Muotathaler Schnitzelbank 2014

Guten Morgen liebe Leser. Gestern hat mir ein lieber Kollege den Muotithaler Schnitzulbank 2014 als pdf-File zugestellt. Eigentlich ganz passend, da die Basler gestern den letzten der «drey scheenschte Dääg» bei herrlichstem Wetter genossen und die Fasnacht 2014 nun (fast) überall vorbei ist. Die alte Fasnacht hinkt dann zwar irgendwann noch hinterher, wie immer…

Unser „Dorfschnitzelbank“ beinhaltet nur Muotathaler Begebenheiten. Da er ganz wunderbare Versli in schönschtem Muotithaler Dialekt drin hat, dachte ich mir: Diesen Schnitzelbank stelle ich in meinen Blog.

So könnt ihr und ich durchs Jahr durch die kleinen Sünden der „grossen“ Muotithaler nachlesen, und ab und zu herzhaft lachen.

Es ist aber auch eine Pflege unseres schönen und urchigen Dialektes. Übrigens: Passend dazu versuche ich jeden Tag, mehr oder weniger im Sinne unserer Wetterschmöcker, die täglichen Wetterprognosen im Muotithaler Dialekt auf Twitter zu stellen: Wetterschmöcker

Wie ich gerade feststelle, hatte ich heute Morgen früh die Schnapszahl von 777 Tweet abgesetzt!

So, nun aber genug der Worte und Vorhang auf für den Muotithaler Schnitzulbank:

Aus Datenschutzgründen werde ich natürlich nicht verraten, wer hinter den einzelnen Versli steckt. Hingegen biete ich Übersetzungshilfe an.

Einen wunderschönen Frühlingstag Euch allen!

feldwaldwiesenblogger

Wir haben scheints „Klimaerwärmung“, und trotzdem ist es saukalt!

Ja, liebe Leute. Wir haben, oder besser gesagt, wir hätten scheints „Klimaerwärmung“, und niemand geht hin. Äh, falscher Text… es sollte heissen: …, und trotzdem ist es saukalt!

Selbst die Muotathaler Wetterschmöcker halten nicht viel von der sogenannten Klimaerwärmung:


(Quelle: twitter.com/M_Wetterprophet)

Schon seit Jahren wird uns die Klimaerwärmung versprochen,
die Wissenschaftler haben es aber leider schmählich gebrochen.
Nämlich das Versprechen, dass es nun wärmer soll werden,
in allen Herren Ländern auf des lieben Mutters Erden!

Selbst heute Morgen war es wieder arschkalt wie die Sau,
dabei ist es noch nicht mal Winter, und ich steckte im Stau.
Ein bisschen Klimaerwärmung könnte doch nicht schaden,
denn dann könnte man zu Weihnachten in den Seen baden.

Die Textilindustrie sorgte für uns Männer schon mal vor, uns liess die Damenunterwäsche wegen angeblicher Klimaerwärmung auf ein Minimum schrumpfen.


(Bildquelle: ermi.wordpress.com)

Aber jetzt mal im Ernst, so kann das nicht weitergehen,
ich kann die Wetterprognosen schon nicht mehr sehen.
Der Winter hat uns schon im November fest im Griff,
dabei wäre ich gerne noch für eine Fahrt auf’s Schiff.

Der Winter kommt auch immer früher zu Gast ins Land,
ich glaube, der Petrus hat wohl in seinem Getriebe Sand.
Letztes Jahr hatten wir schon Schnee am Oktober-Ende,
auf sich warten lässt die Erwärmung und die Wende.


(Bildquelle: http://www.tier-fotos.eu)

Scheints sonnen sich schon die Eisbären auf dem ewigen Eis,
ich sage euch, das ist doch wieder so ein Forscher-Scheiss.
Erzählen tut uns einfachen Leuten der Klima-Rat viel Mist,
dahinter steckt doch wieder so eine schweinische List.

Eigentlich müsste es Ende November noch sein ziemlich mild,
von dem ist nichts zu spüren, denn es wird was geführt im Schild.
Die Wissenschaftler mussten kürzlich revidieren ihre Daten,
jetzt wird die Klimaerwärmung zurückbuchstabiert in Raten.


(Bildquelle: http://www.ebs-gruppe.ch)

Auf der Glattalp ist es schon Winter mit Kälte und viel Schnee,
das hatte nicht mal prophezeit vom SRF-Dach die Wetterfee.
Es ist nun mal eine Tatsache: Die Klimaerwärmung hat versagt,
darum werden jetzt die Klimaforscher von uns allen geplagt.

Ich sage euch, ich würde nur noch auf die Wetterschmöcker hören,
denn die lassen sich nicht von modernen Instrumenten stören.
Sie glauben auch nicht an eine Klimaerwärmung und so Seich,
stattdessen lieben sie die Natur und werden dabei nicht reich.

Ja ja, die Klimaerwärmung ist halt eine Mär, welche uns immer und immer wieder erzählt wird. Aber wo ist sie denn? Ich spüre überhaupt nichts davon. Der Winter kommt jedes Jahr früher, und geht auch später. Denn ich erinnere nur ungern daran: Hatten wir dieses Jahr einen Frühling? Eben.
Also, liebe Wissenschaftler, verschont uns mit dieser „Klimaerwärmung“, denn die findet definitiv wo anders statt!

feldwaldwiesenblogger

Die Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker – eine dichterische Vorschau


(Bildquelle: http://www.einsiedeln-tourismus.ch)

Ende Oktober ist es endlich wieder so weit,
die Muotathaler Wetterschmöcker sind bereit.
In Schwyz findet die Herbstversammlung statt,
die sechs Prognosen sind auf so manchem Blatt.

Im Mythenforum, am Freitag den 25. Oktober,
bis dann muss sein das ganze Heu im Schober.
Die sechs urchigen Mannen lassen’s uns wissen,
ob’s gibt einen Winterschlaf auf weichen Kissen.

Wird der Winter eisig kalt, streng und sehr lang,
oder mit wenig Schnee, für die Skifahrer bang?
Gespannt bin ich auf deren weisen Vorhersagen,
denn die SRF-Prognosen tun mich nur plagen.

Die vom Leutschenbach können nicht machen,
eine Prognose für fünf Tage, ohne zu lachen.
Unsere Wetterschmöcker sagen jeweils voraus,
das Wetter für sechs Monate mit viel Applaus.

Der „Naturmensch“ geht auf die Alp im Juni,
dort erzählt ihm das Wetter der junge Muni.
Der „Tannzäpfler“ streicht durch den Wald,
flüstern tut ihm der Wind: es gibt Regen, bald.

Der „Muser“ hat gerne das schöne Wiibervolch,
und beobachtet auf dem Haggen den Regenmolch.
Der „Wettermissionar“ sitzt auf einem Haufen,
voll mit Ameisen, die über seinen Bauch laufen.

Der „Steinbockjäger“ macht sie auf der Jagd,
die Vorhersagen zusammen mit seiner Magd.
Der „Sandstrahler“ wandert durch die Natur,
und ist dabei dem Wetter immer auf der Spur.

Die Studierten jagten uns einen Schrecken ein,
mit Winterprognosen, das kann gar nicht sein.
Der Winter soll uns vertreiben in ganzen Herden,
länger, härter und kälter soll er sogar werden.

Diesen Profi-Meteorologen ist nicht zu trauen,
sie reden den ganzen Tag viel wie die Frauen.
Was rauskommt ist oft nicht klar zu verstehen,
solcherlei kann ich auch aus der Natur ersehen.

Deshalb vertraue ich auf unsere Wetterschmöcker,
deren Aussagen sind haarig wie des Dromedars Höcker.
Die Anpassung dieser Tiere an trockenes Klima,
das erinnert doch an den schönen Sommer, prima!

Ob der „Muser“ oder der „Wettermissionar“ gewinnt,
Hauptsache die Zeit bis zur Versammlung zerrinnt.
Gönnen mag ich den verdienten Sieg allen Herren,
darum soll sich bis dahin die weise Jury scherren.

Freuen dürfen sich auf den schönen Abend die Leute,
es dürfte geben im Mythenforum eine Riesenmeute.
Die sechs Wetterschmöcker sind für den Anlass fit,
trainiert wurde mit Brisago und Kafi Schnaps, ein Hit.

feldwaldwiesenblogger

Kilian Wenger in der Sprechstunde bei Doktor Armin Ablondi

Mit einem FA-18 wurde Schwingerkönig Wenger rumgeflogen,
gefühlt hatte er sich dabei scheints wie auf harten Drogen.
Hernach litt Kilian an starkem Kopfweh und heftigem Schwindel,
die Verantwortlichen vom Leutschenbach sind schon ein Gesindel.

Gekriegt habe ich von Wenger Kilian am Wochenende einen Anruf,
er bat um Hilfe, und wollte wissen was Armin Ablondi sei von Beruf.
Ich erklärte ihm, dass Armin Ablondi ist Doktor und ihm helfen kann,
derweil der Schweiss dem Diemtigtaler in Bächen runter rann.

Abgemacht habe ich dem Schwingerkönig einen Termin beim Doktor,
reingelaufen ist Wenger wie ein alternder und stotternder Traktor.
Doktor Ablondi kümmerte sich fürsorglich um den Schwinger,
und behandelte ihn ganzheitlich vom Fuss bis zum kleinen Finger.

Gefunden hat er bei Kilian ein sehr starkes „Flügertrauma“,
deswegen schickte ihn Ablondi aber nicht nach Bauma.
Dort wäre nämlich ein Spezialist für so einen ernsten Fall,
Doktor Ablondi wollte ihn aber nicht weitergeben, den Ball.

Eine Therapie, gute Worte und ein Hausmitteli gab er Wenger mit,
damit der König wieder kann trainieren und am ESAF ist topfit.
Doktor Armin Ablondis Behandlung dauerte eine gute Weile,
ich lief währenddessen im Wartezimmer auf und ab eine Meile.

Aus der Praxis kam Wenger Kilian wie ein junges Rehli gesprungen,
und hat dabei lauthals gejauchzt und die Nationalhymne gesungen.
Er strahlte vor lauter Freude wie ein zufriedenes kleines Kind,
und verriet mir, dass er am ESAF mehr will gewinnen als ein Rind.

Ich fragte Ablondi später, was er mit dem Schwingerkönig machte,
dabei machte er lustige Grimassen, auch derbe Faxen, und lachte.
„feldwaldwiesenblogger, das darfst du mich überhaupt nicht fragen,
das fällt unters Arztgeheimnis, ich werd‘s dir aber trotzdem sagen.“

Ablondi sagte: „Ich liess den König springen über die heisse Glut,
denn dies haben schon gemacht die ISV-Cracks, und tat ihnen gut.
Weiter gab ich ihm ein Hausmitteli, ein Rezept vom Pauli Länz,
Wenger soll nun jeden Tag kochen und essen feissen Fänz.“

„Weiter unterstützte ich Kilu mit guten und schönen Worten,
du weisst schon, solche die sind von den richtigen Sorten.
Die Worte brachte ich dem Berner in Form von ‚grüsigen‘ Witzen,
Wenger konnte vor lauter Lachen nicht mehr länger ruhig sitzen.“

Wenger Kilian hat sich bei Doktor Ablondi und mir herzlich bedankt,
beim Rausgehen aus der Praxis hat er ziemlich gefährlich geschwankt.
Ablondi, der flotte Chogen, hatte hervorgenommen Orgel und Wein,
Gebechert und „geprichtet“ wurde bis zum ersten Sonnenschein.

feldwaldwiesenblogger

Der Gang über glühend heisse Kohlen


(Quelle: Zentralschweiz am Sonntag)

Die Innerschweizer Schwinger sind gegangen über glühende Kohlen,
die einen haben nun Blasen und verbrannt hat’s ihnen die Fusssohlen.
Philipp Laimbacher und Alexander Vonlaufen hatten sogar Schmerzen,
der eine schlief nachher schlecht und war nicht aufgelegt zu Scherzen.

Zusammenschweissen soll so eine mutige Aktion die starken Mannen,
auch wenn Tropfen des Angstschweisses den Rücken runter rannen.
Nicht nur Kraft, Technik und Ausdauer will Geni Hasler üben lassen,
auf dem Programm stand auch mentales Training, „biken“ und jassen.


(Quelle: Zentralschweiz am Sonntag)

Zu hoffen ist, dass dieser Gang über die Kohlen nicht hat geschadet,
sonst wird in zwei Wochen gejammert, geklagt und im Elend gebadet.
Esoterik und mentale Sachen waren früher für die Sportler zum Lachen,
heute sind dies auch beim traditionellen Schwingsport gefragte Sachen.

Hasler und Co. probieren alles um zu gewinnen in zwei Wochen,
dafür opfern sie viel, auch die Ferien, und sind voll am Malochen.
Selbstvertrauen haben die Athleten in der Arena nun gesucht,
und dabei gleich ihre Preise begutachtet und vor Ort gebucht.


(Quelle: http://www.schlussgang.ch)

Ich wünsche den Innerschweizern fürs ESAF 2013 viel Glück,
sie sollen nehmen die zwei Tage und die Gänge Stück für Stück.
Eventuell gibt‘s eine faustdicke Überraschung im Schlussgang,
die Innerschweiz würde feiern mit viel Wein, Weib und Gesang.

Auch wenn Harry Knüsel und ich auf keinen ISV-König tippen,
es wäre halt schon schön und ginge freudig über die Lippen.
Wer weiss, die Berner mit Wenger, Stucki und Sempach,
schlagen sich vielleicht als Favoriten mit Ach und Krach.


Quelle: Onkel Walter

Onkel Walter wartet nun ganz ungeduldig auf das Schwingfest,
es sind nur noch knapp zwei Wochen, ein winzig kleiner Rest.
Vorbereitet hat er sich ausgiebig, gewissenhaft und ganz toll,
sein Rucksack ist jetzt schon gepackt und mit Utensilien voll.

Der Schuler Christian ist laut Zeitung parat, gesund und fit,
vielleicht wird’s wie am „Unspunnen“ mit ihm wieder ein Hit.
Scheinbar heisst für einige der Geheimfavorit Adi Laimbacher,
auch Arnold Forrer hat auf ihn getippt, den Zügler und Macher.


(Quelle: http://www.nzz.ch)

Mein Geheimfavorit ist der Philipp, Adrians jüngerer Bruder,
er hat mit viel Training und Fleiss rumgerissen das Ruder.
Philipp Laimbacher kann nicht nur mit dem Fallschirm fliegen,
ich traue ihm zu, dass er in Burgdorf bereit ist zum Siegen.

Wie die Geschichte rauskommen wird weiss keiner heute,
die Spannung ist riesengross in der Schweiz für viele Leute.
Mein Schwingerkönig-Barometer kriegt nun den Endstand,
nach dem Schwägalp-Schwinget, heute im Appenzellerland.

feldwaldwiesenblogger

Keinen Ballermann, dafür Zucht und Ordnung am ESAF in Burgdorf


(Quelle: http://www.20min.ch)

Am Eidgenössischen in Burgdorf soll Zucht und Ordnung sein,
die Ballermann-Liebhaber sollen nicht mehr in die Festzelte rein.
Vor drei Jahren in Frauenfeld war das Fest eine Riesensause,
abbekommen haben einige dabei eine feuchte Bierbrause.


(Quelle: http://www.20min.ch)

Um drei Uhr in der Früh soll die Party nun zu Ende gehen,
damit am nächsten Morgen keine Bierleichen sind zu sehen.
Der Zapfhahn ist also ziemlich früh zu und wird abgedreht,
dass das Ende der „Festerei“ auch ja jeder Säufer versteht.

Zu trinken gibt’s diesmal keine kühlen Shots und Drinks mehr,
scheint‘s lieben diese coolen Getränke die Ballermänner sehr.
Echte Schwingfans sind mit Bier und Wein sowieso zufrieden,
dies hat das OK letzte Woche jetzt einfach mal so entschieden.

Es wird auch keine Rock- oder Punkmusik am ESAF laufen,
die Fans dieser Musik tun eh nichts anderes als sich besaufen.
Ländler und Country wird in den vielen Festhütten ertönen,
damit die Festbesucher nicht zu fest Gas geben kön(n)en.

Das OK meint, die Schwingfreunde würden früh gehen ins Bett,
und seien zueinander alleweil freundlich, anständig und nett.
Die Bestimmungen sollen nun helfen das Schlimmste vermeiden,
es mag einfach keine Zerstörungen und Gerangel mehr leiden.

Meine Wenigkeit ist mit diesen Bestimmungen einverstanden,
wo würden sonst diese Eidgenössischen enden und landen?
Endlich traut sich mal ein OK etwas zu unternehmen und sagen,
schlimm sind sie geworden, die Sportanlässe mit Saufgelagen.

feldwaldwiesenblogger

Die Asylbewerber von Solothurn


(Quelle: http://www.20min.ch)

Gecampt haben sie vor dem Bahnhof in Solothurn wie die Grossen,
geholfen haben ihnen dabei sicher unsere lieben Sozi-Genossen.
Geschrieben haben die Asylbewerber auf Plakate fehlerfrei,
die zehn Männer protestieren und forderten dort allerlei.

Zufrieden waren sie nicht mit der Unterkunft in Kestenholz,
die Schweizer Soldaten leisteten dort einst Dienst mit Stolz.
Ich schlage deshalb vor, für die Asylbewerber zu suchen,
eine Unterkunft in Ägypten, im grössten „Menschenkuchen“.


(Quelle: http://www.20min.ch)

Nun ist das Camp vor dem Bahnhof aufgelöst und geräumt,
der Traum vom Schöner Wohnen ist einstweilen ausgeträumt.
Die Asylbewerber wurden aufgeteilt auf verschiedene Plätze,
die Linken und Netten haben dabei gemacht Riesensätze.

Eine Demo für die Asylbewerber wird von der Juso geplant,
das finden die aufrechten Schweizer sicher famos und galant.
Aus Solidarität wird am Donnerstagabend nun demonstriert,
dabei wird sicher auch heftig ein Riesenhaufen Mist parliert.

feldwaldwiesenblogger