Wochenendsplitter: SRF bi de Lüt aus dem Muotathal, Mike Müllestein und Wahlen im Kanton Schwyz

Und schon ist es wieder Montag, Zeit um kurz auf das vergangene Wochenende zurückzublicken.

srf bi de lüüt
SRF bi de Lüt aus dem Muotathal
Bildquelle: srf.ch

Bereits ist die dritte von fünf Sendungen gelaufen. Meine Wenigkeit hat den ersten Teil verpasst, die anderen beiden aber wacker verfolgt. Als Halbzeit-Fazit meine ich: Daumen hoch.

Auf der Homepage von Bluewin fand ich dazu eine „träffe“ Fernsehkritik: «SRF bi de Lüt»: Muotathal – Geheimnisse, Fluchwörter und jede Menge Hochspannung.
Diese „Kritik“, oder vielmehr fast eine Würdigung dieser Sendereihe, bringt es tatsächlich auf den Punkt. Die von SRF porträtierten Menschen aus unserem „Tal“ wurden geschickt ausgewählt und mit viel Gespür ins Bild gesetzt. Keine Lobhudeleien, Verneigungen oder gar „Lustig machen“ über hinterwäldlerisches Leben und Brauchtum. Für einmal muss ich die TV-Leute vom Leutschenbach wirklich loben.

Es werden spannende Alltagsgeschichten von verschiedenen Charakteren gezeigt. Dabei kommen auch ganz unverblümt familiäre Spannungen und alltägliche Sorgen und Nöte zur Sprache. Anfänglich hatte ich Bedenken, dass vor allem das „urchige Brauchtum“ abgefeiert wird. Nichts dergleichen. Rockmusik und tätowierte junge Leute haben ebenso Platz wie der Alpchäsmarkt oder unser beliebtes Theater.

Peters
Peter „Sandstrahler“ Suter und Peter „Schinner“ Gwerder
Bildquelle: srf.ch

Natürlich darf auch der Humor nicht fehlen. Für den sind unsere beiden Wetterschmöcker Peter „Sandstrahler“ Suter und Peter „Schinner“ Gwerder besorgt. Vermutlich ganz unbewusst. Denn die beiden kommentieren, erzählen und reden frisch von der Leber weg. Wie sie es auch sonst nicht anders machen würden. Die Macher der Serie zeigten auch hier ein feines Händchen. Denn: Die zwei „Peters“ entwickelten sich zu den Publikumslieblingen und wurden vor Wochenfrist gar mit Statler und Waldorf aus der Muppet Show verglichen. Die zwei älteren Männer aus der legendären Puppen- und Comedy-Serie kommentieren das Geschehen ähnlich humorvoll und bissig wie unsere beiden Herren auf dem berühmt-berüchtigten Bänkli. Ich freue mich jetzt schon auf die vierte Folge!

Mike Müllestein
Mike Müllestein nach seinem Sieg in Oberarth beim Interview mit Tele 1
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Man darf den 26-jährigen Steinerberger an diesem Wochenende getrost als Überschwinger bezeichnen. Der Sieger hiess am Samstag beim Worblentaler Hallenschwingfest in Bolligen BE und gestern Sonntag beim Frühjahrsschwinget in Oberarth SZ beide Male Mike Müllestein.
In Bolligen holte sich der Zimmermann vier Siege und stellte gegen die beiden Eidgenossen Matthias Glarner und Simon Anderegg. Im Schlussgang bezwang er den ebenfalls mit eidgenössischem Eichenlaub gekrönten Willy Graber, welcher nach einer Knieverletzung sein Comeback gab.
Beim Frühjahrsschwinget in Oberarth gewann Müllestein fünfmal, darunter im Schlussgang gegen den Ausserschwyzer Eidgenossen Bruno Nötzli. Einzig gegen den stark auftretenden Feusisberger Andreas Höfliger resultierte im fünften Gang ein Unentschieden. Höfliger belegte denn in der Endabrechnung auch den verdienten zweiten Rang.
Alles in allem ein Superwochenende für Mike Müllestein. Aus 12 Gängen resultierten neun Siege (darunter gegen zwei Eidgenossen) und drei Gestellte.

neuer regierungsrat
Der frisch gewählte Regierungsrat im Kanton Schwyz
Bildquelle: bote.ch

Was der Politbeobachter Toni Dettling vor Wochenfrist im Bote der Urschweiz prophezeite, trat nun ein. Nämlich nichts Aussergewöhnliches. Die Regierung wurde so gewählt, wie gewünscht. Dank der „Päckli-Gemeinschaft“ zwischen FDP und SVP wurde auch der nicht sonderlich beliebte SVP-Mann René Bünter in die Regierung gewählt. Herr Bünter soll jetzt zeigen, dass er nicht nur ein „Polteri“ ist, sondern auch konsensfähig. Ich habe da meine Zweifel…

Der 100-köpfige Kantonsrat wurde mit dem neuen Wahlmodus, der sich „Rutsch mir den Pukel runter“, äh Verzeihung, „Doppelter Pukelsheim“ nennt, gewählt. Dank diesem unaussprechlichen Dings, den vermutlich nicht alle Bürger richtig kapiert haben, kam es zu sechs Sitzgewinnen zugunsten der linken Kleinparteien.

Aber sonst: Nada. Alles bleibt (fast) beim Alten und die Macht in der Hand des bürgerlichen Lagers. Wenn das nur gut kommt, betreffs Finanzen und so…

feldwaldwiesenblogger

Frohe Weihnachten!

Liebe Leserinnen und Leser

weihnachten
Bildquelle: feldwaldwiesenblogger

Für Weihnachten wünsche ich Euch nur das Allerbeste, Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit. Weiter auch viele schöne und gemütliche Stunden bei euren Liebsten. Lasst es Euch gut gehen und geniesst die kommenden Tage. Auf das Gewicht schauen wir dann wieder zwischen Neujahr und Weihnachten…

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei Euch bedanken: Dass Ihr meine Beiträge lest. Das ist für mich eine grosse Bestätigung aber auch zugleich Motivation, weiterhin Zeit und Musse in meinen Blog zu investieren. Für mich ist es inzwischen mehr als nur ein Hobby geworden. Es steckt eine wahre Leidenschaft dahinter.

Wie man unschwer feststellen konnte, habe ich mich in letzter Zeit vor allem auf den Schwerpunkt Schwingen konzentriert. Daneben auch auf die Musik. Dies erfolgte eigentlich aus zwei Gründen: Einerseits hat mich das Virus „Schwingen“ ziemlich infiziert, von der Musik war ich immer schon „besessen“. Andererseits bringe ich so einen roten Faden in den feldwaldwiesenblog. Weniger Krimskrams. Trotzdem: Nebst schwingerischen und musikalischen Beiträgen haben natürlich auch weiterhin Beiträge übers Muotathal, persönliche Gedanken (Jogging-Gedanken!) und andere interessante Brennpunkte Platz in meinem Blog.

Weihnachten ist auch eine Zeit des Innehaltens und der Entschleunigung. Ich wünsche Euch und mir in der nächsten Zeit solche „Zeit-Inseln“, zum Abschalten, still werden und zur Ruhe kommen. Auch wenn mehr und mehr Leute mit Religion nicht mehr viel am Hut haben: Die Weihnachtszeit lässt praktisch niemanden kalt. Es herrscht eine spezielle Stimmung vor. Freude wird mit Geschenken, gemeinsamen Essen und Feiern ver- und geteilt. So soll es auch sein.

Wir, denen es materiell an fast nichts fehlt, sollten in diesen Tagen auch an die schwächeren unserer Gesellschaft denken. Aber auch an die zig-tausend Flüchtlinge, auf dem Weg zu einem besseren Leben. Versetzen wir uns für einen Moment in das Schicksal eines echten Flüchtlings. Dabei kommen Gedanken aller Art hoch, nicht wahr. Manchmal ist es besser, mit den Herzen zu sehen, als mit dem Verstand!

Gerade zu Weihnachten dürfen wir uns gelegentlich auch an die Weihnachtsgeschichte und an die Geburt von Jesus erinnern. Gemäss Lukas-Evangelium wurde Jesus in einem Stall geboren. Nicht gerade an einem wirtlichen Ort. An solchen Orten befinden sich derzeit Millionen von Menschen, wegen irgendwelchen sinnlosen Kriegen auf der Flucht.

Frohe Weihnachten!
feldwaldwiesenblogger

Bloggen ist wie Jammen!

Genau, richtig gelesen: Bloggen ist wie Jammen! Vielfach jedenfalls. Was bloggen ist, muss ich nicht erklären. Das ist das, was ich hier fabriziere. „Jammen“ nennen wir Musiker das gemeinsame Musizieren, ohne dass wir vorher wissen, was gespielt wird.
So ist es auch beim Bloggen: Da schreibe ich meist drauf los, ohne dass ich vorher genau weiss, über was ich schreiben werde.

Klar, beide Begriffe sind dehnbar. Denn nicht alles, was ich hier auf meinem Blog mache, nennt man „bloggen“. Wenn ich beispielsweise ein Interview führe, das Gespräch niederschreibe und anschliessend einen Text verfasse, so ist das „schreiben“ wie es die Journalistenzunft tut.

Beim Jammen dasselbe: Wenn sich jemand vor einer Jam-Session (jammen kommt vom Wort Jam-Session) mit Songs vorbereitet, dann geht das in Richtung einer Bandprobe.

Beide Tätigkeiten sind im Grunde miteinander verwandt. Die grosse Gemeinsamkeit ist das Spontane, Kreative und Freie.
Ich tue beides, bloggen und jammen, fürs Leben gerne. Morgen Freitag nehme ich wieder an einer Jam-Session teil. Dabei „jammen“ wir tatsächlich. Denn niemand von den Teilnehmern weiss heute, was morgen gespielt wird.
Dasselbe mache ich heute beim Bloggen. Mir ist nach drauflos schreiben, den Gedanken freien Lauf lassen. Wie ich es beim Schreibkurs „Magie der Sprache“ am letzten Samstag geübt und gelernt habe. Aus dem Bauch heraus schreiben.

Keine Angst: Es folgen auch wieder die erarbeiteten Texte, Recherchen, Interviews und Hintergrundstorys. So habe ich letzten Samstag, nach dem Schreibkurs, ein zweistündiges Interview mit René Schelbert, dem Präsidenten des Schwingklub Muotathal, geführt. Das Gespräch ist auf meinem iPhone, und wartet nur noch auf seine Niederschrift. Dies werde ich in nächster Zeit tun, und lasse Euch Stück um Stück am Gespräch teilhaben.

Für heute hatte ich den Einfall, respektive es war gestern Mittwochabend nach dem Feierabendspaziergang, zu gewissen Stichworten los zu bloggen.

schwingen
Bildquelle: sks2015.ch

Schwingen:
Am nächsten Sonntag startet der Schweizer Nationalsport zur Kranzfestsaison. Auf dem Programm stehen das Schwyzer und das Freiburger Kantonale Schwingfest.
In Küssnacht messen sich über 200 Schwinger, und kämpfen um die begehrten Kränze und um den noch begehrteren Tagessieg.

Was mir zum Schwingen aber auch spontan einfällt, ist die immer grösser werdende Werberei mit und um die Spitzenschwinger. Während die Funktionäre sich für ihre Klubs und an den vielen Schwingfesten für einen Bratwurst und ein Bier abmühen, kassieren gewisse Spitzenschwinger saftige Werbegelder. Sie laufen und fahren mit zugepflasterten Werbeflächen durch die Gegend. Ich störe mich ein Stück weit daran. Aber nicht nur ich, auch viele Zuschauer und ehemalige Schwinggrössen haben mit der Vermarktung ihre liebe Mühe.

Mir ist schon klar, dass die besten Athleten auch in anderen Sportarten bestehen könnten, und dort einen saftigen Zahltag abholen würden. Trotzdem: Die Schwinger sollten sich immer bewusst sein, woher sie kommen, wer sie an die Spitze brachte und wer ihre Fans sowie Unterstützer sind.

Es ist noch gar nicht lange her, als Jörg Abderhalden wegen seiner vielzitierten „Rigi-Aussage“ kritisiert wurde. Sinngemäss meinte er, dass er nur wegen einem Kranz und einer Kuhglocke nicht auf jenen Berg steigen und dort so quasi gratis schwingen möchte.
Was machen andere Spitzenschwinger heute? Sie kritisierten damals den Abderhalden und holen sich heute ihren Zaster hinterrücks über zig Sponsoren rein. So kann man natürlich schon sagen, dass man gewillt ist, im Gegensatz zum „bösen“ Abderhalden, nur um Kränze und ein paar Kuhglocken zu schwingen. Der grosse Reibach wird andernorts gemacht.

Ich meine, die Schwingerei muss nicht bis zum geht nicht mehr ausgepresst und vermarktet werden. Irgendwann kommt der Bumerang. Auch der Schlussgang und schwingenonline.ch operieren mit sehr viel Werbung und Marketing. Ich weiss, ohne Geld könnten die gar nicht existieren. Ein Stück weit ist das alles völlig okay. Aber eine gewisse Grenze sollte nicht überschritten werden. Einige Schwinger und die beiden Schwingermedien sind leider momentan daran, dies zu tun…
Irgendwie wirkt das für mich befremdlich, und ich komme mir manchmal wie im Werbeland der Schwingerschweiz vor. Es scheint mir einfach nicht richtig.

Gewisse Herren schütteln sicher ihre Köpfe wegen meinen Zeilen, und sie sagen mit Recht: Der Kerl muss seine Kohle ja nicht mit schreiben, der Produktion einer Zeitung und dem Füttern einer Homepage verdienen. Richtig! Trotzdem: Ab und zu innehalten, und eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte könnte nicht schaden. Dabei meine ich die besagten Spitzenschwinger und die erwähnten Medien.

Der Eidgenössische Schwingerverband balanciert da auf einem gefährlichen Terrain zwischen urchigem Brauchtum und modernstem Marketing mit haufenweise Geld.
Es könnte mir egal sein, ist es aber nicht. Ich liebe den Schwingsport, gerade wegen seinem Amateurstatus. Dem Geld-Fussball habe ich in letzter Zeit ein wenig den Rücken gekehrt. Eben, wegen dem übermässig vielen Geld. Deshalb: Liebe Schwinger, Medien und Verantwortliche, übertreibt es nicht mit der Werbung und dem Marketing, und enttäuscht das Schwingervolk nicht.

Beachvolleyball
Bildquelle: urbansportsclub.com

Beach-Volleyball:
Mein zweites Stichwort liess mich beim gestrigen Feierabendspaziergang zur Erkenntnis gelangen, dass ich eigentlich bescheuert sein muss! Ich liess mich an meiner Arbeitsstelle zu einem firma-internen Beach-Volleyball-Turnier überreden. Von den Regeln habe ich überhaupt keine Ahnung, geschweige denn, dass ich diesen Sport schon jemals ausgeübt habe. Was tun?

Heute, am Feierabend, steht glücklicherweise ein Training auf dem Programm. Da erfahre ich hoffentlich mehr über die Regeln, die Technik und das Volleyball-Spiel im Allgemeinen. Mit gemischten Gefühlen werde ich wohl in meine Sportsachen schlüpfen: Zwischen totalem lächerlich machen bis hin zu viel Spass und einem schlummernden Talent ist vieles möglich.

Gut, ich muss jetzt da nicht ein grosses Tamtam daraus machen. Einfach spielen gehen und geniessen. Genau das werde ich nämlich tun. Denn: frisch gewagt ist halb gewonnen.

Der tiefere Sinn an diesem Turnier, so habe ich mir sagen lassen, sei das Pflegen der Kameradschaft und das Stärken des Teamgeistes innerhalb unseres Arbeitsbereiches. Darauf können wir uns natürlich einigen.
Wenn da nur nicht die Selbstzweifel wären? Man muss wissen, dass ich in den Ballsportarten nicht sehr begabt bin.
Ob’s mir Spass machen wird? Ich hoffe es.

Und so habe ich mich mit zwei unterschiedlichen Stichworten durch den heutigen Blogbeitrag gehangelt. Ich stelle grad fest, dass es sich ungewollt um zwei sportliche Dinge handelte. Kann es sein, weil ich einen zügigen Feierabendspaziergang in recht flottem Tempo absolvierte? Dabei sprudelten automatisch Gedanken zu sportlichen Tätigkeiten.

Wenn ich schon mal dran bin am „jammigen“ Bloggen. Etwas geisterte mir soeben spontan durch den Kopf: Ich habe in meinem Blog schon länger nicht mehr auf die SVP reingedroschen. Dies tat ich in den Anfangstagen des feldwaldwiesenblogs recht häufig.
Da gibt es in meinen Augen zwei Gründe. Ich habe wohl mit der Partei Frieden geschlossen, da ich wegen vielen verschiedenen Schweizerproblemen mehr und mehr die Lösungsansätze der moderaten Kräfte innerhalb der angesprochenen Partei schätze.
Der andere Punkt ist die Vernunft, welche die Partei weitgehend eingenommen hat. Einst spottend und rüpelhaft unterwegs, ist die grösste Volkspartei, eingebunden in manchen Regierungen, salonfähig geworden. Es wird grösstenteils sachpolitisch und vernünftig politisiert, was ich sehr schätze.

Nun will ich die Lobhudelei aber nicht verlängern. Sonst klopft womöglich noch der eine oder andere SVP’ler an, und möchte mich in die Partei holen. Soweit muss es dann doch nicht kommen. Ich möchte politisch unabhängig bleiben und meine Abstimmungen und Wahlen weiterhin pragmatisch vornehmen können.

Apropos SVP: Man darf gespannt sein, wie sich die beiden Quereinsteiger Roger Köppel und Magdalena Martullo-Blocher beim Wahlkampf und bei einer möglichen Wahl in den Nationalrat metzgen werden. Köppel wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit schaffen, Martullo-Blocher wohl eher nicht. Die Bündner mögen sie nicht, da sie keine von ihnen ist und trotzdem meint für sie kandidieren zu müssen.

So, meine lieben Leserinnen und Leser, ich möchte hier nicht länger werden. Denn ihr habt sicher noch Wichtigeres zu tun, als weitere Zeilen von mir lesen zu müssen. Bis zum nächsten Mal!

feldwaldwiesenblogger

Schweizer Nati mit Migrationshintergrund

fussballnati
Schweizer Fussballnati
Bildquelle: luzernerzeitung.ch

Dieses Thema beschäftigt dieser Tage wohl nicht nur mich: Losgetreten wurde die Diskussion von Pirmin Schwegler, der sich von Trainer Vladimir Petković übergangen fühlte, respektive von seinem Kollegen Stephan Lichtsteiner unterstützt wurde. Lichtsteiner, einer der letzten „echten“ Schweizer in der Schweizer Nati?

So einfach ist das nicht. Alle Spieler in der Schweizer Nationalmannschaft verfügen natürlich über einen Schweizer Pass, neuerdings auch Breel Embolo, der junge Schwarze in Diensten des FC Basel.
Sie sind alle Schweizer, auf dem Papier. Sind sie es auch in ihren Herzen?

Hier könnte das Problem liegen: Schweizer auf dem Papier, aber nicht im Herzen. Die netten Jungs wie Xhaka, Shaqiri, Behrami und Co. sind bei uns aufgewachsen, dennoch würden sie, wenn sie könnten, am liebsten für den Kosovo auflaufen. Da wundert es natürlich niemanden, wenn nicht mit letztem Herzblut für die Schweiz gekämpft wird. Die Fans spüren das. Ist an unseren Vorwürfen etwas dran, oder tun wir diesen jungen Männern Unrecht?

Auch hier: So einfach ist das nicht. Der Coach hat die Aufgabe, die besten Spieler mit Schweizer Pass auflaufen zu lassen. Den interessiert es nicht die Bohne, ob sie Schweizer mit Migrationshintergrund oder „waschecht“ sind. Natürlich, auszusetzen gibt es eigentlich auch da nichts.
Müsste man, damit man die Fans diesbezüglich zufrieden stellen könnte, auch einen Nati-Trainer (Petković sieht sich laut Wikipedia als Schweizer und bosnischer Kroate) ohne Migrationshintergrund einstellen?

Meine Fragen drehen sich alle im Kreis: Um die „echten“ Schweizer und jene mit Migrationshintergrund. Ich will hier niemanden verletzen und schon gar keine Ausländerhatz betreiben, ganz im Gegenteil. Ich stelle mir hier einfach ein paar grundsätzliche Fragen. Zum Beispiel auch, wieso mir in letzter Zeit das Schwingen eindeutig mehr zusagt als der Fussball. Hat es auch mit den oben gestellten Fragen zu tun?

Nun, diese Frage ist etwas komplizierter und riecht nach Erklärungsbedarf. Klar, bei den Schwingern trifft man zu 99 Prozent auf Schweizer mit einem Namen, der auch meistens schweizerisch klingt. Beim Schwingen treffe ich aber auch noch auf andere Werte, die mir zusagen: Nämlich der sogenannte „Amateurstatus“ der Sportler. Praktisch keiner, ausser vielleicht König Sempach, kann es sich leisten, neben seinem Sport nicht auch noch einer Arbeit nachzugehen. Sprich: Das liebe Geld spielt beim Schwingen nicht so eine grosse Rolle wie beim besagten Fussball. Schwinger gleich Chrampfer, Fussballer gleich bequeme Secondo-Machos?

Die meisten Schwinger sind meistens immer noch Handwerker oder Landwirte. Die Arbeiter von diesen Berufen nennt man im Volksmund gerne auch „Büezer“, welche für ihr Geld „chrampfen“ müssen.
Der Unterschied hier zu den Secondos ist vermutlich kleiner als manche annehmen. Die meisten sind nämlich alles andere als bequem und arbeiten hart. Viele von ihnen sind auf dem Bau oder in industriellen Betrieben anzutreffen und verrichten Arbeiten, die oft nur noch wenige Schweizer ausüben (wollen). Eine Aussicht von jungen Leuten, aus so einem Job entfliehen zu können, könnte durchaus der Fussball sein.

Ich weiss, ich sollte nicht allzu stark verallgemeinern und Secondos mit Ausländern vertauschen. Aber so abwegig ist das gar nicht: Die Secondos sind meist die Kinder von den erwähnten ausländischen Arbeitskräften. Sie möchten, wenn sie denn könnten, etwas anderes tun, als ihre Eltern. Raus aus dem Trott. Fussballer scheint dabei eine Chance zu sein. Wer möchte es ihnen auch verübeln?
Denn Fussball können praktisch alle Kinder ohne grosse finanziellen Verpflichtungen ihrer Eltern spielen und in einem Verein ausüben. Das sieht bei vielen anderen Sportarten, wie zum Beispiel beim Skifahren, ganz anders aus… Aber das wäre wieder ein anderes Thema.

secondos
Secondos: Integrationsklasse in Schlieren ZH
Bildquelle: tagesanzeiger.ch

Die Schweiz ist natürlich längst nicht mehr nur ländlich und voller Folklore. Sie ist sehr urban geworden, gerade in den Ballungszentren Zürich – Bern – Basel – Genf. Dort ist auch der Anteil an Schweizer mit Migrationshintergrund um einiges höher als beispielsweise im beschaulichen Muotatal. In der urbanen Schweiz ist man sich gewöhnt, dass ein Schwarzer Schweizer Dialekt spricht und einen Schweizer Pass hat. Dies macht uns „Landeiern“ halt immer noch ein wenig Mühe. Aber gleich von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu sprechen?

Mitnichten! Das tun natürlich die linken Parteien sehr gerne. Sie sehen uns als Rückständige und Konservative, welche von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Dabei leben wir, und ich spreche da wohl einigen aus dem Herzen, alles andere als hinter dem Mond. Wir sind einfach mit den Begriffen wie Migrationshintergrund und Ausländerintegration nicht so vertraut. Wie auch? Wir wollen überzeugt und nicht überrumpelt werden.
Ich frage mich weiter: Werden wir irgendwann auch Schweizer mit Migrationshintergrund auf den Schwingplätzen antreffen?

Jein. Wenn die gleiche Entwicklung stattfinden würde wie beim Fussball, dann müsste man damit rechnen, in ein paar Jahren beim Schwingen etwas Ähnliches anzutreffen. Mit dem ist in meinen Augen nicht unbedingt zu rechnen. Einerseits, weil sich die „neuen“ Schweizer mit unseren Traditionen etwas schwertun. Dazu zähle ich halt auch das Schwingen. Andererseits auch des Geldes willen. Beim Schwingen ist die Aussicht auf viel Geld nicht unbedingt gross. Beim Fussball hingegen schon. Tue ich den Secondo-Schweizern mit meiner These hier unrecht?

Auch hier: Jein. Ist ein Junge in diesen Kreisen talentiert, dann zieht es ihn rein schon wegen der Möglichkeiten her, viel eher zum Fussball als zu einer anderen Sportart, geschweige denn zum Schwingen.

Trotzdem: Ein Unbehagen betreffs der Fussballnati ist einfach vorhanden. Ich erinnere mich an die alten Zeiten mit der Nati und den Spielern, mit welchen ich mich identifizieren konnte. Warum fällt mir das heutzutage so schwer?

Die Gründe sind, wie ich darlegte, sicher vielfältig. Es könnte aber auch mit meinem Alter zu tun haben. Früher habe ich zu meinen Idolen hochgesehen, da ich als Kind auch öfter Fussball gespielt habe. Auch schon rein wegen der körperlichen Grösse…
Es fehlt mir aber wie eingangs erwähnt der gute Geist und das Herzblut einiger Nati-Spieler. Ich spüre die Verbindung zur Schweiz zu wenig. Eben, weil einige ja auch verlauteten, dass sie gerne für ein anderes Land spielen möchten. Sowas sieht für mich aus, dass die Schweiz nicht erste Priorität ist.
Übrigens: Widerspiegelt die Nati eigentlich auch die „ethnische“ Beschaffenheit der Schweizer Bevölkerung?

Definitiv nein. Die Nati ist ein künstliches Produkt aus hochtalentierten Secondo-Schweizern, welche wegen des fussballerischen Könnens für gewöhnlich schneller eingebürgert werden und entspricht bei weitem nicht der Bevölkerungsstruktur. Die Spieler mit Migrationshintergrund haben die Überhand übernommen. Ist dies eine gesunde Entwicklung?

Diese Geschichte hat sich jetzt nun mal wegen den erwähnten Gründen so entwickelt. Deshalb könnte es mir und den anderen Gleichgesinnten völlig egal sein, wie unsere Nati aufgestellt ist und aussieht: Es geht nämlich immer noch „nur“ um Sport. Ich schrieb bewusst: „könnte“. Es ist uns natürlich nicht einfach so egal, und ich gebe zu, dass ich Mühe damit habe. Aber da es sich um die sogenannt schönste „Nebensache“ der Welt handelt, gebe ich mir auch Mühe, dies nicht zu dramatisieren.

Diskussionen wird es natürlich weiterhin geben. Auch das ist legitim. Man darf sich schliesslich in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit auch seine eigenen Gedanken machen. Von diesem Recht habe ich in diesem Beitrag einmal mehr Gebrauch gemacht.
Trotzdem: Hopp Schwiiz heute Abend im Letzigrund gegen die US-Boys von Klinsmann!

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Auf der Welt hat es so viele Krisenherde und wir leben hier im Paradies…

Paradies Schweiz
(Bildquelle: http://www.infoclio.ch)

Manchmal gerät man ob den furchtbaren Bildern aus der Tagesschau, der Presse oder aus dem Internet ins schiere verzweifeln. An so vielen Orten auf der Welt hat es Krisenherde: Der IS-Terror in Irak und Syrien, die Ebola-Katastrophe in Westafrika, die Ostukraine-Krise und weiteres Elend der Menschen in weiten Teilen von Nahost und Afrika.

Das Gegenteil hier bei uns in der Schweiz: Fast paradiesische Zustände und vielfach nur „Jammern auf höchstem Niveau“.
Ich frage mich dann jeweils: Soll ich nun ein schlechtes Gewissen haben, weil man das Glück hatte, hier geboren zu sein? Kann ich mich irgendwie einbringen, um das Elend der Welt ein wenig zu lindern? Soll ich einfach so leben, als gingen mich diese Krisenherde gar nichts an?

Ganz schwierige Fragen, ich weiss. Ein schlechtes Gewissen zu haben, nur weil man hier geboren wurde, ist sicher nicht angebracht. Was aber angebracht ist und wäre: Von meinem kleinen Reichtum ein wenig den Notleidenden abzugeben. Das tue ich meist in Form von kleinen Spenden an wohltätige Organisationen (zum Beispiel Fastenopfer, Ärzte ohne Grenzen). Aber mehr? Vielmehr habe ich bisher höchstens noch in meinem Blog getan, als ich in einzelnen Beiträgen gegen Missstände und Elend anschrieb.

Aber ist das genug? Bei dieser Frage bin ich nun wirklich ein wenig ratlos. Die Gefahr ist gross, dass ich kurz darüber sinniere und dann das ganze einfach wieder verdränge.
Kurze Antwort: Nein, es ist nicht genug. Es wäre wahrscheinlich meine Pflicht, mehr zu tun. Nur, was?

Auf saublöde Fragen, wie sie kürzlich Sandro Brotz in der Rundschau stellte, verzichte ich. Der Schlaumeier fragte nämlich den SVP-Mann Adrian Amstutz: „Würden Sie daheim einen syrischen Flüchtling aufnehmen – ja oder nein?“ Herr Amstutz kroch dem Rundschau-Mann auf den Leim, und antwortete schlicht und einfach: „Ja.“ Dabei wäre das Privatsache, und ginge Brotz einen feuchten Hollunder an. Aber so sind viele von diesen Fernsehleuten halt: Extrem linke Position und grosse Klappe, aber sicher kein Mitgefühl für die Notleidenden. Stattdessen elende Selbstdarsteller…

Nein, auf solche Dinge kann ich verzichten. Wie gesagt, ich bin immer noch am Überlegen, was ich neben Spenden noch tun könnte. Spontan fällt mir grad ein, dass ich mit meinem zweiten Hobby, dem Musizieren, auch einen Beitrag leisten könnte. Bei einem oder mehreren Auftritten gegen das Elend der Welt. Wo nebst Konzerten auf die Missstände hingewiesen werden könnte, und zugleich weitere Spendengelder sammeln.

Weitere Aktivitäten kommen mir hier im „Paradies“ nicht in den Sinn. Eine Reise in ein Krisengebiet scheidet aus. Da nütze ich nicht viel, denn an vielen Orten ist es brandgefährlich (Terror, Ebola).

Was ich aber dennoch ändern kann, ist meine Gesinnung hinsichtlich unserem Flüchtlingswesen. Bis anhin war ich der Meinung, dass die Schweiz genug tut. Inzwischen überzeugt mich das nicht mehr restlos. Es läge mehr Hilfe drin, auch vor Ort.

Ich sehe wohl die Probleme mit den kriminellen Asylsuchenden aus gewissen Ländern. Da sind ganz klar Missstände vorhanden. Diese müssen mit aller Härte bekämpft werden.
Aber: Die Schweiz hätte noch mehr Platz für echte Flüchtlinge. Für Flüchtlinge aus der zurzeit schlimmsten Krisenregion der Welt, Syrien und Irak. Hier müsste deutlich mehr getan werden.

Nur, wie? Direktflüge ins Krisengebiet, um einige von ihnen auszufliegen und ihnen hier Schutz zu geben? Wieso nicht. Als Schweizer und als Christ erwachte in mir zuletzt die Erkenntnis: Es ist einfach unsere Pflicht, so viel wie möglich für Mitmenschen in Not zu tun. Unkompliziert und ohne grosse Bürokratie.

Meine Überzeugung ging in letzter Zeit in die Richtung: Wenn schon Paradies, dann auch mit anderen ein Stück weit teilen. Die Schweiz könnte einige ausgewählte Flüchtlingsstätten (nicht Asylheime) vorbereiten und einigen armen und verfolgten Menschen für einige Zeit Zuflucht, Schutz und Nahrung bieten.

So könnten wir uns einbringen, um Elend lindern zu helfen. Weiter müssten wir nicht einfach so leben, als gingen uns diese Krisenherde gar nichts an. Das würde meine eingangs gestellten Gewissensbisse doch massiv beruhigen.
Und: Ich wäre mir auch nicht zu schade, ab und zu in so einer Flüchtlingsstätte auszuhelfen. Sei es beim Essen ausgeben oder halt mit dem, was ich am besten kann. Nämlich für die Flüchtlinge musizieren und ihnen dabei ein wenig Freude bereiten.

Ich bleibe aber trotz gutem Herzen auch Realist: Ist die Krise beispielsweise in Syrien/Irak vorbei, ist es auch unsere Pflicht, die hier aufgenommenen Flüchtlinge wieder heimzubegleiten.

Ich hoffe, meine heutigen Überlegungen bringen auch dich, lieber Leser, ein bisschen zum Nachdenken. Schön wäre es, wenn der Bund und die Kantone in meinem Sinne handeln würden.

feldwaldwiesenblogger

Ein persönlicher Vergleich zwischen Twitter und Facebook

Liebe Leserinnen und Leser. Seit Ostern dieses Jahres bin ich auch wieder ein Mitglied der Facebook-Familie. Ich war es ja schon mal im Jahre 2012, habe aber damals meine Mitgliedschaft wieder aufgekündigt. Einfach aus dem Grund, weil es mir damals „verleidet“ ist. Ich fand das Ganze zu oberflächlich und teilweise richtig gehend blöd.

Ich begann dann im Jahre 2013 mit twittern, was mir auf Anhieb sehr gut gefiel. An Ostern dieses Jahres hatte ich auf einmal die Idee: Hey Junge, jetzt vergleichst du mal die beiden „Souschul-Midia“-Plattformen miteindander.

Gesagt getan: An Ostern meldete ich mich wieder an. Da Facebook bei der Registrierung mein Blogger-Pseudonym „feldwaldwiesenblogger“ nicht akzeptierte, meldete ich mich dann kurzerhand mit meinem bürgerlichen Namen, Koni Schelbert, an.

Die Show konnte beginnen. Mein Plan war, dass ich jeweils erst den Tweet aufsetze, und dann das haargenau gleiche auch auf Facebook stelle. Denn ich habe im Verlauf meines neuerlichen „Facebook-Abenteuerst“ festgestellt, dass sehr viele User entweder bei Twitter oder Facebook registriert sind, aber selten bei beiden. Da kann ich also getrost auf beiden Kanälen die gleichen „feldwaldwiesenblogger’schen Fürze“ absetzen.
Das habe ich seit Ostern nun wahrscheinlich zu 95% auch getan, und werde das so weiterhin beibehalten. Es sei denn, ich werde mit Rekalamtionen bombardiert und überhäuft…

Nun hatte ich gestern Abend die Idee, einen persönlichen Vergleich zwischen Twitter und Facebook zu ziehen. Diese Eingebung kam mir eigentlich mehr oder weniger spontan, da sich ein Tweet von mir momentan zu einem richtig gehenden „Renner“ mausert.

Deshalb mache ich in der Folge eine kleine Rangliste meiner erfolgreichsten Tweets und Facebook-Einträge, und zwar im Zeitraum von Ostern dieses Jahres bis zum heutigen Tag. Die drei jeweils „besten“ Beiträge erküre ich dabei zu den Siegern.
Gemessen habe ich den Erfolg natürlich ganz einfach an der Anzahl Klicks der User. Bei Twitter sind dies die Anzahl „Favoriten“, bei Facebook die „gefällt mir“-Klicks.

Als erstes beginne ich mit der Twitter-Rangliste.

Auf Rang 1 befindet sich der oben erwähnte Renner:

Auf Rang 2 folgt ein eben erst gestern gezwitscherter Tweet über die junge SVP:

Auf Rang 3 figuriert ein Tweet über Herr und Frau Schweizer, mit gleichviel Favoriten wie der Tweet auf Rang 2, aber mit weniger „Retweets“. Retweet heisst: Ein anderer User hat diesen Tweet übernommen und auf seinem Kanal nochmals gezwitschert („retweeted“):

Nun wird der Vorhang gehoben für die Facebook-Rangliste:

Auf Rang 1 der Facebookbeiträge erscheint ein Griff in meine eigene Musikgeschichte, und erhielt 23 „gefällt mir“-Klicks:

Auf Rang 2 findet sich ein Schnappschuss eine Aussenreporters:

Auf Rang 3 folgt schliesslich ein Gruss aus Kreuzlingen, als ich anfangs Mai „stinkfrech“ mit wildfremden Musikern an einer Jazz-Jamsession musizierte:

Wie man unschwer erkennen kann: Es gibt überhaupt keine Überschneidung.
In der Folge verzichte ich aber darauf, die einzelnen Sieger-Beiträge zu vergleichen, wie viele Klicks sie auf dem anderen „Souschul-Midia“-Kanal ernteten.

Was ich aber nicht unterlassen möchte: Ich bedanke mich herzlich bei den Lesern für ihre zahlreichen Klicks! Denn diese Klicks sind schlussendlich auch der „Kick“, jeden Tag neue Dinge auszubrüten, um sie auf Twitter und Facebook zu veröffentlichen.

Eine kleine Feststellung, respektive ein paar Vergleiche möchte ich trotzdem loswerden. Auf Twitter haben Tweets mit politischen Inhalten mehr Erfolg als auf Facebook. Beim Zuckerberg’schen „Gesichtsbuch“ dominiert das Persönliche und es wird sehr viel Wert auf coole Bilder und Filmchen gelegt. Die geschriebenen Worte rücken etwas in den Hintergrund.

Bei Twitter ist fast das Gegenteil der Fall: Das geschriebene Wort hat viel Erfolg und teilweise auch Macht. Je cooler der Spruch, desto erfolgreicher.
Die Bilder sind auf der Zwitschervögelchen-Plattform bei weitem nicht so wichtig wie bei FB.

Bezüglich Geschwindigkeit ist Twitter mit Feedbacks auf aufgeschaltete Beiträge auch viel schneller. Dort hat man die Möglichkeit, einem User direkt zu folgen, und kriegt bei einem neuerlichen Zwitscherlaut sogleich eine Meldung aufs Smartphone. Dies ist, wenn ich mich nicht irre, bei Facebook nicht möglich, jemandem so direkt zu folgen.

Alles in allem haben aber für mich inzwischen beide Plattformen ihre Berechtigung und ihre Vorzüge. So schätze ich es sehr, auf Twitter möglichst schnell kurze und aussagekräfitge Infos zu kriegen. Ich freue mich aber jeweils auch, auf Facebook möglichst schnell ausführliche Resultate zu Schwingfesten zu erhalten.

Zu Beginn meines Schreibhobbys anno 2007 stand nur das Bloggen. Inzwischen habe ich meine Tätigkeit auf Twitter und Facebook ausgeweitet. Was sich seither an meinem Hobby verändert hat, ist die Tatsache, dass ich Kurzbeiträge oder einfach nur Gedanken auf den beiden „Souschul-Midia“-Kanälen verbreite. Für tiefgründige Analysen, Gedanken und Kommentare benutze ich den Blog. So konnte man unschwer erkennen, dass sich in letzter Zeit die Beitrags-Aufschaltfrequenz in meinem Blog etwas verringert hat. Eben deshalb, weil ich kurze und weniger ausgegorene Texte auf den beiden anderen Plattformen veröffentliche.

Wie angekündigt, sollte in nächster Zeit ein neues Projekt von mir den Abschluss erreichen: Das Zügeln meines kompletten Blogs von der Blueblog-Umgebung auf einen WordPress-Blog. Sobald das ganze abgeschlossen ist, werde ich wieder informieren.

Diese Woche habe ich mal ganz bewusst auf meine Schwingkolumne verzichtet. Ich wollte mich schreibtechnisch auch wieder mal anderen Dingen widmen (siehe Beitrag vom 4. Juni). Nächste Woche folgt aber wie gewohnt wieder ein Beitrag übers Schwingen. Meine Leidenschaft fürs Schwingen ist nach wie vor ungebrochen. Meine Freude an anderen Dingen ist aber auch sehr wohl da. Diese möchte ich ebenfalls nicht missen und zu kurz kommen lassen.

Weiter habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, was ich nach Abschluss meines Schwingprojektes 2014, nach dem Kilchberger Schwinget, „blogmässig“ machen möchte. Das Schwingen wird auch ich in Zukunft immer ein Bestandteil meines Blogs bleiben. Wie und in welcher Form wird sich dann zeigen.

Während der schwingfreien Zeit möchte ich mich durch den Herbst und Winter durch dann mit meiner anderen grossen Leidenschaft, der Musik, beschäftigen. Mir schwebt vor, verschiedene lokale Bands sowohl im Proberaum wie auch an einem Konzert zu besuchen, und hinterher über sie zu schreiben. Da sind auch bereits schon Ideen vorhanden. Mehr wird zurzeit aber noch nicht verraten.

Nächste Woche beschäftige ich mich wie erwähnt wieder mit „meinen“ vier Schwingern und dem Schwingprojekt 2014. Dabei wird, wie das der „Blick“ auch macht, ein „Kilchberg-Check“ der vier Eidgenossen vorgenommen.

Einstweilen wünsche ich ein schönes und sonniges Pfingstweekend! Vielleicht sieht man den einen oder anderen an Pfingstmontag beim traditionellen Bergschwinget auf dem Stoos.

feldwaldwiesenblogger

Voraussichtlich ab dem 1. Februar 2014 ist mein Blog bei WordPress

Wie ich in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt habe, muss ich meine „Bloggingumgebung“ (leider) wechseln. KAYWA, der jetzige Betreiber meines Blogs, stellt diesen Dienst spätestens in einem Jahr ein.

Glücklicherweise informierte mich KAYWA frühzeitig und stellte zudem verschiedene Vorschläge samt Lösungen in Aussicht.

Gestern habe ich mich nun entschieden, meinen Blog komplett in einen WordPress-Blog um zuführen. Oder besser gesagt um zuführen lassen.


(Bildquelle: blog.formstack.com)

Dabei unterstützt mich KAYWA und hilft mir bei der Umsetzung/Aufsetzung des neuen Blogs oder der neuen „Domain“.

Meinen Blognamen „feldwaldwiesenblog“ kann ich sicher behalten. Meine Internet-Adresse wird dann aber nicht mehr „feldwaldwiesenblog.blueblog.ch“ sein. Wie meine Blog-Adresse zukünftig lauten wird, weiss ich noch nicht. Ich werde aber zu gegebener Zeit wieder informieren.

Beim Zeitrahmen könnte ich eigentlich noch ein Jahr warten. Das ist aber noch nie so mein Ding gewesen, etwas „rauszustüdeln“ oder auf die lange Bank zu setzen.
Deshalb habe ich als Stichtag oder Start bei WordPress bereits den 1. Februar 2014 gesetzt.

Ich hoffe, dass das klappt und bis dann alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind.
Denn: Es wurde mir gesagt, dass der gesamte Inhalt migriert werden kann, was ich mir natürlich auch wünschte. Es wurde mir aber auch gesagt, dass das technisch einige Zeit in Anspruch nimmt (riesige Datenmenge).

Zudem bin ich froh und dankbar, dass mich KAYWA, namentlich Roger Fischer, dabei unterstützt. Denn ich habe von diesen technischen Dingen, welche im Hintergrund einer Internetseite und im Speziellen eines Blogges ablaufen, überhaupt keine Ahnung.

Also: Ich bin guter Dinge, dass alles gut kommt. Zudem hoffe ich, dass mich meine treue Leserschaft zusammen zu WordPress begleitet. Ohne Leser würde das nämlich gar keinen Sinn machen. Ich darf zudem mit Stolz sagen, dass sich meine Leserschaft seit Beginn meines Blogges (18. September 2007, damals noch bei Bluewin) stetig vergrössert hat. Deshalb Euch Lesern an dieser Stelle ein dickes und herzliches Dankeschön!

Dank Euch, liebe Leser(innen und aussen), war es für mich nie ein Thema, mit bloggen aufzuhören. Und natürlich auch wegen meiner Motivation, Freude und Leidenschaft, Gedanken in Worte zu fassen.

Zum Abschluss meines heutigen Beitrages habe ich Euch noch einen kleinen Schnipsel aus dem heutigen 20 Minuten. Wie ich finde, völlig passend zu der vorweihnachtlichen Zeit. Zudem eine wunderschöne Geschichte, die unsere Herzen erwärmt!


(Quelle: 20 Minuten)

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