Mein überarbeitetes ESAF-Königsanwärter-Klassement

Mein letztes ESAF-Königsanwärter-Klassement stellte ich letzten Sonntag, 21. Juli, vor dem Berner Kantonalen in meinen Blog.


(Bildquelle: http://www.schlussgang.ch)

Nun, nach dem Berner Kantonalen und nach dem gestrigen Brünigschwinget bedarf das Klassement einer erneuten Anpassung.

ESAF-Köngisanwärter-Klassement, Stand 29.7.2013:
1a Matthias Sempach
1b Bruno Gisler
2. Kilian Wenger
3. Christian Stucki
4. Philipp Laimbacher
5. Arnold Forrer

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich Matthias Sempach auf 1a gehievt, Bruno Gisler auf 1b. Sempach zeigte gestern in der erneuerten Brünigarena mit sechs gewonnenen Gängen und einem Punktetotal von 59.50 einen Spitzenwettkampf. Zudem stand er vor Wochenfrist gegen Kilian Wenger im Schlussgang des Berner Kantonalen, welchen Sempach allerdings verlor.
Bruno Gisler habe ich aus dem Grund nicht von Platz 1 „weggeschossen“, weil er schlicht und einfach weder beim Berner Kantonalen noch auf dem Brünig antreten konnte.

Christian Stucki ist zwar für viele Schwingerfreunde, und wie man aus dem Bote der Urschweiz (regelmässige Schwingerinterviews aufs Eidgenössische hin) entnehmen kann, auch für einige Schwinger der Topfavorit in Burgdorf.
Ich persönlich sehe es gerade wegen seiner auf der Rigi eingehandelten Fussverletzung etwas differenzierter. Deswegen konnte er weder beim Berner Kantonalen Schwingfest noch beim Brünigschwinget antreten. Da Stucki deshalb wichtige Wettkampf-Praxis für Burgdorf fehlen könnte, verliert er bei meinem „Ranking“ einen Rang.

Schwingerkönig Kilian Wenger rutscht auf Kosten von Christian Stucki ein Rang nach vorne. Sein souveräner Sieg vor einer Woche beim Berner Kantonalschwinget in Niederscherli beeindruckte mich sehr, auch sein Schlussgangsieg gegen Verbandskollege Sempach.
Dennoch hinterliess er gestern auf dem Brünig nach seiner Niederlage gegen Marcel Mathis und dem gestellten Gang gegen Andreas Ulrich einen leicht getrübten Eindruck. Seine beiden Siege nach der Mathis-Niederlage reichten noch für den letzten Kranzrang.
Wenger ist für mich nicht der absolute Topfavorit. Aber Rang zwei in meinem Klassement ist doch auch was.

Die Rangierungen von Philipp Laimbacher und Arnold Forrer bleiben unverändert. Auch deshalb, weil beide an diesem Wochenende nicht im Einsatz standen.
Bei Forrer stand kein Fest an, und Laimbacher verzichtete wegen seiner beim Innerschweizerischen zugezogenen Schulterverletzung auf einen Start.
Ich als Innerschweizer hoffe einfach darauf, dass Philipp Laimbacher fit und gesund an den Start in Burgdorf gehen kann. Obwohl Harry Knüsel keinen Franken auf einen Innerschweizer König setzen würde (nachzulesen in der gestrigen Zentralschweiz am Sonntag), würde ich auf Philipp Laimbacher trotzdem ein kleines Taschengeld setzen.

A propos Harry Knüsel:

(Videoquelle: http://www.srf.ch)

Der bisher erste und einzige Schwingerkönig aus der Innerschweiz möchte in Zukunft nicht mehr alleine bei den ISV-Königstreffen sein.
Diesen Gefallen wird ihm wahrscheinlich in Burgdorf keiner machen können. Obwohl die Innerschweizer-Schwingerwelt nach dem Brünigschwinget wieder etwas besser aussieht. Die Kranzausbeute konnte glüchlicherweise im Vergleich zum Rigischwinget deutlich erhöht werden. So holten 9 Berner und auch 9 (!) ISV-Akteure das begehrte Brünig-Eichenlaub.

Aber der Schlussgang war wieder eine reine Berner Angelegenheit, was einmal mehr beweist wie stark der Verband und seine Athleten derzeit sind.

Martin Koch, dem Zweitplatzierten von gestern, könnte wahrscheinlich das gleiche Schicksal winken, wie Andi Imhof beim letzten Eidgenössichen. Imhof war beim ESAF in Frauenfeld nämlich der beste Innerschweizer. Ähnlich wie Imhof gelingt es momentan Koch, sich (fast) unbemerkt an die Tabellenspitze zu drängen. Aber leider nie ganz nach vorne. Martin Koch ist auch der jenige Innerschweizer Schwinger, der zuletzt sowohl am ISV-Fest in Emmen wie auch am Südwestschweizer Verbandsfest in Chézard-St-Martin im Schlussgang stand. Da er beide Male verlor, hat ihn wohl keiner so richtig auf der Rechnung für den Königstitel.

Noch ein paar Gedanken zum oben erwähnten Zeitungsinterview mit Harry Knüsel. Knüsel machte darin (unter anderem) folgende Aussagen:

Ob’s an der Fokussierung liegt, die scheinbar laut Harry Knüsel einigen ISV-Schwingern fehlt? Gut möglich, denn er weiss sicher von was er spricht.
Wenn dem so wäre, muss man sicher, wie Knüsel, auch keinen Franken auf einen Innerschweizer Königstitel setzen.
Harry Knüsel’s „Königs-Schelte“ pocht wohl darauf, dass die Spitzenschwinger seines Verbandes schon mit Siegen im eigenen Verbandsgebiet zufrieden sind, und sich dann anschliessend lieber an irgendwelchen „Events“ zeigen. Statt sich auf den wichtigsten Anlass im Jahr zu fokussieren und zu trainieren.
Wie beispielsweise Kilian Wenger, der von der „Weltwoche“ zu einer Stellungnahme angefragt wurde. Die Frage lautete: „Was ist heute eigentlich noch schweizerisch?“
Wenger’s Antwort war knapp, kurz und bündig:

Während andere ein längeres Statement von sich gaben, beschränkte sich Kilian Wenger auf die zwei wichtigen Worte: Unser Schwingsport.
Absolut stark! Denn Wenger vertrödelt wohl kaum viel Zeit mit anderem teils unsinnigem „Chabis“. Stattdessen trainiert er, und fokussiert sich aufs ESAF Burgdorf. Denn Kilian Wenger möchte, im Gegensatz zu gewissen anderen, (wieder) Schwingerkönig werden…

feldwaldwiesenblogger

Bayerns Verpflichtung von Guardiola birgt Risiken. Ich bin skeptisch…

Man sollte nicht nur Sport konsumieren, sondern auch selber ausführen. Dies tue ich in letzter Zeit wieder vermehrt, am liebsten einfach zu Fuss. Neben meinen Joggingeinheiten unter der Woche (etwa dreimal) laufe ich auch sonst gerne durch Gottes Natur.
So war ich gestern auf dem Kinzig Kulm (siehe Beitrag von gestern), und plante für heute eigentlich eine Wanderung vom Sahli auf die Glattalp. Auf der Glattalp hätte ich dann noch gerne den See umrundet, bevor’s bei Kollege W sicher einen Kaffee und etwas Kühles gegeben hätte.

Morgens um halb sechs erwachte ich bereits, und stellte fest, dass ich ziemlich schwere Beine von der Kinzig-Tour her hatte. Meine Wenigkeit kämpfte sich aus dem Bett, schlurfte zum Briefkasten und las die Zentralschweiz am Sonntag. Darin entdeckte ich unter anderem folgenden Artikel:

In diesem Artikel geht es nicht nur um die Vernachlässigung der Muskulatur, sondern generell um den Aufbau einer Grundfitness und Grundkondition.
Da kamen mir meine schweren Beine wieder in den Sinn. Ich dachte mir: Jetzt musst du dir „unten raus“ erst eine richtige Grundkondition antrainieren, bevor du gleich Samstag und Sonntag auf den Bergen rumkraxeln kannst. Denn mit dem regelmässigen Joggingtraining erlange ich keine Basiskondition für mehrstündige Wanderungen. Einstündige Jogging-Läufe reichen vermutlich für nicht viel mehr als gut zweistündige Wanderungen.

Deshalb stellte ich mein Sonntagsprogramm um, und plante eine leichtere Laufeinheit.
Nach dem Verzehr eines Müeslis ging es mit dem Auto Richtung Bisisthal, genauer gesagt zur Zwingsbrücke. Dort stellte ich mein Auto ab, und lief Richtung Sahli, die ich gut 90 Minuten später erreichte. Dabei fühlte ich mich gut und die Beine wurden leichter und leichter.
Beim runter laufen spürte ich die Beinmuskeln natürlich schon wieder, aber nie so stark wie gestern nach der Kinzig-Tour.

Was will ich damit sagen: Man sollte halt schon auf seinen Körper hören, und nicht nur mit dem „Grind“ durch die Wand respektive harte Leistungen anpeilen, welche der Körper nicht verträgt. Das werde ich in Zukunft gemäss obigem Zeitungsartikel auch beherzigen, und mir als Mittvierziger auch ein angepasstes und regelmässiges Ausdauer-Lauftraining verpassen. Zudem soll das Laufen, welches ich viel lieber tue als Velofahren, auch Freude bereiten.
Bei dem Ausdauertraining strebe ich eine Kondition an, mit der ich problemlos vier- bis fünfstündige Wanderungen absolvieren kann. Zudem kann es auch meinem „Übergewicht“ nicht schaden, dass gut und gerne 10 Kilo verlieren dürfte.

So, hoppla, jetzt bin ich aber noch gar nicht beim Thema zum heutigen Titel „Bayerns Verpflichtung von Guardiola birgt Risiken. Ich bin skeptisch…“ gelandet.
Denn mein morgendliches Lauftraining, welches ich mit guter Musik in den Ohren absolvierte – Scorpions, Gotthard, Dokken und The Winery Dogs (eine neue Band mit Mike Portnoy, Billy Sheehan und Richie Kotzen, absolut empfehlenswert!) – brachte mich richtig zum Schwärmen. Ausgelüfteter Kopf und fast keine schmerzenden Beine. Es müssen nicht immer Mammut-Touren sein: Wichtig ist doch, dass man sich in der Natur bewegt, und dabei Spass hat!

Pep Guardiola, Bayerns neuer „Übercoach“.
Kollegen von mir wissen, wie ich über die Verpflichtung von „Pep“ denke. Ich bin skeptisch und alles andere als euphorisch. Noch hat der Katalane keinen „richtigen“ Titel (der Uli Hoeness-Cup zählt ja wohl bloss als halber) mit den Bayern gewonnen. Der Hype um den „Superstar“ aus Spanien ist aber riesig. Und riesig ist wohl auch der Druck, der auf Guardiola lastet und lasten wird.
Die Übersaison 2012/13 mit Jupp Heynckes wird so schnell nicht erreicht werden. Ich lasse mich zwar gerne Lügen strafen, habe aber nicht unbedingt das beste Bauchgefühl beim Neustart mit Guardiola.
Schon die Verpflichtung von Klinsmann nach einer wirklich tollen 2006er-WM mit der deutschen Nationalelf war ein Risiko. Anderes Team, andere Philosophie(n). Ich ziehe deshalb Parallelen zwischen Klinsmann und Guardiola. Beide kommen und kamen von ganz anderen Welten, und trafen beim „FC Hollywood“ auf eine eigene und teils verschrobene Welt.
Klinsmann scheiterte beim Versuch, neuartige und teils fussballfremde Trainingsmethoden einzuführen. In München herrscht aber ganz einfach eine gewisse (zuweilen auch stolze) Grundphilosophie, welche kein Trainer der Welt über den Haufen schmeissen kann.
Ottmar Hitzfeld hat dies einst erkannt und war damit sehr erfolgreich in München. Diese Erkenntnis hatte auch Jupp Heynckes, und war damit noch erfolgreicher als unser Naticoach.

Pep strebt nun eine Art Tikki-Takka auf bayrisch an, also eine ganz andere Spielphilosophie als bisher. Wieso eigentlich? Die Bayern waren mit ihrer so typischen Spielweise sehr erfolgreich und könnten eigentlich ohne Probleme so weiter machen.
Stattdessen versucht der neue Trainer nun den Spielern eine grundsätzlich andere Spielweise aufzudrücken. Dies gelang den Bayern bei den bisherigen Testspielen ohne grössere Probleme. Kein Wunder: Denn die Gegner waren bis anhin eh keine richtigen Prüfsteine. Selbst die B- respektive C-11 von Barcelona beim besagten „Uli Hoeness-Cup“ vermochte die Bayern nicht vor ernsthafte Probleme zu stellen.
Man sah aber schon bei jenem Spiel, dass gewisse Spieler die grösste Mühe bekundeten, die Spielweise von Guardiola in die Tat umzusetzen. Da passierten von sonst stilsicheren Spielern Fehlpässe am Laufmeter. Zum Glück waren die Spanier wegen einigen gewichtigen Absenzen (noch) kein harter Brocken. Zudem befinden sich die Katalanen noch nicht so lange im Training für die neue Saison.

Der gestrige Supercup im Signal Iduna-Park zu Dortmund lieferte da doch bessere Erkenntnisse zum aktuellen Stand der „neuen“ Bayern. Und der ist in meinen Augen schon etwas besorgniserregend. Die Dortmunder praktizieren in etwa die gleiche Spielweise wie vergangene Saison, und waren gestern einfach in allen Belangen stärker.
Die Bayern hingegen hatten auf verschiedenen Positionen und bei verschiedenen Szenen die grösste Mühe.

So beobachtete ich den wirbligen Shaqiri, der in meinen Augen ein Lieblingsschüler von Pep sein wird oder schon ist. Der lern- und wissbegierige Schweizer machte aber bei einigen Szenen nicht die beste Figur. So schlug er Pässe in leere Räume, wo gar kein Bayernspieler stand, oder lief Laufwege, die schlicht nichts brachten. Dies sind Indizien dafür, dass Shaq ein williger Schüler ist, die Philosophie von Pep aber noch nicht begriffen hat.
So ging es auch anderen Bayernakteuren, welche teilweise auch so (hilflos) spielten wie Shaqiri. Das merkte man dem Spiel denn auch an: Die Dortmunder nutzten diese Unsicherheiten gnadenlos aus, und schossen den Bayern vier „Buden“ hinten rein.

Diejenigen Spieler, welche sich nicht gross um die neue Spielphilosophie scheren, machten eine ordentliche Partie. Allen voran Robben, welcher den Dortmund-Komplex endgültig abgelegt hat und die beiden Bayern-Tore gleich selber machte.
Zu diesen Spielern gehört sicher auch Franck Ribery, welcher gestern aber nicht eingesetzt wurde.

Es bleibt noch eine Woche (DFB-Cuprunde) respektive zwei Wochen (Meisterschaftsbeginn) Zeit bis zum eigentlichen Beginn der Saison. Auch sind noch einige Spieler nicht im Training oder Kader (Götze, Martinez). Die Bayern-Verantwortlichen dürfen sich (immer noch) über den Pep-Coup freuen und zurücklehnen.
Trotzdem, es stellen sich mir Fragen: Ist Pep Guardiola wirklich der richtige Trainer für die Bayern? Kann er seine Tikki-Takka-Philosophie in Bayern an den Mann bringen? Führt sein Rotationsprinzip („Es gibt keine Stammspieler mehr!“) nicht früher oder später zu einem grundlegenden Problem, nämlich: Dass es keine eingespielte Elf mehr gibt, welche in der Championsleague problemlos über die erste Runde kommen wird und dann selbst einen Achtelfinal überstehen kann?

Ich meine, für die meisten Gegner in der Bundesliga wird auch ein „Tikki-Takka“-übefordertes Bayern noch gut genug sein. Aber was ist mit Gegnern wie gestern Dortmund, aber auch Schalke und Leverkusen aus der Bundesliga? Und erst recht mit Gegnern wie Real Madrid, Manchester United, Chelsea, AC Milan oder ein wieder stärkeres Barcelona?

Die Verpflichtung von Pep Guardiola birgt ganz sicher Risiken. Er bewegt sich mit seiner Spielphilosohie, welche er den Bayern zurzeit versucht zu verordnen, sehr schnell auf dünnem Eis, sollten die Erfolge ausbleiben.
Oder aber er beginnt wie seine Vorgänger Hitzfeld und Heynckes zu begreifen, wie der FC Hollywood tickt. Denn die brauchen nicht eine neue (eventuell langweilige?) Spielweise. Sie hatten schon eine tolle und äusserst attraktive, welche letzte Saison zum totalen Triumph mit dem Triple geführt hat.

Ich lasse mich betreffs Guardiola, wie gesagt, gerne Lügen strafen. Oder einfacher ausgedrückt: Ich lasse mich gerne mit guten Spielen und Siegen vom Gegenteil überzeugen.
Stand jetzt und heute bin ich einfach skeptisch. Erst recht nach der gestrigen Pleite…

Wir werden sehen, wie dereinst Kaiser Franz: „Schau’n mer mal!“

feldwaldwiesenblogger

Zu Ferienbeginn: Wanderung auf den Kinzig Kulm

Heute begann meine Sommerferienwoche, und so ging ich schon frühmorgens aus dem Haus und fuhr Richtung Lipplisbüel, zum Grund.
Von dort aus startete ich meine für heute geplante Wanderung auf den Kinzig Kulm, je nach Schreibweise sieht man auch Chinzig Chulm.

Vor 06:00 Uhr legte ich bei noch frischen Temperaturen los, und lief die Kinzigroute in Richtung Wängi und Kinzertal. Auf dem obigen Foto sieht man das kleine Dörfli Kinzertal (auch Chinzertal).

Bereits um 07:44 Uhr war ich oben, auf der Kinzig Kulm (oder Kinzigpass, 2073 Meter über Meer), und fotografierte die Schutzhütte und die kleine Kapelle vom Gipfelkreuz aus. Im Hintergrund sieht man das Urnerland.
A propos Urnerland: Vor vielen Jahren entrissen die Urner scheints den Schwyzern die schönen Alpen jenseits des Kinzigpasses. Deshalb ist bereits zu hinderst im Lipplis, beim Grund, die „Landesgrenze“ zwischen Schwyz und Uri. Scheints soll es noch alte Muotathaler geben, die diesbezüglich immer noch nicht so gut auf die Urner zu sprechen sein sollen…
Ich fühlte mich jedoch keineswegs im „Ausland“, und genoss die herrliche Morgenstimmung auf dem Pass. Ich war noch ganz alleine, und trug mich in der Schutzhütte ins Gipfelbuch ein, wo ich für den heutigen Tag der erste „Passerklimmer“ war.

Beim Abstieg, welchen ich via die Seenalp wählte, gab es auch noch eine Überquerung über ein kleines Schneefeld.

Das Wetter war traumhaft, der Himmel stahlblau und die Luft klar: Dies ermöglichte selbst meinem iPhone 4S schöne Bilder. Grüne Wiesen, linkerhand eine Bergkette und immer noch angenehme Temperaturen. Wandererherz, was willst du mehr?

Am Wegrand erblickte ich junge, im Wachsen begriffene Alpenrosen. Ich hoffe, auch zukünftige Wanderer lassen sie dort stehen. Denn was nützen sie zuhause in einer Vase? Da verkümmern sie doch nur. Diese schönen Pflanzen gehören in die Berge und an die frische Luft.

Und dann kam er: Der Seenalpsee. Ich fotografierte ihn mehrmals, und fand schlussendlich, dass dieses Foto das Schönste war. Eingebettet in die grünen Bergwiesen schimmert der See in einem noch dünkleren, wunderschönen Grünton.

In der Nähe der Seenalp gelang mir dieser Schnappschuss. Auf so einem ähnlichen Felsbrocken erblickte ich zuvor einen laut pfeifenden Munggen (Murmeltier), der stolz seinen Kopf reckte. Als ich aber weiter lief, verschwand er in seinem Bau.

Die Seenalp ist eine weitläufige Urner Alp. Auf dem Foto erkennt man oben die schöne Alphütte mit Stall und Urnerfahne.
Als ich dort unten ankam und fotografierte, war es erst, oder je nach Sichtweise, bereits 09:30 Uhr. Die Temperaturen stiegen schon merklich an, welche der warme Südwest-Wind hinaufklettern liess. Die Entscheidung war gut, schon so früh los zu marschieren. Denn Morgenstund hat wirklich Gold im Mund, und angenehme Temperaturen in seinem Schlund.

feldwaldwiesenblogger

Federer ist aber auch empfindlich…

Gestern Morgen war für die GSOA (Gruppe Schweiz ohne Armee) die Welt noch in Ordnung. Frohgemut fuhren sie zu fünft nach Gstaad, um ihre Initiative „JA zur Aufhebung der Wehrpflicht“ mit Hilfe von Federer zu promoten (ich berichtete gestern darüber).

Dabei sahen die fünf Anti-Armee-Aktivisten aber zwei Gesichter des immer tiefer fallenden Federer.
Einerseits eine schmerzliche Niederlage des einstigen Champion …

… andererseits auch seine empfindliche Seite.

Er muss schon ziemlich „angeknockt“ sein, sonst hätte Roger die Aktion der fünf „GSOA-Federerclowns“ sicher mit Applaus quittiert.
Stattdessen hetzte er ihnen seine Anwälte auf den Hals. Die Aktivisten zogen sofort den Schwanz ein, und entschuldigten sich sogar. Ich sage nur: Weicheier, so kriegt ihr eure Initiative nie durch!
Ein Briefchen der Anwälte reichte, um künftig auf Federer als „Initiativ-Promoter“ zu verzichten.

Dass Federer aber auch so empfindlich reagieren muss, wegen dem bisschen Initiativ-Werbung…

Das sieht jetzt die Frau Professorin von der Uni Luzern doch allzu eng. Die GSOA meinte es ja nicht böse, und dachte sich: Der Herr Federer war ja dereinst auch Militärdienst-untauglich. Ergo ist der Mann auch für die Abschaffung der Wehrpflicht.

Übrigens: Da ich nur ein kleiner Blogger bin, bekam ich wegen meinem gestrigen Eintrag kein nettes Anwaltsschreiben. Somit darf ich weiterhin mit Federer werben…

Roger Federer muss für sich nach einer erneuten und sehr empfindlichen Niederlage wohl eine Auslegeordnung machen. Will er weiterhin professionell Tennis spielen, oder aber doch die Wehrpflicht-Initiative unterstützen.
Hoffnung besteht also noch für die GSOA-Leute…

feldwaldwiesenblogger

„Ich trenne…“-Kampagne – Mit schönem Schnitzelbank!


(Bildquelle: http://www.nebelspalter.ch)

Darbellay trennt Nordafrikaner von anderen Asylanten,
dafür lässt er zusammen die Tiger und Elefanten.
Die CVP und die Linken sind einfach viel zu nett,
schlafen tun nun einige Flüchtlinge in seinem Bett.

Die gute Fee trennt Schnaps von der Flasche drumrum,
es leuchtet mir nicht ein, deshalb die Frage: Warum?
In ihrer Wohnung hat’s gegeben eine Riesensauerei,
Gestunken haben soll es wie in einer Bier-Brauerei.

Claudio Zuccolini trennt Pointen von Zirkusauftritten,
deshalb sind die Knie-Chefs rasch eingeschritten.
Verbessern musste er seine Gags und Lacher,
Claudio ist jetzt wieder ein guter Klamauk-Macher.

Mörgeli trennt sich von seiner akademischen Reputation,
deswegen muss er aber noch lange nicht zur Rehabilitation.
Nach dem Räumen seines Sessels im Medizin-Museum,
sieht man Christoph nun joggen um das Colosseum.

feldwaldwiesenblogger

Roger Federer wirbt für ein JA zur Aufhebung der Wehrpflicht

Wer hätte das gedacht? Roger Federer wirbt für ein JA zur Aufhebung der Wehrpflicht!
Dabei erhielt er kürzlich von den Organisatoren des Gstaader Tennisturnieres eine Kuh. Als Dank und Würdigung, weil Federer ein so vorbildlicher und gestandener Eidgenosse ist.

Und jetzt das! An vorderster Front kämpft Herr Federer nun mit, um Herr (und Frau?) Schweizer von der allgemeinen Wehrpflicht zu befreien.

Dabei sollte der „Wahlschwyzer“ diesbezüglich den Mund halten. Denn: Der angeblich untaugliche Federer leistete gar nie Militärdienst. Rausgefunden haben das übrigens seine Kumpels von der GSOA, Gruppe Schweiz ohne Armee.

Wieso Federer und viele andere Spitzensportler (vor allem Fussballer!) untauglich sein sollen, leuchtet nicht mal Frau Patzen von der GSOA ein.

Übrigens: Bei den Schwingern grassiert die „Seuche Untauglichkeit“ nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Viele von ihnen, wie beispielsweise Schwingerkönig Kilian Wenger, nutzen die Möglichkeit, eine Sportler-RS zu besuchen.

Es kommt fast der Verdacht auf, dass die Spitzenfussballer und Federer womöglich Weicheier sein könnten.

Mir kommt aber ein anderer Verdacht auf: Da Federers Leistungen in letzter Zeit zu wünschen übrig liessen, machte er sich wohl Gedanken über seine Zukunft. Er prüfte scheints verschiedene Varianten, und hat sich nun entschieden: Für die GSOA und das Wohl der Schweiz.

Dieser Schnappschuss von Federer mit ganz dunkler Sonnenbrille entstand erst vor kurzem bei einer Kundgebung in Bern.
Er wurde dort angeblich bei einer „Flügerli-Bastelaktion“ mit Jo Lang und seinen Getreuen von der GSOA gesichtet.

Scheinbar machen die neuen Betätigungen Herr Federer viel Freude. Das Tennisspielen hat er zwar noch nicht an den Nagel gehängt.
Denn: Der Star verbindet den Sport mit seinen neuen Pflichten. In Gstaad bestreitet er heute ein Spiel, und laut Zeitungsmeldungen sollen auch seine neuen Freunde von der GSOA dabei sein.

Äh nein, nicht die! Falsches Bild.
Es sind natürlich diese Freunde:

Mir kam zu Ohren, dass sich die Veranstalter in Gstaad sehr auf den regen und bunten Publikumsaufmarsch freuen.

feldwaldwiesenblogger

Bruno Frick-Schnitzelbank


(Bildquelle: Bote der Urschweiz vom 13. Juli 2013)

Der Frick Bruno ist geworden ein richtiger Pfau,
Ämtchen sammelt er, wie Schuhe eine Frau.
Die FINMA beschert ihm nun zusätzlichen Lohn,
Das Ganze ist doch ein absolut elender Hohn.

Eröffnet wird kein Verfahren gegen den Juristen,
Gesammelt wurden seine „Untaten“ in Kisten.
Frick meint, der Schaden ist nun angerichtet,
in Schwyz wird noch lange darüber berichtet.

Die Paraplegiker-Stiftung hat ihn einst gelockt,
der Bruno hat sie kaltschnäuzig abgezockt.
Geld treibt Frick wie eine unbezähmbare Gier,
Mit dem Kerl würde ich nie trinken ein Bier.

Gescheitert ist er einst im Ständerat, wie schön!
Es schlug ihn einer aus dem Thal, mit Namen Föhn.
Die Politkarriere ist zum Glück vorbei und aus,
Die CVP quittierte das mit kräftigem Applaus.

feldwaldwiesenblogger