Martin Horats Wetterprognosen vom Mond oder vom Computer, oder von beidem?

Aus dem gestrigen Bote der Urschweiz vernahm man, dass Wettermissionar Martin Horat zum 12. Mal Wetterkönig der Muotathaler Wetterfrösche geworden ist. Seine Wetterprognosen vom „Hampeissi-Haufen“ waren also nicht nur originell, sondern auch noch sehr zu treffend.

Man fragt sich also nun ernsthaft, wieso so ein „Haufen“ auf dem Leutschenbach-Dach (immer noch) fehlt. Die Wetterprognosen der vermeintlichen Profis um Bucheli würden so doch noch viel präziser…
Ob da die zierlichen Wetternixen aber auch wirklich drauf sitzen würden, steht auf dem Mond geschrieben.

A propos Mond: Da will Horat nun hin, jedenfalls fast. Denn er hatte am Freitagabend eine Überraschung parat.

Statt sich in Zukunft auf seine geliebten „Hampeissi-Häufen“ zu setzen, und dabei seine Prophezeiungen aus dem Gekrabbel der Tiere zu entnehmen, setzt er nun auf den Mond. Wie er das aber bewerkstelligen will, ist mir zu Stunde noch nicht klar. Ob er eine Reise dorthin antreten wird, den Mond anheulen möchte oder gar zum Vollmond schlafwandeln will, steht noch in den Sternen, resp. hinter dem Mond.

Dass er aber in Zukunft auf modernere Technologien setzen will, belegt das gestrige Titelbild des „Boten“.

Der Schlingel hat dabei bereits schon die entsprechenden Seiten im Internet gefunden. Kein Wunder prognostiziert er zu solch „luftigen“ Bildern einen heissen Juli mit Bikini und Sonnencreme. Wo aber kommt da der Mond ins Spiel?
Meine Vermutung: Das Schlitzohr Horat erwähnte den Mond, meinte aber wahrscheinlich das kleine Äpfelchen unten am Computer-Bildschirm. Wenn ich also nun eins und eins zusammenzähle, ergibt sich da eine ganz neue Ausgangslage.

Ich prophezeie nun folgendes: Der Wettermissionar aus dem Rothenthurm bedient sich in Zukunft eines modernen „Apple-Computers“ und tarnt dies wohlweislich als „Mond-Prognosen“. Clever, clever, Martin. Ich habe dich aber bereits schon durchschaut…

Wenn dem nun aber so ist, dass Horat der erste „Computer-Freak“ der Muotathaler Wetterfrösche ist, dann könnte er mir doch (endlich) mal auf meine Blog-Interview-Fragen Antworten zustellen, nicht wahr. Martin, ich habe dir hier gleich nochmal meine Email-Adresse: feld-wald-und-wiesenblog@bluewin.ch

Mal schauen, wie schnell das geht. Zudem bin ich auf seine Antworten jetzt schon sehr gespannt.
Desweiteren darf man sich auf seine zukünftigen „Mond-Prognosen“ freuen!

feldwaldwiesenblogger

Weltwoche: „Hurra, wir geben auf“. Was denn eigentlich?

Erst liess die Weltwoche ein vermeintliches Roma-Kind, welches keines ist, auf uns schiessen.

Nun beerdigen sie auf der Fronseite der neusten Weltwoche gleich die Schweiz.

Der Titel „Hurra, wir geben auf“, lässt erahnen, was Philipp Gut darüber schreibt. Das Steuerabkommen der Schweiz mit Deutschland schlägt hüben und drüben Riesen-Wellen. Drüben hockt Peer Steinbrück („Schicken Sie jetzt die Kavallerie?“), dessen SPD das Abkommen zu wenig weit geht.
Mit Hüben ist die Weltwoche und ihre Spezis, die SVP, gemeint. Denen geht das ganze Ding zu weit.
Wobei: Dieses Ding besteht und bestand mitunter aus Schwarzgeld und unversteuerten Geldern aus den dubiosesten Quellen. Den unversteuerten Geldern aus allen möglichen Herren Ländern gewähren wir „Asyl“, ohne mit der Wimper zu zucken. Flüchtlingen hingegen nicht unbedingt… Aber das ist wieder eine andere Geschichte!

Die Weltwoche stört sich ungemein daran, dass die Schweiz ihr Bankgeheimnis nun scheibchenweise preis gibt. Ich glaube, wir sind langsam beim letzten Wurstzipfelchen dieses eidgenössischen Geheimnisses angelangt…

Zugegeben, ich bin absolut kein Finanzgenie, und bin jeweils schon froh, wenn ich die jährliche Steuererklärung unbeschadet hinter mich bringen kann.
Aber: Uns einfachen Bürgern ist es auch nicht erlaubt, Schwarzgeld zu horten und vor dem Fiskus zu verstecken. Wieso also dürfen dies Ausländer hier tun? Das habe ich noch nie so richtig kapiert.
In meinen Augen ist der Bundesrat endlich dabei, diesen Versäumnissen mit Steuerabkommen nachzukommen. Dies tat er aber erst auf riesigen Druck von Seiten der EU und der USA.
Gewisse Kreise sehen dies aber nun so quasi als Kriegserklärung gegenüber der Schweiz. Unser allerletztes Reduit, das Bankgeheimnis, steht auf dem Spiel.

Der Weltwoche-Klöppel Roger würde nun sagen: „Um was gads?“ Ich glaube, dass ist denen auch nicht so ganz klar. Oder doch, und sie wollen es nicht gerne zugeben?
Es geht nur um Geld. Viel Geld. Denn der Finanzplatz Schweiz verdankt sein Reichtum und Wohlstand unter anderem auch den vielen unversteuerten Vermögen, die hier gehortet werden (dürfen).
Mit dem soll aber nun Schluss sein. Eine sogenannte Weissgeldstrategie wird nun eingeführt, um unseren Finanzplatz zu säubern. Dubiose Gelder müssen also erst einer Weisswäsche unterzogen werden, bevor sie bei uns aufgenommen werden…

Ob das zu einem riesigen „Geldabfluss“ in ein anderes Steuerparadies führen wird, muss sich erst noch zeigen. Ob dabei etwas von unserem Wohlstand und Reichtum drauf gehen wird, auch. Wenn dem so wäre, müsste man ehrlicherweise schon zugestehen, dass wir (Besser gesagt: die Banken und unser System!) uns denn halt auch „ergaunert“ haben.

Zurück zum Weltwoche-Cover: Wir geben nicht auf! Hingegen geben wir ein Stück weit etwas auf, auf dass man nicht unbedingt stolz sein kann. Ein antiquiertes Bankgeheimnis, mit welchem nicht nur Deutsche ihr Geld vor dem Fiskus versteckten. Sondern auch Diktatoren, welche ihre Vermögen hier deponierten, und ihre Völker hungern und umbringen liessen.
Ich bin überzeugt, dass nun etwas installiert werden kann, dass einerseits sauber ist, andererseits aber auch dem Finanzplatz Schweiz nicht schaden wird. Im Gegenteil.

Die Weltwoche sollte sich was schämen, dagegen anzuschreiben, dabei die Schweiz zu diskreditieren und uns als Duckmäuser-Nation hinzustellen.
Soll sich unser Finanzplatz weiterhin illegal verhalten, und den Zorn der umliegenden Staaten auf sich ziehen? Die wollen sich schliesslich auch nur das holen, was ihnen zusteht.
Es wird sich zeigen, ob die Schweiz mit diesen Abkommen genug weit geht.

Dass dabei Peer Steinbrück eine unglückliche Figur abgibt, hat wohl mehr mit innerdeutscher Politik zu tun. Laut schreiend und trompetend fordert er auch den letzten Wurstzipfel. Den herzugeben ist aber im jetzigen Moment schlicht nicht nötig.
Er möchte halt unbedingt mal Kanzler werden, der Kavallerie-Kommandant.

feldwaldwiesenblogger

Über’s Ziel hinaus geschossen! Trotzdem …

Ok, ich gebe es zu: Ich habe mit meinem letzten Blog-Beitrag „Die Gemeinderatswahlen im Muotathal werden durch einen unabhängigen Wahlvorschlag demokratischer und zugleich auch menschlicher“ über’s Ziel hinaus geschossen.

Fussballgott’s Kommentar und ein Telefonat mit einem anderen Kollegen zeigten mir deutlich, dass ich erstens zu wenig informiert war, und zweitens die Sachlage falsch einschätzte.
Ich bin halt kein Topjournalist wie beispielsweise Urs Paul Engeler („Weltwoche“), und habe auch keine Zeit, umfassende Recherchen anzustellen. Ich habe ja schliesslich noch einen Job, und kann nicht die ganze Woche lang an einer „brennenden Story“ wie Herr Engeler rumbasteln.
Ich bin „nur“ Blogger, und mache dabei auch Fehler. Dazu stehe ich.

Zwei Fakten überlegte ich mir übers Wochenende, bei zwei längeren Autofahrten.
1. Anonyme Flugblätter in den Umlauf bringen, und dazu noch zu einer Abwahl aufrufen,
zeugt nicht von demokratischem Verständnis.
2. Der Gemeinderat entscheidet, wie der Bundesrat, im Gremium. Der Baupräsident ist
nicht alleine verantwortlich für das Debakel mit dem Nachtragskredit. Wenn schon dann
schon müsste der ganze Gemeinderat hin stehen, und gemachte Fehler ausbügeln.

Fakt ist, dass der Bau einer neuen Kirchenbrücke damals vom Stimmvolk angenommen wurde. Fakt ist nun auch, dass scheinbar die Pfählungen an den Brückenseiten vom Architekturbüro vergessen gingen. Peinlich, peinlich…
Der Gemeinderat von Muotathal wollte darauf die Mehrkosten dem Architekturbüro übertragen, welche die aber ablehnten.

Nun: Fehler haben da wohl beide Seiten gemacht. Einerseits das Architekturbüro, welches schlampig gearbeitet hat. Andererseits der blauäugige Gemeinderat, welcher es versäumte, sich gegen Unvorhergesehenes abzusichern. Wie beispielsweise gegen Fehler von dem besagten Architekturbüro oder den Baufirmen, welche grössere Kosten verursachen könnten. Da hätte in meinen Augen eine Versicherung abgeschlossen werden sollen.

Man kann’s jetzt drehen und wenden, wie man will: Die Brücke steht nun, und Fehler wurden dabei auch gemacht. Das ist nur menschlich!
Bezahlen müssen wir jetzt schliesslich gemeinsam, denn der Gemeinderat wurde von uns Bürgern gewählt. Ich schätze deren Arbeit sonst sehr, und bin jedem einzelnen davon dankbar, dass er sich die Zeit nimmt, ehrenamtlich so ein zeitintensives Mandat auszuführen.

Ich meinerseits gebe Fehler zu (ungenügende Recherche für meinen letzten Blogeintrag), würde mich aber auch freuen, dass der Gemeinderat zu seinen Versäumnissen stehen würde (vergessener Versicherungsabschluss). Vom Architekturbüro rede ich schon gar nicht: Das wären eigentlich, im Gegensatz zu mir und dem Gemeinderat, Profis. In diesem Fall haben sie aber agiert wie dämliche Anfänger. Solche Firmen würden aber wohl nie zu Fehlern stehen. Wahrscheinlich erst vor Gericht…

Noch ein Wort zum Baupräsidenten: In meinen Augen müsste der Gemeinderat weitere Konsequenzen ziehen, und nach den Gemeinderats-Wahlen von Ende April eine kleine Departements-Rochade vornehmen. Ich kann nämlich nicht nachvollziehen, dass einer der grössten Bauunternehmer im Thal zugleich auch Baupräsident ist. Das ist denn wohl auch mit ein Grund, dass anonyme „Demokraten“ seine Abwahl fordern.
Da könnte der Gemeinderat gleich noch einen Fehler ausbügeln.

Ich bügle meine Fehler nämlich mit diesem Blogeintrag auch gleich aus, und möchte zudem den betroffenen Parteien auf meinem Blog eine Plattform bieten, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Ich darf, ohne jetzt überheblich zu wirken, behaupten, dass diese „Statements“ gelesen würden.
Mein Blog wird, laut entsprechender Statistik, nach nun gut viereinhalb Jahren rege gelesen. So kann ich daraus ersehen, dass mein Geschreibsel täglich durchschnittlich mehr als 400 Besucher lesen. Dafür auch mal Besten Dank!

Im Übrigen möchte ich mich entschuldigen, wenn ich in meinem letzten Blogeintrag den einen oder anderen verletzt haben sollte.

feldwaldwiesenblogger

Die Gemeinderatswahlen im Muotathal werden durch einen unabhängigen Wahlvorschlag demokratischer und zugleich auch menschlicher

Diese Woche flatterte folgendes Statement samt Wahlvorschlag in die Muotathaler Haushalte:

Wie ich ja unlängst in einem Blog-Beitrag („Das Wesen der Muotathaler“) berichtete, hat sich aus dem trotzigen Volks-Nein zum „Zusatzkredit Kirchenbrücke“ nun ein Lösungsvorschlag herauskristallisiert.

Ich selber habe damals vorgeschlagen, dass die „zu hohe Kosten-verursachenden Kräfte“ einen Beitrag zur Zusatzfinanzierung beitragen sollen: Mit einer Sammelaktion, einem Benefiz-Konzert oder einem Heimatabend. Meine, zugegeben etwas „lustigen“ Vorschläge, blieben ungehört, wie vermutet.

Nun macht sich ein Komitee für einen unabhängigen Gemeinderat auf, dagegen zu reagieren. Die Reaktion will nichts anderes, als den federführenden Gemeinderat loswerden. Namen nenne ich jetzt keine, denn ich will niemanden bloss stellen.

Diesem Komitee ist es ernst mit ihrem Anliegen, und sie wollen das „Übel“ gleich bei der Wurzel packen.

Als ich das gestern mitbekam, war ich doch einigermassen erstaunt. Erfreut nahm ich aber dann zur Kenntnis, dass das auch eine Form von direkter Demokratie ist. Jeder einzelne Bürger kann dabei seine Verantwortung wahr nehmen, und die ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen.

Anders als bei der leidigen Gemeinderats-Bekleidungs-Geschichte („Statt Gemeinderatsbekleidung gibt’s nun Hirthämli, oder doch das Adamskostüm?“),
geht’s diesmal wirklich um etwas Handfestes, und erst noch um viel Geld. Bei der Gemeinderats-Bekleidung ging’s um sage und schreibe 6500 Fränkli. Lächerlich, und eigentlich nicht der Rede wert, darüber zu berichten. Bei dem Zusatzkredit für die Kirchenbrücke hingegen geht’s um eine satte Summe von über 300‘000 Franken.
Solche Summen schenken ein, und darüber darf und muss man sich Gedanken machen.

Auch wenn’s mir jetzt nicht um den Kopf eines Einzelnen geht, so bin ich doch stolz über unsere Bürger und ihre Initiative.

Es geht diesmal wirklich um eine wichtige Sache, und um einen konkreten Lösungsvorschlag. Denn beim Durchlesen des Eingangs präsentierten Statements habe ich sofort gespürt, dass das gut überlegt und absolut kein Schnellschuss ist.

Fehler passieren überall, denn das ist menschlich. Es ist aber auch menschlich, und zugleich demokratisch, Fehler zu korrigieren und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
So würde ich behaupten, dass unsere Gemeinderatswahlen durch den unabhängigen Wahlvorschlag demokratischer und zugleich auch menschlicher werden.

Ich bin nun auch überzeugt, dass damit dem Zusatz-Kredit für die Kirchenbrücke nichts mehr im Wege stehen wird. Denn wie das Komitee schreibt, haben wir als Steuerzahler die finanziellen Kosten dieser schlechten Planung trotzdem voll und ganz zu tragen. Was bleibt uns auch anderes übrig?

Das Komitee handelte in meinen Augen wohl nach dem Motto: Wenn wir schon bezahlen müssen, dürfen wir wohl auch noch ein Wörtchen mitreden. Da bin ich der gleichen Meinung.

Ich jedenfalls werde diesen Wahlvorschlag für einen unabhängigen Gemeinderat unverändert in die Urne werfen.


Usum Chäs-Chessi:

Gestern habe ich von einem Muotathaler Nicht-Wetterfrosch bereits eine Sommerprognose erhalten. Diese Prognose besagt: Der Sommer wird so, wie der Karfreitag war.

Hoppla, das Wetter im Muotathal und auch in der übrigen Deutschweiz war am Karfreitag durchzogen, bedeckt und kühl. Das kann ja heiter werden für den Sommer…

Ich erwiderte ihm, dass ich am Karfreitag in St. Moritz skifahren war, und dabei schönes Wetter antraf. Er meinte dazu: „Dann musst du den Sommer in St. Moritz verbringen.“

feldwaldwiesenblogger

Bayern München auf dem Weg zum Vize-Triple?

Gestern ging’s mit dem Bayern München-Fanclub Zürich ans Gipfeltreffen in Dortmund.

Auf dem Weg dorthin fand man wegen einem Mega-Stau vor Karlsruhe plötzlich eine ländliche Idylle vor.

Gut 150 Kilometer vor Dortmund gab’s die Erleuchtung vom Himmel, für wen bloss?

Auf dem Weg zum Stadion liess Petrus die Wolken aufreissen, und die Sonne durchscheinen. Eine wunderbare Stimmung für den bevorstehenden Knüller!

Im Signal Iduna Park (früher Westfalenstadion) traf man viele begeisterte Anhänger von Bayern München an.
Ich würde jetzt mal sagen: Der BVB-Tempel ist hinter der Allianz-Arena das zweitschönste Fussballstadion in Deutschland…

Natürlich war der Schreibende auch von der gelb-schwarzen Südkurve des BVB beeindruckt. In Sachen Stimmung war der Bayern-Anhang allerdings nicht viel leiser…

Das Spiel im vollbesetzten Stadion war nicht hochklassig, aber sehr intensiv und emotional. Die Gastgeber spielten kompakt, defensiv solide und waren immer sehr gut organisiert. Die Münchner erspielten sich wie (fast) immer mehr Ballbesitz, kamen aber kaum zu Chancen. Stattdessen tauchten die Dortmunder dann und wann brandgefährlich vor dem Münchner Tor auf, und zeigten einmal mehr ihre Abschlussschwäche.

Die erste Halbzeit war aus Münchner Sicht schwach. Da musste in Halbzeit zwei mehr kommen.
Das tat es allerdings vorerst nicht. Der Münchner Anhang trieb ihre Lieblinge lautstark an, und so hatten die Bayern zwischen der 60igsten und 75igsten Minute ihre stärkste Phase. Ein Tor wollte aber nicht fallen, und so kam es wie es kommen musste: Die Dortmunder schossen in der 75. Minute durch Robert Lewandowski das 1:0. Die Münchner knickten jedoch nicht ein, und das Spiel erhielt zusätzlich eine Dramaturgie, mit Arjen Robben als Hauptdarsteller.
Erst hob Robben beim Dortmunder Treffer das Offside auf, in der 85. Minute verschoss er einen schwach getretenen Elfer und in der 88. Minute traf er aus drei Metern das Tor nicht.

Trotz Hochspannung bis am Schluss, mussten die Münchner nun mit einem sechs Punkte Rückstand auf den BVB vom Feld.

Etwas geknickt und enttäuscht ging’s zum Auto, und wieder retour in die Schweiz. Die Enttäuschung war verständlicherweise gross, wurde aber mit Fassung getragen.
Dieser „harte“ Fan trug nicht nur die Fassung, sondern gleich seine Lieblingsmannschaft auf den Armen.

Jedenfalls kam auf der Heimfahrt bald wieder ein wenig Humor auf. Jemand von unserem Fanclub meinte: „Dann holen wir halt das Vize-Triple!“
Tatsächlich, das hätten die Münchner nämlich schon fast in der Tasche. Wenn die ChampionsLeague-Final-Teilnahme in trockenen Tüchern ist, und der zweite Rang in der Meisterschaft rein rechnerisch gegeben ist, dann haben wir mindestens das „Vize-Triple“. Denn das DFB-Finale wurde ja schon erreicht.

feldwaldwiesenblogger

Elf Fragen an Schwingerkönig Kilian Wenger

Wieder mal schickte ich elf Fragen los. Diesmal an keinen geringeren als den aktuellen Schwingerkönig, Kilian Wenger. Die Idee dazu kam mir kürzlich, als ich in meinem Blog die Teilnahme von Wenger am Jubiläumsschwingfest des Schwingklubs Muotathal ankündigte.
Eine kleine Notiz am Rande: Ich war mit meiner Ankündigung ein paar Tage schneller als der „Bote der Urschweiz“.

Wie immer, fragte ich höflich nach, und stellte mich zuerst vor. Ich schrieb Kilian Wenger, dass ich gerne „hemdsärmlig“ und mit einem Zwinkern in den Augen schreibe. Weiter erklärte ich ihm, dass ich die Sache aber durchaus ernst nehme, immer mit einem bisschen „Muotathaler Schalk“ versehen.

Mit sichtlichem Stolz nahm ich gestern zur Kenntnis, dass sich Kilian Wenger die Zeit nahm, mir auf meine Fragen Antworten zu geben. Wohl wissend, dass ein Schwingerkönig ein vielbeschäftigter Mann mit vielen Terminen ist.

Überhaupt: Ich habe schon öfters übers Schwingen berichtet, auch kritisch. So brachte ich mal einen Blog-Beitrag mit dem Titel „Schwingerkönige gehören nicht in die Sendung glanz&gloria“. Dazu stehe ich heute noch. Zudem sehe ich beim Thema „Jörg Abderhalden“ immer noch „orange bis rot“. Das sind aber dann schon alle Kritikpunkte betreffs Schwingen, jedenfalls zur Zeit.

Mit dem Schwingsport bin ich auch via Internet verbunden. So haben sich der Schlussgangfilmer Jakob Niederberger und ich gegenseitig verlinkt, und wir sind auch facebook-Freunde. Dank ihm bin ich schwingtechnisch immer „up-to-date“. Weiter zählen auch einige Schwinger zu meinen facebook-Freunden, und ich erfahre so Interessantes aus erster Hand.

Vor dem heutigen Interview-Partner Kilian Wenger habe ich den grössten Respekt, und achte ihn als einen fairen und symphatischen Schwinger, der sein Herz am rechten Fleck hat. Für mich ist er eigentlich nicht nur Schwingerkönig, sondern auch ein Botschafter des Schwingsportes.

Die Freude im Muotathal ist deshalb gross, dass uns der Schwingerkönig persönlich am Jubiläumsanlass beehren wird. Der jubilierende Schwingklub Muotathal wird heuer 75 Jahre jung, und feiert dies am Sonntag, 22. April, mit einem toll besetzten Teilnehmerfeld. feldwaldwiesenblogger lässt sich diesen schwingerischen Leckerbissen natürlich nicht entgehen, und hat sich diesen Termin bereits fett in der Agenda angestrichen.

Ich selber bin mehr Fan als Schwingexperte. Diese sind als Aktive oder Funktionäre in unserem Schwingklub zu finden. Als Passivmitglied des Schwingklub Muotathals kann ich aber berichten, dass mich der Schwingsport fasziniert und begeistert. Dabei verbindet sich Schweizer Urtümlichkeit mit Spitzensport. Die Tatsache, dass Schwingen auch ein Spitzensport ist, habe ich z.B. an meinem Arbeitsort in Luzern schon öfters richtig stellen müssen. Denn weniger Vertraute des Schwingsportes haben vielfach (noch) ein falsches Bild von dieser urtümlichen Sportart. Dabei sind die Topschwinger austrainierte Spitzensportler, wie Wenger.

Schwingerkönig Kilian Wenger befindet sich nun in Saison zwei nach dem Sieg am Eidgenössischen in Frauenfeld, wo er auf souveräne Art und Weise die Königskrone geholt hat. Bevor er nun in weniger als zwei Wochen zu einem weiteren Formtest ins Muotathal reist, stand er mir auf folgenden Zeilen Red und Antwort.

Frage 1:
Ich habe mitbekommen, dass du am Jubiläumsschwingfest des Schwingklubs Muotathal an den Start gehen wirst. Ich nehme an, dein Ziel ist, dort zu gewinnen?
Ich nehme Gang für Gang und werde versuchen in jedem Gang mein Bestes zu geben.

Frage 2:
Was bedeutet es für dich, im Muotathal am Jubiläumsschwingfest zu schwingen?
Ich freue mich als Gast an diesem Jubiläumsfest schwingen zu dürfen. Ich habe mich über die Einladung gefreut.

Frage 3:
Welcher Schwinger könnte dort dein grösster Kontrahent sein?
Der Innerschweizer Teilverband hat viele gute Schwinger, da kann grundsätzlich jeder Spitzenschwinger mir ein Bein stellen.

Frage 4:
Du bist stark in die Saison gestartet. Verlief die Saisonvorbereitung optimal?
Es handelt sich um 2 Hallenschwingfeste. Die beiden Erfolge freuen mich, dürfen aber nicht überbewertet werden, da wir uns immer noch in der Vorbereitung auf die Kranzfestsaison befinden. Aus meiner Sicht verläuft diese Vorbereitung plangemäss.

Frage 5:
Deine letzte Saison verlief eher durchzogen. War der Königtitel dabei mehr Bürde als Würde?
Ich bin mit der vergangenen Saison zufrieden. Die Belastung als Schwingerkönig habe ich dabei klar als Würde und nie als Bürde empfunden, dies obschon ich sehr viele Verpflichtungen neben Training, Schwingen und Ausbildung unter einen Hut zu bringen hatte.

Frage 6:
Hast du auf diese Saison hin Änderungen in deinem Training vorgenommen? Wenn ja welche?
Ich habe meine Trainings wie bis anhin gemacht und keine Änderungen vorgenommen.

Frage 7:
Wie gross ist ungefähr dein wöchentlicher Trainingsaufwand? Wie sieht der in groben Zügen aus?
Pro Woche 10-12h Aufwand. Schwingen, Kraft- und Ausdauertraining.

Frage 8:
Diese Saison gilt als Zwischensaison, da keine Anlässe mit eidgenössischem Charakter auf dem Pogramm stehen. Welcher Anlass wird dabei dein Höhepunkt sein?
Für mich ist in dieser Saison jedes Kranzfest ein neuer Höhepunkt.

Frage 9:
Was denkst du, welcher Verband stellt zur Zeit die stärksten Schwinger?
Jeder Teilverband verfügt über eine Anzahl Spitzenschwinger, und das Ganze ist sehr ausgeglichen.

Frage 10:
Denkst du diese Saison schon ein bisschen an die Titelverteidigung von nächstem Jahr?
Das ESAF in Burgdorf ist noch ziemlich weit entfernt. Ab und zu denkt man sicher daran, im Vordergrund steht aber jetzt die kommende Saison.

Frage 11:
Eine heikle Frage ist im Schwingsport die Werbung und das Marketing. Müsste sich der Schwingsport diesbezüglich modernere Rahmenbedingungen geben? Oder soll in deinen Augen alles so bleiben, wie es ist?
Die heutige Situation empfinde ich als gut, und ich denke, dass die Regelungen den Schwingern den nötigen Freiraum gewähren. Es braucht Regeln und die gilt es einzuhalten.

Ich bedanke mich bei Kilian Wenger für seine Zeit und seine interessanten Antworten, und wünsche ihm eine erfolgreiche und unfallfreie Saison. Zudem heisse ich ihn jetzt schon herzlich Willkommen im schönen Muotathal!

feldwaldwiesenblogger

Die Roma kommen: Anzeigen gegen die Weltwoche

„Pauschalverurteilung der Roma als Verbrecher“? Hä? Hat der österreichische Journalist Klaus Kamolz den Weltwoche-Beitrag nicht (richtig) gelesen, und nur das Titelbild betrachtet?
Darin geht’s überhaupt nicht um eine Pauschalverurteilung der Roma. Sauber recherchiert und inhaltlich den Ton überhaupt nicht verfehlend, wird auf einen eklatanten Missstand unserer Gesellschaft hingewiesen. Dass die Roma Raubzüge durch die Schweiz und andere europäische Staaten vornehmen, ist Fakt. Dass man darüber schreiben muss und darf, auch.

Denn die Weltwochen-Schreiberlinge Philipp Gut und Kari Kälin machten also (in meinen Augen) alles korrekt. Sie nannten diese Volksgruppe nicht Zigeuner, wie sie früher hierzulande gerne bezeichnet und besungen worden sind, und beschimpften sie auch nicht.
Was also stört den österreichischen Journalisten? Eine Pauschalverurteilung kann’s ja nun nicht sein. Oder möchte er auch mal bis auf die Unterhosen bestohlen werden, damit er die Realität sieht? Stört ihn nur das Titelbild?

Sehe er lieber so ein Titelbild?

Minderjährige Einbrecher vom Volksstamm der Roma überfallen die Schweiz:

Statt das Titelbild der aktuellen Weltwoche?

Wo ist da der Unterschied?
Dabei vergessen die „Weltwochen-Anzeiger“ ein wichtiger Punkt (oder wollen ihn wohl einfach vergessen?): Die Kinder oder Jugendlichen, welche für ihre Sippen die Einbrüche ausüben, sind auch Opfer. Die wahren Verbrecher sind die sogenannten Clan-Chefs, welche ihre Leute für Einbrüche, Prostitution, Enkeltrick-Betrügereien etc. benutzen. Diese Personen halten sich aber schön im Hintergrund auf, und können in den allermeisten Fällen nicht belangt werden.

Geht man noch einen Schritt weiter, dann müsste man diejenigen Länder belangen, in denen der Volksstamm der Roma leben: Rumänien, Bulgarien, Spanien, Ungarn, Slowakei etc. Wie die Weltwoche schreibt, ist in den meisten der erwähnten Länder die Lage der Roma prekär. Die schlechte Integration, Arbeit und Ausbildung dieser Menschen treibt sie zu einem Leben am Rande der Illegalität. Die Folge davon sind die erwähnten kriminellen Tätigkeiten.

Also: Die Weltwoche zeigt lediglich die gravierenden Probleme einer am Rande der Gesellschaft lebenden Volksgruppe auf. Es geht dabei weder um Diskriminierung noch um einen Verstoss gegen die Anti-Rassismus-Norm. Ich sehe das genau so, und gehe dabei noch einen Schritt weiter: Unsere degenerierte westliche Gesellschaft ist zu einem grossen Teil schuld an solchen Auswüchsen. Die Reichtümer und die Schätze dieser Erde sind leider so katastrophal und einseitig verteilt, dass ich mich dafür schäme. Der erwähnte Journalist und die anderen „Anzeiger“ sollen gefälligst die westliche Gesellschaft anzeigen und über diese Missstände berichten! Denn das sind die wahren Probleme unserer Gesellschaft.

Die Volksgruppe der Roma mit eigener Kultur und Sprache, welche mich eigentlich fasziniert, ist gezwungen, sich das zu holen, was ihr zustehen würde.


Usum Chäs-Chessi:

feldwaldwiesenblogger war, wie erwähnt, mit zwei Kollegen über Ostern in St. Moritz skifahren. Eigentlich ist das auch ein Privileg, dass ich in der Schweiz geboren worden bin, und mir das leisten kann. Das macht mich öfters nachdenklich…
Nun gut: Ich fuhr in den beiden Skigebieten „Corviglia“ und „Corvatsch“ Ski. Dabei war das Wetter gar nicht so übel. Man traf gute bis sehr gute Pistenverhältnisse an. Ganz oben sogar hochwinterliche Pisten.
Dabei liefen mir wieder einige schöne Sujets vor meine iPhone-Linse.

Der Bündner Steinbock auf dem Piz Nair (diesmal sagte er nichts!):

Sehr gute Pisten und eine herrliche Aussicht:

Die Band Radiokings, mit ehemaligen Mitgliedern von 10 cc, Glen Hughes, Krokus, Hang Loose, Vergeat/Storace, Jungle etc. Eine kleine musikalische Entdeckung, denn die Band spielte ausgezeichnet und ich wippte wieder mal mit meinen Skischuhen (Sölden lässt grüssen!):

feldwaldwiesenblogger