Vorschlag zum Unwort des Jahres 2008: Boni!

Ja, das meine ich ernst. Das Wort Boni schlage ich zum Unwort des Jahres 2008 vor.

Es liegt ja wohl auf der Hand, dies zu tun. Denn früher dachte ich (Naivling) mal, dass ein Bonus (Mehrzahl Boni) dann ausbezahlt wird, wenn jemand eine besondere Leistung erbracht hat.

Aber heutzutage werden diese Boni’s praktisch jedem Bank- und Topmanager in seinen Mega-Lohn integriert, auch wenn er Millionen verlocht hat (oder gerade deshalb?). Das hat dann in meinen Augen nichts mehr mit einer Belohnung zu tun.

Neugierigen und fragenden Kindern muss man deshalb eine neue Erklärung geben: „Dein Bonus wird dir gegeben, wenn du jrgend etwas besonders schlecht gemacht hast. Dies gilt vor allem für Banker und Topmanager, welche unser Geld in den Sand setzen. Dieses Geld ist dann für allezeit weg. Dabei handelt es sich nicht nur um ein paar Tausend Franken, sondern um x-Milliarden Franken.
Alle anderen erhalten sowieso keine Bonis. Wieso weiss ich auch nicht.“

Boni, das neue Unwort des Jahres, erweckt bei mir und ganz sicher auch bei sehr vielen anderen Zeitgenossen Ärger und Verdruss. In vergangenen Jahren gab’s Unwörter wie Herdprämie, Freiwillige Ausreise, Entlassungsproduktivität, Humankapital etc. Nachzulesen unter folgendem Link. Aber keines dieser Wörter brachte mich auf die Palme. Das von mir vorgeschlagene „Boni“ tut nur schon beim Aussprechen weh.
Für mich ist es schon jetzt das Unwort des Jahres!

feldwaldwiesenblogger