Werner Schlegel – Eine grosse Nachwuchshoffnung der Nordostschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger

Werner Schlegel aus Hemberg im Toggenburg gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Nordostschweizer. Er wird im kommenden Oktober 17 Jahre jung und absolviert derzeit eine Berufsausbildung bei der Mettler Holzbau GmbH in Schwellbrunn zum Zimmermann (1. Lehrjahr).
Nebst dem Schwingsport und der Berufslehre hilft der Sennenschwinger auf dem elterlichen Bauernhof mit. Werner besitzt bereits zwei eigene Kühe, eine davon gewann er letztes Jahr beim St. Galler Kantonalen, als er hervorragender Zweiter wurde. Die andere Kuh kaufte Werner als Kalb von seinem Vater ab. Weiter gehören dem von der Landwirtschaft angetanen Naturburschen einige Geissen und zwei Bienenvölker. Der Hemberger pflegt zudem das «Silvesterchlausen» in den beiden Ausserrhoder Gemeinden Schwellbrunn und Schönengrund. Gemäss Angabe auf der Homepage von Schwellbrunn ist das «Silvesterchlausen» ein alter Winterbrauch, der im Appenzeller Hinterland mit Hingabe gepflegt wird.

Werner weist mit seinen 187 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 105 Kilogramm bereits als 16-jähriger hervorragende Voraussetzungen für den Schwingsport auf. Die Schwingergene wurden ihm väterlicherseits in die Wiege gelegt. Sein Vater Ruedi hat ebenfalls geschwungen und gewann insgesamt fünf Kränze.
Zum Schwingsport kam der Toggenburger durch seinen Vater und seine beiden Brüder. Mit vier Jahren ging Werner erstmals zu einem Schnupper-Training beim Schwingklub Wattwil. Seit er fünfjährig ist, trainiert er nun regelmässig im Schwingkeller.


Werner Schlegel gewann beim St. Galler Kantonalen 2018 nicht nur seinen ersten Kranz, sondern gleich auch den ersten Lebendpreis
Bild: Lorenz Reifler

Erfolge als Jungschwinger
Werner feierte bereits als Jungschwinger schöne Erfolge, gewann um die 20 Schwingfeste und brachte etwa 40 Zweige nach Hause. Dazu zählen einige Kantonalfestsiege, drei Nordostschweizer Siege und der Doppelzweig beim Eidgenössichen Nachwuchsschwingertag (ENST) 2018 in Landquart.
Nach dem ersten Jahr bei den Aktiven hat der junge Sportler bereits einen Kranz auf seinem Konto. 2018 feierte Werner beim St. Galler Kantonalen in Tübach Premiere.

Bilanz der 2018er-Saison
Werner ist mit der Bilanz von 2018 sehr zufrieden und erwähnt dabei den ersten Kranzgewinn als erst Sechzehnjähriger. Beim St. Galler Kantonalschwingfest lief es wie erwähnt hervorragend. Man darf dabei sicher von einer Überraschung sprechen, nichtsdestotrotz deutet der zweite Platz auf viel Potenzial hin.
Weiter schauten gute Platzierungen raus. Beim Hallenschwinget Niederurnen und beim Toggenburger Herbstschwingfest lieferte der Zimmermann-Lehrling besonders gute Resultate ab.
Das Eidgenössische in Zug ist sicher irgendwo im Hinterkopf: «Eine Teilnahme wäre schön, ist aber momentan schwierig einzuschätzen», meint Werner. Beim Berchtold-Schwinget, dem ersten Schwingfest der neuen Saison, lief es noch nicht so optimal. Der Toggenburger hofft aber, dass er sich im Verlaufe der Saison steigern kann. Als nächstes steht der Lichtmess-Schwinget in Gais auf dem Programm.

Der Trainingsaufwand
Werner absolviert wöchentlich drei bis vier Schwingtrainings beim Schwingklub Wattwil, mit dem Toggenburger Schwingerverband in Wil und freitags in Schänis beim NOS-Training. Ab und zu legt der Hobby-Imker an einem Sonntagmorgen zusammen mit anderen Schwingern eine weitere Trainingseinheit im Schwingkeller ein.
In Werner’s Trainingsplanung sind nebst den Schwingtrainings momentan noch keine Kraft- und Konditionseinheiten vorgesehen.


St. Galler Kantonaler Nachwuchsschwingertag 2018 in Uznach: Werner Schlegel (oben) fällt Benjamin Nock
Bild: Jakob Heer

Kommen dieses Jahr weitere Kränze hinzu?
«Ich hoffe schon. Mein Ziel ist, ein oder zwei Kränze zu gewinnen», erklärt Werner. Ein definiertes Saisonziel hat der Nordostschweizer nicht.

Welche Schwinger sind seine Vorbilder?
Der junge Athlet erwähnt Jörg Abderhalden, Samuel Giger, Armon Orlik und Beat Wickli. Werner hat schon mit allen trainiert. Er versucht aber nicht unbedingt, diese vier Vorbilder zu kopieren. Stattdessen nimmt er sich vor, was ihm liegt zu verbessern und zu optimieren.

Welches sind die bevorzugten Schwünge?
Der Kurz und der Übersprung sind seine bevorzugten Schwünge, diese wendet er am meisten an. Die Bodenarbeit vernachlässigt Werner in keiner Weise und ergänzt, dass er öfters auch mit «Grittelen» und «Aufreissen» den Erfolg sucht. Der Hemberger versucht sich in allen Belangen zu verbessern und seine Technik zu verfeinern. Er arbeitet an der Ausführung der Standschwünge und an der Bodenarbeit

Welches waren seine bisher schönsten Erfolge?
Auf diese Frage angesprochen, erwähnt der 16-Jährige den ersten gewonnenen Kranz, weiter die drei Nordostschweizer Siege als Jungschwinger und den Doppelzweig beim ENST.
Gegen einen Eidgenossen resultierte letztes Jahr beim Nordostschweizer Schwingfest gar ein Gestellter. Werner fügt aber an: «Noch lieber gewinne ich gegen einen Teilverbandskranzer, als dass ich gegen einen Eidgenossen stelle.» 2018 besiegte der St. Galler im Übrigen gleich deren drei.


Werner holte sich 2018 beim ENST in Landquart den begehrten Doppelzweig
Bild: Pascal Schönenberger

Von was träumt ein junger Schwinger?
Werner meint dazu: «Irgendwann ein Sieg an einem Kranzfest und Eidgenosse zu werden. Das wäre schon ziemlich schön.»
Wenn die grosse Nordostschweizer Nachwuchshoffnung an seinem eingeschlagenen Weg festhält, ist dereinst durchaus beides möglich.

feldwaldwiesenblogger

Andreas Döbeli – Eine grosse Nachwuchshoffnung der Nordwestschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger / Bilder: Andreas Döbeli

Andreas Döbeli aus Sarmenstorf AG gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Nordwestschweizer. Er wird dieses Jahr 21 Jahre jung und absolvierte bereits zwei Berufsausbildungen, nämlich zum Kaufmann und zum Geflügelfachmann. Andreas arbeitet derzeit Teilzeit bei der Firma Animalco AG in Staufen und auf dem elterlichen Hof zu Hause.
Nebst dem Schwingsport fährt der Sennenschwinger aus Ausgleich im Winter Ski und im Sommer gibt es jeweils viel Arbeit auf dem Hof.

Andreas weist mit seinen 188 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 110 Kilogramm Idealmasse für den Schwingsport auf. Die Schwingergene wurden ihm väterlicher- und mütterlicherseits in die Wiege gelegt. Sein Vater hat geschwungen sowie ein Grossvater und ein Onkel.
Zum Schwingsport kam der Aargauer durch seinen Vater. Als Sechsjähriger ging er erstmals zum Training in den Schwingkeller vom Schwingklub Freiamt, und trainiert von da an regelmässig.


Andreas ist mittlerweile elffacher Kranzschwinger

Erfolge als Jungschwinger
Andreas feierte bereits als Jungschwinger tolle Erfolge, gewann um die 15 bis 20 Schwingfeste und brachte etwa 75 Zweige nach Hause. Dazu gehören sechs Kantonalfestsiege, ein Nordwestschweizer Sieg und der zweite Rang beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) 2015 in Aarburg. In Aarburg stand der Aargauer bekanntlich mit Samuel Giger im Schlussgang.
Nach dem fünften Jahr bei den Aktiven hat der junge Sportler bereits elf Kränze auf seinem Konto. 2015 feierte Andreas beim Aargauer Kantonalen Premiere, letztes Jahr kamen gleich fünf Eichenlaub-Exemplare hinzu.

Mehrheitlich zufrieden mit 2018er Saison
Der elffache Kranzschwinger ist mit der Bilanz von 2018 mehrheitlich zufrieden, sagt aber auch, dass mit etwas Glück sogar acht Kränze drin gelegen wären. Auf dem Brünig lief es ihm nach eigenen Angaben nicht optimal, wo schlussendlich zwei gewonnene Gänge resultierten.
Andreas meint, dass er die gesetzten Ziele teils-teils erreicht hat. Ein Ziel, nämlich einen Teilverbandskranz zu gewinnen, habe er leider nicht erreicht. Beim Nordostschweizerischen, beim Nordwestschweizerischen und auf dem Weissenstein fehlte jeweils das berühmte Vierteli.
Die Teilnahme beim Eidgenössischen in Zug ist nicht nur im Hinterkopf, es ist für 2019 ein erklärtes Ziel des Jungtalentes.

Der Trainingsaufwand
Momentan stehen wöchentlich drei bis vier Schwingtrainings beim Schwingklub Freiamt, mit dem Nordwestscheizer Kader und beim Schwingklub Kirchberg auf dem Programm. Weiter absolviert Andreas zwei Athletiktrainings bei Tommy Herzog. Zudem finden alle zwei Wochen Kadertrainings mit den Nordwestscheizern statt.


Andreas (oben) im intensiven Zweikampf

Dieses Jahr kommt ein Berg- und oder Teilverbandskranz hinzu?
2017 und 2018 sammelte Andreas regelmässig Kantonalkränze. Für 2019 hofft er, dass beides, nämlich ein Berg- und ein Teilverbandskranz hinzukommen. Geplant sind Teilnahmen auf dem Weissenstein, auf dem Stoos und auf der Rigi. Nebst dem Nordwestschweizer Schwingfest kann der Sarmentstorfer noch ein weiteres Teilverbandsfest bestreiten. Welches dies sein wird ist momentan noch nicht klar.

Welche Schwinger sind seine Vorbilder?
Der 20-jährige erklärt, dass er eigentlich keine Vorbilder habe. Andreas schaut gern verschiedene Sachen bei Spitzenschwingern ab, welche er für sich verwenden kann. Da der gelernte Kauffmann regelmässig beim Schwingklub Kirchberg trainiert, ist Matthias Sempach aber schon zu einem Vorbild geworden. Der Schwingerkönig von 2013 ist dort Technischer Leiter und Andreas ist sehr angetan ob seiner Athletik.

Welches sind die bevorzugten Schwünge?
Der Kurz, Kurz-Lätz und innerer Haken sind seine bevorzugten Schwünge. «Ich möchte noch vielseitiger werden, an der Bodenarbeit und den Hakenschwüngen arbeiten. Man ist ständig dran, versucht verschiedene Kombinationen und ich möchte meine Technik weiter verfeinern», verrät der Freiämter Schwinger.

Welches waren seine bisher schönsten Erfolge?
Auf den dritten Rang beim Basellandschaftlichen 2018, bei welchem Andreas seinen ersten Lebendpreis gewann, ist er besonders stolz. Weiter gehört der zweite Rang beim ENST 2015 dazu. Der 188 Zentimeter grosse Schwinger erwähnt aber auch die bisherigen Siege gegen Eidgenossen. Diese bedeuten für ihn als besonders schöne Momente.


Stolz präsentiert die Nordwestschweizer Nachwuchshoffnung seinen ersten Lebendpreis

Von was träumt ein junger Schwinger?
Als Andreas frisch zu den Aktiven stiess, war dies ein Eidgenössischer Kranz. Inzwischen absolvierte der Sennenschwinger in Estavayer-le-Lac sein erstes Eidgenössisches, wo er acht Gänge schwingen konnte. Deshalb erklärt die Nordwestscheizer Nachwuchshoffnung, dass ein Eidgenössischer Kranz zu einem persönlichen Ziel geworden ist.

feldwaldwiesenblogger

Franz Wobmanns glänzender Sieg in Paris

Quelle: 50 Jahre Entlebucher Schwingerverband (1919 – 1969)

Im „Bild aus dem Schweizerischen Volksleben“ von Hans Nydegger findet man folgende interessante Geschichte vom bekannten Franz Wobmann, Schüpfheim, der von 1831 bis 1884 gelebt hat und wohl der gefürchteste Entlebucher Schwinger der damaligen Zeit war. Wobmann war in der Nähe von Paris auf einem Landgut in Stellung. Da vernahm er, dass auf dem Marsfeld zu Paris ein Athlet seine Bude aufgeschlagen hatte. Dieser rühmte sich als den stärksten Mann der Welt und nannte sich „Löwe von Barcelona“. Der „wilde Hämmel“, so nannte sich Franz Wobmann, entschloss sich, mit diesem Herkules einen Kampf auszufechten. Ganz Paris und eine weite Umgebung sei in Aufruhr gekommen, als durch Plakate bekannt wurde, dass ein Schweizer ab dem Landgut des Herrn Legrand mit dem Herkules der Marsfeldbude einen Ringkampf bestehen wolle. Franz habe sich auf den Zweikampf gut vorbereitet durch Üben unter der Instruktion eines Berner „Jäggel“, der auf dem gleichen Gut tätig war. Selbst der Gutsherr von Franz Wobmann war begeistert vom bevorstehenden Kampfe und versprach dem Entlebucher einen Extrapreis, falls er als Sieger die Arena verlasse. Aber auch der Budenbesitzer wurde nicht enttäuscht. Schon lange vor Beginn dieser Auseinandersetzung füllten sich die Sitzreihen mit Schaulustigen und bald war der letzte Platz ausverkauft.


Franz Wobmann war einer der gefürchtesten Entlebucher Schwinger der damaligen Zeit

Der Gegner von Wobmann nannte sich „Löwe von Barcelona“
Der „Löwe von Barcelona“ sei zuerst allein vor das Publikum getreten und habe als Einleitung einige Kraftstücke vorgeführt. Doch die Zuschauer hätten daran kein Interesse gezeigt und stürmisch den Beginn des Ringkampfes verlangt. Dann habe sich der Herkules in die Bude zurückgezogen, um sich bereit zu machen. Auch Franz Wobmann wurde das Zeichen gegeben, dass es nun soweit sei. Nicht ohne etwas Herzklopfen sei er dann in den Ring gestiegen, denn sein Kampfpartner habe gar unheimlich ausgesehen. Nichts habe er am Leibe gehabt als eine enganliegende Hose aus rotem Zwilch. Sonst sei er splitternackt gewesen und habe geglänzt wie ein frischlackierter Kleiderschrank. Er hatte sich nämlich am ganzen Leib mit Öl eingeschmiert. Wobmann habe sich dann ebenfalls bis auf das Hemd und die Hose ausgezogen, die Hemdärmel aufgestülpt, wie man das beim Schwingen heute noch tut, und vom Wein, den er aus der Hand des Kampfrichters erhalten habe, nur die Hälfte getrunken und die andere Hälfte nach Schwingerart über seine Arme gegossen und mit den Händen eingerieben. Dann mussten sie drei Schritte auseinander und so das Kommando zum Angriff abwarten.

Mit Nachtbubentrick zum ersten Sieg
Als das „Los“ ertönte, habe der Berner „Jäggel“ dem Entlebucher zugerufen: „Wahre deinen rechten Arm!“ Wie eine Katze habe sich der Herkules gegen den Boden geduckt und Wobmann umkreist und sei immer näher auf ihn zugerückt. Wobmann habe aber alle Bewegungen des Spaniers genau im Auge behalten und ihm immer wieder die linke Seite zugekehrt. Plötzlich sei der Spanier emporgeschnellt und habe wie ein Tier einen Sprung auf Wobmann gemacht. Franz habe sich aber nicht überrumpeln lassen und ebenfalls einen Sprung nach rückwärts getan. So sei der Angreifer an ihm vorbeigeschossen wie eine Bombe. Aber sofort habe der Spanier kehrt gemacht und zum zweiten Sprung angesetzt. Doch Wobmann habe die Situation im rechten Moment erfasst und sei ihm mit dem Kopf in die Bauchgegend geschossen, und im gleichen Augenblick habe er ihm mit beiden Armen die Kniegelenke umklammert. Dieser Nachtbubentrick sei ihm vollkommen gelungen, denn mit einem ächzenden „Higg“ habe er den Menschenkoloss auf den Rücken gedonnert, dass fast der Boden gezittert habe. Stürmischer Beifall quittierte diese Prachtsleistung des Entlebuchers. Der Meister von Franz Wobmann sei in die Arena gestiegen und habe einen fast klafterhohen Freudensprung gemacht, dem Entlebucher auf die Schulter geklopft und gesagt, dass er ihm 1000 Franken extra gebe, wenn er noch einmal Sieger werde.

Mit Beinstellen und Aufreissen zum zweiten Sieg
Das zweite Mal sei es nicht mehr so leicht gegangen. Der „Löwe von Barcelona“ sei über diese Niederlage furchtbar zornig gewesen und wollte unter allen Umständen den Sieg diesmal an seine Fahne heften. Deshalb habe er eine andere Taktik eingeschlagen und sei nicht mehr mit Gewalt auf den „wilden Hämmel“ losgegangen. Vielmehr wäre ihm bald sein Kunstgriff geglückt. Dieser bestand darin, den Gegner mit beiden Händen am rechten Arm zu packen, um sich blitzschnell ringsherum zu drehen und diesen nach einigen Schwingungen über seine eigene Schulter kopfüber auf den Rücken zu werfen. Auf allen Schwingplätzen ist dieser Schwung, weil viel zu gefährlich, streng verboten. Dem Herkules sei es in der zweiten Begegnung wirklich gelungen, die rechte Hand Wobmanns zu erwischen. Dem Schüpfheimer sei es vorgekommen, als befände er sich in einem Schraubstock, und schon habe er sich im Kreise gedreht. Der Entlebucher, seiner Niederlage in dieser Situation voll bewusst, gab dem Herkules einen Schlag in das Ellenbogengelenk und tat einen kräftigen Ruck mit dem eingeklemmten Arm und konnte sich so im letzten Moment vor der sichern Niederlage befreien. Franz habe dem Spanier schnell das Bein gestellt und ihn so in Bauchlage befördert. In dieser Stellung habe er seinen Gegner an den kurzen Höschen aufgerissen und ihn kopfüber auf den Rücken geworfen.

Vor Freude zu einem Entlebucher Jodel angestimmt
Nun hatte er zum zweiten Male gesiegt. Sein Widersacher habe ihm die Hand gereicht und nach Schwingerart zum Siege gratuliert. Er sei umzingelt worden wie ein Hirte, der seinen Schafen zu lecken gibt. Der Herr habe ihm die tausend Franken gegeben und andere Herren aus Paris wollten nicht nachstehen. Schnell wurde eine Sammlung veranstaltet und in der Zeit einer Viertelstunde sei er in den Besitz von rund fünftausend Franken gekommen. Darauf habe Wobmann seiner Freude nicht mehr widerstehen können und habe einen richtigen Entlebucher Jodel angestimmt. Zwar habe es auf dem Marsfeld nicht widerhallt wie in den heimatlichen Bergen, aber den Zuhörern sehr gefallen.

feldwaldwiesenblogger

Auftakt zum 100. Zuger Kantonal-Schwingfest

Text und Foto: Karin Müller, Kathrin Wyss und feldwaldwiesenblogger

Die Jubiläumsausgabe vom 5. Mai in Rotkreuz
Das rund 30-köpfige Organisationskomitee um den Schwingclub Cham-Ennetsee hat mit den Vorbereitungen für das 100. Zuger Kantonale Schwingfest (ZKSF) begonnen. Dieses findet am 5. Mai beim Sportpark in Rotkreuz statt.

«Für das 100. Jubiläum des Kantonal-Schwingfests haben wir uns so einiges einfallen lassen», verrät der Rischer Gemeindepräsident und OK-Präsident Peter Hausherr. «Nebst dem sportlichen Sonntag mit rund 200 erwarteten Schwingern findet schon am Freitag ein grosser Bankettabend statt. Erwartet werden dann unter anderem diverse Sieger von Kantonal-Schwingfesten aus den letzten Jahrzehnten. Aber auch am Samstag bietet die Jubiläumsausgabe den Schwingerfreunden einiges. Zu viel möchten wir aber noch nicht verraten.»


Das OK des 100. ZKSF unter der Leitung von Präsident Peter Hausherr (unten, 4.v.l.) und Vize-Präsident André Arnold (unten, 3.v.l.), einige OK-Mitglieder fehlen auf dem Foto

Hauptprobe fürs ESAF 2019 in Zug – mit einem renommierten Kommentatoren-Trio
Der 5. Mai kommt auch einer Hauptprobe für das Eidgenössische Schwingfest vom 23. bis 25. August in Zug gleich. Feuertaufe hat das Kommentatoren-Trio um Tele1-Moderatorin Fabienne Bamert, Musikwelle-Moderator Beat Tschümperlin und Rigi-Speaker Hugo Abegg, welche nicht nur am 100. Zuger Kantonal-Schwingfest in Rotkreuz am Mikrofon sind, sondern auch am ESAF in Zug.

Damit sich die Innerschweizer Schwinger optimal auf das Eidgenössische vorbereiten können, werden die Gänge schon am Kantonal-Schwingfest auf sechs Minuten erhöht. Um alle Gänge zeitnah durchzubringen, werden auf dem Sportpark in Rotkreuz sechs Schwingplätze hergerichtet. «Diese Bedingungen sind für die Schwinger optimal. Spektakulär wird es für die rund 3000 erwarteten Zuschauer auf jeden Fall», ist sich Vize-Präsident André Arnold sicher.

Die Schwingerfreunde haben die Möglichkeit, ab Januar Vorverkaufstickets über die Webseite www.zksf.ch zu erwerben.

feldwaldwiesenblogger

Verbandsgründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes

Text: feldwaldwiesenblogger / Quelle: 100 Jahre Eidgenössischer Schwingerverband (1895 – 1995)

2018 neigt sich langsam dem Ende zu. Nebst vielen stimmungsvollen Schwingfesten wurden auch verschiedene Jubiläen gefeiert. Zu erwähnen sind dabei in erster Linie die Feierlichkeiten des Innerschweizerischen und des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes. Beide Teilverbände wurden in diesem Jahr 125 Jahre jung. Aber auch die beiden Berner Gauverbände Oberländischer und Mittelländischer Schwingerverband wurden 1893 gegründet und konnten 2018 den gleichen runden Geburtstag feiern.

Die Verbandsgründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) war anno 1895. Die entsprechenden Feierlichkeiten samt Jubiläumsschwingfest sind für 2020 geplant. Im folgenden Beitrag wird ersichtlich, dass erstens ein Eidgenössiches Schwing- und Älplerfest als Startschuss von regionalen Verbandsgründungen gilt. Und zweitens die Gründungen der bereits erwähnten Teilverbände und der Unterverbände als Grundlage für die Gründung des Dachverbandes, des ESV, bildeten.


Bereits vor der Verbandsgründung fanden Eidgenössiche Schwing- und Älplerfeste statt

1889: Aufruf zur Gründung von regionalen Schwingerverbänden
Wohl als Folge des Aufrufes der Organisatoren des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes vom 14. Juli 1889 in Zürich zur Gründung von regionalen Schwingerverbänden, wurden im Jahre 1890 der Obwaldner Schwingerverband, 1893 der Zentralschweizerische Schwingerverein (ab 1906 Innerschweizer Schwingerverband) und der Nordostschweizerische Schwingerverband, sowie im gleichen Jahr der Berner Mittelländische und der Berner Oberländische Schwingerverband gegründet. Diese Zusammenschlüsse bildeten eine aussichtsreiche Grundlage zur Gründung eines Dachverbandes.

Fritz Flück wurde zum ersten Obmann bestimmt
Bereits am 11. März 1895 tagten im Café Born in Bern von der bestellten Kommission 6 Mitglieder, um die von J. J. Müller entworfenen Statuten durchzuberaten und in Kraft zu setzen. Von den an der Sitzung verhinderten Mitgliedern lagen schriftliche Zustimmungserklärungen vor. An der gleichen Sitzung wurde die Konstituierung der Vorsteherschaft (heute Zentralvorstand) vorgenommen und Fritz Flück als deren ersten Obmann, J. J. Müller als Schriftführer und Josef Bürgi, Arth, als Säckelmeister bestimmt. Die statutarischen Bestimmungen sind in 6 Artikeln zusammengefasst worden.

Als Gründungsjahr des Eidgenössichen Schwingerverbandes gilt das Jahr 1895
In Artikel 3 wurde festgelegt, dass die oberste Gewalt in den Händen der Hauptversammlung (Schwingerversammlung) liege, die jeweils im Anschluss an die Eidgenössischen Schwingfeste zu tagen habe. Im gleichen Jahr schon fand am 18. August in Biel unter der neuen Ordnung des Verbandes das erste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest statt. Die anschliessende Hauptversammlung, unter der Leitung von Obmann Rück, genehmigte anstandslos den Statutenentwurf, sowie alle bisher gefassten Beschlüsse. Damit waren die gesetzlichen Grundlagen geschaffen und die Gründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) vollzogen. Als Gründungsjahr gilt deshalb das Jahr 1895.


Hauptinitiant für die Verbandsgründung war Dr. Erwin Zschokke

Dem ESV gehörten zu Beginn 6 Unterverbände an
Dem neu gegründeten Verband gehörten folgende Unterverbände an:
Emmtentalischer Schwingerverband
Oberländischer Schwingerverband
Mittelländischer Schwingerverband
Berner Turnerschwinger-Verband
Nordostschweizerischer Schwingerverband
Schwingervereinigung der Urschweiz
Hornussergesellschaft Heimiswil
Diese Vereinigungen sind als Gründungsverbände und die nachfolgend verzeichneten Mitglieder der ersten, von der Schwingerversammlung in Biel bestätigten Vorsteherschaft, als die eigentlichen Gründer zu betrachten. Als Hauptinitiant muss zweifellos der Zürcher Professor Dr. Erwin Zschokke bezeichnet werden.
Die erste Vorsteherschaft setzte sich wie folgt zusammen: Fritz Rück, Burgdorf, Obmann; J. J. Müller, Zürich, Schriftführer; Josef Bürgi, Arth, Säckelmeister; Nationalrat Berger, Langnau; Samuel Salzmann, Trub; Hans Michel, Brienz; Karl Dubach, Diemtigen; Johann Trösch, Wimmis; J. Schär, Bern; E. Mäder, Bern; A. Hopfengärtner, Biel; G. Capitaine, Pruntrut; A. Schärli, Luzern; Gaud, Montreux; Prof. Dr. E. Zschokke, Zürich.

Verfechter der alten Sitten und Gebräuche unter einem Dach
Artikel 1 der in Biel genehmigten Statuten bestimmt: «Der Eidgenössische Schwingerverband bezweckt die Hebung und Verbreitung des Schwingerwesens und verbindet damit die Erhaltung, Pflege und Förderung der volkstümlichen Übungen und Spiele».
Offenbar wollte man alle Verfechter der alten Sitten und Gebräuche unter einem Dach vereinigen. Nur so kann man sich die Aufnahme der Hornussergesellschaft Heimiswil in den Eidgenössischen Schwingerverband von der ersten Stunde an erklären. Wohl nicht zuletzt auch als Folge der gemeinsam durchgeführten, volkstümlichen Spiele an den Unspunnen- und Eidgenössischen Schwingfesten.

feldwaldwiesenblogger

Michael Gwerder – Eine grosse Nachwuchshoffnung der Innerschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger / Fotos: Michael Gwerder und feldwaldwiesenblogger

Michael Gwerder aus Brunnen gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen der Innerschweizer. Michael, oder Michi wie ihn seine Kollegen auch nennen, ist erst 18 Jahre jung und ist derzeit Maurer-Lehrling im dritten Lehrjahr. Die Ausbildung macht er gleich in seinem Wohnort, nämlich bei der Firma Grab Baugeschäft AG. Als Ausgleich zur Arbeit und zum Schwingsport hilft Michael seinem Vater Bruno Gwerder auf dem Landwirtschaftsbetrieb mit, welcher dieser hobbymässig betreibt.

Michael weist mit seinen 188 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 100 Kilogramm geradezu Idealmasse für den Schwingsport auf. Die Schwingergene wurden ihm allerdings nicht in die Wiege gelegt. Weder väterlicher- noch mütterlicherseits sind ihm Schwinger bekannt. Zum Schwingsport kam Michael durch seinen Vater. Als siebenjähriger Knirps ging er erstmals zum Training in den Schwingkeller vom Schwingerverband am Mythen. Zuerst gefiel ihm das Schwingen aber nicht wirklich, und er unterbrach, bis er acht Jahre alt war. Von da an packte den Brunner aber das Schwingervirus.


Michael beim Gespräch, welches erst kürzlich stattfand

Als Jungschwinger 45 Schwingfeste gewonnen
Michael feierte als Jungschwinger tolle Erfolge, gewann 45 Schwingfeste und brachte um die 80 Zweige nach Hause. Dazu gehören nebst etlichen Kantonalfestsiegen die vier Innerschweizer Siege und der zweite Rang beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) 2015 in Aarburg.
Nach dem zweiten Jahr bei den Aktiven hat der junge Sportler bereits fünf Kränze auf seinem Konto. 2017 feierte Michael beim Zuger Kantonalen Premiere, dieses Jahr kamen gleich vier Eichenlaub-Exemplare hinzu. Darunter mit dem Innerschweizer Kranz in Ruswil LU der erste Teilverbandskranz.

25 Schwingfeste in der abgelaufenen Saison absolviert
Der fünffache Kranzschwinger absolvierte nach eigenen Angaben 2018 rekordmässige 25 Schwingfeste. Michael ist mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden und war etwas erstaunt, dass es so gut ging. Denn: Anfangs Saison hat er nach seiner Einschätzung nicht unbedingt gut geschwungen. Zum Start der Kranzfestsaison fing es ihm aber wirklich gut zu laufen.
Das allererste Schwingfest der Saison war der Grosse Hallenschwinget in Sarnen. Dort zog der Sennenschwinger mit vier gewonnenen Gängen einen hervorragenden Tag ein. Den ersten Kranz der Saison holte er sich beim Schwyzer Kantonalen in Sattel.
Michael bestritt 2018 nebst den Anlässen bei den Aktiven auch den Innerschweizerischen Jungschwingertag in Adligenswil LU, welchen er in erfolgreicher Manier gewann.

Die gesetzten Ziele für 2018 erreicht?
Das Ziel war ein Kranzgewinn, die Bestätigung des ersten Kranzes von 2017. Die Zielvorgabe hat Michael mit vier Kränzen deutlich übertroffen.

Vorausblick auf 2019
Im Winter wird hart trainiert und die Zielsetzung erfolgt nach dem Wintertraining, anfangs Frühling. Michael erklärt, dass man zu diesem Zeitpunkt auch weiss, wie es in den Wintermonaten lief und wie der Gesundheitsstand ist. Die Teilnahme beim ESAF in Zug ist im Hinterkopf, aber er nehme es vorweg. Im Frühling möchte der Maurer-Lehrling die Rangschwingfeste in der Gegend bestreiten. Die anderen Feste nimmt er, wie’s grad kommt.

Der Trainingsaufwand
Im Monat Oktober hat Michael eine Trainingspause eingelegt. Momentan stehen zwei Schwingtrainings beim Schwingerverband am Mythen, zwei Kraft- und eine Konditionseinheit auf dem Programm. Edi Kündig, TK-Chef der Mythenverbändler, hat dem 18-Jährigen für das Krafttraining ein Programm erstellt und ihm die entsprechenden Übungen gezeigt. Diese Einheiten absolviert Michael bei Stefan Pollyn (Physio Sportiv AG) in Ibach SZ. Koni Lustenberger leitet das Konditionstraining. Für das Schwingtraining bei den «Mythenverbändlern» sind die beiden, inzwischen zurückgetretenen Eidgenossen, Edi Kündig und Philipp Laimbacher zuständig. Bei den Kantonaltrainings vom Schwyzer Kantonalen Schwingerverband, welche im kommenden Februar und März stattfinden, ist der 188 Zentimeter grosse Athlet auch dabei.
Michael gehört auch zu den ISV-Zugpferden, einem Innerschweizer Team, welches hinsichtlich dem ESAF in Zug gegründet wurde. Während dem Winter stehen drei Trainings-Wochenenden auf dem Programm. Dabei wird das Eidgenössische mit vier Trainingseinheiten über die beiden Tage simuliert. Ein solches Trainingsweekend stand erst kürzlich, nämlich am 15. und 16. Dezember, auf dem Programm.


Michal beim intensiven Kampf: Gemäss zwilch.ch bestritt er in der 2018er-Saison 138 Gänge und gewann deren 85

Sind die vielen Schwingfeste auch als Training gedacht?
Michael meint dazu, dass Schwingfestteilnahmen für ihn sicher auch Trainings sind. Trotzdem hat er während der Saison wöchentlich zwei Schwingtrainings besucht, weiter gehörten auch Kraft- und Konditions-Einheiten dazu. Vor einem Schwingfest absolvierte der Mythenverbändler ab Donnerstag keine Trainingseinheiten mehr, damit er Freitag und Samstag genügend Erholung hatte.
Angesprochen auf die vielen Schwingfestteilnahmen sagt Michael auch, dass es ihm 2018 immer gut gegangen sei. Die Freude war immer vorhanden und er durfte unfallfrei und ohne körperliche Beschwerden schwingen. Und weil es so gut ging, bestritt er Schwingfest um Schwingfest, ohne dies vorher gross geplant zu haben.
Das letzte Schwingfest der Saison war der Niklausschwinget in Dietikon ZH, bei welchem der Brunner ein weiteres Mal stark schwang. Er gewann vier Gänge, stellte und verlor je einen. Dabei wurden ihm unter anderem Spitzenschwinger wie Patrick Räbmatter und Samir Leuppi vorgesetzt.

Welche Schwinger sind seine Vorbilder?
Michael’s Vorbilder sind die Mythenverbändler Philipp Laimbacher, Andreas Ulrich und Mike Müllestein. Er trainiert viel mit diesen Schwingern, da sie ihm gemäss eigener Einschätzung noch etwas überlegen sind. Michael kann dabei viel von ihnen profitieren. Der fünffache Kranzschwinger erläutert aber auch, dass er mit den Neukranzern von seinem Klub (Ronny Heinzer, Bruno Schürpf und Lukas Reichmuth) ebenfalls sehr gut trainiert. Es bringe ihm und auch seinen Kollegen viel, da sie etwa auf dem gleichen Level seien.

Welches sind Michael’s bevorzugten Schwünge?
Der Kurz ist sein bevorzugter Schwung, neu dazu kam nun der Wyberhaken. Angesprochen auf die Fortschritte im 2018 meint der 100 Kilogramm-Mann, dass er den angesprochenen Wyberhaken erlernt hat und kraftmässig zulegen konnte. Zur Bodenarbeit meint er, dass diese noch nicht so fortgeschritten sei und an dieser arbeiten möchte.

Welches waren seine bisher schönsten Erfolge als Schwinger?
Bei den Aktiven ist es der Innerschweizer Teilverbandskranz vom Jubiläumsschwingfest in Ruswil. Als Jungschwinger sind es laut Michael die vier Innerschweizer Teilverbandssiege und der zweite Rang beim ENST 2015 in Aarburg.


Michael als frischgebackener ISV-Kranzer, neben ihm sein Vater Bruno Gwerder

Von was träumt ein junger Schwinger?
Michael sagt, dass er es nimmt, wie es kommt. Und versucht dabei, das Beste daraus zu machen. Die Gesundheit sei dabei etwas vom Wichtigsten. Dass er als eine der grössten Innerschweizer Nachwuchshoffnungen gilt, setzt ihn nicht unter Druck.

feldwaldwiesenblogger

Meine Schwingerwoche: Von Geschichtlichem, Muni «Pius» und «JRZ»

Text und Fotos: feldwaldwiesenblogger

Mit grossen Schritten geht es dem Jahresende entgegen und man findet Zeit und Musse in der Geschichte des Schwingsportes rumzustöbern. Dabei finden sich immer wieder erstaunliche Geschichten, wie beispielsweise einen Beitrag über die starken Gebrüder Suter aus dem Sattel SZ.

Geschichtliches aus dem Schwingsport

Quelle: Schwingergestalten unserer Zeit IV (1992)

Martin Suter
Geboren: 27. Februar 1965 / Schwingerverband am Mythen

Peter Suter
Geboren: 23. März 1968 / Schwingerverband am Mythen

Kämpfer im Sägemehl und auf der Ringermatte
Die Suters aus dem schwyzerischen Sattel sind eine richtige Schwingerfamilie und gewannen bisher insgesamt 56 Schwingerkränze. Den Löwenanteil zu dieser Bilanz trug der Älteste, Josef, mit 33 Auszeichnungen, wovon zwei Eidgenössische, bei. Im Frühjahr 1992 trat er allerdings zurück.
Aktiv sind jetzt noch Martin, Peter und Daniel. Alle drei haben etwas gemeinsames: Sie gelten als ausgesprochene Leichtgewichte und verkörpern den Typ des zähen und willensstarken Sennenschwingers. Am Boden ist ihnen fast nicht beizukommen. Josef liess den Funken auch auf seine Brüder überspringen. Sie bekamen rasch Freude am Kampf Mann gegen Mann.

Mehr über Martin und Peter Suter kann auf dem entsprechenden Schwinger-Blog-Beitrag vom 15. Dezember nachgelesen werden.


Martin (links) und Peter Suter

Muni «Pius» schnupperte NOS-Luft
Am 30. Juni 2019 findet das Nordostschweizer Schwingfest in Hallau SH statt. Letzte Woche durfte Sieger-Muni «Pius» in Hallau NOS-Luft schnuppern.

GV-Zeit
Erneut gingen wieder einige Generalversammlungen von Schwingklubs und einem Kantonalverband über die Bühne. So hielten der Schwingklub March-Höfe, der Schwingklub Rottal & Umgebung, der Schwingklub Ägerital, der Schwingklub Haute-Sarine, der Schwingerverband am Mythen und der Freiburger Kantonalverband kürzlich ihre Jahressitzungen ab.

Auf dem Bild erkennt man Florian Hasler bei der GV vom Schwingklub March-Höfe. Hasler ist nach dem Herbstschwingertag Siebnen als Aktivschwinger zurückgetreten.


Bild: Peter Margelisch

Autogrammkarten von Diana Fankhauser
Seit neustem gibt es nun auch Autogrammkarten von der frischgebackenen Schwingerkönigin Diana Fankhauser.

Wahl des Thurgauer Sportler des Jahres
Samuel Giger steht zur Wahl zum Thurgauer Sportler des Jahres. Völlig zu Recht darf man dem jungen Ausnahmetalent aus dem Thurgau diesen Titel verleihen. «Sämi» gewann in der abgelaufenen Saison dank seinen sechs Kranzfestsiegen, darunter dem Saisonhöhepunkt auf der Schwägalp, die «SCHLUSSGANG»-Jahreswertung.

Interview mit Michael Gwerder
Der Schreibende führte am vergangenen Montag ein Interview mit einem der grössten Zukunftshoffnungen der Innerschweizer: Michael Gwerder aus Brunnen. Das Gespräch mit dem 18-jährigen Sennenschwinger wird in Bälde an dieser Stelle aufgeschaltet.

Berchtold-Schwinget: Eine tolle Besetzung zeichnet sich ab!
Für den am 2. Januar 2019 stattfindenden Berchtold-Schwinget zeichnet sich schon jetzt eine tolle Besetzung ab. So haben sich bisher neben dem Appenzeller Eidgenossen Michael Bless (Bild) die Eidgenossen Stefan Burkhalter, Samuel Giger, Patrick Räbmatter, Roger Rychen, Domenic Schneider und Raphael Zwyssig für den Traditionsanlass angemeldet.

Starker Südwestschweizer Nachwuchs
Der Nachwuchs vom Team Romandie (Team Romandie Espoirs) hat am vergangenen Samstag in Oron-la-Ville VD ein intensives Training unter der Leitung von Ivan Mollet absolviert. Wie man Ende August beim Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) in Landquart feststellen konnte, wird im kleinsten der fünf Teilverbände sehr gute Arbeit geleistet. Dies unterstrich nicht zuletzt auch der Kategoriensieg von Romain Collaud aus dem freiburgischen Vallon.


Bild: Marielle Tissot

Matthias Glarner bei «JRZ»
Just an seinem 33. Geburtstag besuchte der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner am vergangenen Mittwoch (19. Dezember) die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt», kurz «JRZ», in Luzern. Auf dem Bild erkennt man neben Matthias Glarner die drei SRF 3-Moderatoren Nik Hartmann, Judith Wernli und Anic Lautenschlager.

2019: 100. Luzerner Kantonales in Willisau und 100 Jahre Schwingklub Wiggertal
2019 steht in Willisau das 100. Luzerner Kantonale Schwingfest auf dem Programm. Die Organisatoren diese Jubiläumsanlasses erzählen im Vorfeld Geschichten von ehemaligen sowie prägenden Schwingern des Schwingklubs Wiggertal. Die austragenden Wiggertaler feiern 2019 nämlich auch ein rundes Jubiläum: 100 Jahre Schwingklub Wiggertal.

Vergangene Woche wurde ein Porträt von Hans Schärli (Bild), dem ehemaligen OK-Präsidenten vom Menzbergschwinget, aufgeschaltet. Auf folgendem Link kann das Porträt nachgelesen werden.


Bild: willisau2019.ch

feldwaldwiesenblogger