Das Innerschweizerische live am Fernsehen verfolgen

Schweizer Radio und Fernsehen sowie das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 übertragen das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest am 7. Juli live aus Flüelen.

Text: Elias Bricker, Medienchef ISAF 2019 / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Das «Innerschweizerische» gilt als eines der wichtigsten Kräftemessen vor dem «Eidgenössischen» Ende August in Zug. Beim 113. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest, welches am 7. Juli 2019 in Flüelen im Kanton Uri stattfindet, werden neben den 194 besten Schwingern der Innerschweiz auch acht hochkarätige Gäste aus den übrigen Teilverbänden zusammengreifen. Pirmin Reichmuth, Joel Wicki, Nick Alpiger sowie die Gebrüder Armon und Curdin Orlik werden für Hochspannung sorgen.

Schwingerkönig Sempach kommentiert
Schweizer Radio und Fernsehen, offizieller Radio- und Fernsehpartner des Eidgenössischen Schwingerverbands (ESV), überträgt das ganze Schwingfest als Livestream auf srf.ch/sport und in der SRF Sport App. Die Übertragung auf den SRF-Onlineplattformen beginnt mit dem Anschwingen und endet nach dem Schlussgang. Der Schlussgang wird voraussichtlich auch live im Fernsehen zu sehen sein. Dabei gibt Matthias Sempach, Schwingerkönig von 2013, an der Seite von Stefan Hofmänner seinen Einstand als Kommentator.


Schwingerkönig Matthias Sempach wird künftig ausgewählte Schwingfeste als SRF-Experte begleiten
Bild: matthiassempach.ch

Das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 zeigt das ganze Schwingfest während über zehn Stunden live am Fernsehen. Tele 1 startet um 7.15 Uhr mit der Berichterstattung. Wie schon 2018 in Ruswil wird Moderatorin Fabienne Bamert von den ehemaligen Spitzenschwingern Ueli Banz und Philipp Laimbacher unterstützt. Sie liefern den ganzen Tag Einschätzungen und interessante Analysen. Thomas Erni bildet zusammen mit dem zurückgetretenen «Eidgenossen» Peter Imfeld das Kommentatoren-Team während den Gängen.

«Arena steht mitten in einmaliger Bergkulisse»
«Die Liveberichterstattungen bei SRF und Tele 1 ist beste Werbung für das Schwingen und den Kanton Uri», sagt Flavio Gisler, der als Mitglied des engeren OK für die Koordination der TV- und Radioübertragungen zuständig ist. «Ich freue mich auf wunderbare Fernsehbilder, denn in Flüelen steht die Arena mitten in einer einmaligen Bergkulisse und direkt am Urnersee – ein Schwingfest wie auf einer Postkarte.»
Neben den Fernsehsendern werden auch andere Medien live von Flüelen berichten – so mehrere Radiosender. Radio Central, das Schwinger-Radio der Zentralschweiz schlechthin, ist Medienpartner des Innerschweizer Schwing und Älplerfests 2019. Auch die beiden anderen Medienpartner des Anlasses, die Schwingerzeitung Schlussgang und die Urner Zeitung (Kopfblatt der Luzerner Zeitung), sowie weitere Medien werden über ihre Online-Kanäle die daheimgebliebenen Schwingerfans auf dem Laufenden halten.

Hinweis
Mehr Infos zum Fest gibt es unter www.isaf2019.ch

feldwaldwiesenblogger

Schwingerkönig-Barometer vom 11. Mai: «Reichmuth und Orlik in Front»

Text und Foto: feldwaldwiesenblogger

2013 «installierte» ich auf meinem Blog das «Schwingerkönig-Barometer». Damals ging’s um die Einschätzung vor dem ESAF in Burgdorf. Vor Estavayer liess ich es bleiben, diesmal aber reizt es mich wieder. Und so kam während der vergangenen Woche die Idee, wieder in losen Folgen ein «Schwingerkönig-Barometer» zu lancieren. Natürlich soll es nicht für bierernst genommen werden, denn es ist und bleibt eine rein subjektive Einschätzung. Und solche Einschätzungen können natürlich stets über den Haufen «geworfen» werden.

«Reichmuth und Orlik in Front»
Nach den Frühjahrschwingfesten und den ersten drei Kantonalschwingfesten kann man natürlich noch nicht allzu viel aussagen. Trotzdem wage ich mal eine erste Prognose. Die nachfolgend präsentierte Rangliste soll nicht eine mögliche Rangliste von Zug sein. Sondern die Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit auf den Schwingerkönig-Titel.

1. Pirmin Reichmuth
2. Armon Orlik
3. Joel Wicki
4. Samuel Giger
5. Christian Stucki
6. Fabian Staudenmann
7. Kilian Wenger
8. Nick Alpiger
9. Matthias Aeschbacher
10. Michael Wiget


Pirmin Reichmuth führt das Schwingerkönig-Barometer vom 11. Mai an

Hinter Samuel Giger steht ein kleines Fragezeichen
Die ersten beiden Plätze erstaunen wohl niemanden. Wie Pirmin Reichmuth das Zuger Kantonale in absolut überzeugender Manier gewonnen hat, und schon bei den vorherigen Frühlingsfesten (fast) nichts anbrennen liess, lässt Stand heute keinen anderen Rang als die Eins zu.

Armon Orlik zeigte beim Thurgauer Kantonalen, dass mit ihm unbedingt gerechnet werden muss. Es ist aber nicht unmöglich, dem Bündner «Gestellte» anzuhängen, wie beispielsweise beim Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest. Dort fiel Armon nach zwei Gestellten aus der Entscheidung.

Joel Wicki ist in Form, das steht ausser Frage. Aber auch der Sörenberger kann mit gestellten Gängen gebremst werden. Allerdings habe ich die Vermutung, dass wärmere Temperaturen das Luzerner Kraftpaket dann schon in gehörigen Schwung bringen werden.

Hinter Samuel Giger steht für mich momentan ein kleines Fragezeichen. Mal gewinnt er absolut überzeugend, wie beim bereits erwähnten Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest. Beim Gibel-Schwinget in Bonstetten stellte der Thurgauer zweimal mit Pirmin Reichmuth und am Thurgauer Kantonalen lief es «Sämi» wohl nicht nach Wunsch. So wie man nun lesen konnte, ist der grossgewachsene Modellathlet angeschlagen und verzichtet auf den Zürcher Ehrentag. Im Jahr des Eidgenössischen lässt sich keiner in die Karten blicken, und so weiss man nicht, was genau «Sämi» hat…

Mit Christian Stucki muss jederzeit gerechnet werden. Morgen Sonntag steigt der Seeländer Hüne in die Kranzfestsaison, und wird dann wohl tüchtig Fahrt aufnehmen. Die von ihm besuchten und gewonnenen Frühjahrschwingfeste deuten auf einen starken Formstand hin. «Chrigul» hat nichts zu verlieren und seine Routine könnte am Ende noch ausschlaggebend sein…

Fabian Staudenmann wie einst Kilian Wenger?
Man will ja auch eine mögliche Überraschung präsentieren können. Und diese ist für mich momentan Fabian Staudenmann. Seine Resultate an den Frühjahrschwingfesten waren stark. Erst recht beeindruckend war das Notenblatt beim Freiburger Kantonalen. Der junge Berner bekam in meinen Augen die stärksten Gegner zugeteilt. Im Kampf um den Schlussgang-Einzug verlor er leider mit dem späteren Sieger Benjamin Gapany. Trotzdem: Man hat schon Stimmen gehört, dass Fabian einst unterwegs sein könnte wie der junge Kilian Wenger…

…und da wären wir beim angesprochenen Kilian Wenger. Der Berner Oberländer trat zwar diese Saison noch nicht gross in Erscheinung. Trotzdem stand er erst kürzlich beim Abendschwinget Frutigen zu Oberst und zeigte eine gute Leistung. Wie Stucki steigt auch Kilian morgen Sonntag beim Emmentalischen Schwingfest in die Kranzfestsaison. Dem Schwingerkönig von 2010 ist alleweil zuzutrauen, auch in Zug wieder um die Krone mitzuschwingen.

Ein «Eidgenössisches Märchen»?
Nick Alpiger ist die unbestrittene Nummer eins bei den Nordwestschweizern. Was der junge Sennenschwinger diesen Frühling bisher bot war schon beeindruckend. Überzeugende Siege am Hallenschwinget Brunegg und am Guggibad-Schwinget. Wie sich der Aargauer mit den «Cracks» aus den anderen Teilverbänden schlagen wird, sehen wir dann im Verlaufe der Saison.

Matthias Aeschbacher habe ich ebenfalls als möglichen Schwingerkönig auf meiner Rechnung. Der Emmentaler scheint schon in einer tollen Form zu sein. Gewann er doch im Frühjahr den Hallenschwinget Kirchberg, den Hallenschwinget Oberdiessbach und den Oberbühl-Schwinget. Matthias kann unberechenbar schwingen und beim Ansetzen seines gefürchteten Inneren Hakens ist schon so mancher Favorit geflogen, respektive gestrauchelt.

Michael Wiget: Diesen Namen habe ich vor dieser Saison noch nie gehört. Schaut man sich die Daten des jungen Berners an, hat er «erst» einen Kranz auf seinem Konto. Was Michael aber beim Worblentaler Hallenschwinget zeigte, war schlicht sensationell. Er gewann diesen souverän und bodigte dabei die beiden Eidgenossen Thomas Sempach und Willy Graber. Am Frühjahrschwinget Ibach landete der Sennenschwinger auf dem zweiten Schlussrang und schon wieder standen zwei besiegte Eidgenossen auf seinem Notenblatt: Christian Schuler und Philipp Gloggner. Stoppen konnte ihn dort nur der spätere Sieger Mike Müllestein. Ob sich da ein «Eidgenössisches Märchen» anbahnt?

feldwaldwiesenblogger

Zwei winterliche Festsieger – Schwingfestbericht vom Freiburger Kantonalen

Text und Fotos: Julia Overney / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger


Benjamin Gapany entschied den Schlussgang zu seinen Gunsten und belegte in der Endabrechnung Platz 1a

In weisser Erinnerung
Eines ist sicher: Das 95. Freiburger Kantonalschwingfest in Heitenried bleibt allen in Erinnerung. Und zwar in weisser Erinnerung. Am Morgen vor Festbeginn lagen 10 Zentimeter Schnee auf den Sägemehlringen. Damit genug Zeit zum Schnee räumen blieb, wurde das Anschwingen eine Stunde nach hinten verschoben. 123 Schwinger waren am Start. Die sechs Berner Gäste starteten Vollgas und dominierten die Rangliste nach dem vierten Gang.
Ganz nach dem Motto: «Das Schwingfest ist erst nach sechs Gängen zu Ende», holten die Westschweizer auf. Im Schlussgang standen sich schliesslich der Südwestschweizer Benjamin Gapany vom Schwingklub La Gruyère und Martin Rolli vom Schwingklub Schwarzenburg gegenüber. Nach nur 15 Sekunden konnte Gapany den Sieg mit Kurz anziehen und Überdrehen am Boden für sich entscheiden. Beide erreichten die gleiche Punktzahl. Infolgedessen konnten am winterlichen Schwingfest in Heitenried zwei Festsieger erkoren werden.


Der Berner Gast Martin Rolli kam trotz verlorenem Schlussgang auf die gleiche Punktzahl wie Gapany und konnte ebenfalls als Festsieger (Platz 1b) ausgerufen werden

Das OK zieht trotz garstigem Wetter eine positive Bilanz
Trotz schwierigen Vorbereitungsarbeiten bei äusserst garstigem Wetter, kann das OK eine sehr positive Bilanz ziehen. Sehr motivierte Schwinger haben die Kälte sportlich genommen und zeigten faire Wettkämpfe. Rund 1’500 Besucherinnen und Besucher liessen sich von den tiefen
Temperaturen nicht beeindrucken. Die gesamte Infrastruktur inklusive Parkplätze konnte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heitenried und dem Oberamt des Sensebezirks den witterungsbedingten Verhältnissen angepasst werden. Der Entscheid, das Fest durchzuführen, viel
dem OK nicht leicht. «Die motivierten Schwinger haben das Organisationskomitee und alle Helferinnen und Helfer überzeugt, dass Fest trotz weisser Pracht durchzuführen», zieht OK-Präsident Emanuel Waeber Bilanz. Er ist mit dem reibungslosen Ablauf des Schwingfestes sehr
zufrieden.


Das Freiburger Kantonale in Heitenried wurde bei winterlichen Bedingungen durchgeführt

feldwaldwiesenblogger

Vorausblick auf das 100. Luzerner Kantonale Schwingfest

Dieses Wochenende erfolgt der Start in die Kranzfestsaison. Die Innerschweizer tragen in Rotkreuz das Zuger Kantonalschwingfest aus, die Nordostschweizer in Frauenfeld das Thurgauer Kantonale und die Südwestschweizer schwingen in Heitenried am Freiburger Kantonalschwingfest um Kränze. Die Zuger können gar ihr 100. Kantonales austragen, was denn auch gebührend gefeiert werden will.

In genau vier Wochen dürfen auch die Luzerner jubilieren, welche in Willisau ebenfalls das 100. Kantonalschwingfest austragen. Parallel dazu feiern die Luzerner den 100. Geburtstag ihres Kantonalen Schwingerverbandes. Im folgenden Beitrag blicken wir auf das Jubiläumsschwingfest und auf die «100 Johr Party» voraus.

Text: Hans Schnider / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Ein überaus attraktives Teilnehmerfeld am Jubiläumsschwingfest in Willisau
Nach Abschluss der Anmeldefrist für das 100. Luzerner Kantonale Schwingfest vom 2. Juni präsentiert sich ein attraktives Teilnehmerfeld. Elf Eidgenossen, 34 Teilverbandskranzer und 62 Kranzschwinger haben sich für den Wettkampf in Willisau eingeschrieben. Folgende Eidgenossen sind gemeldet: Burkhalter Stefan, Fankhauser Erich, Giger Samuel, Gloggner Philipp, Reichmuth Pirmin, Schneider Domenic, Schuler Christian, Schurtenberger Sven, Stöckli Stefan, Suppiger René und Wenger Kilian.

Bei dieser Aufzählung fehlt mit Joel Wicki einer der hoch gehandelten Favoriten. Mit Samuel Giger, Pirmin Reichmuth, Christian Schuler, Schwingerkönig Kilian Wenger und eben Joel Wicki sind nicht weniger als fünf Schwinger am Start, denen auch am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug reelle Siegeschancen eingeräumt werden. Weitere Schwinger wie Marcel Bieri, Lutz Scheuber, Werner Suppiger oder der Berner Gast Ruedi Roschi werden den gemeldeten Eidgenossen den Sieg nicht kampflos überlassen.

Vorbereitungen schreiten planmässig voran
Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest schreiten planmässig voran. Nach wie vor sind alle Ressorts gefordert, damit am 2. Juni ein unvergessliches Fest ausgerichtet werden kann. Die fünf Lebendpreise erfreuen sich bester Gesundheit. Der Wert des Gabentempels dürfte gegen 200’000 Franken betragen. Jeder der antretenden Schwinger kann sich auf eine schöne Ehrengabe freuen.


Das OK des 100. Luzerner Kantonalen Schwingfestes freut sich riesig über das grosse Interesse für «seinen» Anlass und setzt alles daran, den Besuchern ein unvergessliches Fest zu bieten
Foto: Flavia Aregger

Grosser Run auf die Tickets
Bereits kurze Zeit nach der Eröffnung des Vorverkaufs am 15. April war ein grosser Teil der angebotenen Tickets verkauft. Der Vorverkauf für die Tickets des 100. Luzerner Kantonalen Schwingfestes entwickelt sich erfreulich. «Ein grosser Teil der verfügbaren Tickets ist verkauft. Am Festtag werden wir ein kleines Kontingent an Rasensitzplätzen sowie Stehplätze anbieten können. Es ist auch denkbar, dass zusätzlich nicht bezogene Sitzplätze in den Verkauf gelangen», so der Finanzchef Erwin Greber. Der Vorverkauf läuft noch bis am 19. Mai.

Um den Festbesuchern, die keinen Zutritt in die Arena haben, trotzdem die Möglichkeit zu geben den Wettkampf mitzuerleben, wird im Schwingerdorf eine Grossleinwand aufgebaut. Dadurch können die Interessierten das Geschehen auf dem Schwingplatz hautnah mitverfolgen.

Start des Festwochenendes mit der «100 Johr Party»
Am Freitag, 31 Mai startet das Jubiläumsschwingfest mit der «100 Johr Party» im Schwingerdorf auf dem Schlossfeld. Echo vom Schwandbode, Dr Eidgenoss und VolXRoX sind die Protagonisten des Unterhaltungsabends. Der Gabentempel mit der gemütlichen Gabenbeiz ist ebenfalls ein Besuch wert. Für die «100 Johr Party» vom Freitag können Tickets im Sport Rock und im Restaurant Sternen in Willisau, sowie in der Timeout Café Bar in Zell bezogen werden.

Parallel zum Unterhaltungsabend im Schwingerdorf führt der Luzerner Kantonale Schwingerverband seine Feier zum 100. Geburtstag des LKSV durch. Die geladenen Gäste treffen sich um 17.30 Uhr beim Rathaus im Städtli Willisau. Um 18.00 Uhr findet in der Kirche ein Gedenkgottesdienst statt. Anschliessend verschiebt sich die Festgemeinde in die Aula der Kantonsschule. Nach einem Apéro startet die Jubiläumsfeier.

Der Samstag ist für die Familie reserviert
Am Samstag ist «Familie-Tag». Im Schwingerdorf und in der Arena gibt es verschiedene Attraktionen für den Nachwuchs. So werden ein Schnupperkurs im Schwingen und ein Steinstosswettkampf für Kinder angeboten. Zudem kann man hautnah erleben, wie Schwingerkränze und Schwinghosen hergestellt werden. Weitere Details findet man unter willisau2019.ch.

feldwaldwiesenblogger

Andi Imhof – Der grosse Routinier der Innerschweizer

Text: feldwaldwiesenblogger

Der Urner Schwinger und Nationalturner Andi Imhof wurde in Altdorf geboren, wuchs in Bürglen auf und wohnt jetzt in Attinghausen. Der Turnerschwinger wird am 22. November 35 Jahre jung und ist einer der grossen Routiniers der Innerschweizer. Sein Palmarès umfasst 68 Kränze (unter anderem drei Eidgenössische) sowie fünf Kranzfest- und acht Regionalfestsiege. Nebst den Erfolgen im Schwingsport kommen auch etliche im Nationalturnen dazu: Siege an Eidgenössischen Nationalturnfesten, Eidgenössischen Turnfesten und an Schweizer-Meisterschaften.

Der Attinghauser erlernte erst den Beruf als Metallbauer, später liess er sich zum Metallbau-Konstrukteur ausbilden. Andi arbeitet derzeit als Metallbau-Konstrukteur in einem Betrieb im Kanton Uri. Nebst dem Schwingsport fährt der grossgewachsene Athlet gern Velo und frönt im Winter dem Langlaufsport. Das Nationalturnen ist zudem eine grosse Leidenschaft des Mitglieds vom Schwingklub Bürglen.

Andi weist mit seinen 190 Zentimeter Grösse und einem Gewicht von 122 Kilogramm sehr gute Masse für den Schwingsport auf. Ihm wurden väterlicherseits Schwingergene in die Wiege gelegt, denn dieser hatte schon geschwungen. Zum Schwingsport kam Andi denn auch durch seinen Vater Markus Imhof. Als Achtjähriger begann er mit regelmässigem Training, und blieb dem Schwingsport bis heute treu.

Das Gespräch mit Andi fand letzte Woche in der Trainingshalle in Attinghausen statt, kurz bevor das Training der Urner begann.


Andi beim Gespräch in der Trainingshalle in Attinghausen
Bild: feldwaldwiesenblogger

Saisonbilanz von 2018
Andi sagt, dass es für ihn eine sehr erfolgreiche Saison war, und ist dementsprechend zufrieden. Zu seinen Highlights gehören der Sieg am Ob- und Nidwaldner Kantonalen, der Tagessieg am Urnerboden-Schwinget und die sechs Saison-Kränze. «An allen angetretenen Kranzfesten konnte ich den Kranz gewinnen», ergänzt der Metallbau-Konstrukteur.

Gesundheitszustand
«Ich bin gesund, kann trainieren und bin guten Mutes, dass der Fahrplan bis zum ESAF in Zug stimmt», erklärt Andi. Im vergangenen Winter hatte er Probleme an einer Schuler, was zur Folge hatte, dass er im Training etwas zurückstecken musste. «Das ist aber gut verheilt und ich kann wieder voll angreifen», führt der dreifache Eidgenosse weiter aus.

Der Trainingsaufwand für die neue Saison – grösser wegen dem ESAF?
Andi verneint und meint, dass dieser in den letzten Jahren mehr oder weniger gleichblieb. «Auf’s Eidgenössische hin macht man instinktiv etwas mehr, grundsätzlich habe ich aber an meinem Trainingsplan nichts geändert», erläutert der Familienvater. Andi’s Trainingsprogramm sieht momentan wöchentlich zwei Schwingtrainings, zwei Krafttrainings- und eine Nationalturn-Einheit vor. Während dem Winter war der Aufwand zeitweise etwas grösser, zum Trainingspensum kam zudem Langlauf als Konditionstraining hinzu.

Welches sind die bevorzugten Schwünge? Wurden im Winter neue ins Repertoire aufgenommen?
Aus dem Stand heraus sind dies der Gammen und der Kurz. Am Boden hat Andi mittlerweile den «Münger» in sein Repertoire aufgenommen, weiter gehört hin und wieder auch das «Päckli» dazu. Zu der Aufnahme von neuen Schwüngen meint der 190 Zentimeter grosse Schwinger: «Neue Schwünge sind keine hinzugekommen. Ich habe verschiedene Kombinationen im Köcher, an welchen ich im Winter gearbeitet habe. Ob diese während der Saison zur Anwendung gelangen, werden wir dann sehen.»


Andi feierte bisher fünf Kranzfest- und acht Regionalfestsiege
Bild: andiimhof.ch

Ziele für 2019?
Der vierte Eidgenössische Kranz ist das grosse Ziel von Andi und auf das hin arbeitet er konsequent. «Beim Nationalturnen ist der Höhepunkt das Eidgenössischen Turnfest, bei welchem ich meinen Titel verteidigen möchte. Das wird schwer werden, aber auch auf dieses Ziel hin werde ich arbeiten», ergänzt der erfolgreiche Nationalturner.

Saisonhighlights neben dem Eidgenössischen?
Nebst dem bereits erwähnten Eidgenössischen Turnfest gehört einerseits das Urner Kantonale in Bürglen dazu, welches von Andi’s Schwingklub durchgeführt wird und letztmals 2007 dort stattfand. Andererseits das Innerschweizerische, welches mit dem Austragungsort Flüelen ebenfalls auf Urner Boden stattfinden wird. «An das letzte Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest im Urnerland habe ich sehr gute Erinnerungen», schwelgt der ISAF-Sieger von 2015, welches damals in Seedorf über die Bühne ging.

Provokative Vermutung: «Du belegst in Zug am ESAF ein weiteres Mal einen Spitzenplatz und rettest einmal mehr die Ehre der Innerschweizer?»
Andi grinst, sagt aber ganz bestimmt: «Ich hoffe nicht, dass ich am Eidgenössischen die Ehre der Innerschweizer retten muss. Ich glaube, wir haben eine sehr starke Truppe beisammen. Ich bin zuversichtlich, dass wir dort etwas bewegen können. In Zug sind natürlich auch andere starke Verbände am Start. Ich hoffe und glaube aber, dass der Saisonverlauf zeigen wird, dass mit uns Innerschweizern zu rechnen ist.»

Wie bereitet Andi sich jeweils auf einen Gang vor?
Der fünffache Kranzfestsieger erklärt: «Die eigentliche Vorbereitung beginnt für mich, wenn ich aufgerufen werde. Man erfährt dann, welcher Gegner einem zugeteilt wird. Zu diesem mache ich mir Gedanken, und wie ich mit ihm schwingen kann. Teilweise ziehe ich eine Drittperson bei, welcher mehr über diesen Schwinger weiss als ich. Dann begebe ich mich Richtung Schwingplatz und schätze ab, wie lange es noch bis zum Gang geht. Je nach Wetter suche ich Schatten auf, oder kühle mich am Trog ab. Kurz bevor’s los geht, fokussiere ich mich so richtig auf den bevorstehenden Zweikampf, und baue die nötige Spannung auf.»


Andi konnte auch im Nationalturnen grosse Erfolge feiern, wie beispielweise am Eidgenössischen Nationalturntag 2017 in Eschenbach
Bild: andiimhof.ch

Wie bestreitet der Urner einen Gang, eher taktisch oder eher aus dem Bauch heraus?
Andi legt sich vor jedem Gang eine gewisse Taktik zurecht. Je nachdem, wer der Gegner ist, wird eine offensivere oder defensivere Schwingart gewählt. Anhand dieser Überlegungen möchte der Urner den Gang auch gestalten. «Aber es gibt manchmal auch Zweikämpfe, da spürt man bereits beim Zusammengreifen, dass die gewählte Taktik heute so nicht funktioniert. Dabei erfolgt eine individuelle Umstellung und ich höre auch auf mein Bauchgefühl. Es ist letztendlich eine Mischung aus Taktik und aus dem Bauch heraus», erläutert der Gammen-Spezialist.

Welches waren die bisher schönsten Erfolge?
Andi überlegt: «Das waren eigentlich sehr viele. Der erste Kranz war damals ein Riesenerfolg für mich, aber auch der Sieg am Urner Kantonalen in Flüelen oder die drei Eidgenössischen Kränze. Der Gewinn des ersten war am eindrücklichsten, auch weil er aus einem Spitzenrang resultierte. Weiter gehören ebenso die Topleistung an einem Unspunnen-Schwinget, der Innerschweizer Sieg und der Rigi-Sieg dazu. Das waren alles Riesenhighlights. Aber auch jeder Kranzgewinn hat seine Erfolgsgeschichte, und alle Erfolge sind gewissermassen Unikate.»

Was bedeutet Andi der Schwingsport?
Der Schwingsport ist für den 34-Jährigen eine Lebensschule, welche er absolviert hat. Die Aktivzeit neigt sich bei Andi langsam dem Ende entgegen, und es erfolgt der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt mit Vorstandstätigkeiten, was er bereits schon begonnen hat. «Das Schwingen hat mir sehr viel gegeben. Ich habe zudem viel investiert. Es ist etwas Grandioses. Auch die Kameradschaft untereinander, welche sich über die Jahre entwickelt hat, ist genial. Ich bin froh, dass ich diesen Weg so bestreiten durfte», schliesst Andi das Gespräch ab.

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DER SCHWINGERKÖNIG – Das offizielle Schwinger-Sammelalbum 2019 ist da!

Text und Bilder: Michèle Gut / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Passend zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug wurde nach 2010 und 2016 zum dritten Mal ein Schwinger-Sammelalbum lanciert. Das Heft beinhaltet 64 Seiten und umfasst 350 Stickerbilder zum Sammeln, Tauschen und Einkleben. In Stans, auf der Rigi und in Zug wurde beim Taufanlass der „Sammelspass 2019“ so richtig lanciert.


«Der Schwingerkönig» wird auch 2019 für Sammelspass sorgen!

Neben dem Altbekannten wie der Vorstellung der einzelnen Teilverbände mit seinen Athleten, vielen Detailinformationen zum Schwingsport und zum Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug, wird neu auch dem Nachwuchs mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die Jungen erhalten im neuen Heft ein eigenes Kapitel mit Impressionen und Porträts vom Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag 2018 in Landquart. Somit ist das Sammelalbum nicht nur ein Klebeheft, sondern vielmehr auch ein Nachschlagewerk und betreibt auch Werbung für potenziellen neuen Nachwuchs – denn der Schwingsport soll auch in 20, 50 oder 100 Jahren noch die Schweiz begeistern, wie er es jetzt macht.

Schwinger räumten Regale ein
Schwingerkönig Matthias Glarner, der im Sammelalbum auch das Editorial verfasste, kam die Ehre zu, die ersten Sammelalben und Bilderboxen im Guetli Shop in Stans in die Regale zu stellen. Ihm zur Unterstützung standen mit Benji von Ah und Roger Rychen zwei aktive Schwinger zur Seite, sowie mit Harry Knüsel der einzige Schwingerkönig, welchen die Innerschweiz je stellte. Das Quartett machte nicht nur die erste Belieferung für den Verkauf, sondern genoss sichtlich auch das Einkleben ihrer eigenen Bilder im Sammelalbum.

Zwei Könige besuchen die Königin der Berge
Nach dem Einräumen der Regale beim Guetli Shop in Stans machte man sich auf den Weg via Beckenried (Schiff) und Vitznau (Bahn) auf die Rigi, die Königin der Berge. Und natürlich rückten auf der Königin der Berge die beiden Schwingerkönige Matthias Glarner und Harry Knüsel ins Zentrum. Ob das Sammelalbum auch schon zu seiner Aktivzeit in den 80er- und 90er-Jahren auf solch grosses Interesse gestossen wäre, konnte Knüsel zwar nicht sagen. Aber: «Die Ausgabe 2019 ist sehr gelungen. Den Machern ist ein grosses Kompliment auszusprechen.» Auch Matthias Glarner zeigte sich von den Inhalten überzeugt.


Die beiden Schwingerkönige Harry Knüsel (links) und Matthias Glarner im Gespräch auf der Rigi

Treffen in Zug
Der Abschluss der Feierlichkeiten vor dem ersten Verkaufstag wurden in Zug auf dem Festgelände vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vorgenommen. Matthias Glarner, Titelverteidiger in Zug, traf auf dem Schwingplatz auf Marcel Bieri. Bieri ist einer der grössten Hoffnungsträger aus dem Kanton Zug und natürlich auch ein Bestandteil im Sammelalbum. Auch der Zuger Marcel Bieri durfte auf jenem Platz, bei dem in 130 Tagen die begehrten Kränze am Eidgenössischen Schwingfest vergeben werden, ein Sammelalbum mit seinem eigenen Bild entgegennehmen.

Verkaufsstart am 18. April
Ab dem 18. April steht das Schwinger-Sammelalbum in den Verkaufsregalen von Avec, Landi, Lekkerland, Migros, Press & Books, Top Shop, Transgourmet / Prodega / Growa, Valora KKiosk, Volg, Webstar sowie im freien Handel.
Onlinebestellungen laufen über www.schlussgangshop.ch oder www.derschwingerkoenig.ch. Fehlende Bilder (max. 20 Stück) können ebenfalls unter www.schlussgangshop.ch nachbestellt werden.

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Vorschau: Jungschwingertag und Abendschwinget Küssnacht (27. April)

Text und Bilder: Andrea Herger / Bearbeitung: feldwaldwiesenblogger

Am Samstag, 27. April findet in Küssnacht am Rigi SZ auf dem Sportplatz Ebnet der Jungschwingertag und Abendschwinget statt. Nebst dem kostenlosen Eintritt wird den Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit der Möglichkeit, den Schwingsport hautnah und in einer familiären Atmosphäre zu geniessen.


Mit einem schön gestalteten Plakat wird auf den Jungschwingertag und Abendschwinget Küssnacht aufmerksam gemacht

09.00 Uhr: Beginn des Jungschwinger-Wettkampfes
Während die Jungschwinger ihren Wettkampf um 09.00 Uhr starten, greifen die Aktivschwinger, mit Gästen aus dem Fricktal und dem Zürcher Oberland, ab 16.30 Uhr zum ersten Gang zusammen. Zusätzlich findet ab 15.00 Uhr ein Volkssteinstossen mit Frauenkategorie statt, bei dem Alle zum Mitmachen eingeladen sind. Mit einer effizienten Festwirtschaft ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.


Rind Nessel mit den Spendern Urs Rickenbach sowie Nadia Studer vom Restaurant Winkelried, Züchter Ruedi Stettler und OK Präsident Cornel Suter (von links nach rechts)

Wer gewinnt das trächtige Rind Nessel?
Den Höhepunkt des Tages bildet der Schlussgang der Aktivschwinger um 21.00 Uhr, wo die beiden tagesbesten Schwinger die Nachfolge des Siegers von 2018, Christian Schuler, unter sich ausmachen.
Im Gabentempel wartet das trächtige Rind Nessel von den Züchtern Ruedi und Remo Stettler (Meierskappel SZ). Dank der grosszügigen Spende von Nadia Studer und Urs Rickenbach zum 5-jährigen Jubiläum vom Restaurant Winkelried (Küssnacht am Rigi SZ) kann Rind Nessel dem Sieger übergeben werden kann.

Der Schwingklub Küssnacht bedankt sich bereits heute bei allen Helfern, Gönnern und Sponsoren für die Unterstützung und heisst alle Besucher herzlich willkommen.

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