Ein unschuldiger Wintermorgen

Gestern ging ich bereits schon am Morgen ins Mythengebiet, um meine Skisaison zu eröffnen. Was ich dabei antraf war wie aus einem Märchen entsprungen. Jungfräuliche Schneehänge mit Pulverschnee, verschneiten Bäumen, klarer Luft und blauem Himmel.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Der Morgen war einfach perfekt, eben wie ein unschuldiger Wintermorgen. Eben aus dem Schneeschlaf von letztem Tag und Nacht erwacht, und sich noch die Augen reibend. So einen Moment erleben zu dürfen ist einfach ein Geschenk, und kaum in Worte zu fassen. Die Bilder sagen dagegen mehr als tausend Worte.
Dabei traf ich nur auf wenige Leute, und man konnte seine einsamen Schwünge in den Neuschnee zeichnen.

Hinter mir am Bügellift hörte ich zweimal Gesang. Das erste Mal schon zu Beginn des Morgens, als ein älterer Herr mit grauen Haaren voller Inbrunst sang. Er traf zwar nicht immer alle Töne. Dafür kam sein Singen aus tiefstem Herzen und erinnerte an solch ideale Momente wie zu jener Zeit. Irgendwie klang der Gesang auch etwas wehmütig, wohl wissend, dass solche Momente schnell wieder vorbei sind.

Anders der gegen Mittag ertönende Gesang hinter mir: Eine ganz junge Stimme sang, als ob sie den Kopf voller Flausen hat. Auch diese Stimme traf nicht immer alle Töne. Sie erklang aber aus leuter Freude am schönen Wetter, dem Schnee und des freien Nachmittages um dem Skifahren frönen zu können. Von Wehmut hier keine Spur, stattdessen pure Lebenslust, die aus lauter Kehle raus musste.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Gegen Mittag verlor der Wintermorgen leider seine Unschuld. Die Temperaturen stiegen merklich. Der Schnee war nun verfahren und bildete richtige kleine Haufen. Da vorher schon nur eine dünne Unterlage vorhanden war, auf den Ibergeregg-Pisten kaum mehr das, fuhr man da und dort wieder aufs „Lebige“ runter. Die dunklen braunen Flecken der Grasnarbe lugten an einigen Stellen wieder hervor.
Petrus lass es doch bitte auch in unseren Skigebieten auf der Alpennordseite bitte gut und gerne einen Meter schneien, und zwar in die Höhe und nicht in die Breite!

Gegen Mittag zogen von Westen her leider auch wieder Wolken auf. Die Vorboten des nun heute vorherrschenden Föhns.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)


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feldwaldwiesenblogger

Was haben wir zur Zeit: Bereits Frühling, einen verlängerten Herbst, oder doch Winter?

Die eingangs gestellte Frage stellen sich wohl zur Zeit viele. Selbst die Wetterschmöcker twitterten am Samstag:


(Quelle: twitter.com/M_Wetterprophet)

Also auch im ob Muotathal gelegenen Bergtal Bisisthal ist kein (richtiger) Winter anzutreffen. Ja, er soll sich laut den Wetterschmöckern sogar „verborgen“ (versteckt) haben.

Milde Temperaturen im Januar und wenig bis kein Schnee: Ist das jetzt die Verlängerung des Herbstes oder sind das bereits die Vorboten des Frühlings?

Man weiss es nicht. Doch, wie unsere urchigen Wettermannen richtig vermuten: Petrus weiss es, und lässt es irgendwann an einem „ruchen“ Tag schneien. Spätestens zu Ostern ist es weiss und kalt. Denn schon letztes Jahr war es an Ostern deutlich kälter als die Weihnachtstage ein paar Monate davor…

Sind das jetzt nun die Auswirkungen einer bereits eingesetzten Klimaerwärmung, wie uns Professor Thomas Stocker weismachen möchte?


(Bildquelle: http://www.ethlife.ethz.ch)

Der wohl berühmteste Klimaforscher der Schweiz, auch in der internationalen Klimaforschergilde eine wichtige Persönlichkeit, predigt, dass die Klimaerwärmung erwiesen sei.

Aber: Klimaerwärmung und Wetterkapriolen sind eigentlich nicht gleich zu setzen. So macht ein milder Winter noch keinen Frühling, aber einen sehr langen Herbst…

Die Klimaerwärmungs-Jünger sind betreffs Schneefallgrenze jetzt schon überzeugt, dass sie wegen der Klimaerwärmung in letzter Zeit höher zu liegen kam. Wirklich? Die zahlreicheren Schneekanonen in tieferen Lagen sind nämlich kein Indiz dafür. Die gab es früher einfach noch nicht.

Meine Wenigkeit ist, wie auch Wettermissionar Martin Horat (Rothenthurm), der Meinung, dass eine Klimaerwärmung nicht einfach wegen ein paar ausgedehnten Messreihen in der jüngsten Geschichte Tatsache ist.


(Quelle: feldwaldwiesenblogger)

Horat verriet mir bei einem Telefoninterview am 21.12.2012 (Telefoninterview mit Martin Horat, Wettermissionar aus Rothenthurm):
„Es gibt schon eine Klimaerwärmung, nur ist das keine kurzfristige Sache, wie das die Medien gerne darstellen. Eine Klimaphase gehe über eine längere Zeitspanne, ja sogar über Jahrhunderte.“

Weiter erzählte der Wettermissionar:
„Aus den alten Chroniken ist ersichtlich, dass es beispielsweise im 16. Jahrhundert sehr warme und trockene Sommer, aber auch sehr kalte Winter gab. Der Grindelwaldnergletscher ging seinerzeit 1500 Meter retour, wuchs aber noch im gleichen Jahrhundert wieder nach.
Martin meinte weiter, dass es in den letzten 3 Millionen Jahren 44 Eiszeiten und demzufolge auch 44 „Klima-Erwärmungen“ gab.
Die Klimaerwärmung, welche sich immer wiederhole, sei somit keine kurzfristige Sache.“

Ich sehe es wie Martin Horat. Eine Klimaerwärmung ist nicht einfach nur mit Messdaten der letzten 100 Jahre belegbar. Denn diese Zeitspanne ist ja höchstens (wenn überhaupt!) eine Tausendstel-Sekunde im Leben unserer Mutter Erde.

Wenn schon dann schon hätte Professor Stocker bereits schon zu Zeiten der Dinosaurier mit Messungen beginnen müssen. Denn aus diesem Material, welches Daten seit 235 Millionen Jahren (Quelle: Wikipedia) generiert hätte, könnte man tatsächlich etwas über eine messbare Klimaerwärmung aussagen.

Aber so? Da bleibe ich doch lieber bei meinen eigenen und jenen vom Wettermissionar gestützten Thesen, dass eigentlich klimaerwärmungstechnisch nichts belegbar ist. Ausser, man zöge die Daten von den alten Chroniken zu Hilfe. Denn die gehen definitiv weiter zurück, als die Messserien der weltweiten Klimaforschung.

So bleibt mir nur die Bemerkung, dass man das Wetter so nehmen soll, wie’s halt grad ist und kommt. Ich selber freue mich über den „Minifrühling“ im Winter und geniesse ihn auch. Zudem plagen mich zur Zeit Rückenschmerzen, welche ein Skifahren nicht unbedingt erlauben würden.

Petrus nimmt aber weder auf meine Rückenschmerzen, noch auf die Frühlingssüchtigen oder die Schneeherbeisehner Rücksicht: Er lässt es dann schneien, wenn’s ihm passt und danach ist. Eben: „irgend amä ruchä Tag“.

feldwaldwiesenblogger

Steckbrief des Wolfsmörders von Tamins

Heute Morgen las ich im Bote der Urschweiz folgenden Artikel:


(Quelle: http://www.bote.ch)

Da ich den Abschuss dieses Jungwolfes und das elendigliche „Verrecken lassen“ dieses Tieres abscheulich und grässlich finde, biete ich dem Sheriff von Tamins meine Hilfe an.

Ich erstellte deshalb heute Morgen einen Steckbrief des mutmasslichen Täters und stellte ihn dem Ordnungshüter zu.


(Quelle: feldwaldwiesenblogger)

Der Sheriff von Tamins nahm meinen erstellten Steckbrief dankend entgegen. Er sagte mir, dass für Hinweise zur Ergreifung des Wolfsmörders bis zu 4000 US-Dollars oder umgerechnet 10’000 Schweizer Franken an Belohnung ausbezahlt werden.

Also, ihr Kopfgeldjäger des Landes, macht euch auf und sucht den steckbrieflich gesuchten Wolfsmörder!

feldwaldwiesenblogger

Die beiden Mythen von Schwyz standen vor Jahrmillionen als Inseln in einem Ozean

Als Nachtrag zum gestrigen Blogbeitrag „Der Ozean ist gekippt“ habe ich heute ein paar interessante geologische Informationen betreffs „Ozean-Geschichte“ bei uns in Schwyz.

Geologische Informationen betreffs „Ozean-Geschichte“ bei uns in Schwyz?
Irgendwie hat jeder von seiner Schulzeit her ein paar Geografie-Erinnerungen. Vorausgesetzt man(n oder frau) sass beim Unterricht nicht immer am berühmten Fenster. So erinnere ich mich noch schwach an den Begriff „Kreidezeit“. Just in jener Kreidezeit war Schwyz noch ohne Mythen, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Zu jener Zeit sollen der Grosse und der Kleine Mythen als Inseln weiter südlich aus dem Meer geragt haben. In der besagten Kreidezeit schwammen die beiden Berge als Inseln in Mitten des Penninischen Ozeans.

Wikipedia weiss zum Begriff Penninischer Ozean:
Der Penninische Ozean war ein Tiefseebereich innerhalb der alpinen Tethys, der von der Trias bis zur Kreide-Zeit existierte. Sein Nordufer war der äußerste Rand der Europäischen Platte (heute u.a. das Helvetikum der Alpen bildend), sein Südufer die Apulische Platte und die damit verbundene Adriatische Platte (heute Ost- und Südalpin). Der Penninische Ozean wurde während der Alpidischen Orogenese vollständig geschlossen, und bildet heute den überwiegenden Teil der Einheiten des Penninikums.


(Quelle: unbekannt)

Diese geologischen Informationen um „unsere beiden Mythen“ erhielt ich heute Morgen per Zufall von einem Arbeitskollegen. Wie ich meine, ziemlich passend. Denn ich hatte mich gestern, wie eingangs erwähnt, mit dem Ozean beschäftigt. Ich erwähnte dabei auch, dass wir hier bei uns in einem Binnenland leben. Das ist natürlich eine Tatsache. Trotzdem: Wir dürfen niemals vergessen, woher das Leben auf unserer Erde ist, und womit vor Urzeiten unsere Erde bedeckt war. Nämlich mit dem Ozean, und der war damals auch bei Uns, oder zumindest ganz in der Nähe.


(Bidlquelle: unbekannt)

Als sichtbares Zeugnis einer Ozean-Existenz bei uns ist der rote Gipfelbereich beim Grossen Mythen. Dieser besteht, wie wir nun gelernt haben, aus Schieferkalk aus der Oberkreide.

Übrigens, Wikipedia meint zum Begriff Kreidezeit folgendes:
Die Kreide (in der populärwissenschaftlichen Literatur oft auch Kreidezeit, lat. Cretaceum) ist ein Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Innerhalb des Mesozoikums (Erdmittelalter) ist es das jüngste und mit 80 Millionen Jahren das am längsten dauernde chronostratigraphische System (bzw. Periode in der Geochronologie). Sie begann vor rund 145 Millionen Jahren mit dem Ende des Juras und endete vor etwa 66 Millionen Jahren mit dem Beginn des Paläogens, dem ältesten chronostratigraphischen System des Känozoikums.

Gestern hatte ich euch den erschütternden Bericht des Seglers Ivan Macfadyen zum Lesen. Heute sind es ein paar geologische Informationen, welche uns verdeutlichen sollen, woher unser Leben kommt.
Damit wir den Ursprung unseres Lebens nicht einfach sinnlos „zumüllen“, müssen wir uns alle am Riemen reissen.

Jeder kann auf seine Weise einen kleinen Beitrag zur Erhaltung unseres Lebensraumes leisten. Sei dies mit Informationen, die man anderen zugänglich macht, wie ich es gestern und heute gemacht habe. Oder aber auch mit einem wachen Geist und offenen Augen. Mit denen man durchs Leben geht, und sich dabei auch ein paar vernünftige Gedanken zur Umwelt und deren Schutz macht, und wie man dies auch konsequent anwendet.

feldwaldwiesenblogger

Der Ozean ist gekippt

Gestern erhielt ich von einem Kollegen einen schockierenden Reisebericht eines Seglers namens Ivan Macfadyen. Diesen aufrüttelnden Bericht möchte ich euch nicht vorenthalten, und habe ihn in der Folge komplett in diesen Blogbeitrag verpackt.

Die Quelle des besagten Reiseberichtes ist: „The ocean is broken – Der Ozean ist gekippt, By Greg Ray, Newcastle Herald, 22. Oktober 2013

Da mir der Name Ivan Macfadyen überhaupt nichts sagte, gab ich ihn bei Wikipedia ein, leider ohne Ergebnis.
Eine Google-Suche mit diesem Namen ergab 259’000 Treffer, unter anderem eine Internetseite mit dem findigen Namen „netzfrauen – Was eine nicht schafft, schaffen viele„. Darin findet sich ebenfalls der erwähnte Reisebericht, praktisch wortwörtlich wie ich ihn auch widergebe.

Ein anderer Link führte mich auf die Segelreporter.com-Homepage. Dort fasst Michael Kunst unter dem Titel: „Müll im Meer: Australischer Segler berichtet von riesigen Müllflächen im Pazifik – Geschändeter Ozean“ den Reisebericht zusammen und ergänzt ihn mit eigenen Worten.

Hier also nun der komplette Original-Reisebericht:


(Bildquelle: Greg Ray, Newcastle Herald)

«Es war die Ruhe, die diese Reise anders machte als alle anderen vorher. Nicht die Abwesenheit von Geräuschen, genauer gesagt. Selbstverständlich bewegte der Wind geräuschvoll die Segel, und man hörte das Pfeifen und Klappern im Gestänge. Auch die Wellen schlugen gegen das Fiberglas der Bootswand.

Und dann waren da all die anderen Geräusche: Ein Schlagen, Reiben, Kratzen und Klopfen, wenn das Boot mit den vielen Abfällen in Berührung kam.

Aber es fehlte das Schreien jener Meeresvögel, welche unser Boot während all der anderen Reisen umkreisten. Die Vögel fehlten, weil die Fische fehlten.»

Vor genau 10 Jahren, als der Segler Ivan Macfadyen von Newcastle auf dem genau gleichen Kurs segelte, brauchte er zwischen Brisbane, Australien und Osaka (Japan) lediglich eine Angel ins Wasser zu halten, um einen Fisch zu fangen.


(Bildquelle: Greg Ray, Newcastle Herald)

«Damals verging kein Tag auf der 28-tägigen Reise, ohne dass wir einen gut gewachsenen Fisch fingen, den wir danach kochen und zusammen mit Reis essen konnten», erinnerte sich Macfadyen. «Aber dieses Mal fingen wir auf der ganzen Reise nur 2 Fische.»

Keine Fische – keine Vögel – kaum ein Zeichen von Leben.

«Nach all den Jahren hatte ich mich an das Gekreisch der Vögel gewöhnt», sagte er. «Sie haben das Boot begleitet, sich manchmal auf dem Masten ausgeruht, um sich dann wieder in die Lüfte zu schwingen.»

Im März und April dieses Jahres war das Boot umgeben von Stille und Trostlosigkeit.

Nördlich des Äquators, nördlich von Neu Guinea, sahen wir grosse Fischerboote, die den Riffen entlang fuhren. «Die grossen Schiffe fuhren ständig vor und zurück», sagte er. In der Nacht ging die Arbeit weiter, sie verwendeten helles Flutlicht.

Eines Morgens weckte der Crew-Partner Madfadyen, weil ein Hochgeschwindigkeitsboot gestartet war. «Ich war besorgt. Wir waren unbewaffnet und Piraten sind eine echte Gefahr in diesen Gewässern. Ich dachte, wenn diese Typen bewaffnet sind, stecken wir in grossen Schwierigkeiten.»

Aber es waren keine Piraten, zumindest nicht im üblichen Sinne. Das Boot legte seitlich an, und der Melanesier bot uns Geschenke an, Früchte und Eingemachtes. «Zudem gaben sie uns fünf grosse Zuckersäcke gefüllt mit Fischen. Es waren gute, grosse Fische, unterschiedliche Sorten. Einige waren frisch, andere hatten offensichtlich eine Weile in der Sonne gelegen.»


(Bildquelle: segelreporter.com)

Wir sagten ihnen, dass wir absolut keine Möglichkeit hätten, all diese Fische zu verwenden. Wir waren nur zu zweit, und wir hatten auch gar keinen freien Stauraum. Sie forderten uns auf, sie einfach über Bord zu werfen – das hätten sie ohnehin auch getan.

Sie erzählten, dies sei ein winziger Teil des Beifanges eines Tages. Sie wären nur an Thunfisch interessiert, alles andere sei lediglich Abfall. Die Fische wurden getötet und weggeworfen. Sie fuhren dem Riff entlang, Tag und Nacht, und fingen jedes Lebewesen das sich zeigte.

Macfadyen wurde sterbensübel. Hier sah er, was ein einziges Fischerboot anrichtete, und er wusste, dass unzählige weitere Boote hinter dem Horizont auf die gleiche Weise fischten.

Kein Wunder, dass das Meer tot war. Kein Wunder, konnte er mit der Angel nichts fangen. Es gab nichts mehr zu fangen.

Das mag depressiv klingen – aber es kam noch schlimmer.

Eine weitere Reiseetappe ging von Osaka nach San Francisco. Die meiste Zeit während dieser Reise waren sie umgeben von einer Übelkeit erregenden Verwüstung.

«Nachdem wir Japan verlassen hatten, fühlte sich der Ozean tot an. Wir sahen kaum je eine lebende Kreatur. Wir sahen einen einzigen Wal, der sich hilflos an der Wasseroberfläche bewegte. Ein grosser Tumor wurde sichtbar an seinem Kopf – es war schlimm.»

«Ich bin viele Seemeilen gefahren in meinem Leben, und ich bin es gewohnt, Schildkröten, Delphine, Haie und zahllose Vögel zu sehen. Aber dieses Mal war auf 3000 Seemeilen nichts Lebendiges zu sehen.»

«Stattdessen gab es Abfall in unglaublichen Mengen.»

Ein Teil davon waren die Überreste des Tsunamis, welcher Japan vor zwei Jahren getroffen hatte. Die Welle rollte über riesige Landstriche, und trug unglaubliche grosse Mengen von Trümmern aufs Meer hinaus.
Ganze Nester aus verwickelten, synthetischen Seilen, Netzen und Polystyrol-Schaum-Stücken, millionenfach. Schlick von Öl und Petrol überall.
Unzählbare Holzmasten, die von der Riesenwelle mitgerissen wurden, und die jetzt mit ihren Kabeln in der Mitte des Ozeans schwammen.

«Vor Jahren, wenn es einmal windstill war, haben wir einfach den Motor angeworfen, um vorwärts zu kommen.»

«Aber nicht dieses Mal.»

«An vielen Orten konnten wir den Motor nicht in Betrieb nehmen aus Angst, der Propeller würde von all den Seilen und Kabeln zerstört werden. Wir entschieden, den Motor nur tagsüber einzuschalten, wenn jemand von der Brücke aus den Abfall im Auge behalten konnte.»


(Bildquelle: segelreporter.com)

«Von der Brücke aus konnte man bei Hawaii durch das klare Wasser in die Tiefe sehen.
Da sahen wir, dass die Trümmer nicht nur an der Oberfläche schwammen, sondern auch auf dem Grund lagen. Abfälle von der Grösse einer Getränkeflasche bis zur Grösse eines Lastwagens.
Wir sahen einen Fabrik-Schornstein aus dem Wasser ragen, dem ein verbundener Boiler den Auftrieb gab. Wir sahen grosse Container, die sich rollend mit den Wellen immer weiter bewegten.»

«Wir segelten um diese Trümmer und Abfälle herum – es war ein richtiger Abfall-Trip.»

«Unter Deck hörten wir ständig, wie die Gegenstände gegen die Bootswand schlugen, und waren immer in Angst, etwas wirklich Grosses würde uns treffen. Die ganze Bootswand war zerkratzt und zerbeult.»

«Plastik war allgegenwärtig. Flaschen, Beutel, jede Art von Wegwerfartikeln, die man sich vorstellen kann. Von zerbrochenen Stühlen bis zu Kehrichtschaufeln, Spielsachen und andere Utensilien.»

«Und noch etwas: Die leuchtend gelbe Farbe des Bootes war in all den Jahren, die es benutzt wurde, niemals verblasst oder verwittert von der Sonne oder vom Salzwasser. Aber etwas im Wasser bei Japan nahm der Farbe die Strahlkraft, und veränderte sie in noch nie da gewesener Weise.»

Daheim in Newcastle versucht Macfadyen immer noch zurecht zu kommen mit dem Schock und dem Horror dieser Reise.

«Der Ozean ist gekippt», sagt er, und schüttelt ungläubig seinen Kopf.

«Man muss sehen, dass das Problem riesig ist. Keine Organisation und keine Regierung scheint irgend eine Absicht zu haben, daran etwas zu ändern.» Macfadyen sucht nach Ideen.

* * * * * *
Macfadyen versucht jetzt alle möglichen Gruppierungen zu mobilisieren, damit sie auf freiwilliger Basis das Problem angehen.

«Warum verlangen wir nicht nach einer Flotte, welche diese Verschmutzung aufräumt?»

Die Antwort, die er bekam: Die Umwelt-Schäden durch den verbrannten Treibstoff für dieses Unternehmen wären schlimmer, als der Schaden, wenn man einfach alles so belässt wie es ist.

* * * * * *

Der Bericht erschien im Newcastle Herald

Übersetzung: Ruth Huber

Liebe Leser, dieser Reisebericht stimmt einen wirklich traurig. Von der Schweiz aus, einem Binnenland, kann man das leider nur schwer erahnen, was für Müll und Dreck sich in den Ozeanen scheinbar ansammelt.
Wir leben vergleichsweise in einem „sauberen“ und „geschützten“ Land. Trotzdem sollten auch wir unseren Beitrag zu sauberen Ozeanen leisten. Wie das genau erfolgen soll und kann, weiss ich auch nicht.
Wie wäre es aber, wenn wir uns zum Beispiel mehr überlegen, wie und woher unser Fisch auf dem Teller kommt. Oder wo unsere Unmengen an Plastikabfällen eigentlich landen. Denn es ist auch hier bekannt, dass mikroskopisch kleine Plastikpartikel sich heute im Meer, in Trinkwasser und selbst in Lebensmitteln finden.

feldwaldwiesenblogger

Nachlese zur Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker

Seit gestern Abend wissen wir nun also wieder, wie das Wetter für das kommende halbe Jahr, das sogenannte Winterhalbjahr, wird.


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Der Bote der Urschweiz hat denn auch eine schöne Zusammenfassung der gestrigen Herbstversammlung im Mythenforum (Schwyz) parat.


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Diesmal gewann der Letzte vom vergangenen Frühling, Steinbockjäger Karl Reichmuth. Ironie des Schicksals: Der Erste vom Frühling, Muser Martin Holdener, wurde Letzter!

Reichmuth’s Prognosen deuten auf einen schneereichen und eisigen Winter hin. Eigentlich schön, vor allem für die Schneesportler. Nur: Der Winter will auch im nächsten Frühling, wie schon dieses Jahr, einfach nicht zu Ende gehen, und strebt also erneut eine Verlängerung an. Der Steinbockjäger meint: „Die ergiebigen Schneefälle zögen sich bin in den Frühling.“ Hoffen wir’s mal nicht…

Hier im Detail auch die Winterprognosen der anderen fünf Wetterpropheten:


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Immerhin macht uns der Sandstrahler Peter Suter Hoffnung: „Der Vorwinter wird bis zu Neujahr zu trocken und nicht zu kalt ausfallen.“ Je nach Sichtweise eine tolle Prognose, vor allem für die Autofahrer und die Anti-Wintersportler…

Aufhorchen liess mich der Tannzäpfler Alois Holdener: „Es wird an mehreren Tagen Schneefall geben. Wahrscheinlich müssen die Gemeinden auch unsere farbigen Leute zum Schneeschaufeln aufbieten.“ Politisch korrekt nannte er die afrikanischen Asylanten „farbige Leute“. Hut ab, Tannzäpfler!
Natürlich unterstütze ich seine Meinung voll und ganz. Diesen Menschen kann es nicht schaden, eine Beschäftigung zu haben. Denn erstens tut ihnen das Schneeschaufeln gut, und zweitens machen sie in dieser Zeit nichts Dümmeres…

Desweiteren haben die Wetterschmöcker heute Morgen ein paar ganz schöne Zwitscherlaute von sich gelassen:


(Quelle: twitter.com/M_Wetterprophet)

Wunderbar, nicht wahr! So erfahren wir noch Dinge, die nicht über’s Radio Central verbreitet wurden, und nicht im Bote der Urschweiz oder in der Neuen Schwyzerzeitung standen. Zum Beispiel, dass die sechs urchigen Mannen nach der Versammlung noch tüchtig gefeiert haben…
Zudem habe ich heute erfahren, dass der gestrige Sieger, der Steinbockjäger Karl Reichmuth heute schon wieder aktiv ist:
Der Steinbockjäger ist wieder auf der Jagd,
dabei hat er wie immer seine tüchtige Magd.

Aber auch die anderen fünf Wetterschmöcker sind trotz „Blauen“ wieder in ihr Business, das Wetterprophezeien, eingestiegen:
Der Wettermissionar hat zwar ein bisschen Kopfweh,
anzutreffen ist er heute Abend wieder im Fernseh.

Der Sandstrahler war in der Natur schon früh,
das bereitet dem rüstigen Rentner keine Müh.

Der Tannzäpfler schritt am Morgen schon in den Wald,
dabei meinte er, der Winter wird kommen sehr bald.

Der Naturmensch brummte schon früh in seinen Bart,
der nächste Winter wird werden „grad ordäli“ hart.

Der Muser fuhr vom Haggen nach Schwyz runter,
und meinte, die Bäume werden immer bunter.

So kann der Winter nun getrost kommen. Wir sind dank den Wetterprognosen unserer sechs Muotathaler Wetterschmöcker bestens gerüstet.


Usum Chäs-Chessi:

Die Jungen Grünen zeigen mir dieser Tage wieder mal, wie man „twittertechnisch“ überhaupt nicht unterwegs sein darf!


(Bildquelle: Neue Schwyzer Zeitung)

Ich bin auch ein Twitterer, und bin mir sehr wohl der Verantwortung bewusst, die so ein scheusslicher Tweet auslösen kann. Meine Wenigkeit ist zwar im Riesenbiotop des Twitters so quasi ein Nobody, und völlig unabhängig was ich „rauszwitschere“. Trotzdem habe auch ich mich an gewisse Regeln zu halten.

Was dieser grüne Twitterer mit seiner „Freude über den F/A-18-Absturz“ rausliess, ist einfach unterste Schublade. Zum Glück reagierte die Jungpartei sofort, und löschte diesen Irrsinn.

Irre ich mich, oder sind die jungen Linken besonders anfällig auf unüberlegte Twitterei? Es ist noch nicht lange her, als der JUSO-Chef David Roth sich mit einem Bier über den Tod der früheren britischen Premierministern Margaret Thatcher freuen wollte.

Läppisch sage ich dazu: Diese jungen Leute sind noch grün hinter ihren Ohren, was ja auch ein Stück weit auf ihre politische Herkunft zurück zu führen ist. Trotzdem oder gerade diese Kreise müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein, was sie via Twitter, Facebook und allgemein übers Internet verbreiten. Denn ihre jungen „Anhänger“ sind ja wohl allesamt irgendwo auf so einer „Socialmedia-Plattform“ unterwegs, respektive leben ja geradezu dort.

Also, Vorsicht ihr Freunde des grünen Twitter-Terrors: Mässigt eure „schwarzen Schafe“!

feldwaldwiesenblogger

Zu Ferienbeginn: Wanderung auf den Kinzig Kulm

Heute begann meine Sommerferienwoche, und so ging ich schon frühmorgens aus dem Haus und fuhr Richtung Lipplisbüel, zum Grund.
Von dort aus startete ich meine für heute geplante Wanderung auf den Kinzig Kulm, je nach Schreibweise sieht man auch Chinzig Chulm.

Vor 06:00 Uhr legte ich bei noch frischen Temperaturen los, und lief die Kinzigroute in Richtung Wängi und Kinzertal. Auf dem obigen Foto sieht man das kleine Dörfli Kinzertal (auch Chinzertal).

Bereits um 07:44 Uhr war ich oben, auf der Kinzig Kulm (oder Kinzigpass, 2073 Meter über Meer), und fotografierte die Schutzhütte und die kleine Kapelle vom Gipfelkreuz aus. Im Hintergrund sieht man das Urnerland.
A propos Urnerland: Vor vielen Jahren entrissen die Urner scheints den Schwyzern die schönen Alpen jenseits des Kinzigpasses. Deshalb ist bereits zu hinderst im Lipplis, beim Grund, die „Landesgrenze“ zwischen Schwyz und Uri. Scheints soll es noch alte Muotathaler geben, die diesbezüglich immer noch nicht so gut auf die Urner zu sprechen sein sollen…
Ich fühlte mich jedoch keineswegs im „Ausland“, und genoss die herrliche Morgenstimmung auf dem Pass. Ich war noch ganz alleine, und trug mich in der Schutzhütte ins Gipfelbuch ein, wo ich für den heutigen Tag der erste „Passerklimmer“ war.

Beim Abstieg, welchen ich via die Seenalp wählte, gab es auch noch eine Überquerung über ein kleines Schneefeld.

Das Wetter war traumhaft, der Himmel stahlblau und die Luft klar: Dies ermöglichte selbst meinem iPhone 4S schöne Bilder. Grüne Wiesen, linkerhand eine Bergkette und immer noch angenehme Temperaturen. Wandererherz, was willst du mehr?

Am Wegrand erblickte ich junge, im Wachsen begriffene Alpenrosen. Ich hoffe, auch zukünftige Wanderer lassen sie dort stehen. Denn was nützen sie zuhause in einer Vase? Da verkümmern sie doch nur. Diese schönen Pflanzen gehören in die Berge und an die frische Luft.

Und dann kam er: Der Seenalpsee. Ich fotografierte ihn mehrmals, und fand schlussendlich, dass dieses Foto das Schönste war. Eingebettet in die grünen Bergwiesen schimmert der See in einem noch dünkleren, wunderschönen Grünton.

In der Nähe der Seenalp gelang mir dieser Schnappschuss. Auf so einem ähnlichen Felsbrocken erblickte ich zuvor einen laut pfeifenden Munggen (Murmeltier), der stolz seinen Kopf reckte. Als ich aber weiter lief, verschwand er in seinem Bau.

Die Seenalp ist eine weitläufige Urner Alp. Auf dem Foto erkennt man oben die schöne Alphütte mit Stall und Urnerfahne.
Als ich dort unten ankam und fotografierte, war es erst, oder je nach Sichtweise, bereits 09:30 Uhr. Die Temperaturen stiegen schon merklich an, welche der warme Südwest-Wind hinaufklettern liess. Die Entscheidung war gut, schon so früh los zu marschieren. Denn Morgenstund hat wirklich Gold im Mund, und angenehme Temperaturen in seinem Schlund.

feldwaldwiesenblogger