Rückblick Woche 11: Absagen in Zeiten des Coronavirus

Text: feldwaldwiesenblogger

In Zeiten des Coronavirus hagelt es nur so von Absagen. Fast alle in nächster Zeit geplanten Schwingfeste wurden vorsorglich abgesagt oder verschoben. Ebenfalls abgesagt wurde die Abgeordnetenversammlung (AV) des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV).
Das Coming-Out von Curdin Orlik beherrschte vergangene Woche neben dem Coronavirus die schwingerischen Schlagzeilen.
Irgendwann wird ja bestimmt wieder geschwungen. Dieser Tage präsentierten die Organisatoren vom Schwyzer Kantonalen in Muotathal den dritten Lebendpreis.

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Am Berchtold-Schwinget anfangs Jahr konnte noch ungehindert geschwungen werden
Bild: feldwaldwiesenblogger

Bisher 18 Schwingfeste abgesagt oder verschoben
Wie der SCHLUSSGANG heute auf seiner Homepage berichtet, wurden bisher 18 Schwingfeste entweder ganz abgesagt oder verschoben. Dazu zählen Anlässe von Aktiven und Jungschwingern. Sie alle fallen dem grasierenden Coronavirus zum Opfer.
Bekannt ist, dass die nächsten Anlässe wie der Hallenschwinget Colombier (15. März) verschoben, und die Hallenschwingfeste in Thun (22. März) sowie in Engelberg und Aigle (beide am 28. März) abgesagt wurden. Die Organisatoren vom Frühjahrsschwinget Oberarth und Hallenschwinget Brunegg (beide am 29. März) wollen mit einer Entscheidung noch zuwarten. Denn: Stand heute Freitagvormittag, 13. März gilt ein vom Bundesrat verhängtes Veranstaltungsverbot für Anlässe mit 1’000 und mehr Personen bis 15. März. Es ist aber davon auszugehen, dass in den kommenden Stunden noch drastischere Massnahmen verkündet werden. Wie und wann wieder geschwungen werden kann, steht derzeit in den Sternen. Natürlich stehen die Gesundheit der Akteure und der Zuschauer an erster Stelle. Zudem gilt es, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Es ist aber auch von Vorteil, wenn man sich eine gesunde Portion Optimismus beibehält.

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Die Abgeordnetenversammlung fand 2017 in Marin-Epagnier NE statt
Bild: feldwaldwiesenblogger

Absage der ESV-AV
Nebst diversen Schwingfestabsagen wurde vorsorglich auch die ESV-Abgeordnetenversammlung von diesem Wochenende abgesagt. Wortwörtlich schreibt Geschäftsstellenleiter Rolf Gasser auf der ESV-Seite: «Die Mitglieder des Abgeordnetenbüros und des Zentralvorstandes haben in Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee der Abgeordnetenversammlung 2020 und einem Telefongespräch mit der Regierung des Kantons Baselland entschieden, die Abgeordnetenversammlung vom 14./15. März 2020 in Pratteln abzusagen.»
Wann die doch in allen Belangen wichtige AV, das sogenannte Schwingerparlament, nachgeholt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Stünden doch beispielsweise richtungsweisende personelle Änderungen mit der Wahl eines neuen Obmannes oder des neuen Technischen Leiters an.

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Curdin Orlik wurde in Zug zum Eidgenossen gekrönt
Bild: curdinorlik.ch

Coming-Out von Curdin Orlik
Wie eingangs erwähnt, beherrschte das Coming-Out von Curdin Orlik nebst dem Coronavirus diese Woche die Schlagzeilen. Dieser Schritt war für den Bündner ganz sicher kein einfacher, und verdient darum grössten Respekt. Gerade in der Welt des Schwingsportes war es bis anhin undenkbar, dass ein Schwinger zu seiner Homosexualität steht.
Curdin’s Offenheit und Mut hat sicher die meisten überrascht, da es ganz allgemein im Spitzensport noch immer ein weit verbreitetes Tabuthema ist.
Ich hoffe für den Neueidgenossen, dass von ihm eine Last abgefallen ist, und er nun befreiter auftreten kann. Der Berner Spitzenschwinger steht nun inmitten seiner Karriere, und er möchte nur eines: Seine Leidenschaft Schwingen weiterhin mit viel Freude leben.

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Gabenchef Peter Betschart, Spender Werner Heinzer und der Eigentümer des Rindes Manfred Betschart
Bild: Pascal Betschart, Medienchef Schwyzer Kantonales 2020

Vorfreude aufs Schwyzer Kantonale in Muotathal
Dieser Tage stellten die Organisatoren des Schwyzer Kantonalen Schwing- und Älplerfestes, welches am 17. (eventuell 21.) Mai in Muotathal über die Bühne gehen soll, den dritten Lebendpreis vor. Es handelt sich dabei um das Rind Belona. Das schöne Tier, geboren am 15. Januar 2018, gehört der Rasse Braun Swiss an. Eigentümer dieses Prachtsrindes ist Manfred Betschart (Obereggeli 2, Muotathal). Spender des Rindes Belona ist Werner Heinzer (Muotathal).
Die Anmeldungen der Schwinger sind zudem bereits erfolgt. Riskiert man einen Blick auf diese Liste, erkennt man unschwer, dass in Muotathal eine starke Besetzung am Start sein wird. Insgesamt werden etwa 250 Schwinger erwartet. Bisher haben sich 13 Eidgenossen angemeldet, beste Voraussetzungen für ein spannendes Schwingfest.
Der Vorverkauf für die begehrten Tickets startet am kommenden Montag, 16. März. Weitere Infos findet man unter www.schwyzer2020.ch

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Zu Guter Letzt:
Wir wollen in Zeiten des Coronavirus dennoch optimistisch und mutig in die Zukunft blicken. Irgendwann wird garantiert wieder geschwungen. Bis es aber so weit ist, muss die aktuelle Krisenlage überstanden sein. Ich denke, es ist nicht verkehrt, wenn man sich momentan schöne Bilder oder Videos von vergangenen Schwingfesten ansieht.


Ein jubelnder Christian Stucki: Er ist soeben Schwingerkönig geworden!
Bild: Aargauer Zeitung


Stoos-Schwinget 2018: Schlussgang zwischen Lario Kramer und Marcel Bieri


Samuel Giger bodigt 2018 auf der Schwägalp Christian Stucki

feldwaldwiesenblogger

Der 47. Grosse Hallenschwinget Sarnen wird in diesem Jahr wegen dem Coronavirus nicht durchgeführt

Text: OK-Hallenschwinget Sarnen und Vorstand der Schwingersektion Sarnen / Bearbeitung und Bild: feldwaldwiesenblogger

An einer außerordentlichen OK-Sitzung vom Freitag, 28.2.2020 wurde der Mehrheitsentscheid gefällt, wegen der aktuellen Ereignisse betreffend Coronavirus und des daraus resultierenden Veranstaltungsverbots, welches durch den Bundesrat erlassen wurde, den 47. Grossen Hallenschwinget in Sarnen in diesem Jahr nicht durchzuführen.


Am Hallenschwinget Sarnen sind jeweils mehr als 1’000 Personen anwesend

Vorbereitungen standen in der Endphase
Die Vorbereitungen für den 47. Grossen Hallenschwinget in Sarnen vom 8. März 2020 standen wie jedes Jahr so kurz vor dem Fest schon in der Endphase. Mit dem Veranstaltungsverbot, welches der Bundesrat gestern Freitag erlassen hat, änderte sich aber leider die Ausgangslage für die Durchführung dieses Schwingfests schlagartig.

Total mehr als 1’000 Personen anwesend
Total sind an diesem Anlass normalerweise mehr als 1‘000 Personen anwesend, was das Schwingfest im Moment in die Kategorie der verbotenen Veranstaltungen fallen lässt. Nach zahlreichen Telefonaten, Diskussionen und der Prüfung anderer Varianten, hat sich das Organisationskomitee des Hallenschwingets schweren Herzens dazu entschieden, den Anlass abzusagen.

Dicht gedrängter Terminkalender
Da der Terminkalender im Schwingsport sonst schon sehr gedrängt ist und kein geeignetes Verschiebedatum zur Verfügung stand, verzichtet die Schwingersektion Sarnen in diesem Jahr komplett auf die Durchführung des Hallenschwingets.

Beitrag zur Eindämmung der Krankheit
Der einzige positive Aspekt aus der Absage ist, dass keine Schwinger, Besucher, Funktionäre und Helfer der Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus an unserem Anlass ausgesetzt werden und wir so unseren Beitrag zur Eindämmung der Krankheit liefern.

Finanzieller Schaden
Durch die Absage entsteht der Schwingersektion Sarnen leider ein finanzieller Schaden. Uns bleibt aber nichts anderes als zu hoffen, dass unsere Gönner, Gabenspender, Inserenten und Helfer uns trotzdem oder gerade deshalb auch im nächsten Jahr wieder unterstützen werden.

Wir danken euch Schwingfans und Schwingern für euer Verständnis und würden uns sehr freuen, euch an der nächstjährigen Ausgabe am 14. März 2021 wieder zahlreich am Grossen Hallenschwinget in Sarnen begrüssen zu dürfen.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 7: Aeschbacher gewinnt den Hallenschwinget Kirchberg, Vorschau Hallenschwinget Niederurnen, Spatenstich und «Harlei»

Text: feldwaldwiesenblogger

Der Sieger am Hallenschwinget Kirchberg heisst Matthias Aeschbacher. Der Neueidgenosse bezwang im Schlussgang Florian Weyermann.
Mit dem Hallenschwinget Niederurnen steht bereits Schwingfest Nummer vier auf dem Programm. Dieser Schwinget bietet eine interessante Einmaligkeit.
Der Südwestschweizer Nachwuchs wird regelmässig von prominenten Eidgenossen trainiert. Letztes Wochenende leitete Guido Thürig das Training.
Gestern Donnerstag erfolgte der Spatenstich für das neue Rontaler Trainingscenter. Die Eröffnung ist für Mai 2021 geplant.
Für den Sieger des diesjährigen Zuger Kantonalen steht mit Harlei ein prächtiger Siegermuni bereit.

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Matthias Aeschbacher gewinnt den Hallenschwinget Kirchberg zum ersten Mal
Bild: Matthias Aeschbacher (Facebook-Seite)

Matthias Aeschbacher gewinnt den Saisonauftakt der Berner
Am letzten Samstag stiegen die Berner Schwinger in die neue Saison. Traditionell erfolgt dies jeweils am Hallenschwinget Kirchberg. Zu diesem traten über 60 Schwinger an, darunter die drei Eidgenossen Matthias Aeschbacher, Remo Käser und Patrick Schenk.
Aeschbacher zeigte dabei mit fünf Siegen und einem Unentschieden gegen Remo Käser einen starken Wettkampf. Für den bärtigen Emmentaler war dies der erste Sieg am Hallenschwinget Kirchberg und der 15. Erfolg an einem Rangschwinget.

Käser darf mit seinem Comeback nach einer Verletzungspause zufrieden sein. In der Endabrechnung landete der Einheimische auf dem hervorragenden zweiten Rang. Patrick Schenk, der dritte Eidgenosse im Bunde, kam auf den guten dritten Platz.

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In Niederurnen wird auf einer grossen Ringermatte geschwungen
Bild: feldwaldwiesenblogger

Vorschau Hallenschwinget Niederurnen
Mit dem Hallenschwinget Niederurnen steht am kommenden Sonntag, 16. Februar bereits Schwingfest Nummer vier im noch jungen Schwinger-Jahr auf dem Programm. Notabene das dritte Schwingfest auf Nordostschweizer Verbandsgebiet. Als Favoriten werden der Lokalmatador Roger Rychen und der letztjährige Sieger Willy Graber gehandelt.
Der Mittelländer Graber ist quasi auf Abschieds-Tournee. Denn Willy wird nach dem Worblentaler Hallenschwinget in Bolligen (4. April), seinem Heimfest, die Schwingerhosen an den berühmten Nagel hängen.

Der Hallenschwinget Niederurnen bietet eine interessante Einmaligkeit: Es ist der einzige Anlass der ganzen Saison, bei welchem nicht in Sägemehl geschwungen wird. Als Unterlage dient dabei eine grosse Ringermatte, welche in zwei Schwingplätze unterteilt wird.

Roger Rychen ist mit fünf Siegen der alleinige Rekordhalter des 1945 erstmals durchgeführten Schwingfestes. Der Hallenschwinget wird vom Schwingklub Niederurnen und Umgebung organisiert, und beginnt um 11 Uhr.

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Guido Thürig gibt sein Wissen an den Südwestschweizer Nachwuchs weiter
Bild: Marielle Tissot

Südwestschweizer Nachwuchs wird regelmässig von prominenten Eidgenossen trainiert
Die Wintermonate werden von den Aktiven und Jungschwingern rege genutzt, um sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Dabei werden an der Kondition und der Kraft gefeilt, aber auch neue Schwünge geübt. Das «Team Romandie Espoirs», der Südwestschweizer Nachwuchs, ist ebenso fleissig, wie ihre Kollegen aus den anderen vier Teilverbänden. Während den letzten Wochen konnte beobachtet werden, dass in regelmässigen Abständen Trainingszusammenzüge stattfanden, und für diese auch prominente Schwinger als Übungsleiter verpflichtet werden konnten. So nahmen kürzlich die Eidgenossen Samuel Giger oder Benji von Ah den Weg in die Romandie unter die Räder, um dort ihre Kenntnisse zu vermitteln. Aber auch die heimischen Eidgenossen wie Benjamin Gapany oder Steve Duplan kümmerten sich um den Südwestschweizer Nachwuchs.
Letztes Wochenende war der zurückgetretene Aargauer Eidgenosse Guido Thürig zu Gast in der Trainingshalle in Oron-la-Ville, und leitete ein Training der wissbegierigen Jungschwinger.

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Hier entsteht in den nächsten Monaten das neue Rontaler Trainingscenter
Bild: Schwingklub Oberhabsburg

Spatenstich für das neue Rontaler Trainingscenter
Gestern Donnerstag, 13. Februar fand der Spatenstich für das Rontaler Trainingscenter statt. Nebst dem Projektleiter Franz Schillig und dem Rooter Gemeindepräsident Heinz Schumacher waren auch Philipp Fässler (Präsident Schwingklub Oberhabsburg) sowie von Seiten der Baukommission der Sponsoring-Verantwortliche Alois Isenegger und Kommissionsmitglied Fabian Haas anwesend. Als Vertreter der Königspartner und Dienstleister gab Schwingerkönig Harry Knüsel dem Spatenstich die Ehre. Er zeichnet persönlich dafür verantwortlich, dass die Abbruch- und Aushub-Arbeiten zügig vorangehen.

Anfangs März wird das Fundament der Halle durch den Baumeister erstellt. Im Anschluss daran beginnt der Holzbau der Halle. Der Innenausbau wird voraussichtlich im Verlauf des Sommers beginnen. Zudem sind auch Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern und Schwingerfreunden gefragt. Die Eröffnungsfeier ist für Samstag, 15. Mai 2021 geplant.

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Ein prächtiger Siegermuni für den Sieger des Zuger Kantonalen
Bild: 101. Zuger Kantonalschwingfest (Facebook-Seite)

Zu Guter Letzt: Sein Name ist Harlei!
Der Siegermuni am 101. Zuger Kantonalen Schwingfest heisst Harlei. Er ist der stolze Siegerpreis für den besten Schwinger am Sonntag, 3. Mai in Baar. Stier Harlei wiegt satte 1’300 Kilogramm und ist im Besitz von Paul Steiner aus Menzingen. Der Siegermuni wird von der Firma Martin Lenz AG (Baar) gesponsert.
Rund 3’500 Besucher und 220 Schwinger werden am 101. Kantonal-Schwingfest anfangs Mai in Baar erwartet. Einmal mehr ist das Zuger Kantonale Schwingfest eines der ersten Kranzfeste der Saison.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 5: Thedy Waser bleibt im Amt, Sven Lang gewinnt in Gais und Christian Stucki’s Verletzung

Text: feldwaldwiesenblogger

Nun haben die ISV-Delegierten gewählt: Thedy Waser wird mit 89 zu 66 Stimmen in seinem Amt als TK-Chef der Innerschweizer bestätigt. Was bedeutet das für den grössten Teilverband?
Der Sieger vom Lichtmess-Schwinget, dem zweiten Schwingfest des Jahres, heisst etwas überraschend Sven Lang. Der Luzerner setzte sich im Schlussgang gegen den Neueidgenossen Martin Roth durch.
Schwingerkönig Christian Stucki hat sich im Training verletzt. Der Seeländer zog sich dabei einen riesigen Bluterguss zu.

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Thedy Waser bleibt im Amt


Ein nachdenklicher Thedy Waser an der ISV-DV
Bild: luzernerzeitung.ch

Die Innerschweizer Delegierten haben gestern nun entschieden: Thedy Waser bleibt weiterhin im Amt als Technischer Leiter. Mit 89 zu 66 Stimmen war es letztendlich ein klares Verdikt. Die Luzerner Zeitung schrieb gestern dazu: «Es dauerte nicht lange am Samstagmorgen im Mythenforum in Schwyz, bis Thedy Waser ein erstes Mal angegriffen wurde. Unter Traktandum 3 von 14 musste er, der Technische Leiter des Verbands, seinen Jahresbericht vortragen. Waser fasste das vergangene Jahr sportlich zusammen und hob einzelne Schwinger hervor, die Besonderes geleistet hatten. Soweit, so unspektakulär. Kaum war Waser fertig, meldete sich der Luzerner Bruno Stofer, früher Technischer Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbands, zu Wort. «Ich erwarte von einem technischen Bericht etwas mehr als nur Ehrungen», sagte er. Der Versammlung schlage er deswegen vor, über die Annahme von Wasers Bericht abzustimmen. Die Versammlung nahm den Bericht jedoch mehrheitlich an – ein erster Etappensieg für Waser.»

Die Luzerner haben, wie hinlänglich bekannt, an ihrer eigenen DV einstimmig entschieden, René Riedweg, ihren Technischen Leiter, gegen Waser ins Rennen zu schicken. Denn: «Ein hartnäckiger Vorwurf an Waser bezieht sich auf seine Arbeit in der Einteilung. Wegen seiner reservierten Art fehle ihm das Durchsetzungsvermögen, heisst es. Waser wurde deshalb mitverantwortlich gemacht, dass beim «Eidgenössischen» in Zug kein Innerschweizer gewann.»

Wie die Luzerner Zeitung weiter ausführt, waren die Luzerner nicht die einzigen, welche mit Waser nicht mehr weitermachen wollten. Christian Grab, der Bruder von Martin Grab, sagte gestern an der DV: «Wir müssen einen fähigen Mann in der Einteilung haben. Einer, der alle gleich behandelt. Ich unterstütze René Riedweg ganz klar.» Besagter Riedweg meinte gestern selbstbewusst: «Mein Rucksack ist gefüllt mit taktischem Geschick. Mit der Fähigkeit, strategisch zu denken, einzuteilen und zu kombinieren. Diesen Rucksack stelle ich gerne den Innerschweizer Schwingern als Dienstleistung zur Verfügung.»

Die Mehrheit der 162 Stimmberechtigten entschied sich für Thedy Waser, welcher nun drei weitere Jahre als Technischer Leiter wirken darf. Was dies für den Innerschweizer Verband bedeutet, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Eines darf man aber getrost behaupten: Der Verband ist gespalten. ISV-Präsident Peter Achermann meinte denn hinterher auch dazu: «Wenn alle einen Schritt aufeinander zugehen, kommen wir weiter.» Ob das geschehen wird, weiss man nicht. Zu hoffen ist aber, dass die Funktionäre vernünftig genug sind, und den ganzen Zwist nicht dauernd «aufköcheln» lassen. Denn: Dem Vernehmen nach haben die Schwinger im ganzen Teilverband keine Probleme untereinander. Das ist ein gutes Zeichen. Zudem wurde Teamcoach Tom Burch, welcher auch von den Schwingern nicht mehr mitgetragen wurde, bereits vor der DV abgesetzt.

Eine grössere Nagelprobe für den wiedergewählten Waser steht diesem am Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Appenzell bevor. Besteht er diese, dürften die Diskussionen ziemlich verstummen. Schneiden die Innerschweizer Schwinger Ende August wieder unter ihren Möglichkeiten ab, dürfte erneut Feuer im Gebälk des Innerschweizer Verbandes sein. Und an der nächstjährigen ISV-DV dürfte wieder der Name eines neuen TK-Chefs fallen.

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Sven Lang gewinnt den Lichtmess-Schwinget in Gais


Sven Lang gewinnt sensationell den Lichtmess-Schwinget
Bild: Schwingklub Rothenburg und Umgebung

Der Luzerner Sven Lang schwang gestern überraschend am Lichtmess-Schwinget in Gais obenaus. Im Schlussgang bezwang Sven den Eidgenossen Martin Roth nach einem intensiven Gang in der neunten Minute mittels Wyberhaken und nachdrücken. Der Athlet vom Schwingklub Rothenburg und Umgebung hat sich bisher fünf Kränze (vier Kantonal- und ein Teilverbandskranz) erschwungen.
Interessanterweise zeigte der Turnerschwinger schon letztes Jahr einen hervorragenden Wettkampf in Gais, und belegte damals mit fünf gewonnenen und einem verlorenen Gang den sehr guten dritten Platz.
Die Appenzeller Luft scheint dem 21-Jährigen regelrecht zu behagen.

Der organisierende Schwingklub Gais schreibt zum gestrigen Hosenlupf: «Die mittlerweile 58. Austragung des Lichtmess-Schwingets bot den Schwingern die optimale Möglichkeit, ihren Formstand prüfen zu können. Aufgrund von verletzungsbedingten Absagen musste der organisierende Schwingklub Gais auf all ihre eidgenössischen Kranzschwinger, namentlich auf Michael Bless, Raphael Zwyssig und auch Marcel Kuster, verzichten. Das Teilnehmerfeld wurde von den drei Eidgenossen Martin Hersche, Domenic Schneider und Martin Roth angeführt, wobei sich Roth mit vier makellosen Siegen und einer Punkteteilung bis in den Schlussgang vorzukämpfen vermochte. Im Schlussgang kam es zum Duell gegen den aufstrebenden Innerschweizer Teilverbandskranzer Sven Lang, welchem der Einzug mit vier Siegen und einer Niederlage ebenfalls souverän gelang.»

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Schwingerkönig Christian Stucki hat sich im Training verletzt


Schwingerkönig Christian Stucki hat sich wegen einem Schlag im Training einen riesigen Bluterguss zugezogen
Bild: chrigustucki.ch

Wie man gestern Samstag in der «Berner Zeitung» lesen konnte, hat sich Schwingerkönig Christian Stuck am vergangenen Montag im Training verletzt. «Chrigu» bekam demnach einen Schlag auf das linke Schienbein, und zwar an der Stelle, wo er 2005 fast das Bein verloren hätte. Dieser Schlag hat laut «Berner Zeitung» erst nichts ausgelöst. Als der Masseur jedoch am Dienstagabend über die betroffene Stelle gefahren sei, sie diese aufgegangen wie ein Ballon. Der Schwingerkönig von Zug hat sich einen riesigen Bluterguss eingefangen und muss das Bein nun hochlagern. Wie lange Stucki dem Training fernbleiben wird, und ob das für seine Saisonplanung einen Einfluss hat, ist momentan nicht bekannt.
2005 drohte Christian Stucki wegen einer Infektion an besagtem Bein fast die Amputation. Deswegen konnte er damals anderthalb Jahre lang nicht schwingen.
Auf diesem Weg wünsche ich dem Seeländer Hünen rasche und vollständige Genesung!

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 4: Der einstimmige Luzerner Antrag und die ISV-Medienmitteilung

Text: feldwaldwiesenblogger

Diese Woche gab der Luzerner Antrag und seine möglichen Auswirkungen viel zu reden. Hierzu eine Chronologie der Ereignisse.
Der Luzerner Kantonale Schwingerverband hielt letzten Samstag ihre Delegiertenversammlung (DV) ab. An dieser wurde einstimmig ein Antrag gutgeheissen, welcher das Betreuerteam des Innerschweizerischen Schwingerverbandes (ISV) neu aufstellen, und der aktuelle Teamcoach Tom Burch absetzen soll.
Man fragte sich: Wie gross sind wohl die Chancen, diesen Antrag so an der Innerschweizer DV durchzubringen? Unweigerlich beschlich einem das Gefühl: Egal wie der Entscheid ausfällt – zurück bleiben Verlierer.
Just in dieser Phase entschärfte der ISV die «Bombe», und liess am Donnerstag per Medienmitteilung ausrichten, dass man sich vom umstrittenen Team-Coach Tom Burch trennen wird.

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Die Luzerner Schwinger proben den Aufstand
Bild: lk-sv.ch

Der Luzerner Antrag erklärt
Nach der mit Spannung erwarteten DV der Luzerner Schwinger veröffentlichten diese hinterher folgende Mitteilung: «An der DV in Rothenburg wurde auch die sportliche Bilanz der Luzerner- und der Innschweizer Schwinger in den letzten drei Jahren diskutiert. In einer vorgängigen Analyse, in welcher auch die Schwinger befragt wurden, stellten die verantwortlichen Personen unter anderem Optimierungspotential in den Bereichen Kommunikation und Athletenbetreuung fest. Da nach intensiven Gesprächen mit den zuständigen Personen im ISV zu wenig Veränderungsbereitschaft festgestellt wurde, hat der LKSV Vorstand in Zusammenarbeit mit den LKSV Ehrenmitgliedern ein Antrag eingebracht, der die weitere Zusammenarbeit mit dem ISV Teamcoach Tom Burch untersagt. Um das Team ISV besser zu betreuen, braucht es auch einen neuen Technischen Leiter. René Riedweg stellt sich an der Delegiertenversammlung vom 1. Februar 2020 zur Wahl als Technischer Leiter des ISV. Er wurde von der Versammlung einstimmig zur Wahl nominiert. Aktuell wird dieses Amt vom Nidwaldner Thedy Waser bekleidet, welcher dieses seit sechs Jahren ausübt. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Amtsdauer des Technischen Leiters maximal sechs Jahre dauert. Dies ist auch der Turnus, an welchen sich die anderen Teilverbände und der Eidgenössische Schwingerverband halten. Mit diesem Vorgehen soll die Entwicklung im sportlichen Bereich des ISV vorangetrieben werden.»

Wie gross stehen die Chancen für den Luzerner Antrag und ihren TK-Chef-Kandidaten?
Nach diesem klaren und einstimmigen Verdikt der Luzerner Schwinger stellte sich die Frage, wie gross überhaupt die Chance ist, diesen Antrag und ihren Kandidaten René Riedweg an der Innerschweizer DV vom 1. Februar durchzubringen. Weder der Luzerner Kantonale Schwingerverband noch der Innerschweizer Verband wollten anfangs Woche gross Stellung dazu nehmen. Einzig Roland Albisser, Präsident des Luzerner Kantonalen Schwingerverbandes, liess ausrichten: «In der Medienmitteilung sind bereits alle Informationen enthalten, die wir momentan veröffentlichen möchten. Die Delegierten und Ehrenmitglieder der Kantonalverbände haben an der ISV-DV die Chance, eine für die Schwinger im technischen Bereich wegweisende Wahl für die nächsten drei Jahre zu treffen. Diesen demokratischen Wahlausgang gilt es dann zu respektieren.»

«Fussball-typisch» einen Trainerwechsel fordern
Ein längst zurückgetretener Schwyzer Eidgenosse hat mir am letzten Samstag erklärt, dass es das gute Recht der Luzerner sei, einen Antrag zu stellen. Natürlich ist es das, dafür gibt es ja diese demokratischen Instrumente. Und den Luzernern ist es mit der einstimmigen Annahme des Antrages und der Nomination ernst: Es soll sich etwas bewegen.
Riskiert man einen Blick über den Innerschweizer Zaun hinaus, stellt man unweigerlich fest, dass die Berner ihrem Erfolg an Eidgenössischen Schwingfesten praktisch alles unterordnen. Diese Feststellung kommt nicht erst seit Zug. Die Luzerner Verantwortlichen haben sich wohl auch gesagt: Was die Berner können, bringen wir Innerschweizer auch zu Stande. Nur: Die Innerschweiz ist ein ziemlich heterogenes Gebilde, hier alles unter einen Hut zu bringen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Trotzdem: Die Luzerner wollen nun mal «Fussball-typisch» den Trainerwechsel, und hoffen, dass dann vieles besser wird. Ausgeschlossen ist das nicht. Nur: Ziehen die anderen Kantonalverbände mit?

Schlechte Stimmung ist nicht leistungsfördernd
Es drängte sich rund um die Wirren im Innerschweizer Verband aber auch eine Feststellung auf: Ob der Antrag angenommen oder abgelehnt, respektive René Riedweg gewählt wird oder nicht, zurück bleiben Verlierer. Da erwarte ich von den Verantwortlichen, dass sie wieder Ruhe in den Verband bringen. Denn schlechte Stimmung im Verbandsgebiet ist für die Hauptakteure, die Schwinger, nicht gerade leistungsfördernd. Albisser machte uns dabei etwas Hoffnung, indem er festhält, dass es gilt, den demokratischen Wahlausgang zu respektieren. Und natürlich sollen sich die Funktionäre die Schwinger zum Vorbild nehmen: Nach einem harten Kampf reicht man einander so oder so die Hand.
Just in einer Phase des Ungewissen, und wie wohl die «Kampfwahl» und das Drumherum an der ISV-DV ausfallen könnten, liess der ISV am Donnerstag mit einer Medienmitteilung eine kleine «Bombe» platzen.


Die Innerschweizer Schwinger, voll motiviert und vereint beim Einzug am ESAF 2019 in Zug
Bild: isv.ch

ISV-Medienmitteilung vom 23. Januar: Der Innerschweizer Schwingerverband (ISV) trennt sich vom Team-Coach
«Im Sommer 2015 lancierte der Vorstand des ISV im Hinblick auf die kommenden Eidgenössischen Schwingfeste das Projekt 16 – 19 – 22 und engagierte dabei den ehemaligen Zuger Tom Burch als Team-Coach. Das Mandat war damals bis zum Eidgenössischen Schwingfest in Zug 2019 vorgesehen. Der Vorstand hat nun anlässlich seiner Sitzung vom 21. Januar 2020 beschlossen, die Zusammenarbeit mit Tom Burch nicht weiterzuführen, da in einzelnen Bereichen unterschiedliche Auffassungen bestanden. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen. Diesem Entscheid schliesst sich auch die Technische Kommission (TK) des ISV an. Am Projekt 16 – 19 – 22 wird jedoch weiterhin festgehalten, dazu gehört auch die Beschickung der Kantonalschwingfeste im ISV, welche mittlerweile unbestritten ist. Tom Burch hat in den vergangenen vier Jahren viel zur Weiterentwicklung des ISV-Teams beigetragen. Für die geleistete Arbeit dankt ihm der Vorstand ganz herzlich.
Bei der angekündigten Kampfwahl unterstützt der Vorstand des ISV voll und ganz die Wiederwahl des amtierenden Technischen Leiters Thedy Waser aus Beckenried. Die Delegiertenversammlung des ISV findet am 1. Februar 2020 in Schwyz statt.»

Situation massiv entschärft
Mit dieser Mitteilung streicht man das Thema «Tom Burch» ein für alle Mal und der ISV entschärft so die unhaltbare Situation massiv. Die Verbandsspitze nimmt dem Ganzen vor der DV viel Gegenwind aus den Segeln. Oder anders ausgedrückt: Die Hälfte der Luzerner Forderungen wurde bereits erfüllt. Die andere Hälfte wird mittels «Kampfwahl» ausgeschwungen.
Der ISV hat klug reagiert, und so bereits einen Kurswechsel in ruhigere Gefilde eingeleitet. Interessant dürfte zu beobachten sein, wie sich die Luzerner Schwinger nun verhalten werden. Der Innerschweizer Verband ist nun einen Schritt auf sie zugekommen. Werden sie in der nun verbleibenden Woche für ihren Technischen Leiter-Kandidaten René Riedweg gehörig die Werbetrommel rühren?
Verständlich ist auch das Festhalten der Verbandsoberen an Thedy Waser. Das angestossene Projekt 16 – 19 – 22 möchte man mit ihm weiterführen. Ob hier nun ungeschriebene oder geschriebene Gesetze vorliegen, die Verbandsspitze scheint mit seiner Arbeit zufrieden zu sein.
Das ISV-Präsidium beweist mit dieser Mitteilung Rückgrat, zeigt aber auch Verständnis für den Unmut, insbesondere von Seiten der Luzerner. Taten und Worte wurden in diesem Fall «Schwinger-typisch» angewendet. Letztendlich liegt es nun an den Innerschweizer Delegierten, ob sie Thedy Waser für drei weitere Jahre bestätigen, oder René Riedweg neu als TK-Chef wählen möchten. Auch das ist «Schwinger-typisch».

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Neue Funktionäre für den Schwägalp-Schwinget, von links nach rechts: Urs Abderhalden, Bruno Vestner, Christoph Raschle und Cornel Fürer
Bild: Karl Metzger

Zu Guter Letzt:
Delegiertenversammlung Verein Schwägalp-Schwinget: Rückblick auf eine erfolgreiche Jubiläums-Austragung 2019 und Neubesetzung von Funktionen

Quelle: Karl Metzger, Ressortleiter Medien Schwägalp-Schwinget

Traditionsgemäss trafen sich Mitte Januar die Delegierten der Trägerverbände Appenzell und Toggenburg, der Säntis Schwebebahn AG und der Alpgenossenschaft zur jährlichen Delegiertenversammlung des Vereins Schwägalp-Schwinget. Der Präsident Niklaus Hörler durfte im Rahmen seines Berichts auf die erfolgreiche 20. Austragung des Bergkranzfestes mit spannenden Zweikämpfen, prächtigen Wetterbedingungen und rund 13’000 Festbesucherinnen und -besuchern zurückblicken.

Weiter hatte die Delegiertenversammlung verschiedene Funktionärsstellen neu zu besetzen. Denn mit Valentin Hörler (Medien), Gabriel Koller (Bau), Fredi Kurmann (Rechnungsbüro), Markus Bösch (Bau), Corina Koch (Werbung und Marketing) sowie Hansjörg Rechsteiner (Bau) gaben sechs langjährige OK-Mitglieder ihre Rücktritte bekannt. Ihr unermüdliches und ehrenamtliches Engagement in den vergangenen Jahren wurde durch die Delegiertenversammlung entsprechend gewürdigt. Die freigewordenen Funktionen konnten durch Bruno Vestner (Bau), Christoph Raschle (Bau), Cornel Fürer (Protokoll), Urs Abderhalden (Bau), Corina Wirz-Kläger (Werbung und Marketing) sowie Pascal Schönenberger (Rechnungsbüro) neu besetzt werden. Das OK wünscht den neuen Mitgliedern viel Freude und Erfolg in ihren Ämtern.

Für 20-jährige Tätigkeit beim Schwägalp-Schwinget wurden folgende Personen geehrt: Andrea Abderhalden (Festwirtschaft), Alfons Hasler (Verkehr/Sanität) und Hansruedi Peterer (Schwingkomitee). Ihre langjährigen Dienste wurden von der DV mit grossem Applaus und einem Geschenk gewürdigt. Auch kann Niklaus Hörler (OK- und Vereinspräsident) auf 20 Jahre zurückblicken. Vize-Präsident Jörg Frei bedankte sich im Namen aller OK-Mitglieder für den unermüdlichen Einsatz von «Chläus» Hörler zu Gunsten des Schwägalp-Schwingets.

Die Vorbereitungen für die 21. Austragung des Schwägalp-Schwingets vom 16. August 2020 sind bereits voll im Gang. 15 Gästeschwinger aus dem Berner, 15 Schwinger aus dem Nordwestschweizer und 60 Aktivschwinger aus dem heimischen Nordostschweizer Verband werden wiederum für ein spannendes Schwingfest am Fusse des Säntis sorgen.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick auf die DV des Nordwestschweizer Schwingerverbandes (NWSV)

Text und Foto: August Köpfli / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger


Die fünf neuen Ehrenmitglieder, flankiert von den Ehrendamen. Von links: Markus Birchmeier, Urs Lanz, Daniel Dreier, Felix Rappo und Stefan Strebel.

Fünf neue Vorstandsmitglieder
Die Rücktritte von Präsident Daniel Dreier und dem Technischen Leiter Stefan Strebel wurden schon an der letztjährigen DV angekündigt. Als neuer Verbandspräsident wurde von den 144 Stimmberechtigten Michael Saner gewählt, Guido Thürig wird neuer Technischer Leiter der Aktiven. Der Zufall wollte es, dass Ende 2019 gleichzeitig bei allen vier Kantonalverbänden die Präsidenten wechselten und so nebst Guido Thürig neu Lukas Meier (AG), Patrick Waldner (BL), Raymond Stalder (BS) und Paul Bologna (SO) Einsitz im Vorstand des NWSV nehmen. Magnus Döbeli (TL Jungschwingen), Thomas Notter (Nachwuchs) und Astrid Rohner-Vogt (Medienchefin) wurden für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.
Die Nominationen von Markus Birchmeier als Präsident der ESV-Abgeordnetenversammlung und Stefan Strebel als technischer Leiter Aktive des ESV wurden von der Versammlung bestätigt. Über die Wahl entscheidet die ESV-Abgeordnetenversammlung vom 14./15. März in Pratteln.

Hochs und Tiefs
Aus sportlicher Sicht war der grandiose Sieg von Nick Alpiger am «Innerschweizerischen» in Flüelen einer der grössten Höhepunkte. Leider verhinderte eine Verletzung einen weiteren Exploit des Sennenschwingers am ESAF in Zug. Hervorzuheben sind auch der gemeinsame erste Rang von David Schmid und Andreas Döbeli am Nordwestschweizer Schwingfest in Wittnau und der Sieg von Joel Strebel am Solothurner Kantonalschwingfest. Total 112 Kränze gewannen die NWSV-Schwinger in der Saison 2019. Neun Kränze gewann Patrick Räbmatter, deren acht Nick Alpiger und auf sieben Exemplare brachte es Joel Strebel. Mit drei eidgenössischen Kränzen blieb der Verband zahlenmässig unter den Erwartungen.
Guido Thürig, der neue Technische Leiter Aktive, hat zusammen mit der Technischen Kommission aufgrund der Nachbesprechung des «Eidgenössischen» in Zug ein Leitbild erstellt. Dieses hat den Anspruch und das Ziel auf nachhaltigen sportlichen Erfolg, Verbesserungen im mentalen Bereich sowie der Schwingtechnik, Zusammenarbeit mit den Kantonalverbänden und eine jährliche Überprüfung der Ziele.
Daniel Dreier mahnte in seinem Jahresbericht, dass trotz der Popularität des Schwingens die Mitgliederzahlen der Aktiven (290) und besonders der Jungschwinger (338) zu beachten sind, und dass die Klubverantwortlichen gefordert sind, eine gesunde Anzahl Jungschwinger langfristig für den Schwingsport zu begeistern.
Für immer verabschiedet wurden die verstorbenen Ehrenmitglieder Christian Jäger, Josef Vogt, Altobmann Hans Pauli und Robert Greub.

Ehrungen
Stefan Strebel überreichte Patrick Räbmatter, Joel Strebel und Andres Döbeli als Anerkennung für den Kranzgewinn am ESAF ein Präsent. Der fünffache Eidgenosse Mario Thürig wurde für seine sportlichen Leistungen geehrt und von den Versammlungsteilnehmern mit grossem Applaus als Aktivschwinger verabschiedet. Daniel Dreier als abtretender Verbandspräsident, Felix Rappo (Vizepräsident), Stefan Strebel, Urs Lanz (Sekretär) und Markus Birchmeier (Protokollführer) wurden für ihre grossen Verdienste als Ehrenmitglieder des NWSV aufgenommen.

Daniel Dreier war 18 Jahre Präsident der Nordwestschweizer
Am vergangenen Samstag schloss Daniel Dreier um 20 Uhr zum letzten Mal eine Delegiertenversammlung als Präsident der Nordwestschweizer Schwinger und wünschte den Anwesenden einen guten Appetit für das von ihm offerierte Abendessen. 28 Jahre war Daniel Dreier Vorstandsmitglied des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes, davon führte er den Verband sagenhafte 18 Jahre als Präsident. Um die 1000 Sitzungen beanspruchten ihn während dieser Zeit: Zentralvorstand ESV, ESAF-OK’s, NWSV-Vorstand, NWSV-Kommissionen wie TK Aktive, TK Jungschwingen, Medien und Kampfrichter. Weiter war Dreier engagiert in NWSV-OK’s, im engeren OK vom ESAF 2007 in Aarau oder im ENST-OK 2015. Diese Aufzählung beinhaltet nur die wichtigsten Stationen. Denn: Die Liste liesse sich noch beliebig fortsetzen.

feldwaldwiesenblogger

Plätze sichern für «es bäumigs Fäscht»!

Text und Bild: Wolfgang Rytz / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Heute Samstag beginnt der Vorverkauf für das 114. Aargauer Kantonalschwingfest. Der grosse Hosenlupf in Beinwil/Freiamt steigt am Sonntag, 7. Juni. Dazu entsteht auf dem Festplatz «Chäbere» eine Arena für 4000 Zuschauer.


Die Freiämter Hoffnungsträger in Beinwil: Joel Strebel (links) und Andreas Döbeli

Können die beiden Freiämter «Neueidgenossen» Andreas Döbeli und Joel Strebel den Nordwestschweizer Leader Nick Alpiger herausfordern, oder gar am Tagessieg hindern? Diese Frage treibt die Schwingerfreunde schon jetzt um. Wer sich für diesen Showdown im Oberfreiamt gute Sitzplätze sichern will, tut gut daran, den heute Samstag, 18. Januar, beginnenden Vorverkauf im Internet unter www.ag20.ch/tickets zu nützen. Bei Fragen steht die Mailadresse ticket@ag20.ch zur Verfügung.

Gedeckte Sitzplätze und Rasensitzplätze
In den freien Verkauf gehen 2000 gedeckte Sitzplätze auf den Tribünen C und D. Nicht gedeckt, aber nahe am Sägemehl sind die Rasensitzplätze. Auch diese können im Vorverkauf gesichert werden. Erst an der Tageskasse verkauft werden die Stehplätze. Jugendliche unter 16 Jahren haben Anrecht auf einen Gratisstehplatz.
Der sportliche Grossanlass beginnt am Freitagabend, 5. Juni, auf dem temporären Festplatz «Chäbere», südlich des Dorfes Beinwil/Freiamt. Auf einem 6.5 Hektaren grossen Areal entsteht ein stimmungsvolles Festdorf, samt der Schwingerarena in quadratischer Form mit vier gedeckten Tribünen.
Am Samstag testen die Jungschwinger die Arena, bevor die «Grossen» am Sonntag in die Hosen steigen. Ebenfalls am Samstag geht um 19 Uhr im Festzelt der Ringerländerkampf Schweiz – Deutschland über die Bühne. Im Turnerzelt ist ein volkstümlicher Abend angesagt.
Das Organisationskomitee unter der Leitung von Hermann Bütler ist seit zwei Jahren an der Arbeit und unternimmt alles, um dem Motto «es bäumigs Fäscht» gerecht zu werden. Weitere Informationen und das Festprogramm findet man auf der Homepage unter www.ag20.ch.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 3: Der Luzerner Antrag und Sepp Bergmann’s Rücktritt aus der ESV-Werbekommission

Text: feldwaldwiesenblogger

Die Delegiertenversammlung (DV) der Schwyzer Schwinger am vergangenen Samstag verlief nicht ohne Nebengeräusche. Die bereits bekannten Unstimmigkeiten im Innerschweizer Verband betreffs des TK-Chefs Thedy Waser und des Teamcoachs Tom Burch waren erneut ein Thema. Die Unzufriedenheit geht vor allem von Luzerner Seite aus. Diese wollen nun an der DV des Innerschweizer Verbandes (ISV) vom 1. Februar einen entsprechenden Antrag stellen.
Sepp Bergmann, der ISV-Vertreter in der ESV-Werbekommission, tritt nach der ganzen «Werbe-Geschichte» um Sven Schurtenberger entnervt zurück. Was steckt dahinter?
Am Schwyzer Kantonalen in Muotathal werden auch Tessiner Schwinger am Start sein. Wie bereitet sich der Speaker darauf vor?

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Im Innerschweizer Verband rumort es
Bild: isv.ch

Unstimmigkeiten im Innerschweizer Verband
Nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug traten Unstimmigkeiten im Innerschweizer Verband auf. In der Kritik stehen der TK-Chef Thedy Waser und der Teamcoach Tom Burch. Die beiden sollen, vor allem aus Sicht des Luzerner Schwingverbandes, ihre Arbeit nicht zur Zufriedenheit erfüllt haben. Denn die Luzerner Schwinger fuhren nur gerade mit zwei Eidgenössischen Kränzen nach Hause. Es entbrannte ein Konflikt, welcher noch nicht gelöst wurde. Der Umgang zwischen den Parteien soll dabei nicht immer anständig gewesen sein.
Die Innerschweizer Schwinger, welche am ESAF teilnahmen, wurden im vergangenen Herbst zu einer Aussprache eingeladen. 21 Schwinger sprachen sich für eine Weiterarbeit mit besagtem Tom Burch, 42 Schwinger dagegen aus.
Der ISV-Vorstand führte weiter eine Analyse durch, und will das gestartete Projekt «16-19-22» weiterverfolgen. Thedy Waser tritt darum nochmals für drei Jahre an, und stellt sich an der DV zur Wiederwahl. Burch soll dabei nur noch für die Athletik zuständig sein, und vom Schwing-Training abgezogen werden. Weiter möchte der ISV in Zukunft klarer kommunizieren, und hat ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet.

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Luzerner Antrag an der ISV-DV vom 1. Februar
An der Delegiertenversammlung des Schwyzer Kantonalen Schwingerverbandes erfuhr man, dass der Luzerner Kantonalverband an der DV des Innerschweizerischen Schwingerverbandes (1. Februar) im Mythenforum in Schwyz einen Antrag stellen wird. Dieser sieht vor, dass Thedy Waser nicht wie vorgesehen für drei Jahre, sondern nur für ein Jahr gewählt werden soll. Weiter soll Tom Burch durch eine andere Person ersetzt werden. Die Luzerner möchten dabei den Willen der Schwinger umsetzen.
Der Schwyzer Kantonalvorstand hat an einer Sitzung vor ihrer DV den Luzerner Antrag allerdings einstimmig abgelehnt. Präsident Ivan Besmer erläuterte, dass man die Luzerner verstehe. Die Vorgehensweise aber nicht der richtige Weg sei.
Die Luzerner Schwinger haben just an diesem Wochenende ihre DV. An dieser wird der Antrag wohl definitiv festgelegt und geschnürt. Ich werde dem nachgehen, und möchte in Erfahrung bringen wie dieser schliesslich aussieht – Fortsetzung folgt.

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Fragwürdige Rolle des ISV-Verbandssponsors «Leister»
An der Schwyzer DV kam auch die Rolles des Innerschweizer Verbandssponsors «Leister» zur Sprache. Diese wurde kritisch hinterfragt. Verschiedene Delegierte übten heftige Kritik, weil ein Vertreter dieses Sponsors angeblich an der Selektionssitzung der Schwinger für das Eidgenössische Schwingfest teilgenommen habe.

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Sepp Bergmann tritt aus der ESV-Werbekommission zurück
Bild: esv.ch

Rücktritt von Sepp Bergmann aus der ESV-Werbekommission
Ebenfalls an der Schwyzer DV war zu erfahren, dass Sepp Bergmann den Rücktritt als ISV-Mitglied aus der ESV-Werbekommission gab. Bergmann war demnach nach der «Werbe-Geschichte» um Sven Schurtenberger schwer enttäuscht. Was steckt dahinter? Ich habe deshalb bei ihm nachgefragt.

Warum trittst du zurück?
«Ich hatte das Gefühl, dass wir von der Werbekommission im Fall Sven Schurtenberger eine gute Lösung getroffen hatten, welche der Zentralvorstand vom ESV so unterstützte. Wie es Schurtenbergers gutes Recht ist, gelangte er an die Rekurskommission. Diese Kommission sperrte ihn nicht, sondern erteilte ihm bekanntlich eine Busse von 800 Franken. Dass Sven nicht gesperrt wurde, kann ich mittlerweile nachvollziehen. Die Busse fiel meines Erachtens aber viel zu tief aus. Eine Busse in der Grössenordnung von 5000 oder 6000 Franken wäre gerechtfertigter gewesen. Übrigens: Wir von der Werbekommission können nur Sperren aussprechen, aber keine Bussen erteilen.
Ich führte mit Sven in dieser Angelegenheit etliche Telefonate. Dabei habe ich vollstes Verständnis, dass er beim ersten Mal das Ganze als Versehen hinstellte. Inzwischen sind Bilder vom ersten, zweiten, dritten und vierten Gang aufgetaucht, wo das Werbe-Logo zu erkennen sind. Nach dem zweiten Mal glaubte ich einfach nicht mehr an ein Versehen, und dass gleich jedes Mal der Kleber abgefallen sein soll.
Ich habe für diese Geschichte viel Zeit geopfert, und die ist mir für solche Dinge in Zukunft einfach zu schade. So kann ich einfach nicht mehr zu 100 Prozent hinter meinem Job in der Werbekommission stehen. Und wenn ich dieses Jahr wieder Urteile fällen müsste, würde das für mich einfach nicht mehr stimmen.
Ich glaube, wenn uns Sven gleich die Wahrheit gesagt hätte, wäre es vermutlich nie zu einer Busse gekommen. Da Sven es mit der Wahrheit aber nicht so genau nahm, hatte ich einfach irgendwann genug.»

Hat dich der Rekurs-Entscheid überrascht?
«Überrascht war ich nicht, hingegen kam bei mir Unverständnis auf. Als der Entscheid der Rekurskommission so lange auf sich warten liess, waren wir von der Werbekommission überzeugt, dass da etwas in dieser Richtung kommen wird. Und: Mit dieser viel zu tiefen Busse zeigt man Sven nicht auf, dass er auf dem falschen Weg war.»

Haben deine Werbekommissions-Kollegen ähnlich reagiert wie du?
«Ich hatte mich mit meinen Kollegen ausgetauscht. Sie sehen es ähnlich wie ich. Wir haben es sehr gut untereinander, und sind uns jeweils schnell einig. Ich setze mit meinem Rücktritt nun ein Zeichen, dass gewisse Sachen so einfach nicht gehen. Weitere Zeit dafür zu investieren ist mir in Zukunft definitiv zu schade.»

Wird das Ganze ad acta gelegt, oder kommt da noch etwas?
«Es ist sehr gut möglich, dass da noch etwas kommt. Entweder von Seiten der Werbekommision, der Rekurskommission oder gar eine Reglementsanpassung. Bis zur ESV-Abgeordnetenversammlung im März bin ich noch im Amt, und helfe diesbezüglich gerne mit. Anschliessend ist das Thema für mich erledigt.»

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In eigener Sache
Liebe Leserinnen und Leser: Wie man unschwer erkennen kann, kommt der Schreibende aus dem Innerschweizer Verbandsgebiet. Daher sind etliche Beiträge naturgemäss aus dieser Gegend. Kein Wunder, kenne ich mich doch dort am besten aus, und erfahre dort auch am meisten. Das muss nicht so sein. Mein Bestreben ist es, aus allen fünf Teilverbänden zu berichten. Deshalb meine Bitte: Wenn es Informationen, Storys, News und Pressemitteilungen gibt, bitte ich die Schwingerfreunde aus der ganzen Schweiz, auch an mich zu denken. Am besten via Email: koni.schelbert@bluewin.ch. Herzlichen Dank!

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Das Schwyzer Kantonale 2020 findet im schönen Muotathal statt
Bild: schwyzer2020.ch

Zu guter Letzt: Italienisch am Schwyzer Kantonalen in Muotathal
Bekanntlich gehören die Tessiner Schwinger seit letztem Jahr nun definitiv dem Innerschweizer Verband an. Heisst: Schwinger aus der Sonnenstube können nun auch an Kantonalen Schwingfesten im Innerschweizer Teilverband starten. So werden auch am diesjährigen Schwyzer Kantonalen Schwing- und Älplerfest in Muotathal Tessiner Schwinger erwartet. OK-Präsident Richard Föhn erinnerte den Speaker Roland Gwerder an der Schwyzer DV daran, doch bitte vorher einen Italienisch-Kurs zu besuchen. Gwerder aber hat ganz andere Pläne: Er lädt einen italienisch sprechenden Kollegen ans Schwingfest ein, und bittet diesen, während dem Schwingfest mehrmals ein paar Sätze auf Italienisch vorzutragen. Der Speaker möchte nämlich kein «Kauderwelsch» von sich geben, und denkt bereits heute weiter. Denn: Am 18. September 2021 soll ein Tessiner Kantonales Schwingfest durchgeführt werden. Gwerder weiter: «Wir erhoffen uns, dass wir dann im Tessin auch auf Deutsch begrüsst werden!»

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 2: Nachgefragt bei Michael Bless und Werner Suppiger

Text: feldwaldwiesenblogger

Michael Bless und Werner Suppiger haben etwas gemeinsam: Beide haben sich am «Eidgenössischen» in Zug verletzt. Diese Woche war es mir ein Bedürfnis, bei diesen zwei Schwingern nachzufragen, wie es Ihnen geht, ob sie bereits wieder am Trainieren sind und wann ein Comeback geplant ist.
Gestern Freitag konnte man im «Bote der Urschweiz» lesen, wie der Siegermuni am diesjährigen «Innerschweizerischen» (ISAF 2020) in Ibach SZ heisst: «Hubi». Mehr zu diesem «Prachtskerl» unter der Rubrik «Zu Guter Letzt».


Michael Bless triumphierte letztes Jahr an seinem Heimfest, dem Appenzeller Kantonalen in Stein
Bild: appenzell24.ch

Nachgefragt bei Michael Bless
Der Appenzeller Michael Bless zog sich am ESAF im letzten Gang gegen Thomas Inniger leider eine gravierende Fussverletzung zu. Der dreifache Eidgenosse, welcher im kommenden Mai 34-jährig wird, hat 87 Kränze und acht Kranzfestsiege auf seinem Konto.
Michael ist gelernter Metzger, und hat während einer längeren Zeit auf diesem Beruf gearbeitet. Arthrose in den Fingern zwang ihn aber, sich beruflich neu zu orientieren. Der Familienvater liess sich zum Versicherungs- und Vorsorgeberater umschulen, und hat erst letztes Jahr die Ausbildung zum Eidgenössischen Finanzplaner erfolgreich abgeschlossen. Das Mitglied vom Schwingklub Gais arbeitet heute bei der «Mobiliar».

Wie geht es dir?
«Mir geht es den Umständen entsprechend. Ich befinde mich auf dem Weg der Besserung, es ist aber noch nicht so wie es sein sollte.»

Was genau ist passiert am ESAF im achten Gang?
«Es zogen beide an, und ich hatte das ganze Gewicht auf meinem linken Fuss. Als ich den gesamten Druck auf diesen bekam, brach mir der Fuss weg. Ich fiel um, und dann war es passiert: Ich brach mir den Mittelfussknochen und riss mir die umliegenden Bänder. Bei der anschliessenden Operation wurde mir der Knochen verankert und die Bänder zusammengeflickt.»

Wie sieht dein momentaner Trainingsaufbau aus?
«Momentan trainiere ich den Oberkörper, und etwas den Oberschenkel. Den Fuss darf ich noch nicht belasten. Wann ich das Sägemehltraining wieder aufnehmen kann, steht noch in den Sternen.»

Wann planst du dein Comeback?
«Da ich nicht genau weiss, wie der weitere Verheilungsprozess verläuft, kann ich das heute nicht sagen. Erst muss ich meinen Fuss wieder belasten, und im Sägemehl trainieren können. Ein Termin für mein Comeback ist deshalb noch offen.»

Was für Ziele setzt du dir für 2020?
«Das einzige sportliche Ziel ist, dass ich meinen Fuss wieder richtig belasten und bewegen kann. Und dass ich keine bleibenden Schäden davontrage. Das ist aus heutiger Sicht mein Hauptaspekt.»

100 Kränze sind für dich ein realistisches Ziel?
«Das ist für mich kein realistisches Ziel. Für 100 Kränze fehlen mir noch einige Eichenlaub-Exemplare. Dafür bräuchte ich wahrscheinlich zwei oder drei Saisons, und das ist in meiner jetzigen Situation unrealistisch.»


Werner Suppiger gewann 2018 den Frühjahrsschwinget Oberarth
Bild: rigiverband.ch

Nachgefragt bei Werner Suppiger
Anders als Michael Bless fiel der Luzerner Werner Suppiger am ESAF in Zug bereits nach drei Gängen verletzt aus. In jenem Gang traf er auf den nachmaligen Schwingerkönig Christian Stucki und zog sich einen Schulterbruch zu.
Der 35-fache Kranzschwinger hat einen Kranzfestsieg auf seinem Konto, und wurde im vergangenen November 31-jährig. Werner absolvierte eine Ausbildung zum Logistik-Assistenten und war einige Jahre in unterschiedlichen Betrieben auf diesem Beruf tätig. Vor dreieinhalb Jahren hat sich der Familienvater beruflich neu orientiert, und arbeitet nun als Kammerjäger bei der Firma Rentokil AG. Werner ist Mitglied beim Schwingklub Wiggertal.

Wie geht es dir?
«Mir geht es so weit sehr gut. Ich konnte diese Woche mit leichtem Krafttraining beginnen. Die kaputte Schulter wurde operativ mit einer Platte verschraubt. Die Verheilung verläuft im grünen Bereich, und ich bin schon seit längerer Zeit in der Physiotherapie. Gewisse Bewegungen funktionieren zwar noch nicht so gut, der Verlauf ist aber zufriedenstellend.»

Was genau ist passiert im dritten Gang?
«Christian setzte einen Kurzzug an, und ich probierte mich zu wehren. Andererseits versuchte ich als normale Reaktion den Arm nach hinten zu ziehen, hatte aber keine Chance dies hinzukriegen. Die Schlussfolgerung war, dass ich mir dabei einen Schulterbruch zuzog.»

Wie sieht dein momentaner Trainingsaufbau aus?
«Wie bereits erwähnt, darf ich seit dieser Woche leichtes Krafttraining absolvieren. Ich möchte es dabei vorsichtig angehen, denn die Motivation ist mir nach dem Unfall etwas abhandengekommen. Nun kribbelt es aber wieder, und sobald es die Schulter (und auch mein Kopf) zulässt, möchte ich das Schwingtraining wieder aufnehmen.»

Wann gibt’s du dein Comeback?
«Möglichst bald, spätestens bis zu den Kranzfesten möchte ich wieder zurück sein. Sofern dies natürlich meine Schulter zulässt.»

Was für Ziele setzt du dir für 2020?
«Das primäre Ziel ist sicher, die Saison unfallfrei zu beenden. Ein Highlight wäre das Eidgenössische Jubiläumsschwingfest in Appenzell. Dafür braucht es aber eine sehr gute Saisonleistung. Mir geht es aber vorderhand darum, nach der Verletzung den Anschluss wieder zu finden.»

Ist der fehlende Eidgenössische Kranz Motivation genug, bis zum ESAF 2022 in Pratteln weiter zu schwingen?
«Absolut. Das Ziel ist, drei weitere Jahre anzuhängen. Und was ich letztes Jahr in Zug verpasst habe, 2022 in Pratteln nachzuholen.»


ISAF-Siegermuni «Hubi» und der stolze Besitzer Daniel Camenzind
Bild: Facebook-Seite ISAF 2020

Zu guter Letzt
Wie eingangs erwähnt, hört der Siegermuni vom Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest in Ibach SZ auf den Namen «Hubi». Der Stier, welcher am 23. November 2015 geboren ist, gehört der Rasse Original Braunvieh an. «Hubi» wiegt satte 1’160 Kilogramm und ist im Besitz von Erika und Daniel Camenzind aus Gersau.
Das Palmarès dieses Siegermunis darf sich sehen lassen: An der Bezirksviehschau in Schwyz vom vergangenen Herbst siegte er überlegen. Und: Am Zuger Stierenmarkt war er ebenfalls Sieger und liess dabei gar den berühmten ESAF-Siegerstier «Kolin» hinter sich.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick Woche 1: Nachgefragt bei Marco Reichmuth und Arosa Tourismus

Text: feldwaldwiesenblogger

Das neue Schwinger-Jahr wurde traditionell mit dem Berchtold-Schwinget eingeläutet. Samuel Giger bewies dabei bereits zu Jahresbeginn eine tolle Frühform und gewann mit sechs siegreichen Gängen. Der Thurgauer war eine Klasse für sich, und bewies auch, dass er an Vielseitigkeit zugelegt hat.
Nebst Giger war in der Saalsporthalle Zürich Marco Reichmuth ein tonangebender Schwinger. Der Innerschweizer qualifizierte sich absolut verdient für den Schlussgang. Ihm stellte ich heute fünf Fragen zum gestrigen Saisonauftakt.
Zum «Arosa Winter-Bergschwinget» wollte ich mehr wissen, und fragte deshalb bei Arosa Tourismus nach. Marco Mazenauer erteilte mir zu fünf Fragen schriftlich Antworten.


Samuel Giger war am Berchtold-Schwinget eine Klasse für sich
Bild: schlussgang.ch

123. Zürcher Berchtold-Schwinget: Der Sieger heisst Samuel Giger
Der Thurgauer gewinnt den Schlussgang in der zweiten Minute gegen den Zuger Marco Reichmuth mit Innerem Haken und Vervollständigen.

Am Morgen sind 116 Schwinger angetreten, darunter vier Eidgenossen und weitere starke Kranzer. Das Schwingfest in der Saalsporthalle in Zürich-Wiedikon verfolgten 1’700 Zuschauer. Obwohl die Schwinger mitten im Wintertraining stecken, boten sie gute und teilweise spektakuläre Schwingerarbeit. Die Schwingerfreunde zeigten sich begeistert vom ersten Schwingfest der Saison.

Giger zeigte eine überragende Leistung. Man darf deshalb auf die weiteren Auftritte des jungen Thurgauers gespannt sein. Gestern teilte der 15-fache Kranzfestsieger zudem mit, dass er als Gast am «Innerschweizerischen» in Ibach SZ (5. Juli) antreten, und eine Woche später auf der Rigi starten wird.


Marco Reichmuth war der glückliche Sieger vom Niklausschwinget Dietikon 2019
Bild: schwingklub-cham.ch

Nachgefragt bei Marco Reichmuth
Der jüngere Bruder von Pirmin Reichmuth zeigte am Berchtold-Schwinget, wie bereits vor fünf Wochen am Niklausschwinget in Dietikon, eine tolle Leistung. Mit vier Siegen und einem «Gestellten» erreichte Marco verdient den Schlussgang. Beim Anschwingen bodigte der 22-Jährige mit Roger Rychen gar einen Eidgenossen.
Marco hat 14 Kränze auf seinem Konto, darunter zwei Berg- und vier Teilverbandskränze. Der 187 Zentimeter grosse und 108 Kilogramm schwere Athlet ist Mitglied vom Schwingklub Cham-Ennetsee und arbeitet als Bauspengler.

Herzliche Gratulation zum Erreichen des Schlussganges! Was ging dir hinterher durch den Kopf?
«Ich war natürlich enttäuscht, wusste aber, was für eine Nummer Samuel Giger ist. Ich hätte auch gerne einen Angriff angesetzt, und nahm mir vor, in die Haken reinzugehen. Dass ich gleich im ersten Zug verlor, löste bei mir eine kleine Enttäuschung aus. Gegen den Thurgauer ist das schon anderen Schwingern passiert. Nach dem ersten Frust überwog aber die Freude über den gestrigen Tag.»

Würdest du heute mit einer anderen Taktik den Schlussgang in Angriff nehmen?
«Eigentlich nicht, ich würde erst abwarten. Von Giger kam ganz am Anfang ja auch nichts. Bei einem anderen Mal würde ich etwas mehr riskieren, und wer weiss, vielleicht würde dann was gehen.»

Du hast die Endausmarchung souverän erreicht. Welcher Gang war für dich ein sogenannter «Schlüsselgang»?
«Der erste Gang. Ich war ursprünglich gegen Roman Hochholdinger eingeteilt. Es erfolgte aber eine Umteilung, und so traf ich auf Roger Rychen, gegen welchen ich zuvor schon zweimal gewonnen habe. Mit einem Brienzer rückwärts konnte ich Roger gestern relativ rasch besiegen. Ich versuchte anschliessend genauso konsequent weiter zu schwingen. Mir war bewusst, dass vieles möglich ist. Es ging dann, abgesehen von einem «Gestellten», bis zum Schlussgang so weiter.»

Was für ein persönliches Fazit ziehst du vom Berchtold-Schwinget?
«Ein sehr gutes. Gewisse Schwünge, welche ich beim Techniktraining geübt habe, konnte ich gestern anwenden. Andere Schwünge kamen aber noch nicht so, wie ich es gerne hätte. Ich werde bis zu den Frühlingsschwingfesten daran weiterfeilen, und hoffe, dass diese dann funktionieren.»

Nach dem Sieg am Niklausschwinget Dietikon und der tollen Leistung am Berchtold-Schwinget beweist du bereits jetzt eine tolle Form. Zudem reifst du nun zu einem Spitzenschwinger. Auf was führst du das zurück?
«Ich hatte bisher jedes Jahr einen Schritt nach vorne gemacht, und durfte gesund bleiben. An meinem Training habe ich nicht viel geändert, auch sonst nicht. Ich baue auf den Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, auf. Mit dem zunehmenden Alter kommt nun auch die Reife.»


Das Bündner-Glarner Kantonalschwingfest fand am 17. Juni 2018 nach 1936 und 2006 zum dritten Mal in Arosa statt. Das Organisationskomitee bestand aus Vertretern von Arosa Tourismus, sowie Schwingerfreunden aus Arosa und dem Schwingclub Chur.
Foto: arosalenzerheide.swiss

Nachgefragt bei Arosa Tourismus betreffs dem «Arosa Winter-Bergschwinget»
Guten Tag Herr Mazenauer,
Ich habe gehört, dass Sie den «Arosa Winter-Bergschwinget» geplant, und dabei Schwinger aus allen Teilverbänden eingeladen haben. Der Zentralvorstand (ZV) vom Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) hat diesen Schwinget aber als «wildes Schwingfest» eingestuft. Heisst: Angetretene Schwinger und Funktionäre hätten sich strafbar gemacht. Wie ich vernommen habe, wurde der Bergschwinget inzwischen abgesagt. Ich habe zu dieser Thematik nachfolgend einige Fragen:

War Ihnen bei der Planung nicht bewusst, dass jedes Schwingfest gemäss den Bestimmungen eines Rangschwingfestes über einen Schwingklub laufen muss?
«Es war uns durchaus bewusst, dass wir das Schwingfest nicht im Alleingang durchführen können und auch nicht wollen. Mit der Durchführung des Bündner-Glarner Kantonalschwingfestes 2018 konnten wir zwar zeigen, dass wir alle nötigen Ressourcen zur Durchführung eines Schwingfestes mitbringen.»

Haben sich tatsächlich Schwinger angemeldet?
«Nein, es haben sich keine Schwinger angemeldet.»

Hat der ZV mit Ihnen Kontakt aufgenommen, und Ihnen erklärt, dass er diesen Bergschwinget als «wildes Schwingfest» einstufen wird?
«Wir standen in einem guten Austausch mit dem ZV. Natürlich verstehen wir auch die Vorgaben des Verbandes und haben uns dann gemeinsam gegen die Durchführung entschieden. Uns wäre es am «Arosa Winter-Bergschwinget» ein grosses Anliegen gewesen, die Schwinger einmal neben dem Schwingalltag zusammen zu bringen. Um auch neben dem Sägemehlring gemeinsam Zeit zu verbringen, und Kontakte zu knüpfen. Der Versuch unseren Event anzupassen, um trotzdem einige Eidgenossen nach Arosa einzuladen, ist dann allerdings ebenfalls gescheitert und musste abgesagt werden.»

Hätten Sie den «Arosa Winter-Bergschwinget» als Hallenschwinget durchführen wollen?
«Nein, die Idee war tatsächlich, draussen auf dem Schnee zwei Ringe zu platzieren.»

Wie weiter? Versuchen Sie nochmals einen Anlauf, gemäss den üblichen ESV-Bestimmungen?
«Wie bereits erwähnt, haben wir versucht den Event noch anzupassen. Auch diese Anpassungen wurden vom ESV nicht gutgeheissen. Deshalb sehen wir auch keinen Grund mehr, die Planung weiter zu verfolgen. In unseren Augen ist dies sehr schade. Wäre es doch eine Chance gewesen, unseren Nationalsport einmal in ein etwas anderes und neues Licht zu rücken.»


Dominik Streiff liess an Silvester trotzdem die Korken knallen
Bild: blick.ch

Zu guter Letzt
Wie der BLICK berichtete, liess Dominik Streiff an Silvester trotzdem die Korken knallen. Denn: Der Schwyzer fiel am ESAF bereits im ersten Gang verletzt aus, und wurde in der Schlussrangliste als Letzter geführt.
Dominik ist mittlerweile auf dem Weg zurück ins Sägemehl, und will nicht mit dem Schicksal hadern. Der Turnerschwinger hofft auf das ESAF 2022 in Pratteln, und erklärt: «Ja, es wäre schön, wenn ich nochmals an ein Eidgenössisches könnte. Das nächste Mal aber bitte für mehr als nur ein paar Minuten.»

feldwaldwiesenblogger