Mann weiss, von was er spricht. Nur spricht er halt, wie sein Mund gewachsen ist.
Das hat mir bei meiner Arbeitsstelle in Luzern auch schon den einen oder anderen Lacher beschert oder gar Irritation und Kopfschütteln. Einfach aus dem Grund, weil sie meinen Dialekt nicht ganz verstanden haben. Meine Arbeitskollegen haben mich aber dann stets gefragt, was ich meinte. Das hätten Sie bei Herrn Suter auch machen sollen. Er hätte Ihnen gerne und bereitwillig Auskunft gegeben. Halt einfach in seiner (oder unserer) Sprache.
Noch was zu der faden Angelegenheit, die sie eingangs Ihres Artikels beklagen: Ja sollen, die Herren und Damen Regierungsratskandidaten an dieser Podiumsdiskussion über Lösungsansätze zum Problem im Golf von Mexiko sprechen, oder wie man Frieden im Gaza-Streifen herbeiführen könnte? Sollen Sie sprechen wie US-Präsident Obama, damit es ja interessant genug tönt? Pustekuchen: Sie sprachen an diesem Podium wohl über Probleme, die unser kleiner Kanton Schwyz zu bewältigen hat. Dass diese Probleme eine ganz andere Dimension haben, als unsere nationalen oder gar internationalen, liegt ja wohl auf der Hand. Wenn Sie sich also gelangweilt fühlen bei solch provinziellen Anlässen, dann sollten Sie dringend Journalistin einer grossen Zeitung werden, welche Sie rund um die Welt schickt.

Freundliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger

Email eines Frustrierten ob dem Boni-Schmarotzertum

Sehr geehrter Herr Villiger

Ich habe Sie bisher immer als eine integere und ehrliche Persönlichkeit angesehen. Nun kommen mir in letzter Zeit aber leise Zweifel. Sie sind wohl Verwaltungsratspräsident bei der UBS, beziehen laut Medienberichten kein fürstliches Honorar wie Grübel+Co., können aber scheinbar nichts bewirken in dieser Grossbank.
Verraten Sie mir doch bitte einmal, wieso gewisse Menschen so viel verdienen, gerade in ihrer Bank? Wieso sich Grübel durchsetzen kann und unverschämte Bonizahlungen vornehmen kann und sie vermutlich regelrecht übergeht? Sind diese Menschen, allen voran Grübel, so viel mehr wert als ein normaler „Büezer“, ein Landwirt oder sonst jrgend ein Sachbearbeiter? Was können die bitte schön mehr, als unser eins?
Seien Sie doch ehrlich: In der grössten Krise Ende 2008/Anfangs 2009 hatten die derart die Hosen gestrichen voll, dass die „Kapitäne“ gleich das sinkende Schiff verliessen (zusammen mit sehr viel Geld) und ihre Nachfolger sich nicht anders zu helfen wussten, als sich an unseren Steuergeldern zu vergehen. Herr Villiger, das ist doch ungerecht und regelrecht kriminell?
Jetzt, wo die Bank seit einiger Zeit wieder Land sieht, geht das Spiel von vorne los. Bonizahlungen, Schmarotzerei und Geldverschleuderei. Ich seh’s Ihnen doch an, sie leiden auch ob so viel Ungerechtigkeit und Ausbeutertum. Sogar ihre Nachfolger im Bundesrat sind machtlos und können nur den Kopf schütteln.
Ich rate Ihnen eines: Treten Sie zurück. Denn jetzt können Sie noch mit erhobenen Hauptes sagen: „Ich habe in dieser Bank nichts bewirken können. Die haben aus der Krise einfach nichts, aber auch gar nichts gelernt.“
Das Volk, mich eingeschlossen, sind wegen diesen Bonibezügern so frustiert, dass wir eigentlich wichtige Abstimmungen aus Frust ablehnen. Nur so aus Protest, und leider dabei die Falschen meinen. Unser Frust erwächst aus dem Nichtstun-Können gegenüber den Schmarotzern in den Banken und in der Wirtschaft. Uns sind die Hände gebunden, und die meisten Politiker können leider auch gar nichts gegen dieses gierige Pack tun.
Herr Villiger, wenn Sie nicht zurücktreten als VR-Präsident, dann sind Sie doch bitte schön ein Lichtblick für das Volk.

Mit den besten Grüssen
feldwaldwiesenblogger

P.S.: Diese Email habe ich heute an Herrn Villiger geschickt.

Herr Hitzfeld, übernehmen Sie!

Sehr geehrter Herr Hitzfeld.

Ich sehe doch, wie Sie leiden. Gerade heute erst mussten Sie Olli Kahn massregeln. Der Bursche hat sich zeitweise wirklich nicht im Griff. Das schlug ihnen sichtlich aufs Gemüt.
Und Kalle Rumenigge: Der fordert und fordert und fordert. Selbst Uli Hoeness läuft zur Zeit noch roter an als üblich, wenn er neben Ihnen auf der Bank Platz nimmt.
Ihr Gesichtsausdruck verrät mir, dass Sie keinen richtigen Spass mehr in München haben.
Ich bin ja bekennender Bayern München-Fan. Aber dieses ewige FC Bayern-Hollywood-Schickimicki-Theater haben Sie wirklich nicht mehr nötig. Und da ich von der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft noch mehr Fan bin als von den Bayern, bitte ich Sie um ihrer Gesundheit Willen: Verlassen Sie den FC Bayern Ende Saison und übernehmen unsere Nati.
Unsere Fussball-Nationalmannschaft braucht Sie dringend nach der Fussball-Euro ’08. Köbi Kuhn hat die Latte für einen Nachfolger unbewusst hochgesetzt. Sie sind genau richtig für diese junge und topmotivierte Mannschaft. Sie kennen den Schweizer Fussball sehr gut und haben schon seit langem einen sehr guten Ruf in der Schweiz. Zudem haben Sie einen guten Draht zu den Schweizern und halten sich ja sowieso schon viel bei uns auf.
Ich bin mir sicher, dass der Job Sie reizt. Er wäre genau richtig für Sie: Sie stünden nicht Woche für Woche am Spielfeldrand. Sie fänden zwischen den einzelnen Spielen immer wieder genug Zeit um Kraft zu tanken.
Hier sind Sie herzlich Willkommen und könnten den ganzen Bayern-Stress hinter sich lassen.
Ueberlegen Sie sich das ganze bitte über die Weihnachts-Ferien. Herr Lämmli wird sich zur gegebenen Zeit melden und die Vertragsmodalitäten mit Ihnen besprechen.

Wann dürfen wir Schweizer Fussball-Nationalmannschafts-Fans Ihre Antwort erwarten?

Mit freundlichen fussballerischen Grüssen
feldwaldwiesenblogger