Bundesrat Merz in geheimer Mission bei Gaddafi und Co.

Also da platzt einem ja schon der Kragen! Da machte unser guter Bundespräsident letzten Donnerstag den Bückling bei einem Verbrecher. Dafür habe ich einfach kein Verständnis, und dabei kommen mir einfach gewisse Zweifel und Fragen:
Was ist denn noch alles an dieser Hannibal „Lecter“ Gaddafi-Geschichte dran?
Wovor fürchtet sich Merz?
Was weiss er (was andere nicht wissen)?
Dem Vernehmen nach waren nicht mal seine Bundesratskollegen bis ins letzte Detail seiner Libyen-Reise eingeweiht. Denn laut Aussagen einiger seiner Ratskollegen gibt’s da noch gehörigen Gesprächsbedarf. Zudem müssen die Genfer wieder besänftigt werden.

Zurück aber zu meinen Fragen: Hat Gaddafi tatsächlich etwas gegen die Schweiz in der Hand? Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ausser blöden Sprüchen und idiotischen Aussagen („Die Schweiz unter den Nachbarstaaten aufteilen“ oder „Die Schweiz mit einer Atombombe ausradieren“) habe ich nach dem besagten Vorfall noch nichts Vernünftiges aus diesem Ecken der Erde gehört.
Sollte es um libysches Öl gehen, dann können wir getrost auf das vom Gaddafi-Land stammende Tamoil-Benzin verzichten. Andere Länder und Firmen würden wohl sofort bereit stehen, um uns vor einem möglichen Engpass zu bewahren. Das kann es also auch nicht sein.

Sind es wirklich nur die rein humanitären Gründe? Denn der libysche Staatspräsident hat seit der Sohnemann-Verhaftung, die im übrigen völlig berechtigt war, zwei Schweizer als Geiseln genommen. Einfach nur erbärmlich! Wenn es also um die Freilassung dieser beiden Geiseln geht (die noch nicht frei sind), dann, ja dann muss man Merz’s Reise hoch einschätzen. Somit hätte unser diesjähriger Bundespräsident ganz selbstlos gehandelt. Mit dem Wissen, dass er sich nach der Rückkehr in die Schweiz nur Probleme einhandelt. Eigentlich lobenswert!?!

Liege ich mit meinen Überlegungen richtig, oder gab’s noch andere Gründe für diese heikle „Mission Impossible“? Denn so ein Schurke von einem Staatspräsidenten verdient es nie und nimmer, dass ein Schweizer Bundespräsident sich höchst persönlich in seinem Land entschuldigen geht. Der gute Mann war noch so unverschämt und war bei der Entschuldigung von Merz nicht mal anwesend. Fraglich ist zudem auch, ob der Wisch, denn da Bundesrat Merz unterschrieben hat, auch einen Deut wert ist.

Ich hoffe einfach, dass die beiden Geiseln möglichst rasch frei kommen und aus dem libyschen Ecken keine dummen Sprüche mehr kommen. Denn diese Sprüche stehen dem Gaddafi-Clan wirklich nicht gut an.

feldwaldwiesenblogger