Interview mit Ernst Schläpfer und woher kommt das Sägemehl fürs ESAF in Estavayer?

So, nun folgt die Auflösung meiner gestrigen Reisetätigkeit durch die halbe Schweiz. Ich berichtete nämlich auf Facebook und Twitter darüber.
Am Morgen war um 04.45 Uhr Tagwache. Es stand eine frühe Fahrt von Muotathal nach Schaffhausen an. Die erste Etappe meiner eintägigen „Tour de Suisse“ wurde unter die Räder genommen.

Schaffhausen
Schaffhausen am Erwachen
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Hinter dem Bahnhof befindet sich das Berufsbildungszentrum des Kantons Schaffhausen (BBZ). Dort traf ich mich Punkt 07.30 Uhr mit dem Rektor der Bildungsstätte, keinem geringerem als dem zweifachen Schwingerkönig Ernst Schläpfer.

Ein aufmerksamer Leser roch den Braten, und tippte völlig korrekt auf Ernst Schläpfer. Für die nicht Facebook-bemittelten Leser: Ich stellte gestern zwei Beiträge samt jeweils einem Foto von den beiden Etappen auf mein Facebook-Profil, ebenfalls auf Twitter. Vom Etappenhalt in Schaffhausen wurden drei Tipps abgegeben: „ESAF 2025“, „Meli Junior“ und „Dr. Schläpfer“. Für den korrekten Tipp gibt’s leider nicht mehr als eine „Herzliche Gratulation!“…

Schläpfer, der 1980 in St. Gallen und 1983 in Langenthal den Titel eines Schwingerkönigs erringen konnte, gab mir zu verschiedenen Fragen ausführlich Auskunft. So befragte ich den schwingkundigen Mann unter anderem zu folgenden Punkten:
Was hat sich in deinen Augen während den letzten 30 Jahren im Schwingsport am meisten verändert?
Welchen Bezug hast du heute zum Schwingsport?
Welchen Rat würdest du heute einem erfolgreichen Jungschwinger mit auf den Weg geben?
Der Schwingsport hat heutzutage quasi ein Balance-Akt zwischen Tradition und Moderne eingeschlagen. Was meinst du, ist das der richtige Weg?
Wieso boomt der Schwingsport so dermassen?
Wem traust du 2016 den Königstitel zu?

Das ausführliche Gespräch folgt zu einem späteren Zeitpunkt in einem separaten Beitrag. Ich kann nur so viel sagen: Einige Antworten von Schläpfer haben es in sich. So meinte der ehemalige Spitzenschwinger, welcher 1988 an der ETH in Zürich doktorierte, dass der Schwing-Boom in seinen Augen nach 2010 rückläufig sei.
Ich lauschte ganz aufmerksam den Ausführungen von Schläpfer und freue mich heute schon auf die Niederschrift des wirklich interessanten Gespräches.

Ernst Schläpfer
Ernst Schläpfer in seinem Büro im BBZ
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Um 09.30 Uhr, nach einer kurzen Znüni-Pause, war ich wieder im Auto und fuhr eine längere Strecke von Schaffhausen nach Bulle im Kanton Freiburg. Die zweite Etappe wurde zur Musik von den „Blackberry Smoke“, einer amerikanischen Southern Rock/Country Rockband aus Atlanta (Georgia) in Angriff genommen. Kurz vor Bulle, dem Hauptort des Greyerzbezirkes, genehmigte ich mir im Restoroute Motel de la Gruyère ein feines Mittagessen. Dazu liess ich es mir in der herrlichen Freiburger Frühlingssonne gutgehen.

Am frühen Nachmittag traf ich in Bulle ein, und fuhr auf das Gelände der Firma Despond S.A, des drittgrössten Sägerei-Werkes in der Romandie. Der Hauptaktionär und Inhaber des Betriebes ist der schweizweit bekannte SVP-Nationalrat Jean-François Rime. Sein Sohn Jacques Rime ist seit kurzem der Geschäftsführer des Betriebes.

Despond SA
Despond S.A. in Bulle
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Der Grund meines Besuches bei der Despond S.A.: Die Firma liefert das Sägemehl für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. Ein in Bälde folgender, separater Bericht wird der März-Beitrag als Vorschau auf das ESAF2016 sein.
Die Verantwortlichen des Ende August stattfindenden Grossanlasses konnten mit der Firma Despond S.A. einen Sponsoring-Vertrag abschliessen. Heisst: Das grosse Sägereiwerk liefert das Sägemehl kostenlos und tritt des Weiteren auch als Sponsor des Festes auf.

Geschäftsführer Jacques Rimes nahm sich extra Zeit, und beantwortete mir rund um den Sägemehl-Deal und um die Firma seines Vaters meine Fragen. Ich wollte unter anderem wissen:
Wieviel Sägemehl dürft ihr fürs Eidgenössische liefern?
Wer transportiert das Sägemehl auf das Gelände des ESAF?
Wie viele Mitarbeiter hat ihr Betrieb?
Habt ihr auch schon an andere Schwingfeste Sägemehl geliefert?
Wie viel Sägemehl lagern Sie momentan in ihrem Betrieb?
Was geschieht eigentlich mit dem Sägemehl nach dem Eidgenössischen?

Als erste Information nur so viel: Der Lieferumfang an Sägemehl wird voraussichtlich zwischen 400 und 500 Kubikmeter betragen. Eine beträchtliche Menge. Noch vor Ende März werde ich, wie erwähnt, mich dem „Eidgenössischen Sägemehl“, respektive der Lieferfirma widmen.

sägemehl
Das anfallende Sägemehl wird zusätzlich in einem grossen Silo gelagert
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Mit vielen Informationen, Eindrücken und Fotos machte ich mich am Nachmittag wieder auf den Heimweg ins heimische Muotathal. Im Gegensatz zur morgendlichen und vormittäglichen Fahrt gestaltete sich die Heimfahrt als mühsam und an der Geduld zehrend. Fast durch das gesamte Berner und Solothurner Mittelland verlief der Verkehr zäh und zeitenweise nur im Schritt-Tempo. Irgendwann vor Härkingen ging fast gar nichts mehr, und viele Autos und LKW’s standen eine Zeit lang Rad an Rad. Auf einmal löste sich der Stau auf, und ich hatte wie aus dem Nichts wieder freie Fahrt. Ich fragte mich deshalb, wo all die Fahrzeuge vor mir plötzlich abgeblieben waren.

Noch nicht genug der Mühen, stand ich etwas später im Raum Luzern, nach der Autobahneinfahrt Rothenburg, wieder im Stau. Ein Unfall im Eingangsbereich des Tunnels Rathausen liess den Verkehr zum Erliegen kommen. Und so bewegte ich mich während rund einer Stunde nur gefühlte 500 Meter weit. Auch da: Plötzlich löste sich der Stau auf, und nach anfänglich stockender Fahrt ging es endlich wieder flüssig weiter.

Ich grüble in solchen Momenten dann: Wie das wohl weitergehen soll? Wenn die Schweiz jedes Jahr weitere Zigtausend Zuwanderer (woher auch immer) verkraften muss, wirkt sich das halt bei den Schwachpunkten wie beispielsweise an den neuralgischen Stellen im Strassenverkehr aus. Wut und Unvermögen machten sich im Auto breit, Abhilfe brachte die in ziemlicher Lautstärke abgespielte CD „Highway to Hell“ von AC/DC. Irgendwie „Nomen est Omen“: Eine lateinische Redensart, und bedeutet so viel wie „der Name ist ein Zeichen“…

Ist man dann zuhause, verraucht das Ungemach relativ rasch und schwingt bei diesen geschriebenen Zeilen einen Tag später noch etwas mit. Ändern kann ich eh nicht viel daran. Zudem ging’s im heutigen Beitrag vor allem um meine gestrige zwei Etappen umfassende „Tour de Suisse“. Die war für mich, trotz nervigem Stau, ein Erfolg.

feldwaldwiesenblogger

Mein dritter Besuch in Berlin

Keine Angst, liebe Leser und Leserinnen, das wird keine langweilige Abhandlung meines heute zu Ende gegangenen Aufenthaltes in Berlin.

Wie im Titel erwähnt, war ich nun schon zum dritten Mal in Deutschlands Hauptstadt. Und ich würde gleich wieder gehen. So viel Interessantes, Wissenswertes, Geschichtliches und Kulturelles gibt es dort zu sehen.

Mein erstes Mal in Berlin war im Jahre 1992. Von diesem Trip gibt’s keinen Blogeintrag.
Mein zweites Mal war vor zwei Jahren, im Oktober 2011. Von diesem Aufenthalt existiert ein Eintrag beim feldwaldwiesenblog: Berlin-Trip

Dieses Mal waren der Schwerpunkt unserer Reise, welche ich zusammen mit drei Kumpels machen durfte, zwei Touren durch die Berliner Rock- und Popmusik.


(Bildquelle: http://www.musictours-berlin.de)

Mit Fritz Musictours Berlin absolvierten wir eine Bustour und eine Walkingtour.

Mit Thilo Schmied ging es am Samstagnachmittag auf eine gut dreistündige Bustour durch Berlin.

Dabei wurden verschiedene Plätze angefahren, bei welchen uns Thilo viele Infos und Wissenswertes über die Berliner Musikszene zu erzählen wusste. Dazu gab es während der ganzen Tour viele Ton- und Filmaufnahmen auf den Busmonitoren zu bestaunen.

Am Sonntag hatten wir das Glück, dass Fritz Music Tours uns einen Guide für eine Walkingtour zur Verfügung stellen konnte. Diese Tour ging, wie es der Name schon besagt, zu Fuss durch die Berliner Rock- und Popmusik. Gestartet wurde die Tour beim Kesselhaus in der Kulturbrauerei auf dem Prenzlauer Berg und ging über geschätzte fünf bis sechs Kilometer hinunter nach Berlin Mitte zum „Ramones“-Museum.
Kleine Fussnote: Die Ramones sind eine US-amerikanische Punkband, von welcher in diesem Museum mehr als 300 Erinnerungsstücke ausgestellt sind.

Die Tourführung machte Kai Lehmann. Er zeigte dabei an einigen ausgesuchten Plätzen interessante Bilder.
Obiges Bild zeigt ein handgefertigtes Plakat zu einem Konzert in der Zionskirche. Das Bemerkenswerte daran ist das Datum: 17.10.1987. Gut zwei Jahre vor dem Mauerfall fand dieses Konzert in der ehemaligen DDR statt, mit Element of Crime (Westberliner Band). Im Vorprogramm spielte die dort ansässige Punkband Firma. Dabei spielte sich eine Tragödie ab.


(Quelle: de.wikipedia.org)

Beide Musiktouren kamen natürlich nicht umhin, auf die Geschichte der Berliner Mauer sprechen zu kommen.

Zu wichtig war diese traurige Epoche, weil sich, wie oben gesehen, vor und hinter der Mauer auch wichtige musikgeschichtliche Ereignisse abspielten.

Dazu gehört auch ein Filmdokument, von welchem uns Kai Lehmann während der Walkingtour erzählte.

(Quelle: youtube.com)

Zu sehen ist in diesem Youtube-Video ein heftiges Streitgespräch zwischen Nikel Pallat und Rolf-Ulrich Kaiser, 1971 im WDR ausgestrahlt. Nikel Pallat war laut Wikipedia der Manager der Band „Ton Steine Scherben“, des legendären und bereits verstorbenen Rio Reiser.
Das Streitgespräch endete dann, wie gesehen, abrupt wegen des Axt-schwingenden Pallats. Dieser hatte vom Palavern die Schnauze voll …

Auszug aus Wikipedia: „Ton Steine Scherben (oft auch kurz „Die Scherben“ genannt) war eine der ersten und einflussreichsten deutschen Rockgruppen der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, die vor allem sozialkritische deutschsprachige Texte in der Rockmusik verwendeten.“

Weiter wurde bei beiden Touren durch Berlins Musik auch Nina Hagen erwähnt. Nina Hagen gehört zur DDR-Musikgeschichte, da sie auch ein Mädchen von „drüben“ ist.

(Quelle: Youtube.com)

Dieser Youtube-Film ist eine Liveaufnahme ihres grössten DDR-Hits, „Du hast den Farbfilm vergessen“.
Auszug aus Wikipedia: „Du hast den Farbfilm vergessen ist ein Lied, das 1974 von Michael Heubach komponiert und von Kurt Demmler getextet wurde. Nina Hagen interpretierte den Titel mit der Gruppe Automobil. Es war ihr größter Hit in der DDR.“

Übrigens: Als Kommentar zu diesem Fimchen schrieb jemand: „Die ursprüngliche Lady Gaga. Und tausendmal besser – auch ohne Autotune!“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen…

Wie ihr seht, tauchten wir tief ab in Berlins Rock- und Musikgeschichte, die sehr geprägt wurde durch die Berliner Mauer.

Der Zweite Weltkrieg und auch die DDR hinterliessen tiefe Spuren und Narben in Deutschlands Hauptstadt. Deshalb wird in Berlin immer noch renoviert und gebaut was das Zeug hält, trotz chronischer Pleite der Stadtkasse.
Passend dazu schoss ich ein Bild, welches die „Bauwut“ Berlins schön dokumentiert.

Baustelle = Schaustelle. Zwischen dem Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz wird eine U-Bahnlinie mit drei neuen U-Bahnhöfen gezogen.

Der Alexanderplatz, einer der meist frequentierten Touristenorte in Berlin Mitte, lässt mich wieder einen Bogen schliessen zu einem weiteren touristischen Foto von mir. Denn: Ganz verschonen möchte ich euch nicht vor typischen Berliner Attraktionen. Dazu habe ich das Brandenburger Tor ausgelesen, einer der schönsten Plätze Berlins.
Zu empfehlen ist ein Besuch am Abend, weil es erstens weniger lärmende Touristen hat als untertags, und zweitens die schöneren Bilder gibt …

And last but not least, zum Abschluss meines kleinen Reiseberichtes, einer meiner Lieblingsschnappschüsse. Am vergangenen Samstag fanden nämlich in der Nähe des Brandenburger Tores, auf der Strasse des 17. Juni, Vorbereitungen zur Abschlusskundgebung einer „Hanfparade“ statt. Wie man unschwer erkennen kann, sind die Organisatoren dieser seit 1997 stattfindenden Demonstration die Piratenpartei.

Wunderbar! Eine Partei kann und darf friedlich für ihr Anliegen demonstrieren. Das war, wie uns die Berliner Geschichte lehrt, nicht immer möglich. Die Menschen wurden wegen ihren Überzeugungen ermordet oder verschleppt.

Zudem zeigt uns Berlin mit dieser Veranstaltung auch sein Chamäleons-Gesicht: Am selben Tag fanden in der gut 3,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt neben der erwähnten Parade auch ein Hertha-Spiel im Olympiastadion (6:1-Sieg über die Eintracht aus Frankfurt!) statt. Und auf dem ehemaligen Flugplatz Tempelhof spielten am Abend „Die Ärzte“ ein Konzert vor etwa 45’000 Zuschauern.

In Berlin pulsiert das Leben. Es ist, wie uns der Walkingtour-Guide Kai Lehmann sagte, die interessanteste und aufregendste Stadt Deutschlands.
Ich finde auch, und deshalb freue ich mich jetzt schon auf ein viertes Mal in Berlin!

feldwaldwiesenblogger

Gedanken und Bilder zur 5. Schweizer Rock- & Bluescruise

Ich weiss eigentlich gar nicht so recht, was ich über diese unvergessliche Musikkreuzfahrt schreiben soll. Sie dauerte genau eine Woche, von Sonntag bis Sonntag. Dabei erlebte ich zig-Stunden wunderbarste Musik und vier Landgänge. Es war zeitweise wie in einem Rausch…

Anders als bei „üblichen“ Konzerten, wo ich ohne Probleme am Tag darauf über den Headliner und die Vorgruppe(n) bestens zu berichten weiss, habe ich nach diesem wahren Konzertmarathon Mühe, alles Gesehene und Gehörte auf die Reihe zu kriegen.
Es gab so viele unvergessliche Momente, Eindrücke und Gespräche.

Zudem war es nicht nur ein Konzertereignis erster Güte, sondern auch eine Kreuzfahrt. Eine Schifffahrt durchs Mittelmeer, von Genua nach Palermo, Valetta (Malta), Catania, Messina, Napoli und zurück nach Genua. Da gab es jeweils sehr viel zu sehen und geniessen, und neue Städte zu erkunden. Wir taten dies bei vier Landgängen mit drei längeren Taxifahrten.
In diesem Sinne war es ein doppeltes Sinnes-Vergnügen, für mich und die vielen Teilnehmer.

Ich nahm mir schon vor der Reise vor, eine Woche abzuschalten und auch keine Notizen zu machen. Aus diesem Grund gibt es hier nur ein paar Gedanken und Bilder von mir zu der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen Cruise.

Ich weiss, einige würden es gerne sehen, wenn ich teilweise detailliert über diesen oder jeden Anlass berichten würde. Es geht (fast) nicht. Ich habe leider nicht so ein grosses Hirn wie ein Elefant…

Mein Gedanken-Brainstorming führt mich vom körperlich gebrechlichen, aber noch immer geistig fitten Polo Hofer bis zum „liebestollen Single“ Fankhauser. Der Berner Blueser konnte seine Neigungen bei den Konzerten nicht oft genug rausposaunen. Am Ende der Reise wurde beobachtet, wie er in Begleitung eines jüngeren dunkelhäutigen Mannes die Heimfahrt in seinem Jaguar antrat…

Fabienne Louves war ebenfalls an Bord und durfte Proud Mary und Giggerig trällern, leider nur mittelmässig. Böse Zungen behaupteten, dass sie nur mitdurfte, weil Fankhauser scharf auf ihren Lover war…

Es gilt auch, den umtriebigen Schämpu Schär, den Cheforganisator zu erwähnen. Die ganze Woche hindurch hielt das oft stürmische Wetter ihn und seine Organisations-Crew auf Trab. Trotzdem: Gerade oder deshalb war es für mich sensationell, weil einige Konzerte so spontan daher kamen, dass mein Musikerherz hüpfte. Dabei gibt es ganz klar Polo’s Konzert zu erwähnen, welches eigentlich auf der Poolbühne auf dem Oberdeck „openair“ hätte stattfinden sollen. Wegen schlechtem Wetter wechselte Hofer aber in das schiffseigene Nelson-Pub. Er selber war es, welcher dort spielen wollte und seine Mitmusiker dazu ermuntern musste.
„… Die Keyboarder sind halt schon Mimöseli, gell Polo …“

Fankhauser wäre nie und nimmer wegen dem Wetter in jener Location aufgetreten.
So sind sie halt, gewisse Musiker, wenn sie die Bodenhaftung so langsam aber sicher verlieren…

Als Enttäuschung würde ich die Hot Chocolate bezeichnen. Musikalisch sicher in einem ordentlichen Gewand, kam der Gesang teilweise voll daneben daher. Leider.

Für mich persönlich kann ich auch eine Entdeckung vermelden: Der Bluesman Jimmy Hall. Hall sprüht vor Energie, tanzt wie wild, und spielt Bluesharp sowie Saxophon. Und erst die Stimme: Die war voll der Hammer! Da kam so viel Blues rüber, dass man eine Gänsehaut kriegte. Von dem Mann muss ich mir unbedingt Musik zulegen.

Noch ein Wort zu den Dusty Boots, welche ihre Band-Wurzeln im Muotathal haben. Sie wurden persönlich von Polo Hofer auf die Cruise eingeladen, und durften drei Konzerte geben. Ihr erstes Konzert, gleich zu Beginn am ersten Abend, musste ich leider sausen lassen. Unsere Kabine musste wegen Anzeichen von Seekrankheit geschlossen die Better aufsuchen…
Die anderen beiden Konzerte der Dusty Boots besuchte ich natürlich, und sie gefielen mir ausgezeichnet. Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass die Boots, wie sie bei uns im Thal genannt werden, von der „hundsgewöhnlichen“ Countrymusik weggekommen sind und nun reife Roots-Musik made in Switzerland machen. Toll!
Polo himself war beim zweiten Konzert anwesend, und zeigte viel Gefallen an den Dusty Boots. Hinterher hielt er sich bei unzähligen Zigaretten und einem Glas Wein bei der Band auf. Meine Wenigkeit war bei der längeren Gesprächsrunde auch dabei, als Polo bewies, wie fit er immer noch im „Oberstübli“ ist. Was der Mann in Sachen Musik alles weiss, ist sensationell. Polo scheint mir diesbezüglich wie ein lebendiges Musikarchiv. Und wie er Witze erzählen kann, unglaublich…

Wie schon oben erwähnt, war das Wetter uns leider nicht immer so hold. So schaukelte das Schiff mindestens zweimal bedenklich heftig. Das erste Mal am ersten Abend, das zweite Mal am letzten Abend, wo ich zusammen mit meinen Kameraden den Champions League-Sieg der Bayern am TV sah. An jenem Abend machte mir die Schaukelei nichts mehr aus…

Gegessen haben wir gut, zwar nicht so viel wie Kollege W vorgängig meinte. Dafür wurde umso mehr getrunken. Aber das ist wieder eine andere Geschichte…

Nun zu den Bildern:


Sandra Rippstein und Band, Hammerstimme aus dem Aargau. Auch eine Entdeckung.


Unser Taxichauffeur Francesco in Palermo, cooler Typ. Eine legendäre Fahrt durch die engen Gassen.


Die MSC Lirica musste von Zeit zu Zeit frisch gestrichen werden. Arbeitsintensiv, mit so einem schmalen Roller.


Das Meer ist beeindruckend und erschreckend zugleich. Vor allem wenn’s stark wellt.


Ein stolzer Pfau beim Landgang auf Malta. Mächtig gewaltig.


Die drei Könige, Kings of Rock, aus dem Morgenland. Brachial und lustig.


Das oft stürmische Wetter hinterliess seine Spuren. Beeindruckend.


Polo Hofer bei seinem Gig im Nelson Pub. Hier zusammen mit der Rampensau Bruno Dietrich. Einfach geil.


Eine weitere Entdeckung: Justina XYZ (Nachname weiss ich leider nicht), Specialguest beim Gig von Polo. Phänomenale Stimme.


Super Pooldeck-Konzert mit Fankhauser. Grandiose Openair-Stimmung.


40 Minuten Jam am Ende des Fankhauser-Konzertes. Mann, das ist Blues.


Timmermahn und Marc Dietrich („Peter, Sue & Marc“), zwei alte Showbiz-Haudegen. Herr Timmermahn erzählte uns jeden Abend das Guetnacht-Gschichtli.


Landgang in Messina, für einmal am Abend. Jahrgänger-Ausflug, bis es nichts mehr zu trinken gab.


Chica Torpedo, Schmidis Latino-Sound-Band. Wahnsinniger Summertime-Groove, der mir in die Beine fuhr.


Blues-Max und Friends, unter anderem mit Richi Koechli. Der Mann hat vielleicht Geschichten auf Lager.


Die MSC Lirica im Hafen von Napoli. Im ehemaligen Maradona-Land wurde viel Peperoni und der Vesuv gesichtet.


Dusty Boots live im Broadway Theater. Einmal mehr ein Genuss, ihrem schönen Roots-Sound zuzuhören. Ein stolzes Trüppchen Muotathaler begleitete die Band auf der Rock- & Bluescruise.


Jimmy Hall, meine ganz persönliche Entdeckung auf der Cruise. Ich sagte zu ihm am Hafen von Genua: You’re a great Bluesman!


Schämpu Schärs Worte am Ende der Allstar-Jam. Schämpu hat’s gut gemacht, Riesen-Kompliment!


Einfahrt in den Hafen von Genua, neben das zurzeit grösste Kreuzfahrtschiff der Welt, die MSC Precisiosa. Waaauuuwww!

Meine Ausführungen, Bilder, Berichte und Gedanken sind alles andere als vollständig. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, etwas über die die 5. Schweizer Rock- & Bluescruise zu schreiben, habe ich doch noch ein paar nette Zeilen und Bilder zusammen gebracht. Ich hoffe, es gefällt.

feldwaldwiesenblogger

Vier Bilder von meiner Romreise

Nun bin ich wieder zurück in der Heimat, und musste den Sommer leider in Rom zurück lassen. In der ewigen Stadt fanden wir nämlich den Sommer (bis etwa 28 Grad) und konnten auch kräftig Sonne tanken.

Gestern stiegen wir bei gut 27 Grad wieder ins Flugzeug, um gut 90 Minuten später bei kümmerlichen 14 Grad in Kloten auszusteigen.

Ich war mit einer 13-köpfigen Gruppe von Dienstag bis gestern Samstag in Rom. Dabei hatten wir einen erstklassigen Reiseleiter und Stadtführer. Er kannte sich nicht nur hervorragend aus, er sprach auch ausgezeichnet italienisch. Der Mann hat dort vor etlichen Jahren Theologie studiert und Rom wirklich erlebt.

Mit vielen Eindrücken bin ich gestern Abend heimgekehrt, möchte aber keinen meiner Leser mit einem Vortrag über Rom erschlagen. Fakten und aber auch Bilder über Rom finden sich in jedem Reiseführer und im Internet.

Was ich mitgebracht habe, sind vier Bilder. Nebst unzähligen selber gemachten Fotos habe ich diese ausgesucht. Wieso kann ich auch nicht genau sagen, sie sprangen mir einfach vor die Linse. Oder sie machten mir hinterher Eindruck, um sie mit anderen zu teilen.


Wir durften den „neuen“ Papst am Mittwoch bei seiner öffentlichen Audienz aus nächster Nähe erleben. Dabei waren Glück und Erfahrung unseres Reiseleiters massgebend, um so nahe an Franciscus heranzukommen. Ich kann euch wirklich sagen: Dieser Papst hat etwas Besonderes an sich. Er strahlt etwas aus, das mich hinterher trotz Wärme schaudern liess. Mit so einem Mann hat die römisch katholische Kirche eine gute Zukunft.


Diese beiden Gebetsmönche lieferten nicht nur eine akrobatische Höchstleistung ab. Sie meditierten auch in einer Ruhe und Gelassenheit, die mir Eindruck machte.


Dreimal waren wir in der Gelateria „Della Palma“, welche sich in der Nähe des Pantheons befindet. Dort sind tatsächlich 150 Glacesorten anzutreffen, ich hab’s überschlagsmässig gezählt und gerechnet. Einfach der Hammer, wie gut die Glace dort sind!
Ich meine, wenn die Italiener und ihr Staat alles so gut machen würden wie ihre Gelati, dann hätten sie keine (Finanz)sorgen…


Nebst Bus-, Metro- und Zugfahrten an diverse kulturelle und religiöse Orte, stand auch eine Fahrt an den Ursprung alles Lebens an: Eine Fahrt ans Meer. Als Muotathaler war ich natürlich schon rein geografisch gesehen noch nicht so viel am Meer. Das spüre ich dann jeweils auch. Denn das Gefühl von Weite, Ferne und Freiheit fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Zudem sorgen das Wasser, die Wellen, der Wind und der Sand bei mir fast für eine meditative Stimmung. Zumal jetzt anfangs Mai praktisch keine Menschen anzutreffen waren.

feldwaldwiesenblogger

Ich habe Post vom Viehinspektorat Muotathal bekommen!

„Hoppla!“, habe ich mir gedacht, als ich heute Morgen diesen Brief in Händen hielt. Habe ich vergessen eine Kuh zu bezahlen?
Aufgeregt öffnete ich noch vor dem Zubereiten meiner Müsli-Schale dieses Couvert: Drin steckte tatsächlich eine Rechnung. Aber nicht für eine Kuh, sondern für eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer.

Nächstes Jahr im Mai wage ich mich auch mal aufs grosse weite Meer. Auf der MSC Lirica lassen wir uns durchs südliche Mittelmeer schippern, begleitet von einer mächtigen Portion Schweizer Rock- und Bluesmusik. Heissen tut dieser Anlass 5. Schweizer Rock- & Bluescruise.

Das musikalische Line-Up liest sich wie ein „Best of“ der Schweizer Musikszene, ergänzt mit ein paar ausländischen Musikstars. Unter anderem mit den „Hot Chocolate“. Dass diese britische Soul- und Funkband immer noch existiert, versetzte mich doch in Erstaunen. Denn ihre besten Tage sind (eigenlich) längst vorbei. Aber mit den Musikern ist es wie mit Wein: Je älter, desto besser.
Freuen tue ich mich natürlich auch auf unsere einheimische Band, die Dusty Boots. Sie dürfen wirklich stolz darauf sein, dass sie auf diesem Mittelmeer-Schiff mit von der Partie sein dürfen. Kompliment!

Fürs leibliche und körperliche Wohl ist auf diesem Riesenschiff sicher auch gesorgt. So entdeckte ich im Prospekt, dass man nicht im Meer baden muss, und hinter dem Dampfer herschwimmen muss. Nein, man kann ganz gemütlich auf dem Deck sich in einem Swimming-Pool suhlen und dabei erst noch coolen Sound geniessen!


Usum Chäs-Chessi:

Gestern ergatterte ich noch einen Schnappschuss von Bundesrätin Leuthard, als sie sich grad zum alljährlichen „Bundesrats-Schulreisli“ aufmachte. Sieht sie nicht sportlich aus, unsere Verkehrs- und Energie-Ministerin?
Aus sicherer Quelle war zu vernehmen, dass sich Ueli Maurer verdächtig oft bei Frau Doris aufhielt. Ging’s bei diesen beiden um das neu entdeckte „Gottesteilchen“ Higgs (hicks!) oder nur um neue Militär-E-Bikes, welche erst noch ohne Atomstrom auskommen sollen?

feldwaldwiesenblogger

Fasnachtsfussballreise nach Nürnberg

Meine erste Exkursion dieses Jahres führte mich nach Nürnberg. Zusammen mit drei ganz netten Fussballkollegen begab ich mich über die närrischen Tage auf unsere legendäre Fasnachtsfussballreise.
Hier folgt nun eine kleine Bildstrecke.

In unserem Hotel Maritim nächtigte auch der 1. FC Köln.

Das Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln war recht animiert. In der zweiten Halbzeit kam sogar Spannung auf, da Köln (ohne Prinz Poldi) kurzzeitig ausglich. Letzendlich gewann aber Nürnberg verdient 2:1.

Sogar eine Papstwahl konnte man in der Kölner-Kurve mitverfolgen. Erst kam schwarzer Rauch, dann weisser. Nein, im Ernst: Idioten, die Fackeln und dergleichen abfeuern müssen, gibts halt nicht nur in der Schweiz!

Das Stadion des 1. FC Nürnberg gefiel dem Schreibenden. Wir hatten schöne Plätze, und frieren musste man wegen den (glücklicherweise) steigenden Temperaturen auch nicht.
Ich konnte es mir auch als grosser Bayern-Fan nicht verkneifen, ein Fan-Präsent des „Clubs“ zu kaufen. Damit man sich nicht gleich verrät, kaufte ich mir „nur“ Fan-Socken.

Vor und nach dem Fussballspiel schlenderte man gerne durch die Altstadt.

Es gab viel zu sehen: Von einer verkehrt rumhängenden Luzerner-Fahne auf der Burg (wegen dem noch nicht ganz genesendem FC Luzern auf leichtem Halbmast), über das viel diskutierte Riegelhandwerk bis zu mittelalterlichen Bauten.

Meine Kollegen, unten auf dem Bild, bestaunten den mittelalterlichen Teil der Stadt wie kleine Kinder. Die Kommentare darob waren zwischen infantil und professorwürdig.

Mich beeindruckte auch die Architektur in der Stadt. Nürnberg, welche bald 1000-jährig wird, zeigte denn auch die verschiedenen Epochen des Häuserbaus. Ich finde, auf folgendem Bild erkennt man von rechts nach links drei verschiedene Baustile.

Ach ja, am Glücksrad wurde auch noch etwas gedreht. Glück kann nämlich zum Beispiel der FC Muotathal in der Rückrunde bestens gebrauchen.

Den Sonntag widmeten wir der Geschichte. Am Vormittag stand der Besuch des Gerichtssaales der Nürnberger Prozesse auf dem Programm. Das Memorium Nürnberger Prozesse mit dem Saal 600 wurde im November 2010 eröffnet.

Am Nachmittag gings dann zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Die aussergewöhnliche Ausstellung „Faszination und Gewalt“ beschreibt sehr eindrücklich den Aufstieg und den Niedergang der NSDAP und die Rolle der Stadt Nürnberg während dieser Zeit. Öfters war man beim Betrachten der Bild- und Tondokumente einfach nur sprachlos.

Am Abend dinierte man zweimal im Maredo. Wo’s einmal eine zweifelhafte Tomatensuppe gab, sonst aber nur Leckereien. Später verlustierte man sich noch im „Brown Sugar“, einem Rolling Stones-Tempelschuppen. Zu super Rockmusik und gutem Bier konnte man sich „krass austoben“.

feldwaldwiesenblogger

Berlin-Trip

Letzte Woche war ich mit Kollegen ein paar Tage in Berlin. Die Hauptstadt Deutschlands trieft nur so von Geschichte und gefällt mir sehr.
Obwohl eine „Weltstadt“, versprüht sie sehr viel Charme, kommt einem nicht hektisch vor und enthält zudem recht viel „Grün“. Man hat auch den Eindruck, dass Berlin in den letzten Jahren vernünftig renoviert und erneuert wurde.
Denn ich war bereits vor 19 Jahren mal in Berlin. Dannzumal kam mir die Stadt, nur drei Jahre nach dem „Mauerfall“, trist und traurig vor. Die Narben der vergangenen DDR-Zeit waren damals gut sichtbar, und begannen so langsam zu Verheilen.

Nachfolgend ein paar Eindrücke des 2011er-Trips.

Auf folgendem Foto erkennt man das neue und sehenswerte Sony Center am Potsdamer Platz:

Am Potsdamer Platz konnte ich einer „Trabi-Prozession“ zusehen:

Wir besuchten auch das Schloss Sanssouci in Potsdam, die Sommerresidenz des „alten Fritz“:

Ebenfalls Eindruck machte mir ein Stück Mauer, welches stehen gelassen und unter Denkmalschutz gestellt wurde. Vorher durften sich aber noch Künstler an der Mauer „austoben“:

Zudem gehört zu einem Berlin-Besuch auch ein Besuch im Fernsehturm am Alexanderplatz. Die Aussicht über die Stadt im Drehrestaurant war einfach gewaltig.

feldwaldwiesenblogger

Oktoberfest in Luzern

Gestern kam eine weitere Exkursion dazu: Ein Besuch des Oktoberfestes in der swisslife-Arena Luzern. Ich war doch schon einige Male beim Original in München zu Besuch. Wieso nicht mal eine Exkursion an eine Kopie in Luzern.
Ich fand eine tolle und ausgelassene Stimmung im „Bierzelt“ vor:

Eine tolle „Musi“ spielte zum Fest auf, und liess natürlich keinen Feten-Hit aus:

Um dem Schweizerpublikum zu schmeicheln, wurde sogar in ein einheimisches Alphorn geblasen:

Eine besonders fesche Frau hatte auch ihren Spass, und war erst noch trinkfest:


Usum Chäs-Chessi:

Ist mit Oswald Grübel nicht der falsche bei der UBS-Riege zurückgetreten? Hätte nicht auch, oder nur Kaspar Villiger (mit)gehen sollen? Die Sonntagspresse, resp. die Politiker sind sich da nicht einig.
Ich bin mit mir aber soweit einig, dass Herr Grübel das Richtige tat, und Herr Alt-Bundesrat Villiger leider das Falsche tut. Er möchte bis zur Generalversammlung 2013 bleiben. In meinen Augen ein falsches Zeichen. Jetzt sollte der Schnitt erfolgen, und beide Herren sollten in ihren Ruhestand treten, ohne Abgangsentschädigung.
Denn Villiger schadet mit seinem Bleiben der UBS mehr, als er ihr noch nützen kann.

Die beiden gäben doch ein schönes „Golf-Paar“ ab:

feldwaldwiesenblogger

Rückblick auf „Zürcher München-Trip“

Mit einer kleinen Fotostrecke verewige ich meinen soeben absolvierten „Zürcher München-Trip“.
Das fing am frühen Mittwoch-Abend ja schon gut an. Mein Kollege und ich statteten dem FC Zürich im Hilton Hotel München einen Besuch ab. Beim Apperitif in der bequemen Hotel-Lounge konnten wir dem FC Zürich und seinem Staff bei seinen letzten Vorbereitungen zuschauen. Während Herr Canepa angespannt rumtigerte, führten wir mit Frau Canepa einen kurzen SmallTalk. Sie sagte uns im Vertrauen, Uli Hoeness hätte ihr erlaubt, in der AllianzArena zu rauchen.

Auf dem Weg zur AllianzArena trafen wir die ersten Spieler an. Dieser Herr „Alois“ spielt aber meines Wissens nicht in der ersten Mannschaft.

Das gebotene Spiel war dann eher mau: Der FC Zürich hatte viel zu viel Respekt, und der FC Bayern ist einfach noch nicht in Topform. Viele ihrer Aktionen liefen ins „Leere“. Die erste Halbzeit war eher schwach, die Bayern meist in Ballbesitz. Das frühe Tor brachte etwas Ruhe in die Ränge. Danach lief aber das Spiel der warmen Witterung hinterher.
Die zweite Halbzeit war dann bayernseits besser. Die angebliche Hoeness-Wutatacke in der Kabine zeigte etwas Wirkung. Daraus resultierten einige hochkarätige Torchancen, was zu einem 4:0 hätte führen müssen. Letztendlich war’s dann nur 2:0, was mich als Bayern-Fan ebenso enttäuschte, wie mein „FC Zürich-Gspändli“.

Dem FC Zürich gelang etwa eine Chance. Viel besser waren aber die FC Zürich-Fans, welche fast den ganzen Match durchsangen. Aber bitte nächstes mal keine Pyros mehr, gell!

Kurz vor Elf Uhr abends gings wieder in die Innenstadt zurück. Trotz mässigem Spiel war feldwaldwiesenblogger eigentlich doch zufrieden. Nur schon wegen diesem wunderschönen Anblick.

Den nächsten Tag widmeten wir uns der Stadt München und seinen Schönheiten. Als erstes machten wir uns auf eine Stadtrundfahrt. Kaum gestartet beim Hauptbahnhof, fuhren wir an unserem Hotel vorbei. Die fachkundige Erzählerin meinte, hier befinden wir uns im Rotlicht-Milieu der Stadt. Das Bild zeigt unser Hotel. Wir verfehlten den Abend vorher schon nicht die richtige Tür…

Es gab bei schönstem Wetter viel zu sehen und hören…

Wir erblickten aber auch noch andere Schönheiten, welche auf der Stadtrundfahrt fehlten. So z.B. das Pendant zu Frau Reuscher in Frankfurt. Wie diese nette Dame in München heisst, weiss ich nicht. Ich nenne sie jetzt mal Frau Obermaier.

Natürlich endeckten wir auch fussballtechnische Sujets. Was mich etwas wunderte, war dieser Stand beim Viktualienmarkt: Das Dortmund-Shirt hing vor dem Bayern-Shirt. Aber, aber…

Auch für den FC Zürich-Fans gabs was zu guggen: Der Pfeifenraucher vor dem Löwen hat wohl Herr Canepa während des Spiels angetroffen und ihn um etwas Tabak gebeten…

Hier blieb ich etwas nachdenklich stehen, und dachte mir: Wann gibt’s wohl den nächsten Titel für den FC Bayern?

Was mir auch Eindruck machte, war dieser Street-Painter. Der liess sich durch nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Das sollte eigentlich für den FC Bayern München auch gelten, denn sie können mit einem 2:0-Vorsprung nach Zürich reisen. Ob dann der FC Zürich ihre Erfurcht vor dem „übermächtigen“ Gegner ablegen kann, sehen wir dann nächsten Dienstag.

feldwaldwiesenblogger

Trip nach Murten und ans Rock oz‘ Arènes 2011

Die Ferien gehen (leider) langsam zu Ende. Eine weitere Exkursion stand auf dem Program: Von Mittwoch bis heute Freitag ging’s mit drei Kollegen nach Murten und ans legendäre Rock oz‘ Arènes.

In und um’s römische Amphitheater in Avenches verbrachten wir am Mittwoch und Donnerstag Abend die Nächte. Kein Wunder bei dieser wunderbaren Ambience…

Am Mittwoch überzeugten mich die legendären Scorpions aus Deutschland mit ihren vielen Klassikern. Denn einzigartig sind die Songs wie „Rock you like a Hurricane“, „Still loving you“ oder „Wind of change“. Relativ nahe bei der Bühne beobachteten wir Klaus Meine und Co. bei ihrem musikalischen Hardrock-Treiben. Sie sind immer noch auf Abschiedstournee, hoffentlich noch lange…

Einziger Wermutstropfen: Das nervige und überlange Drum-Solo ihres Schlagzeugers James Kottak. Es war eine einzige Selbstinszenierung. Zur Beruhigung der Gemüter hängte er eine Schweizer Fahne übers Drum.

Dazwischen hielten wir uns zum Schlafen und so im Hotel Murten in Murten auf. Dieses schmucke Teil habe ich im Mai kennen gelernt, als ich mit einem kleinen Drum und dem Maronichor auf Reisen war…

Am Donnerstag schlug unser Reiseleiter vor, eine Drei-Seen-Fahrt (Murtensee – Neuenburgersee – Bielersee) zu unternehmen. Natürlich willigten alle ein, war doch kein weiterer Vorschlag auf dem Tisch.

Im Bielersee machte ich eine Entdeckung: Es gibt nicht nur „die Kirchen im Dorf“. Nein, nein, es gibt sie auch „im Rebberg“.

Am frühen Donnerstag Abend, nachdem wir in einem italienischen Lokal in der Altstadt Murten mit dem Gaumen und den Augen gegessen hatten, stimmten mich diese Strassenmusikanten auf den Abend ein.

Kaum angekommen in Avenches, liessen wir uns im Amphitheater bei einem Bier (oder waren es zwei?) von den Klängen von Clawfinger erfreuen. Dabei strömten die Fans langsam in die Arena…

Dann kamen sie, die legendären Motörhead. Um 23.15 Uhr startete Lemmy Kilmister mit den Worten „We are Motörhead“ den Rock’n’Roll-Motor.

Bei viel Licht, Schweiss und Bier zelebrierte der Mann mit den vielen Warzen und dem Jahrgang 1945 geilen und dreckigen Rock’n’Roll. Er liess keine Wünsche offen, und war am Anfang sichtlich verladen. Ob das zu viel Whiskey oder zu viel Rock’n’Roll war, bleibt dahin gestellt. Es kommt wahrscheinlich aufs selbe raus. Denn es tat der Show von Motörhead keinen Schaden.

Nach dieser Rock’n’Roll-Party streiften wir noch durch die warme Nacht und die Stände. Dabei erblickten wir noch diesen „lustigen Gsell“…

Das Openair Avenches war einmal mehr Spitze: Herrliche Kulisse, gute Musik und warmes Wetter. Denn vor einigen Jahren war ich schon mal dort und besuchte im Amphitheater die Show von Patent Ochsner und Deep Purple. Rock’n’Roll-Herz, was willst du mehr?

feldwaldwiesenblogger