EURO schon fast vorbei!

Noch der Final von heute abend, dann ist die UEFA-EURO auch schon wieder Geschichte.

Aber kaum hat die EURO die Schweiz verlassen, randalieren jrgendwelche Idioten nach einem „Freundschaftsspiel“ zwischen dem FC Wil und dem FC Basel wieder wild drauf los.
Ja, ihr depperten Bürschchen, die UEFA ist nun verreist, und ihr meint ihr könnt wieder demolieren und jrgendwelche Passanten anpöbeln. Pfui, Saubande! Ich schicke euch die UEFA nach Hause, damit die bei euch Ordnung machen. Denn dann dürft ihr nur noch trinken, essen, anziehen und tun, was sie euch erlauben.

Der Monat Juni war aber nicht nur fussballtechnisch ein gut gefüllter Monat. Ich hatte diesen Monat sieben musikalische Engagements mit diversen Formationen, fand aber dennoch Zeit, Fussballspiele zu schauen. A propos musikalische Engagements: Von Toni Brunner bin ich bis heute noch nicht kontaktiert worden.

Und da bin ich auch schon wieder bei der SVP, die in den vergangenen Tagen erstens Mitglieder verloren hat (an die Bürgerliche Partei Schweiz) und zweitens sich auf einmal wie eine Windfahne Blochers präsentiert. Ich dachte mir gleich, die verarschen ja ihre Wähler. Blocher möchte kein Referendum, als möchte das übrige Parteipräsidium auch keines. So in etwa stelle ich mir Demokratie vor!
Aber ein gutes hat dieses Wirrwarr: Die Partei normalisiert sich von innen heraus! Das tut der Schweiz nur gut.

Ja, und nun das Finale: Deutschland – Spanien. Ich möchte keine Windfahne sein, und stehe nach wie vor zu meinem Tipp, dass die Deutschen Europameister werden.
Die Spanier hätten den Titel weissgott verdient, weil sie als einzige Mannschaft praktisch von A bis Z überzeugten. Aber was lernt uns die Geschichte: Fussball ist wenn die Deutschen trotzdem gewinnen.

Viel Spass beim Final-Gucken!

Ihr feldwaldwiesenblogger

„Die Schweizer“ bringen die Penaltys einfach nicht rein

Sicher sind Ihnen gestern spätabends auch solche oder ähnliche Gedanken durch den Kopf gewandert.
Da nehmen Raktic und Petric Anlauf aufs Goal und „klingel“: Beide treffen nicht.
„Unmöglich!“, schrien da sicher ihre kroatischen Landsleute.
!

Doch, es ist möglich! Denn diese beiden Fussballer haben ihre Wurzeln in der Schweiz. Beide haben wohl kroatische Eltern, sind aber in der Schweiz gross geworden und zu Spitzenfussballern herangereift. Dabei haben sie bei uns gute und schlechte Eigenschaften auf den Weg mitbekommen.
Eine Eigenschaft, die sie leider mitbekommen haben, ist das nicht Versenken von Penaltys bei einem Elfmeterschiessen an einer Fussball-Endrunde.
Sie erinnern sich sicher noch bestens an die WM 2006, als einige Schweizer gegen die Ukraine ihre Penaltys auch nicht reinbrachten.
Was sagt uns diese Erkenntnis? Wahrscheinlich sind alle Trainer in der guten weiten Welt gut beraten, wenn sie bei entscheidenden „Penaltyschiessen“ keine Spieler mit „Schweizer Wurzeln“ ran lassen.
An diese Erkenntnis dachte gestern der Kroaten-Trainer Bilic wohl keine Sekunde, als der die beiden „halben Schweizer“ Rakitic und Petric fürs Elferschiessen aufstellte.

Diesen „Fluch“ brechen können nur die „ganzen Schweizer“, und zwar an einer der nächsten Endrunden, wenn sie ein entscheidendes Penaltyschiessen souverän gewinnen.
Ottmar, du bist also gut beraten, wenn du das Elferschiessen in dein Trainigsprogramm einbaust.

Zudem sollte er seinen Freund und Theologen Josef Hochstrasser bitten, dass er um „Penalty-Beistand“ von Oben betet.

Der fussballverrückte feldwaldwiesenblogger

Danke Köbi!

Die Schweizer können doch noch gewinnen. Judihuii! Sie können nach dem versöhnlichen Abschluss von gestern Abend doch noch erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.
Die Schweizer Spieler legten sich nochmals mächtig ins Zeug und schenkten Köbi zum Abschied einen Sieg. Danke Köbi! Das hat er wirklich verdient. Seine sieben Jahre als Schweizer Nationalcoach waren begleitet von Hochs und Tiefs. Aber seien wir doch ehrlich: Köbi hat das bestmögliche aus dieser Mannschaft geholt. Wir sind weissgott keine Fussball-Nation wie Italien, Frankreich, Portugal oder Deutschland.

A propos Deutschland: Jene Bürger nördlich von uns belächeln uns ja gerne, wenns um Fussball geht. Manchmal mit Recht, manchmal auch nicht. Wie sie uns „Leidgenossen“ nannten während den letzten Tagen, oder: „Hat sich Hitzfeld das wirklich gut überlegt?“

Wir wollen dann mal sehen, wie sich ihre Nationalmannschaft heute abend gegen ein Österreich präsentiert, dass nichts, aber auch gar nichts zu verlieren hat. Ich sage nur: Cordoba!

Zudem kramte Beni gestern im Nähkästchen und erzählte von einer sogenannte B-Elf der Portugiesen, welche gestern ja zweifellos auch auf dem Platz stand. Es gab da nämlich mal ein Spiel an einer Endrunde, als es für Portugal um nichts mehr ging, für die Deutschen aber um alles. Eine sogenannte portugiesische B-Elf schlug die Deutschen dannzumal 3:0.

Auch gestern abend gingen die Ersatzspieler von Portugal nicht auf den Platz um zu verlieren. Jene Spieler sind wahrscheinlich noch motivierter, weil sie ja auch gerne in der Start-Elf stehen möchten.

Ich mag den Deutschen heute abend gewiss keine Niederlage gönnen. Aber sie sollten uns nicht gleich immer so lächerlich machen, wenns um Fussball geht.

Für unseren Köbi, „Köbi National“, mag ich diesen Abschied von Herzen gönnen. Natürlich auch Pascal Zuberbühler, der gestern auch seinen letzten Einsatz fürs Nationalteam bestritt. Danke Köbi, Danke Pascal!

Das EURO-Ende für die Schweizer Nati war doch recht versöhnlich und es lässt einen optimistisch in die Zukunft blicken. Zudem freue ich mich auf weitere spannende und packende Duelle an der EURO ’08.

Bis bald!
Ihr feldwaldwiesenblogger

Ach, wenn es doch nur während des ganzen Fussballspiels so geregnet hätte…

Hätten wir dann gewonnen? Wäre die Schweiz erstmals an einer EM-Endrunde zu drei Punkten gekommen? Hätte sich das Team von Köbi Kuhn ein Weiterkommen noch offen gehalten?
Aber „Hätte“ und „Wäre“ zählen nicht! Die Tore müssen rein um zu gewinnen.
Mein einleitender Titel zielt jedoch darauf ab, dass die Schweizer Fussballnati während des starken Regens in der ersten Halbzeit das bessere Team waren. Hakan Yakin schoss dann auch prompt in dieser Zeit das 1:0.
Sind die Schweizer Regen-Spezialisten? Geradeso wie’s beim Formel 1 Rennfahrer gibt, die als Regenspezialisten gelten. Denn vor und nach der heftigen Regenperiode kamen die Türken zu guten Möglichkeiten und drehten das Spiel auch nach dem heftigen Regen.
Die Schweizer hingegen kamen während der Regenzeit zu guten Möglichkeiten und waren augenscheinlich das bessere Team. Das 2:0 lag Yakin auf den Füssen. Ach, hätte es doch nur während des gesamten Spiels so geregnet… Die Schweizer hätten (dank Regenstärke) vielleicht das Spiel gewonnen.

Heute morgen gingen mir viele Gedanken durch den Kopf, wahrscheinlich wie vielen von Ihnen auch. Kommt nun wieder die Zeit der „ehrenvollen Niederlagen“? Ist die Schweizer Fussball-Nati tatsächlich nicht in der Lage, so abgeklärt zu spielen, dass wir an einer EM-Endrunde endlich auch mal reüssieren?
Ich habe den Blick und .ch beim Morgencafe durchgeblättert: Der Blick spricht vom Pech der Schweizer, .ch sieht in Yakin den Schuldigen, welcher zwei hochkarätige Torchanchen ausliess. Und Bild-Online schreibt von den Leidgenossen.
Aber der Aufsteller des Tages war die immer gut-gelaunte Stimme von Mona Vetsch auf DRS3. Es lief dann auch der Queen-Hit „The Show must go on“. Wie wahr!

Fussball-Nati und Fans, beschert Kuhn am nächsten Sonntag ein würdiges Abschiedsspiel. Er hat’s verdient! Köbi hat sehr viel für diese Fussball-Nati getan. Unter ihm spielte die Schweiz an drei Endrunden.

Ihr feldwaldwiesenblogger

Noch 1 Tag…

… dann beginnt die EURO (endlich!)
… dann wird das Wetter wieder besser (hoffentlich)
… dann zieht sich Christoph Blocher aus der Politik zurück (warum nicht?)
… dann spielt die Schweiz gegen Tschechien 1:1 (ein Sieg wäre besser)
… dann spaltet sich eine weitere SVP-Sektion (was für ein Wunder!)
… dann geht Gerhard Blocher als Hooligan an die EURO (ich bin dann nicht dort)
… dann ist F1-Quali in Kanada (jajaja)
… dann ist wieder Wochenende (endlich)
… dann gibt Toni Brunner eine Pressekonferenz (wegen was weiss ich nicht)
… dann kann Beni mit Volker „Vollgas“ geben (oh welch Albtraum)
… dann schneidet sich Madame Sutter bei einer Niederlage die Haare (für wen?)
… dann überprüfe ich bei meinem Auto den Oelstand (interessiert ja eh keinen)
… dann ist Samstag (einfach so)
… dann haben wohl einige Fussballzelte bereits Rekordumsätze (Vorfreude!)
… dann muss ich zwei Tage nicht an die Arbeit (geht wohl vielen so)
… dann beginnt für Fussball-Muffel eine 3-wöchige Leidenszeit (schaut doch zu)
… dann steigt der Bier- und Wurst-Konsum in astronomische Höhen (lecker!)
… dann beginnt in den EURO-Städten eine „Stauzeit“ (auf Strassen)
… dann hören wir in den Schweizer Stadien Paradise City? (long live Rock’n’Roll!)
… dann beginnt für einige Bauern die Älplerzeit (herrlich, kein Fussball!)
… dann beginnt für Radio-, Fernseh- und Zeitungsleute eine strenge Zeit (schwitz)
… dann ist Country Openair in Ennetbürgen (etwas fürs Gemüt)
… dann kann die SVP Schweiz das Mausen immer noch nicht lassen (lach!)
… dann und und und

Das ginge so noch weiter, bis der PC zu rauchen begänne (lieber nicht!).

… Dann bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Was heisst UEFA wirklich?

Meine EURO’08-Geschichten häufen sich. Kein Wunder, spricht doch das halbe Land von dem bevorstehenden Anlass.

Wissen Sie übrigens was UEFA in Tat und Wahrheit heisst? Unzimperliche Erbarmungslose Fan Abzocker. Sie verdienen sich diesen Namen nicht nur redlich, nein, sie verdienen auch eine saumässig goldenen Nase an diesem Anlass. Sie schreiben vor, was wo wieviel kostet und was ausgeschenkt und verkauft werden kann. Und den Riesengewinn, die diese Abzocker damit einfahren, müssen sie scheints nicht mal versteuern. Sie sind als gemeinnütziger Verein eingetragen und zahlen somit keine Steuern. Wieso tun dies ihnen nicht auch grosse Schweizerfirmen gleich?

Gestern lernte ich beim hören von DRS3 ein paar Brocken portugiesisch. Dabei erfuhr ich, dass Bobo auf portugiesisch Oral-Sex heisst. Nennt sich DJ Bobo also in Zukunft DJ Oral-Sex?

Der (Vul)kahn ist nun endgültig erloschen. Bei einem Freundschaftsspiel des FC Bayern München im indischen Kalkutta, vor sage und schreibe 120’000 Zuschauern (im zweitgrössten Stadion der Welt), spielte Oli Kahn zum letzten Mal in seiner Karriere. Nach diesem Spiel, welches die Bayern 3:0 gegen einen indischen Verein gewannen, hängt Kahn seine Handschuhe endgültig an den Nagel. Eigentlich schade, denn ich war ein grosser Fan von ihm.
Ich könnte mir vorstellen, dass die deutsche Nationalmannschaft zur Zeit froh wäre, wenn sie ihren Titan nochmals für die EURO hätten. Denn beim deutschen Team läufts noch alles andere als rund. Bei einem Testspiel gegen Weissrussland spielten sie nur 2:2 unentschieden und ihr Keeper Jens Lehmann machte alles andere als einen sicheren Eindruck. So einen wie Kahn, der auch neben dem Platz ein echter Führungsspieler ist, könnten die Deutschen momentan sicher gut gebrauchen. Aber sie habens ja nicht anders gewollt.
Es war übrigens gestern auch das letzte Spiel für Ottmar Hitzfeld. Er nimmt nun Abschied von München, und wir sagen Grüezi Ottmar!

Bis bald!
Ihr feldwaldwiesenblogger

Vom Wunder von Lugano und dem Zeitzonen-Unterschied

Ja, da geht doch noch was. Unsere Nati gewinnt wieder! Bei einem sehr animierten Spiel gaben v.a. Valon Behrami und Patrick Müller den Ton an. Müller, der wiedergenesene Rückkehrer, setzte gleich Akzente und man sah deutlich wie wichtig er fürs Team ist.
Für den Vor-/Halbzeit- und Nach-Analytiker „Madame Sutter“ ist das ein Wunder, das Müller spielte. Vor dem Spiel meinte er: Das ist unmöglich.

Auf der Kommentatoren-Seite waren das (Alp-)Traumduo Beni Thurnheer/Volker Finke am Werk. Beni musste den Volker schon nach gut zehn Minuten massregeln, weil dieser ziemlich unmotivivert bei einem Slovaken-Angriff „Tor“ schrie. Es fiel dann keines.

Aber schon beim Anpfiff des Spiels habe ich wieder etwas gelernt: Zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz existiert ein Zeitzonen-Unterschied. Der ist exakt 2 Minuten.
Sie wollen wissen, woher ich das habe? Thurnheer lieferte mir gleich selber die Erklärung. Als der Schiedsrichter um 18 Uhr etwas wartete bis er anpfiff, meinte Beni National, dass der pünktlich anpfeifen will und den Schlag der Kirchenglocke abwartet. Als der irische Unparteiische dann anpfiff, schaute ich auf die Teletext-Zeit, und die zeigte an, dass es 18.02 Uhr war. Ergo sind wir dem Tessin genau zwei Minuten voraus.
Ich hoffe, dass die Schweizer Mannschaft an keinem Jet Lag leiden wird.

In der zweiten Halbzeit schrie der Volker dann bei einem Angriff der Schweizer „Tor“. Auch da fiel keines. Beni war da schon viel milder zu ihm. Wohl deshalb, weil’s schon 2:0 stand und er diesmal sich für die richtige Mannschaft ereiferte.

Nächsten Freitag folgt ein nächstes Testspiel, gegen Liechtenstein, bevor’s dann in zwei Wochen (endlich) losgeht.

Der fussballverrückte feldwaldwiesenblogger