Warum ich für die Durchsetzungsinitiative bin

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Bildquelle: srf.ch

Ich bin für die Durchsetzungsinitiative. Nach längerem Ringen habe ich mich nun dafür entschieden. Diese Zeilen schreibe ich nicht, um der SVP einen Gefallen zu tun. Sondern uns, den Bürgern. Und auch für die überwiegende Mehrzahl der anständigen Ausländer und Flüchtlinge.

Ich bin der Meinung, dass jetzt mit einer harten Hand durchgegriffen werden muss. Die renitenten und kriminellen Subjekte müssen ohne Wenn und Aber zur Rechenschaft gezogen und ausgeschafft werden. Wenn nämlich jetzt nicht Einhalt geboten wird, reicht in ein paar Jahren die harte Hand nicht mehr.

Die Stimmung könnte kippen, und eine grosse Anzahl Schweizer Bürger ins rechtsradikale Lager abrutschen. Selbstjustiz wäre die Folge. Was zurzeit in Deutschland abgeht, sollte uns nur am Rand kümmern. Die Zeichen der Zeit stehen bei unserem nördlichen Nachbarn leider wieder auf Sturm.

Um solches zu verhindern, muss erstens der Volkswillen akzeptiert und zweitens ausgeführt werden. Was nützen da irgendwelche Initiativen, wenn sie nicht korrekt umgesetzt werden? Die Durchsetzungsinitiative musste leider her…

Für ein Nein argumentieren die Gegner teilweise mit hanebüchenen Fakten. Ehrlicherweise muss ich eingestehen, dass ich mich dabei nicht bis ins kleinste Detail auskenne. Aber: Secondos werden bei harmlosen Vergehen sicher nicht einfach so des Landes verwiesen, wie oft behauptet wird. Von wegen Apfeldiebstahl beim Nachbar, und schon wird der sonst brave „Zweit- oder Dritt-Generatiöntler“ ausgeschafft. Da wird übertrieben und gelogen, dass sich die Balken biegen.

Gerade jetzt, wo nordafrikanische und arabische Flüchtlinge ins Land strömen, müssen diese vor ihren eigenen schwarzen Schafen geschützt werden. Darunter befinden sich, wie in der Silvesternacht zu Köln gesehen, Typen, die hier tun und lassen wollen, was ihnen gerade beliebt. Dazu gehören Untaten, welche beim Grapschen beginnen und irgendwo bei Mord und Totschlag enden. Dem muss rechtzeitig ein Riegel geschoben werden.

Verhaltens- und Anstandskurse für diese jungen Männer? Was soll das bringen? Die lachen doch ob unserer verweichlichten Justiz und unseren Gesetzeshütern. Und: Sie wissen ganz genau, wie sie sich zu benehmen hätten. Die ausfälligen Flüchtlinge und Ausländer reizen unser System bis zum geht nicht mehr aus. Wenn wir wollen, dass die uns nicht eines Tages auf der Nase rumtanzen, muss jetzt gehandelt werden.

Gestern konnte man in der Tagesschau sehen, dass in Paris Bürger jüdischen Glaubens empfohlen wird, auf das Kippa-Tragen zu verzichten. Für ihren Schutz. Aber nicht etwa Schutz vor den Franzosen, sondern vor den extremistischen muslimischen Ausländern. Das ist in meinen Augen praktisch eine Bankrott-Erklärung von Seiten des französischen Staates.

Vor solchen Folgen habe ich ehrlich Angst. Ich möchte nicht, dass es in der Schweiz so weit kommt. Hier sollen alle Bürger, gleich welchen Glaubens oder Herkunft sie sind, friedlich miteinander leben können. Darum: Wehret den Anfängen! Jetzt können wir noch handeln, und Ausländer zur Rechenschaft ziehen, welche sich nicht an unsere Gesetze halten. Als Abschreckung für mögliche Nachahmer, aber auch zum Schutz der Ausländer, die in Frieden und Anstand hier leben.

Nicht auszumalen, wenn die Schweizer Justiz irgendwann kapitulieren muss. Kapitulieren vor Gegenden, beispielweise in Vorstädten, welche irgendwelche Ausländerbanden kontrollieren. Solche Zonen gibt es mittlerweile schon zu Genüge in Deutschland, Frankreich oder Belgien. Wollen wir das tatsächlich? Wollen wir wirklich, dass wir eines Tages nicht mehr Herr über unsere eigene Sicherheitslage sind?

Den Schweizer Behörden droht doch jetzt schon an einigen Orten das ganze über den Kopf zu wachsen. Geben wir doch unseren Gesetzeshütern eine Grundlage, wo sie der überbordenden Ausländer-Kriminalität Einhalt gebieten kann. Denn, wie eingangs erwähnt: Niemand möchte eine Radikalisierung der Bürger. Die wäre (leider) schneller da, als uns lieb ist.
Es gilt, jetzt mit harter Hand durchzugreifen, bevor es zu spät ist.

feldwaldwiesenblogger

Polo Hofer – der geldgierige Schweizer des Jahres?

Ha! Das war gestern wieder ein gefundenes Fressen für die Weltverbesserer. Die Zentralschweiz am Sonntag rüttelte seine Leser schon am frühen Morgen mit der Schlagzeile „Polo bittet Fernsehen zur Kasse“ wach. Und weiter: „Der Schweizer des Jahres nahm nur gegen Honorar an der TV-Show teil.“

polo hofer
Bildquelle: Zentralschweiz am Sonntag

Auf Seite sechs der genannten Zeitung wurde eine Story mit dem Titel „Der Preis war Polo nicht genug“ nachgelegt. Denn: Hofer wurde vor Wochenfrist bei den SWISS AWARD‘s zum Schweizer des Jahres gekürt. Nun ist ausgekommen, dass er für seine Auftritte an den Shows Geld verlangte und bekommen hat. Sermîn Faki, die Verfasserin des Artikels, schrieb unter anderem dazu: „Politiker sind entsetzt“, und „Polo Hofer hat auf seinen Wunsch hin eine Entschädigung erhalten, bestätigt das Schweizer Fernsehen SRF entsprechende Recherchen der Zentralschweiz am Sonntag.“ Es soll sich dabei um jeweils einen „ganz tiefen vierstelligen Betrag“ gehandelt haben.

Diese „Unverschämtheit“ von Hofer rief natürlich sofort die Politiker auf den Plan: „Peinlich, daneben, grenzwertig“ liessen diese verlauten. Allen voran so Gutmenschen wie Filippo Leutenegger (FDP), CVP-Nationalrat Gerhard Pfister, SVP-Nationalrätin Natalie Rickli, FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen und CVP-Nationalrat Martin Candinas. Sie schossen einerseits eine Breitseite Richtung SRG ab – „No Billag und Co.“ lassen grüssen. Andererseits liessen sie an dem in Interlaken geborenen Musiker wegen seiner Forderung kein gutes Haar. Candinas meinte denn auch ganz lapidar: „Der Betrag ist gering. Doch allein die Tatsache, dass er diese Bedingung gestellt hat, finde ich fragwürdig“. Er ist denn auch von „Polo National“ enttäuscht.

Man könnte jetzt ins selbe Horn blasen wie diese „lieben und netten“ Politiker. Aber: Bevor ich das tun würde, lohnt sich ein zweiter Blick auf diese „unerhörte“ Geschichte. Das ganze entbehrt nämlich nicht einer gewissen Komik. Faki ergänzt nämlich zu der „Service-Public-Diskussion“: „Die Tatsache, dass Prominenten eine Gage gezahlt wird, ohne dass diese eine Leistung erbringen, dürfte da wenig hilfreich sein.“ Sie meint auch, dass der SRG wohl nun bald die Flügel gestutzt würden. Wegen solchen und anderen Untaten.

Man kann Hofers Auftritt bei den SWISS AWARD’s, bei welchem er „keine Leistung erbringen musste“, durchaus mit der Promi-Politiker-Kaste um Frau Rickli vergleichen. Im Parlament zu Bern sitzen einige gewählte Abgeordnete, welche oft auch „keine Leistung erbringen (müssen).“ Diese machen das aber nicht etwa gratis – Nein, nein: Diese „Gemütspantoffeln“ werden ebenso fürstlich entlöhnt wie ihre Kollegen von der fleissigen Parlamentsbienchen-Fraktion.

bild blick
Der BLICK griff die Story, mit dem Hinweis auf die Zentralschweiz am Sonntag, ebenfalls auf
Bildquelle: blick.ch

Man könnte nun den Faden weiterspinnen: Viele der Parlamentarier haben meist noch einen Beruf und kassieren dort schon (einen ordentlichen) Lohn. Nebst dem regulären Lohn und einem grosszügigen Parlamentarierhonorar sitzen viele von diesen „Gutmensch“-Politkern noch in diversen Verwaltungsräten. Auch dort wird abkassiert, oft auch für wenig bis keine Tätigkeit.

Und Polo? Der Troubadour der Schweizer Musikszene ist ein Berufsmusiker und lebt „nur“ von seiner Musik. Für seine Auftritte kassiert er eine Gage. Von etwas muss der Mann schliesslich leben. Soweit mir bekannt ist, sitzt der bald 71-jährige nämlich nicht im Bundesparlament und in keinem Verwaltungsrat.
Und, wie Frau Faki zum Schluss ihres Artikels richtig schreibt, schafft Hofer auf seiner Website Transparenz. Denn er sagt Nein zu einer Präsenz ohne Honorar. Ergo wurde Polo vom Schweizer Fernsehen angefragt und nicht umgekehrt. Dieser hat denen zu Beginn erklärt: „Ich komme nur gegen eine Gage“. Denn für den Berner Oberländer war es ein Engagement, in Zusammenhang mit seinem Job als Musiker. Nicht mehr und nicht weniger. Er wurde trotz seiner Honorar-Forderung zur Sendung eingeladen.

Frage an Rickli und Co.: Würden sie ohne Honorar im Parlament oder in irgendwelchen Verwaltungsräten sitzen? Eben. Die Antwort wäre zu 100 Prozent Nein. Also, was soll diese Heuchelei?
Polo Hofer lebte seit jeher von seiner Musik. Und ein Auftritt im Schweizer Fernsehen, auch ohne dass er „eine Leistung erbringt“ ist für den bekanntesten Schweizer Mundartrocker ein Auftritt. So oder so.

Ich möchte nicht wissen, für was alles die in diesem Text erwähnte Politiker-Gilde jeweils Honorare ausstellt. Wenn jemand meint, diese Herrschaften treten irgendwo gratis auf, dann ist das einfach nur naiv.
Deshalb ist der neu gekürte Schweizer des Jahres nicht mehr und nicht weniger geldgierig wie die „entsetzten“ und „enttäuschten“ Politiker. Eines aber unterscheidet diese aber: Polo ist eine grundehrliche Haut und spielt von vorneherein mit offenen Karten. Was man von gewissen Politkern nicht behaupten kann.

feldwaldwiesenblogger

Das Weltwoche-Gemeinderating gibt im Muotathal zu reden

Da ich zurzeit leider erkältet bin, konnte ich mir heute Morgen keine „Jogginggedanken“ machen. Gedanken machte ich mir jedoch bei der Zeitungslektüre und als aufmerksamer Beobachter meiner „Souschul Midia“-Kanäle.

muotathal
(Bildquelle: http://www.myswitzerland.com)

So las ich gestern vom besorgten Weltwoche-Leser R.H. aus M., dass unser Muotathal auf der soeben veröffentlichten Gemeinderating-Liste in Sachen „Dynamik“ nur den Platz 900 von 908 Gemeinden einnehmen soll. Voller Bestürzung nahm ich mich diesem Thema an, und öffnete heute als Erstes den entsprechenden Link im Internet.

Bei näherem Betrachten dieser speziellen Rangliste las ich für’s Muotathal folgendes heraus:
Rang total: 617
Rang Arbeitsmarkt: 230
Rang Dynamik: 838
Rang Reichtum: 717
Rang Sozialstruktur: 900
Rang Steuerbelastung: 21

Fast den letzten Platz erreichten wir bei der Sozialstruktur, und bei der sogenannten Dynamik sieht‘s auch nicht viel besser aus. Wo wir hingegen fast zur Spitze gehören, ist die Steuerbelastung. Das ist doch auch schon was, und lässt sich mit dem Kanton erklären, in welchen wir eingebettet sind: Schwyz.

Wie aber genau ermittelte die Weltwoche diese Plätze?
Dazu stellte das Wochenmagazin folgende Fragen: „Wo lebt es sich in der Schweiz am besten? Wo sind die Jobperspektiven gut, die Arbeitswege kurz? Wo wächst die Schweiz am dynamischsten? Wo sind die Steuern attraktiv? Wo ist der Boden begehrt?“

Weiter meinte die Weltwoche wörtlich: „Analysiert wurden sämtliche Ortschaften mit mehr als 2000 Einwohnern, 908 an der Zahl. Für jede Gemeinde wurden zwanzig Einzelindikatoren erhoben, die soziale und wirtschaftliche Entwicklungen aufzeigen, etwa die Immobilienpreisentwicklung, die Arbeitslosenquote, die Steuerbelastung, die Anzahl Firmengründungen, das Bildungsniveau, die Zuwanderung oder die geografische Erreichbarkeit. Diese zwanzig Einzelindikatoren wurden in fünf Hauptkategorien zusammengefasst.“

Schön und gut, alles übersichtlich dargestellt. Was mich aber am meisten beschäftigt, ist die Frage: Warum um Himmels Willen belegt das Muotathal bei der „Sozialstruktur“ einen dermassen schlechten Platz?
Ich persönlich meine, dass unsere Gemeinde sozial intakt ist, nur ganz wenige Arbeitslose hat und ein reges öffentliches Leben vorweisen kann. Jedermann und –frau findet seinen Platz in unserer Gemeinde, arbeitet entweder im Thal selber oder pendelt einige Kilometer Richtung Schwyz oder noch ein Stück weiter.
Zusätzlich hat es viele verschiedene Vereine und Organisationen, bei welchen viele Leute ihre Freizeitaktivität gestalten.
Ich selber bin kein Vereinsmensch, habe aber meine Möglichkeiten, meinem grossen Hobby Musik nachzugehen.

Der Platz 900 lässt sich mit meinen Überlegungen trotzdem nicht erklären. Und wie das halt vielfach so ist, ist das alles eine Definitionsfrage. Zu diesem Zweck konsultierte ich wieder die Weltwoche, und die schreiben zu „Sozialstruktur“: „Nebst dem Anteil der Bevölkerung, der eine höhere Berufsbildung, eine Fachhochschule oder eine Universität abgeschlossen hat (Bildungsquote), der Anteil der Bevölkerung, der in einer führenden oder selbständigen Position tätig ist (Sozialstrukturquote), sowie das steuerbare Einkommen pro Einwohner.“

Aha, es geht also nicht um das soziale Zusammenleben in unserer Gemeinde, das völlig in Ordnung ist. Vielmehr geht es um die Bildung, Führungspositionen und um selbständige Geschäftsleute. Zudem ist das steuerbare Einkommen ein Faktor.

Aus meiner Warte kann ich dazu sagen, dass es in unserer Gemeinde einige kleinere und mittlere Unternehmen (KMU‘s) gibt. Es gibt verschiedene kleinere bis mittlere Einkaufsgeschäfte, zwei Bankfilialen, kleinere bis mittlere Handwerksbetriebe, einige Garagen sowie Restaurants, um nur einige zu nennen. Für eine Einwohnerzahl von gut 3‘500 finde ich, dass es eine stattliche Anzahl KMU’s hat.

Die Sache mit der Ausbildung sehe ich so, dass sehr viele Menschen in unserem Dorf eine Berufsausbildung absolvieren, und vielfach bis zur Pensionierung ihrem erlernten Beruf treu bleiben.

Als ich seinerzeit in die Kantonsschule nach Schwyz ging, war ich dort für eine kurze Zeit gar der einzige Thaler…
Dies hat sich heutzutage sicher verändert: Einige junge Muotathaler machen die Matura und gehen anschliessend studieren. Auch finden sich heutzutage je länger je mehr junge Leute, die nach ihrer Berufslehre eine Zusatzausbildung machen.
Was mir aber auch auffällt: Viele junge Leute mit einer sogenannt „besseren“ Ausbildung ziehen fort vom Thal.

Dasselbe Phänomen mit dem „Wegziehen vom Muotathal“ beobachte ich auch bei Leuten mit einer Führungsposition. So eine Position nehmen sie meist „in der grossen weiten Welt“ ein, und wohnen dann vielfach gleich dort.

Kein Wunder, ist dann das steuerbare Einkommen pro Einwohner tiefer, wenn vor allem Handwerker und Bauern in unserer schönen Gemeinde wohnen.

Die ermittelnden Faktoren der Weltwoche sind wohl korrekt, zeigen aber in meinen Augen ein leicht verzerrtes Bild. So ist das Muotathal sozial trotz der erwähnten „Sozialstruktur“ völlig gesund. Aber wegen Beruf und Bildung zieht es einige junge Leute fort. Zurück bleiben die einfachen Berufsleute, welche halt weniger verdienen, trotz sehr guter geleisteter Arbeit (von wegen „goldenes Handwerk“). Diese bescheren der Gemeinde weniger Einkünfte und drücken auf die Bildungsquote sowie die Sozialstrukturquote. Diese Faktoren sind es, welche uns leider einen schwachen „Sozialstruktur“-Rang einbringen.

Ich selber wohne gerne in unserer schönen, gemütlichen und von einer herrlichen Natur umgebenden Gemeinde. Von Weggezogenen höre ich meist, dass sie aus Vernunftsgründen gingen und nachher vielfach ein Leben als „Heimweh-Muotathaler“ fristen.

Dieses Weltwoche-Rating sollte der Gemeinde Muotathal nicht allzu grosse Bauchschmerzen bereiten. Was höchstens ein bisschen weh tut, oder noch wehtun könnte, sind halt die nicht gerade riesigen Steuereinnahmen. Ansonsten ist meine Heimat top, und ich bin stolz darauf, dass sie sich zudem für sanften Tourismus entschieden haben.

Wie anziehend die Marke Muotathal aber dennoch ist, sieht man jeweils beim Alpkäsemarkt, beim Theater, bei den Muotathaler Wetterschmöckern und bei der stimmigen Volksmusik im Allgemeinen. Diese Faktoren bringen aber erstens nicht die grossen Geldflüsse und zweitens fliessen sie leidergottes nicht in so ein „Gemeindevergleichs-Dings“ rein. Jä nu!

feldwaldwiesenblogger

feldwaldwiesenblogger macht Ferien

Ferien

Liebe Freunde! In den nächsten beiden Wochen mache ich Ferien und werde in dieser Zeit meinen Blog ziemlich sicher nicht füttern.

Ich freue mich aber jetzt schon wieder darauf, ab dem 11. August wieder zu meinen Lieblingsthemen Schwingen, Musik, Politik und Gesellschaft Beiträge zu schreiben.

In der Pipeline beispielsweise steckt ein Interview mit Manuel Röösli, dem Redaktionsleiter der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG.

Zudem macht mir mein Schwingprojekt sehr viel Freude, und biegt im August in die Zielgerade ein. Von meinen fünf ausgewählten Schwingern sind bis auf Michael Nydegger, der leider verletzt ist, alle in einer Topform.
Gerade gestern durfte ich auf dem Brünig erfreut feststellen, dass die drei angetretenen Philipp Laimbacher, Matthias Glarner und Stefan Burkhalter kranzgeschmückt nach Hause reisen durften. Nicht nur das: Mit Matthias stand gar einer im Schlussgang und Philipp sowie Stefan gehörten gestern zu den Besten ihres Teilverbandes. Ich bin schon ein wenig stolz, dass ich im Frühling gerade diese Schwinger ausgewählt habe.

Es brennen mir aber auch wieder Analysen und Hintergrund-Geschichten zum Schwingsport unter den Nägeln. Beispielsweise die Innerschweizer: Die machten gestern nur einen Kranz weniger als die Berner auf dem Brünig. Aber auf den Rängen eins bis drei sind nur Berner. Wieso ist das so? Meiner Meinung nach, und auch das was ich gestern beim Brünig Schwinget beobachtet habe, haben die Innerschweizer nach wie vor ein grosses Potential. Sie machen nur zu wenig daraus.

Weiter bereite ich mich bereits auf den Herbst/Winter vor. In dieser Zeit lege ich den Schwerpunkt, wie schon berichtet, vor allem auf das Schreiben über die Musik. Es wurden bereits schon einige Dinge angedacht und in die Wege geleitet.

Nun wünsche ich Euch eine gute und erholsame Ferienzeit. Ich wünsche Euch auch endlich schönes Sommerwetter und viele tolle Tage und Stunden!

Euer feldwaldwiesenblogger

Wochenallerlei: Schwingen, Fussball-WM, Schwyzer NFA-Zahlungen und neue Nationalhymne

markus schnider

Gestern schrieb mich der von mir in meinem letzten Beitrag kritisierte Schwinger Markus Schnider (Bild) via Facebook-Messenger an: „Super Kommentar zu Bieri“.

Mir war sofort klar, was der Entlebucher meinte. Ich schrieb ihm umgehend folgendes zurück: „Schei**e… Ich wollte dich nicht persönlich angreifen. Eigentlich freut mich, dass du mir schreibst. Das zeigt mir, dass mein Blog gelesen wird.
Liege ich mit meinem Kommentar total daneben?“

Ich legte noch eine Nachricht nach: „Markus, wenn du willst, darfst du mich anrufen, und mir deine Sicht darstellen.
Wenn ich dich beleidigt haben sollte, dann tut mir das leid und ich entschuldige mich bei dir.“

Markus Schnider rief mich nicht an, schickte mir aber eine kleine Erklärung: „Unfair, das ist für mich etwas anderes. Über die Schwingerhose und die defensive Schwingweise zu schreiben, das ist vertretbar, auch ich mache das Beste aus meinem Gang.
feldwaldwiesenblogger, einerseits macht es mich stolz. Aber das Wort „unfair“ gehört nicht zu mir, sonst frage meine Schwingerkameraden. Ich bin sicher nicht der Angriffigste, aber auch ich mache mein Möglichstes.“

Etwas betroffen setzte ich mich erst mal, und machte mir so meine Gedanken. Dann schrieb ich Markus per Facebook-Messenger noch eine Nachricht: „Ich würde das gerne zum Thema machen, dass ich übers Ziel hinausgeschossen habe. Dass mit dem „unfair“ würde ich gerne richtig stellen. Ist das ok für dich?“

Kurze Zeit später kam die Antwort des jungen Entlebuchers: „Für mich ist das ok. Aber der erste Moment war für mich nicht so schön gewesen. Schwingergruss, Markus Schnider“

Ich habe nun unsere Konversation kurz protokolliert, und so widergegeben, wie sie stattgefunden hat. Dazu möchte ich folgendes sagen, respektive schreiben:
Meine Absicht ist nicht, einen Schwinger bloss zu stellen. Ich habe etwas „übers Ziel hinausgeschossen“, und entschuldige mich deshalb bei Markus und bei seinen Fans, dass ich ihn als „unfair“ bezeichnet habe.

Wörtlich schrieb ich in meinem letzten Beitrag: „Mit seiner nicht gerade fairen Schwingweise stellte Markus Schnider Bieri vor eine schwierige Aufgabe.“ Gemeint ist der dritte Gang von Christoph Bieri gegen Markus Schnider beim ISV in Cham.
Weiter vermerkte ich noch: „Klar, als Gast werden einem halt öfters so „tolle“ Schwinger serviert wie Markus Schnider.“

Diese beiden Aussagen bereue ich im Nachhinein, und gelobe Besserung. Zu den anderen Aussagen betreffs nicht korrekt angezogener Schwinghose und der defensiven Schwingweise stehe ich. Dies sieht im übrigen Markus Schnider ja auch so.
Ich werde in Zukunft persönliche Angriffe auf die Schwinger vermeiden. Kritisieren ja, aber fair und sachlich.

Markus Schnider ist im übrigen ein Kranzschwinger, schwingt für den Schwingklub Entlebuch und wohnt in Escholzmatt. Ich wünsche ihm für den weiteren Saisonverlauf alles Gute und viel Erfolg.

schwingbarometer blick

Schwingerkönig Matthias Sempach ist nach wie vor der „heisseste“ Anwärter auf den Kilchberg-Sieg. Im Vergleich zur Vorwoche sind Christian Schuler und Florian Gnägi aus dem Blickbarometer „geflogen“. Stattdessen nehmen neu die beiden Innerschweizer Benji von Ah und Reto Nötzli ihre Plätze ein. Dies verdanken die beiden ihren starken Auftritten am Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest.

saviese

Am nächsten Sonntag steigt in Savièse (Kanton Wallis) das dritte Teilverbandsfest dieser Saison, dasjenige der Südwestschweizer. Dabei sind gleich beide Berner Schwingerkönige am Start, und aus der Innerschweiz reisen Andreas Ulrich und Benji von Ah an.

Beim Anschwingen trifft besagter Ulrich gleich auf meinen Projektschwinger Michael Nydegger. Bei dieser Begegnung schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits natürlich dasjenige des Innerschweizers, andererseits halt auch das für „meine“ Schwinger.
Schon beim Gang zwischen Bieri und Schnider waren zwei Herzen in mir, wobei das für den starken Aargauer heftiger schlug. Die Beobachtung der fünf Projektschwinger ist schon etwas Spezielles, und ich bin dann nicht so objektiv, sondern mehr ein Fan. Wie man ja nun feststellen konnte.
Ich werde aber künftig versuchen, meine Emotionen im Griff zu halten, und über die Gegner der Projektschwinger fair kommentieren.

Für die Südwestschweizer dürfte es schwierig, ja fast unmöglich sein, den Sieger zu stellen. Zu stark scheinen mir die Gäste. Trotzdem: Ich wünsche dem austragenden Verband viel Erfolg und viele Kränze. Zu hoffen ist auch, dass nicht schon ab dem dritten Gang Gäste gegeneinander antreten müssen. Man wird sehen.

jogi löw

Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich eigentlich fast nur noch übers Schwingen schreibe. Etwas irritiert blickte ich in meinen Blog: Tatsächlich, die letzten Beiträge sind mit wenigen Ausnahmen nur noch unserem Nationalsport gewidmet.

Was soll ich fragenden Lesern nun sagen? JEIN! Denn ich habe mit dem SCHWINGEN so richtig mein Thema gefunden, wo ich gerne beobachte, kommentiere, analysiere und darüber berichte. Es macht mir schlicht und einfach riesigen Spass, über und rund ums Sägemehl-Geschehen zu schreiben.
Aber: Interessante andere Dinge beschäftigen mich zudem nach wie vor. Seien es gesellschaftliche, politische oder sonstige sportliche Aspekte. Gerade die vielen Konfliktherde geben mir zurzeit schon sehr zu denken. Vieles auf unserer Erde ist im Argen. Viele Menschen sind auf der Flucht, wegen Kriegen und bewaffneten Konflikten sowie wegen Dürren und Hungersnöten.

Ich fühle mich bei den Beiträgen über diese armen und hilflosen Menschen so machtlos und hilflos. Ich möchte helfen, einen Beitrag leisten können. Ich weiss nur nicht wie…

Vielleicht ist das Schreiben über’s Schwingen ein Stück weit auch eine Flucht aus der „Krisen-Welt“ in eine „heile Welt“. Vielleicht, aber natürlich nicht nur. Zu sehr schlägt mein Herz für diesen Sport.

Und nun betrachten wir nochmals das Bild mit Jogi: Nicht vergessen möchte ich natürlich die Fussballweltmeisterschaft, welche in der ganz heissen Phase angekommen ist. Die Deutschen zeigten gestern den Brasilianern nämlich so richtig den Meister, oder anders ausgedrückt: Die Brasil-Kicker taten mir gestern richtig gehend leid, wie sie konzeptlos agierten und Zerfallserscheinungen an den Tag legten. So bitter und hart kann Fussball sein!
Deshalb ermahnte Jogi Löw nach dem 7:0 seine Spieler: „Jungs, wir sind hier zu Gast, übertreibt es nicht!“ Müller und Co. hielten sich in der Folge daran und standen den Gastgebern gar den Ehrentreffer zu…

Apropos deutsche Mannschaft: Meistens stehen so um die sechs Bayernspieler für die Deutschen auf dem Feld, gegen Frankreich waren es während kurzer Zeit sogar sieben…
Und wenn man es noch genauer nehmen möchte: Mats Hummels ist ein ehemaliger bayrischer Nachwuchsspieler, und Klose sowie Podolski waren auch mal Bayernspieler. Noch Fragen?
Böse Zungen behaupten überdies, dass Löw Guardiola anbettelte, seine Spieler zu schonen und den Champions League-Pott für dieses Jahr doch mal nicht zu holen. Stattdessen bringe er (Jogi) mit seinen vielen (Bayern)jungs den WM-Titel heim. WM-Spieler im Kader zu haben, sei doch auch was…

Nach dem 5:0 simste ich gestern unseren Präsidenten vom Bayern München Fanclub Zürich an, ob er jetzt ans Finale nach Rio fliege. Denn vor der WM liess er verlauten, dass er nur bei einem deutschen Finaleinzug nach Brasilien fliegen werde.
Er schrieb: „Hab’s vor.“ Ich wünsche viel Spass, Erfolg und den Pott!

Nochmals apropos: Vor der WM hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die deutschen „Journis“ Jogis Mannschaft „schlecht schreiben“. Selbst die Mannschaftsführung machte auf Understatement: „Es läuft nicht so, wie es sollte. Einige Spieler sind nicht fit, andere sind angeschlagen. Das Erreichen des Halbfinale dürfte diesmal ein schwieriges Unterfangen werden.“ Undsoweiterundsofort. So sind sie halt, die lieben Deutschen. Zurückhaltend und sehr bescheiden…

Trotzdem: Mein Gefühl sagt mir, dass Lahm und Co. genauso goldene Jungs sind, wie dazumal Beckenbauer und Co. oder Matthäus und Co. Ich vermute, dass sie den WM-Pokal am Sonntag holen und Deutschland so zum vierten WM-Titel gereichen. Jogis Mannschaft ist jetzt reif dazu.

nfa-kommentar

Ganz anderes Thema. Ich beginne jetzt dann auch bald zu schreien, wie der NLZ-Kommentator Kari Kälin. „Die stetig höheren Beiträge wecken in den Innerschweizer Kantonen Unmut. Schwyz etwa muss die Steuern erhöhen, um die NFA-Pflichten zu erfüllen.“

Mit den NFA-Pflichten ist der Nationale Finanzausgleich gemeint, und mit den „Zahlonkeln“ wir Trottel von Bürgern in den Kantonen Schwyz und Zug.
Gewisse Kantone machen einfach die hohle Hand, und kümmern sich einfach nur ganz schludrig um ihre Finanzen. Wir Deppen aus der Zentralschweiz sind ja zur Stelle.

Nein, meine Damen und Herren aus den Nehmerkantonen. So geht das nicht mehr weiter. Und: Uns nach gewissen EU-kritischen Abstimmungen (zum Beispiel nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative) als Hinterwäldler zu schimpfen, das könnt ihr. Eure Finanzen im Lot zu halten könnt ihr hingegen nicht!

Bei den Zeilen von Kälin kam mir schon die Galle (und teilweise noch mehr) hoch. Denn: Die „rückständigen“ Schwyzer haben es schon immer verstanden vernünftig und vorausschauend zu ihren Finanzen zu schauen. Als Lohn dürfen wir Schwyzer nun einen Teil der anderen Kantone „durchfüttern“.

Ich verstehe da unsere Politiker, dass sie mit Sperrkonto-Plänen kommen, und die Zahlungen an gewisse Bedingungen geknüpft sehen wollen. Ich hoffe, sie haben damit Erfolg!

neue nationalhymne

Ach du Schande, was ist das nur für ein Schwachsinn. Ich frage mich gerade, ob ich für dieses Thema mal einen separaten Beitrag aufwenden soll.
Diese ganze Geschichte macht mich richtig hässig. Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), wohl ein Haufen von linken Wirrköpfen, möchte ums Verrecken eine neue Nationalhymne. Die jetzige sei nicht mehr zeitgemäss. Aus diesem Grund wurde eine Art Wettbewerb ausgeschrieben, und es gingen 208 (!) Textbeiträge ein, aus welchen nun aussortiert wird.

Ich frage mich jetzt: Wer hat das entschieden? Wurde das Volk jemals befragt, ob sie eine andere Hymne möchte? Nada, Nein, Nie!

Die SGG sieht sich aber nun bemüssigt, das durchzuführen. Auf wessen Geheiss und aus welchen dubiosen Gründen auch immer. Aber vermutlich ist der Grund ein ganz simpler: Denen klingt unser schöner Schweizer Psalm wohl zu sehr nach Schweiz. Denn unter diesen SGG-Leuten hocken eine Menge Euro-Turbos, die lieber heute als Morgen Brüssel statt Bern als Hauptstadt möchten. Die neue Hymne kann diesen Leuten nicht international genug klingen, beispielsweise so:
„Oh EU du mein Freund, lass uns ein einig Land mit vielen lieben Bürgern sein.
Schaffet ab die direkte Demokratie, reisset nieder die Landesgrenzen!“

Aargh! Da liefere ich diesen Internationalisten gleich noch eine Steilvorlage…
Aber etwas scheinen diese netten „Hymnensucher“ vergessen zu haben: Es ist immer nur die Rede von „Texten“. Wie sieht es mit der Melodie dazu aus?
Wird da womöglich ein internationaler und EU-tauglicher Trällertext zur „Trittst im Morgenrot“-Melodie gesucht? Das wäre ja dann schon die Höhe…

Leute, wir müssen uns wehren! Wenn wir schon nicht gefragt werden, dann behelfen wir uns mit anderen Mitteln. Wie wäre es mit einer entsprechenden Facebook-Gruppe?

Nun habe ich genug für heute, und schrieb wohl wieder übers Schwingen, aber nicht nur.
Zudem: Es kommt ja auch der Herbst und der lange Winter (obwohl ich momentan schon das Gefühl habe, es sei schon tiefster Herbst). In diesen Monaten gedenke ich, mich meiner anderen grossen Leidenschaft, der Musik, schreibtechnisch zu widmen.

Tschüss, bis zum nächsten Mal!

feldwaldwiesenblogger

Mittwoch, du armer Esel…

Für einmal mache ich genau das gleiche wie die wohl zurzeit berühmteste Bloggerin der Schweiz, Yonni Meier alias Pony M.: Einfach nur drauf los bloggen. Unlängst schrieb Yonni nämlich einen Beitrag in der deutschen Ausgabe der Huffington Post, mit dem Titel „Lieber Freitag, du geile Sau!“ Da dachte ich mir: Das mache ich auch wieder mal! Einfach drauf los schreiben, die Worte in die Taste hauen, wie sie mir grad in die Finger „schiessen“.

In letzter Zeit hatte ich vor allem auf journalistische Art und Weise gebloggt. Ich habe an den meisten Texten während mehreren Tagen (einmal sogar Wochen) gearbeitet. Das macht und machte natürlich auch sehr viel Spass. Einen Text gedeihen lassen, wie ein kleines Bäumchen, welcher zu einem ausgewachsenen Baum mit all seinen Ästen und Strukturen heranwächst.
Es ist dann alles gut ausgedacht, fast ohne Fehler, aber auch praktisch ohne irgendwelche spontanen Wortkreationen.

Heute aber, an einem „hundskomunen“ Mittwoch, lasse ich die Finger über die Tastatur springen, und huldige, wie Yonni, auch einem Wochentag. Ich mache das aber nicht für den Freitag, die geile Sau, sondern für den Mittwoch, den armen Esel.

Yonni schrieb in ihrem „geilen Text“: „Freitag hingegen ist der kleine, dicke Bruder, der auch mit 40 noch Freude dran hat, an Poolpartys Arschbomben zu machen, auch wenn alle anderen schick angezogen mit einem Glas Prosecco in der Hand dekorativ rumstehen und Konversation machen.

Sie machte aus einem Wochentag eine menschliche Kreatur zum Anfassen.
Man muss wissen: Yonni Meier alias Pony M. studierte Psychologie. Sie darf also von Berufes wegen so mit Wochentagen umspringen. Sie studierte vorher aber auch Sprachwissenschaften, und weiss somit natürlich bestens mit Worten um zugehen. Mit ihnen zu spielen und in einem Text zusammen zu fügen.

Ich muss zugeben: Yonni‘s Schreibe gefällt mir. Meier hat damit auch riesig Erfolg. Sie hängte nämlich Ende letzten Jahres ihren Job an den Nagel, und eröffnete auf Facebook einen Account unter ihrem Bloggerpseudonym Pony M. Sie hatte sofort viel Zuspruch, sprich „Likes“. Inzwischen haben sage und schreibe 27‘962 Personen (Stand heute) „gefällt mir“ geklickt. Wahnsinn! Ich fragte mich (und frage mich noch immer), wie sie das nur gemacht hat, und habe deshalb in einige Texte reingelesen. Eine mögliche Erklärung dazu ist: Sie trifft genau den (Sprach)nerv der Zeit und der jungen sowie jung gebliebenen Menschen. Yonni schreibt inzwischen nebst in ihrem eigenen Facebook-Account und für die erwähnte Huffington Post, auch für das Zürcher Satiremagazin KULT und das Schweizer Newsportal Watson.

Wir waren beim Mittwoch, dem armen Esel. Aber, wieso eigentlich armer (hängender) Esel? Wegen der Wochenteilung? Wegen der Lage innerhalb der Woche, irgendwo in der Luft des Niemandslandes?
Der Mittwoch ist nämlich weder Fisch noch Vogel, er ist vermutlich einfach so zum „armen“ Esel geworden. Arm nicht im Sinne güter- und mittellos…

Mittwoch ist aber auch der Wochentag, wo sich viele aufmachen und irgendwo die Wochenmitte feiern. Wie die „dummen“ Esel! Am Donnerstag gehen sie dann stark verkatert an die Arbeit, und verfluchen sich wegen dem feucht-fröhlichen Mittwochabend als arme (idiotische) Esel.

Und weiter: Am Mittwoch ist auch öfters Fussball angesagt, Champions League. Am Mittwoch haben viele Musikformationen Probe. Mittwoch ist auch ein beliebter Tag für Abendsitzungen. Die Liste der guten Dinge ist lang. Aber zu einem „geilen Sau-Tag“ wird der Mittwoch nur zweimal im Jahr: Vor Auffahrt und Fronleichnam. An diesen Mittwöchern ist der Mittwoch wie ein Samstag, also nicht mal ein Freitag (capito?). Und abfeiern darf man dann, wie ein Esel, du meine Güte!

Inzwischen hämmere ich wie ein Berserker die Worte in meine Tastatur. Die Buchstaben purzeln mir nur so aus dem Ärmel, recht so…

Und sonst? Heute ist Mittwoch und ich bin etwas müde, da ich gestern Abend zusammen mit 13‘000 anderen Zuschauern dem Top-Entertainer Robbie Williams im Hallenstadion die Ehre erwies. An einem Dienstag, wohl verstanden, war ich im Ausgang an einem Konzert!
Ich habe glücklicherweise keine Nachwehen, für solche Sperenzchen war mir die Woche bisher dann doch noch zu kurz…

Aber: Irgendwie habe ich den Eindruck, dass heutzutage die klassische Wochenaufteilung von früher ziemlich aufgeweicht wurde. So wie Yonni den Freitag beschreibt, könnte man auch einen anderen Wochentag heranziehen. Der Mittwoch muss auch nicht unbedingt der Eseltag sein. Klar, Wochenende ist Wochenende. Aber bei vielen Menschen habe ich oft der Eindruck, dass sie die Tage nehmen, wie sie grad kommen. Eine typische Wochenstruktur ist oft nicht mehr zu erkennen. Man kann problemlos schon am Montag einen drauf machen, dafür ist man am Samstag zu Hause und guckt „Voice of Switzerland“…

Für mich hatte früher jeder Wochentag so seinen eigenen Charakter, oder auch eine eigene Farbe. Der Montag beispielsweise war grau und kalt. Heute spüre ich diese Eigenschaften nicht mehr so extrem. Eine Verwässerung ist eingetreten. Wieso auch immer. Die Digitalisierung, die Geschwindigkeit unserer Zeit: Alles ist immer in Bewegung. Genauso wie die EU ihre Mitgliedsländer gleichschalten will, ist es bereits mit den Wochentagen geschehen. Die grossen Unterschiede von früher sind verschwunden.

Trotzdem: Für mich als „kleiner“ Nostalgiker bleibt der Mittwoch der „arme Eseltag“. Jede Tradition lasse ich mir nicht nehmen. Wenn ich nun einen Lieblingswochentag „benamsen“ müsste, wäre der Mittwoch nicht dabei. Freitag? Vielleicht Freitag. Bestimmt nicht Mittwoch, denn du bist und bleibst ein armer Esel…

feldwaldwiesenblogger

Ist ein Kopftuchverbot wirklich angebracht?

In unserem Land wird ab und zu über ein Kopftuchverbot nachgedacht, vor allem an Schulen. Ich frage mich dann jeweils: Ist so ein Kopftuchverbot wirklich angebracht?

Besonders die SVP versucht sich rege in diese Diskussion einzubringen. Gerade gestern Dienstag war im 20 Minuten zu lesen: „Die SVP Oberwallis hat einer Initiative zugestimmt, die das Kopftuch an öffentlichen Schulen des Kantons verbietet.“
Weil eine Motion im Grossen Rat des Kanton Wallis gescheitert war, will die SVP jetzt eine Initiative lancieren, welche das „islamische Kopftuch an öffentlichen Schulen“ verbieten soll.

„Wieso?“ will ich wissen, und fragte gestern bei der SVP-Sektion Oberwallis nach. Ich bat zudem nach einer Begründung.
Eine Antwort habe ich leider (noch) nicht erhalten.

Ohne jetzt gross das Internet betreffs dieses Themas abzuklappern, schreibe ich frisch-fröhlich von meiner Leber weg, und versuche mein Unverständnis für ein Kopftuchverbot zu begründen.

Als Erstes muss ich festhalten: Eine Vollverschleierung entweder mit Burka (Ganzkörperverschleierung, inklusive Gesicht) oder mit Niqab (Gesichtsschleier) finde ich in einem nicht islamischen Land wie der Schweiz problematisch. Verbieten ist immer so eine Sache: Darf man das? Wann tritt man bei einem Menschen zu weit in die Intimsphäre ein? Zudem: Wie viele vollverschleierte Frauen laufen bei uns wirklich durch die Gegend?

Trotzdem: Ein Gesichtsverschleierungs-Verbot an Schulen, an Arbeitsplätzen und allgemein im Umgang mit Behörden und Ämtern finde ich angebracht. Wie diese Frauen das untereinander handhaben (zuhause, in der Familie oder in Moscheen), geht uns hingegen schlicht nichts an. Deshalb bin ich nicht für ein Totalverbot des Gesichtsschleiers, sondern nur für ein sogenanntes Zonen- oder Rayon-Verbot. Ganz einfach aus dem Grund: Wie soll man solchen Menschen an nicht religiösen Orten und Gemeinschaften begegnen? Man möchte doch dem Gegenüber beim Gespräch in die Augen sehen können. Und: Wie ich meine, geziemt das auch der Anstand.

Das Kopftuch ist hingegen nur eine „Verschleierung“ der Haare. Wie das aber einen Mitmenschen stören kann, begreife ich beim besten Willen nicht.
Möchten denn die weniger toleranten Mitmenschen die islamischen Frauen nur anhand ihrer Haarfrisur beurteilen, oder sie gar auf dem Kopf berühren?

Ich meinerseits finde diese Diskussionen reichlich überflüssig. Ich erinnere nur daran, dass unsere Grossmütter und teilweise noch unsere Mütter jeweils auch Kopftücher trugen. Störte das damals jemanden? Eben…

Deshalb wittere ich hier von Seiten der SVP und der Anhänger von Kopftuchverboten nur rassistische oder religiöse Ambitionen. Dieser Fakt ist einfach schade, gerade in einem freien und liberalen Land der Schweiz.

Was stört diese Leute an einem so harmlosen Kleidungsteil wie dem Kopftuch? Man könnte fast meinen, dass die einen dies als Waffe oder gar als Aufforderung zu Gewalt betrachten.

Meiner Überzeugung nach dürfen sich die Menschen kleiden wie sie wollen, solange sie mir beim persönlichen Gespräch ihr Gesicht zeigen. In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit, ein Grund- und Menschenrecht. Diese „Freiheit“ interpretiert halt jeder ein bisschen anders. Ich trage zum Beispiel als Zeichen meines christlichen Glaubens ein kleines Kreuz um den Hals. Ein Kapuziner läuft wegen seines Glaubens und Zugehörigkeit zu einem Orden mit einer Kutte rum. Einige Musliminnen tragen auch als Zeichen ihrer Religionszugehörigkeit eine Burka oder ein Kopftuch. Wo ist da der Unterschied?

Ich bin aber auch dafür, dass sich unsere Schweiz einen Deut um irgendwelche Gerichtsbeschlüsse der EU kümmert und Kruzifixe in unseren Schulzimmern nicht abhängen lässt. Ich bin da einfach konsequent, und meine, dass man nur mit gegenseitiger Toleranz weiter kommt.

Die Schweiz ist von der Geschichte her ein christliches Land, also lassen wir unsere Kirchen im Dorf und die Kruzifixe an den Wänden.
Ich erwarte daher von unseren islamistischen Immigranten, dass sie unsere Kruzifixe akzeptieren. Wir hingegen lassen ihnen im Gegenzug ihre Kopftücher an öffentlichen Orten (Schulen, Behörden etc.) und in ihrer Privatsphäre ihre Vollverschleierung.

Wenn schon dann schon denke ich die Sache zu Ende und möchte als stolzer Schweizer meine Mitmenschen an die Rechte und Pflichten im Umgang mit den anderen hinweisen. Dazu gehört auch das Recht auf Religionszugehörigkeit und der gegenseitige Respekt Andersgläubiger.

Ich war zwar auch für die Masseneinwanderungsinitiative. Aber: Ich verwechsle nicht Äpfel mit Birnen, wie das die SVP ab und zu macht. Die „Masseneinwanderer“ bestehen ja nicht nur aus Musliminnen mit Burka und Niqab, ganz im Gegenteil. Dieses Plakat wurde komplett daneben gestaltet, und hat mit der Realität der jährlichen Einwanderung nicht viel zu tun. Tatsache ist, dass der grösste Teil der Zuwanderer aus dem EU-Raum sind, vor allem Deutsche. Diese sind meines Wissens mehrheitlich Christen und keine Muslime.

Die SVP nimmt gerne ein „paar Fehler“ in Kauf und „verwechselte“ zu ihrem Vorteil mit obigem Plakat die Masseneinwanderung mit den Asylströmen. Das finde ich ehrlich gesagt schäbig und höchst unfair. Die Asylproblematik mit der Masseneinwanderungs-Thematik zu verwechseln ist mehr als nur Augenwischerei. Das ist schlicht Fehlinformation!

Deshalb bleibe ich lieber pragmatisch, und entscheide für mich, wie’s die jeweilige Situation erfordert. Blind einer Partei nachrennen ist einfach nicht mein Ding. Denn da werden von links bis rechts die Dinge so hingerückt, wie es grad zum Vorteil gereicht. Das entspricht einfach nicht meinen ethischen und moralischen Vorstellungen, wie eben auch ein Kopftuchverbot für Musliminnen an Schulen.

feldwaldwiesenblogger