Der Maronichor feiert sein 30-jähriges Jubiläum

Der 1988 gegründete Muotathaler Chor hat schon bei unzähligen Auftritten wie an Gottesdiensten, im Altersheim oder an Hochzeiten mit seinem vielseitigen Repertoire begeistert. Am 10. November feiert der Maronichor bei einer Jubiläumsmesse seinen runden Geburtstag.

Text: feldwaldwiesenblogger / Bild: Renato Wyler

An jedem Montag wird im «Muotatreff» geprobt. Die Lieder sind sehr abwechslungsreich: Klassische vierstimmige Stücke, Spirituals und Gospels werden ebenso gesungen wie Schlager, Jodel- oder Cowboylieder. Im Jubiläumsjahr zählt der Maronichor 29 Sängerinnen und Sänger. Der «Grillabend» und der «Chlausabend» gehören mittlerweile zum Jahresprogramm. Feiert ein Mitglied einen runden Geburtstag, ist der Chor meist dabei und untermalt die Feier mit Gesang und Musik.


Der Maronichor im Jubiläumsjahr

Aus der Geschichte
Der aus dem Puschlav stammende Theologe Josef Maron begann im Sommer 1988 sein Pastoraljahr in Muotathal und gründete im Herbst einen Chor. Schon bald versammelte sich ein kleines Grüppchen Frauen wöchentlich in einem Schulzimmer zur Probe. Pius Christen stiess in der Anfangszeit dazu, und war nebst dem Dirigenten lange der einzige Mann im Chor. 1991 wurde der Pastoralassistent Josef Maron zum Priester geweiht, und an der Primizfeier sangen «seine» Sänger rassige Tessiner Lieder. Um 1990/1991 wurde der Chor von seinen Mitgliedern spasseshalber «Maronichor» genannt, was als Abkürzung für «Maron Josef Chor» stand. Dieser Name hält bis heute Bestand. Die Gesangsgruppe hatte in der Folge immer mehr Einsätze in der Kirche. Zu jeder Bussfeier wurde gesungen, sowie zunehmend auch an Weihnachten, Firmungen oder Vorabendgottesdiensten.
Nach dem Weggang von Josef Maron im Jahr 1991 stellte die Pfarrei Muotathal den Pastoralassistenten Rolf Dittli aus dem Urnerland an. Dieser quirlige junge Mann übernahm fortan die musikalische Leitung des Maronichores. Der Urner begleitete die Sänger mit seiner Gitarre und führte auch erste Spirituals ein. In der Ära Dittli hatten der Gitarrist Roger Schelbert und der Schlagzeuger Koni Schelbert ihre ersten Einsätze. Weiter kamen in dieser Zeit auch Auftritte volkstümlicher Art hinzu, bei welchen Marie-Louise Kistler ihr Können in Sachen Jodelliedern einbrachte. Als der eifrige Dirigent 1994 wegzog, blieb er dem Chor noch ein ganzes Jahr treu und fuhr jede Woche die Strecke von Sarnen nach Muotathal.
Im August 1995 erklärte sich die damalige Kirchenchordirigentin Erika Fässler bereit, den Maronichor weiterzuführen. Die Musikbegeisterte, welche damals in Ausbildung zur Kirchenmusikerin stand, gestaltete mit dem Chor vor allem Jugendgottesdienste und brachte ein stimmlich höheres Niveau ein. Zum bis dahin einzigen Sänger gesellten sich in dieser Zeit weitere Männer. 1997 sang der Maronichor zusammen mit dem Kinderchor Schwyz beim Gesangsfest in Stans, bei welchem gemeinsam «Sister Act» vorgetragen wurde. Ein Höhepunkt in Fässler’s Zeit als Dirigentin war das Weihnachtskonzert im Dezember des gleichen Jahres, bei dem sie nebst den Muotathaler Chören ein ad hoch-Orchester und weitere Sänger aus der Umgebung begeistern konnte. Erika Fässler demissionierte auf Ende Juli 1998 als Chorleiterin.

Raphael Schelbert ist seit 20 Jahren Dirigent
Im August 1998 übernahm Raphael Schelbert den Maronichor. 1999 begann der Primarlehrer die Ausbildung zum Kirchenmusiker an der Musikhochschule Luzern und schloss 2002 sein Studium im Fach «Chorleitung» und 2003 im Fach «Orgel» ab. Von Beginn an brachte der junge Chorleiter sein grosses musikalisches Können sowie methodisches Wissen ein, und steigerte die Gesangsqualität stetig. Schelbert förderte auch die instrumentale Begleitung und alsbald wurde die «Maroni-Band» gegründet. Zum Gitarristen und Schlagzeuger gesellten sich die beiden Chorsänger Andy Heinzer (Gitarre) und Walter Betschart (Bass, Gitarre).
Der Auftritt beim Zentralschweizerischen Gesangsfest 2003 in Altdorf war ein Meilenstein in der Geschichte. Für die Darbietung erhielt der Chor die Höchstnote «vorzüglich». Weitere Höhepunkte waren zwei gemeinsame Konzerte anno 2005 mit dem Chor St. Niklaus aus Geuensee. Im gleichen Atemzug gilt es auch die Teilnahme beim Zentralschweizerischen Gesangsfest 2009 zu erwähnen. Diesmal schnitten die Muotathaler mit dem Prädikat «sehr gut» ab. 2016 nahm der Maronichor im Rahmen des Schwyzer Kulturwochenendes bei der Veranstaltung «Sattel is(s)t» teil und begeisterte das Publikum mit zwei Auftritten. Im gleichen Jahr traten sie beim von Peter Betschart organisierten Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Muotathal auf und konzertierten unter dem Motto «Bunte Welt».
Der Maronichor singt nicht nur in der Kirche. Es erfolgten bisher Auftritte an Hochzeits-Aperos, in Altersheimen, an Winzerfesten, an Pfarreiabenden, im «BSZ» oder bei «Insieme». An der Fasnacht ist der Maronichor ebenfalls regelmässig anzutreffen. Deren Mitglieder kleiden sich gemäss einem Motto und bringen entsprechende Lieder zum Besten. So traf man die Sänger schon als Seefahrer, Mexikaner oder in «Glanz und Glamour» gekleidet an.

Am 10. November wird gefeiert
Das 20-jährige Jubiläum feierte der Chor 2008 mit zwei Jubiläumsgottesdiensten, bei welchen eine Gospelmesse vorgetragen und die gesamte Bevölkerung zu einem Apéro eingeladen wurde. 2011 machten sie zum ersten Mal eine zweitägige Reise, welche nach Murten führte. Im Jahr 2014 erfolgte eine Chorreise an den Bodensee. Der dritte Ausflug führte am 24. und 25. Juni 2017 ins Berner Oberland.
Innerhalb des Chores macht sich die Repertoiregruppe nebst dem Erstellen von handlichen «Liederbüechli» über verschiedene Dinge Gedanken. So zum Beispiel über neue Lieder, allgemeine Richtlinien, oder welche einheitliche Kleidung man beschaffen möchte. Zudem führt der Chor regelmässig Gesamtsitzungen durch, bei welchen über verschiedene Aspekte diskutiert und Beschlüsse gefasst werden.
Am 10. November wird nun bei einer Jubiläumsmesse in der Pfarrkirche Muotathal das 30-jährige Bestehen gefeiert. Die Sängerinnen und Sänger proben seit August die Stücke und vertiefen diese Ende September bei einem Probeweekend auf dem Stoos. Bei der Vorabendmesse um 18 Uhr möchte der Maronichor die Zuhörer ein weiteres Mal mit der Vielseitigkeit ihres Repertoires, ihrem mehrstimmigen Gesang und der «Maroni-Band» begeistern. Anschliessend ist die Bevölkerung zu einem gemeinsamen Apéro in die Aula eingeladen.

feldwaldwiesenblogger

Auf an den Siebner Herbstschwingertag!

Am Sonntag, 23. September ist es soweit: Der Schwingklub March–Höfe führt wieder den traditionellen Herbstschwingertag in Siebnen durch.

Text und Foto: Hansruedi Ulrich (Pressechef Schwingklub March–Höfe) und feldwaldwiesenblogger

Nach einer spannenden, turbulenten und mit vielen Überraschungen gespickten Schwingsaison, in der es einige neue Festsieger gegeben hat, bilden nun die traditionellen Herbstschwingertage den Abschluss. Die Saison der Sägemehlathleten geht nun langsam aber sicher zu Ende und mit dem vom Schwingklub March–Höfe (SKMH) organisierten 81. Herbstschwingertag Siebnen findet ein letzter grosser Leckerbissen der Sägemehlzunft statt. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren und das bewährte Organisationskomitee unter der Leitung von OK-Präsident Benno Züger wird wie jedes Jahr alles daransetzen, damit sich Schwinger wie Festbesucher in Siebnen wohl fühlen.

Ideales Festgelände
Das Areal der Mittelpunktschule (MPS) Siebnen ist ein idealer Standort um so ein Schwingfest durchzuführen. Ein schöner und übersichtlicher Schwingplatz, Tribünenplätze und ein grosser bestuhlter Hartplatz, von wo man bequem die gezeigte Schwingerarbeit beobachten kann. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet man im grossen Festzelt beim Schwingplatz, oder in der Turnhalle der MPS genügend trockene Sitzmöglichkeiten.
Fürs leibliche Wohl der Zuschauerinnen und Zuschauer wird die mit viel Einsatz und Aufmerksamkeit geführte Festwirtschaft unter der Leitung von Philipp Düggelin sorgen: Sei es mit der bewährten Berner Platte zum Mittagessen in der Turnhalle, oder mit verschiedensten Grilladen auf dem Festplatz. Mit Sicherheit werden alle eine Möglichkeit finden, sich zu verköstigen.
Wie immer wird den Besuchern mit Treichlern, Alphornbläsern, Fahnenschwingern und Jodelklängen willkommene folkloristische Unterhaltung angeboten. Ab 16 Uhr wird in der Turnhalle Ländlermusik erklingen, aufspielen werden das «Urgestein» Hans Oetiker (am Bass) und seine Musikanten. Auch die «Hosenlupfbar» steht wieder bereit, um für einen gelungenen Ausklang der Saison zu sorgen. Während des Herbstschwingertages wird durch die Initiative von einigen begeisterten Steinstössern wieder ein Wettkampf mit einem 20 und einem 45 Kilogramm schweren Stein durchgeführt.


Die drei Lebenpreise mit den Spendern und Besitzern:
Muni «Wendel» mit Spender Peter Kohler (links) und Besitzer Valentin Schnellmann.
Rind «Cleopatra» mit den Besitzern Robert und Ueli Schirmer sowie den Spendern Barbara Krieg und Guido Vogt.
Kalb «Pätty» mit Besitzer Marcel Oberlin und Spender Michael Casati.

Muni «Wendel» sticht heraus
Dem neu als Gabenchef amteten Michael Gemperli und seinen fleissigen Mitsammlern ist es wiederum gelungen, einen prächtigen Gabentempel für die Schwinger auf die Beine zu stellen. Allem voran stehen die drei Lebendpreise. Der Siegermuni «Wendel» wurde gespendet von der Peter Kohler Hagedorn AG, Strassen- und Tiefbau Pfäffikon. Der zweite Lebendpreis ist das Rind «Cleopatra», gespendet von Barbara Krieg (Restaurant Kapellhof Tuggen) und Guido Vogt (Balz Vogt AG Wangen). Das Kalb «Pätty», welches von Michael Casati (Whirlpoolcenter Zürichsee GmbH Reichenburg) gespendet wurde, bildet den dritten Lebendpreis. Mit vielen weiteren schönen Gaben wird der Gabentempel abgerundet. Der Schwingklub March-Höfe bedankt sich bei allen Spendern.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld
Wie jedes Jahr wird auch 2018 das Teilnehmerfeld hochkarätig sein. Etwa 130 Schwinger aus dem Innerschweizer, Nordostschweizer und dem Berner Verbandsgebiet werden versuchen, die Saison mit einem guten Ergebnis abzuschliessen. Derzeit sind acht Eidgenossen gemeldet. Vermutlich werden Vorjahressieger Roger Rychen, Tobias Krähenbühl, Stefan Burkhalter, Mike Müllestein, Andreas Ulrich, Christian und Alex Schuler, sowie Reto Nötzli den Kampf um den Festsieg unter sich ausmachen. Wobei der Start des einheimischen Nötzli wegen einer Verletzung auf wackligen Beinen steht. Weitere starke Kranzschwinger werden in Siebnen antreten. Sie alle werden mit Sicherheit versuchen, nochmals kräftig zuzupacken, um den Zuschauern einen schwingerischen Augenschmaus zu bereiten.
Der Beginn ist auf 08.30 Uhr angesetzt, ein Verschiebedatum ist nicht eingeplant. Ab 06.00 Uhr kann man sich am Festtag unter der Nummer 1600 über die Durchführung des Festes informieren. Es bleibt zu hoffen, dass OK-Präsident Benno Züger auch dieses Jahr wieder einen guten Draht zu Petrus findet. Der Schwingklub March-Höfe würde sich freuen, möglichst viele Besucher in Siebnen begrüssen zu können.

feldwaldwiesenblogger

Vorschau auf den 22. OLMA-Schwinget (21. Oktober)

Text: Tobias Scheiwiller (Medienchef OLMA-Schwinget) und feldwaldwiesenblogger

Bereits zum 22. Mal treffen sich Schwinger des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes zum traditionellen Wettstreit auf dem Sägemehl in der OLMA-Arena. Der 22. OLMA-Schwinget findet am Sonntag, 21. Oktober 2018 (ab 08.30 Uhr) statt.


Mario Schneider gewann den letzten OLMA-Schwinget im Jahr 2015
Bild: Werner Schaerer

Je drei Spitzenschwinger aus den anderen vier Teilverbänden
Wiederum als Gäste treten je drei Spitzenschwinger aus den anderen vier Teilverbänden der Schweiz (Berner Kantonaler Schwingerverband, Innerschweizer Schwingerverband, Nordwestschweizer Schwingerverband und Südwestschweizer Schwingerverband) zum Wettkampf an. Es werden 90 Teilnehmer erwartet. Folgende Spitzenschwinger sind bereits bekannt (Quelle: SCHLUSSGANG-Agenda, Stand vom 5. September): Samuel Giger, Samir Leuppi, Roger Rychen, Nick Alpiger, Tobias Riget, Jeremy Vollenweider und Stefan Burkhalter.
Auch beim 22. OLMA Schwinget dürfen die ersten drei Schwinger mit einem attraktiven Lebendpreis nach Hause reisen. Auf den Sieger wartet der bald zweijährige Stier Felicio, gespendet vom St.Galler Verband der Raiffeisenbanken. Weitere Lebendpreise sind die Rinder Fränzi, gespendet von der Migros, und Baccara, gespendet von der Brauerei Schützengarten AG. Die Tiere sind während der ganzen Messe im OLMA-Stall zu bewundern.

Rahmenprogramm mit bodenständigem Brauchtum
Kein OLMA-Schwinget ohne bodenständiges Brauchtum: Fahnenschwinger, Alphornbläser, Jodelchörli und Schellenclub beleben die Arena zwischen den Wettkämpfen und bringen eine aussergewöhnliche Atmosphäre in die OLMA-Arena. Um 12.45 Uhr präsentiert sich ein Schellenclub aus der Region. Die Messebesucher haben Gelegenheit, den Schwingsport, welcher als Schweizer Nationalsport von der Beliebtheit her noch vor dem Hornussen und dem Steinstossen einzustufen ist, hautnah zu erleben.

Veranstalter
Veranstalter des 22. OLMA-Schwingets sind der Schwingerverband St. Gallen und Umgebung sowie das Bürgerturner-Chörli St. Gallen.

Beginn Schwingfest
– Kassaöffnung Eingang G: 08.00 Uhr
– Verkauf Sitzplätze bei Arena: ab 08.00 Uhr
– Beginn Schwingfest: 08.30 Uhr
– Zugang bis 09.00 Uhr ausschliesslich via Eingang G

Eintrittspreise
– Sitzplatz: OLMA-Eintritt plus CHF 10.-
– Stehplatz: OLMA-Eintritt

feldwaldwiesenblogger

Samuel Giger gewinnt die SCHLUSSGANG-Wertung

Text und Bild: Manuel Röösli (Redaktionsleiter SCHLUSSGANG)

Der diesjährige Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung, offizielle Jahrespunkteliste des Eidgenössischen Schwingerverbandes, heisst Samuel Giger. Der Thurgauer war zum letzten Kräftemessen der Saison auf der Schwägalp aus Rang 2 gestartet und holte sich die Führung im allerletzten Gang der kompletten Saison. Dafür benötigte er den Sieg am Schwägalp-Schwinget.

Samuel Giger gewinnt die SCHLUSSGANG-Wertung zum ersten Mal in seiner Laufbahn. Mit 20 Jahren ist er der jüngste Sieger seit Einführung der Jahrespunkteliste auf die Saison 2009.

Giger hatte mit seinem Schwägalp-Sieg im letzten Fest des Jahres den davor lange Zeit führenden Joel Wicki abgefangen. Wicki verpasste den Sieg in der Jahreswertung auch, weil er im Direktduell im ersten Gang gegen Giger nicht über einen Gestellten hinauskam und später den Schlussgangeinzug verpasste.


Die SCHLUSSGANG-Wertung ist die offizielle Jahrespunkteliste des Eidgenössischen Schwingerverbandes

Top 10 der SCHLUSSGANG-Wertung 2018
1. Giger Samuel (Ottoberg, NOSV): 44 Punkte
2. Wicki Joel (Sörenberg, ISV): 42 Punkte
3. Stucki Christian (Lyss, BKSV): 35 Punkte
4. Orlik Armon (Maienfeld, NOSV) 32 Punkte
5. Aeschbacher Matthias (Rüegsauschachen, BKSV): 32 Punkte
6. Alpiger Nick (Staufen, NWSV): 28 Punkte
7. Schuler Christian (Rothenthurm, ISV): 26 Punkte
8. Bösch Daniel (Zuzwil, NOSV): 25 Punkte
9. Kramer Lario (Galmiz, SWSV): 24 Punkte
10. Käser Remo (Alchenstorf, BKSV): 22 Punkte

Die komplette Schlussrangliste mit allen rangierten Schwingern ist online nachzuverfolgen unter: Jahrespunkteliste 2018

Der Sieger der SCHLUSSGANG-Wertung der Saison 2018 wird im Rahmen der Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbandes im März 2019 in Interlaken ausgezeichnet.

Bisherige Sieger SCHLUSSGANG-Wertung
2009: Stucki Christian
2010: Laimbacher Philipp
2011: Gisler Bruno
2012: Sempach Matthias
2013: Sempach Matthias
2014: Sempach Matthias
2015: Stucki Christian
2016: Orlik Armon
2017: Stucki Christian

feldwaldwiesenblogger

Acht Eidgenossen stehen am Schaffhauser Kantonalschwingfest in Beggingen im Sägemehl

Am kommenden Sonntag (12. August) finden zwei Kranzfeste statt. Nebst dem Berner Kantonalen in Utzenstorf steht in Beggingen das Schaffhauser Kantonalschwingfest auf der Agenda. Die Vorbereitungen laufen schon länger auf Hochtouren. In den letzten zwei Wochen wurde viel gearbeitet: Ein grosses Festzelt wurde aufgestellt, Vorbereitungen für die Festwirtschaft getroffen und in der Turnhalle ein Gabentempel errichtet.

Text: feldwaldwiesenblogger und Isabelle Hallauer-Sommer / Fotos: Isabelle Hallauer-Sommer


Die Zuschauer können auf einer Naturtribüne die Zweikämpfe verfolgen

OK-Präsident ist Peter Wanner
OK-Präsident Peter Wanner und sein Team hatten während den Sommerferien öfters alle Hände voll zu tun. Alle Ressortchefs sind im Endspurt und auf Zielkurs. Letzten Samstag waren fleissige Helfer in Beggingen auf dem Sportplatz im Einsatz. Isabelle Hallauer-Sommer (Presseverantwortliche vom Schaffhauser Kantonalen Schwingerverband) besuchte diese Männerrunde und sammelte Eindrücke vom Festplatz. Christian Vogelsanger, der Chef der Festwirtschaft, stand bereits am Grill und verpflegte die fleissigen Helfer in der Mittagspause.


Ein schöner Holzbrunnen für die Schwinger

Schöner Holzbrunnen
Ein schöner Holzbrunnen steht bereit und wurde bereits mit Wasser gefüllt. Die Ringe für das Sägemehl wurden gestern Donnerstag errichtet, die Naturtribüne steht und ein Festzelt wurde aufgestellt. Beim Bau war auch der einheimische Aktivschwinger Simon Schudel an vorderster Front mit dabei.
Das OK freut sich auf die bevorstehenden Festivitäten. Gestartet wird am Samstagabend ab 17.00 Uhr mit einer Handwerker-Vesper. Die Festwirtschaft hat leckere Speisen wie Speck, Rauchwürste und weitere Grillspezialitäten sowie kühle Getränke im Angebot. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Musikverein Schlaate und den Blauburgunder Musikanten. Um 21.30 Uhr wird die Bar in Betrieb genommen.


Das Festzelt steht und wartet nun auf seine Besucher

Acht Eidgenossen sind gemeldet
Am Sonntagmorgen öffnet die Kasse um 07.00 Uhr und ab 08.00 Uhr werden die Zweikämpfe in den Sägemehlringen ausgetragen. Das Teilnehmerfeld darf sich dabei absolut sehen lassen. Die Schaffhauser fühlen sich geehrt, dass sie acht Eidgenossen in Beggingen begrüssen dürfen. Aus dem Appenzell haben sich Michael Bless, Marcel Kuster, Martin Hersche und Raphael Zwyssig angemeldet. Die Thurgauer entsenden die Eidgenossen Stefan Burkhalter, Tobias Krähenbühl, Benin Notz und Domenic Schneider.
Unter den 130 angemeldeten Schwingern starten auch einige Schaffhauser Aktivschwinger. Dabei ist man natürlich gespannt, ob es Jeremy Vollenweider und dem Einheimischen Simon Schudel gelingen wird, sich an der Spitze zu behaupten. Die Schaffhauser würden sich freuen, wenn Adrian Schwyn, Patrick Bürgler oder Patrick Schwyn das erste Mal vor die Ehrendamen treten dürften.
OK-Präsident Peter Wanner, sein Team und die Schaffhauser Schwingerfreunde hoffen auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer aus Nah und Fern. Selbst an die Kleinen Gäste wird gedacht: Diese können sich in einer Hüpfburg austoben und ein Sägemehlring steht bereit, damit die Kinder Schwingerluft schnuppern können. Für die musikalische Unterhaltung sorgen während dem Schwingfest die Jodler vom Jodelklub Randen.

Meine Wenigkeit freut sich ebenfalls auf das erste Schaffhauser Kantonalschwingfest und bedankt sich bei den Organisatoren. Denn ich erhielt diese Woche eine Akkreditierung für die Pressetribüne, und ich werde am Sonntag mit meinem Schwinger-Blog auf Facebook laufend über das Geschehen vor Ort informieren.

feldwaldwiesenblogger

Wie konnte Tamoxifen in den Körper von Martin Grab gelangen?

Text: feldwaldwiesenblogger

Auch meine Wenigkeit war schockiert nach den beiden positiven Doping-Befunden (A- und B-Probe) von Martin Grab. Ich habe viele Meldungen und Berichte rund um diesen Fall genau studiert und gelesen. Man bleibt mit vielen Fragen zurück. Wie Hugo Abegg, seines Zeichens Rigi-Speaker, glaube ich den Unschuldsbeteuerungen des Rothenthurmers. Eine dieser quälenden Fragen stellte ich Antidoping Schweiz, welche mir gestern eine schriftliche Antwort zukommen liessen.


Bild: antidoping.ch

Frage an Antidoping Schweiz
«Wenn ich das richtig mitbekommen habe, würde das bei Martin Grab nachgewiesene Tamoxifen überhaupt keinen leistungssteigernden Effekt ausgelöst haben. Zudem gehört die Substanz nicht mal zur Gruppe der Maskierungsmittel.
Deshalb meine Frage: Wäre es möglich, dass jemand einen bösen Streich mit Grab gespielt haben könnte und ihm das Tamoxifen mit einer entsprechenden Tablette zum Beispiel in seine Trinkwasserflasche geschüttet haben könnte?»

Antwort von Antidoping Schweiz
«Tamoxifen ist eine Substanz, welche der Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs dient. Die missbräuchliche Verwendung beinhaltet die Anwendung nach einer Anabolika-Kur, um deren Nebenwirkungen zu vermeiden (Verhinderung Brustbildung beim Mann, Wiederankurbelung der Testosteronproduktion). Tamoxifen alleine hat keine leistungssteigernde Wirkung und gehört gemäss WADA-Liste in die Gruppe der Hormon- und Stoffwechsel-Modulatoren.

Der Verkauf von Tamoxifen ist restriktiv, das heisst, das Mittel kann nicht legal frei erworben werden. Wir können nicht sagen, wie die Substanz in den Körper gekommen ist. Gemäss WADA-Regulierungen ist der Athlet alleine dafür verantwortlich, wie und welche Substanzen in seinen Körper gelangen.»

Verständlich, dass Antidoping Schweiz sich nur auf das «Tamoxifen» bezieht. Wie es in den Körper von Martin Grab gelangt sein könnte, konnten die Analysengeräte im WADA-Labor in Lausanne natürlich auch nicht erklären. Die eingangs gestellte Frage «Wie konnte Tamoxifen in den Körper von Martin Grab gelangen?» bleibt weiterhin unbeantwortet.

feldwaldwiesenblogger

Samuel Giger ist Topfavorit: Vorschau auf das Nordwestschweizer Schwingfest

Dem Schwingerverband Baselstadt (SVBS) fällt in regelmässigen Abständen die Ehre und Pflicht zu, das Teilverbandsfest des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes (NWSV) im Kanton Basel-Stadt durchzuführen. Die Stadt Basel darf sich nach dem Baselstädtischen an Auffahrt am kommenden Sonntag, 5. August über ein zweites Kranzfest freuen.

Text: feldwaldwiesenblogger und Raymond Stalder (Medienchef NWS18)


OK-Präsident Rolf Klarer bei einer Rede
Bild: Raymond Stalder

Der OK-Präsident und sein Team
Mit Rolf Klarer, dem vierfachen Eidgenössischen Kranzschwinger und NWSV-Ehrenmitglied, wurde ein erfahrener OK-Präsident für das Nordwestschweizerische Schwingfest (NWS18) in Basel gefunden. Zu seinen Erfolgen zählen vier Eidgenössische Kränze, 18 Kranzfestsiege und insgesamt 78 Kranzgewinne. Besondere Erfolge waren die Schlussgangteilnahme in Kirchberg 1996 und der Sieg beim Bundesfeierschwinget 1991 in Flüelen. Rolf hat ein tatkräftiges OK-Team zusammengestellt, um ein in allen Belangen stimmungsvolles Schwingfest zu organisieren.
Mit der Wagenclique Mischtfingge Basel, dem TV Kleinbasel, welchem diverse Räumlichkeiten am Standort gehören und notabene dem SVBS, zeigen sich nun Vereine verantwortlich, welche die Traditionen Vogel Gryff, die Basler Fasnacht und das Nationalspiel Schwingen am Rheinknie hochhalten.


Beim Schulhaus Sandgrube wurde in dieser Woche eine Arena mit Tribünen errichtet
Bild: Raymond Stalder

Der Event
Das Teilnehmerfeld besteht aus rund 140 Schwingern aus den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn sowie starken Gästen aus den vier anderen Teilverbänden. Das Schwingfest wird beim Schulhaus Sandgrube im Kleinbasel durchgeführt, wo jeweils auch der Baselstädtische Schwingertag stattfindet. Mit dem Standort Sandgrube wird eine gute Infrastruktur auf kleinem Raum genutzt. Das Parkhaus des Badischen Bahnhofs, welches 250 Meter vom Schwingplatz entfernt liegt, ist dabei eine grosse Hilfe.
Um dem Charakter eines Teilverbandsfestes gerecht zu werden, wurde eine tolle Arena für die Zuschauer aufgebaut. Dabei wurden zwei ungedeckte Tribünen mit je 1000 Sitzplätzen und zusätzlich eine Medientribüne errichtet. Am 1. März startete bereits der Vorverkauf für die Tickets.
Als Ehrenpräsident wird Regierungsrat Baschi Dürr am Festakt eine Rede halten. Als Sicherheitsdirektor des Kantons Baselstadt war er bereits an der NWSV-Delegiertenversammlung im Januar als Gastredner dabei und freut sich auf ein weiteres Schwingfest auf Städter Boden.


Kann Topfavorit Samuel Giger in Basel erneut jubeln, wie unlängst auf dem Weissenstein?
Bild: weissenstein-schwinget.ch

Starke Gastschwinger und Nordwestschweizer Favoriten
Gespannt ist man auf das Abschneiden der Gäste. Die Berner entsenden den seit letztem Sonntag 100-fachen Kranzschwinger Simon Anderegg und Curdin Orlik, den Bündner in den Farben der Berner. Aus der Nordostschweiz werden die beiden Neo-Eidgenossen Roger Rychen und Samuel Giger anreisen. Der vierfache Saison-Sieger Giger, welcher als Topfavorit gehandelt wird, ersetzt den am Knie verletzten Armon Orlik. Auch die beiden Innerschweizer Gäste dürfen sich absolut sehen lassen. Mike Müllestein musste vor Wochenfrist zwar wegen einer Handverletzung auf einen Einsatz beim Brünigschwinget verzichten. Der Steiner ist aber wieder fit und freut sich zusammen mit dem Gersauer Routinier Andreas Ulrich auf den Wettkampf in der Sandgrube. Die Südwestschweizer Farben werden von den «jungen Wilden» und aufstrebenden Romands Benjamin Gapany und Augustin Brodard vertreten.
Die Nordweststschweizer Favoriten sind die Eidgenossen Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, Christoph Bieri, David Schmid und Remo Stalder. Bekanntlich hat sich das Feld der Nordwestschweizer nach dem Rücktritt von Bruno Gisler und der verletzungsbedingten Absage von Mario Thürig (Schulterverletzung) etwas gelichtet. Anzunehmen ist, dass aus den oben erwähnten Spitzenschwinger einer als Sieger vor die Ehrendamen treten darf. Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass ein Schwinger aus der zweiten Reihe über sich hinauswächst und allen ein Schnippchen schlägt.

Festareal und Gabentempel
Auf dem Festareal werden diverse Verkaufsstände, eine Fressmeile, Schwingerbeizen und Schnupperschwingen angeboten. Ein grosses Festzelt wird für die Verpflegung der Teilnehmer sorgen. Die Schwinger, Funktionäre und Ehrengäste
werden in der Aula (gleich beim Schwingplatz) mit einem Menü verpflegt.
Die musikalische Begleitung wird von den Stadtjodlern Basel-Riehen übernommen und ergänzend werden Alphornklänge zu hören sein.
Das Gabenkomitee unter der Leitung des SVBS-Präsidenten Felix Rappo und René Thoma stellten einen schönen und würdigen Gabentempel zusammen.


Siegermuni «Basileo» mit Esther Lawrence (Taufpatin und Namensgeberin) und Züchter Sepp Wiggli (Eigenhof, Seewen SO)
Bild: Raymond Stalder

Siegermuni «Basileo»
Gekämpft wird um Siegermuni «Basileo», welcher Mitte Juni mitten in der Stadt Basel getauft wurde. Der Name «Basileo» wurde bei einer Umfrage von Radio Basilisk ermittelt. Esther Lawrence, die Siegern der Umfrage, darf sich nun über eine Einladung als Ehrengast ans Nordwestschweizer Schwingfest freuen.
Der Zweitklassierte erhält das Rind «Blume» und der Drittplatzierte darf das Fohlen «Eddi vom Eigen» mit nach Hause nehmen.

SRF-Livestream
Medienpartner sind die Schwingerzeitung SCHLUSSGANG, Vogel Gryff (die Zeitung für das Kleinbasel, Riehen und Bettingen) sowie das Schweizer Radio und Fernsehen, welche das Fest vollumfänglich mit einem Live-Stream übertragen. Die Höhepunkte und der Schlussgang werden dabei direkt ausgestrahlt.

Mehr Informationen zum Schwingfest gibt es unter www.nws18.ch. Die Nordwestschweizer Schwinger und Schwingerfreunde freuen sich auf ein schönes, spannendes und stimmungsvolles Schwingfest in Basel!

feldwaldwiesenblogger